VertriebsFunk – Vertrieb, Recruiting und Karriere

Christopher Funk – Headhunter und Vertriebsspezialist
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Apr 8, 2026 • 29min

#1025 - Seeing is Believing im Vertrieb: Wenn der Kunde die Lösung selbst erlebt. Mit Stefan Barnewitz

Geschätzte Lesedauer: 6 Minuten Schön, dass du wieder dabei bist! Heute widmen wir uns nämlich einem Thema, das für jeden B2B-Vertrieb ein echter Gamechanger ist: die virtuelle Produktpräsentation. Hast du dich außerdem schon mal dabei erwischt, wie du eine schwere Maschine oder Software nur mit Worten erklärst? Das ist wirklich hartes Brot. Folglich musst du beim abstrakten Verkaufen stark die Fantasie der Kunden wecken. Allerdings ist das oft extrem schwer. Deshalb gibt es im Vertrieb diesen tollen Spruch: Seeing is Believing. Wenn der Kunde deine Lösung nämlich sehen, den Nutzen spüren und die Technik erleben kann, wird der Verkauf schlagartig einfach. Wir müssen also weg vom abstrakten Erklären. Stattdessen müssen wir hin zu echten Erlebnissen. Genau darüber habe ich in der aktuellen Episode mit Stefan Barnewitz gesprochen. Stefan ist schließlich ein alter Bekannter hier im Vertriebsfunk. Er arbeitet seit über 25 Jahren bei Blue Silver, einer Agentur für 2D- und 3D-Animationen. In diesem Artikel zeige ich dir deshalb, wie du eine virtuelle Produktpräsentation optimal nutzt. So steigerst du am Ende deine Erfolge und überzeugst das ganze Buying Center. Warum eine virtuelle Produktpräsentation heute wichtig ist Wir merken es jeden Tag. Der Vertrieb wird nämlich immer schwerer. Kunden trauen sich heute kaum noch, Dinge allein zu entscheiden. Deshalb ist die Angst vor Fehlern ein echtes Problem im B2B. Hinter jedem Kauf steht somit ein ganzes Team, das du überzeugen musst. Wenn du folglich nur mit Worten kommst, hast du es schwer. Die Lösung? Nimm den Kunden stattdessen mit in deine eigene Welt. Durch eine virtuelle Produktpräsentation steht der Kunde nämlich mitten in der Lösung. Er sieht also nicht nur dein Angebot. Er fühlt vielmehr, wie es ist, dein Produkt zu nutzen. Kurzum: Das ist keine Zukunftsmusik, sondern wird bereits sehr aktiv genutzt. Das alte Image-Video hat jedoch ausgedient. Niemand will schließlich lange Filme sehen, die nur die Firma loben. Das ist nämlich langweilig und austauschbar. Im modernen Vertrieb geht es stattdessen sofort um den echten Nutzen für den Kunden. Die Macht der 3D Animation im Maschinenbau und B2B Eine Produktpräsentation B2B ist weit mehr als ein nettes Extra. Sie arbeitet vielmehr wie dein bester Co-Verkäufer. Egal ob du im Maschinenbau, in der Medizin oder der Logistik bist. Komplexe Themen lassen sich dadurch in wenigen Sekunden greifen. Interaktive Produktpräsentation: Der Messe-Hingucker Gerade in Deutschland sind Messen nach wie vor extrem wichtig. Hier liegen schließlich die großen Budgets. Aber wie fällst du überhaupt auf? Eine 3D Animation im Maschinenbau auf einem großen Screen sorgt zuerst dafür, dass die Leute stehen bleiben. Bewegung ist nämlich ein absoluter Hingucker. Und das Beste: Wenn dein Stand voll ist, übernimmt das Video die Vorarbeit. Es weckt also Neugier und erklärt die Basis. Danach ist der Kunde bereits aufgewärmt, wenn du das Gespräch startest. Warum eine interaktive Produktpräsentation besser ist Richtig spannend wird es jedoch, wenn der Kunde selbst steuern darf. Das Schlimmste im Vertrieb ist nämlich ein passiver Kunde, dem du einfach einen Film zeigst. Im Online-Meeting fangen die Leute dann schnell an, heimlich E-Mails zu tippen. Stattdessen brauchst du echte Interaktion. Stefan berichtete zum Beispiel von einem Logistik-Kunden. Der Besucher kann dort mit einem Game-Controller selbst durch das virtuelle Lager fliegen. Folglich erlebt er die Lösung direkt selbst. Das bleibt schließlich sehr lange im Kopf. Produktpräsentation B2B: Kürzere Sales Cycles und mehr ROI Wenn du deine Kunden mit einer guten virtuellen Produktpräsentation begeisterst, hebst du dich außerdem stark vom Wettbewerb ab. Das ist oft genau der Punkt, der den Preis in den Hintergrund rückt. Schließlich zeigt auch eine Studie, dass Einkäufer stark auf den Prozess beim Verkaufen achten. Zusätzlich wird dein Sales Cycle enorm kurz. Teilweise sinkt die Dauer sogar um bis zu 60 Prozent. Stefan erzählte nämlich von einem Kunden, der schon mit einem Entwurf des Videos den Deal gewonnen hat. Dadurch war das Geld sofort wieder drin. Der Kunde versteht die Vorteile also sofort. Folglich machst du dir den Verkauf viel leichter und schneller. So überzeugst du das Buying Center mit der virtuellen Produktpräsentation Wir arbeiten heute fast immer im großen Team beim Kunden. Du sprichst also nicht nur mit einem Experten, sondern auch mit dem Chef und dem Einkauf. Allerdings haben diese Leute selten Zeit für lange Texte. Hier wird die interaktive Produktpräsentation zum perfekten Werkzeug. Du schickst nämlich nach dem Gespräch einfach einen Link zur Anwendung. Dein Kontakt klickt sich dann durch und schickt den Link direkt an den Chef weiter. Plötzlich gibst du deinem Fan im Haus also das beste Material. Dadurch wird das interne Verkaufen für ihn extrem leicht. Künstliche Intelligenz für deine Produktpräsentation im B2B Auch bei der Erstellung von neuen Videos hilft heute Künstliche Intelligenz. Stefan und sein Team nutzen KI nämlich, um schneller und günstiger zu arbeiten. Früher dauerte das Zeichnen von ersten Ideen oft ewig. Heute geht das mit KI dagegen rasend schnell. Auch bei echten Bildern hilft die Technik enorm. Habt ihr zum Beispiel im Winter gedreht, wolltet aber Sommer im Bild? Mit KI lässt sich der Hintergrund heute einfach tauschen. Solche Schritte machen die Arbeit folglich um bis zu 30 Prozent günstiger. So startest du deine erste interaktive Produktpräsentation Du denkst jetzt vielleicht, das ist alles unfassbar teuer. Das ist jedoch oft ein Fehler. Du musst nämlich nicht sofort ein riesiges Budget haben. Ein Projekt startet meist mit einem kurzen Gespräch über eure Ziele. Eine einfache Animation ist oft schon ab 4.000 Euro zu haben. Da du damit schneller verkaufst, lohnt sich das also extrem. Der beste Tipp lautet deshalb: Starte klein. Lass zuerst ein Video für dein Top-Produkt bauen. Teste dieses dann im Vertrieb. Danach sammelst du Feedback von den Kunden und baust die Anwendung einfach weiter aus. Wie du eine virtuelle Produktpräsentation in deinen Verkauf einbaust: 1. Kern-Nutzen klar benennen Überlege zuerst zusammen mit dem Marketing, was dein Kunde wirklich braucht. Was bringt ihm folglich den größten Mehrwert? 2. Altes Material sichten Schau nach, welche Daten ihr schon habt. Agenturen können nämlich oft alte Fotos oder Daten gut als Basis nutzen. 3. Ein kleines Projekt starten Investiere zunächst etwas Budget in eine kleine Animation. Halte das Video kurz und zeige direkt den Nutzen. 4. Aktiv beim Kunden testen Nutze das neue Video dann aktiv im Termin. Zeige zudem kurze Clips auf der Messe oder bei LinkedIn. 5. Die Interaktion weiter ausbauen Sammle am Ende das Feedback deiner Kollegen. Baue das Video danach zu einem interaktiven Tool aus. Quick Takeaways Sofort verstehen: Eine virtuelle Produktpräsentation nimmt dem Kunden die Angst vor Fehlern. Direkt zum Nutzen: Lange Videos über die Firma bringen heute nichts mehr. Der Nutzen für den Kunden muss stattdessen sofort klar sein. Einfach intern verkaufen: Eine interaktive Produktpräsentation lässt sich leicht im Team teilen. So können Käufer deine Lösung intern besser loben. Schneller zum Abschluss: Klare Bilder sparen Zeit. Dein Verkaufsprozess wird dadurch um bis zu 60 Prozent kürzer. Dank KI günstiger: Clevere KI-Tools machen die Videos heute deutlich schneller und billiger in der Produktion. Fazit & Deine Meinung Wenn der Markt hart ist, brauchst du clevere Helfer. Eine virtuelle Produktpräsentation ist genau das. Du bringst dein Produkt nämlich virtuell direkt auf den Tisch des Kunden. Er kann folglich alles selbst testen und erleben – und das ganz ohne Reise. Mach dir also Gedanken, wie du solche Tools in deinen Verkauf einbauen kannst. Und wenn du Hilfe brauchst, melde dich einfach bei den Experten, die das täglich machen. Jetzt bist du dran: Wie oft zeigst du noch trockene Folien im Termin? Hast du vielleicht schon erste Erfahrungen mit einer 3D Animation im Maschinenbau oder IT-Vertrieb gemacht? Schreib es mir deshalb gerne bei LinkedIn oder teile diesen Text mit deinem Team. 🔊🔊 Schon gehört? Passend zu diesem Thema empfehle ich dir unsere Folge zum Thema passgenaue Kundenansprache: Account Based Selling: Der neue Goldstandard im Vertrieb? Ausgewählte Links zur Episode Dein Strategiegespräch mit Chris: Hier Termin vereinbaren Website von Blue Silver: blue-silver.com Blue Silver auf LinkedIn: Unternehmensprofil ansehen Personen in dieser Folge Christopher Funk bei LinkedIn: Christopher Funk Stefan Barnewitz bei LinkedIn: Stefan Barnewitz Was ist eine virtuelle Produktpräsentation genau? Darunter versteht man den Einsatz von Videos oder 3D-Modellen. Ziel ist es dabei, schwere B2B-Produkte für den Kunden einfach erlebbar zu machen. Wie hilft mir eine interaktive Produktpräsentation beim Verkauf? Sie bringt den Nutzen sofort auf den Punkt. Der Kunde muss sich die Lösung nämlich nicht mühsam vorstellen. Dadurch versteht er alles schneller und kauft früher. Sind solche Videos nicht viel zu teuer? Nein, das ist oft ein Fehler im Denken. Einfache Videos starten nämlich schon bei etwa 4.000 Euro. Da du damit schneller Deals schließt, lohnt sich das Geld sehr schnell. Wie nutze ich die Produktpräsentation B2B im Team des Kunden? Du schickst den Link einfach nach dem ersten Termin per Mail. Dein Kontakt kann dieses Tool dann leicht an den Chef senden. So überzeugen sich alle spielerisch selbst. Wie hilft KI bei der Produktion von Videos? Künstliche Intelligenz macht das Skizzieren heute rasend schnell. Auch Hintergründe lassen sich leicht ändern. Dadurch sinken am Ende die Zeit und die Kosten spürbar.
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Apr 1, 2026 • 31min

