Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Sep 17, 2019 • 9min

Wie sich Arbeitnehmer im Home-Office oft selbst gefährden

Immer mehr Arbeitgeber ermöglichen Dinge die Arbeit im Home-Office. Doch eine Befragung der AOK zeigt, dass genau diese Arbeitnehmer viel häufiger unter psychischen Problemen leiden als Beschäftigte, die täglich ins Büro kommen. Arbeitnehmer in der Heimarbeit würden sich oft selbst gefährden, sagt die Berliner SZ-Wirtschaftsredakteurin Kristiana Ludwig. Zudem würden sie vielfach auch den Verlust sozialer Kontakte spüren und seien für ihre Vorgesetzten ständig erreichbar. Dadurch würden sie oft unter typischen Stresssymptomen wie Erschöpfung, Konzentrationsproblemen und Schlafstörungen leiden. Auch für Vorgesetzte müssten deshalb strikte Regeln gelten, wann sie auf die Arbeitskräfte im Home-Office zugreifen könnten. Weitere Nachrichten: Italiens Ex-Premier Renzi gründet neue Partei, Pfarrer wegen Kirchenasyl vor Gericht, Europaparlament für Lagarde als EZB-Chefin. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
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Sep 16, 2019 • 11min

Höckes ZDF-Interview: Wie mit der AfD umgehen?

Thüringens AfD-Chef Björn Höcke hat ein ZDF-Interview abgebrochen und dem verantwortlichen Redakteur mit Konsequenzen gedroht. Es sei kein Hexenwerk mit der AfD zu sprechen, sagt der für die AfD-Berichterstattung zuständige SZ-Redakteur Jens Schneider. Das Prinzip sei "ich frage, sie antworten", aber man müsse sich ständig fragen, ob es wirklich berichtenswert sei, was da gesagt werde. Man müsse nicht über "jedes Stöckchen" der Rechtspopulisten springen. Der Frontmann des rechten Flügels provoziere immer wieder mit Begrifflichkeiten der Nazis. Was für Außenstehende befremdlich sei, komme bei seinen Anhängern offenbar gut an. Deshalb glaubt Schneider auch nicht, dass der Eklat der AfD bei den Landtagswahlen schaden werde. Weiter Nachrichten: Klimaschutz ohne neue Schulden, Juncker erwartet Lösungen von Johnson. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl, Viktoria Hausmann Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audio-Material über ZDF. Dieser Podcast wird unterstützt von SAP.
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Sep 13, 2019 • 10min

Olaf Scholz, Deutschlands Dagobert Duck

Die schwarze Null, sie steht. Finanzminister Olaf Scholz will weiterhin nicht mehr Geld ausgeben, als er durch Steuern einnimmt. In der Haushaltsdebatte wird sein Entwurf von der Opposition kritisiert. Scholz habe seinen Haushalt nur ausgleichen können, weil er sich Geld aus der Asylrücklage genommen habe. Etwa 10 Milliarden Euro. Doch Grüne und Linke wollen gar nicht, dass sich Scholz an die Schuldenbremse hält. Sondern, dass er mehr investiert: in Digitalisierung, Infrastruktur und Klimaschutz. Und dafür soll der Finanzminister im Zweifel eben auch Schulden machen. Auch die SZ-Hauptstadtkorrespondentin Cerstin Gammelin findet, die schwarze Null sei zu einem Zeichen für eine völlig verfehlte Haushaltspolitik geworden. Weitere Themen: Bercow droht Johnson, Probleme bei Pflegereform. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Deutscher Bundestag.
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Sep 12, 2019 • 9min

Zivile Seenotretter: Ein Schiff alleine reicht nicht

Dieses Jahr sind bis jetzt etwas mehr als 50.000 Personen über das Mittelmeer in die EU geflüchtet. 2015 waren es noch über eine Million. Eine zentrale organisierte, europäische Rettungsmission gibt es nicht mehr. Momentan sind einige private Organisationen im Mittelmeer unterwegs, wie zum Beispiel Sea-Watch. Viele Häfen weigern sich aber mittlerweile, diese Schiffe anlegen zu lassen. Nun sagte der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Heinrich Bedford-Strohm, Christen könnten nicht akzeptieren, dass Menschen ertrinken. Deshalb will die evangelische Kirche ein Schiff für die Seenotrettung im Mittelmeer kaufen. Gemeinsam mit vielen weiteren Organisationen. Doch solche zivilen Rettungsmissionen können kein Dauerzustand sein, sagt Andrea Bachstein. Die SZ-Außenpolitikredakteurin hofft auf eine Entspannung durch die neue italienische Regierung. Weitere Themen: Kretschmann will dritte Amtszeit, EZB verschärft Strafzins. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Carolin Lenk _Zusätzliches Audio-Material über den Youtube-Kanal www.EKDde._
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Sep 11, 2019 • 10min

