Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Claudia Linzel
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Aug 18, 2023 • 59min

Jan-Ole Schiemann & Johannes Tassilo Walter: Und was kommt dabei heraus?

Kennt ihr dieses wahrhaft wunderbare Gefühl… ich lasse mich jetzt einfach mal treiben und schaue, was dabei herauskommt? Keine Erfüllung von gesellschaftlichen Konventionen, kein Druck von herkömmlichen Prozessen, keine Erwartung an das eigene ich… einfach mal eine Distanz von dem ewig Gleichen zulassen und dabei diesen Prozess erforschen… Was meint ihr, liebe Hörende, was kommt dabei bei euch heraus? Ich habe das vor ca 3 Jahren einmal ganz ungeplant geschehen lassen – heraus gekommen ist … die Leichtigkeit der Kunst. Und ich gebe es gerne zu… ich bin immer wieder auf der Suche nach Menschen, die sich ähnlich in diesen Fluss der Überraschungen wagen und bin so gespannt, mit ihnen zu reflektieren – sofern sie es denn zulassen. Heute darf ich zu Gast sein, bei 2 in Köln gelandeten Künstlern, der eine im hohen Norden geboren, der andere in München… beide verbindet eine tiefe Freundschaft, vermutlich über die Kunst hinaus, sowie der Nachname ihrer Professoren. Lieber Jan-Ole Schiemann und lieber Johannes Tassilo Walter… jetzt sitzen wir 3 uns gegenüber und ich bin ganz gespannt, was wir hier im Fluss der Überraschungen über positive und negative Verdrehungen über Gegenüber, Nebeneinander, Miteinander und Füreinander in der Kunst und in der Freundschaft erfahren werden… bitte stellt euch und eure Wege hier ins gemeinsame Köln einmal vor. Diese Folge ist zugunsten von Desideria Care e.V. – Demenz menschlich begleiten Der Verein Desideria Care unterstützt die Angehörigen von Menschen mit Demenz und trägt zu einem Bewusstseinswandel zum Thema Demenz in der Gesellschaft bei. Desideria Care ist ein von Desirée von Bohlen und Halbach 2017 gegründeter, gemeinnütziger und eingetragener Verein mit Sitz in München. Der Verein finanziert sich über Stiftungsgelder, Spenden und Mitgliedsbeiträge. Jan-Ole Schiemann und Johannes Tassilo Walter unterstützen mit je einem Kunstwerk die Charity-Auktion zugunsten von Desideria Care, organisiert von Michael Schmidt-Ott. Die Auktion findet am 05.Oktober 2023 im Palais Oppenheim in Köln statt.  
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Aug 11, 2023 • 1h 11min

Daniel Uchtmann, KHM Wien: Die Malkunst

Die Malkunst bzw. „Die Malerei ist eine wichtige Form der bildenden Kunst und bringt Elemente wie Zeichnung, Komposition, Gestik, Erzählung und Abstraktion ein“… so sagt es Wiki. Jetzt fangt ihr an, euch zu wundern… warum starte ich hier mit dem Wissen der 1. Stunde und ganz klaren informativen Voraussetzungen??? Weil „die Malkunst“ weit über die Definition von Wiki hinausgeht… die Malkunst zählt zu den berühmtesten Werken Jan Vermeers… Genau mit dieser Episode wird es altmeisterlich. Doch nicht nur, denn zu Gast bin ich im kunsthistorischen Museum Wien und hier werden ganz aktuell in einer Sonderhängung bedeutende Künstler:innen der Vergangenheit von zeitgenössischen Werken  bzw Ansichten flankiert. Doch dazu später mehr. Jetzt erst zurück zu Vermeer, Bruegel, Caravaggio und Rubens. Ich freue mich so sehr, gemeinsam mit Daniel Uchtmann, Kunstvermittler im KHM Wien, alte Spuren, geheimnisvolle Symbole und neue Perspektiven kennenzulernen. Kulturpartner dieser Episode ist das Wiener Architekturbüro BWM Designers & Architects, herzlichen Dank für euer Engagement.  
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Aug 8, 2023 • 19min

