F.A.Z. Bücher-Podcast

Frankfurter Allgemeine Zeitung
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Aug 7, 2022 • 45min

Lesen lässt sich lernen: George Saunders’ Meisterklasse „Bei Regen in einem Teich schwimmen“

Paul Ingendaay spricht mit Hans Maarten van den Brink über die Kunst des Lesens und Erzählens Es gibt viele Bücher, die das Schreiben lehren. Aber wie lernen wir, besser zu lesen - genauer, tiefer, mit mehr Sinn für das Gesagte, Angedeutete und Mitgemeinte? Der amerikanische Schriftsteller und Literaturprofessor George Saunders, Jahrgang 1958, hat mit seinem Buch „Bei Regen in einem Teich schwimmen“ eine solch kurzweilige Schule des Lesens und Verstehens veröffentlicht. Im Untertitel heißt sein Buch „Von den russischen Meistern lesen, schreiben und leben lernen“. Die russischen Meister, das sind Anton Tschechow, Leo Tolstoi, Iwan Turgenjew und Nikolai Gogol. Insgesamt sieben ihrer Erzählungen sind hier vollständig abgedruckt, dazu die Erläuterungen, Kommentare, Abschweifungen und vergnüglichen Übungen, die Saunders seinem Publikum ungefähr so vorlegt, wie er es seit Jahrzehnten mit den Studenten seiner Creative-Writing-Kurse in New York macht. Im Gespräch mit dem niederländischen Schriftsteller Hans Maarten van den Brink, seinerseits ein Meister des Schreibens, versuche ich, dem Zauber von Saunders' Buch auf die Spur zu kommen. Es geht um Offenheit beim Lesen, natürlich, um Beweglichkeit der Phantasie und die Fähigkeit, in den Einzelteilen etwa einer Tschechow-Erzählung den Bauplan des Ganzen zu erkennen, das wir als unser menschliches Universum verstehen: um die Ewigkeit der Kunst also, wenn man so will. Oder aber, etwas bescheidener, um die Lichtblicke, die uns das aufmerksame Lesen schenkt. Zwischendurch kommt auch Frank Heibert zu Wort, der Saunders' Buch mit der gewohnten Meisterschaft ins Deutsche übertragen hat. George Saunders: „Bei Regen in einem Teich schwimmen. Von den russischen Meistern lesen, schreiben und leben lernen“. Aus dem Englischen von Frank Heibert. Luchterhand Verlag, 544 Seiten, 24 Euro.
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Jul 31, 2022 • 33min

Vier Kinder- und Jugendbücher für den Sommer

Tilman Spreckelsen und Fridtjof Küchemann empfehlen Jon Klassen, Frida Nilsson, Erin Entrada Kelly und Mireia Trius Drei Tiere und ein Felsbrocken im freien Fall: In seinem neuen Bilderbuch nähert sich Jon Klassen mit minimalistischen Mitteln Fragen von Format. – Zwei Brüder in der Falle einer Königin: Frida Nilsson entführt in ihrem jüngsten Kinderroman nicht nur die beiden Waisenkinder Sem und Mo in eine wundersame Welt, in der es um Bosheit oder Bedürfnis geht. – Was bleibt, wenn Träume und Hoffnungen mit einem Space Shuttle am Himmel zerplatzen? Erin Entrada Kellys neues Jugendbuch erzählt von einer Familie, die sich verhält wie Weltraumschrott. – Wie leben wir im internationalen Vergleich? In vielen Infografiken setzt ein Sachbuch für Kinder von Mireia Trius und Joana Casals die Welt des Mädchens Mia mit dem von Kindern aus anderen Ländern in Beziehung. In dieser Episode des Bücher-Podcasts stellen wir vier Bücher vor, mit denen junge Leser gut durch den Sommer kommen können. "Aus heiterem Himmel" von Jon Klassen, empfohlen zum Vorlesen für Kinder ab 4 Jahren, auf der Website des NordSüd Verlags "Sem und Mo im Land der Lindwürmer" von Frida Nilsson, geeignet für junge Leser von 10 Jahren an geeignet, auf der Website des Gerstenberg Verlags "Die Nelsons greifen nach den Sternen" von Erin Entrada Kelly, empfohlen für für Leser ab 12 Jahren, auf der Website des dtv "Ich und die Welt" von Mireia Trius mit Illustrationen von Joana Casals, empfehlenswert für Leser von 8 Jahren an, auf der Website von Kleine Gestalten Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik
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Jul 24, 2022 • 39min

Generationen im Zustand des Dazwischen: Simoné Goldschmidt-Lechner über ihren Debütroman "Messer, Zungen"

