PARACELSUS LAB

Revolutionäre Perspektiven auf Gesundheit und Krankheit
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Apr 7, 2026 • 45min

Geerbte Angst: Wie Trauma über Generationen weiterwirkt (Elke Schuster)

Matthias Baum & Elke Schuster „Was eine Generation nicht verarbeiten kann, wirkt oft in der nächsten Generation weiter.“ Trauma entsteht nicht allein durch belastende Erfahrungen, sondern dann, wenn ein Ereignis das System so stark überfordert, dass es nicht integriert werden kann. Die Folgen können bestehen bleiben und sich sogar über Generationen hinweg fortsetzen. In dieser Episode PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Elke Schuster, Studienleiterin der Paracelsus Gesundheitsakademie in Mönchengladbach, über Trauma, Kriegserfahrungen und transgenerationale Prägungen. Unverarbeitete Belastungen verschwinden nicht, sie verändern ihre Form. Sie zeigen sich in Mustern, Stressreaktionen und einem veränderten Erleben von Sicherheit und Beziehung. Anhaltende Anspannung, diffuse Ängste oder ein erhöhtes Stressniveau können Ausdruck von Erfahrungen sein, die nicht in der eigenen Biografie begonnen haben, sondern in der Familiengeschichte. Die systemische Aufstellungsarbeit setzt genau hier an. Sie macht verborgene Dynamiken sichtbar: emotionale Bindungen, unausgesprochene Loyalitäten und übernommene Muster. Beziehungen werden räumlich dargestellt, innere Prozesse externalisiert und damit erfahrbar gemacht. So entsteht Zugang zu Themen, die sich rein kognitiv oft nicht erschließen lassen. Veränderung beginnt dort, wo emotionale und körperliche Ebenen einbezogen werden. Welche traumatischen Erlebnisse tragen viele Menschen in sich, ohne den Ursprung zu kennen? Wie entstehen Reaktionen, die nicht zur eigenen Lebensgeschichte passen? Und was verändert sich, wenn das Unsichtbare sichtbar wird? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. ⸻ Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Mar 31, 2026 • 31min

Lichttherapie: Wissenschaftliche Effekte von Licht auf unseren Körper (Deep Dive)

„Licht ist kein Hintergrundrauschen - es ist ein biologisches Steuersignal.“ Matthias Baum widmet sich in dieser Episode PARACELSUS LAB einem der zentralsten, aber oft unterschätzten Einflussfaktoren auf den menschlichen Organismus: Licht. Es steuert nicht nur, was wir sehen, sondern vor allem, wie unser Körper funktioniert - von der inneren Uhr bis hin zu hormonellen und neuronalen Prozessen. Im Kern zeigt sich: Licht ist der wichtigste Taktgeber unseres zirkadianen Rhythmus. Über die Netzhaut gelangt es direkt zur inneren Uhr im Gehirn und beeinflusst dort, ob wir wach, fokussiert und leistungsfähig sind oder ob Regeneration und Schlaf eingeleitet werden. Unterschiedliche Wellenlängen senden dabei unterschiedliche Signale - blauhaltiges Licht aktiviert, warmes Licht unterstützt Ruhe. Entscheidend ist nicht nur die Art des Lichts, sondern vor allem der Zeitpunkt. Das Problem der modernen Lebensweise liegt in der Verschiebung dieses Signals: zu wenig natürliches Licht am Tag, zu viel künstliches Licht am Abend. Die Folge sind Störungen von Schlaf, Energie und zirkadianer Stabilität. Gleichzeitig wird Licht zunehmend therapeutisch genutzt - von der Bright-Light-Therapie bei saisonalen Depressionen bis hin zu Ansätzen mit Rot-, Infrarot- oder UV-Licht in der Medizin. Doch entscheidend bleibt: Wirkung entsteht nur dann, wenn Wellenlänge, Dosis und Zeitpunkt zusammenpassen. Welche Rolle spielt Licht für unseren Biorhythmus? Wann wird daraus Therapie? Und warum ist der richtige Zeitpunkt oft wichtiger als die Lichtquelle selbst? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Mar 24, 2026 • 43min

