Der Pudel und der Kern - Philosophie to go

Dr. Albert Kitzler und Jan Liepold
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Mar 24, 2026 • 29min

#198 Warum Gegensätze zum Leben gehören und wir lernen müssen, sie auszuhalten.

„Gegensätze fügen sich zusammen, und aus dem Widerstreit entsteht die schönste Harmonie.“ (Heraklit) Wir lieben klare Antworten. Richtig oder falsch. Gut oder schlecht. Entweder, oder. Doch das Leben hält sich selten daran. Zwischen Nähe und Freiheit, Stärke und Verletzlichkeit, Sicherheit und Veränderung erleben wir uns oft gleichzeitig in widersprüchlichen Gefühlen und Haltungen. Diese Ambivalenzen können verunsichern und sind doch kein Fehler, sondern ein Wesensmerkmal des menschlichen Lebens. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Gegensätze nicht aufgelöst, sondern verstanden und integriert werden wollen. Wir sollten diese Spannungen aushalten und immer wieder neu auszubalancieren. Es geht um die Kunst, zwischen verschiedenen Polen zu leben, ohne daran zu zerbrechen und darum, wie aus Gegensätzen nicht Zerrissenheit, sondern Lebendigkeit entstehen kann. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Heraklit, Zhuangzi, Epiktet, Platon, Empedokles, Hegel Weiterführende Links: „Harmonie durch Gegensatz“ Essay von Renate Knoblauch auf Treffpunkt Philosophie über die Idee, dass echte Harmonie nicht im Gleichklang, sondern im Zusammenspiel von Gegensätzen entsteht. „Intelligente Gefühle“ Online-Interview der Frankfurter Rundschau mit Jan Slaby, Juniorprofessor für Philosophie an der FU Berlin über die enge Verbindung von Emotion und Verstand und die Idee, dass Gefühle eine eigene Form von „Intelligenz“ besitzen, die unser Handeln und unsere Wahrnehmung der Welt prägt. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
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Mar 19, 2026 • 39min

#197 Sonderfolge Podcasthon: Nicht genesen Kids e.V. Wenn aus einem Schicksalsschlag Hilfe für viele wird.

„Das Leben hat einen Sinn und behält ihn unter allen Umständen, auch im Leiden." (Viktor Frankl) Diese Sonderfolge von Der Pudel und der Kern entsteht im Rahmen der internationalen Initiative Podcasthon, bei der Podcasts weltweit ihre Reichweite nutzen, um auf gemeinnützige Organisationen aufmerksam zu machen. In dieser Episode sprechen Jan und Albert mit Magdalena Riepl, Vorstandsmitglied des Vereins NichtGenesenKids e.V., über Engagement, Resilienz und die Kraft von Gemeinschaft. Magdalena berichtet von ihrer Tochter Elli, die nach einer Corona-Infektion schwer an ME/CFS, einer besonders schweren Form von Long-Covid erkrankte und heute vollständig bettgebunden ist. Die Erkrankung stellt nicht nur das Leben eines Kindes, sondern das einer ganzen Familie auf den Kopf: Schule, Freundschaften, Alltag, vieles ist plötzlich nicht mehr möglich. Gleichzeitig schildert Magdalena eindrücklich, wie Familien oft zusätzlich mit bürokratischen Hürden kämpfen müssen, etwa bei medizinischer Versorgung, Hilfsmitteln oder Anerkennung der Erkrankung. Aus dieser Erfahrung heraus entstand der Verein NichtGenesenKids e.V. Er vernetzt betroffene Familien in ganz Deutschland, bietet Austausch, fachliche Einordnungen zu medizinischen und sozialrechtlichen Fragestellungen, Online-Veranstaltungen und Orientierung im Umgang mit den Herausforderungen des Alltags. Das zentrale Anliegen: Eltern und Kinder sollen wissen, dass sie mit ihrer Situation nicht allein sind und gemeinsam Wege finden, mit einer extrem belastenden Krankheit umzugehen. Philosophisch eingeordnet wird das Gespräch von Albert, der aufzeigt, wie antike Philosophen mit Leid, Schicksalsschlägen und menschlicher Verbundenheit umgingen. Dabei wird deutlich: Engagement für andere, Solidarität und Gemeinschaft können eine entscheidende Kraftquelle sein, gerade in Situationen, die sich nicht einfach lösen lassen. Über Podcasthon Podcasthon ist eine internationale Initiative, bei der Podcasterinnen und Podcaster weltweit ihre Plattform nutzen, um gemeinnützige Organisationen sichtbar zu machen. Ziel ist es, soziale Projekte zu unterstützen, Aufmerksamkeit zu schaffen und Menschen zum Engagement zu inspirieren. Mehr Informationen: https://podcasthon.org/de Unterstützen: NichtGenesenKids e.V. NichtGenesenKids e.V. ist eine gemeinnützige Selbsthilfeorganisation für Familien mit Kindern und Jugendlichen, die an Post-Covid, Post-Vac oder ME/CFS erkrankt sind, sowie für alle, die selbst betroffen sind oder Betroffene begleiten. Der Verein bietet Vernetzung, Beratung, Informationsmaterial und Online-Formate für Betroffene und Angehörige. Der Verein ist vollständig ehrenamtlich organisiert. Unterstützen oder informieren: https://nichtgenesenkids.de Spenden helfen u. a. dabei, Informations- und Aufklärungsarbeit zu leisten, Online-Veranstaltungen für betroffene Familien zu finanzieren, medizinische und sozialrechtliche Fragestellungen verständlich einzuordnen, Gemeinschaft und Austausch für Eltern und Kinder zu ermöglichen. Spenden an NichtGenesenKids e.V. IBAN: DE22 7505 0000 0027 7981 56 Sparkasse Regensburg Oder über die Paypal-ID: spenden@nichtgenesenkids.de
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Mar 17, 2026 • 41min

