

Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast
Claudia Linzel
Kunstpodcast aus Ausstellungen, Ateliers und Sammlungen – über Prozesse, Entscheidungen, Kunstgeschichte und Gegenwart. Verständliche Gespräche, die die Relevanz von Kunst im Alltag greifbar machen.
Episodes
Mentioned books

Dec 29, 2023 • 59min
Danner-Stiftung: Handgemacht
Wie wichtig ist es, etwas zu begreifen?
Ich meine dies nicht im Sinne von geistig erfassen, sondern vielmehr wörtlich, etwas erfühlen, ertasten, ergreifen und durch diese sinnliche Erfahrung die ganze Komplexität eines Produktes verstehen. Sozusagen durch Handwerk Können und Wissen verbinden.
Passend dazu habe ich den schönen Satz des Philosophen und Motorradmechanikers Matthew B. Crawford gelesen: Eine Könnensgesellschaft ist eine nachhaltige Alternative zur Wissensgesellschaft.
Münzen wir diese Gedanken auf Kunst und Kultur… und erfahren mit dieser Folge mehr über Kunst-Handwerk. Über die aktuelle und künftige Bedeutung, über eine qualitätvolle Präsentation für eine breite Öffentlichkeit, und über Förderungen, die jungen als auch etablierten Kunsthanderwerker:innen zur Verfügung stehen.
Ganz besonders freue ich mich, dass ich mit diesen Fragen Gast der Danner-Stiftung sein darf. Die Danner-Stiftung setzt sich in besonderem Maße für die Wertschätzung von Kunsthandwerk ein. Gemeinsam mit Dr. Markus Eder, geschäftsführender Vorstand der Danner-Stiftung, Christiane Förster, Schmuckkünstlerin mit Lehrtätigkeit an der Staatlichen Berufsfachschule für Glas und Schmuck sowie Dr. Petra Hölscher, Oberkuratorin der die Neue Sammlung – the design Museum in der Pinakothek der Moderne, tauchen wir nun tief in die kunstgewerbliche Sammlung und die Philosophie der Danner-Stiftung ein.
GOOD TO KNOW!
GAST: Dr. Markus Eder
Auftraggeber / Kollaboration:
Herzlichen Dank an NICKL PR für die großartige Zusammenarbeit für dieses inspirierende Projekt.
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Dec 22, 2023 • 45min
Dr. Fabian Haack, Landesmuseum Württemberg: Die Wiege der Kultur
Wann wurde die Kunst geboren? Und was wissen wir über die Wiege der Kultur?
Begann sie gar schon in der Steinzeit?
Welche Ausdrucksformen waren damals möglich und welche Geschichten sollten über Generationen vererbt werden?
Reisen wir mit diesen Fragen und gemeinsam mit dem Landesmuseum Württemberg gedanklich in die Vergangenheit zu Mammuts, Höhlenlöwen und unseren Vorfahren und bergen dort wahre Schätze sowie legendäre Meisterwerke der Eiszeitkunst.
Ganz herzlich begrüße ich dazu Dr. Fabian Haack, Referatsleiter Steinzeiten.
Selbstverständlich freue ich mich, mit Fabian 40.000 Jahre zurückzureisen. Doch beginnen werden wir unsere Tour im Mai 1968… und Fabians Weg in die Vergangenheit.
Weitere Gespräche aus der Reihe Landesmuseum Württemberg
GOOD TO KNOW!
GAST: Dr. Fabian Haack
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Kooperation:
Herzlichen Dank an das Landesmuseum Württemberg für die großartige Zusammenarbeit für dieses inspirierende Projekt.
Danke fürs Zuhören und Tschüss bis zur nächsten Folge von „die Leichtigkeit der Kunst“!

Dec 15, 2023 • 45min
Dr. Sonja Lechner: Faszination Kunst | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
„Die Vergangenheit ist unbeobachtbar“ so schreibt Peter Geimer in seinem faszinierenden neuen Buch „Die Farben der Vergangenheit. Wie Geschichte zu Bildern wird“.
In der heutigen Zeit, in der wir unzählige Möglichkeiten haben, historische Ereignisse durch Fotografien und digitale Aufzeichnungen zu dokumentieren, ist es nur noch schwer vorstellbar, dass es einmal eine Zeit gab, in der ein Blick in die Vergangenheit ausschließlich über die Malerei möglich war.
