

Die Leichtigkeit der Kunst - Kunstpodcast
Claudia Linzel
Kunstpodcast aus Ausstellungen, Ateliers und Sammlungen – über Prozesse, Entscheidungen, Kunstgeschichte und Gegenwart. Verständliche Gespräche, die die Relevanz von Kunst im Alltag greifbar machen.
Episodes
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Nov 14, 2025 • 1h 17min
Jenny Brosinski, Ina Gerken & Adrian Schiess – im Dialog mit Helen Frankenthaler im Museum Reinhard Ernst | Podcast
Jenny Brosinski, Ina Gerken & Adrian Schiess – im Dialog mit Helen Frankenthaler im Museum Reinhard Ernst | Ein Gespräch über Spontaneität, Reduktion, Zweifel und Vertrauen. Über das, was Malerei heute sein kann – wenn man sie lässt.
Im zweiten Teil der Doppelfolge aus dem Museum Reinhard Ernst treffen Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess auf die Werke von Helen Frankenthaler – eine Künstlerin, deren Werk Generationen geprägt hat – und weiter prägt.
Die Ausstellung Helen Frankenthaler moves zeigt Werke der US-amerikanischen Malerin im Zusammenspiel mit den drei zeitgenössischen Positionen: Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess. Entstanden ist eine Begegnung auf Augenhöhe: zwischen Generationen, Gesten, Texturen und dem Mut zur Leerstelle.
In der Ausstellung „Helen Frankenthaler moves…“ im Museum Reinhard Ernst treffen vier Positionen aufeinander, die Farbe nicht als Oberfläche begreifen – sondern als Haltung. Die Werke der US-amerikanischen Malerin Helen Frankenthaler begegnen den zeitgenössischen Arbeiten von Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess. Entstanden ist ein Dialog zwischen Generationen, Materialien und innerer Freiheit.
Im Zentrum dieser Folge stehen Fragen an die Kunst und das eigene Arbeiten: Wie entsteht Vertrauen in die Geste? Wann wird Struktur zur Ermöglichung? Und was bedeutet Durchlässigkeit – im Atelier, im Museum, im Denken?
Gemeinsam mit Lea Schäfer, Kuratorin der Ausstellung, sprechen wir über Helen Frankenthalers Werk, über Leichtigkeit und Widerstand, über Intuition, Raum und das, was zwischen Farben geschieht.
In der Ausstellung Helen Frankenthaler moves… treffen vier eigenständige Handschriften aufeinander – verbunden durch eine Offenheit im Umgang mit Farbe, Geste, Fläche und Material. Helen Frankenthaler, Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess – vier Positionen, vier Temperamente, vereint in einer Ausstellung, die keinen Vergleich verlangt, sondern Vertrauen zulässt.
Durchlässigkeit wird hier zur Methode und Haltung: malerisch, institutionell, menschlich.Sie erlaubt Verbindung ohne Vereinheitlichung.Sie eröffnet Spielräume – für Intuition, für Differenz, für gemeinsames Fragen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen, die sich nicht aufdrängen, aber Raum fordern:Was bedeutet Farbe im Hier und Jetzt? Und wie gelingt ein Dialog, der mehr ist als Gegenüberstellung?
Zur Folge
In dieser Episode sprechen die Künstler:innen Jenny Brosinski, Ina Gerken und Adrian Schiess über ihre Werke, ihre Prozesse und ihre Haltung zur Ausstellung.Was bedeutet es, mit Helen Frankenthaler in einen Dialog zu treten?Wie entsteht malerische Freiheit im Zusammenspiel mit Raum, Struktur und Geste?Was braucht es, um das Eigene zu behaupten – und dennoch Offenheit zu ermöglichen?
Gäste
Jenny Brosinski – Künstlerin spricht über Unfertigkeit, über das Arbeiten mit Lücken und darüber, wann ein Bild atmen kann.
Jenny Brosinski – Künstlerin beschreibt die Linie zwischen Kontrolle und Intuition – und warum Wiederholung Teil ihrer Methode ist.
Adrian Schiess – Künstler erzählt von der Bedeutung von Farbe, von der Weigerung, zu erklären – und von der Energie, die aus Reibung entsteht.
Lea Schäfer – Kuratorin, Museum Reinhard Ernst
Gemeinsam entsteht ein Gespräch, das nicht die Ausstellung erklärt, sondern ihre Impulse weiterträgt.
Themen der Folge
– Wie Helen Frankenthaler den Begriff von Malerei erweitert hat· Durchlässigkeit als künstlerisches Prinzip· Haltung und Vertrauen im Werkprozess· Helen Frankenthaler im Spiegel der Gegenwart· Farbe, Fläche, Material als Ausdrucksmittel· Prozesse zwischen Intuition, Erfahrung und Dialog· Ausstellungspraxis im Museum Reinhard Ernst· Eigenständigkeit und Verbindung– Material, Licht und Reflexion als Teil des künstlerischen Prozesses– Über die eigene Spur im Kontext kunsthistorischer Linien– Zusammenarbeit zwischen Künstler:innen, Kuratorin und Museum
Warum diese Folge jetzt
Helen Frankenthaler moves… ist keine Hommage – sondern ein Weiterdenken. Die Ausstellung stellt Werke der Künstlerin in einen lebendigen Dialog mit Gegenwart.
