Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Claudia Linzel
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Mar 18, 2022 • 53min

Frederic Auerbach: Hollywood Eclectic

Hollywood… dabei denkt ihr bestimmt an Stars und Sternchen, Oscar und Walk of Fame… doch erinnert ihr euch auch an George Hurrell? George Hurrell war kein Filmstar sondern ein US-amerikanischer Portrait- und Modefotograf sowie Schöpfer der Hollywood-Glamour Fotografie. Als Rembrandt von Hollywood schuf er unvergessen verführerische Porträts von Marlene Dietrich, Bette Davis und Sharon Stone – und auch Männer wie Clark Gable, Gary Cooper und Warren Beatty erhielten durch seine Linse eine Extraportion Glamour. Ihr merkt schon, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus… Wie gerne würde ich mich auch mal mit einem echten Portrait- und Fashionfotografen aus dem legendären Hollywood unterhalten. Würde Hurrell noch Leben, hätte ich vielleicht eine kleine Chance, denn seine Mutter kam aus Baden-Baden. Doch nun kann ich leider keine Toten zum Leben erwecken und eine Hommage möchte ich an dieser Stelle auch nicht starten… aber ich kann ja im Hier und Jetzt mit einem wunderbaren weitgereisten Gast handeln und diesem Podcast einen Hauch Hollywood-Glamour verleihen. Proudly present: Frederic Auerbach – dir wunderbarem und international renommiertem Fotograf mache ich jetzt ein Angebot, dass du bestimmt nicht ablehnen kannst… keine Sorge – unmoralisch wird es nicht… doch ich möchte sehr viel von dir wissen. Also sieh‘ mir in die Augen und verrate mir, warum „Es gar nicht leicht ist, so schön zu sein, wie man aussieht“ bzw. Was du unter Hollywood eclectic verstehst – und großzügig wie ich bin, schenke ich dir nun die Möglichkeit, uns an deinem Weg zur Fotografie teilhaben zu lassen. Wird er mein Angebot annehmen?
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Mar 11, 2022 • 59min

Tilo Baumgärtel: Morpheus

Heute möchte ich mit euch einen Zeitsprung in eure eigene Vergangenheit wagen… woran erinnert ihr euch, wenn ihr an eure Teeniejahre denkt? Spielen Glitzershirts und Leggins eine Rolle? Haargel, Lederjacke und the cure in Dauerschleife aus dem Walkman? Möglicherweise Unsicherheiten mit Freunden, der ersten Liebe in einem mehr oder weniger behüteten Elternhaus? Denkt ihr an unbändigen Willen und große Vorbilder? Wofür habt ihr euer Taschengeld ausgegeben und welche Hobbies waren euch möglich? Welche Filme habt ihr geschaut, die euch auch durch eure 20er, 30er und 40er begleitet haben? Wie hat es sich angefühlt, als ihr festgestellt habt: Oh, so ganz läuft das Leben nicht, wie ich es mir damals vorgestellt habe… wie seid ihr mit diesem Wendepunkt umgegangen? Für mich ist damals alles recht behütet abgelaufen, ich blicke auf generische Herausforderungen zurück und hätte durchaus einen sehr regelkonformen Weg einschlagen können. Ich bin im Westen aufgewachsen und musste mich mit keiner gemeinschaftlichen Identitätskrise auseinandersetzen, sondern konnte mir stets Gedanken um meinen eigenen kleinen Kosmos machen… Wie fühlt es sich nun an, wenn man im Leipzig der 70er Jahre aufwächst? Wie fühlt es sich an, wenn man einen Plan hat und dieser Plan wird mit Beginn des eigenen Existenzaufbaus komplett durcheinandergewirbelt… Das möchte ich heute herausfinden, und freue mich so sehr, dass ich mich dazu mit Tilo Baumgärtel unterhalten darf… Und natürlich schlagen wir auch eine Brücke in die Gegenwart.    
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Mar 4, 2022 • 56min