Max Lerch x Munich HIGHLIGHTS 03: antike Teppiche und Kelims

Die Zeitreise durch die Epochen – dank der Kooperation mit der Munich HIGHLIGHTS– bereitet wahrlich sehr viel Freude und es gibt noch so viel mehr zu entdecken … Im Großen wie im Kleinen, im geplanten wie im spontanen. Umso schöner, dass wir euch mit den Selected Insights, weitere Einblicke in die große Bandbreite der HIGHLIGHTS präsentieren können. In den Selected Insights wird uns dank der HIGHLIGHTS Spezialisten, Wissen über die unterschiedlichen Sammelgebiete kurz und knapp und wie gewohnt ganz anschaulich und persönlich vermittelt. Schenken wir das Wort Max Lerch, Inhaber der gleichnamigen Galerie für antike Teppiche und Kelims.
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Aug 4, 2023 • 50min

Museum Folkwang – Neue Welten

Museum Folkwang – Neue Welten | Peter Gorschlüter, Thomas Seelig, Anna Brohm Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. „Neue Welten“ klingt nach Entdeckungsgeschichte – und trägt genau deshalb einen Widerhaken in sich. Der Begriff erinnert an historische europäische Erzählungen, an Projektionen, an Macht. In dieser Folge steht er im Plural. Und damit verschiebt sich etwas: Weg von einer einzigen großen Erzählung, hin zu mehreren Perspektiven. Zu Welten, die parallel existieren, sich überlagern, sich widersprechen. Das Gespräch führt ins Museum Folkwang – und in die Frage, wie ein Museum mit Wandel umgeht: mit neuen künstlerischen Sprachen, mit technischen Entwicklungen, mit anderen Formen von Öffentlichkeit. Und auch mit der eigenen Geschichte. Zu Gast ist Prof. Peter Gorschlüter, Direktor des Hauses. Er spricht über die Folkwang-Idee, über Karl Ernst Osthaus und über die Grundhaltung, die bis heute mitschwingt: Kultur als Bewegung. Als etwas, das sich nicht festschreibt, sondern weiterdenkt. Mit dabei sind außerdem Thomas Seelig, verantwortlich für die fotografische Sammlung, und Anna Brohm, Kuratorin für Malerei, Skulptur, Medienkunst und zeitgenössische Kunst. Gemeinsam entsteht ein Gespräch über Sammlungen, Gegenwart und die Frage, wie „neu“ im Museum eigentlich entstehen kann. Neue Welten als Museumsfrage Im Gespräch wird deutlich: „Neue Welten“ ist kein Marketingbegriff. Es ist eine Haltung, die im Museum als tägliche Praxis auftaucht. Neue Welten entstehen, wenn ein Museum seine Sammlung nicht als abgeschlossenen Besitz behandelt, sondern als Gesprächspartner. Wenn historische Werke nicht im sicheren Abstand bleiben, sondern in Beziehung gesetzt werden – zu neuen Arbeiten, neuen Stimmen, neuen Sehgewohnheiten. Ein Beispiel, das in der Folge auftaucht, ist die temporäre Verbindung zwischen einem ikonischen Werk wie Monets Seerosenteich und zeitgenössischen Positionen. Auch wenn ein Dialog nur wenige Wochen dauert, verändert er die Wahrnehmung: Plötzlich wird sichtbar, wie stark Gegenwart die Vergangenheit neu belichtet – und umgekehrt. Osthaus, Folkwang, Gegenwart Ein Schwerpunkt liegt auf der Geschichte des Hauses – nicht als Rückblick, sondern als Gegenwartsfrage. Karl Ernst Osthaus erscheint im Gespräch als jemand, der Kultur nicht als Dekoration verstand, sondern als gesellschaftliche Kraft. Seine Idee eines offenen Museums, eines Ortes für Bildung, Austausch und ästhetische Erfahrung wirkt bis heute nach. Dabei geht es auch um das Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Bewegung: Wie bleibt ein Museum bei sich, ohne starr zu werden? Wie bleibt es offen, ohne beliebig zu wirken? Und wie verändert sich der Blick, wenn man „Neue Welten“ nicht als Ziel formuliert, sondern als Prozess? Fotografie, Sammlung, Sichtbarkeit Mit Thomas Seelig öffnet sich die Perspektive auf Fotografie – als Medium zwischen Dokumentation und künstlerischer Setzung. Fotografie taucht in dieser Folge nicht als Nebenschauplatz auf, sondern als Teil jener Frage, die Museen heute permanent beschäftigt: Was wird gesammelt? Was wird gezeigt? Was bleibt im Depot? Und welche Entscheidungen prägen, was in zehn oder fünfzig Jahren als kulturell relevant gilt? In diesem Zusammenhang wird auch klar, wie sehr Sammlungsarbeit mit Verantwortung verbunden ist: für Geschichte, für Gegenwart, für zukünftige Lesarten. Malerei, Skulptur, Medienkunst – und die Frage nach dem Heute Anna Brohm spricht über kuratorische Praxis im Spannungsfeld verschiedener Medien: Malerei, Skulptur, Medienkunst, zeitgenössische Positionen. Das Gespräch berührt dabei eine zentrale Museumsfrage: Wie zeigt man Gegenwart, ohne sie zu glätten? Wie lässt man Unterschiede stehen – in Formen, in Sprachen, in Ansprüchen? „Neue Welten“ bedeutet in diesem Sinne auch: Das Museum bleibt ein Ort, an dem nicht alles sofort auflösbar ist. Wo Irritation erlaubt ist. Wo man länger hinschaut. Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung engagiert sich langfristig für kulturelle Teilhabe und für Institutionen, die Kunst in Nordrhein-Westfalen zugänglich machen. Unterstützt werden Projekte, die nicht auf schnelle Effekte zielen, sondern auf Kontinuität: auf Bildung, Öffentlichkeit und auf die Frage, wie Kunst im Alltag verankert bleiben kann. Themen dieser FolgeMuseum Folkwang · Neue Welten · Karl Ernst Osthaus · Sammlung · Fotografie · Kuratieren · Gegenwartskunst · Monet · Museumsarbeit GästeProf. Peter Gorschlüter · Direktor Museum FolkwangThomas Seelig · Fotografische Sammlung Museum FolkwangAnna Brohm · Kuratorin (Malerei, Skulptur, Medienkunst, zeitgenössische Kunst) Links & CreditsMuseum Folkwang · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West Hören Der Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst erscheint seit 2020 kostenfrei auf allen gängigen Plattformen: ︎ Kunstpodcast auf Spotify hören Die Leichtigkeit der Kunst auf Spotify hören ︎ Kunstpodcast bei Apple Podcasts Die Leichtigkeit der Kunst auf Apple Podcasts hören ︎ Kunstpodcast auf YouTube Die Leichtigkeit der Kunst auf YouTube hören Weiterhören Weitere Gespräche aus der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West finden sich in der Kategorie Sparda-Stiftung x die Leichtigkeit der Kunst.Diese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026. Herzlichen Dank an Raffaele Horstmann für die begleitenden Fotografien im Museum Folkwang.
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Jul 28, 2023 • 50min