Diese Folge macht hörbar, was dabei entstehen kann: Differenz, Verbindung, Zwischenräume.
Ausstellung, Termin und Ort
Helen Frankenthaler moves Jenny Brosinski, Ina Gerken, Adrian SchiessMuseum Reinhard Ernst, Wiesbaden26. Oktober 2025 – 22. Februar 2026
Sammlung Reinhard Ernst, Architektur: Fumihiko Maki
WeiterhörenTeil 1: Podcastfolge mit Dr. Oliver Kornhoff & Lea Schäfer
Weitere Episode mit Jenny Brosinski
Mehr zur Ausstellung im Blog Tagebuch zur Kunst
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Nov 7, 2025 • 1h 11min
Museum Reinhard Ernst – Dr. Oliver Kornhoff & Lea Schäfer | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Museum Reinhard Ernst Wiesbaden | Dr. Oliver Kornhoff & Lea Schäfer
Architektur, Sammlung und Gegenwart im Museum Reinhard Ernst
Was braucht ein Museum heute wirklich?Architektur. Sammlung. Programm.
Oder vor allem Vertrauen und Offenheit?
Im Museum Reinhard Ernst in Wiesbaden wird diese Frage nicht theoretisch diskutiert. Sie wird gebaut, gesammelt und im Alltag erprobt. Die Architektur des japanischen Pritzker-Preisträgers Fumihiko Maki, die Entscheidung, eine private Sammlung öffentlich zugänglich zu machen, und die bewusste Verortung mitten in der Stadt bilden den Ausgangspunkt dieser Folge.
Im Gespräch geht es um ein Museum, das noch jung ist – und dennoch bereits eine klare Haltung zeigt.
Ein neues Museum in Wiesbaden
Das Museum Reinhard Ernst (MRE) widmet sich der internationalen abstrakten Kunst nach 1945. Die Sammlung entstand über viele Jahre hinweg aus dem persönlichen Engagement des Unternehmers Reinhard Ernst und wird nun erstmals dauerhaft öffentlich gezeigt.
Mitten in Wiesbaden ist ein Ort entstanden, der Architektur, Kunst und Stadt miteinander verbindet. Das Gebäude von Fumihiko Maki arbeitet mit Licht, Raum und klaren Linien. Die Kunst bekommt Raum, ohne überwältigt zu werden. Besucherinnen und Besucher bewegen sich durch offene Blickachsen, durch ruhige Übergänge zwischen den Ausstellungsräumen und durch eine Architektur, die bewusst zurücktritt.
So entsteht ein Ort, der Kunst zeigt und Wahrnehmung ermöglicht.
Dr. Oliver Kornhoff: Museumsarbeit als Dialog
Dr. Oliver Kornhoff, Direktor des Museums Reinhard Ernst, hat zuvor viele Jahre das Arp Museum Bahnhof Rolandseck geleitet. Seine Arbeit ist geprägt von Orten, an denen Kunst, Architektur und Landschaft miteinander in Beziehung treten.
Diese Erfahrung prägt auch seinen Blick auf das neue Museum. Für ihn ist ein Museum kein abgeschlossener Raum. Es ist ein Ort der Begegnung – zwischen Kunst und Publikum, zwischen Sammlung und Gegenwart, zwischen Institution und Stadtgesellschaft.
Im Gespräch wird deutlich, dass ein Museum ein Ort ist, in dem unterschiedliche Perspektiven aufeinandertreffen und neue Fragen entstehen.
Lea Schäfer: Kuratorische Perspektiven auf Gegenwartskunst
Lea Schäfer, Kuratorin der Ausstellung Helen Frankenthaler moves, bringt ihre Expertise in der internationalen Gegenwartskunst ein. Gemeinsam mit Oliver Kornhoff spricht sie über die kuratorische Arbeit im neuen Haus, über programmatische Entscheidungen und über die Herausforderung, eine junge Institution sichtbar zu machen.
Ein Museum entwickelt sein Publikum nicht über Nacht. Vertrauen entsteht langsam – durch Ausstellungen, durch Gespräche, durch Erfahrungen vor Ort.
Gerade diese Anfangsphase macht das Museum Reinhard Ernst besonders interessant.
Helen Frankenthaler im Dialog mit der Gegenwart
Im Zentrum der Folge steht die Ausstellung:
Helen Frankenthaler moves – Jenny Brosinski, Ina Gerken, Adrian Schiess
Die Ausstellung bringt Werke der US-amerikanischen Malerin Helen Frankenthaler mit zeitgenössischen Positionen zusammen. Historische Arbeiten treffen auf aktuelle künstlerische Ansätze.
Dabei entsteht kein Gegensatz zwischen Generationen. Vielmehr entwickelt sich ein offener Dialog zwischen Farbe, Bewegung und malerischer Geste.
Abstraktion erscheint hier nicht als abgeschlossenes Kapitel der Kunstgeschichte, sondern als fortlaufendes Gespräch.
Ein Museum als Teil der Stadt
Das Gespräch richtet den Blick auch auf die Rolle eines Museums in der Gegenwart. Welche Verantwortung entsteht, wenn eine private Sammlung öffentlich wird? Wie entwickelt sich ein neues Haus innerhalb einer Stadtgesellschaft?