#1024 - Sales Cadence: So bestimmst du den Rhythmus deines Vertriebs-Teams

Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten Zunächst springst du von Termin zu Termin und von Meeting zu Meeting. Zwischendurch beantwortest du schnell die wichtigsten E-Mails. Darüber hinaus fährst du noch auf die Messe. Folglich bist du super busy. Allerdings könnten die Ergebnisse besser sein, wenn du ehrlich bist. Denn Akquise, neue Kunden und frische Angebote in der Pipeline gibt es viel zu wenig. Infolgedessen schieben sich die besten Deals schon wieder in den nächsten Monat. Schließlich ist das der klassische Reaktionsmodus, der dich und dein Vertriebsteam auf Dauer fertig macht. Deshalb wird es höchste Zeit für eine klare Sales Cadence. Denn als Vertriebsleiter musst du den Rhythmus und die Prioritäten vorgeben – und natürlich auch vorleben. Wie genau das funktioniert und wie du dein B2B Sales Team aus dem Reaktionsmodus holst, zeige ich dir in diesem Beitrag. Zudem ist das hier keine trockene Theorie, sondern vielmehr ein echter Baukasten für deinen Vertrieb. Warum ohne klaren Vertriebsrhythmus die wichtigste Arbeit liegen bleibt In der B2B-Welt verbringt ein Verkäufer im deutschen Mittelstand im Schnitt nur eine einzige Stunde am Tag aktiv mit dem Kunden. Tatsächlich ist der Rest reine Verwaltung, interne Abstimmung und reaktives Arbeiten. Das Problem ist dabei jedoch nicht nur die mangelnde Kundenzeit. Vielmehr ist das echte Problem: Die wichtigste Arbeit schafft es erst gar nicht in den Kalender. Die Eisenhower-Matrix als Leitfaden Hier hilft uns glücklicherweise die berühmte Eisenhower-Matrix. Demnach lassen sich Aufgaben in vier Felder einteilen, basierend auf den Achsen dringend und wichtig. Einerseits ist die lukrativste Arbeit im Vertrieb – also neue Kunden ansprechen, die Pipeline aufbauen und strategische Gespräche führen – extrem wichtig. Andererseits ist sie fast nie dringend. Dringend ist stattdessen das nächste Meeting, das klingelnde Telefon oder die E-Mail, die gerade reinkommt. Folglich gewinnt das Dringende im Alltag fast immer, weshalb die wichtigen Aufgaben ständig vor sich hergeschoben werden. Dementsprechend müssen wir das dringend ändern. Deine absolute Kernaufgabe als Führungskraft im Vertrieb ist es nämlich, dafür zu sorgen, dass genau diese wichtige, nicht dringende Arbeit den Kalender bestimmt. Kurzum: Der Vertrieb scheitert selten an schlechten Produkten. Stattdessen scheitert er daran, dass die wirklich wichtigen Dinge keinen Platz im Terminkalender finden. Was ist eigentlich eine Sales Cadence? Eine Sales Cadence (oder auch Vertriebsrhythmus) beschreibt ganz konkret, wie du den Ablauf einer Woche, eines Monats, eines Quartals und eines Jahres in deinem Vertriebsteam strukturierst. Dabei geht es vor allem darum, strategische Jahres- und Quartalsziele auf den einzelnen Tag herunterzubrechen. Schließlich entscheidet sich der Vertriebserfolg genau dort: In der alltäglichen Umsetzung. Der Startschuss für deine Sales Cadence: Das Friday-Sheet Tatsächlich starten die meisten Vertriebsteams völlig ungeplant am Montagmorgen in die Woche und fangen sofort an zu improvisieren. Zunächst arbeiten sie reaktiv E-Mails ab und verschwinden anschließend in internen Meetings. Am Freitag fällt dann schließlich auf, dass wieder zu wenig Akquise passiert ist. Zudem fehlen Neukunden in der Pipeline. Die Lösung dafür ist denkbar einfach: Das Friday-Sheet. Jeder Verkäufer plant am Freitag verbindlich seine kommende Woche. Idealerweise macht er das von Hand in ein gemeinsames Google Sheet, aber bloß nicht ins CRM. Folglich behältst du den Überblick. Dementsprechend gehören folgende Punkte in dieses Sheet: Die 4 entscheidenden Felder des Friday-Sheets Erstens – Neue Logos: Welche komplett neuen Kunden gehe ich nächste Woche proaktiv an? Dabei zählen keine Bestandskunden und keine warmen Kontakte! Falls hier nämlich nichts steht, hast du im nächsten Monat keine frische Pipeline. Folglich fällt dir das durch die 60-Tage-Regel in wenigen Wochen knallhart auf die Füße. Zweitens – Pipeline vorantreiben: Welche wichtigen Deals bewege ich nächste Woche weiter? Und zwar durch konkrete Aktionen! Schließlich ist "Ich fasse mal nach" keine echte Aktion. Stattdessen musst du wissen: Wer spricht mit wem, worüber und was ist das konkrete Ziel? Drittens – Abschlüsse: Welche Aufträge kommen nächste Woche sicher rein? Auch hier brauchst du unbedingt das "Warum". Warum sollte der Kunde ausgerechnet jetzt abschließen? Zudem musst du wissen, welches Event ihn treibt. Viertens – Sonstiges Wichtiges: Trage außerdem ein bis maximal drei weitere wirklich entscheidende Punkte ein, wie beispielsweise wichtige Messevorbereitungen. Am Freitagnachmittag schaust du dir diese Liste an. Dadurch siehst du sofort, ob die nächste Woche in die richtige Richtung läuft. Noch wichtiger ist jedoch: Du überprüfst, was der Verkäufer sich für die vergangene Woche vorgenommen hatte und was davon wirklich passiert ist. Kurzum, das ist dein wichtigster Ansatz für Führung und Sales Coaching! Golden Hours: So schützt du den Vertriebsrhythmus deiner Akquise Wenn deine Leute drei neue Logos angehen wollen, brauchen sie dafür natürlich Zeit. Falls der Kalender jedoch voll mit internen Schulungen ist, wird das reines "Wishful Thinking". Deshalb brauchst du in deiner Sales Cadence zwingend geschützte Akquisezeiten – die sogenannten Golden Hours. Definiere hierzu mit dem Team gemeinsame Slots, in denen absolut nichts anderes gemacht wird als Akquise. Das können beispielsweise zwei Vormittage pro Woche sein. Zudem muss die Recherche dafür vorher passiert sein. In diesem Slot werden dann Telefone umgeleitet und niemand checkt E-Mails. Schließlich entsteht eine unglaubliche Dynamik, wenn alle das gleichzeitig machen. Allerdings müssen diese Slots knallhart verteidigt werden. Folglich darf dort kein anderes Meeting reingelegt werden! Sales Meetings, die den Vertriebsrhythmus wirklich weiterbringen Ebenso darf dein wöchentliches Sales Meeting kein langweiliges Buchhalter-Meeting sein. Denn die Zahlen stehen ohnehin im CRM. Vielmehr geht es um die Zahleninterpretation und vor allem um das gemeinsame Learning. Fragt euch deshalb: Was haben wir vom Markt gelernt? Darüber hinaus solltet ihr prüfen, ob es neue Best Practices gibt. Baut zudem kurze Trainingseinheiten ein. Das kann Einwandbehandlung sein oder wie man an den Entscheider herankommt. Schließlich muss ein Sales Meeting Energie geben und inspirierend wirken. Das Montagabend-Update für mehr interne Dynamik Außerdem ist das Montagabend-Update ein echter Gamechanger. Schick einfach am Montagabend ein kurzes Update an das gesamte Unternehmen. Der Inhalt lautet schlicht: "Das sind die neuen Kunden, die wir diese Woche angehen." Infolgedessen wirst du staunen, was passiert. Sehr oft meldet sich daraufhin jemand aus einem anderen Team und sagt: "Hey, mein Kommilitone arbeitet jetzt dort!" Dadurch aktivierst du effektiv das verborgene Schwarmwissen deines Unternehmens. Somit machst du den Vertrieb zum wichtigen Thema für alle Abteilungen. One-to-Ones: Die Sales Cadence individuell steuern Genauso ist das One-to-One zwischen dir und dem Verkäufer dein mächtigstes Werkzeug in der Vertriebssteuerung. Deshalb führst du Kritik oder schwierige Gespräche niemals im Team-Meeting, sondern exklusiv hier. Außerdem solltest du den üblichen Smalltalk vergessen. Denn "Wie läufts? – Ach, zieht sich noch" bringt niemanden weiter! Stattdessen muss ein One-to-One hart strukturiert sein: Wo stehst du folglich mit deinen Zahlen im Vergleich zu den Zielen? Darüber hinaus analysieren wir gemeinsam die Pipeline. Zudem prüfen wir, ob es einen Skill-Fokus gibt (beispielsweise bei der Discovery). Schließlich nutzen wir den "Career Compass", um deine heutigen Aufgaben mit deinen Karrierezielen zu verbinden. A-, B- und C-Player im Rhythmus richtig führen Dementsprechend braucht jeder Verkäufer eine ganz andere Führung. Bei A-Playern fragst du vor allem, welche Hindernisse du aus dem Weg räumen kannst. Andererseits brauchen B-Player gezielte Entwicklung und eine engere Begleitung. Bei C-Playern brauchst du hingegen klare Erwartungen und schnelle Entscheidungen. Schließlich ist endloses Mitschleppen keine Option. Pipeline Flash und gemeinsame Kundentermine Zusätzlich zu den fixen Meetings brauchst du regelmäßige Pipeline Flashes. Warum hängen bestimmte Deals? Wie können wir sie gemeinsam loseisen? Deshalb ist es dein Job als Führungskraft, die Deals nach vorne zu pushen. Darüber hinaus begleitest du deine Leute regelmäßig zu Kundenterminen. Hält sich der Verkäufer tatsächlich an das Playbook? Allerdings übernimmst du dabei niemals das Gespräch! Du bist schließlich reiner Beobachter und nutzt das Ganze hinterher als Coaching-Opportunity. Monatliche und Quartals-Rhythmen in der Sales Cadence Außerdem zieht sich die Sales Cadence noch weiter. Monatlich schaut ihr euch die Account-Plans der Top-Kunden an. Zudem setzt ihr euch einen Skill pro Monat, den ihr im Team gezielt trainiert. Besonders kritisch ist es jedoch, sich quartalsweise die "Slipped Deals" anzuschauen. Das sind Deals, die nach hinten verschoben wurden. Falls die Pipeline nämlich plötzlich dünn wird, sind deine Verkäufer oft nicht nah genug am Kunden dran. Daher musst du in solchen Fällen sofort nachhaken! Konstanz: Den Vertriebsrhythmus als Schwungrad (Flywheel) nutzen Um all das umzusetzen, musst du jedoch zuerst bei dir selbst aufräumen. Deshalb holst du dir am besten sofort das Commitment von der Geschäftsführung. Du brauchst nämlich Freiräume und Schutz für dein Team. Schließlich kannst du dein Team nicht führen, wenn du durchgehend fremdgesteuert bist. Vergiss dabei niemals: Sales solves everything. Umsatz ist letztlich der ultimative Schutz gegen Übergriffigkeit im Unternehmen. Die Abwärtsspirale (Doomloop) verhindern Dementsprechend anstrengend ist das Etablieren dieser Sales Cadence. Es dauert nämlich gut drei bis vier Wochen, bis es greift. Es funktioniert quasi wie ein Flywheel (Schwungrad). Am Anfang musst du hart pushen und Widerstände überwinden. Allerdings wird es zu einem Automatismus, wenn es einmal läuft. Deshalb solltest du unbedingt die "Doomloop" vermeiden, bei der ständig neue Initiativen gestartet und sofort wieder fallen gelassen werden. Kurzum: Konsistenz schlägt Exzellenz. Mach folglich die richtigen Dinge konsequent, und dein Vertriebs-Schwungrad wird sich drehen. Gib alles! Quick Takeaways Erstens – Wichtig vor dringend: Die Akquise darf dem Tagesgeschäft nicht zum Opfer fallen. Zweitens – Friday-Sheet nutzen: Jeder Verkäufer plant freitags verbindlich seine Neukunden. Drittens – Golden Hours verteidigen: Schaffe absolut störungsfreie Slots exklusiv für Akquise. Viertens – One-to-Ones strukturieren: Führe harte, aber wertschätzende Gespräche über die Pipeline. Fünftens – Slipped Deals analysieren: Hinterfrage hartnäckig, warum Deals ständig verschoben werden. Schließlich – Flywheel etablieren: Bleib konsequent. Konsistenz im Vertrieb schlägt stets kurzfristige Exzellenz. Was genau ist eine Sales Cadence? Eine Sales Cadence (oder Vertriebsrhythmus) ist ein festgelegter, strukturierter Ablauf von Vertriebsaktivitäten über Tage, Wochen und Monate. Sie bestimmt folglich, wann geplant, akquiriert, gecoacht und reportet wird, um den Vertrieb aus dem reaktiven Modus zu holen. Warum sollte das Friday-Sheet freitags und nicht montags ausgefüllt werden? Am Montagmorgen holt den Verkäufer meist schon das Tagesgeschäft ein. Die Woche reaktiv zu beginnen, verhindert deshalb strategische Planung. Freitags ist der Kopf hingegen klarer für die verbindliche Zielsetzung der nächsten Woche. Was sind Golden Hours im B2B Sales? Golden Hours sind im Terminkalender fix blockierte, geschützte Zeiten, die ausschließlich für Outbound-Akquise genutzt werden. In dieser Zeit gibt es folglich keine internen Meetings und keine Beantwortung von normalen E-Mails. Wie oft sollte ein One-to-One mit Verkäufern stattfinden? Idealerweise findet das strukturierte One-to-One jede Woche statt. Dadurch behältst du den Vertriebsrhythmus im Auge und kannst zudem zeitnah bei Problemen coachen. Was bedeutet der Begriff "Slipped Deals"? Als Slipped Deals bezeichnet man Verkaufschancen (Opportunities), deren Abschlussdatum überschritten wurde. Deshalb werden sie immer wieder in den nächsten Monat verschoben. Sie sind somit ein klares Warnsignal für fehlende Kundenbindung in deiner Sales Cadence. Wie du eine Sales Cadence in 5 Schritten in deinem Vertriebsteam einführst. Management-Buy-In sichern Kläre zunächst intern, dass dein Team geschützte Akquisezeiten braucht. Befreie dich und dein Team deshalb von unnötigen internen Meetings. Das Friday-Sheet einführen Implementiere anschließend ein einfaches Google Sheet. Lass jeden Verkäufer freitags verbindlich eintragen, welche Neukunden nächste Woche kontaktiert werden. Golden Hours blockieren Definiere darüber hinaus feste Zeiten im Wochenkalender als reine Akquisezeit. Diese Blöcke werden unter keinen Umständen für andere Termine hergegeben. One-to-Ones strukturieren Ersetze zudem den Flur-Smalltalk durch verbindliche Einzelgespräche. Analysiere hier hart an der Sache die Pipeline und coache individuelle Schwächen. Konsistent bleiben Halte diesen Rhythmus schließlich konsequent durch. Es dauert nämlich drei bis vier Wochen, bis sich Widerstände legen und das Schwungrad zu laufen beginnt. Hast du deine Sales Cadence schon im Griff? Oder versandet die Akquise in deinem Team folglich auch immer wieder im reaktiven Tagesgeschäft? Lass es mich wissen, kommentiere deshalb diesen Beitrag und teile ihn mit deinem Netzwerk. Gib alles! 🔊🔊 Schon gehört? Das ist die perfekte inhaltliche Ergänzung zu dieser Folge. Hör unbedingt mal rein: VertriebsFunk – Der 1-Stunden-Verkäufer Ausgewählte Links zur Episode Lass uns reden: Dein kostenloses Strategiegespräch mit Chris Jennifer Bers — Best-in-Class Sales Operating Cadence John McMahon — The Qualified Sales Leader Salesforce — State of Sales Report 2026 Center for Sales Strategy — A Weekly Sales Planning System Personen in dieser Folge Christopher Funk
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Mar 25, 2026 • 55min

#1023 - Akquise auf Autopilot: Wie KI im Mittelstand Kaufsignale findet, Kontakte erkennt und die Ansprache automatisiert. Mit Anthony Filipiak

