Auf den Punkt

Süddeutsche Zeitung
undefined
Apr 30, 2020 • 10min

Was die Corona-Krise für die Pressefreiheit bedeutet

An diesem Sonntag, den 3. Mai, ist der internationale Tag der Pressefreiheit. Und zu diesem Anlass haben die Volontärinnen und Volontäre der SZ ein Spezial produziert, in dem es auch darum geht, wie sich die Corona-Krise auf Zensurmaßnahmen in einigen Ländern auswirkt. Warum sich gerade jetzt viele gefährliche Entwicklungen beschleunigen, das erzählt die Juristin und SZ-Volontärin Anika Blatz im Podcast. Die im Podcast erwähnte Videoserie finden Sie unter folgendem Link: https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/muenchen/klinikalltag-in-der-corona-krise-e198602/ Weitere Themen: Bund für Öffnung von Spielplätzen und Museen, gemeinsames Papier von Forschungsinstituten zur Corona-Strategie Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Lars Langenau Produktion: Valérie Nowak
undefined
Apr 29, 2020 • 11min

Warum es die eine verlässliche Kennziffer nicht gibt

Am Anfang hieß es, man wolle Verhältnisse wie in Italien verhindern. Also, dass das Gesundheitssystem kollabiert und Ärzte entscheiden müssen, wer ein Beatmungsgerät bekommt und wer nicht. Danach ging es um die Verdopplungszeit. Also wie lange es dauert, bis sich die Zahl der Infizierten verdoppelt. Aktuell ist der entscheidende Faktor die Reproduktionszahl: Wie viele Personen steckt ein Infizierter an? NRW-Ministerpräsident Armin Laschet meint, dass die ständige Auswahl neuer Kriterien die Bevölkerung verunsichert. Doch es gibt nun mal keine magische Zahl, die alle Probleme auf einen Nenner bringt, sagt SZ-Datenjournalist Christian Endt. Weitere Themen: Grünes Licht für Bundesliga, Weltweite Reisewarnung bis 14. Juni, Anklage im Lübcke-Fall. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Justin Patchett Mitarbeit/Übersetzung: Gunnar Herrmann Zusätzliches Audiomaterial über www.bundeskanzlerin.de und Anne Will. Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.
undefined
Apr 28, 2020 • 13min

Das schwedische Experiment

Anders Tegnell spricht viel von Vertrauen und Freiwilligkeit. Schwedens sozialdemokratischer Ministerpräsident Stefan Löfven und seine rot-grüne Minderheitsregierung folgen den Empfehlungen des Staatsepidemologens uneingeschränkt: Geschäfte, Kirchen, Fitnessstudios und Friseure sind offen. Schulen bis zur 9. Klasse ebenso. Restaurants auch, wenn sie die Abstandsregeln einhalten und am Tisch bedienen. "Man sieht sich als Insel der Freiheit und des gesunden Menschenverstandes in Europa", so beschreibt SZ-Skandinavienkorrespondent Kai Strittmatter die Stimmung in Stockholm. Die schwedische Strategie beruhe auf der Annahme, dass man das Virus nicht besiegen, sondern nur managen könne. So lange es keinen Impfstoff oder Herdenimmunität gebe, müsse man damit leben. Mit drastischen Restriktionen aber, könne keine Gesellschaft länger als ein paar Wochen leben. Die psychischen und wirtschaftlichen Folgekosten würden zu hoch. Letztendlich bewerten ließe sich der Ausgang des Experiments mit all seinen Folgekosten und Todesopfern aber erst in mehreren Jahren. Weitere Nachrichten: Neue Corona-Zahlen, neuer Bußgeldkatalog für den Straßenverkehr. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Mitarbeit/Übersetzung: Gunnar Herrmann Zusätzliches Audiomaterial über SVT Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.
undefined
Apr 27, 2020 • 13min

"Deine Lieblingsbar wird es dann nicht mehr geben"

