Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast

Claudia Linzel
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May 20, 2022 • 60min

Hans Aichinger: Wahrheit oder Pflicht

Gebt‘s zu… bei „Wahrheit oder Pflicht“ denkt ihr sofort an das gesellige Partyspiel, indem man soviel Neues, Geheimes und manchmal auch Pikantes von seinen Freunden und Bekannten erfährt. Spontan sind euch sicherlich lustige Erinnerungen und erste Fragen eingefallen. Ein bisschen neugierig bin ich ja schon, welche Details euch so interessieren würden… Apropos Detail…  meinem heutigen Gesprächspartner wird eine außerordentlich große Liebe zum malerischen Detail nachgesagt. Und mit diesem möchte ich heute das Spiel Wahrheit oder Pflicht spielen… wie gut, dass er zu genau diesem Thema bereits ein Buch publiziert hat. In der Spinnerei Leipzig treffe ich Hans Aichinger in seinem Atelier  und bin gespannt, ob wir auch ein bisschen was Neues, Geheimes und vielleicht auch Pikantes über ihn und sein Werk erfahren werden. Soviel verrate ich schon vorab… Hans hat sich ganz und gar nicht verpflichtet gefühlt, sondern ganz wahrheitsgemäß viel von seinem Weg erzählt.
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May 13, 2022 • 51min

Natascha Schmitten: Berührung Beobachten

Vor ein paar Tagen habe ich ein interessantes Interview mit dem Philosophen und Bestsellerautor Wilhelm Schmid gelesen. In diesem Gespräch ging es um… Berührung. Und ihre vielen Ebenen. In erster Linie denken wir bestimmt an … die körperliche Berührung. Ein sanftes Streicheln, eine sinnliche Liebkosung… Prof Schmid ging darüber hinaus auch auf die seelischen bzw. geistigen Berührungen ein. Die Berührungen, die Beziehungen aufbauen, Zusammenhänge schaffen und unsere Energien anregen und dabei unsere Gefühle tief durchdringen. Dieses außerordentliche Berühren findet wie ein leiser Hauch auf gedanklicher Ebene statt … zum Beispiel beim Betrachten eines Bildes … Diesen Gänsehautmoment beim Betrachten kenne ich sehr gut, doch wie gelingt es eigentlich, diesen leisen Hauch einer Berührung künstlerisch darzustellen…? Fragen wir dies doch eine Künstlerin, von der folgendes schöne Zitat stammt: „Für mich ist der Pinselstrich eine Berührung, die ins Schwingen gebracht wird.“ Und damit bin ich mir sehr sicher, dass euch meine heutige Gesprächspartnerin – die Künstlerin Natascha Schmitten – ein besonders schönes Gefühl einer „gehauchten Berührung“ vermitteln kann, indem sie uns mitnimmt auf ihre symbiotische Reise aus Abstraktion und Figurativ. Liebe Natascha, now its your turn – suus viccisim – bitte stell dich doch einmal vor…      
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May 6, 2022 • 1h 2min

Dr. Stefan Weppelman, Museum der bildenden Künste: Bilderkosmos Leipzig

Wenn ich an Leipzig denke…dann fällt mir Auerbachs Keller und Mephistos Schuh ein, ich denke an Küssen verboten und keinen Zentimeter und natürlich an Leipziger Allerlei. Doch da es sich hier ja um einen Kunstpodcast und nicht um den Genuss von Essen & Trinken sowie Musik drehen sollte, gebe ich zu, dass ich sofort auch einen Leipziger Bilderkosmos bestückt durch Max Beckmann, Wolfgang Mattheuer, die Leipziger Schule, die Hochschule für Grafik und Buchkunst, Professor Neo Rauch, die Spinnerei und natürlich das Museum der bildenden Künste vor Augen habe. So gerne möchte ich mit euch tiefer in dieses aufgeladene Potpourri eintauchen und Leipzigs Kunstszene der vergangen sagen wir mindestens 1000 Jahre ein bisschen besser kennenlernen. Und wo könnten wir einen besseren Einblick gewinnen, als im MdbK, dem Museum der bildenden Künste in Leipzig. Ganz besonders freue ich mich, dass mir zur Seite Dr. Stefan Weppelmann, Direktor des Hauses, sitzt und uns in seinen Bilderkosmos Leipzig mitnimmt. Doch bevor wir über Leipzigs Geschichte zur Kunst sprechen, möchte ich erst etwas über Stefan erfahren…  
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Apr 29, 2022 • 2h 9min

