

Klassik für Taktlose
Die Presse
In „Klassik für Taktlose“ ergründen Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und „Presse“-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Jede zweite Woche präsentiert Wilhelm Sinkovicz im „Musiksalon“ seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen.
Jeden Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com.
Redaktion/Konzeption: Anna Wallner
Jede zweite Woche präsentiert Wilhelm Sinkovicz im „Musiksalon“ seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen.
Jeden Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com.
Redaktion/Konzeption: Anna Wallner
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Mar 28, 2026 • 49min
Fake, aber genial: Der große Klassik-Schwindel
Fake-Orchester, erfundene Komponisten und eine Pianistin, deren Aufnahmen zu gut waren, um wahr zu sein: Dreiste Schwindel und folgenreiche Scherze haben in der Klassikwelt eine lange Tradition.
Kennen Sie Otto Jägermeier? Mit dem „zu Unrecht vergessenen“ Komponisten befassten sich Wissenschaftler, Journalisten und Musiker. Sein Lebenswerk wurde in Lexika erwähnt und auf Tagungen gewürdigt. Seine Biografie ist erstaunlich. Schade eigentlich, dass sie nicht real ist: Otto Jägermeier hat nie existiert. Was ihn nicht daran hinderte, doch noch zu einem berühmten Komponisten zu werden. Blöd nur, dass alle seine Noten verbrannt sind …
Die Klassik-Geschichte ist reich an Schwindeln, Scherzen und Fakes. Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz (der übrigens auch selbst an der Erfindung eines Komponisten beteiligt war) stürzen sich in dieser Folge in ein Kaninchenloch voller wilder Erzählungen: Da gibt es Orchester, die nur auf Plattencovern und in Spotify-Playlists existieren. Einen erfundenen Bach-Sohn, der sich unmöglichen Instrumenten widmete. Die Pianistin Joyce Hatto, die mit gefälschten Aufnahmen zur Legende wurde. Musikalische Kuckuckseier, dreiste Fälschungen, lustvoll gepflegte Fiktionen und eine Uraufführung, die nur dazu da war, Kritiker zu foppen. Es geht um Betrüger, aber auch um Geschichten, auf die es sich (fast) hereinzufallen lohnt.
Über den Podcast
In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.

Mar 21, 2026 • 34min
Musiksalon: Die Geheimnisse von Brahms' Dritter Symphonie
Die selten gespielte F-Dur-Symphonie ist die faszinierendste, hoch dramatisch, aber ebenso komplex in ihrer Anlage. Wilhelm Sinkovicz führt uns durch das spannende tönende Rätselspiel -- und spielt seine Lieblingsaufnahme, dirigiert von Bruno Walter (CBS), dem Mann mit dem sanftmütigen Image, der sein Orchester aber "zur Weißglut" treiben konnte.

Mar 14, 2026 • 1h 6min
Sex in der Oper: Wie Komponisten Lust hörbar machen
Ein Streifzug durch musikalische Lust: Wie Opern Begehren, Verführung und sogar Orgasmus hörbar machen. Von zensierten Bettszenen bei Strauss über Wagners metaphysische Liebesmusik bis zu Mozarts nervöser Erregung. Auch Schostakowitsch, Orff und Debussy kommen als Tabubruch oder ungewollt sinnlich zur Sprache. Wiederkehrende Klangmuster und überraschende „Schlafzimmerhits“ werden entdeckt.

Mar 7, 2026 • 1h 5min
Avantgarde voll Emotion und Elan: Bartoks "Musik für Saiteninstrumente".
Wie der einstige Bürgerschreck Bela Bartok 1936 einen Sensationserfolg erzielte, ohne seine fortschrittliche Ästhetik verraten zu müssen. Diese "Neue Musik" nimmt auch Skeptiker sofort gefangen. Wilhelm Sinkovicz präsentiert im Sinkothek-Musiksalon die mitreißende Aufnahme aus Chicago unter Fritz Reiner. Dazu Ausschnitte aus einer empfehlenswerten Bartok-CD des RSO Wien unter Michael Gielen mit Ernst Kovacic -- und ein paar Takte Beethoven mit den Wiener Philharmonikern unter Leonard Bernstein.

