

Was wichtig ist
Die Presse
Der Nachrichten-Podcast der Tageszeitung "Die Presse" erscheint wochentags Montag bis Freitag um 18 Uhr und zu besonderen Anlässen wie an Wahlsonntagen auch zwischendurch. Die Redaktion der "Presse" sagt, was wichtig ist und nimmt Sie mit auf Recherche und zu spannenden Gesprächspartnern.
Ihre Hosts sind Anna Wallner, Christine Mayrhofer, Eva Winroither und Klemens Patek.
Audio und Produktion: Georg Gfrerer/ www.audio-funnel.com.
Grafik: Adobe Stock
Ihre Hosts sind Anna Wallner, Christine Mayrhofer, Eva Winroither und Klemens Patek.
Audio und Produktion: Georg Gfrerer/ www.audio-funnel.com.
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Episodes
Mentioned books

Dec 5, 2025 • 15min
Wie groß ist die digitale Abhängigkeit von Microsoft und Co?
Norbert Rief, Wirtschaftsredakteur bei 'Die Presse' und Experte für digitale Themen, beleuchtet die gefährliche Abhängigkeit Europas von US-Tech-Konzernen wie Microsoft und Google. Er beschreibt, wie dieser Mangel an digitaler Souveränität ein Sicherheitsrisiko darstellt, insbesondere im Hinblick auf Zugriffsrechte amerikanischer Behörden. Rief diskutiert alternative europäische Softwarelösungen, die notwendigen Schritte zum Aufbau eigener Infrastrukturen und die Herausforderungen, die dabei bewältigt werden müssen.

Dec 4, 2025 • 20min
Korruption in der EU: „Gibt ein Problem, über das viel zu wenig gesprochen wird“
Oliver Grimm, EU-Korrespondent der "Presse", beleuchtet die brisanten Korruptionsvorwürfe innerhalb der EU. Er erklärt die Situation rund um Federica Mogherini und diskutiert ihre Rolle bei den aktuellen Ermittlungen. Zudem wirft er einen Blick auf das Katar-Gate und die schleppenden Fortschritte der Ermittlungen gegen Eva Kaili. Grimm kritisiert die zahnlosen Ethikregeln im Europäischen Parlament und warnt vor den signifikanten Risiken der Korruption, während er den Mehrwertsteuerbetrug als besonders gravierendes Problem herausstellt.

Dec 3, 2025 • 18min
Wie gut ist Schellhorns Deregulierungspaket?
Oliver Pink, Leiter der Innenpolitik bei der Tageszeitung Die Presse, diskutiert die Deregulierungsmaßnahmen von Sepp Schellhorn. Er erläutert, dass die 113 Vorschläge eher kleine Verbesserungen als Sensationen sind. Digitale Speicherung könnte Behördengänge erleichtern und Prüfintervalle für Autos werden verlängert. Außerdem wird über die Genehmigungsfreiheit für Photovoltaik und Ladestationen gesprochen. Pink betont, dass dies nur der Anfang ist und kommende Schritte erforderlich sind, um tatsächliche Veränderungen zu bewirken.

Dec 3, 2025 • 18min
Magazin „Beschäftigung“: Potenziale von Menschen mit Behinderung sichern!
Das Magazin beleuchtet Erfahrungen von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt, einschließlich Chancen und Hürden. Es wird über das Barrierefreiheitsgesetz gesprochen, das in Kürze in Kraft tritt. Innovativen technischen Lösungen helfen, den Alltag zu verbessern. Experten diskutieren über politische Unterstützung und Förderangebote für Chancengerechtigkeit. Zudem werden 50 Unternehmen vorgestellt, die inklusive Beschäftigung vorantreiben. Der Fokus liegt auf den Kompetenzen der Mitarbeitenden und neuen Wegen der Rekrutierung.

Dec 2, 2025 • 13min
Gemeindefinanzen: Höhere Grundsteuer statt Strukturreformen?
Elisabeth Hofer, Journalistin bei der 'Presse', taucht in die komplexe Welt der Gemeindefinanzen ein. Sie erklärt, warum die Grundsteuer gerade jetzt im Fokus steht und erörtert die veralteten Einheitswerte aus den 70ern. Hofer spricht über die Herausforderungen einer Neubewertung und zeigt auf, welche Auswirkungen dies auf die Städte und deren Dienstleistungen hat. Außerdem beleuchtet sie die unterschiedlichen Parteipositionen und das Spannungsfeld zwischen Bund, Ländern und Gemeinden, diesmal ohne Langeweile.

