
Klassik für Taktlose Warum Tschaikowskys „Schwanensee“ zurecht ein ewiger Hit ist
Ein verzauberter Schwan, ein leichtgläubiger Prinz und eine Melodie, die man kennt, auch wenn man nie im Ballett war: Tschaikowskys „Schwanensee“ ist erst grandios gescheitert – und wurde dann zur Ikone.
Zurecht, sagt Wilhelm Sinkovicz, der sich mit Katrin Nussmayr auf Märchenreise begibt. Was erzählt die Geschichte von Odette, Odile und dem Prinzen Siegfried eigentlich? Warum trägt letzterer denselben Namen wie Richard Wagners Held – obwohl Tschaikowsky Wagner ziemlich schrecklich fand? Wie konnte ein Werk, das man 1877 für „untanzbar“ hielt, später zum Inbegriff des klassischen Balletts werden? Und was macht das Schwanen-Leitmotiv überhaupt so unwiderstehlich? „Es ist halt eine der schönsten Melodien“, sagt Sinkovicz. Ein Urteil, bei dem er auch bleibt, als Nussmayr ihm die Version von Jeannette Biedermann vorspielt. Eben: Dieser Schwan geht nicht unter!
Mit dieser Folge über Wagners Walkürenritt geht unsere kleine Serie in eine weitere Runde: In „Taktlos to go“ widmen wir uns den berühmtesten Melodien der Klassikwelt und den Geschichten, die dahinter stecken. Bisherige Folgen handelten vom „Cancan“ aus „Orpheus in der Unterwelt“, von der „Habanera“ aus der Oper „Carmen“, von Rossinis „Wilhelm Tell“, von Orffs „Carmina Burana“, der „Morgenstimmung“ aus Griegs „Peer Gynt“, von „La donna è mobile“ aus Verdis „Rigoletto“, von der berühmten Arie „Der Hölle Rache kocht in meinem Herzen“ aus der „Zauberflöte“, von Pachelbels Kanon in D-Dur und von Richard Wagners „Walkürenritt“.
Über den Podcast In „Klassik für Taktlose“ ergründen "Die Presse"-Feuilleton-Redakteurin Katrin Nussmayr und Klassikkritiker Wilhelm Sinkovicz gemeinsam die Welt der klassischen Musik: Braucht jedes Orchester einen Dirigenten? Warum verstört Richard Wagner so? Was war an Mozart eigentlich so toll? Wie viel Klassik steckt in „Bohemian Rhapsody“ oder Taylor Swift? Für musikalische Einsteiger und Klassik-Freunde, die’s ein wenig genauer wissen wollen.
Produktion: Wilhelm Sinkovicz / www.sinkothek.at Audio-Finish: Georg Gfrerer / www.audio-funnel.com.
