
Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast Kunstpalast Düsseldorf – Palastrauschen
Kunstpalast Düsseldorf – Palastrauschen mit Dr. Felix Krämer & Charlotte Ickler
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Ein Museum kann still sein. Es kann ehrfürchtig wirken. Es kann den Eindruck vermitteln, dass hier vor allem bewahrt wird. Und dann gibt es Abende, an denen ein Haus plötzlich anders klingt: offener, gegenwärtiger, weniger formell. Das Palastrauschen im Kunstpalast Düsseldorf ist genau so ein Moment. Eine Einladung, Kunst, Kultur und Musik gemeinsam zu erleben – im Museum, in der Sammlung, im Gespräch.
Diese Folge führt in die neu eröffnete Sammlung des Kunstpalasts – und in eine Stadtgeschichte, die bis heute nachwirkt. Denn wer sich für unkonventionelle Verbindungen zwischen Kunst und Musik interessiert, landet früher oder später beim Creamcheese: einem legendären Ort der Düsseldorfer Szene ab den späten 1960er-Jahren, an dem Kunst, Performance, elektronische Musik und experimentelle Formen aufeinandertrafen.
Teile der Originalausstattung dieses Ortes befinden sich heute im Kunstpalast. Und genau dort setzt das Gespräch an: bei der Frage, wie Geschichte in einer Sammlung weiterlebt – und wie man sie so zeigt, dass sie nicht museal erstarrt, sondern für Gegenwart anschlussfähig bleibt.
Zu Gast ist Dr. Felix Krämer, Generaldirektor des Kunstpalasts. Er spricht über die Sammlung, über Öffnung und über das Selbstverständnis eines Museums, das sich nicht als geschlossener Raum versteht, sondern als Ort, der verschiedene Öffentlichkeiten zusammenbringt. Mit dabei ist außerdem Charlotte Ickler, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Kulturelle Bildung. Sie gibt Einblick in das Palastrauschen als Format: in die Idee junger Abende, in Vermittlung, die nicht belehrt, und in die Frage, wie man Menschen ins Museum einlädt, die sonst vielleicht nicht kommen würden.
Kunstpalast: Sammlung als Gegenwart
Im Gespräch wird deutlich, wie stark sich Museumsarbeit verändert hat. Eine Sammlung ist heute nicht nur ein Bestand. Sie ist ein aktives Feld: ein Ort, an dem Werke, Geschichten, Perspektiven und neue Fragen zusammenkommen. Der Kunstpalast versteht diese Sammlung als etwas, das sich erzählen lässt – ohne zu vereinfachen.
Dabei geht es auch um das Verhältnis von Tradition und Experiment. Der Kunstpalast zeigt historische Positionen, zugleich werden Bezüge in die Gegenwart hergestellt: über neue Präsentationsformen, über Vermittlung, über Veranstaltungen, über andere Rhythmen.
Creamcheese: Kunst, Musik, Nacht – als Düsseldorfer Erinnerung
Das Creamcheese erscheint in dieser Folge als kultureller Bezugspunkt. Nicht als nostalgischer Mythos, sondern als Beispiel dafür, wie Kunst und Musik in Düsseldorf früh miteinander verschränkt waren. Ein Ort, an dem sich Szene, Avantgarde und Publikum begegneten – und an dem Kunst nicht im klassischen Sinne „ausgestellt“ wurde, sondern als Ereignis, als Atmosphäre, als gemeinsamer Moment.
Dass Teile dieses Ortes heute im Kunstpalast präsent sind, macht eine besondere Verschiebung sichtbar: Das Museum bewahrt nicht nur Objekte, sondern auch Formen von Öffentlichkeit. Und es stellt die Frage: Wie lässt sich so etwas ausstellen, ohne es zu glätten?
Palastrauschen: Vermittlung ohne Schwellenangst
Charlotte Ickler spricht über das Palastrauschen als Einladung. Das Format richtet sich an junge Menschen und an alle, die Lust haben, Museum als Abend, als Raum, als Begegnung zu erleben, unterstützt durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Dabei geht es nicht um „Eventisierung“, sondern um Zugänge: um eine Stimmung, in der man bleiben darf, schauen darf, sich bewegen darf, ins Gespräch kommen darf.
Das Palastrauschen ist in dieser Folge auch ein Beispiel dafür, wie Kulturelle Bildung heute gedacht werden kann: weniger frontal, mehr situativ. Weniger Erklärung, mehr Möglichkeit.
Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die Türen öffnen – für junge Perspektiven, für neue Formen des Museumsbesuchs und für Programme, die Kunst in der Gesellschaft verankern.
Themen dieser Folge
Kunstpalast Düsseldorf · Palastrauschen · Sammlung · Creamcheese · Kunst und Musik · Kulturelle Bildung · Öffnung · Museum als Ort der Gegenwart
Gäste
Dr. Felix Krämer · Generaldirektor Kunstpalast Düsseldorf
Charlotte Ickler · Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kulturelle Bildung, Kunstpalast Düsseldorf
Links & Credits
Kunstpalast · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
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Weitere Gespräche aus der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West versammeln sich in der Kategorie Sparda-Stiftung x die Leichtigkeit der Kunst.
Anknüpfend dazu: Museum Folkwang – Neue Welten über Sammlung, Gegenwart und Museumsarbeit · Lehmbruck Museum – Skulptur, Plastik oder Objekt? über Raum, Material und Wahrnehmung · HMKV Dortmund – Holding Pattern über Systeme, Wiederholung und Kontrolle.
Textsignatur
Diese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.
Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026.
