

Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast
Claudia Linzel
Kunstpodcast aus Ausstellungen, Ateliers und Sammlungen – über Prozesse, Entscheidungen, Kunstgeschichte und Gegenwart. Verständliche Gespräche, die die Relevanz von Kunst im Alltag greifbar machen.
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Mar 8, 2024 • 33min
Rudi Kull: Savoir Vivre im Cortiina in München
Hallo Zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der Kunst.
Mein Name ist Claudia Linzel und ich freue mich sehr in diesem Podcast auf spannende Menschen der deutschsprachigen Kunst-und Kulturszene zu treffen, um mehr über das abwechslungsreiche Geschehen hinter den Werken und auch die betörende Atmosphäre der Kunst-und Kulturinspirierten Orte zu erfahren.
Und dafür gibt es meine Sonderreihe Savoir Vivre, hier stelle ich euch bezaubernde Orte, ihre Geschichten und die Menschen dahinter vor, in denen geschmackvolle Höhepunkte gefeiert werden können – natürlich immer mit festem Bezug zur Kunst – und dennoch ceci n‘est pas un musée.
Man sagt Italien fängt in München an… vielleicht weil diese Stadt für Charme und Lebendigkeit steht. Charme, Lebendigkeit und natürlich auch ein Quentchen Leichtigkeit genieße ich auf meinen Reisen sehr…Deswegen nehme ich euch mit diesem Savoir Vivre in die Kunst- und Kulturmetropole München mit.
Hier darf ich in dem wunderschönen und sehr eleganten Boutiquehotel Cortiina, Podcasterin in Residency sein und fühle mich herrlich verwöhnt und auch inspiriert… manch Influencer beschreibt dieses Schmuckstück gar als „living in a Wes Andersen Film“ …
Schauen wir doch mal, was der Gründer des Hauses dazu sagt… Ganz herzlich begrüße ich Rudi Kull, Desperado der Münchner Gastroszene…
Von ganzem Herzen an Dank an Charlotte von Oeynhausen für das tolle Vernetzen.

Mar 1, 2024 • 1h 6min
Ursula Wißborn, Sparda-Stiftung: Stiften gehen
Ursula Wißborn – Sparda-Stiftung | Stiften gehen
Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Stiftungen wirken oft im Hintergrund. Sie tauchen in Programmheften auf, in kleinen Logos am Rand, in Dankeszeilen. Und doch prägen sie kulturelle Landschaften manchmal stärker als sichtbar wird – über Entscheidungen, die nicht laut sind, aber langfristig. Diese Folge richtet den Blick genau dorthin: auf die Frage, was es bedeutet, über viele Jahre hinweg Kunst und Kultur zu fördern. Und auf die Haltung, die dahintersteht.
Im Mittelpunkt steht die Sparda-Stiftung, die 2025 ihr 20-jähriges Jubiläum feiert. Zu Gast ist Ursula Wißborn, Vorständin der Stiftung. Das Gespräch kreist um eine scheinbar einfache Frage: Was bringt Menschen dazu, sich „anstiften“ zu lassen – zum Engagement, zur Förderung, zur Verantwortung? Und wie bleibt diese Motivation lebendig, wenn es nicht um kurzfristige Effekte geht, sondern um Dauer?
Stiften gehen: eine kleine Silbe, viele Bedeutungen
„Stift“ ist eine dieser deutschen Silben, die mehr können als erwartet: Malstift, Stiftungswesen, Anstiften, Stiften gehen. In dieser Folge wird aus dem Wortspiel eine ernsthafte Beobachtung. Denn Stiften bedeutet nicht nur, Geld bereitzustellen. Es bedeutet, sich zu positionieren: für kulturelle Teilhabe, für Bildung, für soziale Verantwortung. Und für die Idee, dass Kunst nicht nur ein Angebot ist, sondern Teil einer gesellschaftlichen Infrastruktur.
Ursula Wißborn spricht darüber, wie Stiftungsarbeit im Alltag aussieht: zwischen Förderanträgen, Programmentscheidungen, Gesprächen mit Institutionen und der Frage, welche Projekte tatsächlich Strukturen stärken – nicht nur einzelne Ereignisse.
20 Jahre Stiftung: Kontinuität als Haltung
Das Jubiläum wird in der Folge nicht als Rückblick inszeniert, sondern als Moment der Einordnung. Was hat sich in zwanzig Jahren verändert – in Kulturarbeit, in gesellschaftlichen Debatten, in der Frage nach Teilhabe? Und was bleibt als Grundhaltung bestehen?
