

Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast
Claudia Linzel
Kunstpodcast aus Ausstellungen, Ateliers und Sammlungen – über Prozesse, Entscheidungen, Kunstgeschichte und Gegenwart. Verständliche Gespräche, die die Relevanz von Kunst im Alltag greifbar machen.
Episodes
Mentioned books

Jan 14, 2022 • 1h 24min
Katharina Lehmann & Yasin Sarfraz: L'Appartement 58
Wenn ich das Wort Salon höre, denke ich als erstes an den Salon de Paris, eine Kunstausstellung, die 1667 von König Ludwig dem XIV initiiert wurde.
Ich denke auch an Avantgarde und Boheme, an französische Maler und weltweite Sammler, an die Weltausstellung und an den Salon des Refusés, der Geburtsstunde der Moderne.
Doch ich nehme euch heute nicht mit in die Galerie des Louvres des 19. Jahrhunderts, sondern in den Münchner Kunst Salon L’Appartement 58. Hier tummeln sich Künstler, Sammler und Philosophen in Schwabinger Boheme.
Ich freue mich sehr, dass mich das Künstlerpaar Katharina Lehmann und Yasin Sarfraz eingeladen haben, um ihre ganz persönliche Gründerzeit-Atmosphäre zu spüren und mit euch zu teilen.

Jan 7, 2022 • 57min
Hartmut Neumann: Über dem Realen
Ich verrate euch mal ein Detail meiner gut gehüteten Vergangenheit… ich habe geraucht.
Doch das ist gar nicht so wichtig, viel spannender ist es doch, herauszufinden, wie ich es geschafft habe, mit diesem Laster aufzuhören… und warum ich diese vermeintliche Unwichtigkeit hier – in einem Kunstpodcast thematisiere… Ganz einfach, an einem Sonntag im Mai vor vielen Jahren habe ich im Düsseldorfer Kunstpalast die Ausstellung Salvador Dali und Künstler des Surrealismus besucht… und oh Wunder – nach dieser Ausstellung habe ich von einem Moment auf den anderen keine Lust mehr aufs Rauchen gehabt. Ob es an Magrittes
„C’est ne pas une pipe“ gelegen haben mag? Ich würde es nun nicht beschwören, ich glaube das Werk wurde noch nicht mal gezeigt.
Fakt ist: Kunst tut Körper wie Geist gut …und welche Rolle spielt nun der Surrealismus? Na, der übt auf mich scheinbar eine ganz besondere Magie aus – geht es euch auch so?
Ich freu mich so, endlich und mit dieser Episode meinen Wunsch, ein wenig tiefer und traumhaft in den Surrealismus rund um André Breton, René Magritte und dem deutschen Maler Max Ernst einzutauchen, realisieren kann. Schauen wir mal, ob wir unser Bewusstsein ein wenig erweitern und wir eine Übereinstimmung zwischen Wirklichkeit und individueller Vision erreichen….
Und mit wem könnte ich dieses Gespräch besser führen, als mit dem vielfach preisgekrönten Kölner Künstler, Kurator, Sammler und Braunschweiger Professor Hartmut Neumann.