Hans-Peter Wipplinger, Leopold Museum: Wiener Moderne

Die Wiener Moderne, eine sehr kurze Epoche voller gewaltiger Ambivalenz: Aufbruchstimmung steht Zukunftsangst gegenüber, Erotik begegnet Tod, Enthusiasmus stößt an Melancholie. Im Fokus dieser Zeit stehen Dekadenz, Ich-Findung, Fortschritt, Mut und emotionale Zerrissenheit. L’art pour l’art, Jugendstil und ein Widersetzen des Naturalismus stehen Synonym für die Ästhetik der Zeit zwischen 1890 und 1910. Und Künstlerpersönlichkeiten wie das enfant terrible Egon Schiele und sein Mentor Gustav Klimt prägen das kulturelle Erbe dieser spannungsgeladenen Jahrhundertschwelle. Doch bevor ich mich in meiner Faszination gegenüber der Wiener Moderne verliere, wenden wir uns lieber meinem heutigen Gesprächspartner zu. Sehr stolz bin ich, dass uns Hans-Peter Wipplinger, Direktor des Leopold Museums, noch mehr über die Zeichen dieser Zeit, den Secessionist Gustav Klimt, den Zugliebhaber Egon Schiele und vor allem Einblicke in das Leopold Museum einweihen wird.  
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Feb 25, 2022 • 1h 20min

Dr. Stefan Gronert: True Pictures?

Dr. Stefan Gronert, Kurator für Fotografie am Sprengel Museum in Hannover, thematisiert die komplexe Beziehung zwischen Fotografie und Wahrheit. Er beleuchtet, wie Bilder unsere Wahrnehmung beeinflussen und welche Rolle Fotografen im Interpretationsprozess spielen. Außerdem denkt er über den Einfluss der Düsseldorfer Fotoschule nach und reflektiert über Werke von Nan Goldin und Cindy Sherman. Insbesondere wird diskutiert, wie Digitalisierung Genderfragen in der Fotografie neu aufwirft und wie gesellschaftliche Normen durch Bilder herausgefordert werden.
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Feb 18, 2022 • 57min

Alexandra von Arnim, Fritz Koenig Museum - The Sphere

Was fällt euch ein, wenn ihr an eine Kugel denkt? Denkt ihr spontan an das Murmelspiel aus der Kindheit oder an Rumkugeln bzw Rotation, denkt ihr an eine geschlossene Einheit oder an das Ganzheitliche oder seht ihr womöglich den Gegensatz zu etwas eckigem? Jetzt fragt ihr euch sicherlich, worauf ich an spiele? Im vergangenen Jahr jährte sich der Jahrestag des Anschlags auf das World Trade Center in New York bereits zum 20.Mal. Doch wo ist nun die Verbindung zu der Frage nach der Kugel? Vielleicht erinnert sich der ein oder andere… zwischen den Zwillingstürmen befand sich eine imposante Brunnenanlage mit einer Bronzeplastik in Form eines stilisierten Globus. Dieser Globus trug den Namen Große Kugelkaryatide und ist überraschenderweise während der Terroranschläge nicht zerstört worden. Heute ist das bronzeschimmernde Kunstwerk bedeutendes symbolisches Mahnmal gegen den Terror. Geschaffen und gestaltet von dem deutschen Bildhauer Fritz Koenig. Und in sein Künstlermuseum nehme ich euch heute mit und bin Dr.  Alexandra von Arnim überaus dankbar, dass sie uns heute den Mensch und Künstler Fritz Koenig näher bringen wird.  
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Feb 11, 2022 • 58min

