Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Claudia Linzel
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Jan 4, 2021 • 1h 22min

Markus Eisenbeis, Van Ham: Zum 1., zum 2., zum 3.! VAN HAM!

Sehr spontan und voller Zuversicht trafen Markus Eisenbeis, Inhaber und Geschäftsführer des Auktionshaus VAN HAM, und ich aufeinander. Was für ein großes Glück, denn bisher hat die Unsicherheit der wenigen Erfahrung den Reiz des Nervenkitzels übertrumpft und mich von der Spannung des Mitbietens bei einer Auktion abgehalten. Und wenn ich ganz ehrlich bin, dann war ich mir gar nicht bewusst, dass es Online-Auktionen gibt und wie unkompliziert diese ablaufen. Naja und dann ist da auch immer noch diese kleine Hemmung: Gibt es denn auch Werke, die für Sammler mit kleinerem Budget geeignet sind? Auf herzlich-kölsche Art sowie mit charmant-verpacktem Allgemeinwissen, Hintergrundinfos und Anekdoten führt uns Markus Eisenbeis durch die Auktionshallen und begeistert uns für das reizvolle Erlebnis: zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten.
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Dec 24, 2020 • 1h 35min

Yadegar Asisi: Achtsamkeit, Mut & Dankbarkeit

Yadegar Asisi eint Kunst und Architektur auf ganz besondere Weise: als Raumbildner und Zeichner, als Kultur- und Geschichtsvermittler und auch als Mann für das große Verstehen sowie für den Blick auf das Detail. Aber wie gelingt ihm dies? Auf monumentalen Panoramen präsentiert er historische Stadtansichten, faszinierende Naturerfahrungen und schicksalhaftes Zeitgeschehen. Dabei reisen wir 360° durch Berlin, Leipzig und Rouen. In dieser weihnachtlich-geprägten Episode geht es vor allem um seinen weitschweifigen, philosophischen Rundumblick über Achtsamkeit, Mut, Demut und vor allem Dankbarkeit.  
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Dec 19, 2020 • 1h 11min

Alexander Baumgarte: Ein Tag vor dem Winter

Unsere – so gerade noch – „vorwinterliche“ Kunstpodcast – Reihe führt uns nach Ostwestfalen – in die Stadt des herrlich aromatischen Vanilledufts und der einst emsigen Leineweber. Wir sind in Bielefeld. Unterhalb der Burg Sparrenberg und fußläufig von der Bielefelder Kunsthalle gelegen, befindet sich die Samuelis Baumgarte Galerie. Wir treffen uns mit dem Inhaber und Geschäftsführer Alexander Baumgarte und unterhalten uns mit ihm über das Leben und Wirken der Künstlerin Ruth Baumgarte, die empathisch Menschen in ihrem fragilen Dasein darstellte, sich präzise und künstlerisch mit sozialen und gesellschaftlichen Fehlentwicklungen auseinandersetzte und ihre zahlreichen Reiseerlebnisse in Afrika eindrücklich zu Papier brachte. Darüber hinaus zeigt er uns, welche wichtige Rolle Kunst für eine Unternehmenskultur mit Wohlfühlfaktor spielt. Natürlich nimmt er uns auch an die Hand und führt uns durch die von bedeutenden Expressionisten bespielte Ausstellung „Der Tag vor dem Winter“, dabei gewährt Alexander Baumgarte Einblicke in Werke von Emil Nolde und Gabriele Münter und schlägt eine spannende Brücke zu dem Wirken von Künstlerinnen in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts.  
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Dec 14, 2020 • 49min

Sascha Berretz: Memento Mori

Sascha Berretz, freischaffender Künstler aus Aachen mit einem Faible für Bauhausarchitektur und vielen amüsanten Anekdoten, die er mit warmer Stimme gerne preisgibt. Beispielsweise berichtet er mit charmanter Art über sein Kunststudium in den Niederlanden und resümiert ehrlich „Ich weiß, dass ich etwas sehr Prägendes mitgenommen habe: nämlich genau das, was ich nicht machen möchte.“ Auch erzählt er sehr lebendig von seiner ersten „wahrhaftigen Berührung“ mit einem Gemälde des alten Meisters Hieronymus Bosch – als damals 6-jähriger. Doch, wie genau diese „Begegnung“ ablief, müsst ihr selber hören. Nachhaltig inspiriert ist Sascha Berretz von der Poesie verlassener Architektur in Kombination mit der Macht der Natur, besonders prägend ist für den Künstler – und großen Fan Mies van der Rohes – die Biografie des Farnsworth House in Chicago. Einst als Wohnhaus geplant – steht es nun Synonym für die Metamorphose eines Hauses zu einer Skulptur. Den Einfluss von Natur auf Architektur beschreibt er als sein Hauptthema, dabei interessieren ihn mehr Formen als Farben. Möglicherweise ein Grund warum er vielschichtig in schwarz und weiß arbeitet. Beeinflusst ist er ebenfalls von den reduzierten Farbspektren japanischer Kunst.  
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Dec 9, 2020 • 1h 10min

