Denkfabrik Medizin

Dr. Ingo Krenz & Dr. Andreas Klinge
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Apr 1, 2026 • 35min

Folge 35: Wie sicher ist sicher?

Eine 67-jährige Patientin entwickelt innerhalb weniger Tage eine dramatische Luftnot – so ausgeprägt, dass sie schließlich nicht einmal mehr vom Stuhl zur Toilette gehen kann. Was steckt dahinter? Andreas und Ingo nehmen euch mit in einen diagnostischen Prozess, der exemplarisch zeigt, wie mächtig klinisches Denken sein kann – ganz ohne Technik. Ausgehend von einer strukturierten TANTE PIAV-Liste und ersten Hypothesen arbeiten sich die beiden Schritt für Schritt voran und diskutieren dabei konsequent Prätestwahrscheinlichkeiten. Dabei wird deutlich: Schon wenige gezielte Informationen können die Wahrscheinlichkeit einer Diagnose massiv verändern. Im Zentrum der Folge steht die Frage: Wann wissen wir genug – und wann brauchen wir noch einen Test? Doch damit nicht genug: Im Rahmen der Diagnostik zeigt sich ein unerwarteter Zufallsbefund. Plötzlich steht eine ganz neue Frage im Raum: Zufall ohne Bedeutung oder Hinweis auf eine ernsthafte zweite Erkrankung? Die Folge wirft damit auch ein Schlaglicht auf ein häufiges Dilemma im klinischen Alltag: Wie gehen wir mit Incidental Findings um? Jetzt reinhören und mitdenken. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de Links und Tipps: McGee's Evidence-Based Physical Diagnosis Auflage 2025 – ISBN 978-0443250132 Likelihood Ratios – Die Grafik von McGee und mehr: https://clinicalproblemsolving.com/2020/02/09/clinical-reasoning-corner-likelihood-ratios/
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Mar 15, 2026 • 49min

Folge 34: Prätestwahrscheinlichkeiten – erst denken, dann testen

Diskussion über die zentrale Rolle der Prätestwahrscheinlichkeit in der Diagnostik. Warum Tests Diagnosen nicht beweisen, sondern Wahrscheinlichkeiten nur verschieben. Beispiele aus Praxis und Forschung, wie falsche Einschätzungen zu Überdiagnostik führen. Praktische Merkhilfe „BETTKASDEN“ mit zehn Tests, die bei niedriger Wahrscheinlichkeit vermieden werden sollten.
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Mar 1, 2026 • 44min

Folge 33: Der Fall stinkt zum Himmel!

Ein junger Patient mit schwerer Hypertonie trotz vier Medikamenten steht im Mittelpunkt. Die Diskussion dreht sich um umfangreiche Voruntersuchungen, systematische Heuristiken wie TANTE‑PIAV und Prätestwahrscheinlichkeiten. Ein einfacher Urinstix und Sediment bringen die überraschende Wendung. Es folgt eine Reflexion über Risiken von Screening und die Wichtigkeit gezielter Diagnostik.
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Feb 15, 2026 • 60min

Folge 32: Was können wir von Tierärzten lernen? - Wir sprechen mit Christiane Reichel-Saar

Eine Katze verliert Gewicht, frisst wie verrückt und trinkt ungewöhnlich viel. Für Ingo klingt das nach Diabetes – doch der Urinstix bleibt negativ. Die Lösung bringt erst der Besuch bei der Tierärztin. Dieser Fall ist der Einstieg in eine Folge, die den Blick weitet: weg von der Humanmedizin, hin zur Tiermedizin. Ingo und Andreas sprechen mit der Tierärztin Christiane Reichel-Saar, die über viele Jahre eine große tierärztliche Praxis in Hamburg geführt hat. Gemeinsam gehen sie der Frage nach, wie Diagnostik funktioniert, wenn der Patient nichts erzählen kann. Taucht mit ein in die Welt der Tiermedizin und die Frage, wo es denn Ähnlichkeiten und wo Unterschiede zur Humanmedizin gibt. Wir freuen uns über Feedback und Kommentare unter kommentare@denkfabrikmedizin.de
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Feb 1, 2026 • 35min