KI-Agenten im B2B-Vertrieb: Akquise auf Autopilot für den Mittelstand Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten Hey, hier ist Christopher Funk. KI ist heute ein riesiges Thema. Alle fragen sich: Wie nutze ich das am besten? Ist mein Job in Gefahr? Deshalb zeige ich dir heute, wie KI-Agenten im B2B-Vertrieb deine Akquise fast von selbst machen. Der größte Hebel für Firmen liegt nämlich im Vertrieb. Hier kannst du viel mehr aus deinem Team holen. Dennoch passiert im Mittelstand in Deutschland aktuell noch sehr wenig. Das müssen wir ändern. Warum der Mittelstand jetzt schnell handeln muss Die Chance ist groß, jedoch schläft die Konkurrenz nicht. Weil viele Firmen aus dem Ausland bei der Künstliche Intelligenz B2B Akquise schon viel weiter sind, müssen wir hier aufwachen. Wer jetzt mutig handelt, holt sich folglich einen massiven Vorteil im Markt. Wer zu lange wartet, wird am Ende gnadenlos abgehängt. Die Gartner-Studie: 300 Prozent mehr Erfolg Lass dir diese Zahl einmal auf der Zunge zergehen. Eine Studie von Gartner besagt: Verkäufer, die KI als Hilfe nutzen, haben eine dreimal höhere Chance auf Erfolg. Das ist folglich ein Plus von 300 Prozent! Viele sagen dann: "Klingt toll, aber wir haben Sorgen beim Datenschutz und unsere IT hat keine Zeit." Die Lösung ist jedoch sehr einfach: Beauftrage Experten, die das schon für andere Firmen umgesetzt haben. Was genau machen KI-Agenten im B2B-Vertrieb? Vielleicht kennst du den Begriff schon. Aber was steckt genau dahinter? Ein KI-Agent ist im Grunde ein sehr schlaues Skript. Es lernt, bestimmte Aufgaben genau so zu machen, wie wir Menschen es tun würden. Allerdings läuft das alles am PC ab. Zum Beispiel klickt sich der Agent durch Programme, sucht im Netz und wertet Daten aus. Dadurch baut er einen klaren Plan, um dein Ziel im Verkauf zu erreichen. Dein digitaler Helfer, der niemals schläft Stell dir vor, du hast einen Helfer, der 24 Stunden am Tag für dich arbeitet. Er wird nie müde, er macht außerdem keine Pausen und er bleibt immer ruhig. Genau das machen KI-Agenten im B2B-Vertrieb. Sie nehmen dir die extrem lange Vorarbeit ab. Folglich musst du eigentlich keine manuelle Suche nach neuen Kunden mehr machen. Während du dich voll auf das Verkaufen fokussierst, arbeitet das System im Hintergrund weiter. Künstliche Intelligenz B2B Akquise: Signale zum Kauf finden Wie finden wir nun heraus, wer unser Produkt am meisten braucht? Früher haben wir im Buch geblättert oder einfach auf gut Glück angerufen. Heute liest die KI stattdessen Millionen von Daten aus. Und das passiert in einer Tiefe, die für uns Menschen per Hand gar nicht machbar wäre. Versteckte Bedarfe in Daten schnell erkennen Häufig fängt die KI von hinten an. Sie prüft: Was baut dein Kunde eigentlich? Welche Titel für Jobs gibt es in der Firma? Haben sie vielleicht gerade neue Leute in der Fabrik eingestellt? Weil die KI all diese offenen Daten aus Berichten, Websites und Jobs bündelt, liefert sie dir am Ende sehr gute Leads. Das spannende Beispiel der CNC-Maschine Dazu ein tolles Beispiel aus unserem Gespräch mit Anthony Filipiak von Ampli: Stell dir vor, du verkaufst Öle für Maschinen. Du wusstest vielleicht gar nicht, dass eine Firma eine kleine Halle hat, in der eine CNC-Maschine steht. Die KI findet jedoch heraus, dass dort jemand arbeitet, der als Job "CNC-Fräser" angibt. Bumm! Schon weißt du, dass dort eine Maschine steht. Folglich brauchen sie dein Öl. So elegant kannst du B2B Akquise automatisieren. Fördermittel und Projekte als Chance nutzen Das Ganze wird sogar noch besser. Die KI kann mühelos große Listen für Fördermittel prüfen. Weil jedes bewilligte Geld vom Staat in Deutschland offen einsehbar ist, liefert das geniale Signale. Bekommt eine Firma Geld für eine neue Maschine, weißt du sofort: Da kommt bald ein Projekt. Du kannst also den Kontakt suchen, lange bevor das Projekt offiziell startet. Dadurch bist du der Erste. Psychologie im Verkauf durch KI-Agenten im B2B-Vertrieb Vertrieb ist und bleibt ein Geschäft von Mensch zu Mensch. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die Psychologie fängt jedoch schon viel früher an. Du kannst nämlich nicht tausend Leuten die gleiche unpersönliche Mail schicken und dabei auf großen Erfolg hoffen. Genau hier setzen KI-Agenten im B2B-Vertrieb völlig neue Maßstäbe. Die DISG-Analyse für perfekte E-Mails Bevor die KI eine Mail schreibt, macht sie eine tiefe Analyse der Person. Wir nutzen dafür zum Beispiel das bewährte DISG-Modell. Die KI prüft genau: Wie schreibt dieser Mensch auf LinkedIn? Macht er kurze, knappe Posts? Dann braucht er harte Fakten und klare Zahlen. Nutzt er hingegen viele Bilder und warme Worte? Dann muss der Text Bilder im Kopf wecken und Vertrauen aufbauen. Demzufolge schreibt die KI den Text exakt passend zu diesem Typ. Datenschutz bei der Suche nach neuen Kunden Das ist die typisch deutsche Frage, obgleich sie natürlich sehr wichtig ist. Darf ich diese Daten überhaupt nutzen? Darf ich die Leute einfach so anschreiben? Die klare Antwort lautet: Ja, wenn du alle Regeln einhältst und alles legal machst. Wir raten deshalb zu Servern in Deutschland. Zudem solltest du selbst trainierte, sichere Systeme nutzen. Berechtigtes Interesse als sicherer Schlüssel Bei dem Erstkontakt im B2B-Bereich geht es immer um das berechtigte Interesse. Wenn du beweisen kannst, dass die Firma eine CNC-Maschine hat und du folglich passendes Zubehör anbietest, dann ist dieses Interesse absolut gegeben. Weil du keine Spam-Mails schreibst, sondern einen echten Mehrwert für seinen Job lieferst, sind die Leser oft sogar dankbar. Angebote nach Maß durch KI-Agenten im B2B-Vertrieb Der Termin hat endlich geklappt. Was passiert danach jedoch allzu oft? Der Verkäufer schickt drei Tage später eine langweilige Mail mit einer Standard-PDF. Das ist ein riesiger Fehler! Weil du vorher alles perfekt gemacht hast, solltest du auch nach dem Termin stark weitermachen. Hier kommen sogenannte Dealrooms ins Spiel. Dealrooms: Der Gamechanger nach deinem Termin Ein Dealroom ist eine dynamische Website, die speziell für deinen Kunden gebaut wird. Sobald euer Meeting vorbei ist, baut die KI diese Seite völlig automatisch auf. Was sieht der Kunde dort? Ein passendes Zitat aus eurem Call. Ein klares Skript vom Meeting mit den besten Highlights. Einen eigenen Rechner für seinen Gewinn (ROI). Das fertige Angebot mit allen besprochenen Paketen. Gute Fallstudien aus seiner Branche. Weil all das komplett von selbst abläuft, denkt der Kunde, du hast stundenlang an diesem Angebot gebaut. In Wahrheit haben KI-Agenten im B2B-Vertrieb die harte Arbeit für dich gemacht. So startest du mit der Künstlichen Intelligenz B2B Akquise Wie fängst du nun am besten in der Praxis an? Ein super Ansatz ist der Bau eines Playbooks. Die KI prüft dafür deine Website und deine Produkte. Danach definiert sie den Wert, die Zielgruppen und die Probleme der Kunden. Du schaust als Experte danach noch einmal drüber, machst es noch besser und schon hast du die perfekten Daten zum Trainieren. Alte Kontakte wecken und Potenziale klug nutzen Der leichteste Start ist oft dein eigenes CRM. Dort liegen meistens hunderte Kontakte, die seit Jahren niemand angerufen hat. Lass die KI deshalb diese alten Daten prüfen. Stimmen die Jobs überhaupt noch? Gibt es heute neue Kontakte? Starte folglich eine gute Aktion zur Reaktivierung. Wenn jemand deine Mail liest, startet die KI zudem ein Retargeting und lädt ihn zum Beispiel zum nächsten Webinar ein. Die spannende Zukunft der KI-Agenten im B2B-Vertrieb Die Technik entwickelt sich momentan extrem schnell weiter. Heute ist die KI in vielen Dingen schon besser als der schlauste Mensch der Welt. Die großen Tech-Firmen fragen sich jedoch jetzt: Was kommt nach den bekannten Modellen für Sprache? Large Action Models und ganz neue Hardware Die Zukunft gehört ganz klar den sogenannten Large Action Models (LAMs). Diese Modelle verstehen nämlich nicht nur Sprache, sondern machen auch selbstständig komplexe Klicks in vielen Software-Tools. Wer im Vertrieb dauerhaft vorne bleiben will, muss diese schnellen Trends deshalb unbedingt fest im Auge behalten. Fazit: Der Mensch bleibt immer im Mittelpunkt Wir Menschen sind und bleiben soziale Wesen. Wir wollen schließlich mit echten Menschen reden. Dass eine KI komplett mit einer anderen KI den Vertrieb macht, ist folglich noch lange Träumerei. Vertrieb bleibt Empathie, aktives Zuhören und der Aufbau von Vertrauen. Du solltest KI jedoch überall dort nutzen, wo sie dir extrem helfen kann. Nutze KI-Agenten im B2B-Vertrieb für die Suche, die lange Vorbereitung und den Bau von Angeboten. Dadurch hast du endlich wieder die nötige Zeit für das, was wirklich zählt: Deine echten Kunden. In wenigen einfachen Schritten zur smarten Akquise. So startest du mit der Künstlichen Intelligenz B2B Akquise in deiner Firma: Schritt 1: Playbooks bauen. Lass die KI deine Website scannen, um automatisch klare Playbooks für deine Produkte, inklusive dem echten Wert und den passenden Zielgruppen, zu erstellen. Schritt 2: Daten klug prüfen. Weil niemand dein Produkt so gut kennt wie du, prüfst du die von der KI erstellten Daten und passt sie an deine echte Praxis im Verkauf an. Schritt 3: Schnelle Erfolge ernten. Binde dein CRM an. Lass die KI danach als Erstes alte Daten auf aktuelle Jobs prüfen und alte Kontakte wieder wecken. Schritt 4: Kaufsignale klar definieren. Bestimme konkrete Ziele (z.B. neue Maschinen, Fördermittel oder neue Jobs), nach denen der Agent im Netz suchen soll. Schritt 5: Echte Ansprache aktivieren. Lass den Agenten die gefundenen Leads prüfen und daraufhin voll von selbst mit passenden, DISG-starken Mails anschreiben. Sind KI-Agenten im B2B-Vertrieb wirklich legal? Ja, sofern sie richtig eingesetzt werden. Im B2B-Umfeld greift nämlich das Prinzip des berechtigten Interesses. Wenn die Analyse ergibt, dass dein Produkt ein echtes Problem des Kunden löst, ist ein Kontakt legal. Wichtig ist zudem die Nutzung von sicheren Servern in Europa. Ersetzen KI-Agenten im B2B-Vertrieb mein Team? Nein, absolut nicht. Sie machen dein Team stattdessen deutlich schneller. Weil die KI lange Aufgaben wie die Suche nach Leads und die Pflege der Daten übernimmt, kann sich dein Team zu 100 Prozent auf echte Gespräche fokussieren. Für welche Branchen passen diese Tools besonders gut? Besonders der produzierende Mittelstand profitiert extrem davon. Firmen aus dem Maschinenbau oder der Technik haben oft Produkte, die man erklären muss. Hier kann die KI durch das Finden von Signalen (Projekte, Fördermittel) enorme Vorteile gegenüber der Kaltakquise bieten. Was ist ein Dealroom genau? Ein Dealroom ist eine dynamische Website für deinen Kunden. Nach einem Gespräch baut die KI automatisch diese Seite. Sie zeigt folglich den Text vom Gespräch, ein passendes Angebot und zudem einen ROI-Rechner. Was sind Large Action Models (LAMs)? Während alte Modelle nur Texte schreiben, können Large Action Models stattdessen eigenständig komplexe Klicks in vielen Software-Tools machen. Sie sind demzufolge der nächste große Schritt in die Zukunft. Was denkst du darüber? Nutzt du in deiner Firma schon smarte Tools für neue Kunden oder hast du noch Sorgen? Schreib mir deine Erfahrungen deshalb gerne in die Kommentare oder teile diesen Artikel mit deinem Netzwerk! Ich bin extrem gespannt auf die Diskussion. 🔊🔊 Schon gehört? Künstliche Intelligenz als Waffe im Vertrieb. Ausgewählte Links zur Episode Dein Strategiegespräch mit Chris (Vertriebsfunk) Website von Amplifa Personen in dieser Folge Christopher Funk Anthony Filipiak
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Mar 18, 2026 • 27min

#1022 - Der 1-Stunden-Verkäufer. Warum dein Vertrieb nicht angreift und wie du das änderst.

Geschätzte Lesedauer: 10 Minuten Herzlich Willkommen zum Vertriebsfunk! Heute sprechen wir über den absoluten Kern des Verkaufens. Folglich geht es um eine Frage, die richtig wehtut: Wie viel Zeit verbringen wir im Vertrieb eigentlich noch wirklich mit dem Kunden? Wenn du deine Vertriebseffizienz steigern willst, musst du deshalb genau hier ansetzen. Zwar drehen sich viele Vertriebsorganisationen im Kreis, dennoch gibt es Auswege. Die Kalender der Verkäufer sind randvoll und die Mitarbeiter arbeiten bis spät in die Nacht. Trotzdem stimmt der Output einfach nicht. Warum? Weil sie sich mit allem beschäftigen – nur leider nicht mit der aktiven Marktbearbeitung. Zunächst müssen wir folglich das System fixen, damit dein Vertrieb wieder richtig angreift! Der 1-Stunden-Verkäufer: Die bittere Realität im B2B-Vertrieb Laut dem "State of Sales"-Report von Salesforce verbringen Verkäufer weltweit im Schnitt nur etwa 40 % ihrer Arbeitszeit mit echtem Verkaufen. Das allein ist schon kein Ruhmesblatt. Darüber hinaus glaube ich, dass es im deutschen Mittelstand bei komplexen B2B-Lösungen noch viel düsterer aussieht. Wenn du demzufolge deine Vertriebseffizienz steigern möchtest, müssen wir uns die nackten Zahlen ansehen. Die harte Mathematik der Vertriebszeit Lass uns dafür mal eine einfache Rechnung aufmachen: Erstens haben wir einen Top-Verkäufer mit einer 38-Stunden-Woche. Ziehen wir davon 30 Tage Urlaub, im Schnitt 15 Krankheitstage in Deutschland und etwa 10 Feiertage ab. Somit landen wir bei rund 1.500 Nettostunden Arbeitszeit im Jahr. Jetzt stellt sich die entscheidende Frage: Wie viel von diesen 1.500 Stunden verbringt dieser Verkäufer proaktiv beim Kunden? Meine Schätzung für die meisten mittelständischen Unternehmen lautet: Es sind deutlich unter 20 Prozent. Infolgedessen sprechen wir von gerade einmal 300 Stunden im Jahr. Das sind lächerliche 6 Stunden in der Woche oder genau 1 einzige Stunde am Tag, in der wirklich verkauft wird. Der ganze Rest verschwindet stattdessen in einem vertriebsorganisatorischen Niemandsland. Wir sprechen hierbei explizit nicht von faulen Mitarbeitern! Vielmehr handelt es sich um extrem fleißige Verkäufer, die jedoch in einem furchtbar ineffizienten System gefangen sind. Wenn du den B2B Vertrieb optimieren willst, musst du erkennen: Die Kalender sind zwar voll, aber die Marktwirkung ist schlichtweg nicht vorhanden. Warum Verkäufer nicht verkaufen: Die Support-Falle Im deutschen B2B-Umfeld packen wir unseren Verkäufern außerdem immer mehr Aufgaben auf den Schreibtisch, die absolut nichts mit der Kundenkontaktzeit zu tun haben. Beispielsweise koordiniert der Vertriebler im Maschinenbau plötzlich Serviceeinsätze oder klärt Zollprobleme. Im IT-Systemhaus mutiert der Verkäufer nach dem Abschluss oftmals zum Projektleiter. In der Pharmabranche geht wiederum unendlich viel Zeit für regulatorische Abstimmungen drauf. Das Resultat? Die Mitarbeiter kommen abends völlig erschöpft nach Hause. Obgleich sie "super busy" waren, haben sie sich faktisch nicht mit dem Markt beschäftigt. Es gab demnach keine Neukundenakquise, kein strategisches Prospecting und keinen echten Fortschritt in der Pipeline. Lost Opportunity Costs: Der unsichtbare Profitkiller Wenn wir darüber sprechen, die Vertriebseffizienz zu steigern, müssen wir zwangsläufig über Kosten reden. Die höchsten Kosten in deinem Vertrieb sind nämlich nicht die Gehälter deiner Key Account Manager. Es sind ebensowenig die Firmenwagen oder die teuren CRM-Lizenzen. Stattdessen sind die höchsten Kosten die sogenannten Lost Opportunity Costs. Das Verrückte daran ist: Diese Kosten tauchen in keiner Bilanz und in keiner GuV auf. Kein Dashboard der Welt zeigt dir den 2-Millionen-Euro-Deal, den ihr nie gewonnen habt, weil dein Verkäufer schlichtweg keine Zeit hatte, den Kunden überhaupt anzurufen. Das Geschäft, das uns folglich entgeht, weil wir intern feststecken, ist der wahre Preis für mangelnde Vertriebseffizienz. Tooth-to-Tail-Ratio: Was wir vom Militär lernen können Lass uns infolgedessen einen Blick auf das Militär werfen. Dort gibt es die sogenannte "Tooth-to-Tail-Ratio" (Zahn-zu-Schwanz-Verhältnis). Man schaut sich an, wie die Truppe verteilt ist: Wie viele Soldaten sind vorne an der Front ("Tooth") und kämpfen, und wie viele Leute sorgen im Hintergrund ("Tail") durch Support dafür, dass die Frontkämpfer überhaupt zubeißen können? Im Irakkrieg hatte die US-Armee beispielsweise teilweise eine Quote von 1 zu 8. Das heißt konkret: Auf einen kämpfenden Frontsoldaten kamen acht Support-Soldaten. Diesen Gedanken müssen wir unbedingt auf den Vertrieb übertragen! Wie schaffst du es demzufolge, deine Verkäufer "vorne an der Front" – also beim Kunden – zu halten? Welchen Support kannst du ihnen geben, damit sie aktiv den B2B Vertrieb optimieren können? Der A-Player-Tax-Effekt Ein weiteres massives Problem stellt der A-Player-Tax-Effekt dar. Deine besten Verkäufer bekommen naturgemäß die größten, wichtigsten und schwierigsten Kunden. Sobald sie diese Kunden gewinnen, behalten sie sie selbstverständlich auch in der Betreuung. Das Problem daran: Diese komplexen Großkunden verursachen extrem viel interne Arbeit, wie etwa Abstimmungen oder Projektmanagement. Dies führt letztlich dazu, dass deine absolut besten Jäger nach einiger Zeit zu den bestbezahltesten Sachbearbeitern deines Unternehmens degradiert werden. Sie managen infolgedessen nur noch den Bestand und haben keine Zeit mehr für Angriffe auf neue Ziele. 3 Hebel, um sofort die Vertriebseffizienz zu steigern Wie kommen wir nun aus dieser Falle heraus? Es funktioniert jedenfalls nicht, wenn du dich einfach vor die Mannschaft stellst und rufst: "Leute, ihr müsst jetzt mehr Termine machen!" Das System muss zuerst gefixt werden. Deshalb sind hier drei erprobte Hebel, die du diese Woche noch umsetzen kannst. Hebel 1: Die radikale Not-To-Do-Liste Mache zunächst mit deinem Team eine Kalenderübung: Schaut euch die Termine der letzten vier Wochen an. Was davon war wirklich "Outbound" und somit proaktive Marktbearbeitung? Wenn das unter 20 % liegt, habt ihr folglich ein massives Problem. Ihr müsst stattdessen dringend Freiräume schaffen. Dazu erzähle ich gerne die Geschichte von John McMahon (Autor von "The Qualified Sales Leader"). Als er eine neue Position als Vertriebsleiter antrat, fand er den Schreibtisch seines gefeuerten Vorgängers überladen mit Formularen und internen Anforderungen vor. Was hat er daraufhin getan? Er holte den Hausmeister mit einer riesigen Mülltonne und hat schlichtweg alles weggeschmissen. Der Fokus auf das Wesentliche Er hat sich anschließend einen großen Mülleimer unter sein Posteingangsfach gestellt. Danach ist er raus zu seinen Leuten gefahren, um sie beim Verkaufen zu unterstützen. Immer wenn er zurückkam und interne Formulare im Eingang lagen, kippte er sie konsequent in den Müll. Wenn sich schließlich jemand beschwerte, fragte er: "Ist das wirklich wichtig für mich, um mein Vertriebsziel zu erreichen?" Meistens lautete die Antwort darauf: Nein. Merke dir aus diesem Grund diesen Satz: Umsatz ist der ultimative Schutz gegen Bürokratie. Wenn die Umsätze und die Marge stimmen, sind alle anderen Probleme im Unternehmen zumeist leicht zu lösen. Schmeiß deswegen die sinnlosen internen Meetings raus und baue eine harte Not-To-Do-Liste! Hebel 2: Realistische Kapazitätsplanung Du kannst die Vertriebseffizienz obendrein nicht steigern, wenn die Verteilung der Accounts keinen Sinn ergibt. Wenn du einem Verkäufer beispielsweise 500 Accounts ins Gebiet gibst, wird er diese niemals proaktiv bearbeiten können. Selbst wenn er 80 % Kundenkontaktzeit hätte, ist das physisch völlig unmöglich. Du musst dementsprechend Kapazitäten planen und knallharte Prioritäten setzen. Erinnere dich diesbezüglich an das Beispiel der Firma Würth: Setz jemanden in ein Gebiet. Wenn er die Ziele erreicht hat, teile das Gebiet in der Mitte durch, setz einen zweiten Verkäufer rein und gib beiden das gleiche Umsatzziel wie vorher. Plötzlich müssen und können sie sich viel intensiver mit den Kunden beschäftigen, weil die Kapazitäten nun passen. Hebel 3: Sales Cadence (Der Vertriebsrhythmus) Der wichtigste Hebel, um die Kundenkontaktzeit zu erhöhen, ist schließlich die Sales Cadence. Der Vertriebsleiter gibt dabei den Takt vor. Das bedeutet jedoch nicht "noch mehr Meetings", sondern vielmehr wenige, aber extrem verlässliche Rituale. Ein starkes Ritual ist hierbei das Monday-Sheet. Am Montagmorgen füllt jeder Verkäufer folgende Punkte aus: Welche neuen Kunden (Logos) werde ich diese Woche proaktiv angehen? Welche laufenden Deals werde ich diese Woche aktiv einen Schritt in der Pipeline nach vorne bringen? Wie viel neues Pipeline-Volumen werde ich aufbauen? Was werde ich diese Woche final abschließen? Was ist mein absolutes Top-Ziel für diese Woche? Dieses Sheet geht transparent an das Team und an andere Abteilungen, um Synergien zu nutzen. Das schafft folglich ein ganz anderes Commitment. Zudem musst du wöchentliche 1-on-1-Gespräche führen: Wo blockiert es? Führe obendrein einen Pipeline Generation Day ein: Das ganze Team blockt sich einen halben Tag. Es gibt in dieser Zeit keine E-Mails, und Handys werden umgeleitet. Alle machen nichts anderes als Akquise. Das wirkt schlichtweg wahre Wunder! Der Flywheel-Effekt: Wenn das Schwungrad greift Wenn du diese Schritte gehst, wirst du bald den Flywheel-Effekt (Schwungrad-Effekt) erleben. Am Anfang kostet es zwar wahnsinnig viel Energie, die alten Muster aufzubrechen und das Schwungrad in Gang zu setzen. Es ist anstrengend, "Nein" zu internen Meetings zu sagen. Aber wenn das Schwungrad erst einmal in Gang ist, baut ihr rasch Momentum auf. Plötzlich wächst die Pipeline merklich. Die Calls machen Spaß, außerdem feuern sich die Leute gegenseitig an. Ihr bekommt Termine bei Accounts, bei denen ihr jahrelang abgeprallt seid. Das System läuft fast von alleine, und die Energie im Team explodiert regelrecht. Befreie daher deine besten Verkäufer aus der Sachbearbeiter-Falle. Entlaste sie durch kluge Vorqualifizierung oder Sales Enablement. Sorge letztendlich dafür, dass sie wieder angreifen können. Lass uns was draus machen! Guck dir deinen Kalender für nächste Woche an und streiche gnadenlos alles raus, was nicht dem Kundenkontakt dient. Deine Kunden werden es dir danken – natürlich mit mehr Umsatz. Gib alles! Bis zum nächsten Mal, Dein Christopher Funk Ausgewählte Links zur Episode Lass uns reden: Dein kostenloses Strategiegespräch mit Chris Alle weiteren Folgen vom Vertriebsfunk Podcast Personen in dieser Folge Christopher Funk bei LinkedIn 🔊🔊 Schon gehört? Vertriebsfunk Episode: Richtiges Gebietsmanagement: Der teuerste blinde Fleck im Mittelstandsvertrieb In 3 pragmatischen Schritten die Vertriebseffizienz steigern und somit mehr aktive Kundenzeit gewinnen: Die Not-To-Do-Liste erstellen: Analysiere zunächst die Kalender der letzten 4 Wochen. Streiche danach gnadenlos alle internen, administrativen Termine, die nicht direkt zur Umsatzgenerierung beitragen. Fokus durch Kapazitätsplanung: Hör auf, Verkäufern 500 Accounts zu geben. Priorisiere stattdessen die Top-Kunden und verteile die Gebiete so, dass eine echte, proaktive Bearbeitung überhaupt erst möglich wird. Einen harten Vertriebsrhythmus (Sales Cadence) etablieren: Nutze folglich ein Monday-Sheet, um messbare Wochenziele (neue Logos, Pipeline-Wachstum) festzulegen. Führe obendrein regelmäßige 1-on-1s und dedizierte Pipeline Generation Days ein. Wie lässt sich die Vertriebseffizienz im B2B am schnellsten steigern? Der schnellste Weg ist definitiv die Reduzierung interner Aufgaben. Indem du eine "Not-To-Do-Liste" einführst und Verkäufer von Support-, Service- und Projektaufgaben entbindest, erhöhst du sofort die messbare Zeit für den aktiven Kundenkontakt. Was sind Lost Opportunity Costs? Lost Opportunity Costs bezeichnen die entgangenen Gewinne und Aufträge, die entstehen, weil dein Vertriebsteam schlichtweg keine Zeit hatte, potenzielle Neukunden proaktiv anzusprechen. Sie sind demzufolge der größte, aber oft unsichtbarste Kostenblock in ineffizienten Vertriebsorganisationen. Was ist der A-Player-Tax-Effekt im Vertrieb? Dieser Effekt beschreibt die Tatsache, dass die besten und erfolgreichsten Verkäufer (A-Player) meistens die größten und komplexesten Kunden betreuen. Durch den extremen administrativen Aufwand für diese Großkunden werden sie de facto zu hochbezahlten Sachbearbeitern und kommen infolgedessen nicht mehr zur Neukundenakquise. Wie hilft eine Sales Cadence dabei, den B2B Vertrieb zu optimieren? Eine Sales Cadence etabliert feste, verlässliche Rhythmen und Rituale (wie etwa wöchentliche Zielsetzungen im Monday-Sheet, 1-on-1-Gespräche und Akquise-Tage). Das sorgt für extremen Fokus auf vertriebsrelevante Aktivitäten und schützt die Verkäufer somit vor internen Ablenkungen. Was bedeutet Tooth-to-Tail-Ratio für den Vertrieb? Ursprünglich aus dem Militär stammend, beschreibt dieses Verhältnis, wie viele Support-Kräfte ("Tail") im Hintergrund nötig sind, damit ein Mitarbeiter an der Front ("Tooth") überhaupt agieren kann. Im Vertrieb bedeutet das konkret: Baue den internen Support aus, damit dein Verkäufer so viel Zeit wie möglich direkt am Markt beim Kunden verbringen kann.
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Mar 11, 2026 • 42min

