

Familienrat mit Katia Saalfrank
Mit Vergnügen
Im Familienrat Podcast von Mit Vergnügen beantwortet Diplom-Pädagogin Katia Saalfrank eure Fragen zum Familienleben und zur Beziehung zu Kindern.
Schreibt an: familienrat@mitvergnuegen.com
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Mar 16, 2020 • 31min
Wie kann ich meinen Kindern helfen Stress abzubauen?
Caro* schreibt: “Es geht um meine Kinder, 4 und 6…
Caro* schreibt: “Es geht um meine Kinder, 4 und 6 Jahre alt. Jeden Mittag, wenn sie aus der Schule und dem Kindergarten nach Hause kommen, spielt sich folgendes Szenario ab:
Die 4 Jährige provoziert ihren großen Bruder, damit dieser ausrasten kann und sie beschimpft und sie dann einen Grund hat in Tränen auszubrechen. Sie hauen sich dann gegenseitig und beschimpfen sich. Ich sitze daneben und weiß nicht, wie ich reagieren soll. Ich verstehe ja warum sie das machen, aber gibt es nicht einen "gesellschaftskonformeren" Weg? Wenn der große Bruder sich nicht provozieren lässt, tut sie ihrer Baby Schwester weh, da sie weiß, dass ich sie dann anmeckere. Dann hat sie wieder einen Grund ihren Stress los zu werden. Ich sitze mittendrin zwischen Verständnis, Ratlosigkeit und muss meine eigene sich anstauende Wut wegatmen! Ich frage mich, ob das so sein muss oder ob es andere Wege gibt?!”
*Name geändert
Wenn ihr auch Fragen an Katia Saalfrank habt, dann schickt sie gerne an familienrat@mitvergnuegen.com
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Mar 9, 2020 • 38min
Wie lässt sich der Alltag mit Familie und Teilzeit-Job vereinen?
Lara* schreibt: “Hallo ihr Lieben, ein Thema, wel…
Lara* schreibt: “Hallo ihr Lieben, ein Thema, welches mich umtreibt, ist das Teilzeit-Dilemma in zweierlei Hinsicht. Und zwar, ist es einerseits häufig so, dass die Mamas oder Papas in ihre Jobs in Teilzeit zurückkehren, aber leider genauso viel arbeiten sollen, wie in Zeiten ihrer Vollzeitanstellung, nur das sie jetzt eben weniger bezahlt werden. Das empfinde ich als unfassbares Unding und möchte und kann dies absolut nicht akzeptieren. Überstunden werden häufig auch nicht bezahlt und sollen ‚abgefeiert’ werden. Was aufgrund von chronischer Unterbesetzung in vielen Unternehmen zumeist ebenso selten funktioniert. Wie können wir Mamas und Papas, die in Teilzeit und wirklich nur in Teilzeit arbeiten möchten, damit am besten umgehen? Schließlich möchten und brauchen wir diese Zeit für unsere Kinder und Familien.
Das zweite Thema zum Teilzeit-Dilemma ist emotionaler Natur. Nun begegnet es mir häufig, dass die Zeit der Kinderbetreuung / Haushalt & Co immer noch nicht als gleichwertig betrachtet wird oder eben nicht als ‚anstrengende Arbeit‘, u.a. vielleicht auch, weil es eben nicht bezahlt wird – mal abgesehen vom Elterngeld. Das bringt einerseits den Haussegen oft in eine Schieflage, denn die zuvor eigenständige Person hat nur noch die Hälfte an Geld, muss den Partner/in nun ggfs. um Geld bitten und bekommt selten Wertschätzung für das ‚ oft unsichtbare‘ Werk. Meine Sicht der Dinge ist es, dass beide Elternteile, ob Vollzeitjob oder Teilzeitjob + Kinderfürsorge, einen 100% Job abliefern, der gleichwertig ist.
Abschließend stellen sich mir folgende Fragen: Was kann ich tun, wenn meine Sicht der Dinge nicht geteilt wird? Was kann ich tun, wenn mein Partner kein bis wenig Interesse daran hat, z.B. das Aufschreiben und sichtbar machen von Aufgaben und Stunden, um ein besseres Verständnis füreinander zu bekommen? Was kann ich tun, wenn das Thema Paarberatung nur auf wenig Begeisterung stößt? Und, wie lässt sich der Alltag zwischen Familie, Job so vereinbaren, dass wir Eltern die neue Situation gemeinsam meistern und weniger gestresst oder angespannt sind? Was ist in emotionaler Hinsicht das Beste fürs Kind bei Spannungen derart? Offene Kommunikation?”
