Archivradio – Geschichte im Original

SWR
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Jan 25, 2019 • 4min

Willy Brandt freut sich über Stereophonie | 30.8.1963

Im 40. Jahr seines Bestehens gönnt sich der deutsche Rundfunk eine neue Technik: Die Stereophonie. Vorgestellt wird sie auf der Funkausstellung in Berlin. Der regierende Bürgermeister Willy Brandt hält die Eröffnungsrede und freut sich, dass man jetzt Radio in Stereo hören kann. Nach der Einführung der Stereophonie dauert es allerdings noch lange, bis sie sich wirklich durchsetzt. Bis zum Ende der 1960er-Jahre können nur 12 Prozent der Hörerschaft Stereoprogramme empfangen. Erst in den 1980er-Jahren werden wirklich alle Radioprogramme durchgängig in Stereo gesendet.
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Jan 4, 2019 • 1h 24min

Berühmte Physiker plaudern über deren Anfänge | 1979

Vier weltberühmte Physiker plaudern 1979 auf einer Podiumsdiskussion in Stuttgart über die Anfänge der Kernphysik und die guten alten Zeiten: Friedrich Hund (1896 - 1997) und dessen drei ehemalige Schüler Carl Friedrich von Weizsäcker (1912 - 2007), Rudolf Peierls (1907 - 1995) und Victor Weisskopf (1908 - 2002).
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Dec 21, 2018 • 27min

DDR-Rundfunk über das Passierscheinabkommen | Weihnachten 1963

Auch der DDR-Rundfunk berichtete darüber – hier in einer Hintergrundsendung am 5. Januar 1964 mit den üblichen Seitenhieben auf die Behörden in der Bundesrepublik. Quelle: DRA BabelsbergArchivnummer: 2030029. Tonträger DRA Babelsberg Gesendet: 5.1.1964Ereignisse – Erlebnisse – Erkenntnisse: Der Radio-DDR-Hörbericht
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Dec 10, 2018 • 8min

Eleanor Roosevelt wirbt in Deutschland für Menschenrechte | Oktober 1948

Oktober 1948: Noch vor der Verabschiedung der Menschenrechtscharta hält die Vorsitzende der UN-Kommission für Menschenrechte, Eleanor Roosevelt eine Rede in deutscher Sprache, in der sie auf die besondere Chance der Menschenrechte für Deutschland eingeht. Sie würdigt dabei auch die Leistungen der Frauen in der Nachkriegszeit. Hier ein Ausschnitt dieser Rede – leider ist in den Archiven nicht dokumentiert, wo und zu welchem Anlass genau sie diese Rede hielt.
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Dec 2, 2018 • 4min

Friedensverhandlungen von Versailles | 7.5.1919

Allerdings kann er wenig erreichen. Der Vertrag stellt die alleinige Schuld Deutschlands fest und verpflichtet es zu Gebietsabtretungen und umfangreichen Reparationszahlungen. An jenem Tag weigert sich die deutsche Seite zu unterschreiben. Dies geschieht erst am 28. Juni, als die Siegermächte eine Militärinvasion androhen. Die Rede hat Brockdorff-Rantzau 1920 nachaufgenommen. Nach der Übergabe des Vertragsentwurfs durch die Alliierten: 7. Mai 1919 Ulrich Graf von Brockdorff-Rantzau (1869 - 1928) war ein deutscher Diplomat; 1912 Gesandter in Dänemark. Brockdorff-Rantzau ist ein Gegner der preußischen Politik, die Dänen in Nordschleswig per Gesetzgebung ins Deutsche Reich einzugliedern. 1919 nimmt er das Amt des Staatssekretärs des Auswärtigen an. Er weist als Leiter der deutschen Delegation auf der Pariser Friedenskonferenz 1919 die Alleinschuld Deutschlands und Österreichs am Krieg zurück. Er gesteht aber eine Mitschuld, besonders in Bezug auf Belgien, ein. Unter seiner Leitung werden deutsche Gegenvorschläge zum Versailler Vertrag ausgearbeitet, die auf eine Milderung der Konditionen für Deutschland abzielen. Nach der negativen Antwort der Siegermächte spricht sich Brockdorff-Rantzau gegen die Unterschrift unter das "Diktat" aus. Das gesamte Kabinett Scheidemann tritt im Juni 1919 zurück. Brockdorff-Rantzau zieht sich auf sein Landgut zurück. In Zeitungsartikeln plädiert er für eine Revision des Versailler Vertrags und für die Errichtung einer Völkerrechtsordnung. 1922 wird er Botschafter in Moskau.
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Nov 2, 2018 • 4min