Dec 31, 2021 • 53min
Alexander Schwarz: David Chipperfield Architects
Der Potsdamer Platz, eigentlich ja „Platz vor dem Potsdamer Tor“. Hier wurde 1838 der Potsdamer Fernbahnhof eröffnet und somit der Grundstein für ein pulsierendes Quartier mit Grand-Hotels, boomender Gastronomie und dem Bau der berühmten Tiergarten Villen gelegt. Hier wurde die erste Ampel Europas errichtet, stetig Altes gegen Neues und Klassizismus gegen Neue Sachlichkeit ausgetauscht. Für das weltberühmte Amüsement stehen der Ufafilm Palast, der Europa Tanz Palast und das Café Piccadilly bzw das spätere Haus Vaterland Synonym.
Prominente Architektur spielte hier immer eine prägende Rolle.
Und es steht vermutlich außer Frage, dass der Expressionist Ernst Ludwig Kirchner nach seinem Umzug von Dresden nach Berlin hier Inspiration für seine Reihe „Berliner Straßenszenen“ fand. Und Eins davon trägt sogar den Titel „Potsdamer Platz“. Doch auf diesem Bild geht es gar nicht so sehr um den Platz als solches, sondern vielmehr um den Bezug der Figuren zueinander.
Und genau um dieses Thema und auch um eine besonders prägende Baukunst dreht sich die heutige Folge.
Ihr ahnt, worauf ich hinaus möchte… Das Original des Potsdamer Platzes von Ernst Ludwig Kirchner ist Teil der Sammlung der frisch wieder eröffneten Neuen Nationalgalerie, einst erbaut von Mies van der Rohe und nun achtsam modernisiert von David Chipperfield Arch.
Eine 60-jährige Museums- und Architekturikone, die nun von 2 ikonischen Architekten bespielt wurde. Doch wie kann das funktionieren?
Am besten klären wir dies direkt mit jemandem, der Erfahrung und tiefe Einblicke mitbringt.
Ich freue mich sehr, Alexander Schwarz zu begrüßen. Alexander ist Architekt und Partner von David Chipperfield Architects in Berlin und kann uns sicherlich sehr viel zu dem berühmten Bau am Potsdamer Platz von Mies van der Rohe erzählen.

Dec 28, 2021 • 1h 9min
Guido Fries: Die Kunst des Bauens
Neulich bin ich über ein Zitat gestolpert – im wahrsten Sinne des Wortes. Es lautet: „Meist ist angenommen worden, dass ein Bauwerk erst anfangen müsse ein Kunstwerk zu werden, wenn es mehr tue als dem bloßen Bedürfnis zu genügen.“ Das ist von Herrmann Muthesius.
Und da habe ich überlegt, es wäre doch mal spannend, die Kunst des Bauens näher zu durchleuchten. Was fällt uns denn als erstes ein, wenn wir an Baukunst denken? Die Kenner denken vielleicht an das Bild „das gelbe Haus“ von Vincent van Gogh oder an das „helle Haus“ von August Macke oder denken wir direkt an Architektur?
Tatsächlich in meiner heutigen Episode möchte ich die Kunst des Bauens ein bisschen besser kennenlernen. Mir zur Seite sitzt der Koblenzer Architekt Guido Fries, er mit Kreativität, Knowhow und dem Herz am rechten Fleck achtsam das Rheinland-pfälzische Architekturbild prägt – seit 20 Jahren.
Lieber Guido, ich bin ganz, ganz glücklich, dass wir 2 uns nun gegenüber sitzen und dank dir die Architektur ein bisschen besser kennenlernen. Aber verrate mir doch erstmal, wie bist du zur Baukunst gekommen?

Dec 24, 2021 • 1h 13min
Ursula Karven: #theloudervoices für die Seele
Eine laute Stimme für die Seele? Das klingt doch ein wenig nach Widerspruch, oder? Spricht das eigene und manchmal auch fremde Seelengefüge nicht eine stille und sehr persönliche Ebene an? Wie kann ich es also „wagen“ von lauter Stimme zu sprechen? Und das auch noch während der heißgeliebten besinnlichen Weihnachtszeit, einer Zeit des cosy Rückzugs…
Ich hol euch gerne ab… mit dieser Folge, eine besondere und das nicht nur wegen der Erstausstrahlung am heiligen Abend, möchte ich euch mitnehmen in die eigene Achtsamkeit. Ob es dabei spirituell zugehen wird, weiß ich noch nicht ganz genau … ich weiß nur, das meine Gesprächspartnerin in wenigen Tagen ihr neues Buch „Hexenzauber, Göttinnen und weiße Magie“ herausbringen wird.
Ganz vielleicht können wir euch ein kleines bisschen verzaubern und euch mitnehmen, um die Kunst der eigenen Achtsamkeit besser kennenzulernen. Wer weiß, vielleicht finden wir ja auch wunderbare Möglichkeiten, achtsam für unsere Umgebung ins neue Jahr zu starten.
Herzlich willkommen liebe Ursula Karven! Es ist so schön, dass wir in dieser Zeit zusammen finden – wenn auch für diesen Podcast ganz ungewöhnlich via Zoom.
Ganz sicher bin ich mir, dass wir Zwei die besondere Empathie unseres ersten Kennenlernens auch ins digitale übertragen können.
Es ist mir ein persönliches Anliegen, euch an dieser Stelle den Klick auf Ursula Karven Petition Gegen Belästigung und Gewalt in der Arbeitswelt auf change.org anzubieten. Schaut doch bitte einmal darauf und vielleicht möchtet ihr mit eurer Unterschrift auch eine Zeichen setzen. Habt von Herzen Dank.