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Feb 24, 2020 • 34min
Wie erkläre ich meinem Kind, dass es durch eine Samenspende entstanden ist?
Luise* schreibt: “Wir sind eine Regenbogenfamilie…
Luise* schreibt: “Wir sind eine Regenbogenfamilie mit zwei Kindern – Lilli ist drei Jahre und ihr kleiner Bruder Jakob jetzt ein halbes Jahr alt. Ich habe beide Kinder ausgetragen, bin also die Bauchmama. Lilli nennt mich „Mami“. Meine Frau Anne ist die „Mama“. Die Schwangerschaft haben wir durch eine Samenbank möglich gemacht. Im Alter von 18 Jahren haben beide die Möglichkeit den Spender – er ist bei beiden auch der gleiche – über die Samenbank ausfindig zu machen. Unsere Tochter hat bislang nur ein einziges Mal gefragt „Mama, wer ist eigentlich MEIN Papa?“. Ich habe ihr damals ziemlich perplex gesagt, dass sie ja uns zwei Mamas, Mama und Mami, hat. Daraufhin war dann erst einmal alles fein für sie. Allerdings hatte ich für mich das Gefühl der eigentlichen Frage ausgewichen zu sein. Vor ein paar Wochen dann hat sie gefragt, wie Babys in den Bauch kommen. Da habe ich gesagt, dass ich kurz überlegen müsse, wie ich ihr das am besten erklären kann und es ihr sage, sobald ich überlegt habe. Dieses Gespräch steht noch aus. Anne und ich sind uns einig, dass die beiden natürlich von vornherein die Wahrheit erfahren sollen. Sie sollen wissen, wer sie sind und dass es zwar einen biologischen Vater, den Spender, gibt, jedoch keinen sozialen „Papa“. Wenn andere Kinder nach ihrem Papa fragen, sollen sie selbstbewusst Antworten auf ihre Fragen geben, ohne dabei ein Schamgefühl oder ein Gefühl von “es fehlt etwas” zu haben.
Ich habe Angst beim Erklären etwas falsch zu machen. Beispielsweise dass für Lilli beim Benutzen der Wörter „Papa“, „Vater“ das Gefühl einer Leerstelle entsteht. Wir ringen neben dem „wie viel erklären wir den Kindern wann“ tatsächlich auch damit, die richtigen Vokabeln zu finden. Spender trifft es am besten, aber es muss ja eben auch für Kinder nachvollziehbar sein. Vielleicht ist es auch für andere Nicht-Regenbogenfamilien interessant, wie man mit brisanten Fragen von Kindern bzgl. sexueller Aufklärung umgeht.”
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Feb 17, 2020 • 45min
Was kann ich tun, wenn der Papa zu viel schreit?
Susan* schreibt: “Hallo ihr beiden, ich hoffe ihr…
Susan* schreibt: “Hallo ihr beiden, ich hoffe ihr könnt meine Frage beantworten. Mein Mann schreit unseren Sohn ( fast 4 Jahre) an. Zwar versucht er immer zunächst ruhig vorzugehen, aber sobald er merkt, dass das nichts bewirkt, wird gebrüllt. Das schadet auch uns als Paar sehr, weil er mir berechtigt vorwirft, ich würde ständig das Kind vor ihm beschützen wollen und somit seiner Beziehung zu ihm schaden.
