Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Claudia Linzel
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Apr 25, 2025 • 56min

Tahsin Mirza: Wie sehr prägt unser Humor unsere Identität – und unsere Identität unseren Humor?

Tahsin Mirza – Humor & Identität und Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst x Genau! Westfalen! Humor prägt Identität. Er entsteht aus Sprache, Alltag, Missverständnissen und den feinen Unterschieden zwischen Menschen. In dieser Folge der Reihe Genau! Westfalen! richtet sich der Blick auf Humor als kulturelle Praxis – leise, trocken, manchmal widersprüchlich und oft tief verbunden mit Herkunft und Erfahrung. Im Mittelpunkt steht der Comedian Tahsin Mirza, der mit seinem feinsinnigen Humor zwischen Sprachen, Kulturen und Lebensrealitäten arbeitet. Aufgewachsen im Irak, kam er mit 15 Jahren nach Deutschland – ohne Deutschkenntnisse. Heute steht er auf Bühnen in ganz Deutschland und erzählt vom Ankommen, vom Zuhören und vom genauen Beobachten des Alltags. Diese Folge fragt danach, wie Humor entsteht, wenn westfälischer Dialekt auf eine Biografie trifft, die von Migration, Mehrsprachigkeit und kulturellem Wechsel geprägt ist. Es geht um stille Pointen, um das Lachen zwischen den Zeilen – und um Humor als Möglichkeit, Nähe herzustellen, ohne zu vereinfachen. Gäste Tahsin MirzaComedian und Theaterpädagoge. Seine Arbeit verbindet Beobachtung, Sprache und gesellschaftliche Erfahrung. Humor entsteht bei ihm aus Genauigkeit, nicht aus Lautstärke. Humor als kultureller Resonanzraum Im Gespräch wird deutlich: Humor ist kein beiläufiges Mittel, sondern eine Form der Orientierung. Er reagiert auf Kontexte, auf Machtverhältnisse, auf das, was gesagt werden darf – und auf das, was unausgesprochen bleibt. Besonders im westfälischen Alltag entfaltet sich eine eigene Komik: trocken, zurückhaltend, präzise. Tahsin Mirza beschreibt, wie Dialekt, Tonfall und Pausen Bedeutung tragen. Humor entsteht hier nicht aus Überzeichnung, sondern aus Beobachtung. Ein Lachen, das sich Zeit nimmt. Blicke, Wege, Prägungen Die Folge nähert sich Tahsin Mirzas Biografie über Erfahrungen des Ankommens. Über das Leben ohne Sprache, über das Lernen durch Zuhören und über die Rolle von Humor als Schutz, Übersetzung und Brücke. Dabei wird Humor zu einer Form der Selbstverortung: zwischen Erwartungen, Zuschreibungen und eigenen Haltungen. Der Leitsatz „Ein Mensch ohne Hoffnung und Träume ist wie ein Fisch ohne Wasser“ steht exemplarisch für eine Haltung, die Humor nicht als Distanz, sondern als Verbindung versteht. Humor, Dialekt und Identität Ein zentrales Thema ist die Frage, wie sehr Humor von kulturellem Kontext abhängt. Dialekt, regionale Codes und gemeinsame Referenzen prägen, worüber gelacht wird – und wie. Westfalen erscheint hier als Erfahrungsraum, in dem Zurückhaltung, Direktheit und leise Ironie zusammenkommen. Die Folge zeigt, wie Humor Identität sichtbar macht – und wie Identität Humor formt. Zwischen Bühne und Alltag Tahsin Mirza erzählt vom Wechsel zwischen Bühne und Alltag, von Theaterpädagogik und Comedy-Clubs, von leisen Reaktionen und offenen Gesprächen nach Auftritten. Humor wird dabei zu einer Form des Austauschs: zwischen Generationen, zwischen Herkunftsgeschichten, zwischen Westfalen und der Welt. Themen dieser Folge Humor · Identität · Dialekt · Migration · Sprache · Alltagsbeobachtung · Westfalen Weiterhören Weitere Folgen der Reihe Genau! WestfalenGespräche aus der Kategorie LWL x Die Leichtigkeit der KunstNeu hier? – Einstieg in den Kunstpodcast Links & Credits Tahsin Mirza1250 Jahre WestfalenLWL-Kulturstiftung Hören Website · Spotify · Apple Podcasts · YouTube Genau! Westfalen! ist eine Gesprächsreihe über Identität.Ausgangspunkt ist das Jubiläum 1250 Jahre Westfalen – als Anlass, darüber nachzudenken, was Menschen, Regionen und Gemeinschaften prägt. Identität entsteht aus Geschichte und Alltag, aus Sprache, Humor, Arbeit, Kultur und Erfahrung. Die Reihe nähert sich diesen Prägungen ruhig, beobachtend und offen. Diese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.Gefördert von der LWL-Kulturstiftung und der LWL-Kulturabteilung. Aus dem Podcast Die Leichtigkeit der Kunst Tahsin Mirza und Claudia Linzel, die Leichtigkeit der Kunst
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Apr 18, 2025 • 50min