Die Sparda-Stiftung steht in dieser Folge als Beispiel für eine Form von Förderung, die nicht auf kurzfristige Sichtbarkeit zielt, sondern auf Kontinuität. Projekte werden nicht nur möglich gemacht, sondern begleitet. Institutionen werden nicht nur unterstützt, sondern in ihrer Arbeit ernst genommen.
Förderung zwischen Kunst, Kultur und Gesellschaft
Das Gespräch öffnet den Blick auf das Spannungsfeld, in dem Stiftungen heute agieren: Kunstförderung ist längst nicht mehr nur die Frage nach Ästhetik, sondern auch nach Zugang, Bildung, Diversität, sozialer Verantwortung und dem Verhältnis von Stadt, Region und Öffentlichkeit.
Ursula Wißborn spricht über die Rolle von Stiftungen als Vermittlerinnen zwischen unterschiedlichen Welten: Institutionen, Kulturschaffenden, Publikum, Verwaltung, Region. Und über die Frage, wie Förderung aussehen kann, ohne zu bestimmen. Wie sie unterstützen kann, ohne zu formen.
Warum Stiftungen heute stärker wahrgenommen werden
In einer Zeit, in der öffentliche Haushalte unter Druck stehen und kulturelle Räume um Aufmerksamkeit konkurrieren, gewinnen Stiftungen als Partnerinnen an Bedeutung. Diese Folge macht sichtbar, dass es dabei nicht um „Geldgeber“ geht, sondern um kulturelle Verantwortung.
Stiftungen wirken oft dort, wo gesellschaftliche Themen in Kunst übersetzt werden: Arbeit, Bildung, Digitalisierung, Identität, soziale Fragen. Genau diese Linie verbindet auch die weiteren Folgen der Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Sparda-Stiftung. Die Stiftung engagiert sich für kulturelle Teilhabe, Bildung und gesellschaftliche Verantwortung. Sie unterstützt Projekte, die Entwicklung ermöglichen, Reflexion stärken und langfristige Strukturen in Kunst und Kultur mittragen – in Nordrhein-Westfalen und darüber hinaus.
Themen dieser FolgeStiftung · Stiften gehen · Kunstförderung · Kulturförderung · Verantwortung · Teilhabe · Jubiläum · Engagement · Sparda-Stiftung
GastUrsula Wißborn · Vorständin der Sparda-Stiftung
Links & CreditsStiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
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Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026

Feb 27, 2024 • 1h 19min
x POWR 02 - Zeche Zollern: Postkoloniale Spuren im Alltag
Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der Kunst in gemeinschaftlicher Produktion mit der LWL-Kulturstiftung zum Thema POWR! Postkoloniales Westfalen Lippe
Die morgendliche Tasse Kaffee, der wärmende Schluck Tee oder auch eine kleine Brise würziger Zimt zum weihnachtlichen Gebäck. Hmmm…. Welche liebgewonnen köstlichen Rituale begleiten euch durch den Alltag?
Apropos Rituale oder besser Alltagsnutzen – jetzt wird es mit meiner Fragerei amüsant. Habt ihr euch schon mal gefragt, wie häufig ihr wohl dem Fehlerteufelchen mit einem Radiergummi den Garaus gemacht habt?
Ich weiß das nicht…, ich weiß nur, dass ich dem Gummi – übrigens ursprünglich hergestellt aus Kautschuk – ganz schön dankbar bin für das einfache Verschwinden lassen fehlerhafter Spuren … Naja und wenn ich mal etwas nicht ausradiert habe und die falsche Schreibweise auffiel – dann hat zumindest der genüssliche Biss in ein Stückchen Schokolade Trost verschaffen können. Geht euch das genauso?
Kaffee, Tee, Zimt, Kautschuk und Schokolade… hmmm das ist ja alles kolonial!!!
Wo verbergen sich in unserem Alltag eigentlich weitere koloniale Spuren? Warum sehen bzw. nehmen wir diese so selten wahr? War der deutsche Kolonialismus eigentlich Teil unseres schulischen Lehrplans? Ich glaube nicht…
Richten wir mit dieser Folge unseren Blick auf postkoloniale Spuren im Alltag. Und um diese wahrnehmen zu können, benötigen wir natürlich ersteinmal ein gutes Grundwissen. Schulen wir doch daher unseren postkolonialen Blick mit Hilfe einer: Ausstellung!
