detektor.fm | Podcasts

detektor.fm – Das Podcast-Radio
undefined
Aug 15, 2025 • 41min

Spektrum der Wissenschaft – Der Podcast | Von Freud bis heute: Das Jahrhundert der Psychologie

Die Psychologie ist eine Wissenschaft mit langer Vergangenheit und kurzer Geschichte, sagen Fachleute manchmal schmunzelnd. Denn im Vergleich zu anderen Disziplinen existiert sie noch gar nicht so lange. Das erste psychologische Institut der Welt wurde 1879 an der Universität Leipzig eröffnet. Bereits kurz darauf macht ein Mann aus Wien mit seiner berühmten Couch und seinen für die damalige Zeit ungewöhnlichen Methoden von sich reden: Sigmund Freud. Gemeinsam mit Zeitgenossen wie Carl Gustav Jung und Alfred Adler prägt Freud die frühe Psychologie und Psychotherapie entscheidend. Dennoch werden ihre Ansätze heute auch kritisch betrachtet. Psychologie im Wandel Die Forschung zum menschlichen Innenleben hat seitdem große Fortschritte gemacht und psychologische Konzepte haben immer stärker Einzug in unseren Alltag gehalten. Dabei blieben sie nicht unberührt vom Zeitgeschehen: Politische Systeme und gesellschaftliche Trends zum Beispiel haben sich auch auf die Wissenschaft ausgewirkt. Umgekehrt hat die Psychologie in den letzten gut einhundert Jahren auch unser Zusammenleben geprägt. Denn in Zeiten, in denen die Buchhandlungen und Social Media voll mit populärwissenschaftlichen Fakten zum Thema sind, befassen wir uns viel intensiver mit unserer Psyche. Auch Therapie und Erkrankungen sind in weiten Teilen der Gesellschaft immer weniger tabuisiert. Steve Ayan war lange Jahre Redakteur bei „Gehirn & Geist“, dem Magazin für Psychologie und Hirnforschung von Spektrum der Wissenschaft. Er ist außerdem Buchautor und hat sich in „Seelenzauber — Aus Wien in die Welt: das Jahrhundert der Psychologie“ mit der Geschichte der Psychologie seit Freud und Co. bis in die heutige Zeit befasst. Im Gespräch mit detektor.fm-Moderator Marc Zimmer erklärt Ayan, was die Ideen der großen Köpfe Freud, Jung und Adler waren und welche Rolle die Sexualität dabei spielt. Er geht auch darauf ein, warum man so wenig von weiblichen Psychologinnen aus dieser Zeit hört und erklärt, warum die Psychologie aus seiner Sicht ein Zwitter-Dasein zwischen Forschung und Populärkultur führt.
undefined
Aug 15, 2025 • 1h 2min

Antritt | Interview: Wie baut man Carbonrahmen in Portugal, Christian Gemperlein?