Ich habe mich wirklich bemüht, mich zurückzunehmen, wenn die beiden einen Konflikt austragen. Aber es fällt mir unglaublich schwer, mich nicht einzumischen, wenn der Kleine im Brüllton eine Ansage bekommt und beschimpft wird. Nicht selten steigen mir selbst die Tränen in die Augen, wenn unser Sohn dann anfängt zu weinen. Ich fühle mit ihm und denke, ihm geschieht Unrecht, weil sein Vater nicht versucht ihn zu verstehen. Zwar ist der Plan meines Mannes, ihn dann irgendwann zu trösten, aber erstmal soll er etwas leiden, damit er merkt, was er falsch gemacht hat. Zum Beispiel, morgens Anziehen, um in die Kita zu gehen. Wir starten gemütlich als Familie mit Kaffee und Milch im Bett kuschelnd in den Tag, dann macht sich jeder entspannt fertig. Nur der Kleine hört oft nicht, wenn wir ihn erinnern, dass es bald losgeht. Er sitzt manchmal ohne zu spielen in seinem Zimmer, schaut provokant, unternimmt aber nichts. Das ist dann Grund für meinen Mann, ihn anzubrüllen. Der Kleine weint und es kocht sich hoch. Kurze Ansagen müssen natürlich sein, aber anschreien? Das ganze geht schon so lange so, dass ich Bauchschmerzen habe, wenn die beiden über eine längere Zeit alleine miteinander sind. Das sollte so nicht sein und belastet mich sehr.
Ich fürchte, dass mein Sohn die Verhaltensmuster langfristig übernimmt und schreit, sobald ihm was nicht passt. Mein Mann ist sich der Problematik bewusst, sein Angebot an mich ist aber, sich einfach rauszuhalten und es mir zu überlassen, sobald es schwierig wird.
Wir fürchten uns mittlerweile schon, als Familie etwas zu unternehmen, weil es häufig unterwegs zu Konflikten kommt und der Tag dann gelaufen ist. So kann es definitiv nicht weitergehen, weil unsere Familie und wir als Paar sehr darunter leiden. Was kann ich tun, um meinen Partner darin zu unterstützen, eine alternative Umgangsform zu finden, wenn es zu diesen Situationen kommt, in denen unser Sohn nicht macht, was wir mit ihm abgesprochen haben?”
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Feb 10, 2020 • 37min
Wie schaffe ich es, dass mein Kind in seinem eigenen Bett schläft?
Birgit* fragt: “Liebe Katia und lieber Matze, wie…
Birgit* fragt: “Liebe Katia und lieber Matze, wie kann ich mein Kind am besten auf unseren Umzug und den damit einhergehenden Auszug aus dem Elternschlafzimmer vorbereiten? Noch ein paar Infos, wir ziehen in 3-4 Monaten innerhalb der gleichen Stadt um. Unser Sohn (19 Monate) schläft, jetziger Zimmeranzahl bedingt, mit im Elternschlafzimmer – für die ersten etwa 12 Lebensmonate hätte ich das auch nicht anders gewollt.) Er hat sein eigenes Bett neben unserem stehen und schläft phasenweise, je nachdem wie er drauf ist, die letzten 1-6 Stunden der Nacht mit mir im Bett. Mein Ehemann ist schon vor Monaten ins Wohnzimmer ausgezogen um ausgeschlafener auf der Arbeit sein zu können. In der neuen Wohnung wartet ein Kinderzimmer auf ihn und meine Idee war ihn auch sofort dort schlafen zu lassen, da ich dies für den Kleinen für besser nachvollziehbar halte. Ich fände es weniger verständlich für unseren Sohn, dass er erst wieder bei uns im Schlafzimmer schlafen darf und wir ihn dann nach einem Monat ohne Anlass „rauswerfen“, einfach nur weil wir denken, dass er nun an die neue Wohnung gewöhnt sein müsste. Wir wollen ihn nicht aus dem Elternschlafzimmer raus haben, einfach weil er nun das „richtige“ Alter hat, sondern weil wir uns erhoffen, dass dann alle endlich besser schlafen. Was denkt ihr?”
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Feb 3, 2020 • 25min
Wie gehe ich mit unangemessener Sprache um?
