Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Claudia Linzel
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Jun 14, 2024 • 1h 35min

Henri Cartier-Bresson – Dr. Ulrich Pohlmann

Henri Cartier-Bresson | Dr. Ulrich Pohlmann | Bucerius Kunst Forum Hamburg Eine Leerstelle, die sichtbar wird Fotografie wird oft über ein einziges Schlagwort erinnert: den „entscheidenden Augenblick“.Diese Folge setzt einen Schritt davor an – bei der Aufmerksamkeit, bei der Sequenz, bei dem, was ein Kontaktbogen zeigt: dass ein Bild selten allein steht. Das Gespräch führt in die Ausstellung Watch! Watch! Watch! im Bucerius Kunst Forum Hamburg – und in die Frage, wie Cartier-Bressons Blick bis heute wirkt: als Form von Präsenz, als Geduld, als Entscheidung inmitten von Bewegung. Hinweis: Diese Episode entstand in Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum. Dr. Ulrich Pohlmann Dr. Ulrich Pohlmann ist Fotografie-Experte und Kurator der Ausstellung Watch! Watch! Watch! im Bucerius Kunst Forum. Im Gespräch beschreibt er Cartier-Bresson als Fotografen mit einem ausgeprägten Gespür für Ambivalenz: Situationen, die in sich mehrere Perspektiven tragen, mehrere Wahrheiten, mehrere Zeitschichten. Dabei geht es weniger um Formeln als um konkrete Bildpraxis: Wie entsteht eine Auswahl? Welche Rolle spielen Serien, Abfolgen, Kontexte? Bucerius Kunst Forum Hamburg Das Gespräch ist im Kontext einer Ausstellung entstanden, die Cartier-Bressons Werk als eine lange Bewegung durch das 20. Jahrhundert zeigt – als Fotografie, die Zeitgeschichte berührt und gleichzeitig am Alltag bleibt. Der Ausstellungstitel Watch! Watch! Watch! setzt den Ton: Sehen als Tätigkeit. Nicht als Pose, sondern als Praxis. Henri Cartier-Bresson und der Blick auf das Davor und Danach Im Gespräch wird deutlich, wie stark Cartier-Bressons Arbeit über Reihen, Kontaktbögen und Konstellationen verständlich wird. Der „entscheidende Augenblick“ erscheint hier nicht als isolierter Treffer, sondern als Moment innerhalb einer Folge: Es gibt ein Davor, es gibt ein Danach – und dazwischen Entscheidungen, die erst im Rückblick sichtbar werden. Dr. Ulrich Pohlmann spricht in diesem Zusammenhang über Cartier-Bressons Fähigkeit, Ereignisse von mehreren Seiten zu betrachten. Er nennt das die „Janusköpfigkeit“ einer Situation: ein Bild, das zugleich Spannung und Umkehrung, Nähe und Distanz, Dokument und Frage in sich tragen kann. Zeitgeschichte im Bild – ohne Eindeutigkeit Ein Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf Fotografien, die Zeitgeschichte geworden sind. Dr. Ulrich Pohlmann beschreibt Situationen, in denen sich gesellschaftliche Umbrüche, Gewalt, Schuld, Wut und Verschiebungen von Rollen verdichten – Bilder, die historisch überliefert sind und gleichzeitig das Unfertige eines Moments behalten. Hier zeigt sich eine Haltung, die in der Folge mehrfach anklingt: Cartier-Bresson sucht nicht den eindeutigen Kommentar. Er arbeitet mit Wahrnehmung – mit dem Versuch, „objektiven Zufall“ zu erfassen, Ereignisse im Moment ihres Kippens festzuhalten und trotzdem offen zu lassen, was daraus wird. Ausstellungspraxis, Auswahl, Archiv Die Folge bleibt nah an kuratorischer Praxis: Was bedeutet es, ein Werk wie das von Henri Cartier-Bresson heute zu zeigen? Welche Bilder stehen im Raum – und welche Kontexte tragen sie? Wie lassen sich historische Linien sichtbar machen, ohne sie zu glätten? Das Gespräch berührt dabei auch die Frage, wie Cartier-Bresson sich zu Deutschland verhielt, wie Reisen, Aufträge und Kontakte nach 1945 Teil seiner Biografie wurden. Es geht um Arbeit, Präsenz, Begegnung – und um die Rolle von Fotografie als Medium, das Geschichte berührt, ohne sie abzuschließen. Zur Folge Diese Episode begleitet eine Ausstellung und bleibt gleichzeitig bei der Fotografie selbst: beim Sehen, beim Material, bei Bildfolgen. Sie ist ein Einstieg in Cartier-Bressons Werk über kuratorische Perspektive und konkrete Beispiele – ruhig, präzise, ohne Formelhaftigkeit. Themen Henri Cartier-Bresson · Fotografie · Kontaktbogen · Serie · Zeitgeschichte · Ausstellungspraxis · Kuratieren · Archiv · Biografie Dr. Ulrich Pohlmann Weiterhören Sean Scully | Bucerius Kunst Forum Hamburg Lee Miller | Bucerius Kunst Forum Hamburg Geniale Frauen | Bucerius Kunst Forum Hamburg Georges Braque | Bucerius Kunst Forum Hamburg 200 Jahre Fotografie  Links & Credits Bucerius Kunst Forum Hamburg Hören Website · Spotify · Apple Podcasts · YouTube Diese Episode ist als persönliches Gespräch mit Dr. Ulrich Pohlmann im Rahmen der Ausstellung 2024 „Watch! Watch! Watch!“ im Bucerius Kunst Forum in Hamburg vor Ort entstanden.Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026. Aus dem Podcast Die Leichtigkeit der Kunst Gesprächssituation für den Podcast Die Leichtigkeit der Kunst
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Jun 7, 2024 • 48min