Künstler:innen hatten damals u.a. die Aufgabe, mit Pinsel und Farbe eine Darstellung der Vergangenheit zu schaffen. Dank ihnen und natürlich ihren Auftraggebern erhalten wir nun einen Einblick in diese längst vergangenen Zeiten… Doch entspricht die damalige Malerei einem reinen Abbild der Vergangenheit oder fügten die Künstler:innen möglicherweise durch die Integration von Details ihre eigene Interpretation hinzu? Wurde und wird unser „neutraler“ Blick ins Zurück so gestaltet? Wie formt uns beispielsweise Caravaggios Werk? Wollte er eine bestimmte Botschaft vermitteln oder den reinen Alltag dokumentieren?
Ein bisschen wackelig fühle ich mich beim Suchen der Antworten schon… Festhalten können wir aber: Die Vergangenheit mag unbeobachtbar sein, doch durch die Malerei, Fotografie, unsere eigene Vorstellungskraft und vor allem durch richtig gute Gesprächspartner:innen können wir Geschichte zum Leben erwecken … und natürlich auch unsere Gegenwart für lange Zeit konservieren.
Möglicherweise sprechen diese Gedanken auch aus der Seele meiner heutigen Gesprächspartnerin Dr. Sonja Lechner, Kunsthistorikerin und Geschäftsführerin der Kunstkonnex Artconsulting in München – und ich bin mir sehr sicher, dank ihr so einiges über die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft zu erfahren…
Ganz im Sinne von Pauls Klees Zitat: „Kunst gibt nicht die Sichtbarkeit wieder, sondern macht sichtbar.“ Möchte ich Sonja nun bitten, sich ein bisschen auditiv sichtbar zu machen…
Kulturpartner dieser Episode ist das Wiener Architekturbüro BWM Designers & Architects, herzlichen Dank für euer Engagement.
Weitere Episoden zum Thema Kunstmarkt

Dec 8, 2023 • 36min
Tina Heuter: Difference of Waiting
Wir warten. Ständig. Auf die Bahn, die Freunde, die Nachricht oder die Sonne … Wir stehen Schlange. Auch ständig. An der Ampel, Im Supermarkt oder am Ticketschalter.
Gleicht Warten und Schlange stehen eher einer sinnlosen alltäglichen Zwangspause… oder können wir sie als spannenden, gar inspirierenden Zeitvertreib betrachten?
Also Handy weg und Menschen beobachten… wie sie so dastehen, welche Mimik ihnen Warten ins Gesicht zaubert… ist es nur Langeweile, Wut oder Desinteresse oder entdecken wir in dem nicht selbsterlegten Aufschub auch Achtsamkeit, Neugier und Vorfreude?
Warten ärgert uns, aber ist Abwarten nicht manchmal auch ein echter Segen? Lässt uns das Warten nicht auch innehalten, zur Ruhe kommen, schenkt uns Zeit für Beobachtungen und schützt uns vor unüberlegten Handlungen?
Widmen wir diese Folge doch einfach mal dem Innehalten und Beobachten… den schönen Seiten des Wartens
Doch lass ich euch jetzt nicht länger warten, sondern stelle euch voller Vorfreude auf dieses Gespräch die wunderbare Bildhauerin Tina Heuter vor… die sich mit ihren Plastiken den Gefühlswahrnehmungen, eben dem Ausdruck des Menschen widmet.
Kulturpartner dieser Episode ist die mianki.Gallery, im Herzen von Berlin-Schöneberg, herzlichen Dank für euer Engagement.

Dec 5, 2023 • 53min
Dr. Rebekka Reinhard: Die Kunst, gut zu sein
„Der größte Vertrauensbeweis der Menschen liegt darin, dass sie sich voneinander beraten lassen“, schrieb einst Francis Bacon. Und damit meine ich nicht den Maler des 20. Jahrhunderts, sondern den britischen Philosophen, Jurist und Politiker des 16. Jahrhunderts.