#196 Sonderfolge Podcasthon: Kultur Konvoi. Musik, Engagement und die Kraft der Verbundenheit

"Es gibt eine Musik ohne Töne, das ist die Freude." (Konfuzius) Im Rahmen der internationalen Initiative Podcasthon widmet sich diese Pudelkern-Sonderfolge den Themen Musik, Engagement und der Kraft der Verbundenheit. Zu Gast sind Rüdiger Linhof, Bassist der Band Sportfreunde Stiller, und Carmen Höfflin, ehemalige Bundesliga-Fußballerin u.a. beim SC Freiburg. Gemeinsam engagieren sie sich im Kultur.Konvoi, einer Initiative, die humanitäre Hilfe für die Ukraine mit kulturellen Begegnungen verbindet. Was als spontane Reaktion auf den russischen Angriffskrieg begann, ist inzwischen zu einem Netzwerk aus Hilfstransporten, Solidaritätsaktionen und kulturellen Projekten geworden. Besonders eindrucksvoll sind musikalische Live-Schaltungen aus der Ukraine: Musiker spielen aus Studios oder Schutzräumen und ihre Songs werden gleichzeitig in deutsche Stadien oder auf Festivals übertragen. Für einen Moment entsteht eine Verbindung über tausende Kilometer hinweg. Musik wird zu einer gemeinsamen Sprache der Hoffnung. Im Gespräch zeigt sich, dass Engagement nicht nur Hilfe für andere bedeutet, sondern auch dem eigenen Leben Sinn und Richtung geben kann. Albert greift diese Erfahrung philosophisch auf und erinnert daran, dass schon Platon, Aristoteles und Konfuzius Musik als eine Kraft verstanden, die Menschen verbindet und Harmonie stiftet: in der Seele des Einzelnen ebenso wie in der Gemeinschaft. So wird diese Folge zu einer Einladung: die verbindende Kraft von Musik neu zu entdecken und vielleicht selbst einen kleinen Schritt zu gehen, um für andere da zu sein. Über Podcasthon Podcasthon ist eine internationale Initiative, bei der Podcasts weltweit ihre Reichweite nutzen, um gemeinnützige Organisationen sichtbar zu machen und Menschen zum Engagement zu inspirieren. Mehr Informationen: https://podcasthon.org/de Kultur.Konvoi unterstützen: Der Kultur.Konvoi verbindet humanitäre Hilfe mit kulturellen Begegnungen. Neben Hilfstransporten organisiert die Initiative Projekte, die Menschen in der Ukraine sichtbar machen und ihnen eine Stimme geben, etwa durch musikalische Live-Schaltungen zu Festivals, Sportveranstaltungen oder Konzerten. Mehr Informationen und Möglichkeiten zur Unterstützung: https://www.kulturkonvoi.com/ Spendenkonto des Kultur.Konvoi bei der GLS Bank: European Utopia e.V. IBAN: DE02 4306 0967 1112 6290 00 BIC: GENODEM1GLS
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Mar 10, 2026 • 31min

#195 Warum Existenzangst zum Menschsein gehört und wie wir lernen können, mit ihr umzugehen.