Im „Antritt“ geht’s in dieser Ausgabe mit Christian Gemperlein um die Serienfertigung von Carbonrahmen bei CarbonTeam in Portugal. Räder für den Rennsport haben Carbonrahmen Fahrradrahmen für den Rennsport werden aus Carbon gebaut. Der Verbundwerkstoff hat Stahl, Titan und Aluminium im Hochleistungsbereich schon vor einiger Zeit abgelöst. Zu groß sind die Vorteile des Verbunds aus Kohlefaser und Harz: geringes Gewicht, große Steifigkeit, Komfort und aerodynamische Formgebung. Kein anderer Werkstoff bietet derzeit eine so günstige Kombination wichtiger Eigenschaften. Doch die Herstellung von Carbonrahmen ist technik- und arbeitsintensiv. Deswegen findet ein Großteil der Fertigung in Asien statt, wo die Lohnkosten geringer sind und sich daher ein Großteil der Produzenten angesiedelt hat. Dementsprechend viel Know-how ist dort in Sachen Fertigung vorhanden. Carbonrahmen aus anderen Teilen der Welt gelten als Ausnahme von der Regel — auch dadurch, dass sie meist in sehr kleinen Serien entstehen. Carbonrahmen made in Europe Dass man auch in Europa konkurrenzfähige Carbonrahmen in Serie herstellen kann, beweist seit wenigen Jahren der Hersteller CarbonTeam. Dabei handelt es sich um einen Zusammenschluss von portugiesischen, taiwanesischen und deutschen Geschäftspartnern. Christian Gemperlein baut mit seiner Firma Bike Ahead Composites bereits Carbonrahmen in Kleinserie in Deutschland, als Teilhaber von CarbonTeam strebt er allerdings größere Stückzahlen an. In der Fertigung in Portugal arbeiten rund 200 Menschen, die Stückzahl von 25.000 Rahmen soll 2025 erreicht werden. Zu den Kunden zählen namhafte Hersteller wie Open oder Parlee. Christian Gemperlein im Interview Über die Fertigung von Carbonrahmen, die Gründe für die Investition in Portugal und die Ziele und Perspektiven von CarbonTeam hat Gerolf mit Christian Gemperlein auf der Eurobike 2025 gesprochen. Antritt bei Steady und Apple Rückenwind geben In unserer eigenen „Antritt“-Community bei Steady könnt ihr die Folge immer schon früher hören. Schaut doch mal bei Steady vorbei, wenn ihr uns unterstützen wollt. Schon 2,50 Euro pro Monat geben uns ordentlich Rückenwind! Übrigens: Auch bei Apple Podcasts Abonnements könnt ihr unseren Fahrradpodcast regelmäßig unterstützen und Episoden früher hören. Passend zu unseren Folgen könnt ihr hier unsere Spotify-Playlist hören:
undefined
Aug 15, 2025 • 29min

brand eins-Podcast | Airbnb vs. Stadt?

Widerstand gegen Airbnb und Co Airbnb, Expedia oder Booking spielen schon lange eine zentrale Rolle auf dem Tourismusmarkt. Für viele haben diese Vermietungsplattformen das Reisen individueller und günstiger gemacht. Doch mit dem Erfolg wächst auch der Widerstand gegen die Plattformen. Für Kritikerinnen und Kritiker gelten sie als Treiber für Wohnungskrisen, insbesondere in Tourismus-Hochburgen. Die Städte gehen dagegen ganz unterschiedlich vor. In New York — früher der umsatzstärkste Airbnb-Standort — hat die Stadt die Auflagen für Vermieterinnen und Vermieter so verschärft, dass es als De-facto-Verbot gilt. Ein aktuelles und extremes Beispiel ist Barcelona. Dort will die Stadtverwaltung bis Ende 2028 alle Ferienwohnungen abschaffen. Hamburg: Verbot von Ferienwohnungen keine Option Auch in Deutschland haben Großstädte schon seit längerem die Kurzzeitvermietung reguliert. In Hamburg muss sich seit 2019 jeder Anbieter mit einer individuellen Wohnraumschutznummer ausweisen. Michael Otremba ist seit knapp zehn Jahren Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH und der Hamburg Marketing GmbH. Ein Verbot von Ferienwohnungen sei für Hamburg bisher nie eine Option gewesen, erzählt er im Podcast. Er sagt aber auch, dass eine Stadt immer die Wohnraumsituation bedenken und klare Grenzen definieren müsse. In Hamburg ist die Vermietung der eigenen Wohnung an Gäste für maximal acht Wochen im Jahr genehmigungsfrei erlaubt. Lebensqualität statt Übernachtungszahlen Hamburg gehört neben Berlin und München regelmäßig zu den beliebtesten Städtereisezielen. Grundlage solcher Rankings sind in der Regel Übernachtungszahlen, an denen Tourismusorganisationen auch ihren Erfolg messen. Diese Perspektive habe sich mittlerweile massiv geändert, sagt Michael Otremba. Stattdessen gehe es vor allem um die Frage, wie sich die Bedürfnisse von Einheimischen und Gästen vereinbaren lassen und wie groß die Anerkennung von Tourismus in der Stadt sei. Über den Perspektivwechsel im Tourismus, wie der Erfolg gemessen wird und wie sich der Wunsch nach flexiblen Reisen und die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner in Hamburg vereinen lassen, darüber spricht Michael Otremba in dieser Folge des „brand eins Podcasts“ mit detektor.fm-Moderator Christian Bollert.
undefined
Aug 15, 2025 • 4min