Trump feuert Bolton: Ein Hardliner weniger

John Bolton ist ein außenpolitischer Hardliner. Jemand, der möchte, dass die USA militärisch stark auftreten. Er war schon 2003 für den Irakkrieg. Bolton ist seit April 2018 Sicherheitsberater von Donald Trump. Dabei liegen die beiden in vielen Dingen auseinander: Bolton ist gegen Trumps Annäherungsversuche an Russland. Er hält nicht viel von den Treffen des Präsidenten mit dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un. Und er hat immer wieder für einen Regimewechsel in Iran geworben. Trump selbst soll über seinen Ex-Sicherheitsberater mal gesagt haben: “Ginge es nach John Bolton, würden wir schon in vier Kriegen stecken.” Nun hat der US-Präsident seinen Sicherheitsberater rausgeschmissen - oder Bolton hat gekündigt. Beide behaupten etwas anderes. Auf jeden Fall sei es positiv, dass der Falke Bolton keine Verantwortung mehr habe, sagt Hubert Wetzel. Der Washington-Korrespondent der Süddeutschen Zeitung hat sich sowieso gefragt, wie Bolton in eine so tragende Rolle kam. Weitere Themen: Zwangspause für britisches Parlament ist illegal, EU kritisiert Netanjahu. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über Youtube-Kanäle von Late Show with Stephen Colbert und The White House.
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Sep 10, 2019 • 10min

EU-Kommission: Von der Leyens neues Team

Die neue EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat ihr Team präsentiert. Dazu gehören neben dem spanischen Außenminister Josep Borrell auch der Niederländer Frans Timmermans, der eine Art Superminister für die Klimapolitik wird. Überraschend ist der Machtzuwachs der Dänin Margrethe Vestager, sagt der Brüssel-Korrespondent der SZ, Matthias Kolb. Denn die Liberale hatte sich zuvor mit den USA und den Weltkonzernen Facebook und Google angelegt. Sie wird sich weiter um den Wettbewerb kümmern und künftig auch ressortübergeifend um die digitale Wirtschaft. Die Kandidaten aus Rumänien, Polen und Ungarn könnte das Europaparlament eventuell noch ablehnen. Weitere Nachrichten: Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Schwesig an Brustkrebs erkrankt, Finanzminister Scholz warnt vor Rezession, gute OECD-Noten für deutsches Bildungssystem. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über EU-Kommission.
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Sep 9, 2019 • 10min

Was gegen den Lehrermangel hilft

In den kommenden Jahren fehlen an Schulen in Deutschland viel mehr Lehrer als bislang angenommen. Besonders betroffen sind laut einer neuen Studie der Bertelsmann Stiftung die Grundschulen, an denen bis 2025 mehr als 26.000 Lehrer fehlen. Größere Klassen, mehr Lehramtsstudierende und mehr Quereinsteiger seien nötig, um der Aufgabe zu begegnen, sagt SZ-Bildungsexperte Bernd Kramer. Das Problem sei nicht unbedingt, dass es grundsätzlich zu wenig Lehrer gebe, aber eben nicht für alle Schulformen und in allen Bundesländern. Besonders Brennpunktschulen würden viele junge Lehrer meiden, weil es bequemer sei in "besseren" Orten und Stadtvierteln seinen Job als Lehrer anzutreten. Weitere Nachrichten: Brexit-Debatte in London, Vertrauenabstimmung in Italien, Deutsche wünschen sich engagierte Väter. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carlo Sarsky
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Sep 6, 2019 • 10min