Saskia Wiesenthal: Savoir Vivre im Altstadt Vienna

Ihr wisst es schon… in meiner Sonderreihe Savoir Vivre stelle ich euch zauberhafte Orte, ihre Geschichten und die Menschen dahinter vor, in denen geschmackvolle Höhepunkte gefeiert werden können – natürlich immer mit festem Bezug zur Kunst – und dennoch ceci n‘est pas un musée. Und mit diesem Savoir Vivre nehme ich euch mit in die Altstadt von Wien. Hier fiel mir neulich eine Postkarte mit den folgenden schönen Worten in die Hände:  “Be the reason someone feels welcomed, seen, heard, valued, loved and supported” Sei der Grund, warum sich jemand willkommen, gesehen, gehört, geschätzt, geliebt und unterstützt fühlt. Geschrieben in der unvergleichlichen Typo des wunderbaren Künstlers Carsten Fock… vielleicht erinnert sich der ein oder die andere an die Episode mit ihm, dann wisst ihr vielleicht auch noch, dass seine Lieblingsfarbe violett ist… Doch zurück zu diesem Savoir Vivre… es geht hier ja schließlich um Hotels und Restaurants mit festem Bezug zur Kunst… Ich sitze hier nun also in der wunderschönen Violet Suite des Altstadt Vienna, gestaltet von… na? Carsten Fock. Und diese ist nicht die einzige Suite bzw Zimmer, welches von Künstler:innen auch der darstellenden Art gestaltet wurde… hier im ehemaligen Rotlichtbezirk von Wien haben auch schon Matteo Tun, Tobias Moretti und Harald Krassnitzer Hand angelegt bzw anlegen lassen;-) Und die Postkarte? Die bekommt man im Altstadt Vienna zum Beispiel von Saskia Wiesenthal, Geschäftsführerin des Altstadt Viennas, Tochter des Hotelgründers und Sammlers Otto Ernst Wiesenthal und Großnichte von Grete Wiesenthal, deren Tanz einst von Gustav Mahler entdeckt wurde und die mit Sicherheit auch den ein oder anderen Kontakt zu Schiele oder Klimt hatte… Doch davon später mehr, jetzt bin ich erstmal ganz gespannt, dich liebe Saskia und deine Geschichte näher kennenzulernen.
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Jul 25, 2023 • 55min