Das Museum Reinhard Ernst versteht sich als Ort der Begegnung. Architektur, Sammlung und Programm bilden die Grundlage – doch entscheidend ist der Austausch mit den Menschen, die diesen Ort besuchen.
So entsteht ein Museum, das nicht nur Kunst zeigt, sondern Teil eines größeren kulturellen Zusammenhangs wird.
Themen der Folge
– Architektur des Museum Reinhard Ernst– Die Sammlung Reinhard Ernst– Private Sammlung als öffentliche Verantwortung– Dr. Oliver Kornhoff und die Entwicklung des Museums– Kuratorische Perspektiven von Lea Schäfer– Helen Frankenthaler und zeitgenössische Positionen– Abstraktion im Dialog mit der Gegenwart– Museum und Stadtgesellschaft
Gäste
Dr. Oliver KornhoffDirektor, Museum Reinhard Ernst
Lea SchäferKuratorin der Ausstellung Helen Frankenthaler moves, Museum Reinhard Ernst
Links & Credits
Museum Reinhard Ernsthttps://www.museum-reinhard-ernst.de
AusstellungHelen Frankenthaler moves – Jenny Brosinski, Ina Gerken, Adrian Schiess
Ort: Museum Reinhard Ernst, WiesbadenLaufzeit: bis 22. Februar 2026
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Im Blog Tagebuch zur Kunst gibt es begleitende Notizen zu dieser Episode.

Oct 31, 2025 • 46min
Industrie und Identität – Dr. Kirsten Baumann
Industrie und Identität und die Leichtigkeit der Kunst x Genau! Westfalen!
Arbeit prägt Biografien, Orte und Selbstbilder. Sie hinterlässt Spuren im Alltag, in Familiengeschichten und in der Art, wie Gemeinschaften sich erinnern. In Westfalen ist diese Prägung besonders sichtbar: in Zechen, Fabriken, Werkshallen – und in den Erzählungen, die sich um sie gebildet haben.
Die Folge Industrie und Identität richtet den Blick auf Industriekultur als gesellschaftliche Erfahrung. Es geht um Arbeit als identitätsstiftende Praxis, um Wandel und um die Frage, wie industrielle Vergangenheit in neue Formen von Alltag, Verantwortung und Zukunft hineinwirkt.
Zu Gast ist Dr. Kirsten Baumann, Direktorin der LWL-Industriemuseen. Die Museen umfassen acht Standorte zwischen Glashütte, Schiffshebewerk und Textilfabrik. Im Gespräch wird deutlich, wie eng Arbeit, Herkunft und Erinnerung miteinander verwoben sind – und warum Museen heute mehr sind als Orte der Bewahrung.
Industrie und Identität
Wer durch eine stillgelegte Zeche geht, begegnet nicht allein Maschinen und Architektur. Es sind Erfahrungen von Stolz, Erschöpfung und Zugehörigkeit, die in den Räumen eingeschrieben sind. Industriekultur wird hier nicht als abgeschlossene Epoche verstanden, sondern als Teil gegenwärtiger Identitätsbildung.
Industrie ist nicht verschwunden. Sie hat sich verändert. Und mit ihr die Art, wie Arbeit wahrgenommen wird: körperlich, digital, fragmentiert, neu organisiert. Die Spuren dieser Transformation wirken weiter – in Lebensläufen, in Regionen, in gesellschaftlichen Debatten.
Blicke, Wege, Prägungen
Im Gespräch schildert Dr. Kirsten Baumann ihren Weg durch unterschiedliche Institutionen: vom Bauhaus Dessau über das Museum der Arbeit bis zur heutigen Leitung der LWL-Industriemuseen. Diese Stationen stehen für unterschiedliche Zugänge zu Arbeit, Gestaltung und Erinnerung.
Deutlich wird eine Haltung, die Museen als offene Denk- und Erfahrungsräume versteht. Orte, an denen Geschichte nicht erklärt, sondern erfahrbar wird – über Räume, Objekte und Erzählungen.
Industriekultur
Industriekultur ist mehr als Denkmalpflege. Sie verbindet materielle Überreste mit immateriellen Erfahrungen: Wissen, Routinen, Konflikte und Hoffnungen. In den LWL-Industriemuseen wird sichtbar, wie Industriegeschichte in Beziehung zur Gegenwart gesetzt werden kann – ohne Nostalgie, ohne Verklärung.
Arbeit erscheint hier als kulturelle Praxis. Als etwas, das Werte, Rollenbilder und Selbstverständnisse geprägt hat – und weiterhin prägt, auch wenn Produktionsformen sich verändern.
Strukturwandel und Verantwortung
Ein zentraler Punkt des Gesprächs ist der Strukturwandel. Er betrifft Regionen, Berufe und soziale Gefüge. Museen stehen dabei vor der Aufgabe, Wandel sichtbar zu machen, ohne ihn zu vereinfachen.
Industriekultur wird zur Frage von Verantwortung: gegenüber den Geschichten der Arbeitenden, gegenüber den Orten, gegenüber zukünftigen Generationen. Sammlung, Vermittlung und Programmgestaltung werden so zu gesellschaftlichen Aufgaben.
Warum Westfalen?