Und dazu reise ich mit euch in die Zeche Zollern nach Dortmund – der wohl Schönsten im ganzen Land…
Herzlichen Dank an Dr. Barbara Frey und Katarzyna Nogueira, Kuratorinnen der Ausstellung Das ist kolonial! der Zeche Zollern. Die beiden nehmen uns an die Hand und helfen einen tiefen Einblick in die deutsche Kolonialgeschichte sowie ihre Spuren und Folgen zu erhalten.
Weitere Infos findet ihr auf www.lwl-kulturstiftung.de oder Instagram @lwlkulturstiftung
GOOD TO KNOW!
Dieses Projekt wird von der LWL-Kulturstiftung gefördert im Rahmen von „POWR! Postkoloniales Westfalen-Lippe“.
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MEINE GÄSTE: Dr. Barbara Frey und Katarzyna Nogueira
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Feb 23, 2024 • 44min
Dr. Astrid Fendt, Landesmuseum Württemberg: Fortuna
Fortuna … die römische Göttin des Glücks, des Schicksals und der glücklichen oder auch unglücklichen Fügung… meist wird sie mit Füllhorn und Schiffsruder dargestellt. Sie scheint wohl diejeniege zu sein, die kontrolliert, wie unser Leben und Schicksal gesteuert werden…
Die römische Mythologie bietet wahrlich eine Fülle an berührenden und natürlich auch bildenden Legenden… denken wir nur an die ikonografischen Liebesgeschichten von Venus und Adonis oder Amor und Psyche… aber auch antike Krimis inspirierten Autoren aller Epochen zu weiteren Geschichten. Ich habe mal gelesen, dass „die Mordrate im Jahr 100 v. Chr. so hoch war, dass über 1.000 Menschen pro Monat vom Land ins Zentrum Roms ziehen mussten, um die Zahl auszugleichen.“
Na ob das stimmt?… Finden wir es doch heraus, gemeinsam mit meiner Fortuna, Dr. Astrid Fendt, Leiterin der Abteilung Archäologie und Referatsleiterin der Klassischen und Provinzialrömischen Archäologie im Landesmuseum Württemberg.
Ich freue mich so sehr, erneut hier im Landesmuseum Württemberg Gast sein zu dürfen und Dr. Astrid Fendt in Stuttgart wieder treffe, um mehr über Liebe und andere Grausamkeiten in der Antike und dem alten Rom kennenzulernen.
Weitere Gespräche aus der Reihe Landesmuseum Württemberg
Weitere Gespräche mit Dr. Astrid Fendt
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MEIN GAST: Dr. Astrid Fendt
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Feb 16, 2024 • 50min
Erik Schmidt: Was suchst du?
Wie alt bist du? Wie groß bist du? Wieviel wiegst du? Wie heißt du?
Na… langweilt ihr euch schon? Klingt nicht nach vielversprechendem Gespräch sondern mehr nach langweiliger Chatbekanntschaft… wer weiß, mit welchem Ende bzw welcher Absicht?
Welche Fragen interessieren euch wirklich? An welcher Stelle seid ihr besonders aufmerksam? zB bei: Was suchst du? Welche Ängste treiben dich an? Sind dir Krisen vertraut? Welche Vorstellung von Paradies hast du? In welche Rollen tauchst du gerne ein? Und: Bist du das wirklich?
Hmmm – Ist gar nicht so einfach, jemanden zu einer authentischen öffentlichen Aufführung zu bewegen… weg von der künstlerischen Inszenierung… oder doch? Ich probier mir mal mein Glück und zwar mit dem wunderbaren Künstler Erik Schmidt.
So schön, dass ich Erik begegnen darf… wollen wir reden?
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Feb 9, 2024 • 40min
Prof. Dr. Yu Zhang: Kultur fördern
Welche Rituale pflegt ihr liebevoll an Silvester und mit welchen guten Vorsätzen startet ihr in jedes Neue Jahr? Gehören für euch Dinner for One, Raclette sowie der amüsierte Blick auf mehr Sport auch traditionell zu der Nacht des Jahreswechsels?