Was läuft heute? | Unparteiisch — Deutschlands Elite-Schiedsrichter, Staffel 2

Ohne sie läuft gar nichts Harry Kane, Mats Hummels, Joshua Kimmich — wer sich auch nur ein bisschen für Fussball interessiert, kennt diese Namen. Aber was ist mit Felix Brych, Florian Exner und Fabienne Michel? Die Schiedsrichter und Schiedsrichterinnen sind bei weitem nicht so bekannt wie die Spielerinnen und Spieler, dabei läuft ohne sie doch gar nichts: weder in der Bundesliga, noch bei Champions League oder Länderspielen. Vor zwei Jahren hat die ARD die Doku-Reihe „Unparteiisch“ über Deutschlands Elite-Schiedsrichter veröffentlicht, nun kehrt das Format mit sechs neuen Folgen zurück. Hoher Druck In „Unparteiisch“ kehrt der 49-jährige Felix Brych zu Beginn der Saison 24/25 nach einem Kreuzbandriss zurück. Florian Exner pfeift seine erste Saison als Erstliga-Schiedsrichter und berichtet, welcher Druck auf den Elite-Schiedsrichtern lastet. Fabienne Michel kommt 2024/25 auch im DFB-Pokal und in der 3. Liga zum Einsatz . Ihr Ziel ist es, irgendwann auch in der 2. Bundesliga zu pfeifen. Als Frau im Männerfußball hat sie eine Sonderstellung und berichtet auch von den leider scheinbar unvermeidlichen sexistischen Beleidigungen durch Fans. „Unparteiisch — Deutschlands Elite-Schiedsrichter“ könnt ihr in der ARD-Mediathek anschauen. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
undefined
Aug 14, 2025 • 22min

Forschungsquartett | KI und Ethik: Die Moral von Mensch und Maschine

Das Forschungsquartett — dieses Mal in Kooperation mit dem Forschungszentrum Jülich Mensch, Moral, Maschine Beim Hin- und Herschreiben mit Chatbots wie ChatGPT, Meta AI und Co. kann man schnell vergessen, dass man mit einer Maschine und nicht mit einem Menschen spricht. Die Antworten der KI-Modelle werden immer menschlicher, sprich empathischer und emotionaler. Manche KI-System sind inzwischen so gut darin, auf die Sorgen und Nöte ihrer Nutzerinnen und Nutzer zu reagieren, dass sie klassischen Therapieangeboten Konkurrenz machen: Studien zeigen, dass viele Menschen sich von Chatbots besser verstanden fühlen als von Gesprächspartnerinnen und -partnern aus Fleisch und Blut. Was folgt daraus für unser Verhältnis zu den vermeintlich mitfühlenden Maschinen? Kann man eine KI für ihr Verhalten verantwortlichen machen, so wie Menschen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen? An dieser Stelle kommt die praktische Philosophie, also die Ethik ins Spiel. Ethik und Künstliche Intelligenz Seit jeher beschäftigten sich Philosophen und später auch Philosophinnen mit der Frage, wie sich der oder die Mensch verhalten soll — im Umgang mit anderen, mit der Welt und sich selbst. Verantwortung und Verantwortlichmachen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der Ethik. Und die KI fügt ein neues Kapitel hinzu: Dank Künstlicher Intelligenz bieten sich völlig neue Möglichkeiten, zum Beispiel in der Medizin, wenn es um die Diagnose von Erkrankungen wie Tumoren geht. Entscheidet also künftig der Computer über die Behandlung? Und wer übernimmt dann die Verantwortung für das Ergebnis? Über solche Fragen denkt der Philosoph Prof. Bert Heinrichs nach. Er lehrt Ethik an der Universität Bonn, und er leitet die Arbeitsgruppe „Neuroethik und Ethik der KI“ am Forschungszentrum Jülich. Aus der Perspektive der Ethik befasst er sich mit dem rasanten Wandel der Medizin durch Künstliche Intelligenz. Im „Forschungsquartett“ spricht er mit detektor.fm-Redakteur Johannes Schmidt über das Verantwortungsbewusstsein von Mensch und Maschine — und was es unterscheidet.
undefined
Aug 14, 2025 • 5min

