

Die Filmanalyse
Wolfgang M. Schmitt
Kino anders gedacht: Der Titel und zugleich oberstes Prinzip der Filmanalyse.
Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive.
Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
Wolfgang M. Schmitt jun. beleuchtet aktuelle Großproduktionen (und manchmal auch Klassiker) aus einer etwas anderen Perspektive.
Jede Woche eine neue ideologiekritische Analyse!
Episodes
Mentioned books

Mar 13, 2022 • 17min
Ep. 38: Krieg, Männlichkeit und JACKASS FOREVER
Die FilmanalyseJohnny Knoxville, Steve-O, Chris Pontius und Co. sind auf die große Leinwand zurückgekehrt: „Jackass Forever“ ist eine große Reunion der alten Garde, ihnen zur Seite stehen einige neue, aber nicht weiter interessante Crew-Mitglieder, wenngleich sonst noch alles so wie damals zu sein scheint. Alte Stunts werden re-inszeniert und nicht selten radikalisiert, noch immer scheint keiner der Jungs erwachsen geworden zu sein. Es war und ist geschmacklos und blöde, doch die gegenwärtigen Ereignisse lassen uns das „Jackass“-Phänomen mit einer anderen Brille betrachten. Plötzlich gibt es wieder eine regelrechte Sehnsucht nach Aufrüstung und Stärke – sogar Linksliberale leben gerade ihren Bellizismus aus. „Jackass Forever“ hat eine zähmende Kraft: Klar, die Stunts, Pranks und Challenges sind oft brutal und hart an der Grenze, aber sie sind keineswegs Ausdruck dessen, was im Feuilleton gern als „toxische Männlichkeit“ bezeichnet wird. Im Gegenteil: Knoxville und die Seinen sind Akteure unserer postheroischen Gesellschaft. Und „Jackass Forever“ ist ein geradezu pazifistischer Film. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse.Literatur:Herfried Münkler: Kriegssplitter. Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert. Rowohlt.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Mar 10, 2022 • 23min
Ep. 37: Was Nolan uns sagen will: TENET – Kritik & Analyse
Die FilmanalyseWir müssen uns Christopher Nolan als einen glücklichen Menschen vorstellen, denn ihm ist etwas ungeheuer Seltenes in Hollywood gelungen: Er hat sich unabhängig gemacht von den Launen und Moden der Kulturindustrie, die in erster Linie das Publikum systematisch unterfordern will. Anspruch gilt heute als Zumutung. „Tenet“ stellt sich dieser bedenklichen Entwicklung in den Weg und setzt auf den denkenden Zuschauer. Schon jetzt lässt sich sagen: Über diesen Film werden wir nicht nur lange reden, und wir werden uns auf ihn in zukünftigen Diskursen beziehen, wenn wir versuchen, die immer näher auf uns zukommenden Konflikte – und uns – zu verstehen. #ChristopherNolan erzählt mit den Mitteln des Agentenfilms – die Bezüge zu James Bond sind unübersehbar – und mit fabelhaften Schauspielern – allen voran: John David Washington, Robert Pattinson und Elizabeth Debicki – eine Geschichte, die keineswegs bloß ein physikalisches Gedankenspiel illustrieren soll, dieser Film handelt vielmehr sehr konkret von uns und vom Klimawandel. Nolan verführt uns dazu, das lineare Denken und Sehen zu verlassen, um Klarheit zu gewinnen und um einen Ausweg zu finden. Dabei knüpft „Tenet“ weniger an #Inception als an #Interstellar an. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Elena Esposito: Die Fiktion der wahrscheinlichen Realität. Suhrkamp.Jonathan Franzen: Das Ende vom Ende der Welt. Essays. Rowohlt.Nathaniel Rich: Losing Earth. Rowohlt.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Mar 6, 2022 • 23min
Ep. 36: THE BATMAN ist so orientierungslos wie wir – KRITIK & ANALYSE