KZ-Gedenkstätte Dachau

Ihr Lieben, … so gerne starte ich mit positiver Leichtigkeit in jedes neue Thema, bin neugierig auf mein Gegenüber, gespannt auf die mir anvertrauten Geschichten, blicke amüsiert auf die kommenden Anekdoten, freue mich auf das gemeinsame Lachen und versuche – in aller Sensibilität – auch auf ernstere Themen einzugehen. Allen Episoden gemeinsam ist, dass ich meist recht unbedarft in ein Gespräch einsteige und mich gerne von meinen Gästen in aller Leichtigkeit in neue gerne auch tiefergehende An- und Einsichten mitreißen lasse. Doch mit dieser Folge widme ich mich dem wahrscheinlich sensibelsten Thema der jüngeren deutschen Geschichte. Ich nehme euch mit in eine historische Stätte, die Synonym für: gegen das Vergessen steht, ich nehme euch mit in die KZ Gedenkstätte in Dachau. Ich bin 42 Jahre alt – und es scheint verwunderlich, doch es ist mein erster Besuch in der KZ Gedenkstätte Dachau. Möglicherweise denkt ihr nun… Warum? Ich habe keine Antwort darauf. Spielt vielleicht auch keine Rolle. Wichtig ist, dass wir nun – um den Zeitpunkt der Befreiung am 29.April 45 – diese Chance wahrnehmen und zusammen mit meiner Gesprächspartnerin Stephanie Zimmermann, langjährige Referentin der Gedenkstätte, mehr über Alltag, Kunst und Willkür während der Zeit des Lagerbestehens erfahren. Ganz besonders freue ich mich, dass wir im Anschluss dieses Gesprächs die authentische wie grausame Geschichte des Zeitzeugen Abba Naor erfahren dürfen. Es fällt mir schwer, nun einen von Leichtigkeit geprägten Einstieg zu finden…  
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Apr 26, 2022 • 58min

Désirée von Bohlen und Halbach: Lieb den Moment

Wenn nicht jetzt, wann dann,… das Leben ist kurz, die Kunst ist lang (von Hippocrates)… und natürlich Carpe diem… sicherlich sind euch diese stereotypen Kalendersprüche mehr als geläufig. Vielleicht motivieren sie euch in ihrer positiven Ansprache, vielleicht stoßen sie euch in ihrem Klischee auch ab… Sehr wahrscheinlich ist es, dass ihr euch sofort an noch viele weitere Sprüche, Zitate und Aphorismen rund um das Thema „Lieb den Augenblick“ erinnern könnt. Erinnern… ist euch schon einmal aufgefallen, dass in diesem Wort auch das Wort „inne“ steckt. Inne wie aus dem Innern, Innehalten…  Ist es tatsächlich unsere innerste Sehnsucht, wirklich im Hier und Jetzt leben zu können, keine Angst vor dem Morgen, und kein Zurücksehnen des Gestern?­­­­ Ganz schön leicht gesagt, wenn man sich ziemlich sicher sein kann, die Prägungen der Vergangenheit als jederzeit abrufbaren Schatz mitzunehmen…. Doch wie fühlt es sich an, wenn diese Puzzleteilchen auf einmal nicht mehr abrufbar sind… wenn man das Gefühl hat, der eigene innere Kern löst sich immer weiter auf… Man weiß nicht mehr wer man ist und was man als nächstes verlieren wird… Wie fühlt es sich weiter an, wenn ein geliebter Mensch auf einmal nicht mehr er selbst zu sein scheint… Müssen wir stillschweigend leiden, weil wir eine fragile Struktur erahnen, gar ein mögliches Tabu … oder stehen wir auf und fangen an zu kämpfen. Vieles was einst selbstverständlich war, wird nun sehnsüchtig herbeigewünscht, um es zukünftig achtsamer zu pflegen… Heute nehme ich euch mit, auf eine ganz achtsame Reise gegen das Vergessen und für das neue Sehen… Ich nehme euch mit zu einer Frau, die im ersten offensichtlichen Moment gar nicht so sehr für das Thema Kunst steht… obwohl ihr Leben von Anfang an durch die Kunst geprägt wurde…. Ich nehme euch mit zu Désirée von Bohlen und Halbach. Eine Frau, die ihrem eigenen inneren Antrieb folgend sich mit ganzer Kraft für Menschen einsetzt, die sich Tag für Tag mit der großen Angst vor dem Vergessen auseinandersetzen müssen. Nicht weil sie gegen lapidare Kalendersprüche ankämpfen, sondern weil sie Angehörige von Menschen mit Demenz sind. Meist lautet meine Eingangsfrage: Bitte stell dich und deinen Weg in die Kunst vor… doch Désirée stelle ich die Frage, wie hat dich Kunst von Anfang an begleitet?  
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Apr 22, 2022 • 1h 8min