Was läuft heute? | Der Brutalist

Der Brutalist Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wandert der jüdisch-ungarischen Architekt László Toth in die USA aus, um einen Neuanfang zu wagen. Zuerst arbeitet László in einem Kohlewerk, bis er von dem Unternehmer Harrison Lee Van Buren entdeckt wird. Dieser bittet László, als Architekt für ihn zu arbeiten, mit der Aussicht ihm und seine Frau Erzsébet ein besseres Leben zu ermöglichen. Folge dem amerikanischen (Alb)Traum Regisseur Brady Corbet konnte mit seinem imposanten Drama nicht nur einen Oscar als bester Film einheimsen, sondern brachte auch Hauptdarsteller Adrien Brody seinen zweiten Academy-Award ein. An der Seite von Brody sind Felicity Jones und Guy Pearce zu sehen. Das dreieinhalb Stunden lange Epos „Der Brutalist“ könnt ihr bei WOW gucken. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
undefined
Aug 13, 2025 • 4min

Was läuft heute? | Alien: Earth

Alien: Earth Zwei Jahre bevor die Handlung des Original Alien Films einsetzt, landet das Raumschiff Maginot per Bruchlandung auf der Erde. Eine Truppe Konzernagenten wird zur Bergung der Fracht losgeschickt und stößt bei ihrem Einsatz auf fünf unbekannte und gefährliche Alienarten. Die Truppe rund um Metamensch Wendy muss ums Überleben kämpfen, um die außerirdische Spezies davon abzuhalten, die Erde auszulöschen. Xenomorph in Serienform Das erste Mal in der Geschichte des Franchise, wagt Alien den Sprung in das Serienformat. Verantwortlich dafür ist Showrunner Noah Hawley, der schon aus dem Film „Fargo“ eine erfolgreiche Serie, mit mehreren Staffeln gemacht hat. In den Hauptrollen sind unter anderem Sydney Chandler, Alex Lawtheraus und Timothy Olyphant zu sehen. Die ersten beiden Folgen von „Alien: Earth” sind ab heute verfügbar, die restlichen 6 gibt wöchentlich auf Disney+. Was läuft heute? Wir bringen Licht in den Streaming-Dschungel. In „Was läuft heute?“ klicken wir uns durch Mediatheken und Streaminganbieter — damit ihr es nicht tun müsst. Unsere Empfehlungen findet ihr täglich überall dort, wo es Podcasts gibt.
undefined
Aug 12, 2025 • 43min

Geschichten aus der Mathematik | Numberphile und das YouTube-Battle um die unendliche Summe