"Und dann wird’s still" – Satirisches Lied über den Frieden mit Russland 1918 | Sommer 1918

Otto Reutter spottet über den russischen "Friedensengel" "Zwar steht die Welt noch, aber das Portemonnaie ist leer", singt der Kabarettist Otto Reutter und wundert sich über plötzliche Kriegswenden: Gerade noch war der russische Zar Nikolaus II. (1868 - 17. Juli 1918) der Feind, nun hat er sich "verändert sehr, beim russ'schen Krieg, muss man gesteh'n, so'n Friedensengel hat die Welt noch nicht gesehen". Und dann wird's still Wenn irgendwo mal was passiert Wird gleich darüber resultiert Zuerst da gibt's ’n groß’ Geschrei Auf einmal ist die Sach’ vorbei Zum Beispiel als vom russ'schen ZarDer Frieden zur Grenze [...] Da hieß es mit dem Kriegsgeschrei Ist’s jetzt vorbei Und nun ist’s still Man hört nichts mehr Der Zar hat sich verändert sehr Beim russ’schen Krieg muss man gesteh’n So’n Friedensengel hat die Welt noch nicht gesehen Ach, vor dem Weltenuntergang War oft schon manchem Angst und Bang Schon oftmals wurde prophezeit Der Untergang sei nicht mehr weit Schon oftmals sagte ein Prophet Vom Himmel fiele ein Planet Der pflüge alles hier entzwei Da wär’s vorbei Und nun ist’s still Man hört nichts mehr Die Welt steht grad noch wie vorher Ich nahm 'ne Gage ja schon vorher Nun steht die Welt noch da und’s Portemonnaie ist leer Madame Frankreich hat galant Dem Russen eingereicht die Hand Zu einem ewigen [...] Uns hat sie gereicht die Hand und Mund Madame hat sich nicht gelumpt Hat ihrem Pakt viel Geld gepumpt Für dich, so sagt sie voll Gefühl Ist nichts zu viel Jetzt ist es still Man hört nix mehr Nun schimpft sie auf den Russen sehr Madame Frankreich sagt betrübt: Gib mir mein Geld, du Lump, du hast mich nie geliebt Wenn man mal in die Zeitung sieht Weiß man was in Berlin geschieht So mancher Mord ist hier passiert Dem Mörder wird gleich nachgespürt Dann schreibt ein jedes Zeitungsblatt Dass man ihn fast gefunden hat Ein Extrablatt wird ausgeschrien: Wir haben ihn Und dann wird’s still Man hört nichts mehr Der Kerl, der läuft noch frei umher Bis weit hinaus, da sucht man ihn Und ganz am Schluss, da find’ s’ ’n endlich in Berlin Als vor acht Jahren wie bekannt Professor [...] Da hieß es gleich von diesem Mann Bricht eine neue Zeit heran Ob über [...] Das weiß er vorher ganz genau Die Sache ist jetzt kinderleicht Es ist erreicht Und jetzt ist’s still Man hört nichts mehr Die Sache geht grad wie vorher Kommt ganz drauf an, wie man’s erwischt Mal kommt 'n Junge, mal ’n Mädel, mal kommt nüscht Aufnahmedatum: ca. Sommer 1918Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)
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Nov 2, 2018 • 2min

Ansprache Hindenburgs anlässlich der Ehrungen zu seinem 70. Geburtstag | 17.10.1917

Anteilnahme weiter Kreise des deutschen Volkes / Spricht seinen Dank aus / "Wir haben dem übermächtigen Ansturm unserer Gegner mit Gottes Hilfe durch deutsche Kraft widerstanden, weil wir einig waren, weil jeder freudig alles gab. So muss es bleiben bis zum letzten 'Nun danket alle Gott' auf blut'ger Walstatt. Sorget nicht was nach dem Kriege werden soll, das bringt nur Missmut in unsere Reihen und stärkt die Hoffnungen der Feinde. Vertraut, dass Deutschland erreichen wird, was es braucht, um für alle Zeit gesichert dazu stehen. Vertraut, dass der deutschen Eiche Luft und Licht geschaffen werden wird zu freier Entfaltung. Die Muskeln gestrafft, die Nerven gespannt, das Auge geradeaus, wir sehen das Ziel vor uns, ein Deutschland hoch zu Ehren, frei und groß. Gott wird auch weiter mit uns sein."
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Nov 2, 2018 • 4min

