

Chefgespräch | Der True-Success-Podcast
Varinia Bernau, Konrad Fischer
Varinia Bernau (Ressortleiterin Management & Karriere) und Konrad Fischer (Ressortleiter Unternehmen & Technologie) diskutieren im Wechsel mit den wichtigsten Familienunternehmern, Top-Managerinnen und CEOs Deutschlands, wie es in der aktuellen Situation gelingt, erfolgreich ein Unternehmen zu führen – und wie sie selbst erfolgreich wurden. Dabei geben die Gäste faszinierende und unterhaltsame Einblicke in ihr Leben – als Inspiration für Ihren Karriereweg.
Logodesign: Patrick Zeh
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Apr 22, 2022 • 1h 15min
MIT-Vorsitzende Connemann: „Deutschland ist sehr satt, behäbig und langsam geworden“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Selten waren die Zeiten für den deutschen Mittelstand so herausfordernd wie heute. Rohstoff- und Energiepreise explodieren wegen Russlands Krieg gegen die Ukraine, Lieferketten werden instabiler, Fachkräfte sind knapper denn je, der Klimaschutz sorgt für Disruption. Und der Standort Deutschland spielt im internationalen Vergleich längst nicht mehr in der Liga der Wettbewerbsfähigsten. Erstens gehören die Unternehmenssteuern zu den höchsten, zweitens kennen viele Unternehmer Breitbandanschlüsse nur aus Erzählungen und drittens erinnert der Bürokratieabbau an das Ungeheuer von Loch Ness. Alle reden darüber, keiner hat es je gesehen. Trotzdem jagen ihm immer noch ein paar Unbeirrbare hinterher. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie fütterte als Kind am Wochenende die Schweine, stritt mit ihrem Vater über eine Leichenhalle, lernte als Schuhverkäuferin Demut, liebt einen Baumversteher, fordert mehr Waffen für die Ukraine, kämpft für Leuchttürme auf Briefmarken, würde Kernkraftwerke gerne länger laufen lassen – und glaubt, die CDU sei die eigentlich grüne Partei. Gitta Connemann sitzt seit zwanzig Jahren für die CDU im Bundestag und ist seit wenigen Monaten die erste weibliche Vorsitzende der Mittelstands- und Wirtschaftsunion, kurz MIT. Sie agiert als politisches Sprachrohr der Unionsparteien für Unternehmer und Selbstständige.
Im Podcast erzählt sie mir, warum wir ein Gasembargo nicht durchhalten würden, was die Regierung mit einem Zug gemeinsam hat, weshalb die Union die Wahl verloren hat und wie der Mittelstand entlastet werden muss. Ein Ständchen gab es übrigens auch.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Das exklusive Ranking der WirtschaftsWoche zeigt, dass die Hochschulen in den neuen Bundesländern der Konkurrenz aus München, Aachen und Co. hinterherhinken. Noch. Denn jetzt kommen Tesla, Intel und Bosch. Lassen sie Dresden und Leipzig, Jena und Magdeburg zu Deutschlands Bildungsorten der Zukunft reifen?
https://www.wiwo.de/my/erfolg/hochschule/hochschulranking-2022-die-besten-unis-fuer-ihre-karriere/28265914.html [wiwo+]
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Apr 15, 2022 • 1h 11min
RWI-Präsident Schmidt: „Die Weltwirtschaft wird in Mitleidenschaft gezogen“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Die German Angst geht um. Nach sorglosen Jahren mit tiefer Inflation, solidem Wachstum und steigenden Börsenkursen stehen wir jetzt mitten in einer Zeitenwende. Oder mit anderen Worten: Es wird ungemütlich. Der Post-Corona-Boom fällt aus. Putins Krieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen Sanktionen des Westens haben das Potenzial, die deutsche Wirtschaft schwer zu treffen, im schlimmsten Fall in eine tiefe Rezession zu stürzen. Denn plötzlich erkennen alle, wie fahrlässig abhängig sich Deutschland von russischen Energielieferungen gemacht hat und was ein Lieferstopp bedeuten würde. Böse Erinnerungen an die Siebzigerjahre werden wach, als hohe Inflationsraten und mageres Wachstum regierten. Doch wie schlimm wird es wirklich? Darüber streiten sich die Gelehrten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er hat eine enge Beziehung zu Australien, schaffte es als Doktorand an die Eliteuniversität in Princeton, ist kein Freund des Mindestlohns, hat eine Schwäche für BMW, glaubt nicht an den Wachstumsfaktor Kultur, lieferte 2009 die schlechteste Prognose seines Lebens ab – und hält ein Embargo für russisches Gas für ziemlich riskant. Christoph Schmidt ist seit 2002 der Präsident des RWI, dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung. Er hat vor kurzem zusammen mit den führenden deutschen Konjunkturforschungsinstituten eine brisante Gemeinschaftsprognose veröffentlicht.