Dec 17, 2021 • 53min
Judith Milberg: Verkörperung
Verkörperung… welche Bedeutung steckt eigentlich hinter diesem Wort?
Geht es um das Sichtbar-Werden von etwas Abstraktem in Gestalt einer Person? Oder um die Wechselwirkung von Psyche und Körper? Geht es um eine flexible, gar undirigierbare Metamorphose oder um eine fertige vielleicht starre Form? Und kann man sich immer wieder neu „verkörpern“?
Ich kann euch dazu keine Antworten liefern, doch ich durfte eine wunderbare Frau und Künstlerin kennenlernen, die intensiv über Wege und Werden nachdenkt. Ganz glücklich schätze ich mich, dass Sie uns ein Stück weit daran teilhaben lässt.
Herzlich willkommen, liebe Judith Milberg – so schön, dass du die Leichtigkeit der Kunst mit deiner Stimme und deinen Gedanken bereicherst.
Für die Unterstützung dieser Folge geht mein herzlicher Dank an SINGULART

Dec 10, 2021 • 1h 17min
Robert Müller-Grünow: Ich rieche Dich
Ich rieche Dich
Bitte was? Ist das ein Kompliment, oder möchtest du mir etwas durch die Blume sagen?
Weder noch…
Könnt ihr euch noch an die Anzeige des Parfums „Eternity“ mit Christy Turlington und Norbert Michalke ungefähr aus dem Jahr 2001 erinnern? Die Aussage ist so schön wie einfach… 2 Liebende, in dem Fall eine Frau und ein Mann können sich schlicht gut riechen. Sie scheinen sich zu sagen „Ich rieche dich“, wie ein ungewöhnliches und aufmerksames Synonym für „Ich liebe dich“.
Sie nutzen den gleichen Duft – und begegnen sich dadurch auf Augenhöhe, mehr noch, sie haben sich für die Ewigkeit gefunden.
Wie wichtig ist der Duft also für die schönste aller Emotionen, die Liebe? Geht die ewige Liebe gar nicht durch den Magen sondern vielmehr durch die Nase?
Das bringt mich zu der Überlegung, welchen Einfluss ein Duft generell auf unsere Empfindungen und unsere Erlebnisse nimmt… Und wo wir uns doch hier schon ganz ungewöhnlich auf das Hören und nicht auf das Sehen von Kunst einlassen, könnten wir uns doch auch mal mit der Frage auseinandersetzen, ob und wie Kunst riechen könnte….
Stellen wir diese Frage doch gleich einem leidenschaftlichen Kunstfreund und wahrem Experten für unseren wahrscheinlich emotionalsten Sinn… das Riechen.
Herzlich Willkommen und vielen Dank für Deine Zeit, Robert Müller-Grünow, Inhaber von Scentcommunication.
Und was sich hinter Scentcommunication verbirgt, erfahren wir am besten auch von dir. Doch vorab stell dich und deine Liebe zur Kunst einmal vor.