Joost Vanhaerents: VANHAERENTS ART COLLECTION

Diese Folge von „Die Leichtigkeit der Kunst“ wird in englischer Sprache geführt und öffnet die Türen zur Vanhaerents Art Collection – einer Sammlung, die über Jahrzehnte hinweg mit Neugier, Klarheit und einem Gespür für das Jetzt und Morgen gewachsen ist. Im Dialog mit Joost Vanhaerents begegnen wir Werken von Künstler:innen wie Bruce Nauman, Ugo Rondinone, Tracey Emin oder Paul McCarthy – und einer Sammlung, die nicht repräsentieren will, sondern Resonanz erzeugt. Es geht um das Sammeln als Praxis der Aufmerksamkeit, um familiäre Prägung und kulturelle Verantwortung. Die Art Brussels begleitet dieses Gespräch atmosphärisch – als Ort des internationalen Austauschs, nicht als Fokus. // This episode of Die Leichtigkeit der Kunst is conducted in English and offers an intimate insight into the Vanhaerents Art Collection – a Brussels-based private collection shaped over five decades with clarity, curiosity, and a sense for the contemporary. In conversation with Joost Vanhaerents, we explore works by artists such as Bruce Nauman, Ugo Rondinone, Tracey Emin and Paul McCarthy – and a collection that doesn’t aim to represent, but to resonate.It is a conversation about collecting as an attentive cultural practice, about family heritage and the responsibility of making art accessible. Art Brussels, while not the focus, provides the atmospheric backdrop – as a place of international encounter and exchange. Themen dieser Folge / Topics in this Episode Joost Vanhaerents & die Vanhaerents Art Collection Einblick in eine Sammlung, die über fünf Jahrzehnte gewachsen ist. Über Sammlungsstrategien, Familiengeschichte und Werke, die bewegen. // Joost Vanhaerents & the Vanhaerents Art CollectionA collection built over five decades. A story of family, curatorial vision, and artworks that speak beyond their time. Künstlerische Positionen Welche Werke prägen die Sammlung? Welche Rolle spielen Themen wie Körper, Identität, Politik und Materialität? // Artistic PositionsWhich works define the collection? How do they engage with questions of body, identity, materiality and politics? Sammeln als gesellschaftlicher Akt Wie kann eine Sammlung öffentlich zugänglich gemacht werden? // Collecting as a Cultural PracticeHow can private collections act as public resonance spaces? Brüssel als Kunstmetropole Warum ist Brüssel ein besonderer Ort für Gegenwartskunst? Welche kulturellen Impulse gehen von hier aus? // Brussels as a Contemporary Art CapitalWhat makes Brussels a unique cultural hub? What artistic impulses arise from this city? Gast // Guest Joost Vanhaerents Mitinhaber der Vanhaerents Art Collection, Brüssel Co-owner, Vanhaerents Art Collection, Brussels Ausstellung & Sammlung // Collection & Exhibition Vanhaerents Art Collection Öffnungszeiten: Führungen nach Anmeldung über www.vanhaerentsartcollection.com Ort: Dansaert-Viertel, Brüssel Visits by appointment: www.vanhaerentsartcollection.comLocation: Dansaert district, Brussels Art Brussels 2025 24. – 27. April 2025 Ort // Location: Brussels Expo Mehr Infos // more information: www.artbrussels.com   Podcast hören //  Listen to the Podcast Die Leichtigkeit der Kunst ist abrufbar über: Apple Podcasts Spotify YouTube Hinweise zur Begleitung des Podcasts // How to support the podcast Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify // Leave a review on Apple Podcasts or Spotify Teile die Folge mit Interessierten aus deinem Umfeld // Share this episode with fellow art lovers Bei Fragen oder Feedback: claudia@dieleichtigkeitderkunst.de Questions or feedback? Email: claudia@dieleichtigkeitderkunst.de Vielen Dank für das Zuhören – und bis zur nächsten Folge von Die Leichtigkeit der Kunst. // Thank you for listening – and until the next episode of Die Leichtigkeit der Kunst.
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Apr 11, 2025 • 51min

Frank-Thorsten Moll: IKOB EUPEN

Feministische Kunst als Resonanzraum – Das IKOB zwischen Grenzlage und Gegenwart Der IKOB – Feministische Kunstpreis ist eine Auszeichnung, die sich nicht auf bloße Symbolik beschränkt. Er öffnet Räume für künstlerische Positionen, die gesellschaftliche Strukturen befragen und feministische Perspektiven sichtbar machen. Im Mittelpunkt dieser Folge steht das IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst in Eupen. Ein Haus, das sich geografisch wie inhaltlich an einer Schnittstelle bewegt. Seit 2019 verleiht das IKOB den ersten feministischen Kunstpreis seiner Art – und stellt damit Fragen, die weit über das Ausstellen hinausgehen. Was bedeutet feministische Kunst im Jahr 2025? Welche Themen treten in den Vordergrund? Wie verändert sich kuratorisches Arbeiten unter dem Anspruch, Verantwortung zu übernehmen? Ein Gespräch mit Frank-Thorsten Moll, Direktor des IKOB, über kuratorische Entscheidungen, gesellschaftliche Spannungen und die Möglichkeiten von Kunst, als Resonanzraum zu wirken. Themen dieser Folge Das IKOB – Museum für Zeitgenössische KunstZur Geschichte, Sammlung und kuratorischen Ausrichtung eines Museums in der deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens. Feministische Kunst in der GegenwartGedanken zur Sichtbarkeit, zum Widerstand und zur Vielschichtigkeit feministischer Kunstpositionen im aktuellen gesellschaftlichen Kontext. Der IKOB Feministische Kunstpreis 2025Einblicke in die prämierten Werke, die Juryarbeit und die Haltung hinter der Entscheidung, feministische Perspektiven explizit zu fördern. Kunst als gesellschaftlicher SpiegelWie künstlerische Arbeiten Themen sichtbar machen, die in politischen oder medialen Debatten oft ungehört bleiben. Gast Frank-Thorsten MollDirektor des IKOB – Museum für Zeitgenössische Kunst, Eupen Ausstellung IKOB – Feministischer Kunstpreis 2025Vernissage und Preisverleihung: 13. April 2025, 15 UhrAusstellungsdauer: 15. April bis 24. August 2025 Öffnungszeiten:Dienstag bis Sonntag, 13–18 UhrMontags geschlossen Adresse:IKOB – Museum für Zeitgenössische KunstRotenberg 12b4700 Eupen, Belgien Telefon: +32 87 56 01 10E-Mail: info@ikob.beWebsite: www.ikob.be Podcast hören Die Leichtigkeit der Kunst ist abrufbar über: Apple Podcasts Spotify YouTube Hinweise zur Begleitung des Podcasts Hinterlasse gerne eine Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify Teile die Folge mit Interessierten aus deinem Umfeld Bei Fragen oder Feedback: claudia@dieleichtigkeitderkunst.de Vielen Dank für das Zuhören – und bis zur nächsten Folge von Die Leichtigkeit der Kunst.
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Apr 4, 2025 • 41min