Noch nie in der Nachkriegsgeschichte erlebt die Wirtschaft so heftige Schockwellen wie gerade. Besonders hart ist der Stillstand für die Kultur- und Reisebranche - und für die Gastronomie. Viele Kneipen und Restaurants stehen kurz vor der Pleite. Der Münchner Gastronom Florian Falterer, der in München-Giesing mit dem RiffRaff und Crönlein zwei Kneipen betreibt, hat selbst "Hartz IV" beantragt und seine zwei Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt. Er selbst halte nur noch wenige Wochen durch. Das größte Problem seien die weiterlaufenden Mieten. Es stehe und falle mit der Solidarität der Vermieter. Wenn die hart bleiben würden, dann werde es zu einem massiven Kneipensterben kommen, prophezeit Falterer: "Deine Lieblingsbar wird es dann im Herbst nicht mehr geben." Weitere Nachrichten: Maskenpflicht auch im ICE, keine zentrale Datenspeicherung bei freiwilliger Corona-App, Rot-Grün in München. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Zusätzliches Audiomaterial über Bundespressekonferenz. Für München haben wir bei der SZ “München bringts” gestartet, eine Karte, die unter anderem anzeigt, welche Restaurants jetzt liefern oder Essen zum Mitnehmen anbieten. Alle Infos auf sz.de/muenchen-bringts. Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.
undefined
Apr 24, 2020 • 13min

Wie Europa die Corona-Krise als Chance begreifen könnte

Es war jetzt schon die vierte Videoschalte, die die Staats- und Regierungschefs der EU-Länder abgehalten haben. In den letzten Wochen hat es ja vor allem immer wieder zwischen den Süd- und den Nordländern gekracht. Die einen wollen mehr Hilfen, die anderen nicht für die Schulden von allen haften. Beim EU-Gipfel einigte man sich nun auf ein Rettungspaket über 540 Milliarden Euro. Ein Anfang, sagt die Politologin Ulrike Guérot. Doch wenn die EU gestärkt aus dieser Krise hervorgehen will, muss sie mehr wollen. Weitere Themen: Gottesdienste in NRW und Bayern, Norbert Blüm gestorben. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Laura Terberl Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über bundeskanzlerin.de.
undefined
Apr 23, 2020 • 13min

Der Streit um die Corona-Tracing-App

Es klang eigentlich ziemlich vielversprechend, als Anfang April die Plattform "Pan European Privacy-Preserving Proximity Tracing", abgekürzt Pepp-PT vorgestellt wurde. Bei dem Projekt geht es darum, anhand von Handydaten Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Erreger schnell zurückverfolgen zu können. Alles anonym und an den höchsten Datenschutzstandards orientiert. Doch jetzt wird es schwierig, denn viele Wissenschaftler, die ursprünglich bei Pepp-PT mitgemacht haben, haben dem Projekt den Rücken gekehrt. 300 Forscherinnen und Forscher, die einen offenen Brief unterschrieben haben, warnen davor, dass diese App so etwas wie das Einfallstor in eine schleichende Überwachung sein könnte. Warum, erklärt in dieser Folge der SZ-Digitaljournalist Simon Hurtz. Weiteres Thema: Merkel-Rede im Bundestag. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro Redaktion: Lars Langenau Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über Deutscher Bundestag.
undefined
Apr 22, 2020 • 11min

Was Obduktionen über das Coronavirus verraten

Je länger die globale Pandemie andauert, umso mehr wissen wir über das Virus, da auf der ganzen Welt Ärztinnen und Ärzte Datenbanken mit ihren Erkenntnissen füllen. Eine Möglichkeit, mehr über das Virus zu erfahren, hatte man zunächst gar nicht genutzt: Das Robert-Koch-Institut (RKI) hatte anfangs davor gewarnt, Corona-Verstorbene zu obduzieren, um die Mediziner vor Ansteckung zu schützen. Das haben einige Pathologen aber trotzdem getan, jetzt gibt es erste Erkenntnisse aus diesen Obduktionen. Hannes Munzinger, Redakteur für Daten und investigative Recherchen, erklärt, was sich daraus für die Behandlung Infizierter ableiten lässt. Weitere Themen: EU-Mission "Irini" bewilligt, Bundesregierung erwartet Defizit im BIP. Welche Ausgangsbeschränkungen und Regeln in welchen Bundesländern gelten, können Sie hier nachlesen. Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus Moderation, Redaktion: Laura Terberl Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Justin Patchett
undefined
Apr 21, 2020 • 14min