Feb 28, 2026 • 39min
Warum Tschaikowskys „Schwanensee“ zurecht ein ewiger Hit ist
Es ist DAS Ballett schlechthin – auch wenn die ersten Kritiker es für „untanzbar“ hielten. Was steckt hinter Tschaikowskys „Schwanensee“?
Ein verzauberter Schwan, ein leichtgläubiger Prinz und eine Melodie, die man kennt, auch wenn man nie im Ballett war: Tschaikowskys „Schwanensee“ ist erst grandios gescheitert – und wurde dann zur Ikone.
Zurecht, sagt Wilhelm Sinkovicz, der sich mit Katrin Nussmayr auf Märchenreise begibt. Was erzählt die Geschichte von Odette, Odile und dem Prinzen Siegfried eigentlich? Warum trägt letzterer denselben Namen wie Richard Wagners Held – obwohl Tschaikowsky Wagner ziemlich schrecklich fand? Wie konnte ein Werk, das man 1877 für „untanzbar“ hielt, später zum Inbegriff des klassischen Balletts werden? Und was macht das Schwanen-Leitmotiv überhaupt so unwiderstehlich? „Es ist halt eine der schönsten Melodien“, sagt Sinkovicz. Ein Urteil, bei dem er auch bleibt, als Nussmayr ihm die Version von Jeannette Biedermann vorspielt. Eben: Dieser Schwan geht nicht unter!
Mit dieser Folge über Wagners Walkürenritt geht unsere kleine Serie in eine weitere Runde: In „Taktlos to go“ widmen wir uns den berühmtesten Melodien der Klassikwelt und den Geschichten, die dahinter stecken. Bisherige Folgen handelten vom „Cancan“ aus „Orpheus in der Unterwelt“, von der „Habanera“ aus der Oper „Carmen“, von Rossinis „Wilhelm Tell“, von Orffs „Carmina Burana“, der „Morgenstimmung“ aus Griegs „Peer Gynt“, von „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“, von der berühmten Arie „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ aus der „Zauberflöte“, von Pachelbels Kanon in D-Dur und von Richard Wagners „Walkürenritt“.
Über den Podcast
In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.

Feb 21, 2026 • 54min
Musiksalon: Wintersport und alpiner Horror nach Noten
Eislaufen macht Spaß, kann aber auch gefährlich werden, Alpenwanderungen enden vielleicht tödlich. All das wussten auch die großen Komponisten vom Barock bis zur Moderne. Wilhelm Sinkovicz demonstriert im Musiksalon diesmal, dass man das auch hören kann: Schon Vivaldi ließ einem Schlittschuhläufer den gefrorenen Boden unter den Kufen einbrechen, und bei W. H. Auden und Hans W. Henze erleben wir einen winterlichen Bergtod auf offener Szene. Freilich: Mancher sportliche Opern-Unfall endet glimpflich. Und schließlich verwandeln sich die alpinen Freuden auch oft in eindrucksvolle Klangbilder.
Emil Waldteufel: Les Pataineurs. Philharmonia Orchestra, Herbert von Karajan (EMI)
Antonio Vivaldi: Winter (aus: "Die Jahreszeiten). Felix Ayo, I Musici (Philips)
Jean Sibelius: Ett ensamt skidspår (Riho Eklundh, Leif Segerstam, Turku Philharmonic (BIS)
Hector Berlioz: Harold in Italien. Wolfram Christ, Lorin Maazel, Berliner Philharmoniker (DG)
Franz Liszt: Bergsymphonie. Bernard Haitink, Concertgebouw Orchester (Philips)
Julius Bittner: Beginn und Schluß der Oper "Der Bergsee". Wiener Rundfunkorchester, Felix Prohaska (Myto)
Richard Strauss: Eine Alpensinfonie. Herbert von Karajan, Berliner Philharmoniker (DG)
Richard Strauss: Intermezzo. Lucia Popp, Adolf Dallapozza, Wolfgang Sawallisch, Symphonieorchester des Bayerischen Runfunks (EMI)
Hans Werner Henze: Elegie für junge Liebende. Henze, Symphonieorchester des Bayerischen Runfunks (DG)
Gioacchino Rossini: Wilhelm Tell Ouvertüre. Herbert von Karajan, Philharmonia Orchestra (EMI)
Johannes Brahms: Symphonie Nr. 1. Karl Böhm, Wiener Philharmoniker (DG)
Ludwig van Beethoven: Symphonie Nr. 6. Karl Böhm, Wiener Philharmoniker (DG)
Sergj Prokofieff: Troika aus "Leutnant Kije". Eugene Ormandy, Philhadelphia Orchestra (CBS)