Westfalen dient in der Folge Industrie und Kultur nicht als Kulisse, sondern als konkreter Erfahrungsraum. Hier verdichten sich Fragen nach Arbeit, Identität und Gemeinschaft. Die industrielle Vergangenheit wirkt in Sprache, Mentalität und Alltagspraktiken fort.
Die Region wird zum Brennglas für größere Zusammenhänge: Wie gehen Gesellschaften mit ihrem industriellen Erbe um? Welche Narrative werden bewahrt? Und wie lassen sich neue Perspektiven öffnen?
Themen dieser Folge
Industrie und Identität · Arbeit · Industriekultur · Strukturwandel · Erinnerung · Institutionelle Verantwortung · Westfalen
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Weitere Folgen der Reihe Genau! Westfalen
Gespräche aus der Kategorie LWL x Die Leichtigkeit der Kunst
Neu hier? – Einstieg in den Kunstpodcast
Links & Credits
LWL-Museen für Industriekultur1250 Jahre WestfalenLWL-Kulturstiftung
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Genau! Westfalen! ist eine Gesprächsreihe über Identität.Ausgangspunkt ist das Jubiläum 1250 Jahre Westfalen, welches Anlass für eine größere Frage bietet:Was prägt Menschen, Regionen und Gemeinschaften?
Identität entsteht aus vielen Bereichen: aus Geschichte und Alltag, aus Arbeit, Sprache und Humor, aus Kultur, Sport, Ernährung, Musik, Film und Literatur. Die Reihe nähert sich diesen Prägungen über konkrete Erfahrungen und unterschiedliche Perspektiven – ruhig, beobachtend, offen.
Die Reihe „Genau! Westfalen!“ im Themenjahr 1250 Jahre Westfalen wurde gefördert von der LWL-Kulturstiftung und LWL-Kulturabteilung.
Diese Episode ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.
Aus dem Podcast Die Leichtigkeit der Kunst

Oct 24, 2025 • 1h 5min
Dorothy Iannone – Freiheit, Ekstase und Zensur | Dr. Ilka Voermann, Dr. Jenny Graser & Dr. Pay Matthis Karstens
Dorothy Iannone: Wie erzählt man das Leben einer Künstlerin, die sich nie zurückgenommen hat – und genau dadurch Geschichte schrieb?
Dorothy Iannone (1933–2022) steht für eine Kunst, die sich nicht klein macht.Für eine Bildsprache, die Lust, Liebe, Ekstase, Ornament und Spiritualität zusammenführt – und damit über Jahrzehnte genau das berührt hat, was in westlichen Kunstkontexten oft als „zu viel“ markiert wurde: zu körperlich, zu direkt, zu weiblich, zu frei.
Diese Podcastfolge nähert sich Dorothy Iannone über drei Perspektiven: Dr. Jenny Graser und Dr. Ilka Voermannsprechen aus kuratorischer Sicht über Werk, Kontext und Rezeption. Im zweiten Teil bringt Dr. Pay Matthis Karstens, Mitinhaber der Galerie Judin, die Perspektive des Nachlasses und der heutigen Verantwortung ins Gespräch.
Es geht um Iannones Werk, um ihre Künstlerbücher, um ihren Berlin-Bezug, um Zensur und Sichtbarkeit. Und um die Frage, warum diese Position so lange außerhalb vieler kunsthistorischer Erzählungen lag, obwohl sie längst da war.
Dorothy Iannone
Dorothy Iannone arbeitet mit Figuren, Farben, Ornamenten, Schrift, mit Wiederholung und mit einer Bildwelt, die bewusst keine Distanz aufbaut. Ihre Arbeiten sind oft unmittelbar: Menschen, Körper, Beziehungen, Lust, spirituelle Energie.
Gerade diese Direktheit war über Jahrzehnte ein Problem – für Institutionen, für Zensurbehörden, für einen Kunstbetrieb, der weibliche Selbstbestimmung häufig lieber als Idee feiert als als Bild.
Im Podcast wird deutlich: Iannones Werk ist kein Nebenschauplatz feministischer Kunstgeschichte. Es ist eine radikale Linie. Eine, die bis heute Fragen stellt – nach Freiheit, nach Kontrolle, nach dem Blick auf weibliche Körper und nach dem, was in Bildern erlaubt sein soll.
Künstlerbücher: The Berlin Beauties und The Story of Bern
Ein Schwerpunkt dieser Episode liegt auf Dorothy Iannones Künstlerbüchern. Im Gespräch tauchen zwei zentrale Arbeiten auf:
The Berlin Beauties
Diese Serie steht für Berlin als Ort – als Bühne, als Alltag, als Stadt, in der Freiheit möglich scheint und gleichzeitig permanent verhandelt wird. Im Podcast wird spürbar, wie stark Iannones Blick in Berlin verankert ist: nicht als Kulisse, sondern als Lebensraum.
The Story of Bern
Auch dieses Künstlerbuch wird ausführlich besprochen. Es zeigt, wie Iannone mit Erzählung arbeitet: nicht als Literatur, sondern als visuelle Struktur. Text und Bild sind bei ihr keine getrennten Ebenen. Sie greifen ineinander, treiben sich gegenseitig an, werden zu einem Rhythmus.
Die Bücher wirken in dieser Folge wie ein Schlüssel, um Iannones Werk zu verstehen: als künstlerische Praxis, die nicht auf das einzelne Bild setzt, sondern auf Sequenz, Wiederholung, Verdichtung.
