Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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Feb 20, 2020 • 11min

Der rechte Terror in Hanau

Ein Mann eröffnet am späten Mittwochabend in der hessischen Kleinstadt Hanau das Feuer. Die Tatorte sind zwei Shisha-Bars und ein Kiosk. Dabei ermordet er neun Menschen. Viele von ihnen, heißt es aus Sicherheitskreisen, hatten einen Migrationshintergrund. Der mutmaßliche Täter soll ein 43-jähriger Deutscher mit Waffenschein gewesen sein. Er wurde zusammen mit seiner Mutter tot in deren Reihenendhaus aufgefunden. Laut Generalbundesanwalt hatte er eine "zutiefst rassistische Gesinnung". Nach derzeitigem Wissensstand wies er keine Verbindung zu rechten Terrornetzwerken auf, sondern handelte als Einzeltäter. Doch die Stimmung in der rechten Szene, beschreibt der Investigativjournalist Georg Mascolo, ist am kochen. Währenddessen trauert die muslimische Gemeinde um die Opfer. Muslime in Deutschland erhoffen sich mehr als nur Worte, sagt Dunja Ramadan. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Produktion: Valérie Nowak und Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über Reuters.
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Feb 19, 2020 • 11min

Digitalstrategie: So will die EU im KI-Wettbewerb glänzen

Die EU-Kommission hat am Mittwoch ihre Digitalstrategie für die nächsten Jahre vorgelegt. Gemeinsame Datenräume und die Förderung von KI gehören zum Plan von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Dadurch soll die EU mit Peking und Washington Schritt halten. Gleichzeitig soll die digitale Wirtschaft mehr reguliert werden, um Bürgerrechte zu stärken. Karoline Meta Beisel erklärt im Gespräch, wie konkret die Vorschläge der Kommission sind, wie sich Tech-Konzerne in die Diskussion einmischen und warum die DSGVO für die Digitalstrategie zum Vorbild werden könnte. Weitere Themen: Übergangsregierung in Thüringen gekippt, Boris Johnson schlägt neue Einwanderungsregelung vor. Redaktion, Moderation: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Justin Patchett Dieser Podcast wird unterstützt von Ford. Mehr Informationen unter ford.de
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Feb 18, 2020 • 11min

Der Justizskandal um Julian Assange

Wikileaks-Gründer Julian Assange sitzt seit April in einem Londoner Hochsicherheitsgefängnis. Nach mehr als sieben Jahren in der Botschaft Ecuadors geht es ihm offenbar lebensbedrohlich schlecht. Und jetzt droht ihm die Auslieferung in die USA. Dort drohen ihm insgesamt 175 Jahre Haft. Assange ist ein "Pionier der digitalen Aufklärung", dessen Veröffentlichungen Regierungen nicht passen, sagt Heribert Prantl, ehemaliger Innenpolitik-Chef der SZ. "Es ist aber nicht nur ein Mensch in Gefahr: Es ist die Zukunft der freien Presse in Gefahr." An Assange sei Opfer einer "modernen Hexenjagd" und an ihm solle** ein Exempel statutiert werden**. Weitere Nachrichten: Röttgen will CDU-Vorsitzender werden, Ramelow schlägt Christine Lieberknecht als Regierungschefin in Thüringen vor, türkisches Gericht spricht Osman Kavala frei. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von Ford. Mehr Informationen unter ford.de Das Interview mit Nils Melzer, dem UN-Sonderbeaufragten für Folter, über den Fall Assange finden Sie in der Republik.
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Feb 17, 2020 • 10min

