Die Filmanalyse

Wolfgang M. Schmitt
undefined
May 5, 2022 • 18min

Ep. 48: Warum DER RAUSCH genial ist: Kritik & Analyse zu Vinterbergs Meisterwerk

Die FilmanalyseWas, wenn man immer 0,5 Promille Alkohol intus hätte? Wäre das Leben dann leichter, heiterer und spannender? Der norwegische Psychologe Finn Skårderud hat diese kühne Behauptung aufgestellt, die nun Thomas Vinterberg in seinem grandiosen Film „Der Rausch“ vier Männer in der Midlife-Crisis überprüfen lässt. Im Mittelpunkt dieser nuancenreichen Geschichte steht der Geschichtslehrer Martin, herausragend gespielt von Mads Mikkelsen. Martin gelingt es kaum noch, seine Abschlussklasse zu unterrichten, inzwischen beschweren sich die Schüler und Lehrer. Als Martin und seine Freunde jedoch das ungewöhnliche Alkohol-Experiment beginnen, ist plötzlich alles anders, er ist wie ausgewechselt. Voller Elan gestaltet er nun den Unterricht, die Klasse ist begeistert, auch sonst läuft sein Leben jetzt in anderen Bahnen. Auch seine alkoholisierten Kollegen kommen plötzlich wesentlich angenehmer durch den Tag. Doch die 0,5 Promille sind nur der Einstieg, bald werden sie die Dosis erhöhen und sich eines Abends mit unzähligen Sazeracs die Kante geben. Ekstasen und tiefe Abstürze folgen. Aber was will Dogma-Regisseur Vinterberg uns hier eigentlich erzählen? Sein Film handelt von der Vergänglichkeit der Jugend und von jenen Augenblicken, in denen man kurz schwebt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Søren Kierkegaard: Der Begriff der Angst. Reclam.Søren Kierkegaard: Philosophische Brocken. Europäische Verlagsanstalt.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
May 1, 2022 • 19min

Ep. 47: BIBI & TINA und die deutsche Flüchtlingspolitik

Die FilmanalyseDetlev Buck hat mit der „Bibi & Tina“-Reihe den Zeitgeist der Bundesrepublik nicht nur eingefangen, sondern auch manifestiert. Besonders Teil 4 ist ein Lob auf die Ära Merkel. Zum einen geht es weiterhin darum, die Eigentumsideologie zu verfestigen, zum anderen soll aber auch Deutschlands Umgang mit Migranten glorifiziert werden. „Wir schaffen das!“, verkündet Diener Dagobert, dabei den berühmten Merkel-Ausspruch wiederholend, als Musiker aus Mali, ein Flüchtling aus Syrien und eine junge Albanerin im Reich des Grafen aufgenommen werden sollen. Bibi und Tina sind in emanzipatorischer Mission unterwegs: Die junge Adea ist vor ihren albanischen Verwandten geflohen und will nun ein neues Leben in Deutschland beginnen, um Meeresbiologie zu studieren. Der vierte Teil „Tohuwabohu total“ arbeitet nicht nur mit der Dichotomie Gut und Böse, sondern beschwört auch ein bundesdeutsches Wir, das einem barbarischen oder kriminellen Anderen gegenübersteht. Was hier jedoch als weltoffen verkauft wird, dient vor allem der Profitmaximierung und damit dem Grafen. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
Apr 24, 2022 • 18min