Ja, ja ich weiß, diese Gedanken liegen doch schon wieder ein paar Wochen zurück… doch wie schaut es in anderen Kulturen aus… zum Beispiel der chinesischen? Morgen am 10.Februar 2024, einen Tag nach unserer Erstausstrahlung feiern die Chinesen in diesem Jahr ihr Neujahrsfest. Das kann in jedem Jahr anders fallen, denn das Datum für das Neujahrsfest richtet sich nach dem traditionellen chinesischen Mondkalender und fällt jedes Jahr auf einen anderen Tag. Es findet jedoch immer zwischen dem 21. Januar und dem 21. Februar statt. Gleichzeitig starten wir nun in das Jahr des Holz-Drachen… Ich bin ganz gespannt, herauszufinden, wie sich das auf Netzwerke aller Art, Kunst und Kultur auswirken wird.
Ganz glücklich schätze ich mich, dass ich dieses Fest nun mit der wunderbaren Prof. Dr. Yu Zhang, erfolgreiche Unternehmerin und Initiatorin verschiedener Kulturprojekte in China und Deutschland „feiern“ darf.
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MEIN GAST: Prof. Dr. Yu Zhang
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Jan 19, 2024 • 41min
Thomas Hoppe, Landesmuseum Württemberg: Handel & Metall
Wie selbstverständlich kaufen wir heute in lokalen Geschäften – oder auch im Internet ein, nutzen Messer und Gabel und bei dem Duft von frischgebackenem Brot läuft uns wahrlich das Wasser im Munde zusammen… Natürlich sind wir uns bewusst, dass Handel, Metall und Korn das menschliche Leben nicht von Anfang an prägten.
Doch wann begann die gesellschaftliche Arbeitsteilung in Handel, Handwerk und Landwirtschaft? Ging dies einher mit dem Bau von Siedlungen, Kulturgemeinschaften und den ersten Machtpositionen?
Reisen wir also ein paar Tausende Jahre in die Vergangenheit, hin zu den Kelten und in die Metallzeiten, um dank Griffzungenschwertern, prachtvoll ausgestatteten Fürstengräbern und Schnabelkannen die Bronze- und Eisenzeit besser kennenzulernen.
Bereits zum zweiten Mal darf ich zu Gast sein im Landesmuseum Württemberg und freue mich sehr, gemeinsam mit Thomas Hoppe, Referatsleiter Vorrömische Metallzeiten mehr über die Zeit um 800 v. Christus bis hin zu seiner Geburt erfahren zu dürfen.
Weitere Gespräche aus der Reihe Landesmuseum Württemberg
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MEIN GAST: Thomas Hoppe
AUFTRAGGEBER: Landesmuseum Württemberg
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Jan 16, 2024 • 1h 7min
Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger: x POWR 01: Auftakt Postkolonialismus
Hallo zusammen und herzlich willkommen zu meinem Podcast die Leichtigkeit der Kunst in gemeinschaftlicher Produktion mit der LWL-Kulturstiftung zum Thema POWR! Postkoloniales Westfalen Lippe
Wessen Erinnerung zählt? lautet der Titel des Buchs des Journalisten und Autors Mark Terkessidis, in dem er das Gedächtnis an die deutsche Kolonialpolitik auffrischen möchte.
Zum Glück wissen wir heute, dass sich hinter kolonialen Machenschaften und ihrer sogenannten „Zivilisierungskultur“ mit Ordnung, Religion und Struktur vielmehr Ausbeutung, Ethnozid und Gewalt verbirgt. Doch wer oder was ist eigentlich verantwortlich für das kollektive Erinnern?
Und in welchem Maße prägen diese Machenschaften und Erinnerungen unser Heute? Wie können wir feinfühlig ein respektvolles Miteinander in Sprache, Handeln und Verhalten erreichen? Und vor allem: Wie können wir ein rassismuskritisches Bewusstsein für das zukünftige Erinnern und angehende Denkweisen schaffen?
Sehr glücklich schätze ich mich, gemeinsam mit der LWL-Kulturstiftung sowie dem Netzwerk des Landschaftsverbands Westfalen Lippe und mit POWR! in diesem Jahr kolonial geprägte Strukturen, Kontinuitäten, Mechanismen sowie Denkweisen aufzuspüren und ihre Spuren nicht nur in Museumssammlungen oder Archiven – sondern spartenübergreifend im Alltagsleben, z.B. Lebensmittel, Literatur, Film und Kunst aufzudecken.
Kommt mit auf ein POWR! Jahr, welches sicherlich voller sanfter und spannender Impulse steckt, das eigene Denken zu reflektieren, um einen noch respektvolleren Umgang zu erreichen.