Paolo Löffler: Kunstkraftwerk Leipzig

Was geschieht, wenn Kunst betrachtet und betreten wird? Die Ausstellung ORIGINS – Ursprung des Lebens im Kunstkraftwerk Leipzig entführt ihre Besucher:innen in eine visuelle, emotionale und technologische Auseinandersetzung mit der Entstehung des Lebens. Unter der künstlerischen Leitung von Markos R. Kay entstand ein immersiver Raum, in dem Wissenschaft, digitale Kunst und Klang miteinander verschmelzen – zu einer Erfahrung, die spürbar macht, was sonst abstrakt bleibt. Was unterscheidet eine gute immersive Ausstellung von bloßem Spektakel? Wie wird aus Technik ein poetischer Raum? Und warum begegnet die Kunstwelt diesem Format mit so unterschiedlichen Erwartungen? Darüber spricht Paolo Löffler, Geschäftsführer des Kunstkraftwerks Leipzig. Eine Folge über Wandel, Wahrnehmung – und die Kraft, die entsteht, wenn Technologie und Kunst nicht gegeneinander, sondern miteinander wirken. Themen dieser Folge: Kunst, die man betritt – ORIGINS im Kunstkraftwerk Leipzig Wie eine Ausstellung zu einer Erfahrung wird, die zwischen Kosmos, Klang und Körperbewusstsein wirkt. Vom Kraftwerk zum Kunstraum Wie das Kunstkraftwerk Leipzig zum ersten permanenten Zentrum für digitale und immersive Kunst in Deutschland wurde. Immersive Kunst – zwischen Skepsis und Staunen Was diese Kunstform leisten kann – für die Sinne, für die Vermittlung, für neue Zielgruppen. Wie entsteht ein guter immersiver Raum? Welche künstlerischen Positionen, Technologien und Dramaturgien nötig sind, damit Immersion nicht nur beeindruckt, sondern berührt. Markos R. Kay – Kunst als Schnittstelle von Wissenschaft und Poesie Warum der künstlerische Leiter von ORIGINS das Unsichtbare sichtbar macht – und wie er dabei mit internationalen Digitalkünstler:innen zusammenarbeitet. Was passiert, wenn das Ephemere eine Adresse bekommt? Wie sich die Wahrnehmung von immersiver Kunst verändert – je nachdem, ob sie im Museum oder in einem experimentellen Ausstellungsort stattfindet. Ein Blick in die Zukunft der Ausstellungspraxis Welche Rolle immersive Formate in der Kunstvermittlung und kulturellen Teilhabe künftig spielen könnten. Gast: Paolo Löffler, Geschäftsführer des Kunstkraftwerks Leipzig Die Ausstellung ORIGINS – Ursprung des Lebens 31. Januar – 29. Juni 2025 Kunstkraftwerk Leipzig, Saalfelder Straße 8b, 04179 Leipzig www.kunstkraftwerk-leipzig.com Podcast hören Die Leichtigkeit der Kunst gibt es kostenlos auf: Apple Podcasts Spotify YouTube Tipp: Abonniere den Podcast und erhalte automatisch jede neue Folge! Begleite den Podcast Hinterlasse gerne eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify Teile deine Gedanken auf Social Media und markiere Die Leichtigkeit der Kunst Empfiehl die Folge an Freund:innen und Kunstbegeisterte Fragen oder Feedback? Schreib mir gerne: claudia@dieleichtigkeitderkunst.de Danke für deine Aufmerksamkeit & bis zur nächsten Folge von Die Leichtigkeit der Kunst!
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Mar 28, 2025 • 47min

