

Archivradio – Geschichte im Original
SWR
Historische Aufnahmen und Radioberichte von den ersten Tonaufzeichnungen bis (fast) heute. Das Archivradio der ARD macht Geschichte hör- und die Stimmung vergangener Jahrzehnte fühlbar. Präsentiert von: Gábor Paál, Lukas Meyer-Blankenburg, Maximilian Schönherr und Christoph König. Ein Podcast von SWR, BR, HR, MDR und WDR. https://archivradio.de | Übersicht über alle Beiträge: http://x.swr.de/s/archivradiokatalog
Episodes
Mentioned books

Dec 4, 2021 • 7min
Sturm auf Stasi-Gebäude in Erfurt | 4.12.1989
Nach den ersten Berichten über angebliche Aktenvernichtungen in der ehemaligen Stasi kommt es in Erfurt und Ostberlin zu spontanen Kundgebungen. Die Demonstrierenden besetzten dabei auch das Stasi-Gebäude in Erfurt.

Dec 4, 2021 • 5min
Vermeintlicher Stasi-Mitarbeiter berichtet von Aktenvernichtung | 4.12.1989
Wenige Wochen nach dem Fall der Mauer ist im DDR-Rundfunk ein Interview mit Sprengkraft zu hören. Ein junger Stasi-Mitarbeiter will gesehen haben, dass sein Vorgesetzter mit Unterlagen im Heizraum verschwindet. Die Stasi vernichtet belastendes Material, das ist die Nachricht.

Dec 3, 2021 • 8min
FDP treibt Umweltschutz voran – in sozialliberaler Koalition | 3.12.1971
Die Grünen gab es 1971 noch nicht. In jenem Jahr ist es die sozialliberale Koalition, also SPD und FDP, die das erste Umweltschutzprogramm in der Bundesrepublik beschließt.
Die "Freiburger Thesen" der FDP
Der Vorstoß kommt von der FDP. Einige Wochen zuvor hat sie auf ihrem Freiburger Parteitag für damalige Verhältnisse progressive Thesen, auch zum Umweltschutz, verabschiedet und sich zum Beispiel für die Internalisierung externer Umweltkosten ausgesprochen. Sprich: Die Umweltschäden sollen bei Verbraucherpreisen berücksichtigt werden. Aus der Forderung wird schnell ein politisches Programm, das am 3. Dezember 1971 bereits im Bundestag diskutiert wird.
Genscher für Verursacherprinzip
Zuständig ist der FDP-Politiker Hans-Dietrich Genscher, damals Bundesinnenminister. Neben Genscher hören wir im folgenden Beitrag auch den damaligen CDU-Politiker Herbert Gruhl, der später Mitgründer der Partei „Die Grünen“ wurde. Beim Thema Umweltschutz dachte in der Politik damals übrigens niemand ans Klima, damals geht es vor allem um Müllvermeidung.

Dec 1, 2021 • 14min
Streit um gerechte Verteilung von Vertriebenen | 2.12.1949
Heimatvertriebene und Flüchtlinge reagieren im Jahr 1949 empört auf eine geplante Umsiedlungsaktion, da sie auf dem Reinhardshof in Wertheim eine neue Heimat gefunden haben.
Arbeitslose Flüchtlinge sollen in ländliche Gemeinden des Landkreises umgesiedelt werden – nicht klar ist jedoch, ob es an diesen Orten tatsächlich auch Arbeit für die Flüchtlinge geben wird. Allerdings versichert der Wohnungsverwalter, dass die zukünftigen Unterkünfte besser ausgestattet seien als die bisherigen.
Im Bild: Frauen bereiten 1948 an einem Tisch im bayerischen Flüchtlingslager Allach Mahlzeiten zu

Nov 29, 2021 • 14min
Reportage aus einer Kommune | 30.11.1968
Doch auch wenn die prominenten Kommunen wie die berühmte K1 mit Rainer Langhans und Uschi Obermaier mit ihrem zur Schau getragenen Drogenkonsum und der freien Liebe die mediale Aufmerksamkeit auf sich ziehen, sind sie nicht unbedingt repräsentativ.
Im Süddeutschen Rundfunk geben Kommunarden Auskunft über ihr Zusammenleben, ihre Beweggründe, auch über ihre Sexualität.