Sie diskutieren, warum Existenzangst zur menschlichen Erfahrung gehört und wie Vergänglichkeit aus antiker und östlicher Philosophie betrachtet wird. Themen sind Verlustangst als Überlebenstrieb, Innere Werte versus äußere Sicherheiten und Selbstvertrauen als praktische Absicherung. Außerdem geht es um Selbstvergebung, Krisen als Chance und was echte Sicherheit im Leben bedeuten kann.
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Mar 3, 2026 • 29min

#194 Warum tiefe Freude nicht im Konsum, sondern im Sinn entsteht.

„Wahre Freude ist eine ernste Sache." (Seneca) Freude gilt als etwas Leichtes, fast Selbstverständliches: ein Lächeln, ein schöner Moment, ein kurzer Höhenflug. Und doch ist sie im Alltag vieler Menschen erstaunlich selten geworden. Zwischen Pflichtgefühl, To-do-Listen und dem ständigen Blick auf das, was noch fehlt, gerät sie aus dem Fokus. Dabei ist Freude kein oberflächlicher Luxus, sondern eine Grunddimension eines gelingenden Lebens. Sie zeigt sich nicht nur im Genuss, sondern oft gerade dort, wo wir ganz bei einer Sache sind, uns verbunden fühlen oder in einer Aufgabe aufgehen. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, was Freude philosophisch eigentlich ist: Ist sie Zufall oder Übung? Warum sabotieren wir freudvolle Momente durch Grübeln, Multitasking und Leistungsdenken? Und weshalb vertieft sich Freude häufig dort, wo Sinn, Mühe und Zugehörigkeit zusammenkommen? Eine Folge über die Kunst, Freude zu kultivieren, ohne ihr krampfhaft hinterherzulaufen. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Seneca, I Ging, Kaibara Ekiken, Demokrit, Goethe Weiterführende Links: „Die Kunst des Loslassens – Wege zu einem glücklichen Leben“ Interview mit Albert auf ndr.de über unser Buch, in dem er über die Bedeutung von Loslassen, Akzeptanz und innerer Freiheit spricht und erklärt, wie diese Haltung zu mehr Lebensfreude führen kann. „Freude“ Artikel auf Pal Verlag über das Phänomen Freude, was sie aus psychologischer und lebenspraktischer Sicht ausmacht, wie sie im Alltag kultiviert werden kann und warum sie eine zentrale Rolle für ein erfülltes Leben spielt. Das „Pudelkern-Buch“ bei Amazon bestellen und gerne bewerten.
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Feb 24, 2026 • 59min

#193 Schmerz. Interview mit dem Schmerzpatienten und Podcaster Jürgen Krauß.

„Schmerz ist unvermeidlich. Leiden ist optional." (Haruki Murakami) Schmerz ist eine der unmittelbarsten Erfahrungen des Menschseins und doch sprechen wir selten offen darüber. Was geschieht, wenn er nicht mehr vergeht, wenn er sich in den Alltag einschleicht und zur dauerhaften Belastung wird? In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan mit Jürgen Krauß, der seit vielen Jahren mit chronischen Schmerzen lebt, über das Aushalten, das Annehmen und die Suche nach einem guten Leben unter veränderten Bedingungen. Seine Geschichte erzählt von Brüchen, von Verzweiflung und davon, wie sich mit der Zeit ein anderer, tragfähiger Blick auf das Leben öffnen kann. Im Gespräch geht es um die feine Linie zwischen Schmerz und Leiden, um die Frage, was wir tragen müssen und wo wir Gestaltungsspielräume behalten. Die praktische Philosophie liefert dabei Orientierung: von der stoischen Unterscheidung zwischen dem, was wir beeinflussen können und dem, was wir tragen müssen, über Epikurs Gedanken zum Schmerz bis hin zu buddhistischen Einsichten über Krankheit und Vergänglichkeit. Eine Folge darüber, wie wir lernen können, auch unter schwierigen Bedingungen ein gutes Leben zu führen und warum gerade im Leiden oft Wachstum liegt. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Sokrates, Epiktet, Seneca, Epikur, Heraklit, Konfuzius, Buddha, Thich Nhat Hanh, Aischylos, Homer Weiterführende Links: „Chronische Schmerzen: Die Suche nach neuen Therapien“ Spektrum der Wissenschaft-Artikel über aktuelle Ansätze in der Schmerzforschung, personalisierte Behandlungen und die Herausforderung, chronische Schmerzen wirksamer und ganzheitlicher zu therapieren. „Meine Schmerzen und ich“ Artikel in Psychologie heute über psychologische Strategien im Umgang mit chronischen Schmerzen und darüber, wie Einstellungen und Selbstwahrnehmung beeinflussen, wie wir Schmerz erleben und bewältigen. „Schmerzenssache“ Der Podcast Jürgen Krauß zu Erfahrungen und dem Umgang mit chronischen Schmerzen.
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Feb 17, 2026 • 33min