Weitere Infos findet ihr auf www.lwl-kulturstiftung.de oder Instagram @lwlkulturstiftung
Im ersten Teil unseres Prologs treffen wir Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger, Landesrätin und Kulturdezernentin des LWL. Sie wird uns informative wie persönliche Einblicke in das Themenjahr Postkoloniales Westfalen Lippe schenken. In der zweiten Hälfte dieser Auftaktfolge erhalten wir schon einen kleinen Blick hinter die Kulissen von dem ein oder anderen beteiligten Projekt… Doch dazu später mehr;-)
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MEIN GAST: Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger
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Jan 12, 2024 • 1h 13min
Kunstmuseum Bonn – Menschheitsdämmerung
Kunstmuseum Bonn – Menschheitsdämmerung mit Prof. Dr. Stephan Berg & Dr. Stefanie Kreuzer
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Hinweis: Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West.
Umbrüche haben eine eigene Sprache. Man spürt sie in Nachrichten, in Gesprächen, in der Stimmung einer Zeit. Oft sind sie zuerst da – lange bevor sie als „historischer Einschnitt“ benannt werden.
Die Ausstellung „Menschheitsdämmerung – Kunst in Umbruchzeiten“ im Kunstmuseum Bonn setzt genau hier an. Sie bringt künstlerische Positionen des 20. Jahrhunderts mit zeitgenössischen Arbeiten in Beziehung – und stellt die Frage, wie Kunst auf Krisen, Brüche und gesellschaftliche Verschiebungen reagiert. Nicht als Kommentar, sondern als Form. Als Bild. Als Setzung.
Diese Folge führt in die Räume des Kunstmuseum Bonn – und in ein Gespräch, das sich Zeit nimmt: für historische Linien, für kuratorische Entscheidungen und für die Beobachtung, wie sehr Gegenwart und Vergangenheit einander spiegeln können.
Zu Gast sind Prof. Dr. Stephan Berg, Direktor des Kunstmuseum Bonn, und Dr. Stefanie Kreuzer, Kuratorin der Ausstellung sowie Direktorin des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr.
Kunstmuseum Bonn: Ein Haus für Gegenwart mit Geschichte
Das Kunstmuseum Bonn gehört zu den Institutionen, die Kunst nicht als Ornament verstehen, sondern als Teil gesellschaftlicher Wirklichkeit. Im Gespräch wird deutlich, wie stark sich die Arbeit des Hauses aus einer doppelten Bewegung speist: aus der Verantwortung für Sammlungsbestände – und aus der Aufgabe, Gegenwart sichtbar zu halten.
Stephan Berg spricht über die Rolle des Museums als öffentlicher Ort: als Raum, in dem Kunst nicht beruhigt, sondern Wahrnehmung öffnet. Und als Ort, der sich die Frage stellen muss, wie sich historische Werke heute lesen lassen, ohne sie zu musealisieren.
Menschheitsdämmerung: Kunst in Umbruchzeiten
Der Titel der Ausstellung trägt bereits eine Spannung in sich. „Menschheitsdämmerung“ ist keine neutrale Formulierung. Er verweist auf Endzeitstimmungen, auf politische und gesellschaftliche Erschütterungen – und auf die Erfahrung, dass Umbrüche sich oft zuerst als diffuse Atmosphäre zeigen.
Dr. Stefanie Kreuzer beschreibt die Ausstellung als eine kuratorische Konstellation: nicht chronologisch, sondern dialogisch. Arbeiten aus dem frühen 20. Jahrhundert stehen neben zeitgenössischen Positionen. Nicht, um Gleichsetzungen zu erzwingen, sondern um zu zeigen, wie unterschiedlich Kunst auf Krisen reagiert – und wie stark sich bestimmte Fragen durchziehen.
Gedichte, Bilder, Zeitdiagnosen
In der Ausstellung spielen auch literarische Bezugspunkte eine Rolle. Der expressionistische Ton, die Verdichtung, die Überforderung – all das ist Teil einer Zeit, die sich selbst als brüchig erlebt. Im Gespräch wird deutlich, wie wichtig diese Verbindung zwischen Literatur und bildender Kunst für das Verständnis der Ausstellung ist.
Gleichzeitig bleibt der Blick klar: Es geht nicht um Dramatisierung. Es geht um eine Form von Gegenwartsdiagnose, die sich aus Bildern und künstlerischen Strategien heraus entwickelt.