Dr. Alexander Wiebe und Johannes von Mallinckrodt x Munich HIGHLIGHTS 02: Kein Grund zur Sorge

Meine Oma hat immer gesagt: Selten ein Schaden ohne Nutzen… So gut es geht, versuche ich mich auch in den für mich ungünstigsten Momenten daran zu erinnern, um etwas positives zu erkennen… ganz schwer fällt mir das nicht, denn meine schlimmsten Fälle reduzieren sich meist glücklicherweise auf Zugverspätungen oder Technikmysterien. Beides Bereiche, die mich zwar ein bisschen angespannt reagieren lassen, erfreulicherweise aber keine langfristigen Schäden oder gar Verluste bedeuten. Bisher konnte ich die Aufnahmen in den allermeisten Fällen dennoch präsentieren. Im Großen und Ganzen also kein Grund zur Sorge… Apropos wie sieht es eigentlich mit der Vorsorge im Umgang mit geliebter Kunst aus? Zum Beispiel, wenn eine Skulptur oder ein Gemälde transportiert wird… das Zuspätkommen ist da sicherlich nicht die größte Herausforderung… wer kümmert sich, wenn etwas beschädigt wird… oder gar entwendet? Ab wann ist ein Schaden, ein Schaden? Genau… mit dieser Folge – der zweiten im Rahmen der Kollaboration mit der Kunstmesse HIGHLIGHTS in München – befassen wir uns mit dem ganz und gar nicht trockenen und gleichzeitig wahnsinnig wichtigen Thema der Kunstversicherung… ein bisschen gespannt bin ich, ob es hier gleich auch Truecrimesk zugehen wird. Und darüber hinaus – und gleichzeitig auch zurückzukommen auf meine Technikmysterien… Wie werden eigentlich digitale Kunsterlebnisse auf höchstem Niveau entwickelt? Bei der Produktion von Podcasts, kenne ich mich nun ein wenig aus… doch worauf ist bei der Entwicklung von Apps für z.B. Museen mit hochkarätiger Kunst zu achten? Fragen wir doch dazu gleich 2 hochkarätige Experten, die mir sicherlich mehr zu diesen beiden Ökosystemen verraten können – gibt es gar Überschneidungen? Herzlich willkommen, Dr. Alexander Wiebe, Managing Director der HDI Versicherung art & lifestyle sowie Johannes von Mallinckrodt CEO und Founder von Collecto, der modernste Entwickler und Anbieter von digitalen Kunsterlebnissen. Schön, dass ihr da seid und ich euch dank der Kooperation mit  der Munich Highlights kennenlernen darf… doch bevor wir einsteigen in Versicherung und Entwicklung, möchte ich erst euch kennenlernen… erzählt mir von eurem Weg ins Heute. Ihr lieben Sammler, Connaisseure, Kunstaficionados und auch alle die, die es werden möchten, bzw. einfach nur interessiert … dank der wunderbaren Kooperation mit der wohl schönsten Boutiquemesse – der HIGHLIGHTS in München – darf ich euch in den kommenden Wochen und Monaten mit außerordentlich spannenden Gesprächspartner:innen tiefe Einblicke in die Sammelgebiete von der Kunst der Antike, der klassischen Moderne bis hin zu junger, zeitgenössischer Kunst genauso wie Gespräche zu Kunst und Kommerz, Mode und Fotografie bieten. Die HIGHLIGHTS findet vom 18. – 22. Oktober 2023 in den wirklich beeindrucken Räumlichkeiten der Residenz statt. Die Prämisse in der familiären Atmosphäre lautet stets „Kunst von höchster Qualität“. Kulturpartnerin: Von ganzem Herzen bedanke ich mich bei der HIGHLIGHTS für das Vertrauen in diese gemeinsame Arbeit.
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Jul 21, 2023 • 41min