Es ist kein Geheimnis – ich vertraue sehr gerne zugewandten Ratgebern, die mir verständnisvoll und mit Leichtigkeit kluge Blickwinkel vermitteln. Natürlich zur Kunst, doch auch bei den Themen Ethik, Diversity, Women Power und Digitalisierung verspüre ich einen schier unstillbaren Wissensdurst und möchte am liebsten stundenlang darüber philosophieren. Ach, ich könnte diese Liste noch unendlich erweitern und vertiefen… Ganz aufrichtig z.B. Wie gehe ich mit dem teils lähmenden Respekt vor Entscheidungen und Scheitern um, warum versuche ich ein anderes Wort für Angst zu finden und warum nehme ich so gerne Umwege in Kauf, um ans Ziel zu kommen, welche Tugenden sind heute eigentlich noch relevant und gibt es eigentlich einen Zusammenhang zwischen Macht und Mut? Oje… ich komme gerade ganz schön ins Zweifeln, ob es richtig ist, so viel Mut zu beweisen und mit dieser aufrichtigen Authentizität meine Neugier zu stillen… Empfindet ihr manchmal ähnlich?
Dann beweisen wir doch heute mal Vertrauen – in erster Linie natürlich in uns selbst – und in die Gedanken meiner wunderbaren Gesprächspartnerin Dr. Rebekka Reinhard, freie Philosophin, Bestseller-Autorin und Chefredakteurin von Human, dem ersten deutschsprachigen Magazin, das sich mit den Auswirkungen künstlicher Intelligenz auf Wirtschaft, Politik, Gesellschaft und Kultur beschäftigt.

Dec 1, 2023 • 35min
Michael Franke: Augenblick
„Es gibt Augenblicke, in denen man nicht nur sehen, sondern ein Auge zudrücken muss.“ Benjamin Franklin
Doch wie lang ist eigentlich ein Augenblick? Der Moment zwischen zwei Lidschlägen? Also 3-4 Sekunden? Wie viele Augenblicke erleben wir im Laufe unseres Lebens? Und wie viele Augenblicke bleiben davon wiederum im Gedächtnis hängen? Was können wir also tun, um die besonderen, die ikonografischen Augenblicke festhalten zu können? Und ab wann ist ein Augenblick ikonografisch… und sollte man auch in genau solch einem Moment ein Auge zudrücken?
Um für diese Gedanken Austausch zu finden, teilen wir heute den ein oder anderen Augenblick mit Michael Franke. Experte für Fragen des Glaubens, außergewöhnliche Reiseziele und mit einem besonders ausgeprägten Blick für ikonografische Momente… Doch allzu viel möchte ich über meinen heutigen Gesprächspartner noch nicht verraten… das übernimmt Michael besser selber und erzählt von seinem Weg sowie den Momenten, wo er ein Auge zudrücken musste.

Nov 24, 2023 • 36min
Kunstsammlung NRW – No Fear. No Shame. No Confusion
Kunstsammlung NRW – No Fear. No Shame. No Confusion. | Prof. Dr. Susanne Gaensheimer & Dr. Isabelle Malz über Andrea Büttner
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Scham ist ein Gefühl, das selten öffentlich werden darf. Es zieht sich zurück, bevor es sich zeigt. Und genau deshalb ist es gesellschaftlich so wirksam: Scham reguliert Verhalten. Sie formt Zugehörigkeit. Sie entscheidet darüber, wer spricht – und wer lieber still bleibt.
Diese Folge führt in die Kunstsammlung NRW und in die Ausstellung „No Fear. No Shame. No Confusion.“ der Künstlerin Andrea Büttner in der Bel Etage, gefördert durch die Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Im Gespräch mit Prof. Dr. Susanne Gaensheimer, Direktorin der Kunstsammlung NRW, und Dr. Isabelle Malz, Kuratorin der Ausstellung, geht es um Scham als Thema, als Struktur und als kulturelle Erfahrung.
Kunstsammlung NRW
Die Kunstsammlung NRW ist ein Ort, an dem sich Gegenwart in Kunst übersetzen lässt – und an dem sich Fragen stellen, die weit über das Museum hinausreichen. In dieser Episode wird deutlich, wie sehr ein Haus wie dieses gesellschaftliche Spannungen sichtbar macht: zwischen Bildung und Ausschluss, zwischen Blick und Bewertung, zwischen persönlicher Erfahrung und kultureller Norm.
Susanne Gaensheimer spricht über den Weg zur Kunst, über institutionelle Verantwortung und über die Frage, wie Museen Themen verhandeln können, die im Alltag oft nur im Privaten stattfinden.