Numberphile: Mathematik kompakt erklärt Am 9. Januar 2014 lädt der Videojournalist Brady Haran ein 7:49-minütiges Video auf seinem YouTube-Kanal Numberphile hoch. Wie schon in den circa 180 vorherigen Video auf diesem Kanal geht es um Mathematik. Dieses Video wird jedoch eine riesige Kontroverse in der Mathe-Community auslösen, denn die Physiker Tony Padilla und Ed Copeland behaupten darin, dass die Summe aller natürlichen Zahlen — also 1+2+3+4+… — gleich minus 1/12 sei. Die rund eine Million Abonnentinnen und Abonnenten schätzen den Numberphile-Kanal dafür, wie Mathematikerinnen und Mathematiker, Physikerinnen und Physiker in den Videos Mathematik vermitteln: Sie erklären unter anderem Fun Facts zu Zahlen oder Hintergründe zu mathematischen Phänomenen — auf eine niedrigschwellige und zwanglose Art, damit auch Menschen folgen können, die wenig mit Mathematik zu tun haben. Eigentlich gelingt das immer ganz gut. Für dieses Video hagelt es jedoch Kritik. Viele Menschen finden das Ergebnis absurd, halten es für falsch — und beschweren sich in der Kommentarspalte unter dem Video, in ihren Blogs und in Brady Harans E-Mail-Postfach. Es werden sogar Vorwürfe laut, dass der „mathematische Hokuspokus“ im Video — ein Ausdruck, den Padilla selbst benutzt hatte — keine Mathematik sei. „Um auf minus 1/12 zu kommen, wenn man unendlich 1+2+3+4+5+… rechnet, muss man eine sehr komplexe Theorie anwenden. Padilla und Copeland präsentieren deshalb im Video eine extrem vereinfachte Erklärung“, sagt Mathematiker Demian Nahuel Goos. Obwohl es noch ein zweites, ausführlicheres Video zu der unendlichen Summe mit detaillierterer Beweisführung gibt, arbeiten sich die Kritikerinnen und Kritiker am ersten Video ab, das angeblich schwerwiegende Fehler enthalte. Die Verbindung zwischen 1+2+3+… und minus 1/12 Nach einiger Zeit ebbt der Shitstorm ab. Doch dann gießt der Mathematik-YouTuber Mathologer Anfang 2018 noch einmal Öl ins Feuer, indem er das erste Numberphile-Video zur unendlichen Summe scharf kritisiert. Die Berechnungen von Tony Padilla und Ed Copeland seien „falsch in Großbuchstaben“ und das Video sei eine „Katastrophe für die mathematische Öffentlichkeitsarbeit“, so Mathologer in seinem Video, das er als „Erklärung, wie man es hätte richtig machen können“ veröffentlicht. Um mit strenger mathematischer Beweisführung und ohne Vereinfachungen auf das erstaunliche Ergebnis von minus 1/12 zu kommen, braucht man eine spezielle mathematische Funktion, die sogenannte Zetafunktion. Mithilfe dieser Funktion lässt sich tatsächlich beweisen, dass es eine Verbindung zwischen der unendlichen Summe und der Zahl minus 1/12 gibt. „Im Prinzip bleibt also nur noch die Frage offen, ob man jetzt wirklich sagen kann, dass 1+2+3+4+… gleich minus 1/12 ist, oder ob 1+2+3+4+… nur mit minus 1/12 zusammenhängt“, sagt Manon Bischoff, Mathe-Redakteurin bei Spektrum der Wissenschaft. Was genau rechnen Ed Copeland und Tony Padilla? Wie gehen die Numberphile-Beteiligten mit dem ganzen negativen Feedback um? Und was können wir daraus für die Wissenschaftskommunikation lernen? Darüber sprechen detektor.fm-Moderatorin Karolin Breitschädel, Spektrum der Wissenschaft-Redakteurin Manon Bischoff und Mathematiker Demian Nahuel Goos in dieser Folge von „Geschichten aus der Mathematik“. „Geschichten aus der Mathematik“ ist ein detektor.fm-Podcast in Kooperation mit Spektrum der Wissenschaft. Die Idee für diesen Podcast hat Demian Nahuel Goos am MIP.labor entwickelt, der Ideenwerkstatt für Wissenschaftsjournalismus zu Mathematik, Informatik und Physik an der Freien Universität Berlin, ermöglicht durch die Klaus Tschira Stiftung.
undefined
Aug 12, 2025 • 25min

Mission Energiewende: Der Klima-Podcast | Mit Kopf und Herz: Aufforsten in der Republik Moldau