Folge 31: Den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen

Ein Routine-Laborwert löst eine strukturierte Differentialdiagnose für Hyperkalzämie aus. Diskussion über Medikamente, granulomatöse Erkrankungen, Malignome und renale Ursachen. Ein Denkfehler durch Availability Bias führt zur überraschenden Auflösung: eine iatrogene Vitamin‑D‑Überversorgung. Warnung vor unkontrollierter Supplementierung und Reflexion über kognitive Fehler bei Fallbesprechungen.
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Jan 15, 2026 • 1h 2min

Folge 30: Worte sind Biochemie – der Nocebo-Effekt

Eine Notfallszene zeigt, wie Worte körperliche und psychische Symptome auslösen können. Diskussion über Nocebo in Studien, Nebenwirkungsangaben und Beipackzettel. Beispiele aus der Praxis zu nonverbaler Kommunikation, Therapieabbruch und Framings. Praktische Tipps zu einfühlsamer Wortwahl, gestufter Aufklärung und warum Vertrauen die beste Prävention ist.
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Jan 1, 2026 • 44min

Folge 29: Ingo hat ein Problem – Likelihood Ratios bringen die Lösung

Ingo steht vor einer Hüft-TEP-Operation und hat einen positiven Befund zu bewältigen. Die Hosts diskutieren, wie Likelihood Ratios helfen, die Wahrscheinlichkeit einer periprothetischen Infektion zu berechnen. Sie erklären außerdem Sensitivität und Spezifität von Tests, und wie Prävalenz die Diagnose beeinflusst. Mit anschaulichen Beispielen und der Anwendung auf Ingos Fall zeigen sie, dass die Wahrscheinlichkeit einer Infektion gegen null geht. Ein faszinierender Einblick in medizinisches Denken und Entscheidungsfindung!
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Dec 15, 2025 • 54min

Folge 28: Die verlorene Kunst des Heilens

In dieser faszinierenden Diskussion wird das Buch "Die verlorene Kunst des Heilens" von Bernard Lown vorgestellt, das die Autoren nachhaltig beeinflusst hat. Sie beleuchten die essenzielle Rolle des Zuhörens in der Arzt-Patienten-Beziehung und wie Lebensumstände chronische Erkrankungen beeinflussen können. Die Bedeutung der Berührung als Heilmittel und der Umgang mit älteren Patienten werden ebenfalls thematisiert. Schließlich wird über die Herausforderungen am Lebensende und die Notwendigkeit eines würdevollen Abschieds gesprochen. Ein absolut hörenswertes Thema!
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Dec 1, 2025 • 43min

Folge 27: Wie würden Sie entscheiden?

In dieser Folge wird ein faszinierender Fall eines 82-jährigen Patienten mit schmerzlosem Ikterus präsentiert. Die Hosts diskutieren verschiedene Differenzialdiagnosen, darunter Autoimmunhepatitis und Neoplasien. Besonders spannend ist die Reflexion über die Bedeutung von Zeit und Ruhe bei Therapieentscheidungen sowie das Phänomen des Action-Bias. Zudem wird erörtert, wie anamnestische Informationen die Diagnosemöglichkeiten beeinflussen. Abschließend wird die Notwendigkeit einer besseren Patientenbeteiligung und die Rolle des Hausarztes betont.
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Nov 15, 2025 • 1h 9min

Folge 26: Diagnose: Denkfehler! Wir sprechen mit Matthias Janneck über ärztliches Denken.

In dieser Folge spricht Dr. Matthias Janneck, ein erfahrener Internist und Nephrologe aus Hamburg, über die großen Herausforderungen im ärztlichen Denken. Er erklärt die häufigsten kognitiven Fehlleistungen, wie Fehldiagnosen und wie ein übermäßiges Vertrauen in schnelles Denken zu Fehlern führen kann. Interessant ist auch die Diskussion über Confirmation Bias und die Bedeutung von Basisraten in der Diagnostik. Janneck gibt wertvolle Strategien an die Hand, um Denkfehler zu vermeiden und die Diagnose genau zu stellen.

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