Kunstpalast Düsseldorf – Palastrauschen

Kunstpalast Düsseldorf – Palastrauschen mit Dr. Felix Krämer & Charlotte Ickler Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Ein Museum kann still sein. Es kann ehrfürchtig wirken. Es kann den Eindruck vermitteln, dass hier vor allem bewahrt wird. Und dann gibt es Abende, an denen ein Haus plötzlich anders klingt: offener, gegenwärtiger, weniger formell. Das Palastrauschen im Kunstpalast Düsseldorf ist genau so ein Moment. Eine Einladung, Kunst, Kultur und Musik gemeinsam zu erleben – im Museum, in der Sammlung, im Gespräch. Diese Folge führt in die neu eröffnete Sammlung des Kunstpalasts – und in eine Stadtgeschichte, die bis heute nachwirkt. Denn wer sich für unkonventionelle Verbindungen zwischen Kunst und Musik interessiert, landet früher oder später beim Creamcheese: einem legendären Ort der Düsseldorfer Szene ab den späten 1960er-Jahren, an dem Kunst, Performance, elektronische Musik und experimentelle Formen aufeinandertrafen. Teile der Originalausstattung dieses Ortes befinden sich heute im Kunstpalast. Und genau dort setzt das Gespräch an: bei der Frage, wie Geschichte in einer Sammlung weiterlebt – und wie man sie so zeigt, dass sie nicht museal erstarrt, sondern für Gegenwart anschlussfähig bleibt. Zu Gast ist Dr. Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalasts. Er spricht über die Sammlung, über Öffnung und über das Selbstverständnis eines Museums, das sich nicht als geschlossener Raum versteht, sondern als Ort, der verschiedene Öffentlichkeiten zusammenbringt. Mit dabei ist außerdem Charlotte Ickler, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kulturelle Bildung. Sie gibt Einblick in das Palastrauschen als Format: in die Idee junger Abende, in Vermittlung, die nicht belehrt, und in die Frage, wie man Menschen ins Museum einlädt, die sonst vielleicht nicht kommen würden. Kunstpalast: Sammlung als Gegenwart Im Gespräch wird deutlich, wie stark sich Museumsarbeit verändert hat. Eine Sammlung ist heute nicht nur ein Bestand. Sie ist ein aktives Feld: ein Ort, an dem Werke, Geschichten, Perspektiven und neue Fragen zusammenkommen. Der Kunstpalast versteht diese Sammlung als etwas, das sich erzählen lässt – ohne zu vereinfachen. Dabei geht es auch um das Verhältnis von Tradition und Experiment. Der Kunstpalast zeigt historische Positionen, zugleich werden Bezüge in die Gegenwart hergestellt: über neue Präsentationsformen, über Vermittlung, über Veranstaltungen, über andere Rhythmen. Creamcheese: Kunst, Musik, Nacht – als Düsseldorfer Erinnerung Das Creamcheese erscheint in dieser Folge als kultureller Bezugspunkt. Nicht als nostalgischer Mythos, sondern als Beispiel dafür, wie Kunst und Musik in Düsseldorf früh miteinander verschränkt waren. Ein Ort, an dem sich Szene, Avantgarde und Publikum begegneten – und an dem Kunst nicht im klassischen Sinne „ausgestellt“ wurde, sondern als Ereignis, als Atmosphäre, als gemeinsamer Moment. Dass Teile dieses Ortes heute im Kunstpalast präsent sind, macht eine besondere Verschiebung sichtbar: Das Museum bewahrt nicht nur Objekte, sondern auch Formen von Öffentlichkeit. Und es stellt die Frage: Wie lässt sich so etwas ausstellen, ohne es zu glätten? Palastrauschen: Vermittlung ohne Schwellenangst Charlotte Ickler spricht über das Palastrauschen als Einladung. Das Format richtet sich an junge Menschen und an alle, die Lust haben, Museum als Abend, als Raum, als Begegnung zu erleben, unterstützt durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Dabei geht es nicht um „Eventisierung“, sondern um Zugänge: um eine Stimmung, in der man bleiben darf, schauen darf, sich bewegen darf, ins Gespräch kommen darf. Das Palastrauschen ist in dieser Folge auch ein Beispiel dafür, wie Kulturelle Bildung heute gedacht werden kann: weniger frontal, mehr situativ. Weniger Erklärung, mehr Möglichkeit. Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die Türen öffnen – für junge Perspektiven, für neue Formen des Museumsbesuchs und für Programme, die Kunst in der Gesellschaft verankern. Themen dieser FolgeKunstpalast Düsseldorf · Palastrauschen · Sammlung · Creamcheese · Kunst und Musik · Kulturelle Bildung · Öffnung · Museum als Ort der Gegenwart GästeDr. Felix Krämer · Generaldirektor Kunstpalast DüsseldorfCharlotte Ickler · Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kulturelle Bildung, Kunstpalast Düsseldorf Links & CreditsKunstpalast · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Hören Der Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst erscheint seit 2020 kostenfrei auf allen gängigen Plattformen: ︎ Kunstpodcast auf Spotify hörenDie Leichtigkeit der Kunst auf Spotify hören ︎ Kunstpodcast bei Apple PodcastsDie Leichtigkeit der Kunst auf Apple Podcasts hören ︎ Kunstpodcast auf YouTubeDie Leichtigkeit der Kunst auf YouTube hören Weiterhören Weitere Gespräche aus der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West versammeln sich in der Kategorie Sparda-Stiftung x die Leichtigkeit der Kunst.Anknüpfend dazu: Museum Folkwang – Neue Welten über Sammlung, Gegenwart und Museumsarbeit · Lehmbruck Museum – Skulptur, Plastik oder Objekt? über Raum, Material und Wahrnehmung · HMKV Dortmund – Holding Pattern über Systeme, Wiederholung und Kontrolle. TextsignaturDiese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden. Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026.
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May 31, 2024 • 54min

