Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
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May 14, 2020 • 13min

Europa: Grenzen, öffnet euch!

Seit über zwei Monaten ist der Grenzverkehr in Europa ziemlich eingeschränkt. Deutschland hat zum Beispiel einige Grenzübergänge zu den Nachbarländern Österreich, Frankreich, Schweiz, Luxemburg und Dänemark geschlossen. Und an den Übergängen, die offen sind, werden Kontrollen durchgeführt. Nur Berufspendler, Transporteure von Waren oder wer einen triftigen Reisegrund hat, darf passieren. Nun kündigte Innenminister Horst Seehofer stellvertretend für die Bundesregierung an, Übergänge ab Samstag wieder zu öffnen und Kontrollen nur noch stichprobenartig durchzuführen. Ein erster Schritt in die richtige Richtung, sagt der Chef des SZ-Meinungsressorts Stefan Ulrich. Denn ein Europa ohne Schengen sei ein entkerntes Europa. Weitere Themen: EuGH erklärt ungarische Transitzonen für unzulässig, 100 Milliarden Euro weniger Steuereinnahmen. Beteiligen Sie sich am kollektiven Corona-Tagebuch der SZ. Schreiben Sie uns auf sz.de/kollektivestagebuch oder per Whatsapp unter 0176-96 50 10 41. Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über "maischberger. die woche".
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May 13, 2020 • 13min

Warum sich Corona in Russland immer stärker ausbreitet

Nach dem Ende der harten Quarantäne sind wieder Millionen Russen zur Arbeit gegangen. Doch die Corona-Neuinfektionen steigt weiter an und Russland liegt mit mehr als 230.000 nachgewiesenen Fällen nach den USA jetzt weltweit auf Platz zwei. Selbst den Kreml hat Covid-19 erreicht. Präsident Wladimir Putin habe zunächst lustlos auf die Krise reagiert und jetzt die Verantwortung überforderten Technokraten in den Regionen übertragen, sagt SZ-Russland-Korrespondentin Silke Bigalke. Inzwischen seien die selbst Kliniken zu Infektionsherden geworden, bei denen sich immer mehr Personal ansteckt. Weitere Nachrichten: Abbau der Grenzkontrollen und EU-Empfehlungen, Brandenburgs AfD-Chef Kalbitz unter Druck, Kemmerich lässt Amt im FDP-Vorstand ruhen. Beteiligen Sie sich am kollektiven Corona-Tagebuch der SZ. Schreiben Sie uns auf sz.de/kollektivestagebuch oder per Whatsapp unter 0176-96 50 10 41. Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Global News
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May 12, 2020 • 11min

Wo man noch Urlaub planen kann

In der Tourismusbranche geht seit Monaten nichts mehr. Diese Woche will die EU-Kommission Leitlinien vorlegen. Sicher ist: Auslandsreisen bleiben dieses Jahr ein unkalkulierbares Abenteuer. Die weltweite Reisewarnung besteht vorerst bis zum 14. Juni. Aber Urlaub in Deutschland ist ja auch mal schön. Zwar richten sich Italien und Teile von Spanien schon auf Gäste ein, aber auch dort werden vor allem Einheimische Urlaub machen, sagt SZ-Reiseredakteurin Monika Maier-Albang. So habe der Reiseveranstalter Tui für Mallorca für Juni schon mit Lufthansa und Hoteliers Vereinbarungen getroffen, aber dann erlässt Madrid eine 14-tägige Quarantäne für Einreisende. Das gehe beides nicht zusammen. Der Wunsch der Touristen und die Wirklichkeit würden weit auseinander klaffen. Sie empfehle eine Städtetour durch Deutschland. Weitere Nachrichten: Schwesig übersteht Krebs-Therapie, Vettel verlässt Ferrari, Debatte um Grenzöffnung. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über dpa
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May 11, 2020 • 12min