Merkel in China: Sorgen um Hongkong

Zum zwölften Mal reist Angela Merkel nach China. So oft wie kein anderer amtierender Staatschef in der Europäischen Union. Sie ist hier mit einer großen Wirtschaftsdelegation. Auch deshalb spricht Merkel mit dem chinesischen Ministerpräsidenten über viele Wirtschaftsthemen. Den 5-G-Ausbau durch den Netzwerkausrüster Huawei, die Sozialkredite für Unternehmen oder den Handelsstreit zwischen China und den USA. Ein Thema überschattet jedoch alles, und das sind die Proteste in Hongkong. Seit Monaten demonstrieren Menschen in der Sonderverwaltungszone gegen zu viel Einfluss aus Peking. Die Demonstranten hoffen dabei auch auf den Einfluss Angela Merkels. Kaum ein Staatschef habe sich so sehr mit China beschäftigt wie sie, sagt Lea Deuber. Die Peking-Korrespondentin der Süddeutschen Zeitung führt an, dass Merkels Besuch sogar die Rücknahme des umstrittenen Ausführungsgesetzes zu verdanken sein könnte. Weitere Themen: Britische Opposition weiter gegen Neuwahlen, Umweltministerium für Plastiktütenverbot, Bundesregierung will Griechenland bei Rückführungen helfen. Weitere Themen: Urteil im Fall Lügde, Bundesregierung übt Kritik an Israel. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl und Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Reuters.
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Sep 5, 2019 • 10min

Boris Johnson: Wie kriege ich den Brexit in 56 Tagen?

In den letzten Tagen ist es in London zu einer Machtprobe gekommen: Wer sitzt am längeren Hebel? Die Regierung oder das Parlament? Viele Abgeordnete, allen voran die Opposition, befürchten einen harten Brexit. Also, dass Boris Johnson Großbritannien tatsächlich ohne Abkommen aus der Europäischen Union ausscheiden lassen könnte. Aber auch Vertreter von Johnsons Tories trauen ihm nicht. Der britische Premier, der gerne mit einem No-Deal-Brexit droht, verliert in dieser Woche im Unterhaus eine Abstimmung nach der anderen. Johnson schmeißt daraufhin Abtrünnige aus seiner Partei raus und fordert schnelle Neuwahlen. Doch ausgerechnet die Opposition lässt ihn nicht. Sie wollen den Premier erst richtig bluten lassen, sagt Cathrin Kahlweit. Die SZ-London-Korrespondentin ist sich nicht sicher, wann es Neuwahlen geben könnte. Weitere Themen: Urteil im Fall Lügde, Bundesregierung übt Kritik an Israel. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über den Youtube-Kanal von UK Parliament.
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Sep 4, 2019 • 11min

Das große Rennen um den SPD-Vorsitz

Am 3. Juni 2019 tritt Andrea Nahles als SPD-Vorsitzende zurück und stürzt ihre Partei damit in einen Nachfolgeprozess, wie sie ihn noch nie erlebt hat. Zum ersten Mal soll die Basis darüber entscheiden, wer die Partei führen soll. Außerdem werden, auch das eine Premiere, Doppelkandidaturen zugelassen. Die Schwergewichte der Partei erkennen darin aber weniger eine Chance als politischen Selbstmord. Schwesig, Klingbeil, Giffey… Eine SPD-Führungsperson nach der anderen erklärt, dass sie für eine Kandidatur nicht zur Verfügung steht. Erst als es danach aussieht, dass nur Außenseiter antreten könnten, meldet sich einer zurück, der eigentlich auch schon abgesagt hatte: Olaf Scholz erklärt, dass er doch kandidieren werde. Er ist damit der prominenteste Bewerber, der für die große Koalition steht. Zusammen mit seiner Partnerin Klara Geywitz trifft er an diesem Mittwoch in Saarbrücken zum ersten Mal auf seine Kontrahenten. Scholz und Geywitz sind zwar Favoriten, aber das Rennen ist ziemlich offen, verspricht Mike Szymanski. Der SZ-Hauptstadtkorrespondent will jedenfalls keine Wette eingehen, wer am Ende den SPD-Vorsitz übernimmt. Weitere Themen: Glyphosat-Verbot bis 2023, Auslieferungsgesetz in Hongkong zurückgezogen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carlo Sarsky Zusätzliches Audiomaterial über dpa, Youtube-Kanäle von janboehm, Lars Klingbeil und UK Parliament.

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