Dec 3, 2021 • 55min
Hubertus Hamm: Like Clouds
Clouds…Wolken… irgendwie sind sie doch die Bildhauer des Himmels. Wir verbinden mit ihnen Emotionen und Erlebnisse, reisen mit ihnen in die Ferne und in unser Inneres. Malen Bilder mit ihnen am Himmel – als Kind und als Greis… und driften mit Hesses und Goethes wohl gewählten Worten weit weg. Wolken entstehen und vergehen, ermutigen und ängstigen. Doch eins ist klar – vorbeiziehen lassen wollen wir sie in den seltensten Fällen ungesehen. Warum nur gerate ich nun so ins Schwärmen über Wolken? Clouds?
Like Clouds ist eine Arbeit des Künstlers Hubertus Hamm, es handelt sich um Lithophanien, die den Betrachter in all ihrer Fragilität in ihren Bann ziehen.
Ich geb es zu, bis zu dieser Episode wusste ich nicht, was eine Lithophanie ist. Sollte es euch ähnlich gehen, dann verrate ich es euch gerne… Eine Lithophanie ist eine Art Lichtschirmbild und macht ein Relief auf einem transluzenten Material, wie beispielsweise Porzellan, sichtbar. Ihre vollständige Wirkung entfaltet sich erst im Gegenlicht. Ganz wie eine Wolke – eben like Clouds.
Licht spielt auch in der Fotografie eine, wenn nicht die entscheidende Rolle…. Doch bevor ich mich um Kopf und Kragen rede, lassen wir lieber den Meister seines Fachs selber sprechen.
Herzlich willkommen Hubertus Hamm. Ich freu mich so sehr, mit dir über leuchten, verflüssigen und verbeulen zu reden – und nein dies wird kein Podcast über Chemie;-)
Für die Unterstützung dieser Folge geht mein herzlicher Dank an SINGULART
https://dieleichtigkeitderkunst.de/wp-content/uploads/VIDEO-2021-10-02-15-02-09.mp4

Nov 26, 2021 • 58min
In Watte gepackt? Museum Brandhorst
Ich könnte mir vorstellen, dass ihr sicherlich schon die ein oder andere Führung durch eine Ausstellung unternommen habt. Und dabei die ein oder andere spannende Kuriosität über Werk oder Künstler erfahren habt. Doch habt ihr euch bei einer Führung oder einem Gang durch die Kunst auch gefragt, was eigentlich passiert, wenn ein Werk nicht mehr vollständig ist, beziehungsweise wenn ein Werk von einem Haus zum nächsten zieht? Was dabei alles beachtet werden muss?
Als Beispiel im Frühjahr durfte ich die Ausstellung „Andy Warhol Now“ im Museum Ludwig in Köln erleben. Zahlreiche Werke Andy Warhols wurden ausgestellt, aber die sind ja nicht alle in der eigenen Sammlung. Sicherlich musste das ein oder andere Werk nach Köln gebracht werden. Was gilt es dabei zu berücksichtigen? Das finde ich total spannend und möchte das heute gerne mit Isabel Gebhardt, Restauratorin des Doerner Instituts im Museum Brandhorst klären.
Isabel hat sich ganz spontan Zeit für uns genommen, um mit uns die Restaurierung (oder heißt es gar Restauration?) näher kennenzulernen.

Nov 19, 2021 • 1h 3min
Dr. Astrid Fendt, Glyptothek: Reise in die Antike
Ihr wunderbaren Hörende, jetzt haben wir gemeinsam schon so viele Reisen quer durch Deutschlands zeitgenössische Kunst erlebt… wagen wir doch mal eine Reise der etwas anderen Art … mit dieser Folge möchte ich euch auf eine Zeitreise mitnehmen… und zwar… in die Antike. Dort wo Literaten, Philosophen und Bildhauer monumentale Werke schufen, die bis in die heutige Zeit von enormer Bedeutung sind.
Mit dieser Folge wandeln wir also auf den Spuren von Seneca, Homer und Athena, versuchen Mythen und Sagen der Römer und Griechen zu enkodieren und nehmen uns vor den Augen der Medusa in Acht. Aber warum eigentlich?
Das finden wir heraus – gemeinsam mit Dr. Astrid Fendt, Konservatorin der Glyptothek und der Antikensammlungen am Königplatz.
Und ganz besonders bedanke ich mich bei der zertifizierte Münchner Gästeführerin Stephanie Zimmermann für die schönen Fotos aus der Glyptothek.
Für die Unterstützung dieser Folge geht mein herzlicher Dank an SINGULART