Thorsten Osterberger & Ruscha Voormann: Savoir Vivre in Berlin

Mit diesem Savoir Vivre reisen wir nach Berlin, in das Restaurant Osterberger in Mitte. Geführt wird das Osterberger von Thorsten Osterberger und seinem Mann Stefan. Doch Thorsten ist eigentlich wie die Mutter zum Kinde zur Gastronomie gekommen, hier nur ein paar Stichpunkte: aufgewachsen im Allgäu, Mode studiert, in London für Vivienne Westwood gearbeitet, tätig als Creative Producer und Chefredakteur, tätig als Agent der deutsch französischen Illustratorin Kera Till sowie Mitbegründer des Magazins Heyday … sah es eigentlich in seiner Laufbahn nicht nach Restaurantgründung aus. Doch warum ist ein zugegebenermaßen wunderbares Restaurant in Berlin Teil des Savoir Vivres? Wo ist der Bezug zur Kunst? … Ja… hier begegnen sich tatsächlich herausragender Genuss mit anspruchsvoller Kunst von … der Münchner Künstlerin Ruscha Voormann, Meisterschülerin von Gregor Hildebrandt. Ganz besonders freue ich mich, dass Ruscha extra aus München angereist ist, um diese Episode mit ihrem künstlerischen Blick zu bereichern. Doch vorab bin ich auf die Geschichte hinter dem Osterberger gespannt… Und wie es dazu kam, dass erfahren wir natürlich von Thorsten!   GOOD TO KNOW! GÄSTE: Ruscha Voormann & Thorsten Osterberger LOB, KRITIK UND VORSCHLÄGE? Schreib mir gerne an claudia@dieleichtigkeitderkunst.de LISTEN TO: Den Podcast „die Leichtigkeit der Kunst“ kannst du kostenfrei über alle gängigen Podcastplattformen hören. Wenn du den Podcast abonnierst, erhältst du automatisch jeden Freitag die neueste Folge. Folge der die Leichtigkeit der Kunst gerne auf deiner Podcast App, z.B.: Apple Podcast Spotify YouTube DANKE: Wenn dir dieser Folge gefallen hat und dir auch die weiteren Episoden zusagen, dann hinterlass doch gerne 5 Sterne sowie eine wohlgesonnene Bewertung bei deiner Podcast-App. Ich freue mich auch über Empfehlungen, Fragen, Kritik und natürlich weitere Themenvorschläge oder Gesprächspartner:innen. Dazu kannst du gerne die Social Media Kanäle von die Leichtigkeit der Kunst nutzen oder eine Email an folgende Adresse schreiben: info@dieleichtigkeitderkunst.de.
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May 28, 2024 • 1h 27min