VogelArt: Herz und Reiz

Ihr kennt diesen Moment. Ihr steht vor einem Werk und spürt: hier wurde unsichtbares sichtbar gemacht. Gedanken, Gefühle, Stimmungen, Phantasie und vermeintlich Verlorenes wurde auf Leinwand übertragen. Bewegungen und Erinnerungen in Form und Skulptur gebracht. Ihr möchtet stundenlang vor diesem Werk stehen, eintauchen, es verstehen, suchen, vielleicht finden, einfach treiben lassen… Ihr seid fasziniert, möchtet verstehen… diesen Moment nicht mehr hergeben. Euer Herz sagt… Ich möchte, dass dieser besondere Moment Teil deines Zuhauses wird. Und dann kommt der Verstand…. Der diesem Reiz, diesem Verlangen einfach nicht nachgeben will… Ehrlich gesagt: Ich mag diesen Moment gar nicht gerne, wenn ich mich insgeheim fragen muss… Kann ich mir denn diesen schönen Moment in meinem eigenen Zuhause leisten? Möglicherweise kann ich mir die ersehnte Kunst von Brigitte Kowanz, Michael Sailstorfer, Jenny Brosinski, Carsten Fock oder Friedrich Kunath gar nicht leisten… Ich bin mir sicher, der ein oder andere kennt diese Frage auch nur zu gut… Gibt es denn für dieses Dilemma eine Lösung? Na klar… Mit dieser Episode stelle ich euch Sebastian Vogel vor, einen faszinierenden  Mensch, dessen Herz von Kindesbeinen an für die Kunst geschlagen hat. Und der nach der ein oder anderen Station, dem Reiz oder besser seinem inneren Wunsch folgend nun mit den bemerkenswertesten Künstlern unserer Zeit eng und freundschaftlich zusammenarbeitet…um die Liebe zur Kunst im eigenen Heim doch dem ein oder anderen zu ermöglichen. Und wie ihm dies gelingt, das erfahren wir nun direkt von Sebastian.    
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Apr 15, 2022 • 1h 4min

Michael Schmidt-Ott: Freundschaf(f)t

Heute wird es sehr persönlich…. Denn ich möchte euch an meinen Gedanken zum Thema Freundschaft und Engagement teilhaben lassen… Freundschaft das ist so ein großes Wort… Wann ist man Freund? Wenn man sich stets im Guten gesonnen ist? Gemeinsam durch dick und dünn geht? Wenn man sich nah ist und viele Unternehmungen machen kann? Oder ist eine Freundschaft mehr, dass man auch auf die Distanz erkennt, dass man weiß, dieser Mensch steht zu mir. Dieser Mensch unterstützt mein Denken und Handeln mit all seiner Achtsamkeit und im Gegenzug kann er sich auch stets mich stützen? Wie fragil ist heutzutage das Konstrukt Freundschaft? Ist es eine bloße Floskel geworden? Ich wurde eines besseren belehrt – und zwar von einem Mann, der mir gezeigt hat, dass Freundschaft über 1.000 km Bestand hat – das ein häufiges Sehen und Unternehmungen machen nicht der Maßstab ist, sondern dass zuhören raten, motivieren und kritisch achtsam hinterfragen eine echte Beziehung ausmachen. Dieser Mann hat mich – bevor ich ihn einen Freund genannt habe – in einer besonderen Tugend beeindruckt. Fürsorge. Fürsorge für Menschen, denen es aufgrund von tragischen Umständen nicht ermöglich sein wird, das Leben in all seinem Reichtum noch lange genießen zu können. Dieser Mann, den ich euch heute vorstellen möchte ist mein Freund Michael Schmitt-Ott, ein tief-empathisch Kunstliebender Mensch und Organisator der Charity-KunstAuktion für das CS-Hospiz in Wien und im Herbst 2023 für Desideria Care, einem Verein der sich für die Angehörigen von Menschen mit Demenz einsetzt.  
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Apr 8, 2022 • 1h 32min

