
PARACELSUS LAB Geerbte Angst: Wie Trauma über Generationen weiterwirkt (Elke Schuster)
„Was eine Generation nicht verarbeiten kann, wirkt oft in der nächsten Generation weiter.“ Trauma entsteht nicht allein durch belastende Erfahrungen, sondern dann, wenn ein Ereignis das System so stark überfordert, dass es nicht integriert werden kann. Die Folgen können bestehen bleiben und sich sogar über Generationen hinweg fortsetzen.
In dieser Episode PARACELSUS LAB spricht Podcast-Host Matthias Baum mit Elke Schuster, Studienleiterin der Paracelsus Gesundheitsakademie in Mönchengladbach, über Trauma, Kriegserfahrungen und transgenerationale Prägungen.
Unverarbeitete Belastungen verschwinden nicht, sie verändern ihre Form. Sie zeigen sich in Mustern, Stressreaktionen und einem veränderten Erleben von Sicherheit und Beziehung. Anhaltende Anspannung, diffuse Ängste oder ein erhöhtes Stressniveau können Ausdruck von Erfahrungen sein, die nicht in der eigenen Biografie begonnen haben, sondern in der Familiengeschichte.
Die systemische Aufstellungsarbeit setzt genau hier an. Sie macht verborgene Dynamiken sichtbar: emotionale Bindungen, unausgesprochene Loyalitäten und übernommene Muster. Beziehungen werden räumlich dargestellt, innere Prozesse externalisiert und damit erfahrbar gemacht. So entsteht Zugang zu Themen, die sich rein kognitiv oft nicht erschließen lassen. Veränderung beginnt dort, wo emotionale und körperliche Ebenen einbezogen werden.
Welche traumatischen Erlebnisse tragen viele Menschen in sich, ohne den Ursprung zu kennen? Wie entstehen Reaktionen, die nicht zur eigenen Lebensgeschichte passen? Und was verändert sich, wenn das Unsichtbare sichtbar wird?
Antworten direkt aus dem PARACELSUS LAB.
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Ein ALL EARS ON YOU Original Podcast.