x POWR 05: Geschichte mit Geschmack

Geschichte mit Geschmack… der Titel deutet es schon an… denn auf ein Thema, das buchstäblich auf unseren Tellern liegt, möchte ich noch tiefer eingehen und mehr über Geschichte und Wege erfahren…: Lebensmittel und ihre Lieferketten. Was uns vielleicht als normal und alltäglich erscheint, hat oft tief verwurzelte koloniale Ursprünge. Denkt an Zuckerrohr, Kaffee oder Kakao – Pflanzen, die ursprünglich in anderen Teilen der Welt angebaut wurden und durch kolonial geprägte Strukturen zu uns gelangten. Und dazu begrüße ich ganz herzlich Ka Kem und Salim Yahfoufi vom Lieferkettenbefreiungstheater in Münster. Ka und Salim beschäftigen sich auf künstlerisch vermittelnde Weise mit der Frage, welche Spuren und Einflüsse des Kolonialismus in unseren Lebensmitteln, Lieferketten und Essgewohnheiten zu finden sind. Seid ihr, liebe Hörer:innen, auch neugierig darauf, was das mit uns und unserer Gesellschaft zu tun hat? Dann begleitet mich in dieses spannende Gespräch, in dem wir nicht nur über postkoloniale Zusammenhänge sprechen, sondern auch darüber, wie Musik und Theater uns dabei helfen können, neue Perspektiven zu entwickeln. Dieses Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert im Rahmen von „POWR! Postkoloniales Westfalen-Lippe„. LISTEN TO: Den Podcast „die Leichtigkeit der Kunst“ kannst du kostenfrei über alle gängigen Podcastplattformen hören. Wenn du den Podcast abonnierst, erhältst du jede neue Folge automatisch. Apple Podcast Spotify YouTube MEINE GÄSTE: Salim Yahfoufi Ka Kem KOLLABORATION: LWL-Kulturstiftung
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May 24, 2024 • 45min

Schloss Benrath – Symphonie der Künste | Prof. Dr. Stefan Schweizer

Schloss Benrath – Symphonie der Künste | Prof. Dr. Stefan Schweizer Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Schloss Benrath ist ein Ort, der viele Sprachen spricht. Architektur. Gartenkunst. Museum. Musik. Und dieses seltene Gefühl, dass ein historischer Ort nicht in der Vergangenheit festhängt, sondern als Gegenwart funktioniert. In dieser Folge führt der Weg nach Düsseldorf – in die Welt von Schloss und Park Benrath. Im Gespräch mit Prof. Dr. Stefan Schweizer, Vorstand der Stiftung Schloss und Park Benrath, Honorarprofessor an der Heinrich-Heine-Universität und Präsident der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und Landschaftskultur, geht es um das Schloss als Gesamtkunstwerk – und um die Frage, wie man einen Ort bewahrt, ohne ihn zu konservieren. Schloss Benrath als Gesamtkunstwerk Schloss Benrath ist weit mehr als eine schöne Kulisse. Im Gespräch wird deutlich, wie bewusst dieser Ort gedacht ist: als Zusammenspiel von Architektur, Natur, Gestaltung und kultureller Praxis. Der Blick richtet sich auf die Strukturen hinter dem Offensichtlichen: Wer pflegt diesen Park? Welche Entscheidungen stecken hinter dem Erhalt? Welche Rolle spielt Wissen, welche Rolle spielt Vermittlung – und wie verändert sich ein historischer Ort, wenn er sich für neue Formate öffnet? Stefan Schweizer spricht dabei mit großer Klarheit über die Verantwortung, die solche Orte mit sich bringen: nicht als nostalgische Bühne, sondern als kulturelle Infrastruktur. Ein Ort, der Geschichte erzählt, aber auch Fragen stellt: Wer fühlt sich eingeladen? Wer kommt? Und wie kann ein Schloss heute ein öffentlicher Raum sein? Gartenkunst: Gestaltung, Zeit, Geduld Ein zentraler Teil des Gesprächs ist die Gartenkunst. Sie wirkt oft selbstverständlich – bis man versteht, wie viel Arbeit, Planung und Langfristigkeit in ihr steckt. Ein Garten ist nie „fertig“. Er ist Pflege, Rhythmus, Eingriff und Geduld. Im Gespräch geht es um die Logik von Gärten als kulturelle Form: um Sichtachsen, um Wege, um Ordnung und Wildnis. Und auch um den gesellschaftlichen Blick auf Natur: Was gilt als schön? Was gilt als gepflegt? Und was erzählen Gärten über das Menschenbild einer Epoche? Museen in Schloss Benrath: Kultur im Verbund Schloss Benrath ist zugleich ein Museumsstandort. In der Folge wird deutlich, wie wichtig diese Vielstimmigkeit ist: Ein Ort, der nicht nur eine Geschichte zeigt, sondern mehrere Ebenen – Kunst, Natur, Alltagskultur, historische Räume, Sammlungen. Es geht um das Zusammenspiel der Museen, um Programmplanung und um die Frage, wie ein historischer Ort zeitgenössisch bleiben kann, ohne sich anzubiedern. Stefan Schweizer spricht über die Balance zwischen Besucher:innen-Erwartung und inhaltlicher Haltung – und darüber, wie wichtig es ist, Kultur nicht als Dekoration zu behandeln, sondern als gesellschaftliche Praxis. Lichterfest und Musikjahr: Atmosphäre als kulturelles Angebot Ein konkreter Anlass dieser Episode ist das Lichterfest in Schloss Benrath – ein Abend, an dem sich der Park und das Schloss in einem besonderen Licht zeigen. Im Gespräch wird deutlich, dass solche Veranstaltungen nicht nur Event sind, sondern Teil einer kulturellen Strategie: Menschen einzuladen, Schwellen zu senken, Atmosphäre zu schaffen – und dabei dennoch die inhaltliche Tiefe des Ortes zu bewahren. Darüber hinaus wird das Programm des Musikjahres thematisiert: Welche Formate werden entwickelt? Welche Rolle spielt Musik in einem historischen Ensemble? Und wie kann Kulturprogramm gleichzeitig zugänglich und anspruchsvoll sein? Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die öffentliche Räume stärken – Museen, Kulturorte, Vermittlungsformate und Veranstaltungen, die Kultur als Teil des Alltags ernst nehmen. Die Kooperation mit Schloss Benrath steht exemplarisch für dieses Engagement: ein Ort, der Geschichte bewahrt und gleichzeitig Gegenwart ermöglicht. Themen dieser FolgeSchloss Benrath · Gartenkunst · Museumsarbeit · Kulturprogramm · Denkmalpflege · Öffentlichkeit · Lichterfest · Musikjahr · Düsseldorf GastProf. Dr. Stefan Schweizer · Vorstand Stiftung Schloss und Park Benrath Links & CreditsSchloss Benrath · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Hören Der Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst erscheint seit 2020 kostenfrei auf allen gängigen Plattformen: ︎ Kunstpodcast auf Spotify hören Die Leichtigkeit der Kunst auf Spotify hören ︎ Kunstpodcast bei Apple Podcasts Die Leichtigkeit der Kunst auf Apple Podcasts hören ︎ Kunstpodcast auf YouTube Die Leichtigkeit der Kunst auf YouTube hören Weiterhören Weitere Episoden aus der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West finden sich in der Kategorie Sparda-Stiftung x die Leichtigkeit der Kunst.Passend dazu: Museum Folkwang – Neue Welten über Sammlung, Gegenwart und Öffnung · Kunstmuseen Krefeld – Die Bar über Museum als sozialer Ort · Palastrauschen im Kunstpalast über Kultur, Nacht und junge Formate.
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May 17, 2024 • 42min

Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern: Freiheit ist...

„Freiheit ist nicht zu tun, was man tun will, sondern zu tun, was man tun muss“ Ein Zitat des amerikanisch-britischen Geigers und Dirigenten Yehudi Menuhin… Yehudi Menuhin wurde 1916 in New York City geboren, galt als musikalisches Wunderkind und gründete die Yehudi Menuhin School in England, eine renommierte Musikschule…Was bringt ein solches Ausnahmetalent, der doch scheinbar alle Freiheit hat, sein Leben zu gestalten und seine Leidenschaft zu leben, zu solchen Gedanken? Bedeutet Freiheit also gar nicht einen individuellen Luxus frönen zu können, sondern bedeutet Freiheit vielmehr eine Verpflichtung, das Richtige zu tun, selbst wenn es nicht immer einfach ist. Erfordert Freiheit auch das Einbringen von Disziplin, Entschlossenheit und Mut, der eigenen inneren Stimme zu folgen, auch wenn es gegen die Erwartungen oder Wünsche anderer geht. Und was bedeutet Freiheit im künstlerischen Kontext, gar wenn andere existenzielle Verpflichtungen den Alltag begleiten? Yehudi Menuhin kann ich leider nicht mehr fragen, doch ich bin mir sehr sicher, dass wir mit meinem heutigen Gast, sehr aufrichtige Antworten finden werden. Ganz herzlich begrüße ich dank der Münchner Konzertgesellschaft hier in der Münchner Markuskirche Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern… Oberhaupt des über 950 Jahre alten und geschichtsträchtigen Hauses Hohenzollern, leidenschaftlicher Musiker, Gründer der Band Royal Groovin und in Musikerkreisen bekannt als Charly. Doch bevor ich mehr über Fürst Karl Friedrichs Leben und seiner Liebe zur Musik erfahren darf, möchte ich noch mit ein paar Tönen die Münchner Konzertgesellschaft kennenlernen. Und dazu heiße ich meine liebe Freundin Désirée von Bohlen und Halbach willkommen, Präsidentin der Konzertgesellschaft, Gründerin von Desideria und Cousine von Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern. GOOD TO KNOW! LOB, KRITIK UND VORSCHLÄGE? Schreib mir gerne an claudia@dieleichtigkeitderkunst.de LISTEN TO: Den Podcast „die Leichtigkeit der Kunst“ kannst du kostenfrei über alle gängigen Podcastplattformen hören. Wenn du den Podcast abonnierst, erhältst du automatisch jeden Freitag die neueste Folge. Folge der die Leichtigkeit der Kunst gerne auf deiner Podcast App, z.B.: Apple Podcast Spotify YouTube GAST: Fürst Karl Friedrich von Hohenzollern und Désirée von Bohlen und Halbach DANKE: Wenn dir dieser Folge gefallen hat und dir auch die weiteren Episoden zusagen, dann hinterlass doch gerne 5 Sterne sowie eine wohlgesonnene Bewertung bei deiner Podcast-App. Ich freue mich auch über Empfehlungen, Fragen, Kritik und natürlich weitere Themenvorschläge oder Gesprächspartner:innen. Dazu kannst du gerne die Social Media Kanäle von die Leichtigkeit der Kunst nutzen oder eine Email an folgende Adresse schreiben: info@dieleichtigkeitderkunst.de.
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May 10, 2024 • 59min