Zensur, Kontrolle und der Preis der Sichtbarkeit
Ein starker Teil des Gesprächs dreht sich um Zensur. Um die Erfahrung, dass Iannones Arbeiten über Jahrzehnte nicht einfach „übersehen“ wurden, sondern aktiv auf Widerstand stießen.
Es geht um das paradoxe Feld, in dem weibliche Sexualität gleichzeitig überall ist – in Werbung, Popkultur, medialen Bildern – und doch problematisch wird, sobald sie als selbstbestimmter Ausdruck auftaucht. Iannones Werk berührt genau diese Spannung.
Im Podcast sprechen Jenny Graser und Ilka Voermann darüber, wie Institutionen mit dieser Kunst umgehen, wie sich Blickregime verändern, und warum es bis heute nicht selbstverständlich ist, dass solche Arbeiten offen gezeigt werden können – ohne moralische Panik, ohne vorschnelle Einordnung, ohne den Reflex, sie zu „erklären“ oder zu entschärfen.
Dieter Roth, Beziehungen und künstlerische Eigenständigkeit
Dorothy Iannones Biografie ist eng verbunden mit wichtigen Begegnungen – darunter die Beziehung zu Dieter Roth. Im Gespräch wird deutlich, dass diese Verbindung historisch oft zu einseitig erzählt wurde: als Iannone „im Schatten“ eines männlichen Künstlers.
Diese Episode setzt dem etwas entgegen. Sie zeigt Iannone als eigenständige, kompromisslose Künstlerin, deren Werk nicht aus einer Beziehung heraus erklärbar ist. Beziehungen tauchen als Teil des Lebens auf – und zugleich als Feld, in dem sie sich immer wieder neu positioniert hat: als Frau, als Künstlerin, als jemand, der sich nicht anpasst.
Sarah Pucci, Herkunft und die private Linie im Werk
Ein weiterer wichtiger Aspekt dieser Folge ist Dorothy Iannones familiärer Hintergrund – insbesondere die Rolle ihrer Mutter Sarah Pucci. Im Gespräch wird sichtbar, wie stark Herkunft, familiäre Prägung und persönliche Linien in Iannones Werk hineinreichen.
Nicht als biografischer Schlüssel, der alles auflöst. Eher als eine Ebene, die mitschwingt: in der Frage, wie Selbstbestimmung entsteht, wie sich Freiheit im Leben formt, und wie stark der private Raum in ihrer Kunst präsent ist.
Buddhismus, Spiritualität und späte Arbeiten
Im späteren Werk von Dorothy Iannone spielt Spiritualität eine zentrale Rolle. Im Podcast wird ausführlich über ihren Bezug zum Buddhismus gesprochen – und darüber, wie sich diese Dimension in ihren Arbeiten zeigt: in Ornamenten, in Wiederholung, in der Idee von Energie und Präsenz.
Diese Ebene wirkt in der Folge nicht wie ein „Thema“, das man abhakt. Sie erscheint als Teil einer Haltung: Iannones Kunst bleibt körperlich und zugleich metaphysisch. Sie verbindet Lust und Meditation, Ekstase und Kontrolle, Bild und Ritual.
Nachlass, Verantwortung und der Blick der nächsten Generation
Im zweiten Teil der Folge bringt Dr. Pay Matthis Karstens eine weitere Perspektive ein: die Arbeit mit dem Nachlass. Er erzählt, dass er Dorothy Iannone bereits im Kunstgeschichtsstudium entdeckt hat – und sofort spürte, wie eigenständig diese Position ist. Pop Art, Fluxus, ja – und zugleich etwas ganz anderes.
Karstens spricht über die Zusammenarbeit mit dem Estate und der Pariser Galerie, die Dorothy Iannone vertreten hat. Vor allem geht es um eine Frage, die selten offen ausgesprochen wird: Was bedeutet es, ein Werk zu bewahren, wenn man die Künstlerin nicht mehr fragen kann? Wenn Material, Technik, Entstehung, selbst kleinste Entscheidungen plötzlich nur noch über Archive, Restaurierung und kunsthistorische Recherche rekonstruierbar sind?
Und er benennt einen zweiten, sehr gegenwärtigen Punkt: Wie schauen jüngere Menschen auf Dorothy Iannone?Welche Themen lesen heute anders, welche Bilder wirken neu, welche Fragen stellen sich in einer Generation, die mit anderen Körperbildern, anderen Debatten, anderen Freiheitsbegriffen aufwächst?
Damit wird diese Folge auch zu einem Gespräch über Zukunft: über Vermittlung, Verantwortung und die Frage, wie ein Werk weiterlebt – in Institutionen, im Publikum, im Diskurs.
Warum Dorothy Iannone heute so relevant ist
Diese Folge macht sehr klar: Dorothy Iannone gehört in die Gegenwart.Nicht, weil sie plötzlich „entdeckt“ werden müsste – sondern weil ihre Fragen heute wieder offen auf dem Tisch liegen:
Wer darf sichtbar sein?Welche Körper gelten als zeigbar?Welche Formen von Lust werden akzeptiert – und welche werden sanktioniert?Und wie verändert sich der Blick, wenn Kunst nicht um Erlaubnis bittet?