Der lodernde Irrsinn auf Corona-Demos

5000 in Stuttgart, 3000 in München, 1000 Demonstranten in Berlin skandierten am Samstag “Freiheit”, “Widerstand”, “Volksverräter” und "Wir sind das Volk". Bei den sogenannten Hygiene-Demos kommen gerade ziemlich kuriose Gestalten mit ziemlich kruden Thesen zusammen. Diese wilde Mischung aus komplett unterschiedlichen Welten versucht ihre Corona-Angst auf einen gemeinsamen Nenner zu bekommen. Da lodert der Irrsinn, sagt SZ-Autor Willi Winkler, der am Wochenende eine "Hygiene-Demos" in Berlin besucht hat. Viele Teilnehmende einen der Wahn und die Wut auf die Einschränkungen und die Missachtung für die Regeln im Kampf gegen die Seuche. "Es wundert mich, wie viele Leute diesen Blödsinn glauben." Dass sich da Linke und rechte verbünden würden sei historisch aber nicht neu. Auch in den frühen 30er Jahren habe es diese "Querfront" schon einmal gegeben. Heute würden diese Leute aber bewusst Zeichen aus dem Nationalsozialismus übernehmen, um sich als Opfer geben zu können. Weitere Nachrichten: Deutsche Bahn braucht Milliardenhilfe, Nahles soll Bundesanstalt für Post leiten. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix, Spiegel TV, rbb, ntv
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May 8, 2020 • 12min

Depressionen in Zeiten von Corona

Noch gibt es keine Langzeituntersuchungen dazu, was die weltweiten Kontaktbeschränkungen mit uns machen. Es gibt aber ältere Studien über die Effekte von Quarantäne. Sie zeigen, dass soziale Isolation zu Stress und psychischen Störungen führen kann. Und auch jetzt gibt es erste Berichte von einer starken Zunahme von Angstzuständen und Depressionen. Die freie Autorin Heide Fuhljahn hat ihre Depressionen hinter sich, leidet aber noch an einer Traumafolgestörung (PTBS). Über ihre Krankheit hat sie den Bestseller "Kalt erwischt" und “Von Wahn und Sinn” geschrieben. Im Podcast erzählt sie, wie sich die Seelenlage ändert, welche spezielle Ängste entstehen und was helfen kann. Und sie sagt, um welche Menschen sie sich gerade besondere Sorgen macht. Weitere Nachrichten: Gedenken an Kriegsende vor 75. Jahren, Corona in Schlachthöfen, US-Arbeitslosigkeit auf höchstem Stand seit 30er Jahren. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Tagesschau Wenn Sie sich selbst von Depressionen betroffen fühlen und Suizidgedanken haben, kontaktieren Sie bitte umgehend die Telefonseelsorge unter der kostenlosen Hotline 0800-1110111 suchen Sie Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus schwierigen Situationen aufzeigen konnten. Weitere Hilfen und Empfehlungen finden Sie hier: https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/sw/depression?s=&p=1&n=1&nid=111389 und https://lir-mainz.de/assets/downloads/10tipps_sprachen/10-wichtigste-Empfehlungen_Resilienter-Umgang_Corona_Pandemie.doc.pdf
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May 7, 2020 • 11min

Die Verschwörungstheorien um Bill Gates

Die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung unterstützt weltweit Impfprogramme - und die Weltgesundheitsorganisation WHO. Bereits vor fünf Jahren warnte der Microsoft-Gründer eindringlich vor einer Pandemie. Doch auch diese prophetische Rede dient Verschwörungstheoretikern als Steilvorlage. Man kann durchaus kritisieren, dass die Stiftung nicht demokratisch legitimiert sei, sagt SZ-Feuilleton-Chef Andrian Kreye. Gates aber sei heute vor allem ein Philantroph und Wohltäter. Dass er zum Hassobjekt von Verschwörungstheoretikern könne er vielleicht noch nachvollziehen, aber sicher nicht teilen. Diese Vorstellungen würden Denkmuster des 19. Jahrhunderts bedienen, aus dem sich schon der Antisemitismus gespeist habe. Weitere Nachrichten: Schleswig-Holstein hebt Einreiseverbot auf, Unionspolitiker fordern Öffnung der Außengrenzen. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Zusätzliches Audiomaterial über TED.com
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May 6, 2020 • 11min

