Archivradio – Geschichte im Original

SWR
undefined
Oct 31, 2018 • 1min

Aufruf zur Spende für den Witwen- und Waisenfonds | 1915

"Ein reiner und unbefleckter Dienst bei Gott ist es, den Witwen und Waisen in ihrer Trübsal zu helfen / ich wiederhole den Ausspruch mit dem der Heilige Vater sein Bild den Witwen und Waisenfonds gewidmet hat und bitte: Gedenket stets der Kinder jener Helden, die in treuer Pflichterfüllung ihr Leben für Kaiser und Vaterland geopfert haben." Hintergrund: General Franz Freiherr von Schönaich (1844 -1916) war von 1905 bis 1911 Minister für Landesverteidigung in Österreich-Ungarn. Schönaich stand in Gegnerschaft zu Freiherr von Hötzendorf und dem Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand. Er wurde Leiter des Witwen- und Waisenfonds, der im Verlauf des Krieges und der hohen Verluste immer wichtiger wurde.
undefined
Oct 31, 2018 • 3min

Kaiserliche Belobigung für die gesamte Artillerie

Sprecher: Leopold Salvator (1863 – 1931), Erzherzog von Österreich und Generaloberst. Hintergrund Österreich-Ungarn war militärisch gesehen die kleinste unter den Großmächten. Wie Russland fehlte der Doppelmonarchie die industrielle Basis für einen längeren Krieg und es fehlte an Schienennetzen für den schnellen Transport von Truppen und Material an die Front. Die größte Waffenschmiede Österreichs waren die Skoda-Werke in Prag. Der als Bewegungskrieg geplante Krieg wurde schnell zum Stellungskrieg, was die Weiterentwicklung der Artillerie bestimmte. Die Reichweiten der Geschütze lagen am Ende des Krieges deutlich höher als 1914.
undefined
Oct 31, 2018 • 3min

Glückwunsch an Franz Joseph im Namen von Armee und Flotte | 18.8.1915

"Glückwunsch an Franz Josef im Namen von Armee und Flotte" - der Oberkommandierende der österreichischen Armee Erzherzog Friedrich gratuliert dem greisen österreichischen Kaiser zum Geburtstag. Er bekundet seine "schwärmerische Liebe und Verehrung". Schwächung der österreichischen Monarchie Kaiser Franz Joseph I. war beim Ausbruch des Krieges bereits 84 Jahre alt, er hatte den Krieg persönlich nicht angestrebt, entschied sich aber 1914 in der Julikrise, Serbien gegenüber Stärke zu zeigen. Er folgte kriegsfreudigen Politikern, Militärs und Publizisten und hielt die Kriegserklärung für unvermeidlich. Als Franz Joseph 1916 starb, war der Krieg noch nicht entschieden, die Monarchie im Inneren aber schon stark geschwächt. Erzherzog von Österreich Friedrich (1856 – 1936) war von 1914 bis 1916 als Feldmarschall Oberkommandierender der österreichischen Armee.
undefined
Oct 31, 2018 • 4min

Schlacht in den Karpaten (Hörbild) | 1915

Hörbilder waren auf Tonwalzen oder Wachsplatten gespeichert bereits Ende des 19. Jahrhunderts entstanden. Es gab schon Aufnahmen von Spielszenen, kurzen Lesungen oder humoristischen Einlagen. Im Hörbild "Schlacht in den Karpaten" werden ein österreichischer und ein ungarischer Soldat von Kosaken bedroht, doch sie erhalten Verstärkung. Ein Österreicher hilft seinem verletzten ungarischen Kameraden. Es wird gesungen: "Österreich und Ungarn, die helfen Hand in Hand, die geben ihr Leben fürs teure Vaterland". Karpatenpässe waren hart umkämpft Von Januar bis März 1915 waren die Karpatenpässe unter sehr schwierigen Wetterverhältnissen hart umkämpft. Österreichische Truppen stoßen mit deutscher Unterstützung nach Polen und Galizien vor, die russische Armee erleidet hohe Verluste. Aber auch Österreich verliert 300.000 Soldaten und kann die Front nur mit deutscher Unterstützung gegen Russland halten.
undefined
Oct 31, 2018 • 3min

Politisches Wiener Kabarett | 1915

Zu den gängigen Melodien wie "Oh Tannenbaum" singt das Kabarett pseudolustige Verse. Die Gegner haben "die Hosen voll" und die Russen "kriegen was auf die Goschen". Das von einem unbekannten Sänger mit Klavier begleitete Lied von 1915 thematisiert die Anfangserfolge der Mittelmächte in den ersten beiden Kriegsjahren. Unbekannter Sänger mit Klavierbegleitung
undefined
Oct 31, 2018 • 4min