Andrea Büttner: Scham, Würde und der Blick auf das Kleine
Andrea Büttner ist bekannt für eine künstlerische Praxis, die sich nicht auf große Gesten verlässt. Ihre Arbeiten kreisen um Würde, um Armut, um Moral, um Religion, um Formen von Sichtbarkeit – und um das, was in unserer Gesellschaft schnell als „klein“ oder „peinlich“ abgetan wird.
Die Ausstellung „No Fear. No Shame. No Confusion.“ stellt Scham nicht als individuelles Problem dar, sondern als kulturelles Phänomen. Im Gespräch geht es um die Frage, wie Scham entsteht: in Sprache, in Blicken, in Erwartungen. Und darum, wie stark Scham mit Macht verbunden ist.
No Fear. No Shame. No Confusion.
Der Ausstellungstitel klingt wie ein Versprechen – und zugleich wie eine Herausforderung. Denn die Wirklichkeit ist oft das Gegenteil: Angst, Scham und Verwirrung gehören zu vielen Biografien. Besonders dort, wo soziale Herkunft, Bildung, Körper, Religion oder Klassenzugehörigkeit mitsprechen.
Dr. Isabelle Malz gibt Einblick in die kuratorische Perspektive: Welche Themen stehen im Raum? Wie wird eine Ausstellung gebaut, die nicht moralisiert – und trotzdem klar ist? Wie kann ein Museum Scham verhandeln, ohne sie zu reproduzieren?
Im Gespräch wird sichtbar, wie sehr kuratorische Arbeit auch eine Arbeit an Sprache ist: an dem, was gesagt werden kann – und an dem, was sonst oft ungesagt bleibt.
Scham als soziale Kraft: Wer profitiert davon?
Ein zentraler Gedanke dieser Folge ist die Frage: Wer möchte eigentlich, dass wir uns schämen?Scham ist selten neutral. Sie kann gesellschaftlich eingesetzt werden: um Menschen klein zu halten, um Zugehörigkeit zu definieren, um Normen durchzusetzen.
Die Folge führt dabei nicht in theoretische Abhandlungen, sondern bleibt nah an Beobachtungen: Situationen, in denen man sich „falsch“ fühlt. Momente, in denen man sich zurücknimmt. Oder auch Momente, in denen man merkt, dass Scham ein Mechanismus ist – und keine Wahrheit.
Kunst als Ort für Klarheit
Diese Episode ist auch ein Gespräch darüber, was Kunst leisten kann, ohne etwas zu erklären. Sie kann einen Raum öffnen, in dem man sich selbst und die Gesellschaft anders betrachtet. Nicht, weil ein Werk eine Lösung liefert, sondern weil es präzise setzt, was sonst oft diffus bleibt.
Die Ausstellung von Andrea Büttner in der Kunstsammlung NRW ist in diesem Sinne ein Angebot: sich Scham nicht als individuelles Scheitern zu erzählen, sondern als gesellschaftliche Struktur. Und damit eine neue Form von Klarheit zu finden.
Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
Diese Folge entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die Kultur als Teil des Alltags stärken – in Museen, Institutionen und im öffentlichen Raum. Die Unterstützung dieser Episode ermöglicht, dass Ausstellungen wie „No Fear. No Shame. No Confusion.“ auch im digitalen Raum weiterwirken: als Gespräch, als Kontext, als Einladung zum Weiterdenken.
Themen dieser FolgeKunstsammlung NRW · Andrea Büttner · No Fear. No Shame. No Confusion. · Scham · Würde · kuratorische Praxis · Museum und Öffentlichkeit · gesellschaftliche Normen
GästeProf. Dr. Susanne Gaensheimer · Direktorin Kunstsammlung NRWDr. Isabelle Malz · Kuratorin
Links & CreditsKunstsammlung NRW · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
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Weitere Episoden aus der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West finden sich in der Kategorie Sparda-Stiftung x die Leichtigkeit der Kunst.Passend dazu: Holding Pattern im HMKV Dortmund über Kontrolle und Unsichtbarkeit · Das halbe Leben im Museum unter Tage über Arbeit und Wert · Lehmbruck Museum – Skulptur, Plastik oder Objekt? über Körper, Raum und Wahrnehmung.

Nov 17, 2023 • 1h 8min
Walther König
Walther König im Kunstpodcast die Leichtigkeit der Kunst x Art Cologne
Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der ART COLOGNE.