Großmutters Friedensmärchen (Satirisches Lied) | 1917

"Die heutigen Kinder von 5, 6 Jahr, / Die kennen die Zeit nicht, wo Frieden war... / Großmütterlein hat 'ne Geschichte erzählt, / Einst war alles da auf der Welt, / Man hat nicht  gehamstert, man ging ins Geschäft, / Man braucht' keine Karten, nur Geld... / Einst gab's Zeit ohne Krieg, / Man fuhr nach Paris, nach Italien hinein, / Man sprach nicht von Kampf und von Krieg... / Hat keiner den anderen bedroht, / Schoß keiner den anderen tot. / Da sagten die Kinder: Halt ein, du lügst, / Brauchst nichts mehr erzählen, lieb's Großmütterlein." Textdichter und Vokalist ist der Komiker und Sänger Otto Reutter (1870-1931), der Komponist ist unbekannt.
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Oct 31, 2018 • 3min

Neujahrsbotschaft an die 2. k.u.k. Armee | 7.1.1916

In der Schlacht in den Karpaten spielte Böhm-Ermolli nur eine untergeordnete Rolle, seine Gegenoffensive misslang unter großen Verlusten – die 2. Armee erlitt im ersten Kriegswinter 50 Prozent Verluste. Eduard Freiherr von Böhm-Ermolli (1856 – 1941) war Feldmarschall von Österreich-Ungarn. Bei Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurde ihm die Führung der 2. Armee übertragen, die er bis fast zum Ende des Krieges kommandieren sollte, eine der am längsten währenden militärischen Verwendungen des Ersten Weltkriegs. In der Schlacht in den Karpaten spielte Böhm-Ermolli nur eine untergeordnete Rolle, seine Gegenoffensive misslang unter großen Verlusten – die 2. Armee erlitt im ersten Kriegswinter 50 % Verluste. Inhalt: Einzelheiten über die Kämpfe im vergangenen Jahr / Kämpfe in den Karpaten / Eroberung von Lemberg / "Wir ernten das Korn und den Weizen, den der Feind gesät hatte und bebauen das wiedergewonnene Land" / Nach weiteren Siegen stehen wir heute auf feindlichem Boden / Unsere Feinde wollen den Frieden noch nicht; wir werden durchhalten bis zum friedensschaffenden Sieg.
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Oct 31, 2018 • 2min

Dank an die Funktionäre des österreichischen Roten Kreuzes | 1915

SWR2 Archiradio Der Erste Weltkrieg Dank an die Funktionäre des österreichischen Roten KreuzesDer österreichische Generaloberst Leopold Salvator spricht im Auftrag des Kaisers den Funktionären des Roten Kreuzes "den wärmsten Dank für die tatkräftigen Leistungen" aus. Anlass ist der Tätigkeitsbericht des Jahres 1915. Aufgenommen 1916.Deutsches Rundfunkarchiv Länge: 1 Minute Inhalt Spricht den Dank für den Tätigkeitsbericht des Jahres 1915 im Namen des Kaisers aus / Höchste Anerkennung für die erzielten Ergebnisse / Das Rote Kreuz hat sich um die "heldenhaft kämpfenden Armeen" Verdienste erworben Der Original-Plattentitel lautete: "Seine Kaiserl. Hoheit Erzherzog Franz Salvator spricht im Auftrag Seiner Majestät Kaiser Franz Josef I. allen Funktionären des Roten Kreuzes für die tatkräftigen Leistungen den wärmsten Dank aus". Hintergrund: Im Verlauf des ersten Weltkriegs war das österreichische Rote Kreuz hauptsächlich in den militärischen Sanitätsdienst integriert, auch der Betrieb von Sanitätsanstalten im gesamten Hinterland war Aufgabe des Roten Kreuzes. In Niederösterreich beispielsweise verzeichnete man in den ersten fünf Kriegsjahren insgesamt 305.485 Patienten in den Sanitätsanstalten, das waren 25.1 Prozent der gesamten vom Roten Kreuz betreuten Verletzten und erkrankten Soldaten. Nach Beginn des ersten Weltkriegs wurde auch der zivile Rettungs- und Krankentransportdienst strukturiert. Alle Feuerwehrlandesverbände wurden an das Rote Kreuz angeschlossen. Eine weitere Aufgabe des Roten Kreuzes war ab 1917 die Kur- und Bäderfürsorge für heeresentlassene Kriegskranke. Im Ersten Weltkrieg waren mehr Sanitätssoldaten im Einsatz als in jedem Krieg zuvor. Die große Zahl Verwundeter und die lange Kriegsdauer zwangen Regierungen und Hilfsorganisationen, vielfältige medizinische Dienste zu organisieren. Tausende Gebäude wurden requiriert, die Krankenpflege zu einem wichtigen Gebiet der Kriegsarbeit. Aufnahmedatum: 1916Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv (DRA)

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