Wir besprechen in dieser Spezial-Folge zu Ostern alles, was Sie jetzt über ein Gasembargo, die Energiewende, Inflation im Supermarkt und an der Zapfsäule, Zinsen, konjunkturelle Aussichten und die Folgen der Geopolitik für die Lieferketten und die Unternehmensstrategien wissen müssen. Außerdem geht es um den schönsten Hafen der Welt, Handballpositionen und was sie über jemanden aussagen und die „ökonomische Alphabetisierung“ der Deutschen.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Die Geldentwertung trifft längst nicht alle gleich hart. Zu den Profiteuren gehören Staaten, Markenhersteller, Immobilienbesitzer – und Anleger, sofern sie die richtige Strategie verfolgen.
https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/profiteure-der-steigenden-preise-die-gewinner-der-inflation/28249392.html [wiwo+]
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Apr 8, 2022 • 1h 5min
Freenet-Chef Vilanek: „Ich bin aus dem katholischen Kindergarten geflogen“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Wer kennt es nicht, plötzlich ist der Anrufer weg oder der Handybildschirm eingefroren. Deutschland gilt trotz aller Fortschritte als Land der Funklöcher. Bei Breitbandanschlüssen liegt die Offline-Republik im internationalen Vergleich weit hinten, Glasfaser kennen viele nur aus Erzählungen. Gleichzeitig tobt auf dem Telekommunikationsmarkt ein erbitterter Verdrängungswettbewerb. Wer im Geschäft mit Handyminuten und Datenpaketen gewinnen will, muss der Konkurrenz mit Kampfpreisen die Kunden abjagen – und hoffen, dass von denen keiner das Kleingedruckte liest. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er verdiente sein erstes Geld mit Kohleschleppen, steht auf blaue Porsches und bunte Hosen, würde gerne zur Raumstation ISS fliegen, kann nichts mit Homeoffice anfangen, hält Teambuilding für Gefasel, hat keine Mühe, sich als Machtmensch zu outen – und er will mal was Neues machen. Denn Christoph Vilanek ist schon seit 2009 CEO des Büdelsdorfer Unternehmens Freenet, Deutschlands größtem netzunabhängigen Telekomanbieter. Freenet strickt als Wiederverkäufer aus den unübersichtlichen Tarifen von Vodafone, Telekom und Telefonica neue günstigere Angebote.
Er erzählt mir, warum er Dieter Bohlen bewundert, ein Anhänger der Präsenzkultur ist, das lineare Fernsehen noch immer eine große Rolle spielt und wie seine Herkunft ihn „genetisch“ zum Verkäufer macht.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Der Ukraine-Krieg treibt den Boom von grünen Aktien und Fonds. Doch längst nicht alle rechnen sich. Wie Sie Flops erkennen – und 13 Investments, die sich lohnen.
https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/gruene-investments-sind-oeko-anlagen-ueberbewertet/28234732.html [wiwo+]
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Apr 1, 2022 • 53min
Hanse-Yachts-Chef Runde: „Mehr als 30 ukrainische Mitarbeiter sind in den Krieg gezogen“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Die wirtschaftlichen Aussichten sind nicht rosig. In den Chefetagen ist die Stimmung schlecht, der Geschäftsklima-Index des Ifo-Instituts brach im März förmlich ein. Vor wenigen Wochen hofften noch alle auf einen Post-Corona-Boom, jetzt treibt Putins Krieg die Weltwirtschaft Richtung Rezession. Doch nicht alle Menschen werden darunter leiden. Ab einer gewissen Vermögensliga lassen sich solche Krisen locker wegstecken. Eine ganze Industrie kümmert sich deshalb intensiv um die Welt der Wohlhabenden, in der Spezialwünsche zum Alltag gehören – sei es für Private Jets, Oberklasse-Autos, Luxusimmobilien oder große und kleine Hochseeyachten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sein Vater regierte einst für die SPD das Hamburger Rathaus, er hat eine Schwäche für die Küste und für Flugzeuge, wurde als Küchenbauer nicht glücklich, verkaufte jahrelang Liechtensteins Nationalstolz, hält Bootsbauer für einen Traumjob und kann sich immer noch nicht entscheiden, ob er lieber vegetarisch kocht oder ein Filet-Steak auf den Grill legt. Der Hamburger Hanjo Runde führt seit wenigen Monaten als CEO die Greifswalder Firma HanseYachts, dem weltweit zweitgrößten Hersteller hochseetauglicher Segelyachten. HanseYachts ist seit 2011 im Mehrheitsbesitz des Münchner Finanzinvestors Aurelius.