Ehrenstraße 4 in Köln ist seit 1969 eine feste Adresse im Kunstbetrieb.In dieser Folge spricht Walther König über Künstlerbücher, Editionen und den Alltag eines Ortes, der Kunst zugänglich macht. Aufgenommen im Rahmen der ART COLOGNE 2023 und anlässlich des ART COLOGNE Preises für Kunstvermittlung.
Ein Ort kann eine ganze Kunstwelt bündeln: Begegnung, Bildung, Geschichtsbewusstsein, Gegenwart. Die Ehrenstraße 4 ist kein Archiv und kein Museum – und doch ein Raum, in dem Kunst im Alltag stattfindet. Bücher werden aufgeschlagen, Editionen besprochen, Projekte angestoßen. Wer hier eintritt, kommt selten nur wegen eines einzelnen Titels.
Am Anfang der Folge stehen drei Rätselfragen, die schnell auf eine zentrale Idee hinauslaufen: Zugänge entstehen dort, wo Wissen weitergegeben wird und Menschen einander begegnen. Kunstvermittlung zeigt sich hier nicht als Programm, sondern als gelebte Praxis.
ART COLOGNE Preis 2023
Der Rahmen des Gesprächs ist die ART COLOGNE im November 2023 sowie die Verleihung des ART COLOGNE Preises für besondere Leistungen in der Kunstvermittlung. Der Preis wirkt weniger wie eine Auszeichnung im klassischen Sinn, eher wie eine präzise Beobachtung: Vermittlung zeigt sich als tägliche Arbeit an Strukturen, Beziehungen und Formen der Zugänglichkeit.
Als älteste internationale Kunstmesse für zeitgenössische Kunst bildet die ART COLOGNE seit Jahrzehnten einen zentralen Knotenpunkt für Markt, Vermittlung und persönliche Begegnung.
Walther König – Weg, Prägung, Beruf
Walther König erzählt ruhig und direkt von seinem Weg. Aufgewachsen in Münster in Westfalen, geprägt durch Schulzeit im Internat und eine große Familie, führt ihn der erste Schritt nach Berlin. Ein Jurastudium, ein Jahr in einer offenen, beweglichen Stadt. Zurück in Münster beginnt parallel zum Studium die Arbeit in einer kleinen Buchhandlung. Der Buchhandel zieht stärker als die Juristerei – die Entscheidung fällt konsequent.
In Köln folgt die Ausbildung in der „Bücherstube am Dom“. Erzählt wird von einer Buchhandelskultur, die über Menschen funktioniert: über Engagement, Individualität und ein Lernen im Alltag. Diese Haltung bleibt spürbar – bis in die Gegenwart des Stammhauses.
Ehrenstraße 4 – ein Ort entsteht
Der Moment der Eröffnung wird als Szene erinnert: Pakete stehen noch unausgepackt in den Regalen, dicke Bündel liegen im Fenster, die Einladung ist geschrieben. Sonntagmittag öffnet sich die Tür, der Raum ist sofort voll. Kein Event, eher ein organisches Wachsen – getragen von Neugier, Wiederkommen, Weitererzählen.
Im Alltag des Hauses verlieren sich klare Rollen schnell. Künstler:innen, Kurator:innen, Galerist:innen, Verleger:innen, Sammler:innen, Studierende und Laufpublikum mischen sich. Der Ort funktioniert als Infrastruktur: Kunst wird hier nicht inszeniert, sondern möglich gemacht.
Künstlerbuch, Editionen und Blickschulung
Im Zentrum des Gesprächs steht die Frage, wie Künstlerbücher entstehen und warum sie als eigenständige Werke zu verstehen sind. Walther König spricht von rund fünfzig Jahren Praxis und einer großen Zahl von Titeln, die als Künstlerbücher klassifiziert werden. Initiative wird als Methode beschrieben: Künstler:innen ansprechen, Bücher zeigen, Referenzen teilen, Projekte vorschlagen.
Editionen erscheinen als Teil derselben Praxis. Radierungen, fotografische Ausgaben, Vereinbarungen mit Künstler:innen – immer verbunden mit der Frage nach Zugänglichkeit. Welche Form findet ein Werk im Medium Buch? Welche Auflage ist denkbar? Welche Produktion ist machbar?