Prof. Dr. Walter Gödden: Literaturland Westfalen

Was macht eine Region literarisch aus? Sind es die Landschaften, die Sprache oder die Geschichten, die über sie erzählt werden? In dieser Folge von Die Leichtigkeit der Kunst spreche ich mit dem Literaturwissenschaftler, Herausgeber und Kurator Prof. Dr. Walter Gödden über das Literaturland Westfalen – seine Geschichte, seine Vielfalt und seine Stimmen. Walter Gödden war maßgeblich an der Gründung des Museums für Westfälische Literatur auf Haus Nottbeck beteiligt, hat das Westfälische Autorenlexikon mit über 2.400 Einträgen herausgegeben und kennt wie kaum ein anderer die feinen Unterschiede zwischen Klischee und literarischer Realität. Wir reisen von Annette von Droste-Hülshoff bis zur Popkulturfigur John Sinclair, sprechen über vergessene und neu entdeckte Autor:innen wie Elina Penner, tauchen ein in das Schmallenberger Ereignis (1956) und das Festival lila we – und stellen die Frage:Was kann Literatur für die Identität einer Region leisten – und was nicht? Ein Gespräch über Literatur, Erinnerung und die Kraft der Perspektive. Gast:Prof. Dr. Walter GöddenLiteraturwissenschaftler | Herausgeber | Kurator | Initiator des Museums für Westfälische Literatur (Haus Nottbeck) Themen dieser Folge: Das Museum für Westfälische Literatur auf Haus Nottbeck Das Westfälische Autorenlexikon Westfälische Literaturlandschaften: von Droste-Hülshoff bis Elina Penner Schmallenberger Ereignis: Wendepunkt der westfälischen Literaturgeschichte Literatur & Identität: Gibt es eine „westfälische Literatur“? Satiriker & Stimmen: Wiglaf Droste, Fritz Eckenga u. v. m. lila we: Das Literaturfestival als Spiegel westfälischer Vielfalt Neue literarische Formate: Literatur Outdoor, Literatourrouten Die Rolle von Popkultur in der Regionalliteratur Empfehlungen & Bücher aus der Folge: Wenn ich euch verraten könnte – Lea Dräger Spunk – Michael Roes Nachtbeeren – Elina Penner Querbeet 8 – 61 literarische Beiträge zur westfälischen Literatur (Nyland-Stiftung)  Ort der Aufnahme:Haus Nottbeck, Oelde-Stromberg Veranstaltungsübersicht: aufbrüche – literaturfestival [lila we:] 2025 Von März bis Mai 2025 feiert das Netzwerk Literaturland Westfalen mit dem neuen Festival aufbrüche die Literatur in all ihren Formen. In über 60 Veranstaltungen in 37 Städten erwarten Literaturfreund:innen Lesungen, Workshops, Ausstellungen und interaktive Formate für alle Altersgruppen. Ziel ist es, neue Impulse für eine vielfältige, zugängliche Literaturvermittlung zu setzen. Höhepunkt des Festivals: Das große fest der aufbrüche – am 05. April 2025 auf dem Kulturgut Haus Nottbeck:Ein Tag voller Lesungen, Workshops, Performances und Poesie – von Bestsellerautor:innen über Slam-Poet:innen bis zu jungen Stimmen und experimentellen Formaten. Mit dabei: Elisa Aseva, Lina Atfah, Antonia Wesseling, Oliver Uschmann, Sandra Da Vina u. v. m. Ausgewählte Veranstaltungen im Überblick: 22.02.–29.06.2025 | OeldeDer Gruselklassiker – Fünf Jahrzehnte John Sinclair Sonderausstellung im Museum für Westfälische Literatur zum 80. Geburtstag von Helmut Rellergerd (alias Jason Dark) und zum 50-jährigen Jubiläum des Kultgeisterjägers John Sinclair. 02.04.2025 | Unna, 19:30 UhrKein Reben-, sondern ein Reckenland … Eine dialogische Lesung mit Walter Gödden und Carsten Bender über Westfalenbilder in der Literatur – von Tacitus bis Wiglaf Droste. Ein launiger Abend zwischen Ernst, Ironie und Identität. 05.04.2025 | Haus Nottbeck (Oelde)Fest der Aufbrüche Das Herzstück des Festivals – ein buntes Literaturfest mit Lesungen, Poetry, Musik, Gesprächen und Mitmachaktionen. Weitere Informationen: Das gesamte Programm sowie alle Veranstaltungsorte und Termine findest du auf der offiziellen Website von Literaturland Westfalen Kooperation Diese Podcast-Reihe wird gefördert von der LWL-Kulturstiftung und entsteht in Zusammenarbeit mit dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). Mehr zum Jubiläum unter: www.1250jahrewestfalen.de oder auf Instagram unter @lwlkulturstiftung. Podcast hören „Die Leichtigkeit der Kunst“ ist kostenlos verfügbar auf allen gängigen Podcast-Plattformen: Apple Podcasts Spotify YouTube Tipp: Abonniere den Podcast und verpasse keine Folge – Die Leichtigkeit der Kunst erscheint freitags, die Episoden von Genau! Westfalen! immer am letzten Freitag im Monat. Fragen, Lob oder Kritik? Ich freue mich über Feedback, Themenvorschläge und mögliche Gäste – schreib mir gerne an claudia@dieleichtigkeitderkunst.de. Social Media Teile deine Gedanken zur Folge oder schreib mir direkt an info@dieleichtigkeitderkunst.de.
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Mar 20, 2025 • 54min