Schmerzwahrnehmung: Darum sind Rückenschmerzen häufig Kopfsache (Catrin Marnitz)

Matthias Baum & Catrin Marnitz „Ohne Gehirn kein Schmerz.“ – Catrin Marnitz untersucht seit Jahren, warum Rückenschmerzen bleiben, selbst dann, wenn strukturell längst alles abgeheilt ist. Als Diplom-Psychologin, Verhaltenstherapeutin und Schmerzpsychotherapeutin richtet sie den Blick auf das Zusammenspiel von Gehirn, Nervensystem und Erfahrung und damit auf die eigentliche Schaltzentrale des Schmerzes. In dieser Episode des PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit der Expertin über eine zentrale Erkenntnis der modernen Schmerzforschung: Rückenschmerz entsteht nicht allein im Gewebe, sondern wird im Gehirn konstruiert, bewertet und verstärkt. Chronische Schmerzen sind Ausdruck veränderter Signalverarbeitung. Das Nervensystem kann lernen, Schmerz zu intensivieren und dauerhaft präsent zu halten. Es bildet ein Schmerzgedächtnis aus, bei dem selbst harmlose Reize schneller als bedrohlich eingeordnet werden. Neuronale Netzwerke sensibilisieren sich, Schmerz wird zum stabilen Muster. Dabei wirken weit mehr Faktoren als nur körperliche Strukturen. Studien zeigen, dass Stress, Angst, Erwartungen und biografische Erfahrungen die Schmerzwahrnehmung maßgeblich prägen. Das Gehirn verknüpft eingehende Signale mit bereits gespeicherten Erfahrungen und entscheidet auf dieser Grundlage über Intensität und Bedeutung. Besonders entscheidend ist der Umgang mit dem Schmerz. Vermeidung, Schonverhalten und negative Erwartungen verstärken die Beschwerden und fördern die Chronifizierung. Moderne Therapieansätze setzen genau hier an. Aufklärung, gezielte Bewegung und das aktive Verlernen von Angstreaktionen können die Bewertung von Schmerz im Gehirn nachhaltig verändern. Wie entsteht ein Schmerzgedächtnis? Welche Rolle spielen Stress und Emotionen für den Rücken? Und wie lässt sich die Kontrolle über den eigenen Schmerz zurückgewinnen? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Mar 17, 2026 • 29min

Die Schilddrüse: Steuerorgan für Energie und Stoffwechsel (Deep Dive)

Matthias Baum „Wenn die Schilddrüse aus dem Takt gerät, ist der gesamte Organismus aus dem Rhythmus.“ Die Schilddrüse ist ein kleines, schmetterlingsförmiges Organ am Hals. Sie wiegt nur etwa 20 Gramm und gehört dennoch zu den wichtigsten Regulationsorganen unseres Körpers. Ihre Hormone beeinflussen zentrale Prozesse des Stoffwechsels, darunter Energieproduktion, Körpertemperatur, Herzfrequenz, Verdauung, Gehirnfunktion und Stressreaktionen. In dieser Folge PARACELSUS LAB erklärt Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, wie die Schilddrüse tatsächlich funktioniert. Im Mittelpunkt stehen die Hormone T3 und T4: Während T4 vor allem als Transport- und Speicherhormon dient, entsteht die eigentliche biologische Aktivität erst durch T3. Dieses aktive Hormon beeinflusst den Energiestoffwechsel der Zellen und kann sogar die Genexpression regulieren. Die Schilddrüse arbeitet dabei nicht isoliert. Sie ist Teil eines hormonellen Regelkreises zwischen Gehirn, Hypothalamus, Hypophyse und Stoffwechsel. Ihre Hormone entstehen aus Jod und der Aminosäure Tyrosin, aktiviert werden sie jedoch größtenteils außerhalb der Schilddrüse, etwa in Leber, Muskeln oder Darm. Mikronährstoffe wie Selen, Zink und Eisen sind entscheidend für diese Umwandlung. Auch Schilddrüsenstörungen haben oft komplexe Ursachen. Begriffe wie Unterfunktion oder Überfunktion beschreiben zunächst nur einen Zustand. Häufig steckt hinter einer Unterfunktion die Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis, während eine Überfunktion mit Morbus Basedow zusammenhängen kann. Auch chronischer Stress, Entzündungen, Energiemangel oder Nährstoffdefizite können die hormonelle Regulation beeinflussen. Welche Symptome können auf eine gestörte Schilddrüsenfunktion hinweisen? Warum reicht es oft nicht aus, nur den TSH-Wert zu betrachten? Und weshalb lohnt es sich, die Schilddrüse immer im Zusammenhang mit dem gesamten Organismus zu verstehen? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Mar 10, 2026 • 44min