#1021 - Richtiges Gebietsmanagement: Der teuerste blinde Fleck im Mittelstandsvertrieb

Geschätzte Lesedauer: 7 Minuten Herzlich willkommen zum Vertriebsfunk! Heute geht es um ein Thema, das leider oft zu kurz kommt. Nämlich das Gebietsmanagement im Vertrieb. Wenn du dich oder dein Team fragst, warum genau diese Kunden besucht werden, und die Antwort lautet: "Die kenne ich halt", dann läuft etwas falsch. Folglich ist das der teuerste blinde Fleck im Mittelstand. Deshalb lass uns das Thema Territory Management heute ganz genau klären. Was ist richtiges Gebietsmanagement im Vertrieb? Im Kern geht es um eine einfache Sache. Du bearbeitest eine feste Zahl von Kunden so gut wie möglich. Dadurch nutzt du das Potenzial voll aus. Zunächst musst du dafür aber wissen, wie viele Kunden in deinem Gebiet sind. Fehlt dir diese Zahl, haben wir bereits das erste Problem. Außerdem müssen wir hier direkt zwischen Pull und Push unterscheiden: Pull (Reaktiv): Die Kunden ziehen an dir. Es kommen Anfragen rein. Folglich reagierst du nur darauf. Push (Proaktiv): Du kümmerst dich ganz aktiv um den Markt. Deshalb gehst du gezielt auf die Kunden zu, die du gewinnen willst. Als Account Manager musst du der echte Chef deines Gebiets sein. Schließlich trägst du die volle Verantwortung. Jede Stunde beim Kunden ist eine wichtige Investition. Daher überlege dir genau, wo du deine teure Zeit einsetzt. Dabei gilt stets ein klarer Grundsatz: Fokus schlägt Fläche. Folglich ist es besser, wenige gute Kunden anzugehen, als wahllos durch das Gebiet zu fahren. Kenne dein Potenzial für das Gebietsmanagement im Vertrieb Die Kernfrage lautet immer: Was ist eigentlich unser Markt? Wie viel Potenzial steckt in deinen Zielkunden? Darüber hinaus geht es hier nicht nur um den reinen Umsatz. Vielmehr zählen auch der echte Deckungsbeitrag oder harte Stückzahlen. Wenn du zum Beispiel Technik verkaufst, musst du wissen, wie viele Anlagen bald erneuert werden. Zudem baut sich dein Umsatz aus drei klaren Säulen auf: Bestand: Was wird immer wieder gekauft? Hier liegt oft das größte Potenzial. Deshalb musst du diesen Bereich besser nutzen. Inbound: Was kommt an echten Anfragen rein? Neugeschäft: Was holst du dir aktiv im Markt dazu? 3 Strategien für dein Territory Management Wenn du dein Gebiet planst, reicht es nicht, nur nach Postleitzahlen zu fahren. Schließlich brauchst du eine klare Struktur. Daher zeige ich dir hier drei gute Wege für deine Vertriebsgebiet Planung. 1. Die clevere ABC-Analyse (Account Management B2B) Vergiss die alte ABC-Analyse, die nur auf den Umsatz schaut. Stattdessen bewerten wir nach Umsatz und Potenzial: A-Kunden: Viel Umsatz und viel Potenzial. Hier musst du dich intensiv kümmern. B-Kunden: Wenig Umsatz, aber viel Potenzial. Oder eben viel Umsatz ohne neues Potenzial. C-Kunden: Wenig Umsatz und kein Potenzial. Um diese Kunden solltest du dich folglich gar nicht mehr kümmern. 2. Die Potenzial-Matrix für dein Gebietsmanagement im Vertrieb Hierbei setzt du das Potenzial ins Verhältnis zu deinem aktuellen Aufwand: Goldmine: Hohes Potenzial, aber du machst dort noch wenig. Hier liegt dein Wachstum! Festung: Hohes Potenzial, aber schon stark genutzt. Deshalb musst du hier nur verteidigen. Ernte: Wenig Potenzial, aber gute Umsätze. Hier erntest du clever ab. Wüste: Kein Potenzial. Schließlich musst du diese Kunden loslassen. 3. Profi-Tipps für die Vertriebsgebiet Planung Diese Methode hilft bei schweren Märkten. Dabei schaust du, wie stark die Kunden wachsen können und wie gut du an sie herankommst: Priorität 1: Leicht erreichbar und hohes Wachstum. Hier musst du sofort ansetzen. Priorität 2: Schwer erreichbar, aber hohes Potenzial. Das ist deine Zukunft! Dennoch werden diese Kunden oft vergessen, weil die Akquise hart ist. Priorität 3: Leicht erreichbar, aber kein Wachstum mehr. Das sind deine Lieblingskunden. Nutze diese Kontakte trotzdem clever als Türöffner für neue Leads. Die 4 Ebenen für dein Gebietsmanagement im Vertrieb Aus diesen Matrizen kannst du vier klare Stufen ableiten. Somit baust du einen guten Arbeitsplan auf: Strategie (Tier 1): Maximale Zeit. Dafür brauchst du einen eigenen Plan pro Account. Wachstum (Tier 2): Klare Strategie für den Ausbau. Hier holst du dir das Wachstum. Wartung (Tier 3): Hohe Effizienz. Folglich investierst du wenig Zeit und nutzt oft digitale Wege. Abgabe (Tier 4): Diese Kunden gibst du an Partner oder den Innendienst ab. Das Würth-Prinzip: Marktdruck durch harte Vertriebsgebiet Planung Ein sehr spannender Ansatz ist das Würth-Prinzip. Zunächst bearbeitet ein Verkäufer ein Gebiet für ein bis zwei Jahre. Danach wird das Gebiet einfach halbiert. Allerdings behalten beide Verkäufer das gleiche Ziel für den Umsatz! Warum klappt das? Weil in den meisten Gebieten noch massig Potenzial schlummert. Oft wurde dieses Potenzial nämlich ignoriert, weil man lieber zu den Lieblingskunden gefahren ist. Dadurch entsteht massiver Druck auf den Markt. Zudem zwingt es die Verkäufer, neue Kunden aktiv anzugehen. Die 6 häufigsten Fehler beim Gebietsmanagement im Vertrieb Vermeide unbedingt diese klassischen Fehler. Sie kosten dich nämlich viel Geld und Zeit: Zu viel Komfort: "Ich kenne mein Gebiet" ist keine Strategie. Oft sind Verkäufer zu lange bei Kunden ohne Potenzial. Reaktive Arbeit: Wer am lautesten schreit, wird bedient. Das sind aber meist nicht die besten Kunden. Falsche Sympathie: Du besuchst Kunden, weil du sie magst. Stattdessen solltest du nach Potenzial gehen. Kein Plan: Wer keinen Plan hat, reagiert nur. Und das ist immer teuer. Pipeline verwechseln: Eine volle Pipeline bringt nichts, wenn die Deals ewig liegen bleiben. Daher zählt nur echte Qualität. Zu spät messen: Wenn du erst im Herbst merkst, dass Zahlen fehlen, ist es meist schon zu spät. Meine Top-Tipps für dein Territory Management Nutze die Methode "Karten neu mischen". Das bedeutet, du gibst die wichtigsten Accounts gezielt an deine besten Verkäufer. Schließlich schließen diese die Deals am sichersten ab. Dadurch steigt dein Umsatz sofort enorm an. Arbeite außerdem mit kluger Arbeitsteilung. Trenne den direkten und den indirekten Vertrieb. Setze zudem Telefonverkäufer ein, um Termine zu machen. So hältst du deinem Außendienst den Rücken frei. Und ganz wichtig: Nimm schlecht betreute Top-Accounts regelmäßig den Verkäufern weg und verteile sie neu. Quick Takeaways: Die wichtigsten Punkte Fokus schlägt Fläche. Setze deine Zeit nur bei Kunden mit echtem Potenzial ein. Bewerte alle Accounts nach Potenzial. Schaue folglich nicht nur auf den alten Umsatz. Nutze deine Lieblingskunden aktiv als Türöffner für neue Kontakte. Teile dein Gebiet in vier klare Ebenen ein. Danach richtest du deine Zeit. Sei der Treiber im Markt. Warte schließlich nicht nur auf Anfragen. Gib die besten Accounts an deine stärksten Verkäufer. Was ist dein größter Aha-Moment bei der Planung deines Gebiets? Lass es mich wissen. Zudem freue ich mich, wenn du diesen Beitrag mit deinem Netzwerk teilst! 🔊🔊 Schon gehört? Automatische Kundensegmentierung und Potentialausschöpfung Ausgewählte Links zur Episode Dein Strategiegespräch mit Chris Willst du dein Gebietsmanagement verbessern? Dann lass uns sprechen! Rethinking Sales Territory Management with a Different Way to Look at Growth How to Build an Effective Sales Territory Plan - with Jeremy Donovan, Insight Partners Was ist Gebietsmanagement im Vertrieb? Close.com – The Definitive Guide to Sales Territory Management Mastering Sales Territory Planning: A Comprehensive Guide Personen in dieser Folge Christopher Funk Was bedeutet Gebietsmanagement im Vertrieb genau? Gebietsmanagement im Vertrieb bedeutet, dass du deine Kunden in einem Gebiet strategisch bearbeitest. Dadurch holst du das maximale Wachstum aus deinem Markt heraus. Warum reicht eine einfache ABC-Analyse heute nicht mehr aus? Eine alte ABC-Analyse schaut meist nur auf den letzten Umsatz. Für ein gutes Territory Management musst du deine Kunden jedoch zwingend nach ihrem neuen Potenzial bewerten. Was ist das sogenannte Würth-Prinzip? Das Würth-Prinzip teilt bestehende Vertriebsgebiete nach kurzer Zeit auf. Danach übernehmen neue Verkäufer die Gebiete. Allerdings bleiben die Ziele für den Umsatz gleich hoch. Wie nutze ich Kunden ohne weiteres Potenzial? Diese Kunden betreust du mit sehr wenig Zeitaufwand. Dennoch kannst du sie clever als Türöffner nutzen. Bitte sie deshalb aktiv um Empfehlungen für dein Account Management B2B. Wie hilft mir eine klare Vertriebsgebiet Planung? Eine saubere Vertriebsgebiet Planung zeigt dir genau, wo sich dein Einsatz lohnt. Folglich verschwendest du keine Zeit mehr bei Kunden, die ohnehin nicht wachsen werden. Schritt-für-Schritt-Anleitung: So strukturierst du dein Gebiet richtig. Gesamtpotenzial klären Prüfe zunächst deinen Markt. Bestimme das echte Potenzial völlig unabhängig von deinem aktuellen Umsatz. Kunden richtig einteilen Trage danach alle Kunden in eine klare Potenzial-Matrix ein. So siehst du sofort deine Chancen. Accounts in 4 Stufen trennen Definiere deine Kunden nach Strategie, Wachstum und Wartung. Trenne dich zudem konsequent von schlechten Kunden. Aktionsplan umsetzen Investiere deine meiste Zeit in Kunden mit hohem Potenzial. Verlege einfache Wartungskunden folglich auf digitale Wege.
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Mar 4, 2026 • 29min

