Lesart

"Stunden wie Tage" - ein Mietshaus in Berlin-Schöneberg in den 1940er Jahren

Mar 27, 2026
Shelley Kupferberg, Autorin und Journalistin, erzählt von ihrem neuen Roman 'Stunden wie Tage' und der Recherche zu einem Schöneberger Mietshaus. Sie berichtet, wie eine auffällige Frau und Grundbuchakten sie auf die Spur brachten. Themen sind Kiezleben der Roten Insel, die Figur Martha, steigender Antisemitismus und Verbindungen zu Widerstandsgeschichten. Atmosphärische Alltagsdetails prägen den Erzählton.
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Episode notes
ANECDOTE

Begegnung Mit Der Realen Martha

  • Shelley Kupferberg entdeckte die reale Martha als alte, auffällige Frau im Schöneberger Kiez und recherchierte ihr Leben systematisch.
  • Aus Erzählungen erfuhr sie von Gerüchten über eine Liebesaffäre mit einem Nazi und der Aneignung des Hauses am Kriegsende.
INSIGHT

Das Haus Im Arbeiterviertel Rote Insel

  • Das Haus liegt im Umfeld der Roten Insel, einem kommunistisch geprägten Arbeiterviertel mit dichter kultureller Geschichte.
  • Kupferberg verbindet literarisch Arbeiterbiografien mit lokalen Größen wie Marlene Dietrich und Paul Zech als Quellen der Atmosphäre.
ANECDOTE

Martha Als Allwissende Hausbesorgerin

  • Martha ist Hausbesorgerin und kümmert sich um Miete, Reparaturen, Reinigung und Bürokratie, wodurch sie tiefe Einblicke in Hausleben und Nachbarschaft erhält.
  • Kupferberg baute die Figur aus Gesprächsfetzen mit Schornsteinfeger, Nachbarn und Auszügen aus der Grundbuch- und Entschädigungsakte auf.
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