Museum Abteiberg – Kunsthalle for Music

Museum Abteiberg – Kunsthalle for Music mit Susanne Titz, Gian Marco Hölk & Ari Benjamin Meyers Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Musik verändert Räume. Sie ist nicht Dekoration. Sie ist Struktur. Sie setzt Zeit. Sie verschiebt Aufmerksamkeit. Und sie kann etwas im Publikum auslösen, das sich nicht über Worte erklären lässt. Diese Folge führt nach Mönchengladbach ins Museum Abteiberg – in eine Ausstellung, die genau diese Verschiebung ernst nimmt: „Kunsthalle for Music“. Im Zentrum steht eine Frage, die überraschend gegenwärtig wirkt: Was passiert, wenn experimentelles Musizieren nicht im Konzertsaal stattfindet, sondern im Kunstraum? Wenn Zuhören nicht Begleiterscheinung ist, sondern Teil der Ausstellung? Zu Gast sind Susanne Titz, Direktorin des Museum Abteiberg, Gian Marco Hölk, Kurator der Ausstellung, und Ari Benjamin Meyers, Komponist, Künstler und Gründer von Kunsthalle for Music. Museum Abteiberg: Sammlung, Gegenwart, Offenheit Das Museum Abteiberg gehört zu den Häusern, die auf Haltung setzen. Im Gespräch wird deutlich, wie stark die Arbeit des Museums davon geprägt ist, Kunst als lebendigen Prozess zu verstehen – als etwas, das im Raum stattfindet, in Beziehungen, in Zeit. Susanne Titz spricht über die Rolle des Museums als Ort, an dem Gegenwart nicht erklärt, sondern ermöglicht wird. Es geht um Programmatik, um die Schausammlung, um die Frage, wie ein Museum seine eigene Geschichte ernst nimmt und gleichzeitig offen bleibt für neue Formate. Kunsthalle for Music: Eine nomadische Institution Ari Benjamin Meyers beschreibt Kunsthalle for Music als eine Art nomadische Institution. Ein Format, das keine feste Adresse braucht, sondern sich in Räume einschreibt – und dort jeweils neu verhandelt, was eine Ausstellung sein kann. Im Gespräch wird deutlich: Es geht nicht um „Musik im Museum“ als Zusatz. Es geht um eine grundlegende Verschiebung. Musik wird hier als künstlerische Praxis verstanden – als etwas, das den Raum verändert, die Wahrnehmung schärft und eine andere Form von Aufmerksamkeit erzeugt. Die Ausstellung wird so zu einem Ort, an dem sich Grenzen lösen: zwischen Bühne und Publikum, zwischen Kunstwerk und Aufführung, zwischen Objekt und Ereignis. Kuratorische Perspektive: Wie baut man eine Live-Music-Ausstellung? Gian Marco Hölk spricht über die kuratorische Herausforderung, eine Ausstellung zu gestalten, die nicht auf statische Werke setzt, sondern auf Zeit, Präsenz und Wiederholung. Was bedeutet es, wenn eine Ausstellung sich täglich verändert? Wenn ein Werk in der Aufführung entsteht? Und wenn das Publikum Teil dieser Situation wird? Im Gespräch geht es um die Logik von Wiederholung, um unterschiedliche Formen von Zuhören – und um das, was im Museum sonst oft unterschätzt wird: dass Wahrnehmung nicht nur visuell funktioniert. Ari Benjamin Meyers: Komposition als gesellschaftliche Form Ari Benjamin Meyers ist als Künstler und Komponist bekannt für Arbeiten, die Musik nicht als abgeschlossenes Werk behandeln, sondern als soziale Praxis. In dieser Episode wird spürbar, wie stark seine Arbeit mit Fragen von Gemeinschaft, Aufmerksamkeit und Rollenverteilung verbunden ist. Wer spielt? Wer hört zu? Wer entscheidet, was „gilt“? Und wie verändert sich ein Raum, wenn Musik nicht auf den Effekt zielt, sondern auf Präsenz? „Kunsthalle for Music“ wird in dieser Folge als Versuch beschrieben, eine neue Form von Öffentlichkeit zu erzeugen: leise, konzentriert, körperlich – und offen für unterschiedliche Zugänge. Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die kulturelle Orte stärken und neue Formate ermöglichen – in Museen, Institutionen und im öffentlichen Raum. Die Unterstützung dieser Folge macht es möglich, dass Ausstellungen wie „Kunsthalle for Music“ über den Museumsraum hinaus weiterwirken: als Gespräch, als Kontext und als Einladung, Kultur als Teil des eigenen Alltags wahrzunehmen. Themen dieser FolgeMuseum Abteiberg · Kunsthalle for Music · Ari Benjamin Meyers · Susanne Titz · Gian Marco Hölk · Musik im Kunstraum · Ausstellung als Ereignis · Wahrnehmung · Öffentlichkeit GästeSusanne Titz · Direktorin Museum AbteibergGian Marco Hölk · KuratorAri Benjamin Meyers · Künstler und Komponist Links & Credits Museum Abteiberg · Kunsthalle for Music · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Hören Der Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst erscheint seit 2020 kostenfrei auf allen gängigen Plattformen: ︎ Kunstpodcast auf Spotify hören Die Leichtigkeit der Kunst auf Spotify hören ︎ Kunstpodcast bei Apple Podcasts Die Leichtigkeit der Kunst auf Apple Podcasts hören ︎ Kunstpodcast auf YouTube Die Leichtigkeit der Kunst auf YouTube hören Weiterhören Weitere Episoden aus der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West finden sich in der Kategorie Sparda-Stiftung x die Leichtigkeit der Kunst.Passend dazu: Holding Pattern im HMKV Dortmund über Rhythmus, Kontrolle und Wiederholung · Museum Folkwang – Neue Welten über Sammlung und Gegenwart · Schloss Benrath – Symphonie der Künste über Kulturprogramm und Öffentlichkeit.
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May 3, 2024 • 1h 1min

