Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Jan 9, 2020 • 10min

Australien gefangen im Feuer

Seit September toben in Australien Buschfeuer und sie hören nicht auf. Etwa 110 000 Quadratkilometer Landfläche sind seitdem niedergebrannt. Das ist eine Fläche so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Viele Menschen und Tiere starben wegen der großen Brände. Für die gibt es zwei Gründe: Erstens war 2019 Australiens wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. In diesem Sommer war es an elf Tagen über den ganzen Kontinent verteilt im Durchschnitt heißer als 40 Grad. Und zweitens regnet es kaum. Buschfeuer gibt es in Australien zwar jedes Jahr, aber dieses Mal sind Gegenden betroffen, die es nie waren, sagt Marlene Weiß. Lange Zeit, so die SZ-Wissenschaftsredakteurin, hat es das Land verschlafen, präventiv gegen Buschfeuer vorzugehen. Weitere Themen: Entspannung zwischen USA und Iran, Massenproteste in Frankreich, Libanon verhängt Ausreisesperre gegen Ghosn. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth und Carlo Sarsky Zusätzliches Audio-Material über Deutsche Welle.
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Jan 8, 2020 • 10min

Irans letzter Schlag?

In der Nacht zum Mittwoch hat Iran zwei US-Militärcamps in Irak angegriffen. Dies sei ein “Schlag ins Gesicht” der USA gewesen, sagt das geistliche und staatliche Oberhaupt Irans, Ajatollah Ali Chamenei. Und eine angemessene Vergeltung für die Tötung des iranischen Generals Soleimani. Dies könnte die Lage wieder entspannen, sagt der Leiter der SZ-Außenpolitik, Stefan Kornelius. Auch die USA könnten es dabei belassen, denn niemandem sei mit einer weiteren Eskalation auf längere Sicht gedient. Weitere Nachrichten: 176 Tote bei Flugzeugabsturz in Iran, Ex-Automanager Ghosn rechtfertigt Flucht. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Reuters.
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Jan 7, 2020 • 10min

Wie der Tod Soleimanis die Kriegsgefahr am Golf schürt

Die US-Regierung hat mit Qassim Soleimani den wichtigsten Militärstrategen Irans getötet. US-Präsident Donald Trump zündelt so in einer Weltregion, die sowieso schon einem Pulverfass gleicht. Der iranischen General habe zwar Blut an seinen Händen gehabt, trotzdem war er für viele Iraner ein Held. Seine Funktion und Position sei vergleichbar mit der des CIA-Chefs. Die Iraner sinnen auf Rache, sagt der stellvertretender Leiter der SZ-Außenpolitik, Paul-Anton Krüger, und würden diese auch auf die eine oder andere Weise folgen lassen. Weitere Nachrichten: Deutschland nähert sich Klimazielen, Sánchez zum spanischen Regierungschef gewählt, Sony präsentiert eigenes E-Auto. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Reuters.
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Dec 20, 2019 • 33min

Politisch-melancholischer Jahresrückblick mit Kurt Kister

So richtig ruhig wurde es 2019 nie. Die Klimademos der "Fridays-for-Future"-Bewegung rissen nicht ab. Vorreiterin Greta Thunberg wurde vom "Time Magazine" sogar zur Person des Jahres erklärt. In Deutschland wurschtelt sich die große Koalition irgendwie durch, CDU-Chefin Kramp-Karrenbauer lässt gefühlt kein Fettnäpchen aus und die SPD wählt sich eine neue, wenn auch unbekannte Führung. Donald Trump wütet weiter vor sich hin, wird angeklagt, hat aber nicht die schlechtesten Chancen auf eine Wiederwahl im nächsten Jahr. Und die Briten könnten mit der eindeutigen Wahl Boris Johnsons zum Premier nun endlich die Brexit-Saga beenden. Einige dieser Ereignisse stimmen Kurt Kister nachdenklich, ein paar sogar traurig. Doch eine Sache bereitet dem SZ-Chefredakteur Hoffnung, ganz abseits von den politischen Großlagen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl, Nora Ederer Produktion: Carlo Sarsky, Justin Patchett Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
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Dec 19, 2019 • 9min

