
Der Pudel und der Kern - Philosophie to go #198 Warum Gegensätze zum Leben gehören und wir lernen müssen, sie auszuhalten.
„Gegensätze fügen sich zusammen, und aus dem Widerstreit entsteht die schönste Harmonie.“ (Heraklit)
Wir lieben klare Antworten. Richtig oder falsch. Gut oder schlecht. Entweder, oder. Doch das Leben hält sich selten daran. Zwischen Nähe und Freiheit, Stärke und Verletzlichkeit, Sicherheit und Veränderung erleben wir uns oft gleichzeitig in widersprüchlichen Gefühlen und Haltungen. Diese Ambivalenzen können verunsichern und sind doch kein Fehler, sondern ein Wesensmerkmal des menschlichen Lebens.
In dieser Pudelkern-Folge sprechen Albert und Jan darüber, warum Gegensätze nicht aufgelöst, sondern verstanden und integriert werden wollen. Wir sollten diese Spannungen aushalten und immer wieder neu auszubalancieren. Es geht um die Kunst, zwischen verschiedenen Polen zu leben, ohne daran zu zerbrechen und darum, wie aus Gegensätzen nicht Zerrissenheit, sondern Lebendigkeit entstehen kann.
Weitere Informationen unter www.pudel-kern.com
Besprochene und zitierte Philosophen dieser Folge: Aristoteles, Heraklit, Zhuangzi, Epiktet, Platon, Empedokles, Hegel
Weiterführende Links:
- „Harmonie durch Gegensatz“ Essay von Renate Knoblauch auf Treffpunkt Philosophie über die Idee, dass echte Harmonie nicht im Gleichklang, sondern im Zusammenspiel von Gegensätzen entsteht.
- „Intelligente Gefühle“ Online-Interview der Frankfurter Rundschau mit Jan Slaby, Juniorprofessor für Philosophie an der FU Berlin über die enge Verbindung von Emotion und Verstand und die Idee, dass Gefühle eine eigene Form von „Intelligenz“ besitzen, die unser Handeln und unsere Wahrnehmung der Welt prägt.
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