Nadine Vicentini, Bayern Design: Co-create with nature

Lasst uns heute mal raus aus unseren White Cubes und hinein in die Natur träumen…Woran denkt ihr da besonders gerne? Vielleicht an Van Goghs Sternennächte, Monets Wasserlilien oder Hokusais Wellenbrecher…? Seht ihr Friedrichs Sonnenaufgang, Boschs Garten Eden oder gar Böcklins Insel der Toten vor eurem geistigen Auge? Oder denkt ihr gar nicht so sehr im kunstgeschichtlichen Sinne sondern vielmehr sehr zeitgenössisch? Vielleicht sogar an Formen, Farben, Funktionen im Sinne eines nachhaltigen Designs? Wie sehr beeinflusst die Natur eigentlich unsere Designwahrnehmung? Bzw. inwiefern dienen natürliche Attribute als Inspirationsquelle für Design? Welche Rolle spielen natürliche Prozesse im kreativen Schaffensprozesse von Künstlern und Designern? Und warum ist es wichtig, nachhaltige Ansätze in Kunst und Design zu fördern, die im Einklang mit der Natur stehen? Also sozusagen die Natur als Co-Creator zu betrachten… mehr Kollaborieren statt Dominieren… Jetzt habe ich so viele Fragen an euch gerichtet, ihr lieben Hörende… Zeit für den Switch… wenden wir uns mit diesen Fragen doch lieber an meine heutigen Gäste… Ich begrüße ganz herzlich Nadine Vicentini, Geschäftsführerin von bayern design und Thorsten Buch, Head der munich creativ business week, die vom 11 – 19 Mai in München stattfindet und unter dem Motto „How to co-create with nature“ steht.   GOOD TO KNOW! TERMINE: 11. – 19. Mai in München, hier geht es zum Programm GÄSTE: Nadine Vicentini, Geschäftsführerin von bayern design und Thorsten Buch, Head der munich creativ business week LOB, KRITIK UND VORSCHLÄGE? Schreib mir gerne an claudia@dieleichtigkeitderkunst.de LISTEN TO: Den Podcast „die Leichtigkeit der Kunst“ kannst du kostenfrei über alle gängigen Podcastplattformen hören. Wenn du den Podcast abonnierst, erhältst du automatisch jeden Freitag die neueste Folge. Folge der die Leichtigkeit der Kunst gerne auf deiner Podcast App, z.B.: Apple Podcast Spotify YouTube AUFTRAGGEBER: Herzlichen Dank auch an die PR Agentur Nickl PR für diese tolle Zusammenarbeit. DANKE: Wenn dir dieser Folge gefallen hat und dir auch die weiteren Episoden zusagen, dann hinterlass doch gerne 5 Sterne sowie eine wohlgesonnene Bewertung bei deiner Podcast-App. Ich freue mich auch über Empfehlungen, Fragen, Kritik und natürlich weitere Themenvorschläge oder Gesprächspartner:innen. Dazu kannst du gerne die Social Media Kanäle von die Leichtigkeit der Kunst nutzen oder eine Email an folgende Adresse schreiben: info@dieleichtigkeitderkunst.de.
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Apr 30, 2024 • 58min