Nov 30, 2025 • 9min
eGov-Day 2025: Fabasphere - Business with Higher Intelligence
Das Treffen in Wien brachte über 150 Fachleute zusammen, um die innovative Fabasphere zu erkunden. Helmut Fallmann erklärt, wie die Cloud für Dokumente und Prozesse unverzichtbar wird. KI verwandelt elektronische Akten in intelligente Wissensquellen, wie Matthias Wodniok darlegt. Die Digitalisierung verändert die Arbeit in der Verwaltung, während agile Methoden in Reallabore und Schulungen für digitale Kompetenzen integriert werden. Erfolgsgeschichten aus Vorarlberg zeigen den positiven Einfluss von KI auf behördenübergreifende Lösungen.

Nov 29, 2025 • 28min
Auf dem Weg in die Pension
Thomas Samhaber, Generaldirektor-Stellvertreter der Pensionsversicherung, hat seit 1987 umfassende Erfahrung im Pensionssystem. Er diskutiert die Bedeutung der Pensionsleistungen für verschiedene Lebenslagen, inklusive Invaliditäts- und Hinterbliebenenpensionen. Ein zentraler Punkt ist das Antragsprinzip und die Auswirkungen verspäteter Anträge. Samhaber gibt Ratschläge zur digitalen Antragstellung und hebt die Wichtigkeit der frühzeitigen Planung und Informationsbeschaffung hervor, insbesondere beim Pensionssplitting und der Anrechnung von Kinderzeiten.

Nov 28, 2025 • 53min
Die Welt ordnet sich neu: „Die Europäer stehen staunend am Rand“
Peter Neumann, Politikwissenschaftler und Experte für Terrorismus, und Susanne Schröter, Ethnologin und Islamwissenschaftlerin, diskutieren die radikalen Veränderungen in der geopolitischen Landschaft. Neumann beleuchtet die Erosion der liberalen Demokratie und den wachsenden Populismus, während Schröter die Herausforderungen der europäischen Identität analysiert. Beide betonen die Rolle sozialer Medien bei der Radikalisierung und die Notwendigkeit für klare Regeln in multikulturellen Gesellschaften. Die aktuelle Terrorlage in Europa wird ebenfalls thematisiert.

Nov 27, 2025 • 24min
Muss Strom so teuer sein?
**redaktionell unabhängig, finanziell unterstützt**
Der Großhandelspreis für Strom ist in Europa zweieinhalb bis dreimal so hoch wie in den USA und doppelt so teuer wie in China. Weshalb die aktuelle Situation einem Paradoxon gleicht, hat Michael Köttritsch, „Die Presse“, im Reformclub-Studio mit Richard König, CEO und Co-Founder von Enery, besprochen.
„Einer der Hauptgründe ist, dass Europa zwar über sehr günstige Möglichkeiten verfügt, um Strom zu produzieren. Doch der Netzausbau innerhalb der Europäischen Union ist mangelhaft, und das führt jährlich zu hohen Kosten und Verlusten. Deshalb können günstige Stromquellen wie Solarenergie aus Spanien, Windkraft aus Skandinavien oder dem Baltikum und Hybridkraftwerke in Osteuropa nicht eingesetzt werden, um Gesamteuropa zu versorgen“, analysiert Richard König die aktuelle Situation. Sein Unternehmen Enery erwirbt, entwickelt, errichtet und betreibt erneuerbare Energieanlagen in Zentral- und Osteuropa und arbeitet mit Unternehmen, Energieversorgern und Regierungen zusammen, um Europas Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu reduzieren und den Weg für sauberere und nachhaltigere Energieformen zu bereiten.
Ziel sei es, einen einheitlichen europäischen Strommarkt zu etablieren, bei dem ein Netzausbauplan existiert und in dem es, so die Europäische Kommission, ,One Grid, One Price‘ geb. Doch es liege an den einzelnen Staaten, an den Hochspannungsnetzbetreibern und der Politik, geeignete Rahmenbedingungen zu schaffen, um die Stromnetze und Interkonnektoren (Leitungen über Ländergrenzen hinweg, Anm.) auszubauen. Ein weiteres Problem seien die sehr große Preisunterschiede innerhalb der Europäischen Union: Im vergangenen Jahr habe eine Megawattstunde in Italien rund 109 Euro gekostet, in Norwegen hingegen nur 23 Euro.
Power Purchase Agreements als Stabilitätsinstrument
Eine Möglichkeit zur Sicherung von fixen Stromtarifen über einen langfristigen Zeitraum hinweg für Industrie und Endkunden sind Stromabnahmeverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPA). „Sie garantieren eine 100-prozentige Energieversorgung aus Erneuerbaren und einen fixen Preis“, führt König aus. Zudem spielen zum Gelingen der Energiewende Batteriespeicher eine essenzielle Rolle, da Strom aus Windkraft hauptsächlich im Winter und in der Nacht, und Solarstrom untertags produziert wird. König: „Enery errichtet derzeit einen Speicher für 600 Megawattstunden, kleinere Einheiten sind bereits in Betrieb. Wir wollen zusätzlich zwei Gigawatt an Erzeugungskapazität vor allem aus Solar- und Windparks und Stromspeicher für zwei Gigawattstunden bauen.“
Das Erreichen der Klimaziele bis zum Jahr 2030 erachtet Richard König als zu ambitioniert. Er ist aber optimistisch, dass bis 2040 oder 2045 ein Großteil Europas zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom versorgt werden könne.
Information
Die Reformagenda ist eine Kooperation von „Die Presse“ und Enery. Mit finanzieller Unterstützung.
Mehr zum Thema
Weitere Artikel und Talks zum Reformclub finden Sie unter www.diepresse.com/reformagenda