Die Erstürmung einer russischen Stellung (Hörbild) | 9.6.1915

"Nach dreitägigen Kämpfen holen wir zum letzten Schlag aus, um diese russische Position zu erstürmen. Soldaten, denkt an Eure Kameraden, die sich bisher geopfert haben, um uns den Weg hierher frei zu machen. Die Opfer dürfen nicht umsonst gewesen sein. [...]" Hintergrund Die deutsche Heeresleitung versuchte eine Kriegsentscheidung im Osten 1915 herbeizuführen. Im Mai fand die Schlacht von Gorlice-Tarnow statt, in deren Verlauf die deutschen und österreichischen Truppen die russische Armee besiegen konnten. Der Erfolg konnte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass Österreich-Ungarn vom Kriegsbeginn bis März 1915 Verluste von annähernd zwei Millionen Mann zu tragen hatte und nun auf massive deutsche Hilfe angewiesen war.
undefined
Oct 31, 2018 • 2min

Rede von Hötzendorf: Über den Zusammenhalt aller Völker Österreich- Ungarns | 1915

Franz Graf Conrad von Hötzendorf (Generaloberst, Chef des österreichisch-ungarischen Generalstabes): Rede über den unauflöslichen Zusammenhalt aller Völker Österreich-Ungarns in unserer Armee und Flotte als bleibende Frucht des Weltkrieges. Viele Nationalitäten des Vielvölkerstaats Österreich-Ungarn – Tschechen, Slowenen, Polen, Rumänen, Südslawen – standen den Gegnern des Habsburger Reiches durch Sprache und Kultur sehr nahe. Die Bestrebungen nach Eigenständigkeit werden vom Redner völlig ignoriert. Franz Graf Conrad von Hötzendorf (1852 - 1925) war seit 1906 Chef des österreichisch-ungarischen Generalstabes. Er galt als Verfechter weitreichender Kriegsziele der k.u.k Monarchie und schlug bereits vor 1914 – vergeblich – Präventivkriege gegen Italien und Serbien vor. Die Konzentration von Truppen an der serbischen Grenze, während russische Armeen auf Galizien zumarschierten, war ein strategischer Fehler. Im Mai 1915 konnten die an Russland verlorenen Gebiete zwar zurückerobert werden, aber nur unter großen Verlusten. Seine Offensive gegen Italien 1916 endete mit einem Fehlschlag; die deutsche Heeresleitung übernahm den Oberbefehl an allen Fronten, Hötzendorf wurde 1917 zum Befehlshaber der Trentino-Front degradiert. Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
undefined
Oct 19, 2018 • 43min

SED-Parteichef Otto Grotewohl über einen Verfassungsentwurf | 22.10.1948

22.10.1948: Dem Volksrat der DDR liegt ein erster vollständiger Entwurf für eine Verfassung vor. Formal beansprucht diese DDR-Verfassung Gültigkeit für Gesamtdeutschland. Otto Grotewohl war zugleich Vorsitzender der SED als auch des Verfassungsausschusses. Grotewohl stellt den den Verfassungsentwurf als eine von alten Fehlern bereinigte Wiederauflage der Weimarer Verfassung dar. Ein Fehler sei damals die föderale Aufspaltung des Landes gewesen. Dies wolle man nun durch die Schaffung eines Zentralstaates verhindern. Ein weiterer Unterschied zu Weimar: Es gibt in der neuen Verfassung keine Gewaltenteilung zwischen Judikative und Legislative. Beide werden in der Institution Volkskammer zusammengeführt. Auch das begründet Grotewohl: Weitreichende Urteile über Staatsangelegenheiten dürften nicht nur in der Hand eines aus wenigen Personen bestehenden Staatsgerichtshofs liegen. "Meine Damen und Herren, fast drei und ein halbes Jahr sind vergangen seit der bedingungslosen Kapitulation Hitlerdeutschlands. Seit diesem Zeitpunkt steht Deutschland im Zentrum internationaler Beratung und Auseinandersetzung. Die internationale Lage und damit auch die Lage Deutschlands haben sich in dieser Zeit nicht vereinfacht, sondern wesentlich kompliziert. Wir stehen vor der Tatsache, dass Deutschland im Felde der internationalen Spannungen zerrissen und zerrieben zu werden droht. Wir stehen vor der Tatsache der Gründung eines separaten westdeutschen Staates. Deutschland ist in höchster Gefahr. Der nationale Zerfall ist kein Schreckgespenst mehr, er ist heute bereits Wirklichkeit. Eine Wirklichkeit, deren furchtbares Ausmaß für das Leben unseres Volkes als Ganzes — wie auch für jeden Einzelnen — heute noch gar nicht hinreichend und tief genug in das Bewusstsein unseres Volkes gedrungen ist."
undefined
Jun 7, 2018 • 2min

Helmut Kohl und sein Treffen mit Mitterand in Verdun | 23.9.1984 / 1987

François Mitterrand und Helmut Kohl reichen sich auf dem Gräberfeld von Verdun die Hände. Spontane Geste oder große Inszenierung? Im Dezember 1987 erzählt Kohl, welche Bedeutung das Treffen für ihn hatte.
undefined
Jun 7, 2018 • 3min

Grundstein Europas: Die Montanunion ist besiegelt | 18.4.1951

Die sechs Gründerstaaten Belgien, Frankreich, Italien, Luxemburg die Niederlande und die Bundesrepublik Deutschland unterzeichnen in Paris den Vertrag über eine Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl in Paris. Dass das nur der Anfang ist, macht Bundeskanzler Konrad Adenauer in seiner Ansprache hinterher sehr deutlich.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app