Wie das Impeachment die US-Wahl beeinflussen wird

Das US-Repräsentantenhaus hat Donald Trump am Mittwoch offiziell wegen Amtsmissbrauch und Behinderung des Kongresses angeklagt. Jetzt muss der Senat abstimmen, ob Trump schuldig ist oder nicht. Im Senat haben aber seine Republikaner die Mehrheit - und die stützen ihren Präsidenten natürlich. Deshalb ist es sehr unwahrscheinlich bis ausgeschlossen, dass Trump als Präsident abgesetzt wird, sagt der ehemalige USA-Korrespondent der SZ, Reymer Klüver. Auch in Umfragen hat Trump das Impeachment bisher noch nicht geschadet. Kann sich der US-Präsident also alles erlauben? Weitere Nachrichten: Mautfirmen fordern 560 Millionen Euro, Putin gibt Falschbehauptung zu. Redaktion, Moderation: Nora Ederer Redaktion: Laura Terberl, Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
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Dec 18, 2019 • 11min

Das rechte Problem der CDU in Sachsen-Anhalt

Die CDU in Sachsen-Anhalt hat in den vergangenen Monaten öfter für Aufsehen gesorgt. Im Sommer hat sie eine "Denkschrift" veröffentlicht. In der heißt es, es müsse wieder gelingen, das "Soziale mit dem Nationalen" zu versöhnen. Dann kam die gescheiterte Personalie Rainer Wendt dazu, den CDU-Landeschef und Innenminister Holger Stahlknecht als Staatssekretär gegenüber den Koalitionspartnern SPD und Grüne nicht vermitteln konnte. Schließlich gibt es einen neuen Fall: Ein Mitglied des Kreisvorstands Anhalt-Bitterfeld hat eine Vergangenheit als Neonazi. Der 29-jährige Robert Möritz war außerdem Mitglied bei Uniter. Ein Verein, der im Verdacht steht, Teil eines rechtsextremen Netzwerks zu sein, der aber nicht verboten ist. Möritz trat nach den Vorwürfen mit sofortiger Wirkung aus. Doch er ist wohl nicht der einzige CDU-Politiker, der Mitglied bei Uniter war. Dem SZ-Leipzig-Korrespondenten Cornelius Pollmer kommt es so vor, als würde die Brandmauer der CDU nach rechts in Sachsen-Anhalt immer mehr bröckeln. Weitere Themen: Scheuer in Erklärungsnot, Macron kündigt Nachbesserungen an. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Carolin Lenk Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
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Dec 17, 2019 • 10min

Mit den Kurden in den Krieg - die Geschichte des Konstantin G.

Im Norden Syriens ist ein junger Deutscher gestorben. Vor drei Jahren schloß er sich der Internationalen Brigade der YPG an, die aus mehreren hundert Kämpfern besteht. Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten sollen etwa 50.000 Mann stark sein. Zuerst kämpfte Konstantin G. an deren Seite gegen den IS - und dann gegen die Türkei. Er war weder "ein Rambo noch ein verbohrter Ideologe", sagt SZ-Außenpolitik-Redakteur Moritz Baumstieger, der mit seiner Familie gesprochen hat. Konstantin G. habe zur Waffe gegriffen, weil er die Terrormiliz IS bekämpfen wollte. In Rojava nannten sie ihn “Andok”, Bauer, weil er ausgebildeter Landwirt war. Es gibt in diesem Konflikt keine Grenzen, sagt Baumstieger, das sei wirklich eine internationale Gruppe. Weitere Nachrichten: Kluft auf Immobilienmarkt wächst, Pakistans Ex-Präsident Musharraf zum Tode verurteilt, Jens Söring in Deutschland. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Thereasa Parstorfer, Nora Ederer Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über dpa und Claudio Locatelli Hier die Reportage "Deutscher unter den Opfern" aus der SZ vom 17.12.2019. Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
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Dec 16, 2019 • 11min

