

Lesart
Deutschlandfunk Kultur
Jedes Jahr drängen knapp 100.000 deutschsprachige Bücher auf den Markt. Das "Lesart"-Team lässt sich von der Flut der Neuerscheinungen nicht überrollen, sondern reitet die Welle: Romane, Sachbücher oder Kinderbücher, Comics, Klassiker und Kochbücher. Wir wählen aus. Und wir sprechen darüber.
Episodes
Mentioned books

Mar 28, 2026 • 8min
Buchkritik: "Rechter »Rand« und demokratische »Mitte«" von Niklas Krawinkel
Bodo Maushäuser, Kritiker und Rezensent, spricht kurz über ein Buch von Niklas Krawinkel. Er beleuchtet Übergänge zwischen konservativen und extremen Positionen. Er erzählt von historischen Fällen wie der Viking-Jugend, Südtirol-Terror und Debatten im Bundestag. Er diskutiert Radikalisierung, Gewalttransfer und die Verharmlosung rechter Akteure.

Mar 28, 2026 • 6min
Buchkritik: "Sie wollen uns erzählen" von Birgit Birnbacher
Elke Schlinsorg, Rezensentin und Kritikerin, spricht über Birgit Birnbachers Roman. Sie erläutert die Darstellung von ADHS als flirrende Wahrnehmung. Sie schildert die Familienkonstellation mit Mutter, Sohn und Hippie-Schwester. Sie beschreibt den nervösen, temporeichen Sprachstil und die Road‑Novel-Struktur durch das Salzburger Land. Sie deutet den Titel als Kommentar zur Normgesellschaft.

Mar 27, 2026 • 11min
"Stunden wie Tage" - ein Mietshaus in Berlin-Schöneberg in den 1940er Jahren
Shelley Kupferberg, Autorin und Journalistin, erzählt von ihrem neuen Roman 'Stunden wie Tage' und der Recherche zu einem Schöneberger Mietshaus. Sie berichtet, wie eine auffällige Frau und Grundbuchakten sie auf die Spur brachten. Themen sind Kiezleben der Roten Insel, die Figur Martha, steigender Antisemitismus und Verbindungen zu Widerstandsgeschichten. Atmosphärische Alltagsdetails prägen den Erzählton.

Mar 27, 2026 • 7min
Buchkritik: "Auf eine Cola mit dir" von Beñat Sarasola
Maximilian Mengeringhaus, Literaturjournalist und Rezensent, spricht über Frank O'Haras Leben als MoMA-Kurator und seine berühmten Lunch-Poems. Er diskutiert Sarasolas Roman, wie Archivmaterial und fiktionale Tagebuchpassagen verknüpft werden, und gibt Lektüretipps für Leser sowie Hinweise, wer vom Roman besonders profitiert.

Mar 27, 2026 • 11min
Alexander Kluge - "Er hat sich für alles interessiert"
Thomas Meinecke, Schriftsteller, Musiker und Journalist, erinnert an Alexander Kluge als Freund und Weggefährten. Er erzählt von ihrem ersten Treffen in Kluges Studio. Es geht um Kluges unermüdliche Produktivität, seine Rolle als Förderer jüngerer Künstler und seine dichten Materialsammlungen. Zudem spricht Meinecke über Kluges Interesse an KI und sein politisches Engagement.

Mar 27, 2026 • 6min
Ein letzter Besuch bei dem Universalgenie Alexander Kluge
Alexander Kluge, deutscher Schriftsteller und Filmemacher, teilt persönliche Erinnerungen und Reflexionen. Kurze Szenen schildern Kindheitserinnerungen an Krieg, die Angst vor Aufrüstung und seine Wut auf eine bestimmte öffentliche Stimmung. Es geht um Erinnerung versus Aufnahmegerät, vertikales Erzählen, das Motiv der Elternscheidung und die poetische Gegenwehr gegen Unvereinbares.

Mar 27, 2026 • 6min
Buchkritik: John Cassidy: "Der Kapitalismus und seine Kritiker"
Benjamin Knödler, Wirtschaftsjournalist und Rezensent, stellt John Cassidys Überblickswerk vor. Kurze Einordnung klassischer und moderner Kapitalismuskritik. Diskussionen reichen von Marx bis Piketty, Adam Smiths Kritik an Kolonialismus, neoliberale Selbstkritik, feministische Perspektiven und Parallelen zwischen Luditen und heutigen KI-Ängsten.

Mar 26, 2026 • 12min
"Beste Buchhandlung 2026": Einer der drei Hauptpreise für "Prinz Eisenherz"
Franz Brandmeier, Geschäftsführer der Berliner Buchhandlung Prinz Eisenherz und langjähriger Akteur im queeren Buchhandel, spricht über Reaktionen auf den Deutschen Buchhandlungspreis. Er erzählt von der Absage der Preisverleihung, Kontroversen um ausgeschlossene Buchhandlungen und der Bedeutung staatlicher Anerkennung. Zudem schildert er die Geschichte und Entwicklung des Ladens zum queeren Treffpunkt.

Mar 26, 2026 • 4min
Literaturtipps
Kurzvorstellungen neuer Literaturtipps und eine einprägsame Schlüsselszene aus Heike Geißlers Essay. Hinweise auf eine Dokumentation zu Philip Roths kontroversem Roman und die damit verbundene Kritik. Bühnenfassung von Constance Duprés Roman und die Darstellung einer Frau im Wandel. Bericht über Festnahmen in Hongkong und beschlagnahmte Biografien.

Mar 26, 2026 • 6min
Buchkritik: "Letzte Tage mit Teresa von Ávila" von Cristina Morales
Dirk Fuhrig, Kulturjournalist und Buchkritiker, skizziert Leben und Bedeutung von Teresa von Ávila. Er spricht über Teresa als Kritikerin kirchlicher Hierarchien. Es geht um familiäre Gewalt, Morales’ erzählerischen Bewusstseinsstrom und die Stellung des Romans im Werk der Autorin. Außerdem Thema: Morales’ politisches Engagement und der Konflikt um Textänderungen mit dem Verlag.