#1020 - Basics, Flexibilität & Algorithmen: So bringst du dein Team auf die Erfolgsspur

Geschätzte Lesedauer: 9 Minuten Hallo und herzlich willkommen! Hier ist euer Host Christopher Funk. Schön, dass du dir heute wieder die Zeit nimmst. Konkret Zeit, um an deinem Vertrieb zu arbeiten und nicht nur im Vertrieb. Wenn du aktuell merkst, dass deine alte B2B Vertriebsstrategie nicht mehr richtig zieht, dann bist du hier genau richtig. Zunächst lass mich direkt mit einer echten Story aus meiner letzten Woche starten. Ich saß bei einem Chef eines richtig starken Maschinenbauers. Es ist ein tolles Unternehmen mit super Produkten. Zudem ist die Firma extrem innovativ. Dennoch saß der Chef mir gegenüber, schüttelte den Kopf und sagte: "Christopher, mein Außendienst dreht langsam völlig durch." Warum passiert das? Früher fuhr der Verkäufer zum Leiter der Produktion. Zuerst trank man Kaffee. Anschließend besprach man die Details der neuen Anlage. Schließlich machte der Verkäufer einen guten Preis. Und der Deal war durch. Heute ist das allerdings alles ganz anders. Wie bringst du dein Team mit einer modernen B2B Vertriebsstrategie daher wieder auf die Erfolgsspur? Genau das schauen wir uns heute sehr genau an. Die neue Realität für deine B2B Vertriebsstrategie Wenn wir heute über messbaren Erfolg im Verkauf sprechen, müssen wir zunächst ehrlich sein. Das Spielfeld hat sich nämlich radikal verändert. Die alten Zeiten sind definitiv vorbei. Folglich muss sich auch dein Ansatz anpassen. Warum der Verkauf heute so viel schwerer ist Heute sitzen in den Terminen plötzlich Leute, die früher nie dabei waren. Zum Beispiel ist der CFO da. Zusätzlich spricht der IT-Leiter mit, weil die Anlage in das Netz der Firma passen muss. Ein Chefeinkäufer redet ebenso ein Wörtchen mit. Und dann gibt es oft noch einen Projektmanager aus Italien. Plötzlich wollen also alle mitreden. Dadurch zieht sich der Weg zum Kauf wie Kaugummi. Deine Verkäufer wissen deshalb oft gar nicht mehr, an welcher Front sie eigentlich kämpfen sollen. Und weißt du was? Du bist damit natürlich nicht allein. Die B2B-Welt ist schlichtweg brutal komplex geworden. Das Buying Center: Über 5 Entscheider am Tisch Das sogenannte Buying Center ist mittlerweile riesig. Eine Analyse zeigt beispielsweise: Im Schnitt sind heute 5,4 Leute an der Entscheidung für eine neue Lösung beteiligt. Überleg mal, was das konkret für deine Verkäufer bedeutet. Aktuelle Studien von Gartner sagen hierzu, dass 72 Prozent der Verkäufer völlig überfordert sind. Die Menge an Skills, die heute von ihnen verlangt werden, ist einfach enorm. Jeder Zweite kapituliert fast vor der Masse an neuen Tools. Wenn dein Team also stagniert, liegt das nicht daran, dass sie das Verkaufen plötzlich verlernt haben. Vielmehr hat sich die Welt um sie herum einfach rasant gedreht. Die DNA der Top-Performer: Eine neue Sichtweise Genau deshalb sezieren wir heute die DNA der Top-Verkäufer. Was machen die besten Leute heute eigentlich anders? Sie haben vor allem eine glasklare B2B Vertriebsstrategie, die auf drei Säulen aufbaut. Warum alte Tricks heute nicht mehr wirken Es reicht heute einfach nicht mehr, stumpf die reinen Daten einer Maschine zu nennen. Die Kunden kennen diese Fakten meistens schon aus dem Internet. Wer heute lediglich Features aufzählt, verliert. Der Kunde nickt zwar freundlich, kauft aber am Ende bei der Konkurrenz. Die drei Säulen für deinen echten Verkaufserfolg Gartner hat kürzlich über 3.500 B2B-Verkäufer genau analysiert. Und zwar über alle Branchen und Länder hinweg. Dabei kamen schließlich drei ganz konkrete Kernkompetenzen heraus. Verkäufer, die diese drei Säulen in ihre B2B Vertriebsstrategie einbauen, übertreffen ihre Ziele damit mit einer bis zu vierfach höheren Chance. Das ist übrigens keine reine Theorie, sondern das sind echte, belegte Zahlen. Säule 1: Mentalizing – Das Upgrade für dein Team Die erste Kernkompetenz nennt sich Mentalizing. Das klingt vielleicht wie aus einem Studium der Psychologie. Ist es aber nicht. Es ist vielmehr ein zutiefst menschliches Basic im Vertrieb. Nur eben auf einem völlig neuen Level. Die wahren Wünsche des Kunden richtig lesen Mentalizing ist grundsätzlich die Fähigkeit, echte Motive und Einwände der Käufer zu finden. Du musst dafür tief hinter die Fassade blicken. Technik spielt hier überhaupt keine Rolle. Es geht rein um den Menschen. Vier konkrete Skills für besseres Mentalizing Gartner teilt dieses Mentalizing daher in vier konkrete Skills, die du deinem Team beibringen musst. Aktives Zuhören als absolute Basis Das ist wirklich absolut wichtig. Aktives Zuhören ist nämlich eine Technik, die man lernen kann. Es geht nicht darum, auf den eigenen Text zu warten. Es geht vielmehr darum, dem Käufer voll und ganz zu folgen. Der direkte Wechsel der Perspektive Deine Leute müssen sich zudem wirklich in die Lage des Käufers versetzen. Wie sieht die Welt eigentlich aus seiner Sicht aus? Welche Probleme plagen ihn täglich? Echte Empathie im harten Verkaufsgespräch Verstehe außerdem, wie sich der Kunde auf seiner schweren Reise zum Kauf fühlt. Empathie bedeutet dabei, diese tiefe Unsicherheit und den Druck des Kunden zu erkennen und aufzufangen. Infos sammeln und richtig nutzen Hier führst du letztendlich alle Infos zusammen. Lass uns das kurz konkret machen: Ein Leiter der Produktion fragt plötzlich aggressiv nach Zyklen für die Wartung. Ein normaler Verkäufer rattert jetzt das PDF runter. Ein Verkäufer, der Mentalizing beherrscht, hört hingegen die echte Angst in der Stimme. Er versteht sofort: Der Leiter hat massiven Druck vom Chef, weil die alte Anlage letzte Woche ausfiel. Seine wahre Motivation ist somit pure Sicherheit für seinen Job. Wer das lesen kann, erreicht seine Ziele folglich dreimal häufiger! Säule 2: Taktische Flexibilität im Verkaufsalltag Kommen wir nun zur zweiten Säule für deine B2B Vertriebsstrategie. Wir im Vertrieb lieben bekanntlich klare Prozesse. Ich baue selbst oft Playbooks mit einfachen Checklisten. Das ist auch gut so. Warum starre Playbooks heute viele Deals kosten Dennoch gilt: Wenn der Verkäufer beim Kunden sitzt und nur stur seinen Faden abarbeitet, fährt er den Deal meist gegen die Wand. Ein gutes Beispiel hierfür: Dein Key Account Manager zeigt gerade das neue System für die Steuerung. Plötzlich kommen der CFO und der Chef dazu. Der Chef fragt direkt nach Sicherheit bei der Lieferung und nach flexiblen Modellen für das Geld. Ein starrer Verkäufer fängt daraufhin sofort an zu schwitzen. Er blättert verzweifelt zu Folie 28. Damit ist das Gespräch leider tot. Lernagilität und clevere Anpassung an die Lage Taktische Flexibilität besteht daher aus Lernagilität und Vielseitigkeit. Ein agiler Verkäufer macht den Laptop einfach zu. Er wechselt in Echtzeit seine Strategie. Er holt die neuen Entscheider genau da ab, wo sie gerade stehen. Verkäufer, die diese schnelle Agilität zeigen, knacken ihre Ziele dadurch 3,4 Mal leichter. Du musst nämlich switchen können: Mal klassischer Verkauf, mal Challenger Sale, mal tiefes Spin-Selling. Säule 3: Künstliche Intelligenz als dein Sales-Partner Die dritte Säule ist schließlich der absolute Turbo. Es geht um die echte KI-Partnerschaft. Oft höre ich allerdings von Leitern im Vertrieb: "Meine Leute sollen beim Kunden sein und Vertrauen aufbauen. Die sollen nicht am Computer spielen." Dieser Impuls ist zwar logisch, aber extrem fatal. Wie Top-Verkäufer richtig KI im Vertrieb nutzen Technik ist heute absolut kein Extra mehr. Sie ist vielmehr eine klare Pflicht. Top-Verkäufer wollen heute ganz gezielt KI im Vertrieb nutzen. Und zwar nicht als dummes Tool. Sie nutzen es stattdessen als echten Kollegen im Team. Perfekte Vorbereitung in nur 3 schnellen Minuten Das Zauberwort heißt hierbei Prompt Engineering. Normale Verkäufer verbringen oft viele Stunden mit der Suche für einen Pitch. High-Performance-Verkäufer gehen hingegen zu ihrem KI-Partner (wie Perplexity oder ChatGPT) und geben einen klaren Befehl ein. Sie definieren zuerst eine Persona, geben den Kontext und fordern dann genaue Aufgaben. Das Ergebnis? Eine perfekte, passgenaue Vorbereitung mit smarten Ideen für das Gespräch. Und das in drei Minuten anstatt in drei Stunden. Der Kunde wird danach sagen: "Schön, dass Sie sich so extrem gut vorbereitet haben. Das spart uns viel Zeit." Transkribieren als extremer Turbo für deinen Umsatz Verkäufer mit starker KI-Kompetenz erreichen ihre Ziele sogar 3,7 Mal häufiger. Die KI-Kompetenz schlägt damit sogar das Mentalizing und die Flexibilität. Denk außerdem an das Transkribieren von Gesprächen. Es spart enorm viel Zeit bei der Arbeit danach. Du hast somit mehr Zeit für den Kunden. Wer KI als Partner erkennt und strategisch KI im Vertrieb nutzen kann, hat schließlich einen riesigen Vorteil. Ein Vorteil, der im deutschen Mittelstand leider noch viel zu selten genutzt wird. So verankerst du die neuen Skills fest im Team Jetzt kommt jedoch der entscheidende Punkt für dich als Chef. Wie bekommst du diese neue B2B Vertriebsstrategie eigentlich auf die Straße? Warum Gießkannen-Trainings heute gar nichts bringen Das alte Prinzip der Gießkanne funktioniert einfach nicht mehr. Du schickst dein Team beispielsweise für zwei Tage in ein teures Hotel. Dort werden ihnen Folien um die Ohren geknallt. Und am Montag hoffst du dann auf ein Wunder. Wir alle wissen: Das klappt niemals. Die Verkäufer wehren sich nämlich massiv gegen solche Crash-Kurse. Lernen direkt am Arbeitsplatz klug etablieren Was stattdessen hervorragend funktioniert, ist Just-in-Time-Learning. Das bedeutet, du gibst immer wieder kleine "Nudges" (Anstupser) direkt im Alltag. Du webst das Lernen also fest in den echten Alltag des Vertriebs ein. Und zwar genau dann, wenn die Skills gebraucht werden. Firmen, die das tun, haben eine extrem höhere Chance, ihre Ziele zu übertreffen. Das wirklich geniale Praxis-Beispiel von Salesforce Salesforce hat das wirklich genial in der Praxis umgesetzt. Sie haben nicht nur einfache Videos für das Training hochgeladen. Sie haben vielmehr ständige Tests genutzt, um genau zu sehen, wo es bei welchem Verkäufer hakt. Der wichtigste Karriere-Hebel für dein Team Und der größte Hebel dabei: Sie haben die neuen Skills direkt mit dem Geld und der Karriere fest verknüpft. Wenn du zum Beispiel Senior Account Manager werden willst, musst du nicht nur deine Zahlen bringen. Du musst ebenso klare Lernziele erreichen. Wenn die Leute endlich verstehen, dass sie sich geistig weiterentwickeln müssen, um auf die nächste Stufe zu kommen, bist du plötzlich auf einem ganz anderen Level. Fazit: Dein Weg zum High-Performing Sales-Team Wir haben heute klar gesehen, wie extrem wichtig es ist, diese drei Kompetenzen zu pushen. Nutze diese Ideen unbedingt für deine B2B Vertriebsstrategie. Mach dein Team außerdem flexibel. Integriere zudem KI aktiv in euren Alltag. Quick Takeaways für deinen schnellen Erfolg Der Prozess für den Kauf ist heute komplexer denn je (über 5 Leute im Schnitt). Eine solide B2B Vertriebsstrategie braucht zwingend starkes Mentalizing, um echte Motive zu finden. Starre Playbooks sind mittlerweile tot. Du brauchst daher echte Flexibilität. Top-Verkäufer, die bereits erfolgreich KI im Vertrieb nutzen, bereiten sich in Rekordzeit vor. Verzichte bitte auf alte Seminare. Setze stattdessen auf Lernen direkt im Alltag. Verknüpfe die Entwicklung von neuen Skills außerdem direkt mit eurer Karriereplanung. Hole dir schließlich externe Hilfe, wenn du im Tagesgeschäft ertrinkst. Wenn du dein Team von reinen "Feature-Tellern" zu echten High-Performern umbauen willst, dann mach das nicht allein. Es gibt nämlich Experten, die dir dabei optimal helfen. Lass uns zusammen besser werden. Besser als gestern. Die Chancen sind da. Nutze sie jetzt! Gib wie immer alles, bis zum nächsten Mal, dein Christopher Funk. 🔊🔊 Schon gehört? Künstliche Intelligenz als Waffe im Vertrieb Ausgewählte Links zur Episode Nxtlvl Sales für Dich. Hier dein kostenloses Strategiegespräch mit mir buchen Was macht einen Top-Vertriebsleiter aus? Das überraschende Ergebnis aus 65 Unternehmen Challenger Sales – mutig führen statt nett verkaufen Personen in dieser Folge Christopher Funk bei LinkedIn Anleitung: So implementierst du deine neue B2B Vertriebsstrategie optimal im Team Schritt 1: Den aktuellen Status analysieren Begleite deine Verkäufer zunächst in echten Terminen. Finde dabei genau heraus, wo sie in starren Mustern festhängen und wer bereits gutes Mentalizing anwendet. Schritt 2: Moderne KI-Tools gezielt einführen Zeige deinem Team anschließend, wie sie durch gutes Prompt Engineering ihre KI im Vertrieb nutzen können. Tools wie ChatGPT erstellen nämlich perfekte Vorbereitungen in Minuten. Schritt 3: Just-in-Time-Learning sofort etablieren Beende endlich die einwöchigen Trainings. Integriere stattdessen tägliche kleine Anstupser und Feedback-Schleifen direkt in den echten Alltag. Schritt 4: Eure Anreizsysteme hart anpassen Verknüpfe schließlich neue Beförderungen nicht nur mit Zahlen, sondern explizit auch mit dem Erreichen von klaren Lernzielen. Was ist die absolut beste B2B Vertriebsstrategie von heute? Eine moderne B2B Vertriebsstrategie stützt sich heute auf drei Säulen: Mentalizing (die wahren Motive erkennen), taktische Flexibilität in Gesprächen und die kluge Nutzung von KI. Warum sind starre Sales Playbooks mittlerweile gefährlich? Die Prozesse für Entscheidungen ändern sich heutzutage extrem schnell. Wenn ein Verkäufer deshalb starr an seinem Skript festhält, anstatt situativ zu reagieren, verliert er meistens den Deal. Wie kann mein Team sehr erfolgreich KI im Vertrieb nutzen? Indem sie Tools durch gezieltes Prompt Engineering als echten Kollegen einsetzen. So können sie nämlich innerhalb von Minuten Berichte analysieren und passende Aufhänger formulieren. Das spart schließlich enorm viel Zeit. Wie viele Personen sind heute an einem B2B-Kauf beteiligt? Laut Studien von Gartner sind mittlerweile im Schnitt 5,4 Entscheider an der Lösung beteiligt. Das macht den Prozess folglich deutlich anspruchsvoller für alle Verkäufer. Was ist Just-in-Time-Learning im B2B-Vertrieb? Just-in-Time-Learning bedeutet ganz einfach, dass Wissen genau dann vermittelt wird, wo es im Alltag gebraucht wird. Es nutzt dafür stetige Erinnerungen, anstatt das Team einmal im Jahr mit reiner Theorie zu überschütten. Was sind eigentlich deine größten Probleme bei deiner aktuellen B2B Vertriebsstrategie? Wollt ihr demnächst vielleicht stärker KI im Vertrieb nutzen, oder seid ihr da noch vorsichtig? Schreib mir sehr gerne dein Feedback auf LinkedIn oder teile diesen Artikel mit einem Kollegen, der genau diese Impulse jetzt gut gebrauchen kann!
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Feb 25, 2026 • 39min

