

SWR Kultur lesenswert - Literatur
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Episodes
Mentioned books

Jan 25, 2026 • 4min
Über guten Journalismus in schwierigen Zeiten
Eine Journalistinnenlaufbahn vom Paris‑Stipendium bis zu Krisenberichten in Russland, Ukraine, Gaza und Afghanistan. Diskussion über die Macht der Korrespondenten und wie Perspektive Berichterstattung prägt. Gespräche über Frauen im Widerstand und die Einschränkungen für Berichterstattung unter den Taliban. Ein Plädoyer für verantwortlichen, empathischen Journalismus.

Jan 23, 2026 • 13min
Mirna Funk – Balagan
In dieser Folge spricht Mirna Funk, Autorin und Journalistin aus Tel Aviv, über ihren neuen Roman 'Balagan'. Sie thematisiert das Chaos, das entsteht, als Amira Altman eine wertvolle Kunstsammlung erbt, die im Verborgenen lag. Funk hebt das Spannungsfeld zwischen Glück und Vertrauensbruch hervor, als Amira ihr Erbe und die damit verbundene Verantwortung entdeckt. Zudem diskutiert sie die politische Dimension ihres Werks im Kontext aktueller Ereignisse und behandelt wichtige Fragen zu Gerechtigkeit und Selbstjustiz.

Jan 23, 2026 • 14min
E.T.A. Hoffmann - Schauerlich romantisch und unheimlich modern
Wolfgang Bunzel, Professor für Literatur und Experte für E.T.A. Hoffmann, spricht über den faszinierenden Einfluss des Autors auf moderne Medien. Hoffmann als Seismograf seiner Zeit ergründet das Fantastische und zeigt, wie parallele Welten unsere Realität beeinflussen. Bunzel weist darauf hin, dass ohne Hoffmann Werke wie Harry Potter oder Stranger Things unvorstellbar wären. Er beleuchtet auch die beunruhigende Verführbarkeit durch simulierte Wesen und die psychologischen Aspekte in Hoffmanns Schaffen, die bis zu Freud reichen.

Jan 23, 2026 • 7min
Reden wir über Heimat. PEN Berlin startet Gesprächsreihe in Baden-Württemberg
Dennis Jüccell, Journalist und Sprecher des PEN Berlin, spricht über die neue Gesprächsreihe „Ist das noch|schon mein Land?“. Er beleuchtet, wie Ängste vor Rechtsextremismus und unkontrollierter Einwanderung das Lebensgefühl der Menschen prägen. Jüccell betont die Bedeutung der Publikumsbeteiligung und des Austauschs unterschiedlicher Meinungen in den Diskussionsrunden. Zudem warnt er vor einem Zerfall der Öffentlichkeit und sieht die Reihe als wichtigen Schritt, um Spaltung durch Dialog zu überwinden.

Jan 23, 2026 • 6min
Barbara Honigmann – Mischka. Drei Porträts
In einer kleinen Moskauer Küche in den 60er Jahren finden Dissidenten Zuflucht vor der KGB-Überwachung. Hier werden literarische Legenden wie Heinrich Böll und Alexander Solschenizyn vorgestellt. Die Gäste erzählen ihre Geschichten von Zwangsarbeit und psychischer Verfolgung. Ortsnamen des Gulag hallen wider und verbinden sich mit schrecklichen Erinnerungen. Barbara Honigmann reflektiert über ihre jüdische Identität und die Lebenswege ihrer Vorfahren. Ihr Buch wird als wertvolle Lektüre im Kontext aktueller Geschehnisse in Russland gewürdigt.

Jan 23, 2026 • 8min
Liebe, Moor und ein bisschen BDSM: Warum „Sturmhöhe“ im Kino sexy sein muss
Mithu Sanyal, Kultur- und Literaturwissenschaftlerin und Expertin für Emily Brontës Werke, beleuchtet die jüngste Adaption von 'Sturmhöhe'. Sie diskutiert die kritischen Reaktionen auf den Trailer, insbesondere zur Besetzung von Heathcliff durch Jacob Elordi. Brontës Roman wird als Erlebnis beschrieben, das tiefgehende Emotionen anregt. Sanyal argumentiert, dass Adaptionen Freiheiten haben sollten, beleuchtet auch die Erotik in der Literatur und den Einfluss moderner Soundtracks. Am Ende bleibt die Frage, ob die neue Verfilmung den komplexen Themen gerecht wird.

Jan 21, 2026 • 4min
Mörderische Teenagerinnen in einer englischen Küstenstadt
In einer fiktiven Küstenstadt wird eine Mitschülerin von drei Teenagerinnen brutal ermordet. Das Motiv bleibt ein Rätsel, was spannende Fragen aufwirft. Eliza Clark, die Autorin, schafft mit „Penance“ eine raffinierte Mischung aus True Crime und Nervenkitzel. Ihr erster Roman, „Boy Parts“, brachte ihr Anerkennung ein und setzte den Ton für ihr aktuelles Werk. Die Kritiken beleuchten auch die skandalösen Umstände eines zurückgezogenen Buches und werfen einen kritischen Blick auf die Darstellung von Täterinnen in der Literatur.

Jan 20, 2026 • 5min
Mit Mascha Kaléko durch das Jahr 1956 „Wenn ich eine Wolke wäre. Mascha Kaléko und die Reise ihres Lebens“ von Volker Weidermann
Mascha Kaléko kehrt 1955 nach 18 Jahren aus New York in ihre Heimat zurück. Ihr Ziel ist Berlin, wo sie endlich ihre Gedichte wieder veröffentlichen kann. Durch Briefe an ihren Ehemann teilt sie ihre Eindrücke von der Stadt, die einst ihr Zuhause war. Kalékos Rückkehr wechselt zwischen Erinnerungen und neuen Begegnungen in der Gesellschaft der 50er Jahre. Gleichzeitig spürt man ihre ambivalente Haltung gegenüber den Veränderungen und Menschen. Ihre scharfen Urteile zeigen, wie tief die Vergangenheit noch in ihr verwurzelt ist.

Jan 19, 2026 • 4min
Prinzessin liest Proust
Laure Murat teilt, wie Marcel Prousts Werke ihre eigene Lebensgeschichte beeinflussen. Ihre Familiengeschichte, insbesondere der Salon der Urgroßmutter, spiegelt sich in Prousts Charakteren wider. Sie ist eine Prinzessin mit aristokratischem Erbe und erzählt, wie die Aristokratie anfangs Proust als Snob sah. Proust wird als scharfer sozialer Analytiker beschrieben, der die Leere der Elite entlarvt. Diese Reflexionen bieten neue Einsichten in Sexualität, Klassenüberschreitungen und die Herausforderungen von Snobismus.

Jan 18, 2026 • 4min
Das Unrecht des Stärkeren
Can Dündar trifft seinen mutmaßlichen Mörder in Argentinien. Der Killer enthüllt erschreckende Details eines Attentats, das bis in höchste politische Kreise reicht. Dündars Glaubwürdigkeit wird durch den ehemaligen Gangster, der verzweifelt versucht, seine Auslieferung zu verhindern, gestärkt. Zudem wird auf geheime Waffenlieferungen an Islamisten eingegangen. Dündars Flucht ins Exil nach Verhaftung und die tiefen Verstrickungen zwischen Politik und Verbrechen stehen ebenfalls im Fokus.