Ep. 46: Wahre Fiktionen, neue Männer: THE LOST CITY – Kritik & Analyse

Die Filmanalyse1984 kam der Abenteuerfilm „Auf der Jagd nach dem grünen Diamanten“ in die Kinos. Michael Douglas mimte darin für Kathleen Turner den Helden in der Wildnis. Channing Tatum versucht das nun in einer sehr ähnlichen Geschichte, um Sandra Bullock zu beeindrucken, doch das gelingt ihm nicht mehr wie einst Douglas. Der post-heroische Mann taucht nur noch als Brad Pitt kurz auf, sonst aber soll Tatum vor allem das Objekt der Begierde sein. Und seine Figur ist recht begriffsstutzig: Sie versteht nicht nur weder Metaphern noch Redewendungen, auch verwechselt sich Covermodel Alan (Tatum) immer wieder mit dem Roman-Helden Dash, den er auf Promo-Touren verkörpern muss. Bullock spielt eine Schundromanautorin, die hasst, was sie tut, jedoch dabei erfolgreich ist. Sie produziert Fiktion am laufenden Band, doch offenbar scheint diese auch das eine oder andere Körnchen Wahrheit zu enthalten. Mithilfe ihrer Romane und ihrer Expertise möchte nämlich ein exzentrischer Milliardär auf Schatzsuche gehen, und entführt sie deshalb kurzerhand. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der Filmanalyse.Literatur:David Lewis: Truth in Fiction, in: Ders.: Philosophical Papers Volume I. Oxford University Press.John R. Searle: Der logische Status fiktionaler Rede, in: Maria E. Reicher (Hrsg.): Fiktion, Wahrheit, Wirklichkeit. Philosophische Grundlagen der Literaturtheorie. Mentis.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
Apr 17, 2022 • 24min

Ep. 45: Die kapitalistische Ideologie in BIBI & TINA

Die FilmanalyseAuf vier Teile kommt die „Bibi & Tina“-Reihe inzwischen und ein fünfter Film ist bereits abgedreht. Charly Hübner, Olli Schulz, Michael Maertens, Ruby O. Fee, Max von der Groeben, Lina Larissa Strahl und Lisa-Marie Koroll heißen die Stars dieses überaus erfolgreichen Kinoprodukts, das die Filmfunktionäre Deutschlands in eine Gelddruckmaschine verwandelt haben. Auf den ersten Blick erscheinen die Musicalfilme wie ein harmloser und recht stupider Spaß, allerdings ist das Gegenteil richtig: Manifestiert wird in diesen Filmen die kapitalistische Ordnung. Vor allem geht es darum, die Eigentumsideologie früh in den Köpfen der zumeist jungen Zuschauer zu etablieren. Immer geht es darum, den Besitz des Grafen zu schützen oder zu retten. Bibis Hexerei entpuppt sich als fauler Zauber. Dies sind Kinderfilme, zweifellos, aber das heißt nicht, dass sie nicht auch Träger von Ideologie sein können. Nein, sie eignen sich dazu gerade besonders gut. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Daniel Loick: Der Missbrauch des Eigentums. August Verlag.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
Apr 15, 2022 • 13min

Ep. 44: Weiblicher James Bond? BLACK WIDOW - Kritik & Analyse

Die FilmanalyseScarlett Johansson verabschiedet sich mit dieser Single-Auskopplung aus dem Marvel-Universum. Zum Glück! Denn Johansson vergeudet in diesem Franchise ihr Talent. Cate Shortland inszeniert mit „Black Widow“ einen düsteren Agentenfilm, der zunächst nicht viel mit dem Superhelden-Kosmos gemein zu haben scheint. Erst im Laufe des Films wird aus dem 130-minütigen Werk ein weiteres Action-Abenteuer, das hoffentlich bald in den Abgrund der Filmgeschichte rutschen wird. Anders, moderner, emanzipatorischer sollte die Titelfigur nun gestaltet werden, was vor allem bedeutet, auf sexy Posen zu verzichten und stattdessen tiefe Einblicke in die Seele zu geben. Familienstreitigkeiten aus den 1990er-Jahren werden neu aufgewärmt, und wieder geht es um eine große Verschwörung mit einem Superschurken, der den Willen der Black Widows steuern kann. Es ist ein ärgerlicher, langweiliger Film. Auch die ironischen Brüche können nicht darüber hinwegtäuschen, dass wir permanent mit Gefühligkeiten zugeschüttet werden. Das Drehbuch will aus den Figuren und den Zuschauern ein paar abgeschmackte Emotionen pressen. Rührend! Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt im Podcast!Literatur:Thomas Frank: „Die schluchzende Supermacht“, Le Monde diplomatique: https://monde-diplomatique.de/artikel…Heike Paul: Amerikanischer Staatsbürgersentimentalismus. Zur Lage der politischen Kultur der USA. Wallstein.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
Apr 10, 2022 • 22min