Gäste
Dr. Jenny Graser
Kuratorin und Direktorin am Museum der bildenden Künste Leipzig (MdBK). Sie hat Dorothy Iannone persönlich kennengelernt und spricht im Podcast auch über diese besondere Nähe.
Dr. Ilka Voermann
Kuratorin der Berlinischen Galerie und Expertin für Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, u. a. mit institutioneller Perspektive aus Berlin. Im Gespräch bringt sie Iannones Werk in Beziehung zu Ausstellungspraxis, Rezeption und heutiger Sichtbarkeit.
Dr. Pay Matthis Karstens
Mitinhaber der Galerie Judin. Er bringt die Perspektive der Nachlassarbeit, der Galeriepraxis und der heutigen Rezeption ein.
Themen dieser Folge
Dorothy Iannone · Künstlerbücher · The Berlin Beauties · The Story of Bern · Zensur · Weibliche Selbstbestimmung · Dieter Roth · Sarah Pucci · Ornament · Buddhismus · Berlin · Sichtbarkeit · Ekstase · Liebe · Institutionen · Estate · Nachlass · Galerie Judin
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Kunst und Gesellschaft · Künstler:innen · Visionär:innen
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Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026
Links & Credits:Galerie Judin · Berlinische Galerie · Museum der bildenden Künste
Letzte redaktionelle Überarbeitung: Februar 2026.
aus Dorothy Iannones Edition „75 Komplimentkarten“ und „75 Nicht-Komplimentkarten“, Düsseldorf 1971, ins deutsche übersetzt von Tomas Schmit
Anmoderation des Panels „Dorothy Iannone“
Gesprächssituation für den Podcast Die Leichtigkeit der Kunst

Oct 17, 2025 • 35min
Nina Backman – Silence Project & Sisu | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Was passiert, wenn Stille nicht Leere bedeutet, sondern Verbindung?Wenn Schweigen nicht Abgrenzung ist, sondern Einladung?
Nina Backman ist Künstlerin, Kuratorin, Gastgeberin – und Initiatorin des Silence Project, das Rituale des Innehaltens in Kunst, Natur und Gesellschaft neu verhandelt. In dieser englischsprachigen Episode aus Helsinki sprechen wir über ihre Wurzeln in Finnland, über das Konzept von Sisu – und über das Recht auf Natur als kulturelle und politische Frage.
Wir sprechen über die Kraft eines gedeckten Tisches ohne Worte, über kollektive Verantwortung, nachhaltige Mobilität – und darüber, wie Kunst Zwischenräume öffnet, ohne sie zu vereinnahmen.
Was verändert sich, wenn wir weniger sagen – aber tiefer lauschen?Was braucht es, um Verbindung zu schaffen – ohne sich selbst aufzugeben?
Eine Folge über Kunst als Haltung, über europäische Kulturräume zwischen Sprache, Stille und Aktion – und über die Frage, wie Kunst konkret und gesellschaftlich relevant wirken kann.
Aufgezeichnet in Helsinki – und auf dem Weg nach Amsterdam.
Nina Backman ist Gründerin des Silence Project, das weltweit an der Schnittstelle von Kunst, Natur und sozialer Verantwortung arbeitet.
Diese Folge wurde in Helsinki und Berlin produziert.
Im Anschluss reisen Nina Backman und Claudia Linzel gemeinsam mit dem Green Train von Berlin nach Amsterdam – ein kuratiertes Nachtzugprojekt für Klimaschutz, Austausch und künstlerisches Handeln.

Oct 10, 2025 • 1h 3min
InformELLE – Künstlerinnen des Informel im Emil Schumacher Museum | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
InformELLE – Künstlerinnen des Informel im Emil Schumacher Museum
Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Eine Leerstelle, die sichtbar wird
Es fällt auf, dass über bestimmte Künstlerinnen kaum noch gesprochen wird.Nicht, weil ihre Arbeiten verschwunden wären. Sondern weil sich der Blick verschoben hat.
InformELLE setzt genau hier an.Bei Positionen, die präsent waren, international ausstellten, lehrten, vernetzt arbeiteten – und dennoch langsam aus dem gemeinsamen Sprechen herausfielen.
Emil Schumacher Museum
Das Gespräch entsteht im Emil Schumacher Museum in Hagen.Umgeben von Arbeiten, in denen Geste, Material und Offenheit eine zentrale Rolle spielen, richtet sich der Blick auf eine Ausstellung, die nicht erklären will, sondern sichtbar macht.
InformELLE
Rouven Lotz spricht über InformELLE als kuratorische Entscheidung.Im Mittelpunkt stehen 16 Künstlerinnen des Informel, aktiv in den 1950er- und 1960er-Jahren.
Ihre Wege verlaufen unterschiedlich – über Akademien, Ateliers, Ausstellungen, Partnerschaften.Und doch zeigen sich Parallelen: Zugänge, die sich öffneten oder verschlossen. Netzwerke, die trugen oder ausgrenzten. Räume, die geteilt wurden – und andere, die verschlossen blieben.
Künstlerinnen des Informelle
Im Gespräch tauchen konkrete Namen auf, ohne dass sie festgeschrieben werden.Mary Bauermeister, Maria Lassnig, Roswitha Lüder, Brigitte Meier-Denninghoff, Juana Francés, Maria Helena Vieira da Silva.