Eva Schlegel: Ästhetik der Unschärfe

Vielleicht habt ihr euch schon mal gefragt, woher meine Liebe zur Vielfragerei kommt. Möglicherweise ist gar nicht das Stellen der Fragen der Motor, sondern eher die Suche nach den Antworten. Unterschiedlichste Antworten von unterschiedlichsten Menschen in unterschiedlichsten Situationen und an unterschiedlichsten Orten. Natürlich könnt ihr mir jetzt entgegensetzen, dass eine Suche immer auch in einem Ankommen zum Ziel werden sollte. Doch da halte ich gegen. Ist Suchen nicht auch eine Form der immer erweiterbaren Wahrnehmung? Und muss Wahrnehmung immer klar fokussiert sein, oder kann sie auch diffus, leicht verschwommen auf uns wirken und uns so ein Stück weit sanft und doch nachhaltig prägen? Muss alles auf den ersten Blick ersichtlich und klar erkennbar sein? Oder ist eine gewisse durchaus weiträumige Unschärfe sogar deutlich raumgreifender und auch poetisch-ästhetisch? Um mögliche Antworten auf diese Fragen zu finden, reise ich mit euch nach Wien und zwar zur Tirolerin des Jahres 2011. Und wie die Brücke zwischen Tirol und Wien geschlagen wird, finden wir gleich auch heraus. Doch jetzt begrüße ich voller Vorfreude die wahnsinnig spannende und sicherlich auch eine der bedeutendsten Künstlerinnen Österreichs Eva Schlegel hier in ihrem Wiener Atelier.   Infos zu den Videos (Screenshots)/Fotos: Videos Palermo: Eva Schlegel The Pavilion, 11.10 -– 30.11. 2021, Augemted reality instalation Cantieri Culturali alla Zisa, a cura di Gerald Matt und Jürgen Weishäupl Realization: 2MVD Videocredits: Eva Schlegel, Video of AR-Instalation Palermo, 2021 (Realization: 2MVD) © Eva Schlegel Exhibition views: Three Fates Ambreen Butt | Chitra Ganesh | Eva Schlegel 13.1. – 6.2. 2022 Gallery Wendi Norris Fort Mason Pier 2 San Francisco Fotocredits: Eva Schlegel, untitled, mirror sculpture, 2022, exhibition view Three Fates, San Francisco ©Foto: Gallery Wendi Norris Eva Schlegel 2009 CUC Berlin Siebdruck auf Blei je 123 x 183 cm (6 Bilder je 123 x 183 cm) Eva Schlegel 20210 MAK erotische Arbeiten – gefundene Amateurfotos Öl/Lack auf Kreidegrund Bild im Vordergrund 80 x 120 cm Eva Schlegel 2013 MMKK unscharfe Texte Siebdruck auf Glas je 180 x 113,3 cm Eva Schlegel untitled (Porno) 32 x 24 cm Öl Lack auf Kreidegrund Sir Mark Haukohl Collection zuletzt gezeigt im LACMA Los Angeles Eva Schlegel 1995 Biennale Venedig unscharfer Text auf Fassade
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Feb 4, 2022 • 53min

Sotheby's Wien - Andrea Jungmann

Ganz sicher bin ich mir, dass drei Liebhaber Aufrufe – entschuldigt Ausrufe ausreichen und ihr ahnt, auf welches spannungsgeladene Gefecht ich heute hinaus möchte: Zum Ersten: Karl Lagerfelds Chanel-Tasche für 94.500Euro Zum Zweiten: – eine meine Lieblingskünstlerinnen – Janis Joplins Porsche für 1,6Millionen Euro Und zum Dritten: Banksys zerschreddertes Girl with ballon für 22,2 Millionen Euro Ihr habt es herausgefunden – ich darf heute zu Gast sein in dem legendären Auktionshaus Sotheby‘s – und zwar in Wien, einer Stadt mit charmanten Schmäh und avantgardistischem Art Nouveau, dem vielleicht dekorativsten Stil des 20. Jahrhunderts. Hier im historischen Palais Wilczek treffe ich auf Magistra Andrea Jungmann, seit 2001 Geschäftsführerin des Hauses. Ganz gespannt bin ich nun, von Andrea ganz ohne Limit und erst recht nicht unter Vorbehalt auf fine Art durch die Wiener Repräsentanz von Sotheby‘s geführt zu werden. Weitere Gespräche aus der Reihe Sotheby’s
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Jan 28, 2022 • 1h 1min