Ep. 43: Warum L.A. CRASH so doof ist

Die FilmanalyseIrrtümer bei den Oscars sind keine Ausnahme, sondern die Regel. Besonders heftiges Kopfschütteln verursachte jedoch die Entscheidung von vor 18 Jahren, als „L.A. Crash“ als bester Film ausgezeichnet wurde. Der hochkarätig besetzte Episodenfilm von Paul Haggis wird mitunter noch heute für seine Zeitlosigkeit gerühmt, immerhin hat er es auch in den Schulunterricht gebracht, wenngleich es auch schon damals nicht wenige kritische Stimmen gab, die sich an dem sentimentalen Rührstück störten. Verwoben werden in dem 110-minütigen Film die Schicksale verschiedener Bürger von Los Angeles, Ziel soll es dabei sein, die sogenannte Spaltung in der Gesellschaft zu überwinden, ohne dabei über die eigentlichen Interessenkonflikte und Strukturen zu sprechen. Tatsächlich soll in erster Linie gefühlt werden – nur die direkte Begegnung soll die Bürger zu besseren Menschen machen. Begriffen hat am Ende jedoch niemand etwas – auch der Zuschauer nicht. Diese Gefühlspolitik ist nicht nur für Hollywood typisch, sondern dies ist nach wie vor der Modus, in dem medial oder politisch gesellschaftliche Probleme verhandelt werden. Verhindert werden soll das Denken. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse!Literatur:Heike Paul: Amerikanischer Staatsbürgersentimentalismus. Zur Lage der politischen Kultur der USA. Wallstein Verlag.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
Apr 3, 2022 • 15min

Ep. 42: Zeit-Vampirismus: MORBIUS – Kritik & Analyse

Die FilmanalyseSony baut das Spider-Man-Universum weiter aus: In Daniél Espinosas „Morbius“ spielt Jared Leto Dr. Michael Morbius, der ebenso wie sein guter Freund Loxias „Milo“ Crown sich zunehmend in einen Vampir verwandelt und sich laufend frische Blutkonserven zuführen muss, um überleben können. Sieht man sich diesen Schund an, sollte man jedoch über eine andere Form des Vampirismus nachdenken, der im Kapitalismus üblich ist: Es geht um die Zeit der Arbeiter des Films und die Freizeit der Zuschauer. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
Mar 31, 2022 • 18min

Ep. 41: Rant: Warum die Vorwürfe gegen TENET albern sind & wir verlernen, wie man Filme sieht

Die FilmanalyseWir müssen reden: Wie kann es sein, dass ein Film wie „Tenet“ von vielen Zuschauern, vor allem aber von vielen Filmkritikern derart missverstanden wird? Wie kann es sein, dass man dem Film Vorwürfe macht, die nicht nur unzutreffend, sondern völlig an der eigentlichen Sache vorbeizielen? Hier wird die mangelnde Figurenentwicklung beklagt, dort moniert man, #ChristopherNolan habe einen emotional nicht abgeholt. Ja, geht’s noch? Die #Filmkritik steckt in der Krise. Schuld daran sind nicht zuletzt die #Serien. Wir scheinen zu verlernen, wie man Filme sieht: Nur noch regiert wird die Filmrezeption vom subjektiven Empfinden und von Gefühlsduseligkeit, der Film wird zu einer Ware degradiert, die in Häppchenform dem Zuschauer serviert werden soll. Wenn das ein Film tut, fällt lobend noch das Filmkritik-Unwort schlechthin: Gänsehaut! Erzeugt ein Film diese, muss er folglich gut sein. Mehr dazu von Wolfgang M. im Podcast!Literatur:Eva Illouz (Hrsg.): Wa(h)re Gefühle: Authentizität im Konsumkapitalismus. Suhrkamp.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
Mar 27, 2022 • 17min