#1019 - Vom Sprachkurs zur intelligenten Bildungsplattform: Wie Traditionsfirma Berlitz sich zu Apps & KI positioniert. Mit Teila Klemp

Geschätzte Lesedauer: 11 Minuten Hallo und herzlich willkommen! Hier ist Christopher Funk. Das Thema Sprachen lernen mit KI beschäftigt derzeit viele von uns im Vertrieb sehr intensiv. Denn wir leben in einer Zeit, in der Technologie fast alles möglich macht. Deshalb stellst du dir vielleicht die berechtigte Frage: Müssen wir überhaupt noch mühsam Vokabeln pauken? Schließlich gibt es Apps, die Texte in Sekunden übersetzen, und kleine Gadgets, die fast in Echtzeit dolmetschen. Doch bedeutet das automatisch, dass klassische Sprachschulen überflüssig sind? Oder ist Sprachen lernen mit KI vielleicht nur ein Teil der Lösung? Genau darüber habe ich ausführlich mit Teila Klemp gesprochen. Sie ist Head of Marketing bei Berlitz, einer Traditionsmarke, die seit vielen Jahren am Markt ist. Allerdings befindet sich das Unternehmen gerade in einem spannenden Wandel hin zu einer modernen Bildungsplattform. Ihre Antworten auf die Frage "Mensch oder Maschine?" sind überraschend und für deinen B2B-Vertrieb extrem wichtig. Warum Sprachen lernen mit KI allein im B2B nicht reicht Wenn Teila erzählt, dass sie bei Berlitz arbeitet, wird sie oft gefragt: "Braucht man das heute noch? Ich habe doch mein Smartphone." Ihre Antwort ist jedoch ganz klar: Ja, unbedingt. Denn Sprache ist weit mehr als nur die reine Übersetzung von Wörtern. Vielmehr transportiert Sprache auch Bedeutung, Beziehungen, feine Nuancen sowie Vertrauen und Respekt. Zwar kann eine KI Informationen schnell übersetzen, aber sie kann bisher keine echte menschliche Verbindung aufbauen. Gerade im Vertrieb wissen wir genau: Geschäfte werden immer noch zwischen Menschen gemacht. Wenn du also deine Kommunikation nur auf den Austausch von Daten reduzierst, verlierst du die wichtige Beziehungsebene. Dennoch solltest du die Technik nicht ignorieren, sondern sie klug für dich nutzen. Wie Sprachen lernen mit KI deine Effizienz steigert Berlitz verschließt sich der Technologie keineswegs. Im Gegenteil: Das Unternehmen nutzt Sprachen lernen mit KI als massiven Beschleuniger für deinen Lernerfolg. Die Daten sprechen hier nämlich eine deutliche Sprache. Wer sein klassisches Training mit digitalen KI-Lösungen kombiniert, lernt im Schnitt 40 Prozent schneller. Doch warum ist diese Kombination eigentlich so effektiv? Einerseits erkennt die KI in Echtzeit deinen aktuellen Wissensstand. Sie sieht sofort, wo Fehler passieren, und passt dein Training direkt an. Andererseits kannst du so ohne Hemmungen üben. Denn ein KI-Avatar verurteilt niemanden, auch wenn du eine Vokabel zum fünften Mal falsch aussprichst. Das gibt dir Sicherheit und ein hohes Tempo. Schließlich bleibt der echte Trainer für deine Motivation, die Empathie und den kulturellen Kontext zuständig. Augmented Intelligence als dein neues Vertriebs-Werkzeug Ein weiterer Begriff, den wir im Gespräch vertieft haben, ist Augmented Intelligence. Viele Menschen haben Sorge, dass KI sie komplett ersetzt. Aber die Realität in deinem Arbeitsalltag sieht anders aus: KI übernimmt vor allem die lästige Fleißarbeit. Wenn du heute beispielsweise eine komplexe Excel-Tabelle brauchst, lässt du dir die Formel einfach von einer KI schreiben. Du musst die Formel also nicht mehr auswendig können, sondern nur noch verstehen, was du erreichen willst. Das schafft dir wertvollen Freiraum. Genau hier setzt Augmented Intelligence an. Es bedeutet, dass du deine menschlichen Fähigkeiten stärkst, weil die KI dir den Rücken freihält. Im Kontext von Sprachen lernen mit KI heißt das konkret: Die Technologie liefert dir das Vokabular und die Grammatik. Du nutzt diese Basis anschließend, um komplexe Verhandlungen zu führen, Konflikte zu lösen oder dein Team souverän zu leiten. Somit ergänzen sich beide Welten perfekt. Business Englisch lernen und interkulturelle Kompetenz stärken Hier wird es für dich als Vertriebler oder Führungskraft besonders interessant. Neben der reinen Sprache ist nämlich die interkulturelle Kompetenz ein oft unterschätzter Erfolgsfaktor. Stell dir folgendes Beispiel aus der Praxis vor: Du verhandelst mit einem potenziellen Geschäftspartner in Asien. Dein Gegenüber nickt freundlich und lächelt dich an. Daraufhin interpretierst du das als Zustimmung und denkst, der Deal steht. Doch kulturell betrachtet war das Nicken vielleicht nur ein Zeichen von Höflichkeit, keinesfalls aber ein klares "Ja" zum Vertrag. Wer hier zu direkt auftritt, kann ungewollt das Geschäft ruinieren. Interkulturelle Kompetenz ist also kein weicher Faktor für die Wohlfühlatmosphäre. Vielmehr ist es ein hartes Business Asset. Es entscheidet oft über Missverständnisse, Reibungsverluste und am Ende über deinen Abschluss. Return on Learning: Warum sich deine Investitionen lohnen Früher wurde Weiterbildung oft nur als netter Vorteil für Mitarbeiter gesehen – also als reines "nice to have". Heute hingegen, wo Budgets strenger geprüft werden, zählt vor allem der Return on Learning. Unternehmen investieren gezielt in Sprachtraining für Unternehmen, weil es sich unter dem Strich rechnet. Erstens sind internationale Fachkräfte durch ein schnelleres Onboarding früher produktiv. Zweitens sorgen weniger Missverständnisse in Produktion und Logistik dafür, dass weniger Fehler passieren und Kosten gespart werden. Drittens stärkt eine kultursensible Kommunikation dein Kundenerlebnis und die langfristige Bindung. Deshalb sitzen heute oft auch Finanz- oder Operations-Manager mit am Tisch, wenn über Trainingsbudgets entschieden wird. Denn Sprache und Kultur sind ein fester Teil deiner Wertschöpfungskette. Fazit: Die Mischung macht deinen Vertrieb erfolgreich Mein Fazit aus dem Gespräch mit Teila Klemp ist eindeutig: Die Diskussion "Mensch gegen Maschine" führt in die Irre. Die Zukunft gehört vielmehr der intelligenten Verbindung aus beidem. Wenn du administrative Aufgaben an die KI abgibst, bleibt für dich das, was du am besten kannst: Empathie zeigen, echte Beziehungen aufbauen und kreativ Probleme lösen. Wer Sprachen lernen mit KI also als starkes Werkzeug begreift und gleichzeitig in seine sozialen Kompetenzen investiert, sichert sich den entscheidenden Vorteil im Wettbewerb. Nutze die Technik, aber vergiss nie den Menschen dahinter. Die wichtigsten Erkenntnisse auf einen Blick KI als Turbo: Die Kombination aus KI-Tools und menschlichem Training steigert deine Lerngeschwindigkeit um bis zu 40%. Mehr als Worte: Sprache transportiert Vertrauen und Beziehung – das kann reine Übersetzungssoftware bisher nicht leisten. Augmented Intelligence: Nutze KI für die Basisarbeit, damit du dich auf komplexe zwischenmenschliche Aufgaben fokussieren kannst. Kultur entscheidet Deals: Interkulturelle Kompetenz verhindert teure Missverständnisse in deinem internationalen Geschäft. Return on Learning: Weiterbildung ist eine Investition mit messbarem Erfolg durch weniger Fehler und höhere Produktivität. Wie handhabst du das in deinem Unternehmen? Nutzt du schon digitale Tools zur Weiterbildung oder setzt du noch auf klassische Methoden? Vernetze dich gerne mit mir auf LinkedIn und lass uns darüber diskutieren! 🔊🔊 Schon gehört? Wir haben heute darüber gesprochen, wie sich Aufgabenprofile verschieben. Passend dazu empfehle ich dir diese Episode, in der wir beleuchten, welche Verkaufsmethoden auch im KI-Zeitalter bestehen bleiben: 👉 Dein Vertrieb ist tot – Wenn du diese eine Methode in Zeiten der KI ignorierst: Der Challenger Sale. Mit Markus Härlin Ausgewählte Links zur Episode Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk - Lass uns analysieren, wie du deinen Vertrieb zukunftsfähig aufstellst. Die Berlitz Website für Firmenkunden Berlitz Studie: Zukunft der Weiterbildung Gastbeitrag: Mensch vs. Maschine – Verliert Sprache an Wert? Personen in dieser Folge Teila Klemp bei LinkedIn Christopher Funk bei LinkedIn Wird der Sprachlehrer durch KI komplett ersetzt? Nein, das ist nicht zu erwarten. Zwar ist KI sehr effizient für Vokabeln, Grammatik und direktes Feedback, doch fehlt ihr die emotionale Ebene. Ein menschlicher Trainer ist essenziell für Motivation, kulturelle Feinheiten und den Vertrauensaufbau. Das sind Faktoren, die gerade im B2B-Kontext für dich entscheidend sind. Was bedeutet Augmented Intelligence beim Sprachenlernen? Augmented Intelligence beschreibt die Synergie aus menschlicher und künstlicher Intelligenz. Beim Sprachenlernen übernimmt die KI Routineaufgaben und Echtzeit-Korrekturen. Dadurch kannst du dich auf die Anwendung, komplexe Kommunikation und interkulturelle Aspekte konzentrieren, was deinen Lernerfolg deutlich beschleunigt. Warum ist interkulturelle Kompetenz im B2B-Vertrieb so wichtig? Sprache allein garantiert dir noch keinen Geschäftsabschluss. Denn kulturelle Missverständnisse – etwa bei Verhandlungstaktiken oder Höflichkeitsformen – können Geschäftsbeziehungen stark belasten. Interkulturelle Kompetenz hilft dir dabei, Signale richtig zu deuten und Fehler zu vermeiden, was sich direkt positiv auf deinen Umsatz auswirkt. Was versteht man unter "Return on Learning"? Return on Learning bezeichnet den messbaren wirtschaftlichen Nutzen deiner Weiterbildung. Unternehmen investieren in Sprachtraining nicht mehr nur als Zusatzleistung, sondern erwarten konkrete Ergebnisse. Dazu gehören beispielsweise schnellere Einarbeitungszeiten, weniger Fehler und eine effizientere internationale Zusammenarbeit. Wie viel schneller lernt man Sprachen mit KI-Unterstützung? Laut Daten von Berlitz lernen Teilnehmer, die klassisches Training mit digitalen KI-Methoden kombinieren, im Schnitt bis zu 40% schneller. Die KI ermöglicht nämlich eine sofortige Anpassung an deinen Lernstand, was deine Effizienz deutlich erhöht. Möchtest du Sprachtraining in deinem Unternehmen einführen, das KI sinnvoll integriert? Hier ist ein kurzer Leitfaden für deine Umsetzung. Bedarfsanalyse durchführen Analysiere zunächst nicht nur, wer welche Sprache lernen soll, sondern wozu. Geht es primär um technische Dokumentation oder eher um kulturell sensible Verhandlungen? Technologische Akzeptanz prüfen Sind deine Mitarbeiter bereit für KI-gestütztes Lernen? Biete Schulungen zur Nutzung von Augmented Intelligence an, um Berührungsängste von Anfang an abzubauen. Blended Learning Ansatz wählen Setze auf den smarten Mix: KI-Apps für die Routine und echte Trainer für Coaching und Anwendung. Kulturelle Aspekte integrieren Ergänze das Sprachtraining zudem um interkulturelle Module, besonders für deine international agierenden Teams. Erfolge messen (Return on Learning) Definiere klare KPIs wie verkürzte Einarbeitungszeiten oder gesteigerte Kundenzufriedenheit, um den Erfolg deiner Maßnahme zu belegen.
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Feb 18, 2026 • 36min

#1018 - Dauer-Feuerwehr statt Kontrolle: Warum Vertriebsleiter im Chaos versinken und wie du das änderst