Max Weiss: Die Welt steht Kopf

Die Welt steht Kopf… kennt ihr dieses Gefühl, wenn sich die – vielleicht eigene – Welt so ganz und gar gegenteilig von dem zeigt, wie wir sie eigentlich betrachten wollen? Irgendetwas läuft anders als sonst, nur was… geht das nur mir so oder vielleicht allen anderen auch? Sorgt eine kleine Wahrnehmung oder eine große physische Gegebenheit für das Gefühl, dass die Welt verdreht scheint…und wie bringen wir diese Empfindung wieder ins rechte Lot… oder müssen wir uns dafür gar nicht verantwortlich zeigen? Kann das möglicherweise jemand anderes für uns übernehmen? Wer? Künstler:innen? Sollen diese sich kritisch mit der vermeintlich verdrehten Gegenwart beschäftigen und für alle Nicht-Künstler:innen die Perspektiven wechseln. Oder liegt es doch in uns selber? Versuchen wir es doch einfach mal gemeinschaftlich, natürlich gewürzt mit einer Brise Humor… dann sorgt das verkleckste Eis oder die vertrocknete Blume vielleicht nicht für unangenehmen Unmut und klägliches Versagen, sondern für ein gemeinsames Gefühl von wunderbarer Stärke. Ich schätze mich ganz glücklich, dass ich mich mit meinen heutigen Gedanken zu einer kopfstehenden Welt mit dem Künstler Max Weiss aus Hamburg unterhalten darf. Der mir mit seinen liebevoll tragisch-komischen Werken durch und durch den Kopf verdreht hat. Kulturpartner dieser Episode ist das Wiener Architekturbüro BWM Designers & Architects, herzlichen Dank für euer Engagement.  
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Jul 14, 2023 • 46min

Florian Fausch: Plein Air

En plein air. Was kommt denn nun? Eine Aufnahme unter freiem Himmel… mit Vogelgezwitscher und Hummelsummen? Oder ein Vortrag über Freilichtmalerei samt Schattenverhältnissen und naturgegebener Farbigkeit? Geht es in der Freilichtmalerei eigentlich ausschließlich um Landschaft? Und was bedeutet Landschaft in der kunstgeschichtlichen Entwicklung? Weite Felder, blühende Wiesen, grasende Kühe, fließende Bäche oder gehört auch die Betrachtung von Städten und Architektur dazu? Nein, keine Sorge ich bin keineswegs plein air unterwegs sondern befinde mich in dem Düsseldorfer Atelier des wirklich wunderbaren Künstlers Florian Fausch. Und warum ich dieses Intro mit einer Impression zu Freiluftmalerei aufbaue, verrät uns Florian am besten selbst.  
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Jul 7, 2023 • 1h 9min