Die FilmanalyseEs ist ein heikles Unterfangen, nach Christopher Nolan wieder einen neuen Batman zu etablieren. Über die gescheiterten Versuche schweigen wir an dieser Stelle. Nun hat DC Regisseur Matt Reeves verpflichtet, der mit diesem dreistündigen Werk versucht, sich einen eigenen Weg zu bahnen. Dieser Film soll ein Neuanfang sein, schon der Titel ist ein selbstbewusstes Statement: „The Batman“! Robert Pattinson verkörpert diesen düsteren Helden tadellos, auch wenn wir gar nicht so viel von ihm zu sehen bekommen. Denn Bruce Wayne fühlt sich in seiner Haut äußerst unwohl, er muss die Maske aufsetzen, um näher bei sich zu sein. Dieses Schicksal teilt er mit seinem Feind, dem Riddler, der die Gesellschaft demaskieren will. Gotham City ist ein trüber postdemokratischer Ort, die Demokratie ist ein Spektakel, die bürgerliche Gesellschaft ist Schauspielerei. Während Nolans Batman ein Hüter der (neo)liberalen Ordnung war, ist Reeves‘ Batman ein Zauderer. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Mar 4, 2022 • 22min
Ep. 35: Bloß TENET in doof? Nein! THE TOMORROW WAR - Kritik & Analyse
Die Filmanalyse
Selbstverständlich fällt es nicht schwer, sich über diesen Film lustig zu machen. Chris McKay hat einen 130-minütigen Science-Fiction-Film konstruiert, der uns in mehr als einer Szene kopfschüttelnd zurücklässt. "The Tomorrow War" erreicht in keinem Moment die ästhetische und philosophische Höhe von Christopher Nolans "Tenet". Nein, "The Tomorrow War" ist Trash, aber gar nicht so schlechter. Denn auch wenn die Aliens hier als ultimative Bedrohung dargestellt werden, ist der Film eigentlich große Klimawandel-Allegorie. Voll auf die Zwölf bekommt es der Zuschauer, das aber macht den Film so interessant. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!
Literatur:
James Lawrence Powell: 2084: Eine Zeitreise durch den Klimawandel. Quadriga.
Nick Reimer, Toralf Staud: Deutschland 2050: Wie der Klimawandel unser Leben verändern wird. Kiepenheuer & Witsch.
Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!
Wolfgang M. Schmitt
Betreff: DIE FILMANALYSE
IBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43
BIC: MALADE51NWD
PayPal: http://www.paypal.me/filmanalyse
Patreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmitt
Wolfgang M. Schmitt auf Twitter:
https://twitter.com/SchmittJunior
Wolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/
Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:
https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/
Produziert von FatboyFilm:
https://www.fatboyfilm.de/
https://www.facebook.com/fatboyfilm/
https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Feb 27, 2022 • 21min
Ep. 34: Oscars 2022: Die besten Filme
Die FilmanalyseDie Oscars sorgen in diesem Jahr für einige Überraschungen, aber auch für Ärgernisse. Erfreulich ist, dass auch stille Filme wie „Drive My Car“ und „The Power of Dog“ viele Nominierungen erhalten haben, dennoch sollten wir über die fundamentalen Irrtümer nicht schweigen.Die nominierten Filme:1 CODA2 WEST SIDE STORY3 DON’T LOOK UP4 NIGHTMARE ALLEY5 DRIVE MY CAR6 LICORICE PIZZA7 KING RICHARD8 BELFAST9 DUNE10 THE POWER OF THE DOGSie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Feb 25, 2022 • 29min
Ep. 33: Die irren Diversity-Regeln der Amazon Studios