Dr. Sandra Pisot, Hamburger Kunsthalle: Love Letters

Ich habe einen Lieblingssong –  gut nicht nur einen – aber von diesem speziellen möchte ich euch erzählen. Er heißt Love Letters und ist von Metronomy. So richtig schön kann ich mitsingen und wünschte mir, dass ich den Liebesbrief von „far across the sea“ erhalten würde. Im Jahr 2022 ist das alles auch so herrlich einfach, Email, Whatsapp oder Instagram. Gut, so richtig romantisch ist das nicht. Schöner wäre es doch etwas persönliches in den Händen zu halten – vielleicht auch ein Bild mit den Worten „Loveletter“. Apropos wie wurden eigentlich früher Liebesbriefe überbracht? So einfach über den Atlantik ging das ja nicht… Wie wurde im alten und vielleicht auch ein bisschen konservativem Europa mit der Situation von kleinen und pikanten Alltagssituationen umgegangen und … gibt es einen Bezug zu dieser damaligen klasse Gesellschaft ins Heute? Finden wir es doch mal heraus… und ganz besonders freue ich mich, dass ich dazu eine Gesprächspartnerin gewinnen konnte, die ich schon seit der ersten Stunde des Podcasts auf meiner persönlichen Wunschliste stehen habe. Nun ist also der perfekte Moment gekommen, dass wir uns über deine Ausstellung unterhalten. Herzlich willkommen und schön, dass du da bist, liebe Dr. Sandra Pisot, Leiterin der Sammlung Alte Meister der Hamburger Kunsthalle sowie Kuratorin der aktuellen Ausstellung „Klasse Gesellschaft – Alltag im Blick der niederländischen Malerei “ in welcher Werke der niederländischen Meister mit Arbeiten von Lars Eidinger und Stefan Marx in Verbindung gebracht werden. Aber bevor wir uns dem ironischen Treiben der alten und neuen Meister widmen…. Bin ich gespannt, was wir noch von deinem Weg kennenlernen dürfen Für die Unterstützung dieser Folge geht mein herzlicher Dank an SINGULART
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Jan 21, 2022 • 56min

Dr. Elke Backes - Art im Dialog

Ich geb‘s ja immer wieder gerne zu… ich bin eine Quereinsteigerin, die ihre brennende Leidenschaft für die Geschichten hinter der Kunst erst recht spät gefunden hat und ich staune jedesmal, welche wunderbaren Menschen mit mir in den Dialog treten. Oft denke ich, dass meine Gesprächspartner mir mit teils jahrelanger Expertise gegenübersitzen und bin sehr dankbar, dass sie sich mit mir auf niederschwellig unterhaltsame Weise unterhalten. Eine Frau, von der ich insgeheim ein Fan der ersten Stunde bin. Nicht nur aufgrund ihrer legendären Outfits und ihrem feurigen Haar, sondern vor allem aufgrund ihrer unkonventionellen Herangehensweise Kunst erlebbar zu machen – und zwar für jedermann. Ich freue mich so sehr, dass mit dieser Folge die Kunsthistorikerin, Art-Influencerin, Kunstjournalistin und Kunstbloggerin Dr. Elke Backes mit mir in den Art-Dialog tritt.
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Jan 14, 2022 • 1h 24min

Katharina Lehmann & Yasin Sarfraz: L'Appartement 58

Wenn ich das Wort Salon höre, denke ich als erstes an den Salon de Paris, eine Kunstausstellung, die 1667 von König Ludwig dem XIV initiiert wurde. Ich denke auch an Avantgarde und Boheme, an französische Maler und weltweite Sammler, an die Weltausstellung und an den Salon des Refusés, der Geburtsstunde der Moderne. Doch ich nehme euch heute nicht mit in die Galerie des Louvres des 19. Jahrhunderts, sondern in den Münchner Kunst Salon L’Appartement 58. Hier tummeln sich Künstler, Sammler und Philosophen in Schwabinger Boheme. Ich freue mich sehr, dass mich das Künstlerpaar Katharina Lehmann und Yasin Sarfraz eingeladen haben, um ihre ganz persönliche Gründerzeit-Atmosphäre zu spüren und mit euch zu teilen.  

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