

Auf den Punkt
Süddeutsche Zeitung
Die Nachrichten des Tages – von der Süddeutschen Zeitung als Podcast auf den Punkt gebracht. Bleiben Sie auf dem Laufenden mit aktuellen Meldungen, Interviews und Hintergrundberichten. Kostenlos und immer aktuell: Jeden Tag um 17 Uhr und samstags um 7 Uhr.
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May 29, 2020 • 13min
Ist Corona eine Chance fürs Klima, Luisa Neubauer?
Luisa Neubauer ist eine prominente Fridays-for-Future-Aktivistin, die über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den CO₂-Ausstoß spricht. Sie erklärt, warum temporäre Emissionsrückgänge nicht als Klimaschutz angesehen werden können und betont die Notwendigkeit nachhaltiger Wirtschaftsreformen. Neubauer fordert, dass staatliche Hilfen an klare Klimabedingungen geknüpft werden und sieht Hoffnung in einer klimaschonenden Transformation der Industrie. Zudem teilt sie, wie Fridays for Future in Zeiten von Corona protestiert.

May 28, 2020 • 11min
Was Chinas neues Gesetz für Hongkong bedeutet
Das "Gesetz zum Schutz der nationalen Sicherheit in Chinas Sonderverwaltungsregionen" richtet sich gegen Aktivitäten in Hongkong, die China als subversiv oder separatistisch ansieht.
Seit Hongkong keine britische Kolonie mehr ist, hat die Stadt eine gewisse politische Eigenständigkeit. Im Kern dieser Autonomie steht das sogenannte Basic Law: Das garantiert z.B. das Recht auf Meinungsfreiheit - ein Recht, das in Festlandchina kein Bürger hat. Das Vorhaben wäre der bisher weitestgehende Eingriff in die Autonomie Hongkongs.
Die China-Korrespondentin Lea Deuber erklärt in dieser Folge von "Auf den Punkt", wie die Demokratiebewegung in Hongkong auf das Gesetz reagiert und welche Zukunft sie noch für Hongkong sieht.
Moderation, Redaktion: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Valérie Nowak

May 27, 2020 • 11min
EU-Ratspräsidentschaft: Merkel als Krisenmanagerin
Am 01. Juli übernimmt Deutschland für ein halbes Jahr die EU-Ratspräsidentschaft. Die Bundesregierung hatte dafür schon lange einige Kernthemen und mehrere Gipfeltreffen sowie Konferenzen vorbereitet. Wegen der Corona-Pandemie ist jetzt allerdings vieles anders.
Im überarbeiteten Programm für die deutsche Ratspräsidentschaft geht es fast nur noch um die Folgen von Corona. Bisherige Themen wurden durch Corona in einen neuen Kontext gesetzt, sagt SZ-Korrespondent Daniel Brössler. Gerade die EU-Haushaltsverhandlungen werden zu einer zentralen Aufgabe für die Bundesregierung und Angela Merkel.
Redaktion, Moderation: Vinzent-Vitus Leitgeb
Redaktion: Jean-Marie Magro
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über den Youtube-Kanal der Bundeskanzlerin.

May 26, 2020 • 12min
Das Corona-Drama in Brasilien
An der Spitze Brasiliens steht der rechtsradikale Präsident Jair Bolsonaro. Kürzlich wurde das Video einer Kabinettssitzung veröffentlicht, in der das Staatsoberhaupt andere Politiker ordinär beschimpft. Auch macht sich Bolsonaro noch immer über Corona lustig. Obwohl Brasilien inzwischen mit offiziell 375.000 Infektionen an zweiter Stelle hinter den USA liegt. Bolsonaro aber verordnet lieber das Malaria-Medikament Chloroquin als Heilmittel, obwohl es laut einer Studie die Sterblichkeit der Patienten erhöht.
Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie gibt es kaum. Soziale Distanz sei allerdings in den beengten Favelas auch kaum durchzuhalten, sagt SZ-Lateinamerika-Korrespondent Christoph Gurk. Doch Bolsonaro stehe dem Schicksal weiter Teile der Bevölkerung genauso leidenschaftslos gegenüber wie den indigenen Völkern im Amazonasgebiet. Seine ebenso chaotische wie verantwortungslose Politik sei auf dem Leben von vielen Menschen gebaut.
Weitere Nachrichten: Unionspolitiker fordern frühere Soli-Abschaffung, Reisewarnung für EU soll fallen, weitere Lockerungen in Bayern.
Beteiligen Sie sich am kollektiven
Corona-Tagebuch der SZ. Schreiben Sie uns auf sz.de/kollektivestagebuch oder per Whatsapp unter 0176-96 50 10 41.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters

May 25, 2020 • 11min
Ramelow an der Spitze des Lockerungs-Wettlaufs
Thüringens Regierungschef Bodo Ramelow (Die Linke) will in seinem Bundesland vom 6. Juni an auf die geltenden Corona-Schutzvorschriften verzichten. Anstatt den bundesweit bislang gültigen Vorgaben soll es dann regionale Maßnahmen abhängig vom Infektionsgeschehen vor Ort geben. Er erntet für seinen Vorstoß breiten Widerspruch von Kanzlerin Merkel bis zu den Grünen. Applaus hingegen kommt von der FDP.
Ramelow setze ja vor allem auf Eigenverantwortung und betont regionale Unterschiede, sagt Boris Herrmann vom SZ-Parlamentsbüro in Berlin. Man müsse den Vorschlag differenziert sehen. Ramelow spreche als Ministerpräsident und weniger als Linken-Politiker. Außerdem sei es doch erfrischend, wenn es jetzt mit der Unterstützung durch FDP-Chef Lindner zu überraschenden "Allianzen auf Zeit" komme. Aus dem Lockdown-Wettbewerb sei ein Lockerungs-Wettbewerb geworden.
Weitere Nachrichten: Bund weiter für verbindliche Corona-Regeln, BGH verurteilt VW zu Schadensersatz im Dieselskandal.
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Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über MDR

May 22, 2020 • 12min
Trauerspiel in den Altenheimen
Das Coronavirus hat besonders in Alten- und Pflegeheimen gewütet. Es gibt inzwischen zahllose Meldungen aus Heimen in ganz Deutschland, in denen dutzende Bewohner an der Lungenkrankheit gestorben sind. Viele Heime stehen deshalb aus Schutz seit mehr als zwei Monaten unter Quarantäne. Viele Bewohner leben ein Leben, wie sie sonst nur Gefangene kennen.
Die Einsamkeit ist für viele Menschen hart, sagt SZ-Wissenschaftsredakteurin Christina Berndt. Aber die Gefahr für die Alten wäre andernfalls zu hoch. Allerdings müsse man auch abwägen zwischen den psychischen Belastung und der Gefahr durch das Virus. Es gebe aber diverse Möglichkeiten, wie Besuche relativ gefahrlos und sicher organisiert werden könnten.
Weitere Nachrichten: 107 Tote bei Absturz von pakistanischem Airbus, virtueller CSU-Parteitag, Steinmeier plädiert für Debattenkultur.
Die SZ-Serie "Wenn wir alt werden - der große Pflegeratgeber" finden Sie unter SZ.de/Pflegeratgeber.
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Valérie Nowak

May 20, 2020 • 12min
Wie die EU trotz Corona-Krise das Klima schützen will
Die EU-Kommission hat am Mittwoch Teile des "Green Deal" vorgestellt. Mit dem Green Deal möchte die EU den Klimawandel zumindest verlangsamen. Dafür will man zum einen mehr Biodiversität schaffen, so sollen zum Beispiel die Städte grüner werden. Außerdem soll die Landwirtschaft deutlich nachhaltiger werden.
Wie gut sich der Green Deal in der Corona-Krise noch umsetzen lässt, das erklärt Brüssel-Korrespondentin Karoline Meta Beisel. Sie meint: Die Krise könnte sogar eine Chance für den Green Deal sein. Denn die EU will die Wirtschaft so fördern, dass sie nach der Krise umweltfreundlicher ist.
Unseren Corona-Faktencheck finden Sie unter diesem Link: https://projekte.sueddeutsche.de/artikel/wissen/corona-faktencheck-e401112/
Moderation, Redaktion: Laura Terberl
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial über die EU-Kommission