Placebo & Nocebo: Wie Erwartungen Heilung beeinflussen (Dr. Helena Hartmann)

Matthias Baum & Dr. Helena Hartmann „Placebo- und Noceboeffekte spielen bei fast allen medizinischen Behandlungen eine Rolle.“ - Dr. Helena Hartmann ist Psychologin und Neurowissenschaftlerin und erforscht seit vielen Jahren, wie Erwartungen, Erfahrungen und der Behandlungskontext unsere Wahrnehmung von Schmerz und Symptomen beeinflussen – und welche Prozesse dabei im Gehirn ablaufen. In dieser Episode des PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Dr. Helena Hartmann über ein Phänomen, das die Medizin seit Jahrzehnten beschäftigt. Was oft als „nur Placebo“ abgetan wird, ist in Wirklichkeit ein klar messbarer biologischer Prozess. Der Placeboeffekt beschreibt Veränderungen von körperlichen oder psychischen Symptomen, die durch Erwartungen, Erfahrungen und den Kontext einer Behandlung entstehen. Studien zeigen, dass diese Effekte direkt im Gehirn sichtbar werden: Bestimmte Hirnregionen verändern ihre Aktivität und der Körper setzt körpereigene Botenstoffe wie Endorphine frei, die Schmerz und Wohlbefinden beeinflussen können. Doch Erwartungen können auch das Gegenteil bewirken. Beim sogenannten Noceboeffekt führen negative Erwartungen oder Sorgen über mögliche Nebenwirkungen dazu, dass Beschwerden stärker wahrgenommen werden oder Therapien schlechter wirken. Wie entstehen diese Effekte im Gehirn? Welche Rolle spielen Erwartungen und Erfahrungen für den Erfolg von Behandlungen? Und wie lässt sich die „körpereigene Apotheke“ bewusst nutzen? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Mar 3, 2026 • 25min

Frauengesundheit: Patienten zweiter Klasse? (Deep Dive)

Matthias Baum „Unsere Medizin ist nicht neutral, sie wurde über Jahrzehnte am männlichen Körper ausgerichtet. Das benachteiligt Frauen massiv.“ In diesem PARACELSUS LAB Deep Dive erklärt Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, warum Frauengesundheit weit mehr ist als ein Spezialgebiet für Hormone oder Schwangerschaft. Es geht um Gendermedizin und um die Frage, wie objektiv unser Gesundheitssystem wirklich ist. Viele Studien, Leitlinien und Dosierungsempfehlungen beruhen historisch vor allem auf Daten männlicher Probanden. Das hat Folgen für Diagnostik und Therapie. Ein zentrales Beispiel sind Herz Kreislauf Erkrankungen. Sie betreffen Frauen genauso häufig wie Männer. Dennoch werden Herzinfarkte bei Frauen oft später erkannt, weil Symptome anders aussehen und nicht dem klassischen Lehrbuchbild entsprechen. Dadurch steigt das Risiko für schwere Verläufe. Auch bei Medikamenten zeigen sich Unterschiede. Stoffwechsel, Hormonlage und Körperzusammensetzung beeinflussen Wirkung und Nebenwirkungen deutlich. Wird das nicht berücksichtigt, entsteht keine individuelle Medizin, sondern eine vereinfachte. Gendermedizin bedeutet daher nicht Ideologie, sondern Genauigkeit. Biologische Unterschiede zwischen den Geschlechtern wirken sich auf Krankheitsverlauf, Diagnostik und Therapie aus. Wenn diese Unterschiede in Forschung und Praxis nicht ausreichend einbezogen werden, entstehen systematische Lücken in der Versorgung. Wie männerzentriert ist medizinische Forschung bis heute? Warum werden Symptome bei Frauen häufiger fehlinterpretiert? Und weshalb ist geschlechtersensible Medizin ein notwendiger Schritt hin zu besserer, präziserer Versorgung? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Feb 24, 2026 • 23min