Sophie* fragt: “Liebe Frau Saalfrank, ich habe ei…
Sophie* fragt: “Liebe Frau Saalfrank, ich habe eine Frage, die fürchte ich viele Familien betrifft. Wie gehe ich mit "Ausdrücken", den dazu passenden "Zeichen" und was wir früher als "Assi-Sprache" bezeichnet hätten um? Vielleicht kurz als Hintergrund: wir haben zwei 8 Jahre alte Jungs (Zwillinge) und ein zweijähriges Mädchen, sind also eine fünfköpfige Familie. Bis zur Einschulung hielt sich alles noch im Rahmen. Die Jungs sind in England geboren worden und haben dort den Großteil ihrer Kindergartenzeit verbracht. Zwar gab es dort im Kindergarten auch den sogenannten "Toilet Humor", aber es hielt sich alles in Grenzen. Doch sobald sie eingeschult worden sind hier in Deutschland, dauerte es wenige Wochen und sie hatten die gesamte Palette an Ausdrücken und Zeichen drauf – von Mittelfinger, ‘Halt die Fresse’, ‘Hey Digger’ und so weiter. Ich muss es wahrscheinlich nicht weiter ausführen...
Wir hatten schon etliche Gespräche, aber auch Streits wegen dem Thema. Vor allem, weil sich die Sprache nicht nur auf den Schulhof begrenzt, sondern auch im Familienalltag leider Einzug erhalten hat. Natürlich schnappt auch die Kleine die Sprache ihrer Brüder auf, ohne zu wissen was sie da eigentlich sagt. Daher meine Frage, wie geht man damit um, in einer Gesellschaft in der es ok zu sein scheint, dass ATU mit dem Mittelfinger direkt neben dem Schwimmbad Reklame macht? Wir als Eltern versuchen den Kindern zu vermitteln, dass eine solche Umgangssprache unpassend und oft respektlos ist. Mit Erklären, darüber sprechen, Regelungen finden, Punkte sammeln, etc. kommen wir gerade überhaupt nicht weiter. Auch als "gutes Beispiel voranzugehen" funktioniert nicht: mein Mann und ich benutzen eine solche Sprache nie, weder vor den Kindern, noch ohne sie. Wie setze ich sinnvoll Grenzen in einem Bereich, wo es keine offensichtlichen natürlichen Konsequenzen gibt?”
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Jan 27, 2020 • 43min
Wie stärke ich das Selbstbewusstsein meines Kindes?
Anna* schreibt: “Liebe Frau Saalfrank, unser Sohn…
Anna* schreibt: “Liebe Frau Saalfrank, unser Sohn Fritz ist nun seit September in der Schule und es schien ihm auf den ersten Eindruck ganz gut zu gehen. Aber nach ein paar Wochen wurden wir Eltern von der Lehrerin zu einem Gespräch gebeten. Anscheinend versucht Fritz durch sein Verhalten einerseits die Aufmerksamkeit der Lehrerin – er braucht offenbar oft extra Aufforderungen mitzumachen – und andererseits durch Quatsch-machen die Anerkennung seiner Mitschüler*innen zu bekommen. Mir ist aufgefallen, dass ihm auch immer mal wieder Dinge oder Leute “peinlich” sind, z.B. eine Freundin, mit der er früher gerne gespielt hat. Das wundert mich bei einem 6-jährigen Kind. Ich dachte, das kommt erst später, in der Pubertät vielleicht.
Heute nun brach er schwer in Tränen aus, weil er nicht wollte, dass seine kleine Schwester (4 Jahre) zum Laternenumzug seiner Klasse mit käme. Sie sei ihm peinlich. Andere Kinder würden ihn wegen ihr ärgern und sagen, sie sei eine Heulsuse. Es macht ihm sehr viel aus. So viel, dass ihm seine kleine Schwester peinlich ist, was meinem Mann und mir schier das Herz gebrochen hat.
Im Gespräch mit ihm habe ich ihn gefragt: “Du weißt schon, dass Du ein toller Junge bist, oder?” Und er antwortete: “Ja, so Mittel.” Eine ähnliche Antwort hatte er auch mal der Lehrerin gegeben, weswegen diese in unserem Gespräch auch darauf zu sprechen kam.
Ich glaube, dass es ihm an gesundem Selbstbewusstsein mangelt und dass ihm deswegen diese Hänseleien so schwer zu schaffen machen und dass er auch deswegen diese extra Aufmerksamkeit von der Lehrerin und seinen Mitschüler*innen braucht. Mein Mann und ich machen uns Vorwürfe: Was haben wir falsch gemacht? Wie können wir ihm helfen? Wie kann man das Selbstbewusstsein eines Erstklässlers stärken, dass ihm seine Schwester nicht peinlich ist, sondern er stolz auf seine Familie ist? Er sagt selbst, dass er mehr Zeit mit mir “alleine“ möchte und zugegebenermaßen hole ich ihn nur 2 mal die Woche von der Schule ab, ansonsten machen das seine Omas. Habe ich ihm zu wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen? Ich arbeite schon seit er ein Jahr alt ist mindestens 24-32 Stunden pro Woche und er verbrachte und verbringt daher recht viel Zeit bei seinen Omas.