Katharina Bosse: Transit

Zu Beginn dieser Episode möchte euch gerne einen wunderbaren – auch recht persönlichen – Text aus dem Buch „Alle Wege sind offen – Fotografinnen auf Reisen“ vorlesen: „Der Begriff, der alle meine Sinne verbindet, ist dieser: Transit. Es sind Orte, die man durchquert, um woanders hinzukommen. Keine Destination oder Bestimmung. Marc Augé nennt diese Orte „Nicht-Orte“. Meine Reise hat kein Ziel, außer das des Unterwegsseins. Ein Bild zu machen, und dann das nächste. An diesen Orten bin ich nicht alleine. Ich begegne dort Menschen. Das können Mitreisende sein. Es können Personen sein, mit denen ich eine Verabredung getroffen habe: an der Tankstelle, der Straßenecke oder im Hotel. Oder wir machen uns von vornherein gemeinsam auf, in dem untrennbaren Familientrubel, das wir lange Zeit waren, die Fotografin Mama, Maxi und Leo. Die Menschen in den Bildern sind präsent in ihrer gestylten Körperlichkeit, aber die zugehörigen Gedanken sind schwer lesbar. Sie erträumen ihre eigene Existenz. Diese Nichtgreifbarkeit, der Entzug von Wissen und Zugänglichkeit ist Teil meines unausgesprochenen Vertrags mit der abgebildeten Person. Sie zeigen mir viel von sich, in dem Moment, in dem ich die Kamera auf sie richte. Aber ich bin mir dieser Härte bewusst, die darin liegt, das Fragment eines Augenblicks als Repräsentation eines Menschen auszustellen. Ich gehe ein paar Schritte zurück, lasse Erzählungen ins Leere laufen. Es ist nur ein Bild, flüstert der Abstand. Ich möchte nicht zeigen, was ich sehe. Ich möchte ein Bild machen. Das Fiktionale im Dokumentarischen hat mich immer interessiert, aber auch umgekehrt, der dokumentarische Anteil in der Inszenierung“ Herzlich willkommen liebe Katharina Bosse! Katharina Bosse ist künstlerische Fotografin, Professorin für Fotografie an der FH Bielefeld, Initiatorin von Elsa, einer Galerie für künstlerische Konzepte sowie Co-Kuratorin der aktuellen Ausstellung „Alle Wege sind offen – Fotografinnen auf Reisen“ im Kunstforum Herrmann Stenner in Bielefeld. Sie wurde 1968 in Finnland geboren, lebte bis sie 5 war ist sie in Kanada, ist dann nach Süddeutschland gekommen, hat 6 Jahre in NY gelebt und lebt und arbeitet nun in Bielefeld… ganz gespannt bin ich auf ihren Transit hin zu der Kamera. Kulturpartner:in dieser Episode ist das Kunstmuseum Liechtenstein und die Hilti ART Foundation, herzlichen Dank für euer Engagement.
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Jun 30, 2023 • 36min

Inessa Emmer: Außer Spesen nichts gewesen

Wie oft fragt ihr euch eigentlich „Außer Spesen nichts gewesen“? Und vor allem in welchen Momenten fragt ihr euch nach dem berühmten Kosten- Nutzen-Aufwand? Welche Kosten spielen dabei eine Rolle? Nur die rein monetären oder auch die Zeit, die Aufmerksamkeit, die Liebe die ihr in die vermeintlich nicht-funktionierende Situation gesteckt habt? Wann macht sich denn die Situation bezahlt bzw wann ist der Nutzen erreicht? Zählt nur die sofortige Wirkung oder können wir uns entspannt zurücklehnen und vielleicht auch mal 1, 2 oder gar 10 Jahren warten, um in den Genuss der erhofften Wirkung zu kommen. Oje… ich verfalle wohl gerade in einen philosophischen Firlefanz… was für ein Mumpitz.. Kommen wir lieber zurück zur Kunst… wobei, die ist ja auch nicht für den schnellen Erfolg sondern viel mehr für den langfristigen Genuss oder die nachhaltigen Gedanken angelegt… Ihr Lieben, heute darf ich zu Gast sein, bei einer Holzschneiderin… was genau eine Holzschneiderin ist, weiß ich noch gar nicht so genau… finden wir es doch heraus, gemeinsam mit der wunderbaren Inessa Emmer, bildende Künstlerin aus Düsseldorf. Liebe Inessa, bitte stell dich und deinen Weg in die Kunst mit einer ordentlichen Portion HeckMeck einmal vor… Diese Folge ist zugunsten von Desideria Care e.V. – Demenz menschlich begleiten Der Verein Desideria Care unterstützt die Angehörigen von Menschen mit Demenz und trägt zu einem Bewusstseinswandel zum Thema Demenz in der Gesellschaft bei. Desideria Care ist ein von Desirée von Bohlen und Halbach 2017 gegründeter, gemeinnütziger und eingetragener Verein mit Sitz in München. Der Verein finanziert sich über Stiftungsgelder, Spenden und Mitgliedsbeiträge. Inessa Emmer unterstützt mit einem Kunstwerk die Charity-Auktion zugunsten von Desideria Care, organisiert von Michael Schmidt-Ott. Die Auktion findet am 05.Oktoer 2023 im Palais Oppenheim in Köln statt.

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