Die Amazon Studios haben eine „Inclusion Policy“ und ein „Inclusion Playbook“ veröffentlicht, mit den Texten soll das Filmgeschäft vor und hinter der Kamera neu geregelt werden. Dies sind nicht bloß ein paar freundliche Empfehlungen an Filmschaffende, sondern diese Leitlinien, die sowohl für eigene Produktionen der Studios als auch für Auftragsproduktionen gelten, werden bindend sein und auch von Amazon evaluiert. Mit den Regelwerken möchte man für mehr Diversität sorgen, doch das Gegenteil wird mit diesen teils abstrusen Anforderungen erreicht. Filme wie „Brokeback Mountain“ oder „Transamerica“ wären bald undenkbar, weil die Identität der Schauspieler nicht mit der Identität der Figuren übereinstimmt. Des Weiteren fordert der Konzern, der sich hier ein vermeintlich diverses Feigenblatt basteln will, während in den Amazon-Lagern ausbeuterische Verhältnisse vorherrschen, Zurückhaltung bei Kritik und Humor, wenn es um Religionen geht. Auch möchte man offenbar Schauspieler zum Zwangsouting verdammen, wenn sie weiterhin Rollen bekommen wollen. Der Identitätskult sagt viel aus über unsere Gegenwart – und es ist höchste Zeit, über das Wesen des Schauspielberufs sprechen. Denn dieser Beruf ist bedroht. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Literatur:Michael Caine: Weniger ist mehr. Kleines Handbuch für Filmschauspieler. Alexander Verlag.Konstantin Sergeevič Stanislawski: Stanislawski-Reader, hrsg. v. Bernd Stegemann. Henschel.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Feb 20, 2022 • 15min
Ep. 32: Das Ende des Flirtens & der Erotik: UNCHARTED – Kritik & Analyse
Ruben Fleischer hat die erfolgreiche Computerspielreihe „Uncharted“ verfilmt. Kein Wunder, denn die Gaming-Industrie ist inzwischen ökonomisch bedeutsamer als Hollywood. Was aber hilft eine solche Adaption, wenn vom Charakter des Spiels wenig übrigbleibt – außer ein paar Versatzstücke, Figuren und Designelemente? „Uncharted“ ist ein gänzlich unbefriedigender Film: Die Dramaturgie ist völlig beliebig, die Schauspieler machen lustlos ihre Arbeit und ästhetisch ist das Blättern in einem Reisekatalog aufregender. Zum Genre Abenteuerfilm gehört eigentlich auch das erotische Abenteuer – von den 1930er bis in die 2000er-Jahre war das so, jedoch drückt sich in „Uncharted“ ein neuer, lustfeindlicher Zeitgeist aus. Wenn Tom Holland und Sophia Ali aufeinandertreffen, knistert es an keiner Stelle. Die Körper sind perfekt trainiert und ideal für Instagram und TikTok, doch auf merkwürdige Weise stehen sie zugleich für eine neue Keuschheit. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse. Literatur:Michel Houellebecq: Vernichten. Dumont.Parul Seghal: „The Case Against The Trauma-Plot“, online: https://www.newyorker.com/magazine/2022/01/03/the-case-against-the-trauma-plotSie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Feb 13, 2022 • 19min
Ep. 31: Roland Emmerich im Metaverse: MOONFALL – Kritik & Analyse
Wie albern kann ein Film sein? Antwort von Roland Emmerich: Ja. Und dennoch machen wir es uns zu einfach, wenn wir „Moonfall“ nur als bescheuerten Katastrophenfilm abtun. Das ist er natürlich, aber wir sollten die ideologischen Implikationen keinesfalls übersehen. Die Erde ist wieder einmal bedroht, diesmal rast nicht wie in „Don’t Look Up“ ein Komet auf die Erde zu, sondern gleich der Mond. Nicht Wissenschaftler wie bei Adam McKay, sondern ein Nerd entdeckt, dass sich die Umlaufbahn des Mondes plötzlich geändert hat. Erst will ihm niemand glauben, die staatlichen Forschungsinstitutionen sind mit der Lage überfordert. Es werden Außenseiter sein, die die Mission zur Weltrettung anführen. Dieser Nerd hat zugleich noch ein privates Problem: Er will endlich die Anerkennung seiner Mutter gewinnen. Außerdem müssen einige zerrüttete Patch-Work-Familien wieder gekittet werden – mit anderen Worten: Eine die gesamte Menschheit