Mir ist es sehr wichtig, dass er glücklich und selbstbewusst ist. Ich möchte ihn für sein Leben stärken, dass er seinen Selbstwert nicht von irgendwelchen hänselnden Gleichaltrigen ziehen, sondern aus sich selbst schöpfen kann. Ich überlege, meinen Job etwas zu reduzieren, damit ich ihn in diesem ersten Jahr, was anscheinend doch recht schwer ist, besser unterstützen kann. Was können wir noch tun, um ihm zu helfen und ihm den Rücken zu stärken?”
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Dec 16, 2019 • 31min
Wie kann ich damit umgehen, dass die Großeltern meinem Kind zu viel schenken?
Rieke* schreibt: “Liebe Katia, ich habe eine Frag…
Rieke* schreibt: “Liebe Katia, ich habe eine Frage, die sicher ganz viele Familien gerade beschäftigt. Weihnachten steht vor der Tür und mir ist jetzt schon Angst und Bange vor der „Schenkwut“ der Großeltern. Wir wünschen uns, dass unser Sohn (3 Jahre) von jedem EIN Geschenk bekommt, auf die Summe der Verwandtschaft gesehen, finde ich das immer noch viel. Für alle ist das in Ordnung, nur nicht für die Eltern meines Freundes. Wir haben uns alle abgesprochen, nur aus ihrer Richtung kam ein „wir haben schon viele Kleinigkeiten besorgt, damit er viel zum Auspacken hat“. Wir würden uns wünschen, dass er eine sinnvolle Sache bekommt und finden es schade (und ja, auch sehr nervig), wenn diese „vielen Kleinigkeiten“ später in der Ecke landen. Sie haben nur dieses eine Enkelkind und wir verbringen dieses Jahr Weihnachten nur mit Ihnen. Ich kann ihre Bilder im Kopf, wie ein schönes Weihnachten auszusehen hat, nachvollziehen, aber wir haben eine andere Vorstellung vom Schenken und sind eben auch Teil dieser Weihnachten. Ich kenne so einen, in meinen Augen, übergriffigen Umgang von meiner Familie absolut nicht und weiß nicht damit umzugehen. Grundsätzlich finde ich, dass es Sache meines Freundes ist, mit seinen Eltern zu reden. Er probiert das auch schon seit Geburt auf verschiedene Arten (reden, Geschenke zurückgeben, nicht mitnehmen), aber sie ignorieren hartnäckig seinen Wunsch – was bezeichnend für ihr Verhältnis ist und eine, aber eben seine Baustelle.
Unser Kind wird älter und entwickelt einen Sinn fürs Schenken und ich finde es nicht schön, dass er jetzt schon jedes Mal nach Geschenken fragt, wenn er sie sieht – er sieht sie aufgrund der Distanz seltener als meine Familie und sie schenken bei jedem Besuch. Ich kann ihn aber komplett verstehen. Wie kann ich damit, oder besser, mit Ihnen umgehen?
Liebe Grüße und friedliche Weihnachten”
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Dec 9, 2019 • 37min
Wie bekomme ich meine Kinder dazu sich weniger zu streiten?
Benjamin* schreibt: “Ich bin verheiratet und Vate…
Benjamin* schreibt: “Ich bin verheiratet und Vater von drei Söhne: der älteste ist 7, der mittlere 5 und der jüngste 2 Jahre alt. Ich liebe meine Söhne und im Allgemeinen genieße ich auch das Familienleben. Es gibt aber eine Situation, die mich sehr belastet und überfordert. Der älteste und der mittlere Sohn streiten sehr häufig, nicht nur mit Worten, sondern auch körperlich. Gründe? Ich habe den Eindruck, dass sie sich nur gegenseitig ärgern wollen. Und oft, aus Langeweile. Wenn wir unterwegs sind und die Kinder beschäftigt sind, gibt es kein Problem, aber sobald sie sich langweilen, dann fängt das Streiten wieder an. Ich versuche mich raus zu halten so lange es geht (es ist relativ ausgeglichen), aber irgendwann muss ich die Kinder trennen, weil sie sich verletzen könnten.