Dr. Matthias Harder, Helmut Newton Foundation

Was meinen wir, wenn wir voller Inbrunst betonen: Das ist aber ein großes Kino! Spielen wir damit auf die großen Hollywood-Filme an oder denken wir schlicht an einen großen Kinosaal? Oder – Möglichkeit 3 – wollen wir auf ein ungewöhnliches Spektakel hinweisen, auf etwas das wirklich absolut sehenswert, gar beachtlich herausragend ist? Also… ich verwende diese Redensart gerne, wenn ich die Wahrnehmung meines Gegenübers schon leicht und in voller Vorfreude schärfen möchte. Auch denke ich an Großes Kino, wenn ich meiner Phantasie im Sinne von Nouvelle Vague und Fellinis La dolce Vita freien Lauf lassen kann. Apropos Frederico Fellini … er hat mal gesagt, „Erfahrung ist das, was man bekommt, wenn man nach etwas anderem sucht.“ Und nun kommt alles zusammen, denn gerne möchte ich eure Wahrnehmung auf das kommende Gespräch schärfen, eure Phantasie reizen und euch etwas vermachen, wonach ihr vielleicht noch nicht gesucht habt… ach ja das Setting spielt natürlich auch eine Rolle… stellt euch eine Straße in Paris vor… vielleicht die Rue Aubriot – nachts um 4 und ihr seht 2 Frauen… die eine mit Zigarette in der Hand lasziv wartend im Smoking von Yves Saint Laurent … und die Zweite ist… huuuu naked… Jetzt habt ihr es erraten… ich nehme euch mit in die Helmut Newton Foundation. Und mit dieser Folge werden wir sicherlich so einiges über den Storyteller Helmut Newton und sein Vermächtnis erfahren – also Bühne frei für Dr. Matthias Harder. Herzlichen Dank für die Einladung zu diesem besonders großen Kino in der absolut sehenswerten Berliner Jebensstraße…
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Apr 1, 2022 • 1h 18min