Namen tauchen als Bezugspunkte einer Tradition auf, die bis heute weiterwirkt. Dazu kommen Geschichten aus einem langen Berufsleben zwischen Produktion und Öffentlichkeit: Begegnungen im Laden, frühe Verlagsprojekte, wiederkehrende Besuche. Kunst entsteht hier auch aus Wiederholung – aus Orten, an denen Menschen sich regelmäßig begegnen.
Kunst im Raum: Decke und Fries
Eine weitere Ebene ist die Gestaltung des Ortes selbst. Walther König spricht über künstlerische Arbeiten im Haus – bis hin zur Decke und einem Fries unter der Decke, der als Auftragsarbeit entstand und später restauriert wurde. Nicht dekorativ, sondern als Setzung: Kunst gehört in diesen Raum, weil dieser Raum aus der Kunst heraus gedacht wird.
Themen dieser Folge
Ehrenstraße 4 in Köln · Walther König und die frühen Jahre · Buchhandel als Kunst-Infrastruktur · Künstlerbuch und Verlagsarbeit · Editionen und Zugänglichkeit · Referenzen · Begegnungen im Haus · Kunst im Raum · ART COLOGNE Preis 2023 · Kunstvermittlung als tägliche Praxis
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Wer tiefer in Strukturen, Preise, Archive, Märkte und Verantwortung im Kunstbetrieb einsteigen möchte:
Kunstmarkt
Innerhalb der ART-COLOGNE-Reihe knüpfen u. a. die Folgen mit Daniel Hug & Benjamin Agert, Christian und Karen Boros sowie Prof. Dr. Nadine Oberste-Hetbleck, ZADiK an.
Links & Credits
Buchhandlung Walther König · ART COLOGNE
Diese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026.

Nov 10, 2023 • 36min
Annabelle von Oeynhausen-Sierkstorpff x ART COLOGNE II: Experts Choice 2023
Ganz besonders freue ich mich, dass ich gemeinsam mit und dank der Unterstützung der ART COLOGNE diese Folge produzieren darf. Die ART COLOGNE gehört sicherlich zu den wichtigsten Kunstmessen der Welt und findet vom 16.-19. November 2023 statt.
Selbstverständlich bin ich schon ganz gespannt auf die zahlreichen Highlights, die uns erwarten werden… und kann es kaum erwarten, bis die ART COLOGNE ihre Messepforte öffnen wird. Hätte ich einen Wunsch frei, dann würde ich mir einen Vorab-Insiderblick auf die Höhepunkte der Messe von Herzen wünschen. Geht euch das auch so… ?
Dann kann ich uns mit dieser Folge genau diesen Wunsch erfüllen.
Gemeinsam mit Gräfin Annabelle von Oeynhausen-Sierkstorpff, exzellente Kennerin der Kunstszene sowie Ambassador der ART COLOGNE bringen wir nun Mensch und Kunst zusammen und werden während eines auditiven Preview-Rundgangs zu ausgewählten Galerien und aufregenden Werken Annabelles persönliche Einblicke in die Welt der zeitgenössischen Kunst erhalten.
Sehr glücklich schätze ich mich, dass ich Annabelle gegenüber sitzen darf und mehr von ihr über die diesjährige ART COLOGNE erfahren darf. Doch vorab bin ich neugierig auf ihren Weg aus Pakistan, über Spanien hin nach Nordrhein-Westfalen…

Nov 3, 2023 • 1h 4min
ART COLOGNE Podcast: Daniel Hug & Benjamin Agert – Auftakt 2023
Eine Messe als Spiegel: Kunstmarkt, Publikum, Verantwortung
Die ART COLOGNE gilt als eine der prägenden Konstanten im deutschen Kunstmarkt – und als Ort, an dem sich Jahr für Jahr zeigt, wie nah Kunst, Öffentlichkeit und Wirtschaft beieinanderliegen. In dieser Auftaktfolge zur Ausgabe 2023 führen Daniel Hug und Benjamin Agert durch Programm, Struktur und Geschichte der Messe – mit Blick auf das, was Besucher:innen konkret erwartet, und auf die Fragen, die hinter den Kulissen entschieden werden.
Im Gespräch entstehen zwei Perspektiven, die sich gut ergänzen: Daniel Hug mit seinem konzeptionellen, ästhetischen Gesamtblick und seiner Biografie zwischen Chicago, Los Angeles und Köln – und Benjamin Agert mit einem kommunikativen, organisatorischen Blick, geprägt vom Ruhrgebiet und der Frage, wie Kultur Projekte trägt, bevor sie „fertig“ wirken.