Reward Deficiency Syndrome: Wenn Motivation biologisch blockiert wird (Deep Dive)

Matthias Baum „Viele Menschen scheitern nicht an Disziplin, sondern daran, dass ihr Belohnungssystem Anstrengung nicht mehr als lohnend bewertet.“ In diesem PARACELSUS LAB Deep Dive erklärt Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum das Reward Deficiency Syndrome. Es beschreibt, warum Motivation, Suchtverhalten, ADHS-ähnliche Symptome und Erschöpfung häufig gemeinsam auftreten. Nicht als neue Diagnose, sondern als Erklärungsansatz für ein Belohnungssystem, das in einer Welt permanenter Reize aus dem Gleichgewicht geraten kann. Zentral ist die Rolle von Dopamin. Es ist kein Glückshormon, sondern ein Signal für Erwartung und Antrieb. Es entscheidet, ob sich Einsatz lohnt. Beim Reward Deficiency Syndrome geht es nicht um zu wenig Dopamin, sondern um eine veränderte Wirkung im Belohnungssystem. Natürliche Reize wie Bewegung, Lernen oder soziale Interaktion lösen weniger Motivation aus, während schnelle, intensive Reize stärker wirken. Die Suche nach Belohnung nimmt zu, die Zufriedenheit nimmt ab. Begünstigt wird diese Entwicklung durch genetische Veranlagung, chronischen Stress, Schlafmangel und eine Umgebung mit dauerhafter Hochstimulation - etwa durch Social Media, Gaming oder stark verarbeitete Lebensmittel. Entscheidend ist nicht der einzelne Reiz, sondern das langfristige Muster. Aufmerksamkeitsschwierigkeiten oder impulsives Verhalten erscheinen so weniger als Willensschwäche, sondern als Ausdruck einer biologischen Anpassung. Was bedeutet das für den Umgang mit Motivation und Selbstregulation? Warum reicht Willenskraft oft nicht aus? Und welche Rolle spielen Schlaf, Stressregulation, Bewegung und bewusste Reizreduktion für ein stabiles Belohnungssystem? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Feb 17, 2026 • 50min

Innere Balance ist kein Zufall: Wie Regulation biologisch funktioniert (Olga Posor und Andi Bernhard)

Matthias Baum & Olga Posor & Andi Bernhard „Regulation wird nicht von außen erzeugt, sondern entsteht, wenn der Körper in Sicherheit wieder zu seiner eigenen Balance zurückfindet.“ Olga Posor und Andi Bernhard sind renommierte Experten für Energiearbeit und gefragte Coaches. Sie verbinden neurowissenschaftliche Erkenntnisse über das autonome Nervensystem und Gehirnfrequenzen mit somatischer Begleitung und bewusst gestalteten Klangräumen. Im Zentrum steht kein Heilsversprechen, sondern ein Erfahrungsraum, in dem der Organismus wieder Zugang zu seiner eigenen Regulationsfähigkeit bekommt. In dieser Folge PARACELSUS LAB spricht Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum mit Olga Posor und Andi Bernhard über einen neurosomatischen Ansatz, der Nervensystem, Körperwahrnehmung und Intuition zusammenführt. Viele Menschen leben dauerhaft im Aktivierungsmodus. Chronischer Stress verändert Schlaf, Hormonbalance, Entzündungsprozesse und emotionale Stabilität. Entscheidend ist daher nicht maximale Entspannung, sondern die Fähigkeit, zwischen Anspannung und Ruhe flexibel zu wechseln. Gezielte Klangabfolgen sprechen unterschiedliche Gehirnfrequenzen an und führen in einen Zustand zwischen Wachheit und Dämmerung. In diesem Zwischenraum kann das Nervensystem vom Alarmmodus wieder in Regulation wechseln. Herzfrequenz, Atmung und Muskeltonus verändern sich - messbar und physiologisch nachvollziehbar. Regulation wird als natürlicher, dynamischer Prozess verstanden. Nicht Kontrolle steht im Mittelpunkt, sondern Anpassungsfähigkeit. Wer wieder regulieren kann, gewinnt Schlafqualität, Belastbarkeit und emotionale Stabilität zurück. Was bedeutet Sicherheit auf neurobiologischer Ebene? Warum fällt vielen Menschen Nichtstun schwerer als Aktivität? Und wie lässt sich Selbstregulation gezielt fördern? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Feb 10, 2026 • 19min