Er erzählt mir, wie ihn sein Vater und die SPD prägten, warum er zweimal am Tag Meetings zu unfertigen Booten hat, was er an chinesischen Geschäftspartnern besonders überraschend fand und wie HanseYachts mit dem Fachkräftemangel umgeht.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Russland droht mit Stopp der Gasexporte und verschärft damit eine Rohstoffkrise, auf die gerade Deutschland schlecht vorbereitet ist. Edelmetalle und Seltene Erden sind knapp und teuer – und werden auch nicht bevorratet. Das Staunen über das Versäumte ist groß. Manager und Politiker versuchen jetzt schnell Lösungen zu finden – mit ungewöhnlichen Strategien.
https://www.wiwo.de/my/unternehmen/industrie/gefaehrliche-knappheit-rohstoff-alarm-in-der-deutschen-industrie/28216506.html [wiwo+]
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Mar 25, 2022 • 1h 1min
Vorwerk-Chef Stoffmehl: „Kann nicht ausschließen, dass wir dieses Jahr den Thermomix-Preis erhöhen werden“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Wer sich das Chefgespräch regelmäßig anhört, weiß bereits, dass ich ein glühender Anhänger des Fischstäbchens bin. Und somit lässt sich leicht erahnen, dass Kochen nicht so mein Ding ist. In meinen Studentenzeiten gab es in der WG praktischerweise immer einen, der es besser und leidenschaftlicher machte. Nach der Uni war der Gang ins Restaurant oder der Griff in die Tiefkühltruhe oft verlockender als der eigene Zwiebelschäler. Spätestens seit Corona macht nun eine ganze Industrie mit meiner Fraktion der Superbequemen noch mehr Geschäft. Die einen liefern fertige Zutatenpakete, die anderen teilautomatisieren das Kochen. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er ist der Spross einer Heizöl-Dynastie, jagt wilde Tiere, trinkt am liebsten Underberg, versuchte vergeblich mit einem Internet-Start-up reich zu werden, verkaufte leidenschaftlich Tiefkühlgemüse, hält den Direktvertrieb für eine der besten Erfindungen, besucht jeden Monat eine Kochparty, schüttelt gerne mal dem französischen Präsidenten die Hand und ist überzeugt, dass viele Manager die Demut verloren haben vor dem, was die Menschen an der Basis tagtäglich leisten. Thomas Stoffmehl ist Sprecher des Vorstands von Vorwerk, Europas größtem Direktvertriebsunternehmen, das mit dem Küchengerät Thermomix und dem Staubsauer Kobold über drei Milliarden Euro Umsatz macht.
Er erzählt mir, welche Parallelen es bei der Jagd und im Management gibt, wie er Emmanuel Macron erlebte und warum er die Cookit-Konkurrenz von Bosch nicht fürchtet.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Um von Russland wegzukommen, drückt Wirtschaftsminister Robert Habeck die Energiewende schonungslos durch – mit enormen Risiken.
https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/robert-habeck-koenig-planwirtschaft/28194206.html [wiwo+]
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Mar 18, 2022 • 1h 3min
Douglas-Chefin Tina Müller: „Frauen sind nicht per se friedensstiftender als Männer“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Frauen sind an den Schalthebeln der Macht immer noch eine Seltenheit. Sie sitzen weder auf den Chefsesseln der Firmen noch der Investoren. Im Leitindex Dax ist gerade mal ein CEO-Posten weiblich besetzt. Von den 500 deutschen Weltmarktführern werden nicht einmal fünf Prozent von einer Frau geführt. In den Führungsetagen der kleinen und mittelgroßen Firmen schrumpft der Anteil sogar. Und wer wachsenden Start-ups frisches Geld gibt, bestimmen meist immer noch Männer. Nur ganz wenige Frauen sind auf beiden Spielfeldern unterwegs. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Sie wurde in einem Kloster-Gymnasium sozialisiert, züchtet auf der Dachterrasse Brombeeren, isst zum Frühstück neun verschiedene Nahrungsergänzungsmittel, lässt sich von einer App coachen, parkt im Kopf gerne um, erntete im Lockdown einen Shitstorm, träumt von einer eigenen Beauty-Farm, ist kein Liebling der Gewerkschaften und findet, dass es zum Jungsein nie zu spät ist.