Nov 26, 2025 • 30min
Schlechte Stimmung in der Wirtschaft?
**redaktionell unabhängig, finanziell unterstützt**
Heute ist das Glas nicht mehr halbvoll, sondern halbleer. Kaum jemand hat einen so umfassenden Einblick in die Situation von Österreichs Unternehmen wie der KSV1870, der sich unter anderem um den Gläubigerschutz kümmert. Ricardo-José Vybiral, CEO des KSV1870, besprach die aktuelle Wirtschaftsentwicklung und die Resilienz der heimischen Betriebe im Rahmen des Reformclubs von „Die Presse“. „Nur 47 Prozent der Unternehmer berichten, dass sie noch eine gute oder sehr gute Geschäftslage vorfinden, und der Rest teilt sich unter ,befriedigend‘ bis ,genügend‘ auf“, berichtet Vybiral. „Die Situation ist sehr durchzogen und einem Teil der Wirtschaft geht es noch gut. Die anderen spüren die Krise massiv. Wir hoffen aber, dass es im kommenden Jahr wieder aufwärtsgeht. Das Ziel sollte sein, über 60 Prozent zu kommen.“
Die fortschreitende Deindustrialisierung Österreichs führt zu einem Ausbleiben von Investitionen und höherer Arbeitslosigkeit.
Der Handel klagt über das Ausbleiben von Kunden und hohe Kosten. Es gäbe kaum mögliche strukturelle Maßnahmen und der heimische Handel sei nicht in der Lage, in einer Liga mit Amazon oder Temu zu spielen oder deren Geschäftsmodelle zu kopieren. Vybiral: „Hier müssen wir ein bisschen kreativer, vielleicht auch spitzer und klarer in den Positionierungen werden und hervorheben, wofür der österreichische Handel steht. Heute berichten 50 Prozent der Unternehmer, dass Konsumenten weniger einkaufen und sie massiv sparen. Das sehen wir auch an der Sparquote, die sich von acht Prozent vor einigen Jahren in Richtung zwölf Prozent bewegt. Die Zurückhaltung der Konsumenten tut dem Handel extrem weh.“
Als größtes Risiko für die Wirtschaft erachtet der KSV1870 CEO die Nachlässigkeit bei der Cybersicherheit. Um Unternehmer zu unterstützen, ist unter cyberrisk-rating.at ein CyberRisk Rating möglich, wobei Unternehmen von außen gescannt werden. „Bei jeder Bonitätsabfrage ist auch der WebRisk Indicator zu sehen, der eine erste Einschätzung ermöglicht, ob der Geschäftspartner auf IT-Sicherheit Wert legt“, erklärt Vybiral. „Danach kann ein CyberRisk Rating angefordert werden.“
Wie es um die Zahlungsmoral der Österreicher, den Arbeitsmarkt zwischen Personalmangel und Kündigungswellen und die Privatinsolvenzen steht, stand ebenfalls auf der Agenda des Reformclubs.
Information
Die Reformagenda ist eine Kooperation von „Die Presse“ und KSV1870. Mit finanzieller Unterstützung.
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