Nele Verhaeren & Anne Vierstraete: ART BRUSSELS

Willkommen auf einem Boulevard des Arts – weitläufig, elegant, voller Bewegung. Ein Ort, an dem Kunst sowohl gezeigt, als auch zum Gespräch wird. Art Brussels ist eine Messe zwischen Grandezza und Ungezwungenheit, zwischen hoher Qualität und überraschenden Entdeckungen. Hier treffen Collectors, Artists, Curators, Gallerists, Museum Directors, Writers und Art Lovers aufeinander. Ein pulsierender Marktplatz der Kunstwelt, geprägt von Offenheit, Internationalität und kultureller Vielfalt. Genau wie auf der Messe selbst vermischen sich in dieser Folge die Stimmen auf Englisch und Deutsch – sogar ein bisschen niederländisch und französisch sind zu hören – ein Gespräch mit internationalem Flair, leicht verständlich und inspirierend. Zu Gast sind zwei Frauen, die Art Brussels prägen und weiterentwickeln:Nele Verhaeren, Managing Director, die die Messe in eine neue Ära führtAnne Vierstraete, Senior Advisor, die die internationalen Allianzen der Messe gestaltet Bienvenue, welkom, welcome – zur Leichtigkeit der Kunst x Art Brussels. Themen dieser Folge Die DNA der Art Brussels – zwischen Tradition und Innovation Was macht eine internationale Kunstmesse aus? Warum ist Art Brussels ein besonderer Ort für Sammler:innen, Künstler:innen und Galerien? Wie prägt Brüssel die Messe – und umgekehrt? Hinter den Kulissen: Geschichte, Kuratorische Entscheidungen, neue Konzepte und Zukunftsvisionen Persönliche Einblicke: Was bedeutet Kunst für Nele & Anne? Welcome to a Boulevard des Arts – spacious, elegant, full of movement.A place where art is not only exhibited but also becomes a conversation. Art Brussels is a fair that balances grandezza with ease, combining high quality with unexpected discoveries. Here, collectors, artists, curators, gallerists, museum directors, writers, and art lovers come together. A vibrant marketplace of the art world, shaped by openness, internationality, and cultural diversity. Just like at the fair itself, this episode blends voices in English and German – with a touch of Dutch and French – creating a conversation with an international flair, easy to follow and truly inspiring. Our guests are two remarkable women who shape and continue to develop Art Brussels:Nele Verhaeren – Managing Director, leading the fair into a new eraAnne Vierstraete – Senior Advisor, fostering the fair’s international alliances Bienvenue, welkom, welcome – to Die Leichtigkeit der Kunst x Art Brussels. Topics of this episode: The DNA of Art Brussels – between tradition and innovationWhat defines an international art fair?Why is Art Brussels a special place for collectors, artists, and galleries?How does Brussels shape the fair – and vice versa?Behind the scenes: history, curatorial decisions, new concepts, and future visionsPersonal insights: What does art mean to Nele & Anne? Jetzt den Podcast hören „Die Leichtigkeit der Kunst“ gibt es kostenlos auf:Apple PodcastsSpotifyYouTube Tipp: Abonniere den Podcast und erhalte automatisch jede neue Folge. Die Messe 24 – 27 April 2025 | Brussels ExpoMehr Infos: www.artbrussels.com Begleite den Podcast & werde Teil der Community Hinterlasse eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify Teile deine Gedanken auf Social Media und markiere die Leichtigkeit der Kunst Empfiehl die Folge an Freund:innen und Kunstbegeisterte Fragen oder Feedback?claudia@dieleichtigkeitderkunst.de Danke für dein Interesse und bis zur nächsten Folge von „die Leichtigkeit der Kunst“.
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Mar 14, 2025 • 0sec

Rudolf Zwirner – Kunst, Freiheit und Verantwortung | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst

Rudolf Zwirner – Kunst, Freiheit und Verantwortung Rudolf Zwirner, geboren 1933 in Berlin, blickt auf ein Leben zurück, das eng mit den prägenden Umbrüchen der Kunstwelt nach 1945 verbunden ist. Krieg, Verlust und Neuanfang markieren seine frühe Biografie – Erfahrungen, die seinen Blick auf Kunst, Freiheit und Verantwortung nachhaltig geprägt haben. Dieses Gespräch ist kein Rückblick im klassischen Sinne. Es ist eine ruhige Annäherung an Haltungen, Entscheidungen und historische Zusammenhänge, die bis heute nachwirken – im Kunstmarkt, in Institutionen und im Umgang mit künstlerischem Erbe. Rudolf Zwirner und der Kunstmarkt nach 1945 Rudolf Zwirners Weg in die Kunstwelt beginnt in einer Zeit des Neuaufbaus. Die documenta 2 wird für ihn zu einem Schlüsselerlebnis – nicht als Ausstellung allein, sondern als Signal für eine neue internationale Offenheit der Kunst in Deutschland. Im Gespräch beschreibt Zwirner, wie sich aus diesen Erfahrungen ein Verständnis von Kunst entwickelte, das Freiheit stets mit Verantwortung verbindet: gegenüber Künstler:innen, gegenüber Sammler:innen, gegenüber der Öffentlichkeit. ART COLOGNE, Sammler:innen und internationale Netzwerke Ein zentraler Abschnitt des Gesprächs widmet sich der Gründung der ART COLOGNE, der ersten Messe für zeitgenössische Kunst. Zwirner spricht über die frühen Jahre des Kunstmarkts, über persönliche Netzwerke, Vertrauen und das langsame Entstehen professioneller Strukturen. Dabei geht es weniger um Erfolgsgeschichten als um Bedingungen: Wie entsteht ein Markt? Welche Rolle spielen Beziehungen? Und wie verändert sich der Blick auf Kunst, wenn sie öffentlich gehandelt wird? Künstlerfreundschaften, prägende Sammlerpersönlichkeiten und internationale Begegnungen werden im Gespräch als Teil eines gewachsenen Gefüges sichtbar – nicht als Kulisse, sondern als tragende Struktur. Verantwortung, Archivierung und das ZADIK Ein weiterer Schwerpunkt des Gesprächs liegt auf dem ZADIK – dem Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels. Zwirners Engagement für die Archivierung kunstmarktbezogener Geschichte zeigt, wie sehr ihn die Frage beschäftigt, was bleibt – und wie Erinnerung bewahrt werden kann. Archive erscheinen hier nicht als rückwärtsgewandte Orte, sondern als Voraussetzung für Zukunft: für Forschung, Transparenz und ein verantwortungsvolles Weiterdenken des Kunstsystems. Kunst, Freiheit und persönliche Haltung Im letzten Teil des Gesprächs wird deutlich, dass Zwirners Blick auf Kunst immer biografisch geprägt bleibt. Freiheit ist für ihn kein abstrakter Begriff, sondern eine Erfahrung, die verteidigt und benannt werden muss – im Markt ebenso wie in gesellschaftlichen Kontexten. Dieses Gespräch stellt keine Thesen auf. Es öffnet einen Raum für Reflexion: über Verantwortung, über historische Brüche, über die Rolle von Kunst in bewegten Zeiten. Kein Fazit, keine Anleitung. Eher ein Innehalten – und ein Weiterdenken. Themen der Folge: – Kindheit, Krieg und die Suche nach Unabhängigkeit– Die documenta 2 als Wendepunkt für den Kunstmarkt– Gründung der ART COLOGNE – erste Messe für zeitgenössische Kunst– Künstlerfreundschaften und prägende Sammlerpersönlichkeiten– Entwicklung des Kunsthandels und Herausforderungen im Galeriebetrieb– Das ZADIK: Archivierung des Kunstmarkts für die Zukunft– Kunst, Freiheit und Verantwortung – persönliche Reflexionen Links & Credits: Rudolf Zwirner · ZADIK · ART COLOGNE Wer sich für weitere Gespräche über Kunstmarkt, Institutionen und Verantwortung interessiert, findet im Bereich Kunstmarkt vertiefende Episoden, die an diese Fragen anschließen. Wer tiefer in die Geschichte des Kunstmarkts eintauchen möchte, findet mit dem ZADIK – Zentralarchiv des internationalen Kunsthandels und der ART COLOGNE zwei Orte, an denen diese Entwicklungen bis heute weitergeschrieben werden.
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Mar 7, 2025 • 1h 9min

David Riedel: Peter August Böckstiegel

Was bedeutet es, ein Künstler zu sein – zwischen zwei Welten? Peter August Böckstiegel war ein Mann zwischen Stadt und Land, zwischen Dresden, dem pulsierenden Zentrum der Kunst, und Werther in Westfalen, seiner ländlichen Heimat. Während er in der Großstadt in avantgardistischen Kreisen mit Conrad Felixmüller verkehrte und sich mit Vincent van Gogh als Inspirationsquelle auseinandersetzte, blieb seine Kunst tief verwurzelt in der westfälischen Landschaft und den Menschen des ländlichen Raums. Sein Sohn Vincent Böckstiegel zog es als Fotograf in die Welt hinaus – und doch hatten Vater und Sohn etwas gemeinsam: Ein tiefer, menschlicher Blick auf das Authentische. Was prägte die Kunst dieser beiden Männer? Warum entschied sich Vincent für ein Leben hinter der Linse? Und wie wirkt Böckstiegels Erbe heute in einem Museum mitten auf dem platten Land weiter? Über all das spricht David Riedel, der künstlerischer Leiter des Museums Peter August Böckstiegel. Eine Folge über Kunst, Identität und die Frage, wie Kultur im ländlichen Raum gefördert und bewahrt werden kann. Themen dieser Folge: Zwischen Dresden und Werther – Zwei Welten, ein Künstler Wie Peter August Böckstiegel zwischen der pulsierenden Kunstszene Dresdens und der stillen, ländlichen Weite Westfalens eine unverwechselbare Bildsprache entwickelte. Kunst als Lebenswerk – und als Lebensunterhalt Wie Böckstiegel nicht nur schuf, sondern auch vorausschauend seine Kunst vermarktete. Hanna Müller – Partnerin, Muse, Verbindung zur Avantgarde Die Schwester von Conrad Felixmüller – die Rolle der Ehefrau in Böckstiegels Leben und Werk Das Echo der Heimat – Landschaft, Mensch und bäuerliches Leben in Böckstiegels Werk Wie das westfälische Landleben Kulisse und Kern seines künstlerischen Ausdrucks wurde. Kunst im Schatten des Krieges – Verlust, Wandlung, Überleben Zwei Weltkriege, persönliche Verluste, zerstörte Werke Wie verändern existenzielle Krisen den künstlerischen Ausdruck? Sammler mit Weitblick – Böckstiegels Leidenschaft für die Werke seiner Zeitgenossen Wilhelm Lehmbruck und Meisner Porzellan Welche Werke fanden ihren Platz in seiner privaten Sammlung? Vincent Böckstiegel – ein Fotograf auf der Suche nach dem Unverfälschten Wie führte sein Blick auf die Welt doch das Erbe seines Vaters fort? Ein Museum im Grünen – Kunst im Dialog mit der Landschaft Wie das Museum Peter August Böckstiegel mitten im ländlichen Raum ein kultureller Anker wurde – und welche Rolle es für die Bewahrung des Erbes spielt. Warum Kunst auch jenseits der Metropolen ein Zuhause braucht Welche Bedeutung haben Kunstmuseen im ländlichen Raum – und wie kann Kultur außerhalb der Großstädte gefördert und lebendig gehalten werden? Gast: David Riedel, Künstlerischer Leiter des Museums Peter August Böckstiegel Die Ausstellung Von Arrode in die Welt – Dem Fotografen Vincent Böckstiegel zum 100.12. Februar 2025 – 18. Mai 2025Museum Peter August Böckstiegel, WertherMehr Infos: www.museumpab.de Artists Talk // Mit Emil Dietrich & Vanessa Fengler // Do 13.03.2025 // 18–19.30 Uhr // 7, 4 Euro ermäßigt Artists Talk // Mit Veit Mette & Mika Springer // Do 27.03.2025 // 18–19.30 Uhr // 7, 4 Euro ermäßigt Nach einem gemeinsamen Get-together im Foyer erläutern die Künstler:innen ihre Werke, die in der Ausstellung den Fotografien von Vincent Böckstiegel gegenübergestellt werden. In einem einstündigen Gespräch tauschen sie sich mit Studierenden des Studiengangs Kulturvermittlung der Universität Bielefeld aus. Dabei schildern sie die Entstehung ihrer Arbeiten und ihre Sicht auf die Ausstellung. Podcast hören „Die Leichtigkeit der Kunst“ gibt es kostenlos auf: Apple Podcasts Spotify YouTube Tipp: Abonniere den Podcast und erhalte automatisch jede neue Folge! Links zur Folge Museum Peter August Böckstiegel – www.museumpab.de Infos zur Ausstellung – Von Arrode in die Welt Begleite den Podcast Hinterlasse gerne eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify Teile deine Gedanken auf Social Media und markiere die Leichtigkeit der Kunst Empfiehl die Folge an Freund:innen und Kunstbegeisterte Fragen oder Feedback? Schreib mir gerne: claudia@dieleichtigkeitderkunst.de Danke für deine Aufmerksamkeit & bis zur nächsten Folge von Die Leichtigkeit der Kunst!
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Feb 28, 2025 • 56min