Nov 29, 2021 • 7min
Die Enthüllung der schwarzen Konten | 30.11.1999 | CDU-Spendenaffäre (2)
Wo landete nun die Million des Waffenhändlers Karlheinz Schreiber? Am 26. November 1999 räumt Heiner Geißler, der ehemalige Generalsekretär der CDU, ein, dass es in der CDU schwarze Konten gab. Ex-Bundeskanzler Kohl schweigt zunächst und gibt die schwarzen Konten erst vier Tage später zu.
Vier Tage später schließlich, am 30. November 1999, die lang erwartete Erklärung von Helmut Kohl, der zugab, dass es insgesamt Spenden in Höhe von mehr als 2 Millionen DM gab. Die Spender wolle er nicht nennen, er habe ihnen sein Ehrenwort gegeben.

Nov 23, 2021 • 4min
Die Spende des Waffenhändlers | 24.11.1999 | CDU-Spendenaffäre (1)
Die CDU-Spendenaffäre beginnt im November 1999. CDU-Schatzmeister Walther Leisler Kiep wird verhaftet. Der Verdacht: Steuerhinterziehung. Kiep soll 8 Jahre zuvor vom Waffenhändler Karlheinz Schreiber eine Spende über 1 Million D-Mark für die CDU erhalten haben und nicht versteuert haben. Es stellt sich später heraus, dass das Geld ursprünglich von der Thyssen AG stammt.
Spekulationen gehen los: War das eine Gefälligkeit dafür, dass die Kohl-Regierung Waffenlieferungen an Saudi-Arabien genehmigte? Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl erklärt, er habe von der Spende nichts gewusst. Doch Walther Leisler Kiep stellt das anders dar. Damit wird die Affäre Kiep zu einer CDU-Spendenaffäre. Es ist der 24. November 1999.

Nov 23, 2021 • 3min
Der Anschlag von Mölln | 23.11.1992
Nach den fremdenfeindlichen Übergriffen von Hoyerswerda im September 1991 wird Deutschland im November 1992 durch ein weiteres rechtsextremes Verbrechen erschüttert.
"Zerborstene Fensterscheiben, heruntergefallene Dachziegel, verkohlte Balken" – das sind die Eindrücke eines Reporters vom Tatort: In der Nacht auf den 23. November 1992 verüben Rechtsextremisten einen Brandanschlag auf zwei von türkischen Familien bewohnte Häuser in Mölln. Drei Menschen wurden getötet: die 51-jährige Bahide Arslan, ihre zehnjährige Enkelin Yeliz Arslan sowie deren vierzehnjährige Cousine Ayşe Yılmaz.
Augenzeugen sprechen über die Geschehnisse. Es sei unfassbar, dass die Täter nicht gefasst würden, meint eine schockierte Nachbarin am Tag nach dem Anschlag; denn normalerweise würde man in Mölln wissen, wer es ungefähr gewesen sei.

Nov 20, 2021 • 16min
August Euler über die Zukunft der Flugzeuge | 20.11.1938
Am 20. November 1938 spricht Luftfahrtpionier August Euler über die Zukunft der Luftfahrt aus seiner Sicht.
Das Interview fand anlässlich seines 60. Geburtstags auf seinem Alterswohnsitz am Feldberg im Schwarzwald statt. Euler prophezeit den Siegeszug der "mechanischen Vögel", allerdings werde es auf dem Weg dorthin auch Probleme geben.
Quelle: Deutsches Rundfunkarchiv

Nov 16, 2021 • 6min
SPD vor 25 Jahren: Lafontaine tritt gegen Scharping an und gewinnt | 16.11.1995
Erst eine charismatische flammende Rede halten, dann gegen den amtierenden Parteichef kandidieren – so hat Oskar Lafontaine innerhalb eines Parteitags Rudolf Scharping vom SPD-Vorsitz verdrängt.
Zwei Jahre lang hat Scharping die SPD geführt, und er war ja von der Basis in einer Urwahl gewählt worden! Doch inzwischen ist die Unzufriedenheit ist groß. Und so kommt es in Mannheim zu einer für Rudolf Scharping schmerzhaften Sensation.