Kuratieren in Krisenzeiten: Verantwortung, Auswahl, Haltung
Eine der stärksten Linien dieser Folge liegt in der Frage nach kuratorischer Verantwortung. Was wird gezeigt? Welche historischen Werke treten in Beziehung zu welchen zeitgenössischen Arbeiten? Und wie verändert sich eine Ausstellung, wenn sie nicht „über Kunst“ spricht, sondern über gesellschaftliche Zustände – über Angst, Überforderung, Wandel, Hoffnung?
Stefanie Kreuzer spricht über Auswahlprozesse und darüber, wie Ausstellungstitel, Raumfolgen und Werkgruppen eine Erzählung erzeugen, ohne eine eindeutige Botschaft zu formulieren.
Warum diese Folge weiter wirkt
Auch wenn die Ausstellung zeitlich begrenzt war, bleibt das Thema aktuell. Umbruchzeiten sind kein Ausnahmezustand. Sie sind ein Teil der Gegenwart. Kunst wird hier nicht als Trostmittel verstanden, sondern als Möglichkeit, Komplexität auszuhalten – und Wahrnehmung zu schärfen.
Diese Episode ist deshalb mehr als ein Ausstellungsbesuch. Sie ist ein Gespräch über die Frage, wie Institutionen heute arbeiten, wie kuratorische Entscheidungen gesellschaftlich wirken – und wie Kunst Geschichte nicht nur abbildet, sondern mitprägt.
Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
Diese Episode entstand in Zusammenarbeit mit der Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West. Die Stiftung unterstützt Kulturprojekte in Nordrhein-Westfalen mit einem Fokus auf Teilhabe, Bildung und langfristige Sichtbarkeit. Gefördert werden Vorhaben, die kulturelle Orte stärken und neue Formate ermöglichen – in Museen, Institutionen und im öffentlichen Raum. Die Unterstützung dieser Folge macht es möglich, dass Ausstellungen und Themen über den Moment hinaus weiterwirken: als Gespräch, als Kontext und als Einladung, Kultur als Teil des eigenen Alltags wahrzunehmen.
Themen dieser FolgeKunstmuseum Bonn · Menschheitsdämmerung · Kunst in Umbruchzeiten · Ausstellungspraxis · Kuratieren · Expressionismus · Gegenwartskunst · Institution und Öffentlichkeit
GästeProf. Dr. Stephan Berg · Direktor Kunstmuseum BonnDr. Stefanie Kreuzer · Kuratorin, Direktorin Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Links & CreditsKunstmuseum Bonn · Kunstmuseum Mühlheim an der Ruhr · Stiftung Kunst, Kultur und Soziales der Sparda-Bank West
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Jan 5, 2024 • 49min
Museum für konkrete Kunst, Dr. Theres Rhode: Do you know what art is?
Do you know, what art is?
Würden wir Künstler:innen, Kunstkenner:innen oder Kulturenthusiast:innen fragen, dann erhalten wir sicherlich ein schier unzählbares Ergebnis an unterschiedlichen Antwortmöglichkeiten: z.B. Summe aus Talent und Idee! schöpferische Gestaltung und kreativer Prozess! sinnliches Erleben! ästhetischer Zweck! Kulturprodukt! Kommunikationsmedium!
Würden wir noch die US-amerikanische Künstlerin Georgia O Keeffe fragen können, hätte sie uns geantwortet, I don’t know what Art is, but I know some things it isn’t when I see them”.
Was ist denn nun ganz konkret Kunst? Ohhh… ob wir dazu jemals die eine, die wahre Definition finden werden? I don’t know… aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir heute eine Antwort finden werden auf die Frage: was ist konkrete Kunst?
Und dazu reise ich mit euch nach Ingolstadt in das MKK das Museum für konkrete Kunst zu Dr. Theres Rhode, Direktorin des Hauses.
Ganz gespannt bin ich natürlich mit Theres zusammen in die Tiefen von Theo van Doesburg Manifest, Martin Creeds half the air in a given space, das MKK und das baldige MKKD einzutauchen, doch vorher möchte ich mehr von Theres Weg hin zum Glück der konkreten Kunst erfahren…
GOOD TO KNOW!
MEIN GAST: Dr. Theres Rohde
TERMINE: Laufzeit der Ausstellung „Martin Creed – I don’t know what art is“: 21.10.2023 – 03.03.2024
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AUFTRAGGEBER: NICKL PR