Coronavirus: Stillstand in China

Mehr als 70 000 Menschen sind bis jetzt in China am Coronavirus erkrankt. Die Regierung unternimmt drastische Schritte, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Doch jetzt hat die Epidemie auch Auswirkungen auf die höchsten politischen Gremien in China. Die chinesische Regierung überlegt, den diesjährigen Volkskongress zu verschieben. Der Kampf gegen das Virus hätte nun „oberste Priorität“, hieß es. Auch Lea Deuber, SZ-Korrespondentin in Peking, steht für 14 Tage unter Quarantäne. Sie habe aber Verständnis für die Maßnahme, sagt sie. China sei seit Wochen ein Land im totalen Stillstand. Trotz der Gefahr habe die Regierung, entgegen der offiziellen Darstellung, drei Wochen geschwiegen, statt Transparenz zu zeigen wie versprochen. Viele Menschen würden sich alleingelassen fühlen und fordern Zugang zu freien Informationen. Doch die Regierung in Peking macht dicht. Weitere Nachrichten: Rechtsterroristen sollen Angriffe auf Moscheen geplant haben, SPD-Hamburg gerät unter Druck. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Dieser Podcast wird unterstützt von Ford. Mehr Informationen unter ford.de
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Feb 14, 2020 • 11min

Steinmeiers Appell auf der Sicherheitskonferenz

Vor sechs Jahren hat Frank-Walter Steinmeier das letzte Mal vor der Münchner Sicherheitskonferenz gesprochen, damals noch als Außenminister. Die Situation ist seitdem nicht besser geworden, sagt Steinmeier. Eher das Gegenteil. Als Bundespräsident mahnt er nun, dass Deutschland mehr außenpolitische Verantwortung übernehmen müsse. Zwar würden sich die Deutschen als Vorzeigeeuropäer schlechthin sehen, doch würden die Nachbarn dieses Bild lange nicht teilen. Steinmeier macht in seiner Rede klar, dass der engste Partner dabei Frankreich sei. Das sieht auch SZ-Außenpolitikchef Stefan Kornelius so. In Europa erwartet man von den stärksten Mitgliedern Führung. Weitere Themen: Vergleich bei VW-Skandal geplatzt, Mohring zieht sich zurück, Razzia wegen rechter Gruppe. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl und Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audio-Material über Munich Security Conference.
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Feb 13, 2020 • 10min

Wie sich Friedrich Merz warmläuft

Es ist gerade einmal acht Tage her, da ging von Thüringen ein politisches Erdbeben aus, das die Bundesrepublik erschütterte. Die Wahl zum Ministerpräsidenten des FDP-Politikers Stefan Kemmerich traf nicht nur Erfurt. Die tektonisch-politische Plattenverschiebung hinterließ auch Schäden in Berlin. Annegret Kramp-Karrenbauer sah ein, dass ihr der Rückhalt in ihrer CDU fehlte. Nun laufen sich die Kandidaten für ihre Nachfolge warm. Vor allem Friedrich Merz scheint auf Parteivorsitz und Kanzleramt zu brennen. Doch dafür, sagt SZ-Hauptstadtkorrespondent Stefan Braun, müsse er beweisen, dass er ein Teamplayer ist. Weitere Themen: Neue Zählweise bei Corona-Infizierten, 16 Jahre Haft für Yücel gefordert, britischer Finanzminister tritt zurück. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak und Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Reuters und dpa.
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Feb 12, 2020 • 11min

Warum der Weinstein-Prozess #Metoo nicht gerecht wird

Etwas mehr als zwei Jahre ist es her, da wurde der Skandal um den mächtigen Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein öffentlich. Unter dem Hashtag #Metoo haben daraufhin viele Frauen gezeigt, wie groß das Problem der sexuellen Gewalt in der Gesellschaft ist. Erst jetzt steht Weinstein vor Gericht. In New York. Im Zeugenstand sind nicht alle Frauen, die ihm sexuelle Gewalt vorwerfen. Zwei Hauptbelastungszeuginnen geben tiefe Einblicke, wie sich Weinstein an ihnen vergangen haben soll. Doch die Verteidigung nimmt sie ins Kreuzverhör und zieht jeden ihrer Sätze in Zweifel, schildert Johanna Bruckner. Deswegen, sagt die SZ-Korrespondentin in New York, zerschellen viele Hoffnungen der #Metoo-Bewegung an der Gerichtsrealität. Weitere Themen: Papst hält an Zölibat fest, Sanders gewinnt in New Hampshire, Salvini verliert Immunität. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audio-Material über Fox News.
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Feb 11, 2020 • 12min