May 19, 2020 • 11min
Corona in Indien: Wenn das Virus auf bittere Armut trifft
Es gibt bewegende Berichte aus Indien. Besonders die ganz Armen leiden unter den Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus. Seit dem 25. März gelten Ausgangssperren in dem zweitbevölkerungsreichsten Land der Erde, die kürzlich bis Ende Mai verlängert wurden.
Besonders dramatisch ist die Lage für Wanderarbeiter und in den Slums, sagt der SZ-Korrespondent für Süd- und Südostasien, Arne Perras. Viele Tagelöhner seien nach dem Shutdown in ihre Heimatdörfer zurückgekehrt, weil sie dort auf Versorgung durch ihre Familie hoffen. Das habe jedoch das Coronavirus weiter verbreitet. Doch sei es bislang nicht zu den befürchteten Horrorszenarien gekommen.
Weitere Nachrichten: Bundesverfassungsgericht kippt BND-Überwachungspraxis, Vorschulkinder dürfen wieder in den Kindergarten.
Alle Infos zum Coronavirus gibt es auch auf sz.de/coronavirus
Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Laura Terberl
Produktion: Valérie Nowak
Zusätzliches Audiomaterial über Reuters

May 18, 2020 • 13min
Grundrechte und seltsame Vögel
Insgesamt sieben Grundrechte können derzeit außer Kraft gesetzt werden, wenn gegen Schutzmaßnahmen gegen das Corona-Virus verstoßen wird. Politiker wie Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) müssen sich deshalb gerade übel beschimpfen lassen. Aber jenseits von Verschwörungstheoretikern, verirrten Linke und Rechtsextremisten sind manche Bürger ernsthaft über den Eingriff in unsere Freiheit besorgt. Zu ihnen zählt der Ex-Chef der SZ-Innenpolitik Heribert Prantl.
"Wir sollten die Grundrechte nicht mit seltsamen Vögeln allein lassen", sagt das ehemalige Mitglied der Chefredaktion. In der Geschichte der Inneren Sicherheit seien Einschränkungen von Freiheitsrechten fast nie zurückgenommen worden. Es sei aber Heuchelei, dass die "Grundrechtsverachter der AfD" jetzt für Grundrechte eintreten würden, die sie sonst missachten. Viele Menschen seien verunsichert, weil auch Extremisten und Spinner sich an den Demos beteiligen. Aufrechte Demokraten bräuchten deshalb derzeit ein dickes Fell, weil sie womöglich damit rechnen müssten, auch als „so einer“ einsortiert und beschimpft zu werden. Prantl wünscht sich deshalb eine breite, kritische Diskussion, an der sich auch die großen Verbände und Einrichtungen der Zivilgesellschaft beteiligen – die Gewerkschaften und die Wohlfahrtsverbände beispielsweise. Und die Parlamente und die Gerichte müssten intensiv über Grundrechtseinschränkungen und ihre Aufhebung in den Zeiten der Pandemie beraten.
Weitere Nachrichten: Arbeitsminister Heil für besseren Arbeitsschutz auf Schlachthöfen, Außenminister Maas macht Hoffnung für Sommerurlaub in Europa, Kalbitz bleibt in AfD-Fraktion.
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Moderation, Redaktion: Lars Langenau
Redaktion: Vinzent-Vitus Leitgeb
Produktion: Carolin Lenk
Zusätzliches Audiomaterial von Michael Kretschmers
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May 15, 2020 • 12min
Samstag, 15:30 Uhr: Der Ball rollt wieder
An diesem Samstag um 15:30 Uhr wird die Fußball-Bundesliga wieder angepfiffen. Als bisher einzige Spitzenliga in Europa. Die Kritik ist stark. Viele finden, dass bei der Bundesliga andere Maßstäbe gelten als beim Rest der Bevölkerung.
Die Deutsche Fußball Liga (DFL) argumentiert dagegen, sie habe ein ausgefeiltes Hygienekonzept - und wenn man den Argumenten gegen einen Neustart Folge leisten würde, gäbe es wohl noch im Herbst keinen Sport. Eine schwierige Situation, findet auch Martin Schneider. Der Sportredakteur befürchtet, dass sich die Bundesliga durch ihr hastiges Vorgehen von ihren Fans entfernen könnte.
Weitere Themen: Deutsche Wirtschaft schrumpft um 2,2 Prozent, Streit um Grundrente, Heil für Lohnfortzahlung.
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Moderation, Redaktion: Jean-Marie Magro
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Produktion: Justin Patchett
Zusätzliches Audiomaterial über Facebook-Seite von Salomon Kalou, DFL und NDR.