x POWR 04: Kamera Kolonial

Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der Kunst. Mein Name ist Claudia Linzel – dank gemeinschaftlicher Produktion mit der LWL-Kulturstiftung in ihrem Themenjahr POWR! erfahren wir mit diesem mehrteiligen Podcast-Spezial mehr über koloniale Spuren in unserem Alltag. Und in dieser Episode widmen wir uns dem Kino… Der große französische Filmkritiker André Bazin beschilderte das Kino einst als »Fenster zur Welt«. Natürlich meinte er damit nicht, den poetisch buchstäblichen Blick aus einem Haus… sondern vielmehr fasste er damit in Worte, dass das Kino ein „angeblich“ glaubwürdiges Abbild der Realität vermittle. Klingt ja erstmal wirklich fantastisch… In einer Zeit, in der an Reisen und Internet noch nicht zu denken war, bot das Kino so sicherlich eine faszinierende Antwort sowie einen der wenigen Wege, um die Sehnsucht nach dem Kennenlernen von fernen Orten und fremden Kulturen zu stillen. Das Kino muss sich angefühlt haben, wie eine Art Weltreise auf Leinwand… Doch birgt diese irgendwie einseitige und gleichzeitig breite Wahrnehmung nicht auch große Risiken? Prägten die Filme, ihre Bilder und Inhalte, so nicht auch nachhaltig das kollektive Gedächtnis ganzer Generationen und formten so schon früh Stereotype die sich bis heute fest verankert haben? … Zum Beispiel … und mit Blick auf unser Themenjahr POWR! … den deutschen Kolonialismus… Konnte so nicht auch eine Verherrlichung des Imperialismus und des eurozentristischen Blicks gefördert werden? Und welche Rolle spielen Film und Kino heute, um eine Veränderung der postkolonialen Perspektive zu erreichen sowie eine ganzheitliche verständnisvolle und vor allem Rassismus kritische Wahrnehmung aufzubauen. Ich freue mich sehr, dazu die Perspektiven von Susanne Koellner, wissenschaftliche Referentin für Medienbildung im LWL-Medienzentrum, Dr. Julia Paulus, Referentin für Frauen- und Geschlechtergeschichte am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Stefan Querl, Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel und Beauftragter der Stadt Münster in Antisemitismusfragen und Jens Schneiderheinze, Gründer von „Die Linse“, ein Verein zur Förderung kommunaler Filmarbeit sowie erfahrener Film-Kurator und Kulturmanager, kennenzulernen. Dieses Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert im Rahmen von „POWR! Postkoloniales Westfalen-Lippe“. GOOD TO KNOW! LOB, KRITIK UND VORSCHLÄGE? Schreib mir gerne an claudia@dieleichtigkeitderkunst.de LISTEN TO: Den Podcast „die Leichtigkeit der Kunst“ kannst du kostenfrei über alle gängigen Podcastplattformen hören. Wenn du den Podcast abonnierst, erhältst du jede neue Folge automatisch. Apple Podcast Spotify YouTube MEINE GÄSTE: Susanne Koellner, wissenschaftliche Referentin für Medienbildung im LWL-Medienzentrum, Dr. Julia Paulus, Referentin für Frauen- und Geschlechtergeschichte am LWL-Institut für westfälische Regionalgeschichte, Stefan Querl, Leiter des Geschichtsortes Villa ten Hompel und Beauftragter der Stadt Münster in Antisemitismusfragen und Jens Schneiderheinze, Gründer von „Die Linse“, ein Verein zur Förderung kommunaler Filmarbeit sowie erfahrener Film-Kurator und Kulturmanager KOLLABORATION: LWL-Kulturstiftung
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Apr 26, 2024 • 60min

Philipp Demeter, Sotheby's: Diamonds are a girls best friend

Marylin Monroe singt so schön…Diamonds are a girls best friend… doch noch nicht nur… Dem Schmuck ist doch wahrlich eine viel bedeutendere Rolle zuzuschreiben als ausschließlich bester Freund zu sein… Tragt ihr beispielsweise einen diamantenbesetzten Ring am Finger? Was drückt dieser aus? Zugehörigkeit und Liebe? Oder dieses kleine, rote Herz, welches vielleicht so fröhlich um euren Hals baumelt? Bedeutet es eigentlich… Schutz? Auch würde ich gerne mehr über die Wahl eurer Ohrringe erfahren… Reine ästhetische Umrahmung eures Gesichts oder liebevoller Gruß an die Person eures Herzens? Welche Geschichte schreibt das goldene Band an eurem Arm? Vielleicht als Erbstück, die Erinnerungen an die geliebte Großmutter? Oder die prachtvolle Uhr am Handgelenk? Dient sie ausschließlich als Zeitmesser oder auch ein wenig als Statussymbol? Apropos… schmückt ihr euch gerne sehr präsent zur Untermalung eurer Persönlichkeit oder setzt ihr das wertige Glitzern eher dezent zurückhaltend ein, wie einen kleinen symbolischen Code, den es zu entschlüsseln gilt? Oh, da fällt mir auf… über ein Schmuckstück haben wir noch gar nicht sinniert…. Über die Brosche… Gilt sie als kleine Aufhübschung am Revers oder entlarvt sie ihren Träger möglicherweise kokett als extravaganten Gentleman und Kenner der Gemmologie? Finden wir es doch heraus… mithilfe meines heutigen überaus charmanten Gesprächspartners Philipp Demeter, Director, Specialist Jewellery & Watches sowie Head of Luxury sales Sotheby’s Germany und Auktionator. Denn hier darf ich dank dieser wunderbaren Kollaboration mit Sotheby’s zum zweiten Mal Gast im Palais Oppenheim in Köln sein. Bevor wir von Philipp mehr über erlesenes Geschmeide erfahre, bin ich natürlich äußerst gespannt, ihn und seine Passion für Schmuck kennenzulernen. Weitere Gespräche aus der Reihe Sotheby’s

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