Kunst, Kultur und Identität – Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger

Kunst, Kultur und Identität Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger · die Leichtigkeit der Kunst x Genau! Westfalen! Eine kulturelle Ausgangslage Kunst und Kultur schaffen Räume, in denen Gesellschaft sich begegnet. Ohne feste Agenda, ohne unmittelbaren Zweck. Sie ermöglichen Austausch, Erinnerung und Zukunftsvorstellungen – oft leise, oft langfristig. Diese Folge der Reihe Genau! Westfalen! nimmt das Jubiläum 1250 Jahre Westfalen zum Anlass, über kulturelle Prägungen nachzudenken: darüber, wie Identität entsteht, wie sie sichtbar wird – und welche Rolle Institutionen dabei spielen. Im Zentrum steht die Frage, wie kulturelles Erbe wirkt: nicht als abgeschlossenes Kapitel, sondern als fortlaufender Prozess. Gäste Barbara Rüschoff-ParzingerArchäologin, Landesrätin und Kulturdezernentin des Landschaftsverband Westfalen-Lippe sowie Vorstandsmitglied der LWL-Kulturstiftung.Sie verantwortet seit vielen Jahren die strategische Ausrichtung und Förderung kultureller Projekte in Westfalen. Weitere Gesprächsstimmen dieser Folge: Anne Karl (Kuratorin der Kaiserpfalz Paderborn) – über die Ankerausstellung des Jubiläumsjahres 775 im Museum in der Kaiserpfalz Pauline Doutreluingne (Direktorin des Kunstvereins Arnsberg) – über künstlerische Perspektiven in Westfalen Heiner Remmert (Leiter des Westfälischen Literaturbüros in Unna) – über das Projekt „Literaturland Westfalen“ Jonas Riemer (Schauspieler und Initiator von Baddabäm) – über die Verbindung von Theater und westfälischer Identität Kultur Im Gespräch mit Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger wird Kultur als öffentlicher Erfahrungsraum sichtbar: als Ort, an dem unterschiedliche Gruppen zusammenkommen können, ohne sich festlegen zu müssen. Kunst und Kultur erscheinen hier nicht als Erklärung der Welt, sondern als Angebot – als Möglichkeit, Zeit miteinander zu verbringen, Fragen offen zu halten und Perspektiven zu wechseln. Dieser Gedanke zieht sich als Haltung durch das gesamte Gespräch. 1250 Jahre Westfalen – Anlass statt Abschluss Das Themenjahr 1250 Jahre Westfalen wird in dieser Folge nicht historisierend betrachtet. Es dient als Anlass, über Gegenwart und Zukunft zu sprechen: darüber, was eine Region prägt, wie kulturelle Narrative entstehen und welche Verantwortung mit Förderung einhergeht. Die 44 geförderten Projekte des Themenjahres stehen exemplarisch für unterschiedliche Zugänge: Archäologie, bildende Kunst, Literatur, Theater, Musik. Sie machen deutlich, wie vielfältig kulturelle Praxis sein kann – und wie Identität sich aus vielen Ebenen zusammensetzt. Blicke, Wege, Prägungen Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger spricht über ihren eigenen Weg zwischen Archäologie, Verwaltung und Kulturpolitik. Dabei wird deutlich, wie stark Biografien institutionelles Denken prägen – und wie wichtig Vertrauen in Prozesse ist. Kulturförderung erscheint hier nicht als Steuerung, sondern als Ermöglichung: als Rahmen, in dem Projekte wachsen können, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren. Vier Perspektiven Die zusätzlichen Gespräche dieser Folge erweitern den Blick: Archäologie als Ankerpunkt von Geschichte Bildende Kunst als gegenwärtige Perspektive Literatur als verbindendes Erzählen Theater als unmittelbare soziale Erfahrung Gemeinsam entsteht ein vielschichtiges Bild davon, wie kulturelles Erbe heute gelebt, befragt und weitergetragen wird. Identität als Prozess Diese Folge versteht Identität nicht als festgelegte Eigenschaft. Sie zeigt sie als etwas, das sich im Austausch formt: durch Geschichte und Alltag, durch Kunst, Sprache, Humor, Arbeit und Erinnerung. Westfalen wird dabei nicht zur Kulisse, sondern zum konkreten Erfahrungsraum – offen genug, um größere Fragen zu stellen. Links & Credits 1250 Jahre WestfalenLWL-Kulturstiftung Weiterhören Weitere Folgen der Reihe Genau! WestfalenGespräche aus der Kategorie LWL x Die Leichtigkeit der KunstNeu hier? – Einstieg in den KunstpodcastWeitere Folgen mit Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger Hören Website · Spotify · Apple Podcasts · YouTube Genau! Westfalen! ist eine Gesprächsreihe über Identität.Ausgangspunkt ist das Jubiläum 1250 Jahre Westfalen, welches Anlass für eine größere Frage bietet:Was prägt Menschen, Regionen und Gemeinschaften? Identität entsteht aus vielen Bereichen: aus Geschichte und Alltag, aus Arbeit, Sprache und Humor, aus Kultur, Sport, Ernährung, Musik, Film und Literatur. Die Reihe nähert sich diesen Prägungen über konkrete Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven – ruhig, beobachtend, offen. Die Reihe „Genau! Westfalen!“ im Themenjahr 1250 Jahre Westfalen wurde gefördert von der LWL-Kulturstiftung und LWL-Kulturabteilung. Diese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.
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Feb 21, 2025 • 1h 1min