Corona-Lockerungen: Warum der Flickenteppich sinnvoll ist

So langsam soll Schluss sein mit dem Corona-Stillstand. Deshalb haben sich Bund und Länder am Mittwoch darauf geeinigt, viele Corona-Maßnahmen deutlich zu lockern. Zum Beispiel sollen demnächst alle Geschäfte wieder öffnen dürfen. Man muss sich dabei aber an Hygieneregeln halten und dafür sorgen, dass nicht zu viele Leute gleichzeitig die Geschäfte betreten. Auch sollen bis zu den Sommerferien wieder alle Schüler schrittweise zurück in die Schule gehen dürfen. Diese Entscheidung ist ein Paradigmen-Wechsel, erklärt Parlaments-Korrespondent Stefan Braun: Die Regierung gibt einen Teil der Verantwortung auf uns alle ab. Denn wenn es in bestimmten Landkreisen wieder mehr Fälle gibt, müssen die Beschränkungen wieder sehr schnell eingesetzt werden. Welche Lockerungen es ab wann in welchem Bundesland gibt, können Sie auch hier nachlesen. Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Justin Patchett
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May 5, 2020 • 12min

Autokonzerne: Eine Extrawurst, bitte!

Was die deutsche Automobilbranche fordert, ist klar: Wenn über Hilfen für die Wirtschaft gesprochen wird, dann führt kein Weg an den starken Autokonzernen vorbei. Immerhin sind mehr als 800.000 Menschen in Deutschland hier beschäftigt. Zulieferer, Werbeindustrie, Vertrieb und so weiter sind da noch gar mit nicht eingerechnet. Ein automobiles Konjunkturprogramm sei unausweichlich, heißt es zum Beispiel beim Autoimporteur-Verband VDIK. In der Politik zeigen die Rufe nach Hilfe Wirkung. Kein Wunder, wo doch keine andere Lobby an die Stärke der Automobilindustrie heranreicht, sagt SZ-Mobilitätsredakteurin Christina Kunkel. Weitere Themen: Söder stellt Fahrplan vor, Bundesverfassungsgericht erklärt EZB-Anleihekäufe für teilweise verfassungswidrig. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Jean-Marie Magro Produktion: Julia Ongyerth
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May 4, 2020 • 12min

Italien: Ein bisschen Freiheit, ein bisschen Freude

Italien, das war in den letzten Monaten das Beispiel dafür, wie es nicht laufen dürfe im Kampf gegen Corona. In den Großstädten Brescia und Bergamo, in der Lombardei, also vor allem im Norden des Landes hat es unglaublich viel Leid gegeben. Deswegen galten fast zwei Monate lang strikte Ausgangsbeschränkungen. Eigentlich durfte man nur noch das Zuhause verlassen, um Besorgungen zu erledigen oder den Müll rauszubringen. An diesem Montag werden nun die ersten Maßnahmen gelockert. SZ-Korrespondent Oliver Meiler erzählt, wie er diesen vorsichtigen Schritt hin zu einem "normalen" Leben erlebt. Weitere Themen: Lockerungen in Deutschland treten in Kraft, Loveparade-Prozess zu Ende. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak
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May 1, 2020 • 10min

Corona-Krise: ein kollektives Tagebuch III

Dieser 1. Mai ist einer ohne Demonstrationen für Arbeitnehmerrechte. Feste und Feierlichkeiten zum internationalen Kampftag der Arbeiterklasse von Pattensen bis Peking sind abgesagt. Aber auch für die, die sich einfach auf einen freien Arbeitstag gefreut haben, ist dieser Feiertag anders. Familie oder Freunde zu Treffen ist stark beschränkt, wenn nicht gar verboten. Corona hat diesen 1. Mai, aber auch unser Leben und unseren Alltag verändert. Davon haben auch Sie, unsere Leser und Hörer uns erzählt. Über Grenzkontrollen, Ärger mit der Schule - und der ganz banalen Sehnsucht nach einem normalen Leben. Sie können uns auch weiter erreichen, auf WhatsApp unter der Nummer: 0176-96501041. Mehr Tagebucheinträge als Video oder Text finden Sie unter sz.de/kollektivestagebuch. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett

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