Münchner Ex-OB Ude: "Oktoberfest-Absage war unausweichlich"

Das wohl größte Volksfest der Welt, das Münchner Oktoberfest, ist für 2020 abgesagt. Das ist kein Novum in der mehr als 200-jährigen Geschichte dieses Volksfestes, aber die Absage trifft viele Menschen wirtschaftlich ins Mark. Zuletzt kamen 6,3 Millionen Besucher. Der Umsatz liegt bei mehr als einer Milliarde Euro. Für Schausteller, viele Bedienungen und Hotels ist es eine Katastrophe. Die Absage sei unausweichlich gewesen, sagt Alt-Oberbürgermeister Christian Ude (SPD). “Ich bin beruhigt, dass die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt getroffen wurde, und auch, dass die Bevölkerung es zu akzeptieren scheint.” Das Oktoberfest hätte sich sonst “zu einem Super-Gau entwickelt”. Es wäre zu einem “Gefahrenherd mit globalen Auswirkungen” geworden. Weitere Nachrichten: Robert Koch-Institut warnt vor Lockerungen, immer mehr Bundesländer verordnen Mundschutz. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Valérie Nowak Zusätzliches Audiomaterial über dpa und Reuters Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.
undefined
Apr 20, 2020 • 12min

Das Zuhause ist keine Ersatzschule

Jetzt soll so langsam der reguläre Schulbetrieb wieder losgehen. Wann und wie unterscheidet sich von Bundesland zu Bundesland. Heute beginnen zum Beispiel die Abiturprüfungen in Brandenburg. Auch NRW will die Schulen diese Woche langsam wieder öffnen. Bayern will sich hingegen noch ein bisschen Zeit lassen. Für den Großteil der Schüler aber wird der Unterricht aber noch eine ganze Zeit weiter Zuhause stattfinden. Technisch sind viele Kinder, aber auch Lehrer, darauf gar nicht vorbereitet. Manche Lehrer haben laut einer aktuellen Studie sogar ganz den Kontakt zu ihren Schülern verloren. Dabei sind besonders Kinder in Hartz-IV-Familien benachteiligt, sagt SZ-Bildungsredakteurin Susanne Klein. Denn bei denen bestehen oft gar nicht technischen Möglichkeiten zum Homeschooling. Die Spaltung der Schülerschaft werde sich also noch vertiefen - und mache Schüler würden weiter abgehängt. Weitere Nachrichten: Maskenpflicht für ÖPNV und Geschäfte auch in Bayern, weniger Covid-19-Tote in Spanien, Kampf gegen Waldbrände in Tschernobyl. Redaktion, Moderation: Lars Langenau Redaktion: Laura Terberl Produktion: Carolin Lenk Mitarbeit: Ella und Louisa Langenau Zusätzliches Audiomaterial über Phoenix Fragen an Dr. Werner Bartens an podcast@sz.de. Zudem können Sie gern für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.
undefined
Apr 17, 2020 • 12min

Die Hölle von Moria

Wellblechhütten, Container und Zelte, dazu viel Müll in den Gassen: So sieht es im Flüchtlingslager von Moria aus. Eigentlich ist das ehemalige Militärgefängnis auf 3.000 Personen ausgelegt. Jetzt sind im Lager auf der griechischen Insel Lesbos über 20.000 Menschen. Mehrere Hundert Personen müssen sich eine Toilette und eine Dusche teilen. Auf einen Wasserhahn kommen mehr als tausend Personen. So schildert es ein Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen. Moria war schon vor Corona eine tickende Zeitbombe, sagt SZ-Außenpolitikredakteur Tobias Zick. Was wäre wohl, wenn dort das Virus ausbrechen würde? Weitere Themen: "Alan Kurdi"-Passagiere auf Quarantäneschiff verlegt, Spahn beschreibt Lage als "beherrschbar", Maskenpflicht in Sachsen. Redaktion, Moderation: Jean-Marie Magro Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb Produktion: Carolin Lenk Sie können uns für unser kollektives Corona-Tagebuch auch weiterhin Sprachnachrichten schicken unter: 0176-96501041.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app