Douglas-CEO Tina Müller erzählt mir, wie sie die Drogeriekette zu einer Beauty- und Gesundheitsplattform umbaut, warum Managerinnen anders bewertet werden als Manager und wie „katastrophal“ die Lockdowns für den stationären Handel waren.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Der Westen bekommt Russlands Superreiche kaum zu fassen. Denn die wissen nicht nur Milliarden zu scheffeln – sondern sie auch zu verstecken.
https://www.wiwo.de/my/politik/ausland/kaum-zu-fassen-die-jagd-auf-putins-oligarchen/28171646.html [wiwo+]
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Mar 11, 2022 • 1h 4min
Sartorius-Chef Kreuzburg: „Wir liefern zur Zeit nicht mehr nach Russland“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Putins Krieg gegen die Ukraine beherrscht die Schlagzeilen. Es gibt kaum noch ein anderes Thema, sogar Corona scheint plötzlich vorbei zu sein. Der Eindruck täuscht allerdings. Die Inzidenzzahlen steigen wieder, der Gesundheitsminister orakelt bereits eine Sommerwelle herbei und die Warnungen vor dem endgültigen Erlahmen der Impfkampagne reißen nicht ab. Die Pandemie hat die Menschen müde gemacht und den Unternehmen viel abverlangt. Mancher Einzelhändler und Gastronom musste aufgeben, andere stehen derzeit am Abgrund, nur von Staatshilfen am Leben erhalten. Doch es gibt nicht nur Verlierer. Das Virus sorgte mancherorts für einen Umsatzschub, und das nicht nur beim Online-Giganten Amazon. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er steht auf Bob Marley, macht seit siebzehn Jahren den gleichen Job, findet deutsche Wissenschaftler gründungsfaul, kann sich fürchterlich über Impfgegner aufregen, hält den gleichzeitigen Ausstieg aus Atom und Kohle für die Quadratur des Kreises und ist überzeugt, dass die Künstliche Intelligenz die biopharmazeutische Industrie retten wird. Joachim Kreuzburg ist seit 2005 CEO des Laborausrüsters Sartorius, hat in dieser Zeit Umsatz und Börsenkurs vervielfacht und versucht gerade, für elf Milliarden Dollar eine weitere Firma zu übernehmen.
Er erzählt mir, wie Sartorius mit dem Krieg in Osteuropa umgeht, warum es falsch wäre, auf schnelle neue Krebsmedikamente zu setzen, was sich in der Zusammenarbeit von Wissenschaft und Wirtschaft verbessern muss - und weshalb er lieber mal in einer Berghütte einkehrt als den Gipfel zu erklettern.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Russlands Angriff auf die Ukraine bremst das Wachstum und lässt die Börsenkurse purzeln, treibt die Inflation und vermiest die Konsumlaune. Der Weltwirtschaft droht ein Comeback der Siebziger – oder Schlimmeres.
https://www.wiwo.de/my/politik/konjunktur/der-preis-des-krieges-treibt-putin-uns-in-die-rezession/28148630.html [wiwo+]
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Mar 4, 2022 • 1h 3min
UBS-Europachefin Novakovic: „Wir tun immer so, als wären Frauen per Definition die besseren Manager“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Banker genossen in den letzten Jahren nicht den besten Ruf. Zuerst galten sie als die gierigen Bonusjäger, dann verspekulierten sie die halbe Weltwirtschaft, mussten anschließend vom Staat gerettet werden und jetzt verschlafen sie auch noch die Gleichberechtigung in den Chefetagen. So lautet zumindest das gängige Narrativ. Ob das der Realität entspricht, wollen wir heute klären. Womit wir bei meinem Gast wären. Sie ist das Kind einer Südtiroler Hoteliersfamilie, beschaffte sich als Mädchen Superkräfte aus Büchern, scheiterte mit ihrem Traum vom Kunststudium an ihrer Mutter, war die erste Frau in einem DAX-Vorstand, bezeichnet Arbeitskollegen schon mal als echte Kotzbrocken, tritt im Karneval gerne als Schneewittchen auf, konzentriert sich am liebsten auf superreiche Kunden, wird bald einen Krimi schreiben und findet nicht, dass Frauen die besseren Männer sein müssen. Christine Novakovic ist die Chefin der Europa-Tochter und der europäischen Vermögensverwaltung der Schweizer Großbank UBS, die weltweit über vier Billionen Dollar verwaltet.
