
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast Museum Abteiberg – Kunsthalle for Music
Museum Abteiberg – Kunsthalle for Music mit Susanne Titz, Gian Marco Hölk & Ari Benjamin Meyers
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Musik verändert Räume. Sie ist nicht Dekoration. Sie ist Struktur. Sie setzt Zeit. Sie verschiebt Aufmerksamkeit. Und sie kann etwas im Publikum auslösen, das sich nicht über Worte erklären lässt.
Diese Folge führt nach Mönchengladbach ins Museum Abteiberg – in eine Ausstellung, die genau diese Verschiebung ernst nimmt: „Kunsthalle for Music“. Im Zentrum steht eine Frage, die überraschend gegenwärtig wirkt: Was passiert, wenn experimentelles Musizieren nicht im Konzertsaal stattfindet, sondern im Kunstraum? Wenn Zuhören nicht Begleiterscheinung ist, sondern Teil der Ausstellung?
Zu Gast sind Susanne Titz, Direktorin des Museum Abteiberg, Gian Marco Hölk, Kurator der Ausstellung, und Ari Benjamin Meyers, Komponist, Künstler und Gründer von Kunsthalle for Music.
Museum Abteiberg: Sammlung, Gegenwart, Offenheit
Das Museum Abteiberg gehört zu den Häusern, die auf Haltung setzen. Im Gespräch wird deutlich, wie stark die Arbeit des Museums davon geprägt ist, Kunst als lebendigen Prozess zu verstehen – als etwas, das im Raum stattfindet, in Beziehungen, in Zeit.
Susanne Titz spricht über die Rolle des Museums als Ort, an dem Gegenwart nicht erklärt, sondern ermöglicht wird. Es geht um Programmatik, um die Schausammlung, um die Frage, wie ein Museum seine eigene Geschichte ernst nimmt und gleichzeitig offen bleibt für neue Formate.
Kunsthalle for Music: Eine nomadische Institution
Ari Benjamin Meyers beschreibt Kunsthalle for Music als eine Art nomadische Institution. Ein Format, das keine feste Adresse braucht, sondern sich in Räume einschreibt – und dort jeweils neu verhandelt, was eine Ausstellung sein kann.
Im Gespräch wird deutlich: Es geht nicht um „Musik im Museum“ als Zusatz. Es geht um eine grundlegende Verschiebung. Musik wird hier als künstlerische Praxis verstanden – als etwas, das den Raum verändert, die Wahrnehmung schärft und eine andere Form von Aufmerksamkeit erzeugt.
Die Ausstellung wird so zu einem Ort, an dem sich Grenzen lösen: zwischen Bühne und Publikum, zwischen Kunstwerk und Aufführung, zwischen Objekt und Ereignis.
Kuratorische Perspektive: Wie baut man eine Live-Music-Ausstellung?
Gian Marco Hölk spricht über die kuratorische Herausforderung, eine Ausstellung zu gestalten, die nicht auf statische Werke setzt, sondern auf Zeit, Präsenz und Wiederholung. Was bedeutet es, wenn eine Ausstellung sich täglich verändert? Wenn ein Werk in der Aufführung entsteht? Und wenn das Publikum Teil dieser Situation wird?
Im Gespräch geht es um die Logik von Wiederholung, um unterschiedliche Formen von Zuhören – und um das, was im Museum sonst oft unterschätzt wird: dass Wahrnehmung nicht nur visuell funktioniert.
Ari Benjamin Meyers: Komposition als gesellschaftliche Form
Ari Benjamin Meyers ist als Künstler und Komponist bekannt für Arbeiten, die Musik nicht als abgeschlossenes Werk behandeln, sondern als soziale Praxis. In dieser Episode wird spürbar, wie stark seine Arbeit mit Fragen von Gemeinschaft, Aufmerksamkeit und Rollenverteilung verbunden ist.
Wer spielt? Wer hört zu? Wer entscheidet, was „gilt“? Und wie verändert sich ein Raum, wenn Musik nicht auf den Effekt zielt, sondern auf Präsenz?
„Kunsthalle for Music“ wird in dieser Folge als Versuch beschrieben, eine neue Form von Öffentlichkeit zu erzeugen: leise, konzentriert, körperlich – und offen für unterschiedliche Zugänge.
Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die kulturelle Orte stärken und neue Formate ermöglichen – in Museen, Institutionen und im öffentlichen Raum. Die Unterstützung dieser Folge macht es möglich, dass Ausstellungen wie „Kunsthalle for Music“ über den Museumsraum hinaus weiterwirken: als Gespräch, als Kontext und als Einladung, Kultur als Teil des eigenen Alltags wahrzunehmen.
Themen dieser Folge
Museum Abteiberg · Kunsthalle for Music · Ari Benjamin Meyers · Susanne Titz · Gian Marco Hölk · Musik im Kunstraum · Ausstellung als Ereignis · Wahrnehmung · Öffentlichkeit
Gäste
Susanne Titz · Direktorin Museum Abteiberg
Gian Marco Hölk · Kurator
Ari Benjamin Meyers · Künstler und Komponist
Links & Credits
Museum Abteiberg · Kunsthalle for Music · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
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