Geschätzte Lesedauer: 13 Minuten Herzlich willkommen zum Vertriebsfunk. Mein Name ist Christopher Funk. Heute widmen wir uns einem Führungsthema, das mir in meinen Projekten immer wieder begegnet: Führung im Vertrieb. Ich spreche oft mit Vertriebsleitern, die mir berichten: „Ich weiß nicht mal mehr, was ich heute eigentlich gemacht habe". Denn der Alltag besteht häufig nur aus Troubleshooting, dem Lösen akuter Probleme, der Betreuung eigener Kunden und einem endlosen Meeting-Marathon. Folglich sind die meisten Führungskräfte zwar „super crazy busy", aber sie kommen strategisch kaum voran. Anstatt den Markt aktiv zu treiben, werden wir somit zum Opfer der Umstände und reagieren nur noch auf externe Einflüsse. In dieser Folge zeige ich dir jedoch, wie du diesen Teufelskreis durchbrichst. Zudem schauen wir uns an, was professionelles Sales Management wirklich bedeutet, welche Vertriebsleiter Aufgaben Priorität haben und wie du durch klare Routinen das Ruder wieder fest in die Hand bekommst. Warum Führung im Vertrieb oft im Chaos versinkt Im Vertrieb gibt es bekanntlich keinen Punkt, an dem man sagt: „Ich bin fertig". Jeden Monat und jedes Quartal geht das Spiel von vorne los, weil die Umsatzzahlen wieder auf Null stehen. Dieser permanente Druck führt oft dazu, dass man sich im operativen Klein-Klein verliert. Deshalb ist es extrem wichtig, dass du Dringendes von Wichtigem trennst. Dringendes ist selten wichtig. Wichtiges ist selten dringend, entscheidet aber dennoch über deinen langfristigen Erfolg. Die zentrale Frage muss also lauten: Komme ich meinen Zielen näher? Liegen wir wirklich auf Kurs? Eine effiziente Vertriebsleitung bedeutet schließlich, Herr der eigenen Zeit zu sein. Du solltest dir deswegen 30 bis 50 Prozent deiner Zeit für deine eigene Agenda reservieren, sonst wirst du es extrem schwer haben, strategisch nach vorne zu kommen. Kurs setzen: Die Basis für deine Vertriebsleiter Aufgaben Stell dir vor, du bist Kapitän auf einem Schiff. Das Erste, was die Mannschaft wissen muss, ist natürlich: Wo geht's hin? Der Kurs ist die absolute Basis jeder Führung im Vertrieb. Es reicht dabei nicht, nur eine Umsatzvorgabe im CRM zu haben. Vielmehr musst du definieren: In welchem Markt bewegen wir uns eigentlich? Wer sind unsere Idealkunden (ICP)? Welche Art von Deals wollen wir konkret gewinnen? Das nennt man militärisch ausgedrückt „Commander's Intent". Deine Mannschaft muss nämlich verstehen, was erreicht werden soll. Nur wenn das Ziel klar ist, kann jeder Einzelne Verantwortung übernehmen und intelligente Entscheidungen treffen, ohne ständig auf Befehle warten zu müssen. Strategie und Mittelansatz im Sales Management Wenn das Ziel steht, brauchst du anschließend eine Strategie. Die Frage lautet: Wie setzen wir das um und welche Mittel haben wir? Ressourcen und Marktbearbeitung Zuerst klären wir den Mittelansatz: Sitzen wir in einem Ruderboot oder auf einem Dampfer? Sind die Ziele mit den vorhandenen Ressourcen realistisch? Zudem musst du entscheiden, wie der Markt bearbeitet wird. Gehen wir auf Neukunden zu oder kümmern wir uns primär um den Bestand? Methodik und Werkzeuge Ein weiterer Aspekt deiner Vertriebsleiter Aufgaben ist die Wahl der Waffen. Nutzen wir Ansätze wie den Challenger Sale? Gerade wenn Produkte vergleichbar werden und es nur noch um den Preis geht, müssen wir weg vom „Schweinebauchgeschäft" hin zum Solution Selling. Denn nur so bieten wir dem Kunden neue Perspektiven. Das Cockpit: Effiziente Vertriebsleitung durch Zahlen Du hast den Kurs und die Strategie festgelegt. Jetzt brauchst du jedoch die Steuerung. Woher weißt du eigentlich, dass du auf Kurs bist? Viele Führungskräfte sind im Blindflug unterwegs und sehen erst am Monatsende, dass das Ziel verfehlt wurde. Deshalb brauchst du ein Cockpit mit 5 bis 6 KPIs, auf die du täglich schauen kannst. Hierbei ist der Unterschied zwischen Ergebnissen und Aktivitäten entscheidend: Ergebnisse (Umsatz) sind lediglich ein Blick in den Rückspiegel. Aktivitäten (Ersttermine, Pipeline-Wachstum) sind hingegen Frühindikatoren. Wenn du beispielsweise siehst, dass die Ersttermine einbrechen, kannst du sofort gegensteuern, noch bevor der Umsatz fehlt. Das ist echte, proaktive Vertriebssteuerung. Deine Routinen für bessere Führung im Vertrieb Wie setzt du das nun im Alltag um, ohne in der „Meeting-Hölle" zu landen? Die Antwort liegt in einem festen Rhythmus, der Struktur schafft. Der Daily Huddle für den Tagesfokus Beginne mit einem kurzen Meeting am Morgen, maximal 15 Minuten. Jeder Mitarbeiter berichtet kurz: Was sind meine Prioritäten heute? Was will ich erreichen? Hier geht es keinesfalls um Diskussionen. Du prüfst nur die „Situational Awareness": Machen alle das Richtige? Rudern wir in die gleiche Richtung? Das Weekly Meeting zur Kontrolle Zusätzlich schauen wir im Weekly auf die Wochenebene: Ergebnisse der letzten Woche. Pipeline-Check: Was ist neu, was ist rausgefallen? Status von Projekten (z.B. CRM-Einführung). Wenn die Zahlen gut vorbereitet sind, ist das oft schon in 20 Minuten erledigt. Das One-on-One als wichtigste der Vertriebsleiter Aufgaben Kritik oder individuelle Pipeline-Details gehören definitiv nicht ins Team-Meeting. Dein wichtigstes Instrument für Führung im Vertrieb ist daher das persönliche 1:1-Gespräch. Klarheit schaffen und Status Quo prüfen Zunächst klärst du Erwartungen und schaust gemeinsam auf das Dashboard. Da Zahlen nicht lügen, muss hierüber auch nicht diskutiert werden. Wo steht der Mitarbeiter im Vergleich zum Ziel oder zum Vorjahr? Das ist die objektive Basis des Gesprächs. Pipeline Review und Deal Innovation Jetzt geht es ans Eingemachte. Was kommt wirklich rein? Warum wurde ein Deal geschoben? Haben wir alle Infos über Entscheider und Wettbewerb? An dieser Stelle findet „Deal Innovation" statt. Ihr überlegt gemeinsam: Wie kriegen wir den Deal eine Phase weiter? Können wir das Packaging ändern? Das ist echtes Coaching am Objekt, statt nur Kontrolle. Individuelles Coaching und Entwicklung Neben dem Deal-Coaching gibt es außerdem das Skill-Coaching. Nach gemeinsamen Kundenterminen (die du als Beobachter begleitest!) gibst du Feedback. Wo kann der Mitarbeiter besser werden? Wie entwickelt er sich langfristig? Standards erleichtern die Vertriebsleiter Aufgaben Um dir das Leben leichter zu machen, brauchst du Standards, denn sie schaffen Skalierbarkeit. Wie läuft ein Ersttermin ab? Was ist unser Pitch? Wie behandeln wir Einwände? Erstelle deshalb Playbooks. Wenn jeder weiß, wie „wir das hier machen", musst du nämlich weniger Mikromanagement betreiben. Das Ergebnis all dieser Maßnahmen – klare Ziele, Strategie, Steuerung und Standards – ist schließlich eine starke Vertriebskultur. Eine Kultur, in der jeder Verantwortung übernimmt, wo man offen über Fehler spricht („Fuck-Up Sessions"), um daraus zu lernen, und sich gegenseitig unterstützt. Fazit: Erfolgreiche Führung im Vertrieb bedeutet Gestaltung Führung im Vertrieb bedeutet, aktiv zu gestalten und nicht nur Feuerwehr zu spielen. Wenn du diese Struktur etablierst – Kurs, Strategie, Cockpit, Routinen – dann wirst du merken: Das Chaos verschwindet. Du bekommst wieder Luft zum Atmen und erreichst deine Ziele planbar. Mach was draus, setz es um und sorge für mehr Umsatz und Erfolg! Quick Takeaways für dein Sales Management Raus aus dem Hamsterrad: Reserviere dir 30–50% deiner Zeit für aktive Steuerung statt nur operatives Troubleshooting zu betreiben. Klarer Kurs (Commander's Intent): Dein Team muss das Ziel und den Weg dorthin genau kennen, um eigenverantwortlich handeln zu können. Steuerung statt Blindflug: Etablieren Sie ein Cockpit mit 5–6 KPIs, die dir täglich zeigen, ob du auf Kurs bist – Fokus auf Aktivitäten! Der Rhythmus macht's: Nutze Daily Huddles für den Tagesfokus und Weeklys für die Erfolgskontrolle, um Meetings kurz und knackig zu halten. One-on-Ones sind Pflicht: Nutze Einzelgespräche für Pipeline-Checks, Deal-Innovation und individuelles Coaching – niemals Kritik vor der Gruppe üben. Playbooks schaffen Freiheit: Standards für Pitches, Termine und Einwandbehandlung reduzieren den Mikromanagement-Bedarf massiv. Kultur der Verantwortung: Gute Führung führt zu einer Sales-Kultur, in der Mitarbeiter Fehler offenlegen, lernen und den Markt aktiv treiben. Was sind die wichtigsten Aufgaben eines Vertriebsleiters? Die wichtigsten Vertriebsleiter Aufgaben sind nicht das eigene Verkaufen, sondern die strategische Steuerung. Dazu gehören: Ziele definieren (Kurs), den Weg festlegen (Strategie), die Kontrolle über Kennzahlen behalten (Steuerung) und das Team durch Coaching und klare Routinen zum Erfolg führen. Wie verhindere ich Chaos und Meeting-Marathons im Vertrieb? Indem du eine klare Meeting-Struktur etablierst. Ein kurzes Daily Huddle (15 Min) klärt die Tagesprioritäten, während ein straffes Weekly den Kurs prüft. Lagere individuelle Probleme und Pipeline-Details zudem konsequent in One-on-One-Gespräche aus. Welche KPIs sollte ich für die Führung im Vertrieb nutzen? Nutze ein Cockpit mit 5-6 Kennzahlen. Wichtig ist dabei der Mix aus Ergebniszahlen (Umsatz) und vor allem Aktivitätskennzahlen (Ersttermine, Pipeline-Zuwachs). Letztere erlauben dir nämlich, frühzeitig einzugreifen, bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist. Was ist Deal Innovation im Sales Management? Deal Innovation bedeutet, dass Führungskraft und Vertriebler gemeinsam kreativ an einem stockenden Deal arbeiten. Statt nur den Preis zu senken, überlegt man: Wie können wir das Angebot umstrukturieren, neue Entscheider ins Boot holen oder den Nutzen besser kommunizieren? Warum sind Playbooks für eine effiziente Vertriebsleitung wichtig? Playbooks definieren Standards für wiederkehrende Situationen wie Einwandbehandlung oder Pitches. Sie sorgen folglich für gleichbleibende Qualität und geben dem Team Sicherheit. Das spart dir als Chef Zeit, da du nicht jedes Detail neu erklären musst und weniger diskutieren musst. Möchtest du deine Führung im Vertrieb professionalisieren? Hier ist eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, um von der Feuerwehr zur strategischen Steuerung zu kommen. Schritt 1: Kurs und Mittel bestimmen Definiere glasklar: Wo wollen wir hin (Marktziele)? Welche Ressourcen (Manpower, Budget) haben wir dafür? Kommuniziere diesen "Commander's Intent" anschließend an dein Team. Schritt 2: Das Cockpit bauen Lege 5-6 KPIs fest, die dir täglich zeigen, ob ihr auf Kurs seid. Achte dabei besonders auf Frühindikatoren wie Aktivitäten und Ersttermine, nicht nur auf den Umsatz. Schritt 3: Meeting-Rhythmus etablieren Führe Daily Huddles (max. 15 Min) für den Tagesfokus ein. Nutze zudem ein Weekly Meeting für die Wochenkontrolle. Halte diese Termine heilig, aber kurz. Schritt 4: One-on-Ones intensivieren Setze regelmäßige Einzelgespräche an. Nutze diese Zeit für harte Fakten: Pipeline-Review, Deal-Strategien und persönliches Coaching. Schritt 5: Standards setzen (Playbooks) Dokumentiere, was funktioniert. Erstelle Leitfäden für Pitches und Prozesse. Sorge schließlich dafür, dass jeder diese Standards kennt und lebt. 🔊🔊 Schon gehört? In dieser Folge geht es um die Eigenschaften, die eine Führungskraft wirklich braucht. Passend dazu empfehle ich dir unbedingt, mal hier reinzuhören: 👉 Was macht einen Top-Vertriebsleiter aus? Das überraschende Ergebnis aus 65 Unternehmen Dort bespreche ich eine spannende Studie, die genau analysiert hat, welche Skills den Unterschied machen. Ausgewählte Links zur Episode Du willst dein Sales Management aufs nächste Level heben? Lass uns sprechen! Hier kannst du dir dein kostenloses Beratungsgespräch buchen: 👉 Dein Strategiegespräch mit Chris Mehr zum Thema Challenger Sale: Challenger Sales – mutig führen statt nett verkaufen Systematischer Vertrieb: Sales Champions Strategy für Führungskräfte Personen in dieser Folge Christopher Funk (Vertriebs- & Wachstumscoach): LinkedIn Profil Deine Meinung ist mir wichtig! Wie organisierst du deinen Führungsalltag? Hast du bereits feste Routinen oder regiert noch das Chaos? Schreib mir gerne auf LinkedIn oder buch dir direkt einen Termin, wenn du Unterstützung bei deinen Playbooks brauchst. Wenn dir die Folge geholfen hat, teile sie außerdem gerne mit deinem Netzwerk!
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Feb 11, 2026 • 59min

#1017 - Mehr Neukunden, weniger Umsatz: Die Akquise-Falle. Interview mit Manuel Spors