#192 Glaubenssätze 5. Was uns antreibt und was uns begrenzt.

Leise wirkende Glaubenssätze, die unser Entscheidungsverhalten, Beziehungen und innere Freiheit formen. Zwei einschränkende Überzeugungen und zwei stärkende Haltungen werden gegenübergestellt. Es geht um Anpassung, Leistung und Selbstwert sowie darum, wie wir Überzeugungen beweglicher und lebensdienlicher machen können.
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Feb 10, 2026 • 28min

#191 Stolz. Zwischen Selbstachtung und Hochmut.

„Halte dich nicht für mehr, als du bist; aber schätze, was du bist." (Epiktet) Stolz ist ein Gefühl, das zwischen Selbstachtung und Überheblichkeit pendelt. Er kann uns stärken, wenn wir uns über das freuen, was uns gelungen ist, wenn wir Verantwortung übernehmen und zu uns stehen. Gleichzeitig ist Stolz ambivalent: Er kann kippen in Eitelkeit, Hochmut oder Kränkbarkeit und dann Beziehungen belasten, Lernen verhindern und Konflikte verschärfen. Kaum ein Gefühl ist so schillernd und zugleich so missverständlich. In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan über Stolz als emotionale, moralische und soziale Kraft. Sie fragen, wann Stolz Ausdruck eines gesunden Selbstwertgefühls ist und wann er uns blind macht. Ausgehend von antiken Denkern zeigen sie, warum Stolz Maß und Reflexion braucht, wie er mit Demut zusammengedacht werden kann. Eine Folge über Selbstachtung, Integrität und die Kunst, sich zu freuen, ohne abzuheben. Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Seneca, Plutarch, Goethe, König Salomo Weiterführende Links: „Ein angeborenes menschliches Gefühl?“ Artikel im Wissen-Ressort von Deutschlandfunk Kultur darüber, wie Stolz als universelles Gefühl zwar angeborene Wurzeln haben kann, aber zugleich stark kulturell geprägt und unterschiedlich interpretiert wird. „Stolz. Das Chef-Gefühl?“ Text aus dem Wissen-Ressort der Süddeutschen Zeitung darüber, wie Stolz als zentrales menschliches Gefühl wirkt, welche Funktionen er in sozialen und beruflichen Kontexten hat und warum er sowohl motivieren als auch problematisch sein kann, mit Blick auf psychologische Forschung und gesellschaftliche Bedeutungen. „Ist Bescheidenheit positiv?“ Studienzusammenfassung der Psychologie Heute darüber, wie Bescheidenheit als Persönlichkeitseigenschaft wahrgenommen wird, welche psychologischen Vor- und Nachteile sie hat und wie sie sich von Selbstwert und Stolz abgrenzt.
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Feb 3, 2026 • 48min

#190 Langeweile. Unangenehm, aber aufschlussreich. Interview mit der Autorin und Pop-Soziologin Dr. Silke Ohlmeier.

Dr. Silke Ohlmeier, Pop-Soziologin und Autorin, forscht zur Langeweile und schrieb "Langeweile ist politisch". Sie erklärt, was Langeweile wirklich bedeutet. Es geht um situative vs. chronische Langeweile. Philosophische Perspektiven auf Sinnverlust und Muße kommen zur Sprache. Gesellschaftliche Ungleichheiten und Mediennutzung werden diskutiert.
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Jan 27, 2026 • 28min

#189 Longevity. Länger oder intensiver leben?

Es geht um den Longevity-Trend: Biohacking, Schlaftracking und Nahrungsergänzung kommen auf den Prüfstand. Antike Denker wie Epikur, Seneca und Marc Aurel liefern Perspektiven zur Angst vor Vergänglichkeit. Diskussion über Maß, Selbstfürsorge ohne Neurosen und die Frage, ob Intensität und Sinn wichtiger sind als bloße Lebensverlängerung.

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