Janine Mackenroth: WE LOVE WOMEN IN ART

In dieser Folge darf ich mich  mit Janine Mackenroth treffen, mit der gleich 2 Themengebiete zusammengeführt werden. Als noch recht junge Künstlerin hinterlässt sie mit dem längsten Wandgemälde Europas „District overflow“, bereits großformatige Spuren in ihrer Heimatstadt; zeitgleich hat sie sich auf Spurensuche bedeutender und leider auch fast vergessener deutscher Künstlerinnern gemacht, um ihnen ein beeindruckendes Denkmal gegen das Vergessen zu setzen. Mit diesem Podcast widmen wir uns nun der Frau, die zusammen mit ihrer Freundin und Co-Autorin Bianca Kennedy dafür sorgt, dass 100 Frauen aus Kunst und Kultur in dem Künstlerinnenverzeichnis mit dem bezeichnenden Titel „I love women in art“ zu finden sind. Mit dem bezeichnenden Titel I love women in art begrüße ich nun Janine Mackenroth, ein echtes Münchner Kindl, Co-Autorin des Buchs „I Love Women in Art“, Künstlerin des längsten zeitgenössischen Wandgemäldes in Europa mit dem Titel „District overflow“, Preisträgerin des Studio Sponsorships des Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst 2020, der Prinzregent- Luitpold Stiftung 2019 und Rudolf Augstein Stiftung 2019 sowie mit Lesungen in der Pinakothek der Moderne in München und der Messe St Agnes in Berlin und einer Ausstellung in der Residency Unlimited in New York vertreten war. Es werden Fragen in den Raum geworfen, wer unsere ästhetische Erziehung prägt und ob künstlerische Qualität gleichwertig und auf Augenhöhe mit Werken von Männern betrachtet werden, ob Frauen nach einem Jahrhundert an Kunstakademien Deutschlands, künstlerisch auf gleichwertige Akzeptanz stoßen und in welchem Kontext Georg Baselitz mit der Erfindung einer Nail Polish Malmaschine steht.  
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Dec 8, 2020 • 36min

Christiane Huber - Ein Dorf philosophiert

Mit der Film- und Theaterregisseurin Christiane Huber wagen wir uns – mit unserem vierten Podcast-Special zum Thema #femaleheritage – in das breite Feld des Films. „Feld“ trifft es im Zusammenhang mit Christiane Huber sehr treffend. Denn sie hat das Kunstprojekt „Ein Dorf philosophiert“ über NS-Zwangsarbeiterinnen, die in der Landwirtschaft eingesetzt– man kann fast schon sagen: versklavt – wurden, zusammen mit Zeitzeug*innen gedreht. Sicherlich ein Thema, das nicht sofort mit der Leichtigkeit der Kunst in Verbindung gebracht wird. Doch die Künstlerin, Regisseurin und Psychologin hat es mit einfühlsamer Leichtigkeit geschafft, mit Menschen zu sprechen, die jahrelang zu dieser dunklen Zeit, zu Unterdrückung, Verbrechen & Gewalt geschwiegen haben. Damit hat sie ein beeindruckendes zeitgenössisches Werk geschaffen – sowohl aus deutscher als auch aus polnischer Sicht. Christiane Huber lässt uns an ihren Erfahrungen, An- und Einsichten auf sehr persönlicher Ebene teilhaben. Ebenfalls sprechen wir mit Christiane Huber über ihr aktuellstes Projekt. Einer Serie von Video-Dokumentationen über die bedeutende Nachkriegslyrikerin Dagmar Nick und die Schriftstellerin Asta Scheib. Es werden filmische Portraits für das Münchner Literaturarchiv entstehen, in dem ein zeitgeschichtlicher Kontext zwischen schriftstellerischem Opus und biografischem Werdegang geschildert wird. Der Vorlass Dagmar Nicks ist bereits der Monacensia übergeben.
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Dec 7, 2020 • 1h 19min

Dr. Kathrin Baumstark, Bucerius Kunst Forum: Georges Braque

Unsere heutige Kunstpodcast – Reise führt uns in den Norden Deutschlands. Genauer gesagt in die Perle an der Elbe – nach Hamburg, in ein Ausstellungshaus ganz in der Nähe des Rathauses. Genau. Wir sind im Bucerius Kunst Forum. Unser heutiger Gast ist Hamburgs jüngste Museumschefin: Dr. Kathrin Baumstark – Kunsthistorikerin, Religionswissenschaftlerin und seit 2019 künstlerische Leiterin des Bucerius Kunst Forums. Mit einem ihrer Zitate “Ich weiß, du könntest was mit zeitgenössischer Kunst anfangen, wenn man dich mitnimmt!” möchte ich Zugang zu Georges Braque finden und den Kubismus tiefer kennenlernen. Mit Dr. Kathrin Baumstarks empathischer und augenzwingender Art bewegen wir uns auditiv durch die Ausstellung „Tanz der Formen“. Dabei erfahren, warum Georges Braque – für den das Malen so selbstverständlich wie das Atmen war – für die zeitgenössische Kunst so prägend war. Guillaume Apollinaire titulierte ihn sogar als „ein Prüfstein für alle nachfolgenden Künstlergenerationen“. Er verwarf einfach sämtliche Vorstellungen von Farbe, Form und Raum. Doch warum ist der Jahrhundertmaler und enge Freund Pablo Picassos in Deutschland in Vergessenheit geraten? Dr. Kathrin Baumstark lässt uns an seinem Leben, seinem wohlgemerkt einzigen (!) Skandal und seiner künstlerischen Weltbetrachtung in Form seiner Werke bis hin zu einem seiner letzten Werke und Zitate „Ich habe meine Furche gezogen“ teilhaben.      
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Dec 3, 2020 • 50min