Ich bin mir bewusst, dass Streiten auch zum Leben gehört – und ich kann mich erinnern, dass ich als Kind auch mich mit meinen Geschwister gestritten habe (auch körperlich). Aber nie in den Massen wie meine beiden zwei Söhne. Diese Situation belastet mich persönlich sehr, aber auch das Familienleben, da ich leider schreien muss, um die Kinder zu trennen. Meine Frau sieht es und handelt auch ähnlich. Natürlich würde es helfen, wenn wir die Kinder auseinanderhalten, aber das ist oft nicht möglich und als Familie möchten wir auch zusammen Sachen unternehmen. Habt Ihr Anregungen oder Vorschläge, die Ihr mit uns teilen könnt?”
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Dec 2, 2019 • 43min
Wie schaffe ich es mein Kind abzustillen?
Karin* fragt: “Mein Sohn ist 15 Monate alt und ei…
Karin* fragt: “Mein Sohn ist 15 Monate alt und ein richtiger Sonnenschein. Es geht mir in meiner Frage um das Stillen, besser gesagt, um das Abstillen.
Ich stille meinen Sohn nur noch zum Einschlafen, d.h. mehrfach nachts und einmal mittags zum Mittagsschlaf. Es hat sich leider so eingeschlichen, dass er im Bett (Familienbett) nur mit meiner Brust im Mund wieder in den Schlaf findet. Im Kinderwagen und im Auto schafft er es jedoch auch ohne mich in den Schlaf. Schnuller oder Ersatz-Beruhiger akzeptiert er nicht. Da haben wir glaube ich alles durch. Darüber hinaus haben wir alle äußeren Umstände überprüft und vor einigen Monaten auch immer mal wieder verändert – Temperatur, Licht, Abendritual, Tagesablauf, Routinen. Körperlich gibt es keine Probleme.
Nachts sieht es bei uns so aus, dass mein Sohn seit der Geburt alle 1,5-2 Stunden aufwacht und nur über das Stillen wieder in den Schlaf findet. In den ersten sechs Monaten hat mich dieser Schlafmangel sehr belastet, danach habe ich es für mich akzeptiert. Und um in Katias Worten zu bleiben – wenn man die Erwartungen verändert, verändert sich sofort auch was im Außen. Seither geht es mir ganz gut mit der Schlafsituation und ich akzeptiere die normale „Grundmüdigkeit“. Mein Mann, unser familiäres Umfeld sowie meine Freunde fragen mich jedoch ständig, wie lange ich noch stillen möchte und was ich genau tue, um das stillen zu beenden?
Mein Wunsch wäre natürlich, dass ich nicht mehr zum Einschlafen stille und mein Sohn dadurch auch lernt, dass er nachts länger am Stück schlafen kann.
Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftige, desto mehr Sorge habe ich, dass es nur über das „Schreien lassen“ funktionieren kann. Und diesen Weg möchte ich auf keinen Fall gehen. Wir haben schon 3-4 Mal versucht ihn nachts auf unserem Arm herum zu tragen, ihn zu beruhigen und wieder in den Schlaf zu begleiten. Das funktionierte aber jedes Mal überhaupt nicht. Nach 1,5 Stunden Stress und Schreierei habe ich aufgegeben. Auch, dass mein Mann ihn alleine – ohne mich vor Ort – ins Bett bringt klappt nicht. Auf das „Lieblingsessen“ kann er anscheinend nicht verzichten.
Seitdem unsere ganzen Versuche gescheitert sind, weiß ich nicht mehr weiter.
Sollte ich warten bis ich mit meinem Sohn über das Thema sprechen kann – mit ca 2/2,5 Jahren? Oder wie komme ich vom Einschlaf-Stillen weg, damit auch ggfs irgendwann mal mein Mann unseren Sohn ins Bett bringen kann – was er sich sehr wünscht. Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mir helfen könntet, da ich aktuell wirklich nicht weiß wie es weitergehen kann.”
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