Gäste
Daniel HugKünstlerischer Leiter der ART COLOGNE (seit 2009). Studium und frühe Jahre in den USA, Arbeit als Galerist und Kunsthändler, später strategische Messe-Erfahrung. Im Gespräch öffnet sich auch ein biografischer Strang über Familie, Prägung, Bauhaus-Nachhall im Alltag und die Rolle von Regeln, Geschmack und Modernität.
Benjamin AgertKaufmännischer Direktor der ART COLOGNE. Studium in Essen und Düsseldorf, Einstieg über PR und Kulturstiftungsarbeit, später Kommunikation bei der Kölnmesse und dann die Verantwortung für die Messe – mit Fokus auf Umsetzung, Strukturen, wirtschaftliche Leitplanken und das Zusammenspiel mit Galerien.
Zur Folge
Diese Episode ist der Auftakt zur ART COLOGNE 2023 (16.–19. November). Im Mittelpunkt steht eine sehr konkrete Orientierung: Wie ist die Messe aufgebaut, wie navigiert man sie, was ist neu, was bleibt bewusst stabil – und wie hat sich das Format nach der Pandemie wieder sortiert?
Ein starker Moment ist der offene Umgang mit Spannungslinien: Kunstmesse als „Pop Museum auf Zeit“ – und zugleich als klar kommerzieller Ort, der Galerien eine Plattform geben soll. Dieser Doppelcharakter wird nicht wegmoderiert, sondern als Realität beschrieben: Publikum, Kauf, Gespräch, Institution, Infrastruktur.
Auch die historische Linie bekommt Raum: Von „Kunstmarkt Köln“ über die Wechseljahre zwischen Köln und Düsseldorf bis zur Etablierung von ART COLOGNE als Marke – inklusive der Frage, was in Deutschland am Kunstmarkt strukturell anders ist als in vielen anderen Ländern: dezentral, dicht, regional vielfältig, mit vielen Städten als Kunstorte.
Themen der Folge
Kunstmesse als gesellschaftlicher Ort · Kunstmarkt als Infrastruktur · Biografien und Prägungen · Von Malerei zur Fotografie · Familie, Bauhaus, Alltagsästhetik · Messe-Logistik und Besucherführung · Warum ein starker Eingang mehr verändert als man denkt · Reduktion der Teilnehmerzahl als Qualitätsentscheidung · Zwei Hallen, zwei Schwerpunkte: Moderne/Nachkrieg und Gegenwart · Neumarkt und junge Galerien · Kollaborationen, New Positions, Förderlogiken · Österreich-Schwerpunkt 2023 · VIP-Programm und „zweite Welle“ am Wochenende · Berührungsangst abbauen: Wie Gespräche mit Galerist:innen leichter werden · Praktische Messe-Wahrheiten: Schuhe, Wege, Tempo.
Weiterhören innerhalb der Reihe
Diese Auftaktfolge ist der Einstieg in den ART COLOGNE Podcast x die Leichtigkeit der Kunst. Für die insgesamt sieben Episoden bietet sich eine Dramaturgie an, die die Messe als Netzwerk sichtbar macht: Preisgewinner:innen · Galerienporträts · Gespräche mit Sammler:innen · Institutionenperspektiven · eine Folge, die sich ganz der Frage widmet, wie Kunstmessen Nähe herstellen – und wo sie Distanz produzieren.
Innerhalb der ART-COLOGNE-Reihe knüpfen u. a. die Folgen mit Walther König, Christian und Karen Boros sowie Prof. Dr. Nadine Oberste-Hetbleck, ZADiK an.
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Wer tiefer in Strukturen, Preise, Archive, Märkte und Verantwortung im Kunstbetrieb einsteigen möchte:Kunstmarkt
Links & Credits
ART COLOGNE
Hörhinweis: Diese Episode eignet sich gut als Vorbereitung für einen ersten Messebesuch – mit Fokus auf Orientierung, Geschichte und Gesprächskultur.
Produktion in Kooperation mit der ART COLOGNEDiese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026.
Gesprächssituation mit Daniel Hug, Benjamin Agert und Claudia Linzel