Barbara Yelin: Vor allem eins, dir selbst sei treu

Als Gast unseres dritten Specials zum Thema #femaleheritage begrüßen wir Barbara Yelin, Comiczeichnerin aus München. Sie arbeitet mit atmosphärisch dichten Bildern und feinfühliger Art gegen das Vergessen. Dabei durchleuchtet sie massenhaftes Mitläufertum & Wegsehen ebenso wie herausragende Biografien fast vergessener Frauen wie Channa Aaron, Emmy Arbel und auch ihre eigene Großmutter alias Irmina. Für ihre Arbeit erhielt sie 2015 den Bayerischen Kunstförderpreis für Literatur, 2016 den renommierten Max-und-Moritz-Preis als beste deutschsprachige Comic-Künstlerin und 2020, ganz aktuell, den Ernst Hoferichter Preis für Künstler der erzählenden Kunst, die Originalität mit Weltoffenheit und Humor verbinden. Barbara Yelin wird als eine der wichtigsten Comic-Künstlerinnen ihrer Generation beschrieben, das kommt nicht von ungefähr, denn ihre Werke sind vielschichtig, präzise recherchiert sowie mit politischem und sozialem Statement verknüpft. Monacensia
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Dec 3, 2020 • 33min

Waldemar Bonsels Stiftung

Drei Frauen, die fast aus der Geschichte verschwunden wären: Paula Rösler, Dichterin. Edith von Schrenck, Tänzerin. Rose-Marie Bachofen, Künstlerin und Stifterin. Sie alle verband eine enge Beziehung mit Waldemar Bonsels, dem Autor der „Biene Maja“. Doch während Bonsels’ Werk bis heute bekannt ist, gerieten ihre Stimmen ins Vergessen. Christina Lemmen, Kulturwissenschaftlerin in der Monacensia (München), bringt ihr Wirken zurück ins Licht. Sie zeigt, warum Female Heritage mehr ist als Erinnerung: Es ist ein Schlüssel für kulturelle Gerechtigkeit. Es geht um weibliches Erbe, um Liebe und Intuition, um Tanz, Literatur und darum, wie Erinnerung unsere Gegenwart formt. Welche vergessenen Stimmen fehlen euch in der Kunst- und Kulturgeschichte? Und wo begegnet euch Female Heritage im Alltag? Themen der Folge:– Paula Rösler: Lyrik, Liebe und weibliche Selbstbehauptung– Edith von Schrenck: Tanz, Moderne und Freiheit– Rose-Marie Bachofen: Ehe, Erinnerung und die Waldemar-Bonsels-Stiftung– Waldemar Bonsels: literarischer Ruhm und privates Nachlass-Erbe– Female Heritage: warum kulturelles Gedächtnis heute weibliche Perspektiven braucht– Vertrauen, Intuition und Sichtbarkeit in künstlerischen Biografien Links & Credits:Monacensia · Waldemar-Bonsels-Stiftung  Hören:Website · Spotify · Apple Podcasts · YouTube  
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Dec 1, 2020 • 55min

Monacensia - Frauen in der Erinnerungskultur

Zurzeit sorgt eine spannende wie außerordentlich wichtige Kultur-Blogparade für Schlagzeilen. Die Blogparade mit dem vielversprechenden Namen #femaleheritage ist ein kooperatives Forschungsprojekt zum Kulturerbe und möchten Frauen in der Erinnerungskultur präsenter machen sowie das Bewusstsein für ihr Werk und ihr Wirken stärken. Initiiert wird die Blogparade von der Monacensia. Wir schätzen uns sehr glücklich, dass wir ein weiteres Mal in das Münchner Literaturarchiv eingeladen wurden, um dieses bedeutende Kulturprojekt mit einem 5- teiligen Podcastspecial unter dem Titel #femaleheritage zu begleiten und somit unseren Teil dazu beitragen, dass die Spuren all dieser wunderbaren kulturprägenden Frauen wieder sichtbar oder besser: hörbar werden. Unser Auftakt-Gast des Specials ist Anke Büttner, sie ist seit dem 1. Januar 2019 Leiterin des Monacensia im Hildebrandhaus, dem literarischen Gedächtnis der Stadt München, und weist uns auf wunderbar anschauliche Weise und mit sanfter Stimme in das auf 5 Jahre angelegte Projekt gegen das Vergessen von Frauen in Kunst und Kultur ein.

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