Leica | Karin Rehn-Kaufmann & Till Brönner | Kunstpodcast

Leica steht im Zentrum dieser Podcastfolge über Geschichte, Bildjournalismus und den fotografischen Blick auf den Menschen. Sind wir nicht längst alle Fotograf:innen?Mit dem Smartphone in der Hand halten wir unseren Alltag fest, fotografieren Begegnungen, Orte und Situationen – oft uns selbst. Bilder entstehen permanent, werden geteilt, kommentiert und weitergeschoben. Fotografieren ist zur alltäglichen Geste geworden. Diese Podcastfolge setzt genau hier an und stellt eine weiterführende Frage: Was bedeutet Fotografie, wenn sie mehr sein soll als Momentaufnahme? Und welche Rolle spielt dabei eine Kamera, deren Geschichte eng mit dem Bildjournalismus und dem fotografischen Blick auf den Menschen verbunden ist? Geschichte, Bildjournalismus und Humanität Leica steht für einen entscheidenden Wendepunkt in der Fotografie: die Entwicklung der handlichen Kleinbildkamera, die es Fotograf:innen erstmals ermöglichte, sich frei zu bewegen und nah an Menschen und Situationen zu arbeiten. Im Gespräch wird deutlich, dass die Kamera nicht als technisches Produkt verstanden wird, sondern als Voraussetzung für eine neue Form des Sehens. Die Kamera wurde zum Werkzeug für Reporter:innen und Fotograf:innen, die gesellschaftliche Wirklichkeit dokumentierten – direkt, beweglich und auf Augenhöhe. Die Folge geht ausführlich auf die Rolle von Leica in der Geschichte des Bildjournalismus ein. Leica Kameras wurden zu Begleitern historischer Ereignisse, Alltagsbeobachtungen und sozialer Dokumentationen. Fotografien entstanden nicht aus der Distanz, sondern aus der Nähe zum Geschehen. Thematisiert wird, wie diese Form der Fotografie unser kollektives Bildgedächtnis geprägt hat – und warum viele der ikonischen Fotografien des 20. Jahrhunderts ohne Leica kaum denkbar wären. Leica steht hier für eine Haltung, die Beobachtung, Verantwortung und Präsenz miteinander verbindet. Der Titel der Folge, Humanity, dient als gedanklicher Rahmen für das Gespräch. Es geht um die Frage, wie Humanität in Fotografien sichtbar wird – nicht als moralischer Anspruch, sondern als Konsequenz eines respektvollen Blicks. Im Mittelpunkt stehen Menschen, die nicht inszeniert sind, sondern in realen Lebenssituationen gezeigt werden. Die Folge thematisiert, wie Fotografie Würde bewahren kann und welche Verantwortung Fotograf:innen tragen, wenn sie Menschen abbilden, die sich in verletzlichen oder außergewöhnlichen Situationen befinden. Karin Rehn-Kaufmann über Leica und Verantwortung Im Gespräch mit Karin Rehn-Kaufmann geht es um ihre Arbeit bei Leica, um den Umgang mit dem fotografischen Erbe und um die Verantwortung, die mit Bildern verbunden ist. Sie spricht über die Bedeutung von Archiven, Ausstellungen und der bewussten Auswahl fotografischer Positionen. Thematisiert wird, wie Leica als Marke mit ihrer eigenen Geschichte umgeht und warum es wichtig ist, Fotografien nicht isoliert zu betrachten, sondern im historischen, gesellschaftlichen und menschlichen Kontext. Till Brönner über Fotografie, Nähe, Beobachtung und die Schirmherrschaft des Ernst Leitz Museums Im zweiten Teil der Folge stößt Till Brönner zum Gespräch. Er spricht über seine eigene fotografische Praxis und darüber, wie sein musikalischer Hintergrund seinen Blick auf Menschen beeinflusst. Im Fokus stehen Beobachtung, Geduld und Nähe. Fotografie wird als Prozess beschrieben, der Aufmerksamkeit erfordert und nicht auf schnelle Effekte zielt. Till Brönner spricht über Menschen im urbanen Raum, über Gesichter, Situationen und darüber, wie Fotografien entstehen, wenn man sich Zeit nimmt. Leica zwischen Geschichte und Gegenwart Diese Podcastfolge verbindet die Geschichte von Leica mit aktuellen Fragen der Fotografie. Sie zeigt Leica Fotografie als kontinuierliche Linie – von den Anfängen des Bildjournalismus bis zur heutigen Bilderflut. Humanity steht dabei für eine Fragestellung, die sich durch das gesamte Gespräch zieht: Wie schauen wir auf Menschen – und was erzählen unsere Bilder über diese Haltung? Leica Fotografie wird in dieser Folge nicht als abgeschlossenes Kapitel betrachtet, sondern als fortlaufende Geschichte. Von den Anfängen der Kleinbildkamera über den Bildjournalismus des 20. Jahrhunderts bis zur heutigen Bilderflut spannt das Gespräch einen Bogen, der zeigt, wie sehr Fotografie unseren Blick auf Welt und Menschen geprägt hat. Weiterführende Links Ernst Leitz Museum Leica Galleries International Fotografie im Podcast Weitere Episoden zur Kategorie Fotografie
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Mar 25, 2022 • 49min

Dr. Anna Schwan: Kunst statt Werbung

In meinem „früheren“ Leben habe ich für eine wirklich große Werbeagentur gearbeitet. Wir haben viele Kampagnen für TV und Print realisiert. Ab und zu, und das habe ich immer als Highlight empfunden, haben wir auch großformatige und je nach Budget außergewöhnliche Outdoorkampagnen entwickeln dürfen. Natürlich immer um ein Konsumgut zu bewerben. Manchmal haben wir uns damals gefragt, wie wir die uns zur Verfügung stehenden Flächen auch anders bespielen könnten. Müssen Plakatwände denn immer 1:1 für den Konsum stehen? Und dabei ist es dann geblieben… Bis jetzt. Genauer gesagt, bis August 2020, denn da trat MeetFrida aufs Parkett. Bzw auf die Plakatwand – und so ganz und gar nicht als Werbung für ein Konsumprodukt. Doch um welche Frida handelt es sich denn, und wieso können wir sie im öffentlichen Raum treffen? Das fragen wir doch gleich mal Dr Anna Schwan. Gründerin und Kuratorin von MeetFrida, schön, dass ich nun also MeetAnna kennenlernen darf. Gespannt bin ich auf Annas Weg an die Plakatwand.

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