Hand aufs Herz: Wenn du an massives Umsatzwachstum denkst, woran denkst du zuerst? Vermutlich an Kaltakquise, neue Leads oder volle Messehallen. Doch wenn wir ehrlich sind, vernachlässigen wir dabei oft den wichtigsten Hebel für nachhaltigen Erfolg: die Kundenbindung B2B. Fast 90 Prozent der B2B-Vertriebe tappen in diese Falle. Denn wir sind Jäger. Wir wollen die Trophäe an der Wand. Aber was passiert eigentlich, nachdem der Vertrag unterschrieben ist? Oft herrscht dann Funkstille oder der Kunde wird lediglich „verwaltet". Dabei liegt genau hier, direkt vor deiner Nase, das größte ungenutzte Potenzial deines Unternehmens. In dieser Episode habe ich deshalb mit Manuel Spors gesprochen. Er ist Experte für Bestandskundenmanagement und Autor des neuen Buches „Die Loyalitätsformel". Gemeinsam zerlegen wir den Mythos, dass Wachstum immer „neu" bedeuten muss. Stattdessen schauen wir uns an, wie du den Customer Lifetime Value steigern kannst, ohne ständig dem nächsten Lead hinterherzujagen. Die Akquise-Falle: Warum Kundenbindung B2B oft scheitert Kennst du das beklemmende Gefühl der Kaufreue? Du kaufst ein neues Auto, fährst stolz vom Hof, und an der ersten Ampel siehst du den Wagen, den du nicht genommen hast. Plötzlich fragst du dich: War es wirklich die richtige Entscheidung? Deinem Kunden geht es haargenau so. Nach der Unterschrift fällt die emotionale Kurve oft rasant in den Keller. Genau in diesem kritischen Moment lassen viele Vertriebe jedoch los. Der Kunde wird lieblos an den Innendienst oder einen Sachbearbeiter übergeben mit dem Gedanken: „Der macht das schon". Das ist allerdings ein fataler Bruch für eine echte Kundenbindung B2B. Manuel nennt dieses Phänomen die „Akquise-Falle". Wir investieren Unmengen an Energie, um den Kunden durch die Tür zu kriegen. Doch sobald er drin ist, behandeln wir ihn wie eine Selbstverständlichkeit. Dabei ist es statistisch gesehen viel einfacher und günstiger, an jemanden zu verkaufen, der dir bereits vertraut. Customer Lifetime Value steigern: Das Starbucks-Prinzip im B2B Lass uns über den Customer Lifetime Value (CLV) sprechen. Das ist der Gesamtwert, den ein Kunde über die gesamte Dauer der Zusammenarbeit für dich hat. Um diesen Wert zu maximieren, müssen wir von den Besten lernen. Ein geniales Beispiel ist Starbucks. Ein Neukunde darf Starbucks angeblich bis zu 1.000 Euro kosten. Das klingt für einen 6-Euro-Kaffee zunächst verrückt, oder? Aber Starbucks rechnet anders: Wenn du einmal Kunde bist und zufrieden bist, kommst du wieder. Woche für Woche. Jahr für Jahr. Folglich ist der CLV gigantisch hoch. Im B2B-Umfeld ist das sogar noch extremer. Ich habe Kunden erlebt, die dachten, sie hätten einen „guten Deal" über 50.000 Euro gemacht. Auf meine Frage, wie viel der Kunde insgesamt in dieser Kategorie einkauft, kam jedoch heraus: 5 Millionen. Der Verkäufer hatte also gerade mal 1 Prozent des Potenzials abgeschöpft. Die wichtigste Frage, die du heute stellen kannst, um deinen Customer Lifetime Value zu steigern: Welches Potenzial hat dein Kunde wirklich? Upselling und Cross-Selling: Motoren für Bestandskundenmanagement Wie holst du dieses schlummernde Potenzial ab? Die Antwort liegt im intelligenten Upselling und Cross-Selling. Aber bitte nicht plump, sondern mit Stil. Stell dir vor, du sitzt in einem guten italienischen Restaurant. Du bist satt. Der Kellner kommt und fragt lustlos: „Noch ein Dessert?" Deine Antwort ist automatisch: „Nein, danke." Szenario B: Der Kellner rollt einen Wagen direkt an deinen Tisch. Du siehst die frische Mousse au Chocolat, das Tiramisu, es duftet herrlich. Er fragt gar nicht, ob du willst. Er zeigt dir das Erlebnis. Deine Chance, „Nein" zu sagen, sinkt dramatisch. Genau das müssen wir im Vertrieb tun, um die Kundenbindung B2B zu festigen: Upselling: Biete die VIP-Variante an. Mehr vom Selben, aber besser, schneller, exklusiver. Cross-Selling: Was ergänzt das Produkt perfekt? Manuel hat als Fotograf früher nur die Hochzeit fotografiert. Dann kam die Fotobox dazu. Später das Video. Schließlich das After-Wedding-Shooting. Aus einem Auftrag wurde so ein Vielfaches an Umsatz. Die Loyalitätsformel: Touchpoints für langfristige Kundenbindung B2B Echte Loyalität passiert nicht durch Zufall. Sie braucht System. Denn dein Kunde hat ein Leben, eine Familie, Hobbys. Er denkt nicht 24/7 an deine Firma. Deshalb musst du ihn daran erinnern, dass es dich gibt – aber mit Mehrwert, nicht mit Spam. 1. Der strategische Newsletter im Bestandskundenmanagement Vergiss den wöchentlichen „Wir sind so toll"-Newsletter. Manuels Steuerberater schickt stattdessen alle drei Monate ein Update: Was hat sich rechtlich geändert? Wo gibt es Handlungsbedarf (z.B. Förderungen)? Der Kunde muss nur antworten: „Ja, brauche ich." Das ist Service, kein Spam, und stärkt die Bindung enorm. 2. Der Podcast als Instrument, um den Customer Lifetime Value zu steigern Ein eigener Podcast ist ein mächtiges Tool für Bestandskundenmanagement. Lade deine Kunden ein! Lass sie über ihre Erfolge sprechen. Das hat mehrere Vorteile: Wertschätzung für den Kunden (er bekommt eine Bühne). Das perfekte Testimonial für Neukunden. Ein exzellenter Grund, wieder Kontakt aufzunehmen. 3. Echte Überraschungen (Der Ritz-Carlton-Moment) Die Geschichte vom vergessenem Kuscheltier im Ritz Carlton ist legendär. Das Hotel schickte das Stofftier nicht einfach zurück, sondern machte Fotos davon am Pool und an der Bar („Ich mache noch länger Urlaub") und sendete diese mit. Der Aufwand? 10 Minuten. Der Effekt? Lebenslange Treue der Eltern. Was ist dein „Kuscheltier-Moment" für deine Kundenbindung B2B? Vielleicht eine handgeschriebene Karte zum Frühlingsanfang statt der 08/15-Weihnachtskarte, die eh im Müll landet? Fazit: Dreh den Trichter um (Bow Tie Funnel) Wir reden im Vertrieb oft vom Sales Funnel. Oben viel rein, unten kommt der Abschluss raus. Aber eigentlich geht es danach erst richtig los. Denk an eine Fliege (Bow Tie). Nach dem Knoten (dem Kauf) öffnet sich der Trichter wieder: Upselling, Cross-Selling, Empfehlungen. Wenn du deinen Vertrieb darauf ausrichtest, wird die Neukundenjagd plötzlich zweitrangig. Du wächst entspannter, profitabler und mit mehr Freude. Fang an, deine Bestandskunden nicht nur zu verwalten, sondern zu begeistern. Möchtest du wissen, wie viel Potenzial wirklich in deinem Vertrieb schlummert und wie du deine Kundenbindung B2B professionalisierst? Lass uns sprechen. Geschätzte Lesedauer: 6 Minuten Wie sind deine Erfahrungen? Fokussierst du dich auf Neukunden oder pflegst du deinen Bestand? Schreib mir gerne auf LinkedIn oder Instagram! 🔊🔊 Schon gehört? Du willst tiefer in das Thema Customer Lifetime Value steigern und Funnel-Strategien eintauchen? Dann hör dir unbedingt diese Episode an, die das Thema perfekt ergänzt: 🎧 Der Bow Tie Sales Funnel – Einfach mehr Umsatz mit dem CLV Ansatz Ausgewählte Links zur Episode Dein Strategiegespräch mit Christopher Funk Website von Manuel Spors Manuel Spors auf Instagram Personen in dieser Folge Christopher Funk bei LinkedIn Manuel Spors bei LinkedIn FAQ zu Kundenbindung B2B Warum ist Kundenbindung im B2B wichtiger als Neukundenakquise? Neukundenakquise ist bis zu 5-mal teurer als das Halten von Bestandskunden. Zudem ist die Abschlusswahrscheinlichkeit bei bestehenden Kunden deutlich höher (60-70%) als bei neuen Interessenten (5-20%). Wie kann ich den Customer Lifetime Value (CLV) steigern? Den CLV steigerst du durch gezieltes Upselling (höherwertige Produkte), Cross-Selling (ergänzende Produkte) und aktive Empfehlungsfragen. Wichtig ist, den Kunden nicht nur zu verwalten, sondern proaktiv Lösungen anzubieten. Was ist der Unterschied zwischen Upselling und Cross-Selling? Upselling bedeutet, dem Kunden eine teurere oder bessere Version des gewünschten Produkts zu verkaufen (z.B. Premium-Support statt Standard). Cross-Selling ist der Verkauf von ergänzenden Produkten (z.B. eine Fotobox zur Hochzeitsfotografie). Wie oft sollte ich meine Bestandskunden kontaktieren? Es geht um Qualität statt Quantität. Ein vierteljährlicher, relevanter Newsletter oder persönliche Check-ins zu wichtigen Meilensteinen sind oft effektiver als wöchentlicher Spam. Nutze Touchpoints, die echten Mehrwert bieten. Welche Rolle spielt ein CRM-System bei der Kundenbindung? Ein gutes CRM ist essenziell. Es erinnert dich an Wiedervorlagen, speichert Kundenpotenziale und hilft dir, den richtigen Zeitpunkt für Upselling-Angebote nicht zu verpassen (z.B. durch Tracking von Link-Klicks in Angeboten). Anleitung: In 5 Schritten zu mehr Umsatz mit Bestandskunden Hier ist ein einfacher Prozess, wie du deine schlafenden Bestandskunden aktivierst. Potenzialanalyse durchführen Gehe deine Kundenliste durch. Frage dich bei jedem A- und B-Kunden: "Wie viel kauft dieser Kunde insgesamt in meiner Kategorie ein?" Frage den Kunden im nächsten Gespräch direkt danach. Kunden segmentieren Nicht jeder Kunde ist König. Identifiziere die Kunden, mit denen du wachsen willst (und kannst), und fokussiere deine Ressourcen auf diese Gruppe. Touchpoints definieren Entwickle eine Strategie, um im Kopf zu bleiben. Das kann ein hochwertiger Newsletter, ein jährliches Event oder eine persönliche Karte sein. Automatisierte Geburtstags-Mails reichen oft nicht. Das Übergabe-Gespräch einführen Vermeide das Loch nach dem Kaufabschluss. Wenn der Sales an den Service übergibt, mache ein gemeinsames Meeting (Zoom oder live), um die Beziehung und die Erwartungshaltung sauber zu übergeben. Aktiv nach Empfehlungen fragen Warte nicht, bis dich jemand empfiehlt. Frage proaktiv: "Kennst du jemanden in deinem Netzwerk, der gerade vor derselben Herausforderung steht wie du vor drei Monaten?" Nutze LinkedIn, um konkrete Vorschläge zu machen.
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Feb 4, 2026 • 32min

#1016 - Was macht einen Top-Vertriebsleiter aus? Das überraschende Ergebnis aus 65 Unternehmen

Was sind eigentlich die entscheidenden Vertriebsleiter Eigenschaften? Wenn ich diese Frage stelle, höre ich zwar oft die klassischen Antworten: „Er muss der beste Verkäufer sein", „Er muss ein harter Hund sein" oder „Er muss bei der Mannschaft beliebt sein". Doch ich sage dir heute ganz klar: Das ist nicht die Antwort. Denn die Realität ist deutlich komplexer – und wir können sie sogar mit Zahlen belegen. In dieser Ausgabe schauen wir uns dazu Daten aus einer massiven Studie mit 65 Unternehmen, 12.000 Verkäufern und 2.500 Vertriebsleitern an. Dabei entschlüsseln wir gemeinsam den Code, welche Vertriebsleiter Eigenschaften wirklich über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Schließlich haben viele Unternehmen genau hier einen riesigen blinden Fleck. Geschätzte Lesedauer: 12 Minuten Warum dein Bauchgefühl bei Vertriebsleiter Eigenschaften täuscht Grundsätzlich ist der Vertriebsleiter der Transmissionsriemen zwischen der Strategie des Managements und der Execution durch das Team. Egal ob Umsatzrekord oder Einbruch – in der Vertriebswelt hängt extrem viel von dieser einen Person ab, dem Frontline-Sales-Manager. Jedoch gaben damals erschreckende 63 Prozent der Unternehmen an, dass ihre Manager nicht die Skills haben, um das Vertriebsmodell weiterzuentwickeln. Zwar tappen viele Firmen im Dunkeln und befördern einfach den besten Verkäufer. Allerdings korreliert Beliebtheit beim Team oder beim Vorstand nicht zwangsläufig mit harten Ergebnissen. Hingegen zeigt die Datenanalyse aus dem Umfeld des „Challenger Sale" ein ganz anderes Bild und priorisiert die relevanten Vertriebsleiter Eigenschaften völlig neu. Die DNA erfolgreicher Vertriebsleiter Eigenschaften: Die 25/75-Regel Um Klarheit zu schaffen, hat die Studie diverse Variablen getestet und durch eine Regressionsanalyse gejagt. Folglich lässt sich das Ergebnis grob in zwei Blöcke aufteilen: Ca. 25 %: Management Fundamentals (Grundlegende Führungseigenschaften) Ca. 75 %: Sales Management Skills (Spezifische Vertriebsführungs-Kompetenzen) 1. Management Fundamentals: Das Fundament Konkret sprechen wir hier über Integrität, Verlässlichkeit und die Fähigkeit, wirklich zuzuhören. Dabei handelt es sich um binäre Vertriebsleiter Eigenschaften: Entweder du hast sie, oder du hast sie nicht. Denn du bist entweder integer, oder du bist es nicht. Leider kann man das nur sehr schwer trainieren. Dennoch achten viele Unternehmen bei der Beförderung nicht darauf. Somit lassen sie Leute durch, die zwar gut verkaufen, aber menschlich als Führungskraft ungeeignet sind. Das führt deshalb direkt zu unzufriedenen Teams. Mein Tipp lautet daher: Hier musst du im Recruiting und bei der Auswahl extrem streng sein. 2. Sales Management Skills: Der eigentliche Hebel Die restlichen drei Viertel des Erfolgs machen spezifische Skills aus. Diese unterteilen sich wiederum in drei Bereiche: Selling, Coaching und Owning. Vertriebsleiter Eigenschaften: Müssen Chefs selbst verkaufen können? Selling macht etwa 26 % der Performance aus. Häufig wird diskutiert: Zählt „Verkaufen können" zwingend zu den notwendigen Vertriebsleiter Eigenschaften? Dazu sagen die Daten: Ja, es hilft enorm. Allerdings nicht, damit der Chef für seine Mitarbeiter einspringt, wenn es brennt. Vielmehr geht es darum, exzellentes Verkaufen zu modellieren. Denn ein Top-Vertriebsleiter muss verstehen, wie man dem Kunden eine einzigartige Perspektive bietet (Challenger-Ansatz), Angebote maßschneidert und souverän über Geld verhandelt. Schließlich kannst du nicht coachen, was du selbst nicht beherrschst. Nur wer das verstanden hat, kann es auch glaubwürdig vermitteln. Owning & Innovation als unterschätzte Vertriebsleiter Eigenschaften Zusätzlich zum Coaching (ca. 28 %) ist der Bereich „Owning" der wohl spannendste Faktor. Dabei bedeutet Owning, den Vertriebsbereich so zu führen, als wäre es das eigene Unternehmen. Dieser Ansatz erinnert stark an das militärische Prinzip der Auftragstaktik (Commander's Intent): Das Ziel ist klar (Erobere den Hügel), aber der Weg dorthin bleibt dir überlassen. Genauer gesagt gibt es innerhalb von „Owning" zwei Unterpunkte: Resource Allocation: Ressourcen managen, Prozesse einhalten, Fehler abstellen. Das ist wichtig, aber eher Verwaltung. Sales Innovation: Und genau hier liegt das Gold. Was bedeutet Sales Innovation wirklich? Oft ist Sales Innovation der „Missing Link". Es geht nämlich nicht darum, neue Produkte zu erfinden. Stattdessen geht es darum, innovative Wege zu finden, um einen Deal, der feststeckt, wieder ins Rollen zu bringen. Da Kunden heute oft keine Entscheidungen treffen wollen („Keine Entscheidung ist besser als eine falsche"), muss der Vertriebsleiter hier kreativ werden. „Innovation ist nicht Deal-Inspection. Es geht nicht darum zu fragen: ‚Hast du angerufen?'. Es geht vielmehr darum zu fragen: ‚Was können wir tun, damit es weitergeht?'" Hierbei ist der Unterschied zum Coaching essenziell: Beim Coaching kenne ich die Antwort und bringe sie dem Mitarbeiter bei. Bei der Innovation hingegen kennt niemand die Antwort. Deshalb müssen wir uns zusammensetzen und gemeinsam einen neuen Pfad durch den Dschungel schlagen. Das SCAMPER-Framework: Kreativität auf Knopfdruck Sobald wir unter Druck stehen, neigen wir zu „Narrowing Thinking" – wir greifen auf bekannte Standardlösungen zurück (meistens Rabatte). Doch um innovativ zu sein, brauchen wir „Opening Thinking". Deswegen empfiehlt das Buch „Challenger Sale" hier das SCAMPER-Framework, um neue Optionen für blockierte Deals zu generieren. Nutze diese Fragen, wenn ein Deal feststeckt und du nicht weiterkommst, um neue Lösungsansätze zu finden: Substitute (Ersetzen) Was können wir austauschen? Beispielsweise Materialien, Personen oder Prozesse? Combine (Kombinieren) Können wir Funktionen oder Services verknüpfen, um den Wert zu steigern? Adapt (Anpassen) Welche Lösung aus einem anderen Kontext lässt sich hier übertragen? Modify (Modifizieren) Können wir Form, Haptik oder Zusammensetzung verändern? Put to another use (Anders nutzen) Kann das Produkt einen anderen Zweck erfüllen oder für eine andere Abteilung nützlich sein? Eliminate (Eliminieren) Was können wir weglassen oder vereinfachen, um Hürden abzubauen? Reverse (Umdrehen) Was passiert, wenn wir den Prozess umkehren oder neu anordnen? Effizienz vs. Effektivität: Den Zielkonflikt lösen Dabei entsteht oft ein Zielkonflikt. Einerseits wollen wir Effizienz: Saubere Prozesse und wiederholbare Ergebnisse. Andererseits brauchen wir für komplexe Deals („Nuggets") Effektivität durch Innovation. Folglich ist meine Lösung für dich: Die Prozesse sind die Basis (Pflicht). Denn sie sorgen dafür, dass das Standardgeschäft läuft. Aber um die wirklich großen Deals zu gewinnen, musst du als Führungskraft in den Innovations-Modus schalten (Kür). Somit sind saubere Prozesse die Voraussetzung für kreative Lösungen. Fazit: Vom Verwalter zum Gestalter Zusammenfassend zeigen die Daten: Gute Vertriebsleiter Eigenschaften basieren auf einem Fundament aus Integrität (schwer lernbar) und einem starken Mix aus Selling, Coaching und – ganz wichtig – Innovation. Weil die Welt komplexer wird, dauern auch Kundenentscheidungen länger. Daher brauchen wir Manager, die diese Veränderung nicht nur verwalten, sondern aktiv gestalten. Falls du merkst, dass dein Team in der Routine feststeckt, ist es Zeit, an deinen Vertriebsleiter Eigenschaften zu arbeiten und Innovation zu fördern. Willst du wissen, wo deine Blindenflecken sind oder wie du ein Sales Playbook aufbaust, das Effizienz und Innovation vereint? Dann melde dich gerne bei mir. Wir schauen uns in einem Erstgespräch an, wie wir deinen Vertrieb auf das nächste Level heben. 🔊🔊 Schon gehört? Das Thema Innovation im Vertrieb hängt eng mit dem Challenger Sale zusammen. Hör dir unbedingt diese Folge an, um das Konzept zu vertiefen: Challenger Sale – mutig führen statt nett verkaufen Ausgewählte Links zur Episode Willst du die Bremsen lösen? Dein Strategiegespräch mit Chris Buch: The Challenger Sale: Kunden herausfordern und erfolgreich überzeugen SCAMPER - As a creativity tool Personen in dieser Folge Christopher Funk bei LinkedIn Welche Vertriebsleiter Eigenschaften sind am wichtigsten? Laut Datenanalyse sind Sales Innovation, Coaching und Owning entscheidend (ca. 75%). Integrität und Verlässlichkeit bilden das unverzichtbare Fundament (ca. 25%). Was ist der Unterschied zwischen Sales Innovation und Coaching? Beim Coaching vermittelst du bekanntes Wissen. Bei Sales Innovation erarbeitest du gemeinsam mit dem Team neue Lösungswege für komplexe, festgefahrene Deals. Warum ist „Owning" als Vertriebsleiter Eigenschaft so wichtig? Owning bedeutet unternehmerische Verantwortung für den eigenen Bereich zu übernehmen (Auftragstaktik). Es fördert Eigenverantwortung und verhindert, dass Manager nur auf Anweisungen warten. Muss ein Vertriebsleiter der beste Verkäufer sein? Nein, nicht zwingend der Beste. Aber starke Selling Skills helfen enorm, um glaubwürdig zu coachen und erfolgreiches Verhalten (wie den Challenger Sale) vorzuleben. Wie hilft SCAMPER im Vertrieb? SCAMPER ist ein Kreativitäts-Tool, um durch Fragen (Ersetzen, Kombinieren, Umkehren etc.) neue Optionen für Angebote zu finden, statt bei Problemen nur Rabatte zu gewähren.

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