
Radiowissen Vom Dörrgestell zur Tiefkühltruhe - Die Geschichte der Lebensmittelkonservierung
Mar 18, 2026
Dr. Constanze Höpken, Archäologin am Landesdenkmalamt Saarland, erklärt antike Alltags- und Ernährungspraxis. Sie schildert römische Lager- und Haltbarmethoden wie Ton, Salz, Essig, Trocknung und Sandlagerung. Kurz geht es um Vorräte für Städte und Armeen sowie Handel mit geräucherten Spezialitäten und importierten Delikatessen.
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Knochen als natürliche Vorratskammer
- Menschen vor 200.000 Jahren konservierten Knochenmark in geschlossenen Röhrenknochen, um Fettwochenlang zu lagern.
- Experimente von Ruth Blasco zeigten, dass Knochenmark im Inneren bis zu neun Wochen kaum verdirbt und Schnittspuren auf Metapodien Lagerung anzeigen.
Trockenheit als universelles Konservierungsprinzip
- Entziehen von Feuchtigkeit war eine der ältesten Konservierungsmethoden, weil Bakterien und Pilze so kein Wachstum finden.
- Beispiele: natürliches Trocknen, Räuchern und Pemmikan mit geröstetem Fleisch, Knochenmark, Talg und Beeren.
Vorratshaltung prägt städtische Ernährung
- In antiken Städten rückte Vorratshaltung in den Mittelpunkt, weil viele Menschen von der Produktion getrennt lebten.
- Constanze Höpken nennt Töpfe, Salzlake, Sandlagerung und geräucherte Muskulatur als Alltagstechniken.