Tracking: Wie unsere Daten zu Geld gemacht werden

Wer oder was kennt uns eigentlich am besten? Wahrscheinlich nicht unser Partner oder die beste Freundin, sondern unser Smartphone. Es ist Wunderwaffe und Wanze zugleich, denn es merkt sich fast alles, was wir tun. Dieses Phänomen heißt "Tracking" und bedeutet übersetzt so viel wie Verfolgen. Und das trifft die Sache schon ziemlich gut. Smartphones verfolgen ihre Besitzer nämlich auf Schritt und Tritt. Sie sammeln Informationen und teilen sie dann mit Firmen wie Facebook, Amazon oder Google. Die wiederum schneidern daraus personalisierte Werbung - und verdienen so Milliarden. Aber welche Daten werden überhaupt übertragen? Um das herauszufinden hat ein SZ-Rechercheteam das Smartphone einer Testperson modifiziert, um die Daten mitzulesen und zu analysieren, die es den ganzen Tag über ins Netz sendet. In dieser Folge erzählt SZ-Redakteur Hannes Munzinger von dieser Recherche und erklärt wie das Geschäftsmodell mit den Daten funktioniert. Die ganze Recherche finden Sie unter sz.de/datenjagd. Hier finden Sie Tipps, wie Sie sich und Ihre Daten besser schützen können. (SZ-Plus) Auf dieser Seite finden Sie die Information, welche Tracker auf den SZ-Webseiten verwendet werden und wie sie deaktiviert werden können. Weitere Themen: Ende der Klimakonferenz und Klimapaket von Bund und Ländern, Gesetz zur Hasskriminalität. Redaktion, Moderation: Antonia Franz Redaktion: Lars Langenau, Nora Ederer, Theresa Parstorfer Produktion: Julia Onygerth Dieser Podcast wird unterstützt von Nespresso.
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Dec 13, 2019 • 11min

Warum Boris Johnson seinen Gegnern keine Chance ließ

Boris Johnson hat bei der Parlamentswahl in Großbritannien einen deutlichen Sieg eingefahren. Seine Tories haben die absolute Mehrheit im Parlament. Damit können sie Großbritannien aus der EU führen. "Get Brexit done": Das war Johnsons Versprechen, sein Wahlslogan. Damit hat er scheinbar den Nerv bei den Wählern getroffen, die nach jahrelangem Streit über das Ob und das Wie des Ausstiegs aus der Europäischen Union müde sind und das Thema endlich erledigt wissen wollen. Hinzu kommen eine schwache Opposition sowie eine Brexit-Partei, die den Schulterschluss mit den Tories vollzogen hat. Über ein Unabhängigkeitsreferendum in Schottland, sagt Cathrin Kahlweit, müsse sich Johnson nicht den Kopf zerbrechen. Dieses könne er als Premier einfach abschmettern. Johnsons Achillesferse, so die SZ-London-Korrespondentin, ist ein anderer Teil des Vereinigten Königreichs. Nämlich Nordirland. Weitere Themen: EU will bis 2050 Klimaneutralität, FPÖ schließt Strache aus. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Guardian News.
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Dec 12, 2019 • 10min

Wie ein Mord die deutsch-russischen Beziehungen belastet

Am 23. August wird im Kleinen Tiergarten in Berlin ein 40-jähriger Mann erschossen. Das Opfer ist Georgier und er soll in der russischen Teilrepublik Tschetschenien auf der Seite der antirussischen Separatisten gekämpft haben. Kurz danach wird schon der mutmaßliche Täter, ein Russe, gefasst. Das Bundeskriminalamt erkennt Anhaltspunkte dafür, dass es sich um einen staatlichen Auftragsmord handeln könnte - und verdächtigt Russland. Der Kreml streitet alles ab. Weil die russischen Sicherheitsbehörden nur unzureichend kooperieren, hat Berlin zwei als Diplomaten firmierende Geheimdienstmitarbeiter ausgewiesen. An diesem Donnerstagmorgen hat nun auch Russland zwei deutsche Diplomaten des Landes verwiesen. Eine erwartbare Reaktion, sagt Silke Bigalke. Die SZ-Moskau-Korrespondentin erklärt, dass alles andere ein Schuldeingeständnis der russischen Seite darstellen würde. Weitere Themen: Nord Stream 2, EZB lässt Leitzins bei 0, Bundestag beschließt Meisterpflicht. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Nora Ederer Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über dpa.

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