Nicht als Kanon.Eher als Linien, die sich kreuzen.
Warum diese Ausstellung jetzt?
Fast beiläufig stellt sich die Frage, warum InformELLE gerade jetzt notwendig wirkt.Vielleicht, weil Fragen nach Sichtbarkeit, Verantwortung und Präsenz längst über den Kunstbetrieb hinausreichen.Vielleicht auch, weil diese Arbeiten zeigen, dass Veränderung nicht laut sein muss, um wirksam zu sein.
Kein Schlussstrich
Am Ende bleibt kein Fazit.Nur das Gefühl, dass diese Positionen nie verschwunden waren –sondern darauf warteten, wieder gemeinsam betrachtet zu werden.
Zur Folge
Gesprächspartner: Rouven Lotz, Direktor Emil Schumacher MuseumOrt: Emil Schumacher Museum, HagenAusstellung: InformELLE. Künstlerinnen des Informel, 2025
Themen
Informel · Künstlerinnen · Netzwerke · Sichtbarkeit · Erinnerung · Institutionelle Verantwortung
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Weitere Gespräche aus dem Emil Schumacher Museum
Links & Credits:
Emil Schumacher MuseumAusstellung InformELLE
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Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.
Gesprächssituation für den Podcast Die Leichtigkeit der Kunst
Aus dem Podcast Die Leichtigkeit der Kunst

Oct 3, 2025 • 1h 22min
Bild und Macht - Fotografie | Kunstpodcast 2025
Bild und Macht – Fotografie im Fokus mit Dr. Mara-Johanna Kölmel & Dominik Busch im Zeppelin Museum Friedrichshafen
Eine Leerstelle, die sichtbar wird
Bilder prägen Erinnerung, lange bevor sie reflektiert werden.Gerade historische Fotografien wirken oft selbstverständlich – als scheinbar neutrale Zeugnisse vergangener Ereignisse. Doch was gezeigt, archiviert und weitergegeben wird, folgt Entscheidungen. Diese Folge richtet den Blick auf genau diese Leerstelle: auf Bilder, die Macht ausüben, indem sie ordnen, rahmen und Bedeutungen stabilisieren.
Gäste
Dr. Mara-Johanna KölmelKuratorin am Zeppelin Museum Friedrichshafen.Sie arbeitet an der Schnittstelle von Archiv, Ausstellung und Gegenwartskunst und beschäftigt sich mit der Frage, wie historische Bildbestände heute gezeigt und kontextualisiert werden können.
Dominik BuschLeiter Vermittlung am Zeppelin Museum Friedrichshafen.Sein Fokus liegt auf Bildungs- und Vermittlungsformaten, die institutionelle Verantwortung, Bildkompetenz und gesellschaftliche Debatten zusammenführen.
Zeppelin Museum
Das Gespräch ist im Zeppelin Museum Friedrichshafen entstanden.Das Haus verbindet Technik-, Kunst- und Kulturgeschichte und setzt sich zunehmend mit der Frage auseinander, wie historische Bilder heute gelesen werden können – nicht als abgeschlossene Dokumente, sondern als aktive Akteure im öffentlichen Gedächtnis.
Ausgangspunkt ist die Ausstellung „Bild und Macht. Zeppelin-Fotografie im Fokus“, die Archivaufnahmen des Zeppelins in einen erweiterten gesellschaftlichen und politischen Zusammenhang stellt.
Thema der Folge
Im Zentrum steht Bild und Macht – Fotografie als historische Bildpraxis.Besprochen werden Archivbilder, Bildpolitiken und kuratorische Entscheidungen – sowie die Frage, wie Fotografien, die Technik, Nation und Macht inszenieren, heute ausgestellt und vermittelt werden können.
Warum dieses Thema jetzt
Historische Bilder wirken fort.Gerade Fotografien aus dem frühen 20. Jahrhundert prägen bis heute Vorstellungen von Fortschritt, Überlegenheit und technischer Macht. Die Ausstellung und das Gespräch setzen hier an: Sie zeigen, dass Bilder nicht nur dokumentieren, sondern aktiv Bedeutungen erzeugen.
Thematisiert wird, wie der Zeppelin fotografisch als Symbol aufgeladen wurde – und welche Verantwortung Museen heute tragen, wenn sie solche Bilder zeigen. Zeitgenössische künstlerische Positionen von Aziza Kadyri, Christelle Oyiri sowie ebb.global & Neïl Beloufa treten in einen Dialog mit dem Archiv. Sie verschieben Perspektiven, irritieren Sehgewohnheiten und öffnen neue Lesarten – ohne historische Bilder zu neutralisieren oder zu entschärfen.
Zur Folge
Die Episode Bild und Macht – Fotografie beleuchtet Archivarbeit, Ausstellungspraxis und Vermittlung als zusammenhängende Prozesse.Sie zeigt, wie Institutionen mit historischen Bildbeständen umgehen können, ohne sie zu fixieren – und wie Ausstellungen Räume schaffen, in denen Fragen nach Macht, Sichtbarkeit und Verantwortung offen bleiben dürfen.