Republik Moldau: Zu wenig Wald Bäume spielen eine zentrale Rolle für den Klimaschutz: Sie speichern Kohlenstoff und regulieren den Wasserhaushalt. Dazu kommt, dass Wälder die biologisch vielfältigsten Ökosysteme an Land sind: 80 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten an Land sind in ihnen beheimatet. Wälder sind also extrem wichtig — und die Republik Moldau hat viel zu wenige davon. Nur elf Prozent der Fläche des Landes sind mit Wald bedeckt. Das ist deutlich weniger als der europäische Durchschnitt: Der liegt laut EU Kommission bei 39 Prozent. Die moldauische Regierung will gegensteuern — und hat deshalb vor zwei Jahren ein ehrgeiziges Aufforstungsprogramm ins Leben gerufen. Aufforstung ist in vollem Gange Bis 2032 sollen 15 Prozent des moldauischen Territoriums mit Wald bedeckt sein. Dafür sollen die bestehenden Wälder besser geschützt und neue Wälder gepflanzt werden. Aber wie sieht das Ganze in der Praxis aus? detektor.fm-Reporterin Alea Rentmeister war in der Republik Moldau unterwegs, um mehr über das Aufforstungsprogramm zu erfahren. Die Recherche wurde vom Institut für Demokratie, Medien und Kulturaustausch e. V. unterstützt. Gemeinsam mit der Journalistin Mathilde Doiezie hat Alea Rentmeister mit Daniela Dohotaru gesprochen, die einen eigenen Kindergarten in Moldaus Hauptstadt Chisinau betreibt und gemeinsam mit ihrem Mann inzwischen mehr als 30 000 Eichen gepflanzt hat. Außerdem führt uns diese Folge von „Mission Energiewende“ nach Sireți, einem der ersten Dörfer in der Republik Moldau, in denen durch das Aufforstungsprogramm neue Bäume gepflanzt worden sind. Bürgermeister Leonid Boaghi zeigt, was aus den Baumsetzlingen inzwischen geworden ist.
undefined
Aug 12, 2025 • 26min

Kunst und Leben – Der Monopol Podcast | Das Bett in der Kunst

Ein Leben anhand des Bettes Anhand eines Bettes kann man eine ganze Lebensgeschichte erzählen — von der Zeugung über die Geburt bis hin zum Tod. Aber was hat dieses Möbelstück mit Kunst zu tun? Bei den alten Meistern gebe es nicht die zerknuddelten Betten, aus denen gerade jemand aufgestanden ist, sagt Elke Buhr. Dargestellt werden eher Liegen, auf denen — oft Frauen — wie hingegossen daliegen. Ganz anders war das beispielsweise in westlichen Monarchien, erzählt Saskia Trebing. Da war das Bett kein privater, sondern ein öffentlicher Ort. Könige wurden bei ihren Audienzen gemalt oder bei ihrer Morgentoilette. Hier wird das Bett als Ort der Macht inszeniert. Ein politischer Ort Ebenfalls politisch, aber mit anderer Intention, inszenieren Ende der 1960er Jahre Yoko Ono und John Lennon das Bett. Bei ihrem berühmten „bed-in“ empfangen sie Journalistinnen und Journalisten und zahllose Fans in einem Hotelzimmer in Amsterdam und Montreal. Sie wollten für den Frieden in Vietnam liegen bleiben. Eine Protestaktion, die von vielen falsch verstanden wurde, erinnert sich Yoko Ono im Gespräch mit Elke Buhr. „They thought it was sexy. It wasn’t! But the concept that they have in their minds: Oh, my God, they’re in bed together, so we have to go see it.“ Die Idee des Bettes als politischer Ort, als Ort des Widerstandes, der Verletzung, der Ohnmacht und der auch sehr intimen Auseinandersetzung mit dem Selbst greifen später auch Künstlerinnen wie Tracey Emin in ihrem Werk „My Bed“ (1998), Louise Bourgeois in „Femme“ (2005) und zuletzt auch Rebekka Benzenberg in ihrer Ausstellung „Dream Baby Dream“ in der Galerie Anton Janizewski auf. Für sie ist das Bett nicht nur ein Symbol, sondern auch ein sehr konkreter Ort, an dem sie viel Zeit verbringt. Sie erholt sich dort, arbeitet dort, isst im Bett. Auch in Phasen ihrer Depression wird das Bett zu ihrem Mittelpunkt. In dieser Folge von „Kunst und Leben“, dem Podcast in Kooperation mit dem Monopol-Magazin, dreht sich alles ums Bett. Elke Buhr und Saskia Trebing sprechen über die Rolle des Bettes in der Kunst.

The AI-powered Podcast Player

Save insights by tapping your headphones, chat with episodes, discover the best highlights - and more!
App store bannerPlay store banner
Get the app