Mangel im Überfluss: Unterversorgung trotz kalorienreicher Ernährung (Deep Dive)

Matthias Baum „Ernährung macht uns nicht krank, weil wir zu viel essen – sondern weil wir bei Überfluss das Entscheidende weglassen.“ In diesem PARACELSUS LAB Deep Dive erklärt Gesundheitswissenschaftler Matthias Baum, wie aktuelle ernährungswissenschaftliche Daten Ernährung einordnen: nicht anhand einzelner Lebensmittel oder Verbote, sondern entlang langfristiger Ernährungsmuster, die Stoffwechsel, Entzündungsprozesse und Krankheitsrisiken beeinflussen. Im Fokus steht eine zentrale Erkenntnis der modernen Ernährungsforschung: Viele Menschen nehmen ausreichend oder sogar zu viel Energie auf, sind jedoch chronisch unterversorgt mit den Substanzen, die Regulation im Körper ermöglichen. Krankheitsentstehung ist damit weniger eine Folge des Überflusses allein, sondern Ausdruck eines Mangels an entscheidenden Nahrungsbestandteilen innerhalb des Ernährungsmusters. Besonders relevant sind dabei Ballaststoffe, Proteine sowie Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Ballaststoffe wirken als zentrales Steuerungselement für Darmfunktion, Immunsystem und Entzündungsregulation. Eine zu geringe Proteinzufuhr beeinträchtigt Muskelmasse, Grundumsatz und die metabolische Stabilität. Fehlende Mikronährstoffe und pflanzliche Schutzstoffe schwächen zentrale Prozesse der Energieproduktion sowie die Stress- und Entzündungsregulation auf zellulärer Ebene. Spannend: Ultrahoch verarbeitete Lebensmittel verstärken diese Dynamik, nicht primär durch ihre Verarbeitung, sondern weil sie vollwertige Lebensmittel verdrängen. Sie liefern viel Energie, aber zu wenig Sättigung, Ballaststoffe und Nährstoffe. Krankheit entsteht so nicht durch einzelne „schlechte“ Lebensmittel, sondern durch ein dauerhaft defizitäres Ernährungsmuster. Was verändert sich, wenn wir Ernährung nicht mehr bewerten, sondern systemisch betrachten? Welche Denkfehler prägen unseren Umgang mit „gesunder“ und „ungesunder“ Ernährung bis heute? Und warum ist Versorgung für die Regulation des Körpers oft wirksamer als Kontrolle und Verzicht? Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB. Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
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Feb 3, 2026 • 46min

Heilung ist kein Zufall: Biologische Voraussetzungen für Regeneration (Nicolai Loboda)

Nicolai Loboda, Gründer des interdisziplinären Therapiezentrum Circles und Therapeut für systemische Regeneration, erklärt Heilung als dynamischen Prozess. Er spricht über koordinierte Steuerung durch Nervensystem und Immunsystem. Themen sind Wundheilungsphasen, Störfaktoren wie Stress und Nährstoffdefizite sowie praktische Prioritäten für Therapie und OP-Vorbereitung.

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