Cytotec - die gefährliche Pille

Das Medikament Cytotec wird in vielen deutschen Kreißsälen dazu verwendet, Wehen einzuleiten. Dabei ist das Mittel längst nicht mehr zugelassen. Laut einer gemeinsamen Recherche von BR und SZ sind nach der Einnahme des Medikaments Mütter gestorben und Kinder schwer behindert geboren. Dieses Mittel hat nie Zulassungsstudien zu diesem Zweck durchlaufen, sagt Katrin Langhans vom investigativem Team der SZ. Trotzdem werde es zur Einleitung von Geburten benutzt. Das extrem starke Medikament sei sehr günstig, Alternativen viel teurer, wohl auch deshalb komme es noch immer zum Einsatz in der chronisch unterfinanzierten Geburtshilfe. Obwohl es zu Todesfällen und Behinderungen gekommen ist, wisse die Überwachungsbehörde in Deutschland von all den Fällen, Klagen und Urteilen nichts. Falls Sie sich selbst betroffen fühlen, können Sie Ihren Fall beim Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte unter www.nebenwirkungen.pei.de melden. Weitere Nachrichten: CDU-MdB Wanderwitz soll neuer Ostbeauftragter werden, Sudans Ex-Präsident Omar al-Baschir soll ausgeliefert werden. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth
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Feb 10, 2020 • 11min

CDU-Vorsitz: Wer folgt auf Kramp-Karrenbauer?

Annegret Kramp-Karrenbauer gibt auf. Als Vorsitzende der CDU und im Sommer auch als Bewerberin um die Kanzlerkandidatur. Die Ereignisse in Thüringen haben einen Schneeball-Efekt ausgelöst, der in einer Lawine mündete, sagt Detlef Esslinger, stellvertretender Innenpolitik-Chef der SZ. Die AfD habe spätestens damit gezeigt, dass sie die Regeln der Demokratie missbrauche. Aber AKK habe auch die Autorität gefehlt, die Fliehkräfte in der CDU zu binden. Die Partei drohe zu zerreißen zwischen Werteunion, die sich der AfD öffnen will und dem liberalen Flügel, der der Kanzlerin nahesteht. Potenzielle Nachfolger wie Friedrich Merz müssten jetzt die Karten offen legen, ob sie kandidieren wollten. Weitere Nachrichten: Südkoreanische Satire “Parasite” großer Oscar-Gewinner, Orkan "Sabine", schwierige Regierungsbildung in Irland. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Material über Reuters und Phoenix. Dieser Podcast wurde unterstützt von Kaufdown.de
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Feb 7, 2020 • 11min

Trumps Woche des Triumphs

Donald Trump hat allen Grund zu feiern. Die Demokraten hatten ihn wegen Amtsmissbrauchs und Behinderung des Kongresses angeklagt. Monatelang hatten Repräsentantenhaus und Senat Zeugen befragt. Am Mittwoch wurde Trump dann in allen Punkten freigesprochen. Dazu kommt, dass sich die Demokraten bei den Vorwahlen in Iowa ganz schön blamierten. Derzeit sieht er keinen Präsidentschaftsbewerber, der Trump gefährlich werden könnte, sagt Kurt Kister. Nur einem Kandidaten, so der Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, traut er eine solche Entwicklung zu. Weitere Themen: Lindner übersteht Vertrauensfrage, Macron lädt zu Dialog über atomare Abschreckung. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl und Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Julia Ongyerth Zusätzliches Audio-Material über dpa.

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