bedrohende Katastrophe kommt gerade recht. Roland Emmerich bleibt aber nicht bei diesem gewohnten Schema, ihn zieht es hin zum Transzendenten. Im All erscheint eine Megastruktur, die uns zum Metaverse führt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Literatur:Guichun Jun: Virtual Reality Church as a New Mission Frontier in the Metaverse: Exploring Theological Controversies and Missional Potential of Virtual Reality Church, online: https://journals.sagepub.com/doi/abs/10.1177/0265378820963155?journalCode=trnaSie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Feb 6, 2022 • 20min
Ep. 30: FIGHT CLUB und die Zensur in China (& anderswo)
Die FilmanaylseEs ist ein besonders kurioser Fall von Zensur: Im Jahr 2022 wird ein 23 Jahre alter Film plötzlich geändert, damit er in China gestreamt werden kann. Es ist unklar, ob das Unternehmen Tencent im vorauseilendem Gehorsam oder auf Anweisung der KP gehandelt hat, um die 90 Millionen Abonnenten zu „schützen“. Jedenfalls scheint sich der Konzern die Rechte für die Umdeutung des Kultfilms eingeholt zu haben, sonst wäre dieser Eingriff rechtlich nicht möglich. Hollywood drückt offenbar beide Augen zu. David Finchers „Fight Club“ erhält nun jedenfalls eine andere Deutung. Nicht die Bank- und Finanzgebäude werden in die Luft gesprengt, stattdessen greift die Polizei rechtzeitig ein, wie uns eine Texttafel informiert, die den Film abrupt beendet. Auf dieser Tafel ist zu lesen: „Durch den Hinweis von Tyler hat die Polizei den ganzen Plan schnell durchschaut und alle Verbrecher verhaftet, so dass die Explosion der Bombe verhindert werden konnte. Nach dem Prozess wurde Tyler in eine psychiatrische Anstalt eingewiesen. Er wurde 2012 aus der Klinik entlassen.“ Der Fall ist weit mehr als nur eine Posse, vielmehr können wir hieran die veränderte Regierungspolitik Chinas erkennen, aber auch das Einknicken des Westens. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Literatur:Erhard Schüttpelz: „Der Fetischismus der Nationen und die Durchlässigkeit der Zivilisation. Globalisierung durch technische Medien bei Marcel Mauss (1929)", in: Andriopoulos, Stefan/Dotzler, Bernhard (Hrsg.): 1929. Beiträge zur Archäologie der Medien. Suhrkamp.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

Jan 30, 2022 • 16min
Ep. 29: Paul Thomas Andersons hohe Kunst: LICORICE PIZZA – Kritik & Analyse
Sean Penn spielt einen alternden Hollywood-Star, Bradley Cooper gibt Barbra Streisands verrückten Freund, Harriet Sansom Harris eine merkwürdige Agentin, Tom Waits einen schrulligen Regisseur und im Zentrum stehen Alana Haim und Cooper Hoffman mit einer wundersamen Liebesgeschichte: Sie ist 25, er aber erst 15 – und doch verbindet die beiden viel. Beide wollen sie aufsteigen, beide wollen sie das wilde Leben der 1970er-Jahre in Los Angeles genießen. Plansequenzen und Nahaufnahmen wechseln sich ab. Vergehen in Paul Thomas Andersons Film wirklich drei Jahre oder doch nur wenige Tage? In „Licorice Pizza“ verlieren wir unser Zeitgefühl und das Kino wird zum Erinnerungsort für eine Vergangenheit, die es so nie gegeben hat. Andersons Kunst ist sehr besonders, denn dieser Film könnte schnell selbstgefällig oder beliebig werden, doch das Gegenteil ist der Fall: So offen seine Form ist, so unbedingt und zwingend ist die Geschichte voller Ambivalenzen und Widersprüche. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Literatur:Karl Iglesias: Emotionen im Film. Professionelle Techniken für Drehbuchautoren. Autorenhaus Verlag.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/