Ep. 40: Michael Bays falsche Gefühle: AMBULANCE – Kritik & Analyse

Die FilmanalyseNach seinem Ausflug zu Netflix kehrt Michael Bay mit einem Heist-Movie zurück in die Kinos. „Ambulance“ erzählt die Geschichte einer Zuspitzung: Bei einem Banküberfall nehmen zwei Brüder einen Cop und eine Sanitäterin als Geiseln und rasen mit ihnen in einem Krankenwagen quer durch Los Angeles. Das knapp 140-minütige Spektakel spielt sich innerhalb weniger Stunden ab, der Film ist eine einzige, wild geschnittene und sehr drohnenlastige Verfolgungsjagd. Michael Bay betont gern, dass seine Filme unpolitisch seien. Aber stimmt das wirklich? Zunächst ist in Zweifel zu ziehen, dass es überhaupt unpolitische Filme gibt. Darüber hinaus aber ist es doch verdächtig, wie in „Ambulance“ nicht nur Polizei und Militär imposant in Szene gesetzt werden, sondern es geht eigentlich um einen genuin sozialen Konflikt. Yahya Abdul-Mateen II spielt einen der beiden Banditen, der die Federal Bank nur überfällt, um seiner Frau die teure und dringend notwendige Operation finanzieren zu können. Während sein diabolischer Bruder, gespielt von Jake Gyllenhaal, einfach bloß davon träumt, sich mit viel Geld in den Süden abzusetzen. Bald zeigt sich, dieser Film ist hochpolitisch, denn einmal mehr stellt Bay unverfroren seine libertäre Ideologie in den Mittelpunkt. Mehr dazu von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/
undefined
Mar 20, 2022 • 21min

Ep. 39: Die 10 besten Anti-Kriegsfilme

Die FilmanalyseNicht nur haben wir einen Krieg vor der Haustür, auch in aktuellen Diskussionen ist eine besorgniserregende Kriegslüsternheit zu erleben. Der Krieg wird mitunter im Gaming-Modus verfolgt, mehr noch: längst überwunden geglaubte Heldennarrative feiern eine Renaissance. Interessanterweise sind es zunehmend auch Linksliberale und junge Menschen, die mit dem Feuer spielen, als hätten sie aus der Geschichte nichts gelernt. Die Filmgeschichte hat die Schrecken des Krieges auf eindrückliche Weise archiviert, es ist höchste Zeit, sich mit diesen Werken neu zu beschäftigen. Hier eine persönliche Auswahl mit den besten Anti-Kriegsfilmen von Wolfgang M. Schmitt in der neuen Filmanalyse.Literatur:Rainer Maria Rilke: Die Weise von Liebe und Tod des Cornets Christoph Rilke. Insel Verlag.Sie können DIE FILMANALYSE finanziell unterstützen – vielen Dank!Wolfgang M. SchmittBetreff: DIE FILMANALYSEIBAN: DE29 5745 0120 0130 7858 43BIC: MALADE51NWDPayPal: http://www.paypal.me/filmanalysePatreon: https://www.patreon.com/wolfgangmschmittWolfgang M. Schmitt auf Twitter:https://twitter.com/SchmittJuniorWolfgang M. Schmitt auf Facebook: https://www.facebook.com/wolfgangm.schmittjun/Wolfgang M. Schmitt auf Instagram:https://www.instagram.com/wolfgangmschmitt/Produziert von FatboyFilm:https://www.fatboyfilm.de/https://www.facebook.com/fatboyfilm/https://www.instagram.com/fatboyfilm/

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app