Dr. Anna Storm: Maurice de Vlaminck - Rebell der Moderne

Kunst – sie kann uns berühren, herausfordern, empören oder gar verstören. Sie zeigt uns die Schönheit der Welt – aber auch ihre Wildheit. Wann betrachten wir etwas nur – und wann beginnen wir, es zu werten?Wann wird ein Künstler als Revolutionär gefeiert – und wann als Provokateur abgestempelt?Wie viel Rebellion verträgt die Kunst? Und wie viel Wildheit ist erlaubt? Heute tauchen wir in das Leben und Werk eines Mannes ein, den die Kunstwelt einst als eine „wilde Bestie“ bezeichnete. Maurice de Vlaminck – ein Radrennfahrer, ein Violinist, ein Autodidakt, ein Fauvist, ein Rebell. Doch war er das wirklich? Was macht einen Rebell aus? Ist es das Überschreiten von Grenzen – oder das bewusste Sprengen von Regeln?Vlaminck selbst sagte einmal: „Ich wollte die Akademie mit meinem Zinnoberrot anzünden.“ Um all das zu erkunden, bin ich heute erneut zu Gast im Von der Heydt-Museum in Wuppertal und spreche mit Dr. Anna Storm, Kunsthistorikerin, Kuratorin und stellvertretende Direktorin des Museums. Sie hat die Ausstellung „Maurice de Vlaminck – Rebell der Moderne“ mitgestaltet und gibt uns tiefe Einblicke in seine Biografie, sein Werk und sein Erbe. Ausstellung: 16.Februar 2025 – 18. Mai 2025 Von der Heydt-Museum, Wuppertal  Gast: Dr. Anna Storm Stellvertretende Direktorin des Von der Heydt-Museums Kuratorin der Ausstellung „Maurice de Vlaminck – Rebell der Moderne“ Podcast hören: „Die Leichtigkeit der Kunst“ ist kostenlos verfügbar auf allen gängigen Podcast-Plattformen: Apple Podcasts Spotify YouTube Tipp: Abonniere den Podcast und erhalte automatisch immer die neueste Folge! Links zur Folge:  Von der Heydt-Museum Wuppertal Begleite den Podcast: Du schätzt Die Leichtigkeit der Kunst und möchtest dazu beitragen, dass spannende Gespräche rund um Kunst, Kultur und Gesellschaft weitergeführt werden? Dann freue ich mich über deine Unterstützung: Hinterlasse eine 5-Sterne-Bewertung auf Apple Podcasts oder Spotify  Teile deine Gedanken auf Social Media und markiere mich Empfiehl die Folge an Freund:innen und Kunstbegeisterte Fragen oder Feedback? Schreib mir gerne: claudia@dieleichtigkeitderkunst.deOder teile deine Gedanken auf meinen Social-Media-Kanälen. Danke fürs Zuhören & bis zur nächsten Folge von „Die Leichtigkeit der Kunst“!    

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