Themen
Bild und Macht – Fotografie · Zeppelin-Fotografie · Bildpolitik · Archivarbeit · Ausstellungspraxis · Zeitgeschichte · Vermittlung · Museum und Öffentlichkeit · zeitgenössische Kunst · visuelle Macht
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Weitere Gespräche zu Fotografie, Institutionen und Zeitgeschichte finden sich in den Bereichen
Zeppelin Museum
Fotografie
Museen und Ausstellungshäuser
Archiv
Links & Credits
Zeppelin Museum Friedrichshafen
Ausstellung: Bild und Macht. Zeppelin-Fotografie im FokusLaufzeit: 6. Juni 2025 – 12. April 2026
Gäste
Dr. Mara-Johanna Kölmel, Kuratorin
Dominik Busch, Leitung Vermittlung
Weiterführende Podcasts
Podcast ZM talks bei spotify
Podcast Sag mir was du siehst ist online bei spotify
Hören
Website · Spotify · Apple Podcasts · YouTube
Die Episode Bild und Macht – Fotografie ist als persönliches Gespräch vor Ort entstanden.Im direkten Gegenüber, ohne digitale Distanz, entwickelt sich ein Austausch, der Gesten, Pausen und Zwischentöne ebenso zulässt wie fachliche Einordnung und institutionelle Perspektiven.
Letzte redaktionelle Überarbeitung: Januar 2026.
Good to know
In makura, dem Onlinemagazin der Kulturstiftung der Länder, schreibt Dominik Busch im aktuellen #INSPIRE über „KI und gefühlte Wahrheiten im Museum“ und warum Museen besondere Verantwortung für die Förderung von Medienkompetenz besitzen: https://makura.de/diskurse-analysen/ki-und-gefuehlte-wahrheiten-im-museum
Am 20. Oktober erscheint Mara Kölmels neues Buch Sculpture in the Augmented Sphere bei de Gruyter/ Brill. Darin untersucht sie, wie digitale Technologien das Verständnis von Skulptur verändern und welche Rolle spekulative, feministische und dekoloniale Ansätze dabei spielen. Das Open-Access-Buch ist kostenlos verfügbar.

Sep 26, 2025 • 1h 14min
Wortschatz – Wie Sprache Heimat wird
Wie klingt Herkunft? Wie fühlt sich eine Sprache an, die nicht im Wörterbuch steht – sondern im Herzen?In dieser Folge widmen wir uns einem besonderen Thema: der Sprache als stiller Träger von Identität.
Dialekte und Mundarten erzählen von Zugehörigkeit, Wandel und Nähe.
Dr. Markus Denkler öffnet die Archive westfälischer Sprachgeschichte – und lädt ein zu einem Gespräch über das Erinnern, Weitergeben und Weiterdenken.
Themen dieser Folge– Sprache als kulturelle Identität– Dialekte, Wandel und Wert– Westfälische Redewendungen– Sprachgeschichte und Zukunft– Namenforschung, Flurnamen, Familiennamen– Emotionale und gesellschaftliche Bindung an Sprache– Sprachliche Zugehörigkeit in einer globalisierten Welt– Wie Dialekte Geschichten bewahren
GastDr. Markus DenklerGeschäftsführer der Kommission für Mundart- und Namenforschung des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL)
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Sep 19, 2025 • 55min
The Space of Color – Ana Kostova & Lucia Kaufmann | Kunstpodcast Die Leichtigkeit der Kunst
Was passiert, wenn Farben Räume formen – und eine Galerie zur Mitgestalterin künstlerischer Entwicklungen wird? In dieser Folge treffen Ana Kostova und Lucia Kaufmann aufeinander: eine Künstlerin, die mit Raum, Material und Erinnerung arbeitet – und eine Galeristin, die klare Positionen vertritt und neue Wege sucht. Ein Gespräch über Vertrauen, Verantwortung und die Kraft junger Stimmen im Kunstsystem.
Themen dieser Folge:
– Die raumgreifende Kunst von Ana Kostova– Galeriearbeit als Haltung: Lucia Kaufmann im Porträt– Was bedeutet Sichtbarkeit im Kunstkontext?– Erinnerung, Materialität & Raumverständnis– Visionen für den Galerienstandort Hamburg– Künstlerische Freiheit und kuratorische Verantwortung– Persönliche Geschichten hinter Form, Farbe und Raum
Ausstellung
Titel: The Space of ColorOrt: Galerie Kaufmann, HamburgLaufzeit: 4. September bis 11. Oktober 2025
Gäste
Ana Kostova – KünstlerinLucia Kaufmann – Galeristin & Sprecherin des Hamburger Galerienverbands
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Sep 12, 2025 • 1h 23min
Generative Fotografie – mit Ursel und Gottfried Jäger
Ursel und Gottfried Jäger sind ein kreatives Duo mit über 60 Jahren gemeinsamer Erfahrung in der Fotografie. Gottfried, als Pionier der Generativen Fotografie, sorgt für spannende Einblicke in die Umgestaltung traditioneller Fotokonzeptionen. Ursel teilt ihre poetische Sichtweise und die Bedeutung von Licht in der Kunst. Die beiden reflektieren über den Einfluss der Bielefelder Schule, die Rolle von Fehlern und Zufällen und zelebrieren ihre langjährige Zusammenarbeit, die Kunst und Leben auf wunderbare Weise verbindet.