Feb 14, 2026 • 42min
Wie Wagners Walkürenritt zum Soundtrack des Krieges wurde
Die Walküren reiten ein – und es klingt nach Krieg. Was hat sich Richard Wagner dabei gedacht? Teil 9 der Reihe „Taktlos to go“ über die großen Melodien der Klassikwelt – und die Geschichten dahinter.
Was haben göttliche Kriegerinnen auf fliegenden Pferden mit Vietnam-Hubschraubern zu tun? Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz nehmen sich in dieser Folge des „Walkürenritts“ von Richard Wagner an, dieser berühmten, flirrenden, bedrohlich klingenden Melodie aus der Oper „Die Walküre“. Und fragen sich: Wie wurde daraus der universelle Soundtrack für Angriff, Größenwahn und Überlegenheitsfantasien?
Denn der „Walkürenritt“ hat längst ein Eigenleben entwickelt, von seinem ikonischen Einsatz in Francis Ford Coppolas Film „Apocalypse Now“ bis hin zu diversen Parodien. Was die Frage aufwirft, wie diese Musik denn eigentlich gedacht war. Also spannt unser Podcast-Duo den Bogen von der nordischen Mythologie bis zu den Simpsons und klärt, was eigentlich eine Walküre ist, was in der Oper passiert (Götter! Helden! Inzest! Verrat!), wie die Melodie danach eingesetzt wurde und was die Nazis damit zu tun hatten.
Eine Erkenntnis sei gleich verraten: So böse die Melodie klingt, die Walküren sind es gar nicht. „Sie sind ein Transportunternehmen!“, erklärt Wilhelm Sinkovicz. Ein Transportunternehmen mit einem sehr eingängigen Werbejingle jedenfalls…
Die Beispiele aus Wagners Oper spielen die Berliner Philharmoniker unter Herbert von Karajan. Sieglinde:Gundula Janowitz. (DG)
Über den Podcast
In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.

Feb 7, 2026 • 32min
Musiksalon: Luchino Visconti und die Musik
Der große Filmregisseur hat mit seinen legendären Soundtracks nicht nur die Klassik im Kino wirklich salonfähig gemacht, sondern sogar die Interpretations Geschichte beeinflusst. Filmgeschichte rund um Musik von Bruckner, Mahler, Wagner und die italienischen Romantiker.

Jan 31, 2026 • 29min
Warum klingt Musik in Moll traurig?
Dur und Moll: Man braucht keine musikalische Ausbildung, um zu erkennen: Da wirken die Töne gleich ganz anders! Aber warum eigentlich?
Wie geht es Ihnen heute? Dur oder Moll? Die wörtliche Übersetzung dieser beiden musikalischen Geschlechter soll Sie hier nicht verwirren: Zwar heißt Dur im lateinischen Wortstamm „hart“ (und moll „weich“), aber wir alle wissen, welche Stimmung dabei musikalisch mitschwingt: Dur klingt freudig und erhaben, Moll hingegen melancholisch, ernster, leidvoll. Meistens zumindest.
Aber warum eigentlich? Wilhelm Sinkovicz und Katrin Nussmayr analysieren, was hinter diesen Stimmungen steckt und wie kleinste Details eine Melodie verändern können. Warum drückt es die Stimmung, wenn man einen bestimmten Ton drückt? Was erzählt die Häufigkeit von Dur und Moll über eine Gesellschaft, einen Komponisten und seine Zeit? Dabei gibt es natürlich einiges zu hören, von Klassik bis Pop – auch Gegenbeispiele, die zeigen, dass es fröhliche Tänze in Moll und sogar einen Trauermarsch in Dur geben kann. Eine Spritztour durch die Welt der musikalischen Emotionen, vorbei an verbotenen Akkorden, überraschenden Effekten und „Terzen, die schmerzen“.
Über den Podcast
In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.

Jan 24, 2026 • 50min
Musiksalon: E. T. A. Hoffmanns Erzählungen
Literarisch-musikalisch-politische Betrachtungen zur ungeheuren Wirkung der Werke des im Jänner 1876 in Königsberg geborenen Dichters auf die Komponisten von Robert Schumann bis Gustav Mahler und die Moderne.
Aufnahmen mit Anna Netrebko, Elina Garanca und Placido Domingo (,,Hoffmanns Erzählungen" - DG bzw. Orfeo), Vladimir Horowitz (Kreisleriana - CBS) und Arturo Benedetti-Michelangeli (Faschingsschwank - DG), Sir Simon Rattle (,,Nussknacker" - Berliner Philharmoniker), Herbert v. Karajan (,,Coppelia" - DG), Friedrich Gulda und Horst Stein (Beethoven - Decca), Kölner Akademie (Symphonie - cpo), Leonard Bernstein (Mahler - DG), Dietrich Fischer-Dieskau (,,Cardillac" - DG).
Über den Podcast: „Musiksalon“
"Presse"-Musikkritiker Wilhelm Sinkovicz präsentiert seine Lieblingsaufnahmen und lädt uns ein, mit ihm in seiner Klassiksammlung zu wühlen und einzudringen in die Geheimnisse von Mozart, Bach, Beethoven und anderen. Ein Podcast für Kenner und Neulinge.
Jeden zweiten Samstag auf der Webseite der "Presse" und überall, wo es Podcasts gibt.
Alternierend mit dem „Musiksalon“ erscheint der Podcast „Klassik für Taktlose“, in dem Katrin Nussmayr und Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik ergründen: für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz/www.sinkothek.at
Audio-Finish: Georg Gfrerer/www.audio-funnel.com.
Redaktion/Konzeption: Anna Wallner
Grafik: Adobe Stock