Sie erzählt mir, wie man Gleichberechtigung in den Chefetagen ohne Quote erreichen kann, wovon ihr erster Krimi handeln wird – und was die neuen Superreichen umtreibt.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Deutschland will sich mithilfe von Flüssiggas und Wasserstoff aus der Abhängigkeit von Putins Energielieferungen lösen. Doch die globale Konkurrenz ist groß.
https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/bloss-weg-von-putins-gas-operation-energiefreiheit/28125072.html [wiwo+]
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Feb 25, 2022 • 1h 3min
Top-Ökonom Lars Feld: „Russland spielt als Handelspartner für Deutschland eine untergeordnete Rolle“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Die Zukunft von Deutschlands Geschäftsmodell wird mitunter ziemlich polemisch diskutiert. Die einen beschwören die drohende Öko-Planwirtschaft, für die anderen regieren immer noch zu viele gefühlskalte Neoliberale. Zwischen diesen beiden Extremen bekennen sich zwar alle zur sozialen Marktwirtschaft, aber alle verstehen etwas anderes darunter. Liegt die Betonung nun auf dem Wort „Marktwirtschaft“ oder auf „sozial“? Oder ist nicht sowieso die ökosoziale Marktwirtschaft der richtige Weg? In der neuen Ampel-Regierung ist jede Strömung vertreten, egal ob Greenpeace-Sympathisanten, Sozialstaatromantiker oder Haushaltspuristen. Die Sollbruchstellen in der Patchworkfamilie sind programmiert. Am Ende dürfte man sich vor allem ums Geld streiten, das vielleicht bald weniger wird, weil die geopolitischen Verwerfungen das deutsche Exportmodell hart treffen könnten. Womit wir bei meinem heutigen Gast wären. Er war früher Mitglied der SPD, gilt heute als Lieblingsfeindbild der SPD-Fraktion, wollte im Fall des Scheiterns seiner Ökonomenkarriere als Rocksänger durchstarten, wäre fast nach Österreich ausgewandert, bewundert die direkte Demokratie der Schweizer, gilt als Mister Schuldenbremse, preist als Ordoliberaler die Effizienz des Marktes und empfand die Hartz-Reformen als zu halbherzig. Lars Feld ist Professor für Wirtschaftspolitik an der Universität Freiburg, Leiter des dortigen Walter Eucken Instituts und ehemaliger Chef des Rats der Wirtschaftsweisen. Vor kurzem hat ihn Finanzminister Christian Lindner zu seinem persönlichen Wirtschaftsberater ernannt.
Feld erzählt mir, warum der Klimaschutz als Subventionsmonster
enden könnte, SPD-Wähler in der Familie Feld länger leben, Deutschlands Exportmodell in Zeiten geopolitischer Verwerfungen leidet, EZB-Chefin Christine Lagarde bald eine Zinsentscheidung fällen muss – und was es mit seiner Karriere als Rocksänger auf sich hat.
Hinweis: Das Gespräch wurde bereits am 23.02. aufgezeichnet.
Unsere aktuelle Titelgeschichte:
Putin lässt die Kurse abstürzen, Krieg und Klimaschutz verteuern Energie, die Inflation erzwingt steigende Zinsen – an den Börsen endet die Ära des leicht verdienten Geldes. Die Sieger unseres exklusiven Rankings der besten Geldmanager verraten, wie sie jetzt Rendite sichern und Geldwerte schaffen.
https://www.wiwo.de/my/finanzen/geldanlage/die-besten-vermoegensverwalter-2022-die-krisenstrategien-der-besten-boersenprofis/28099340.html [wiwo+]
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Feb 18, 2022 • 1h 6min
Carsten Maschmeyer: „Ich hatte Angst, hirnkrank zu werden“
WirtschaftsWoche Chefgespräch
Carsten Maschmeyer hat eine unschöne Kindheit hinter sich, gilt als begnadeter Verkäufer, war zeitweise tablettensüchtig, investiert vor laufender Kamera in Trachtenmode, gründet mit seinem Arzt eine Firma, bezeichnet Geschäftspartner auch mal als Prinz Karneval und ist überzeugt, dass Armut von arm an Mut kommt.
Er gründete einst den umstrittenen Finanzvertrieb AWD, führt heute die Maschmeyer Group, beschreibt in Büchern, wie man erfolgreich wird, und sucht in der Gründershow „Die Höhle der Löwen“ nach den ultimativen Geschäftsideen.
Im Podcast hat er mir erzählt, warum er eigentlich Arzt werden wollte, beim Verkaufen auch mal zu weit ging, die Tablettensucht ihn beinahe umbrachte, beinahe Held in einem Kinderbuch wurde und Investments in Mental Health der letzte Schrei sind.
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