Maria Wiesner und Fridtjof Küchemann im Gespräch mit der Autorin – und ein neues Literaturrätsel "Im schönsten Unverständnis lebt es sich zärtlich": Das ist so einer dieser Sätze, die aufflackern in "Messer, Zungen", dem Debütroman von Simoné Goldschmidt-Lechner, und dann im Kopf seiner Leserinnen und Leser bleiben. Von Südafrika aus spannt das Buch seine Bögen nach Deutschland und in die USA, von der Kolonisation durch Buren und Engländer über den Kampf um das Ende der Apartheid Anfang der Neunzigerjahre bis in die Gegenwart. Dazwischen: Erinnerungen, Erfahrungen, Momente, Fragmente des Lebens am Kap der guten Hoffnung, aber auch in Deutschland nach einer Auswanderung. Einmal heißt es von einer Figur, die einfach nur Mädchen heißt, sie streiche beim Lesen die Namen von Figuren an, die ihr ähneln könnten. "You are everywhere, in all the books", bekommt sie gesagt. Eine schöne Antwort – aber sie stimmt für Mädchen nicht. Wir haben mit Simoné Goldschmidt-Lechner über das große Thema von "Messer, Zungen" gesprochen, die Spannung zwischen Zugehörigkeit und Zuordnung, über die Vielsprachigkeit und das Verstehen, über menschliche Gewalt und menschliche Wärme in Südafrika, über Fragen an die eigene Geschichte beim Erzählen einer Geschichte und darüber, wie etwas im Geschriebenen zum Vorschein kommen kann, das nicht bewusst hineingeschrieben worden ist. Ein neues Literaturrätsel, die Lösung aus dem Juni und Bekanntgabe des Gewinners runden diese Episode des Bücher-Podcasts ab. "Messer, Zungen" von Simoné Goldschmidt-Lechner (oder, wie es knapp auf dem Cover heißt, SGL) auf der Website des Verlags Matthes und Seitz Berlin faz.net/literaturraetsel: Die Seite für Ihre Teilnahme am Literaturrätsel Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik
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Jul 17, 2022 • 39min

„Wir sollten diese Bewegung entdämonisieren“: Richard Rohrmoser über sein Buch „Antifa“

Kai Spanke im Gespräch mit dem Autor Verfassungsschützer beobachten die Antifa. Verfassungsschützer profitieren von der Antifa. Als sie etwa vor drei Jahren ein Gutachten über die AfD erstellten, belegten die Mitarbeiter des Nachrichtendienstes ihre Ergebnisse über das Verhältnis zwischen der Jugendorganisation Junge Alternative (JA) und rechtsextremistischen Burschenschaften mit einigen Fußnoten. Eine davon verweist auf einen Text namens „Identitäre Burschenschafter“. Zu finden ist er auf www.antifa-berlin.info. Insgesamt sechs Mal bezieht sich das Gutachten auf Internetseiten der Antifa. Ist die Bewegung also ein Partner im Kampf gegen Rechtsextremismus oder doch eine Gefahr für die Demokratie? Einfach lässt sich das nicht beantworten. Der Historiker Richard Rohrmoser unternimmt in seinem Buch und unserem Gespräch einen Streifzug durch die Geschichte dieses politischen Aktionsfelds, für das sich verschiedene Gruppen, NGOs, Parteien und Gewerkschaften engagieren. Er informiert über die autonome Antifa und beklagt die Gewaltbereitschaft mancher Mitglieder. Zugleich hebt er hervor, es seien insbesondere autonome Antifa-Kreise, die herausragende Recherchearbeit zur rechten Szene leisten und Neo-Nazi-Treffen verhindern. Deutlich wird dabei vor allem, dass es „die eine Antifa“ nicht gibt. Die Adresse für Anregungen, Lob und Kritik „Diese Bewegung lässt sich nicht kontrollieren“: Stefan Lockes Besprechung von Richard Rohrmosers „Antifa“
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Jul 3, 2022 • 37min

Meine Mutter war die größte Geschichtenerzählerin: Adania Shibli über ihren Roman "Eine Nebensache"

Paul Ingendaay spricht mit der palästinensischen Autorin Adania Shibli Im Sommer 1949 wird ein palästinensisches Beduinenmädchen von israelischen Soldaten missbraucht und ermordet. Mehr als ein halbes Jahrhundert danach macht sich eine junge Frau aus Ramallah auf, mehr über diesen Vorfall herauszufinden, der sich exakt 25 Jahre nach ihrer Geburt ereignete. Ein Zahlenzufall bringt die Handlung des schmalen Romans „Eine Nebensache“ von Adania Shibli in Gang, der sich zu einer Reflexion über Geschichte, Gewalt, Herkunft und Grenzlinien weitet, über Einsamkeit, Identität und die inneren Checkpoints beim Durchqueren markierter und bewachter Zonen. Was damals „wirklich“ geschah, weicht dabei immer weiter ins Reich einer obsessiven Ich-Suche zurück. Adania Shibli, geboren 1974 in Palästina, legt mit diesem Roman ihr deutsches Debüt vor. Das Buch stand auf der Shortlist des Internationalen Literaturpreises 2022 des Hauses der Kulturen der Welt. Im Gespräch umfährt die Autorin simplifizierende politische Aussagen weiträumig und beharrt auf dem „Anderen“ von Literatur, erzählt von der prägenden Geschichtenerzählerin in ihrem Leben und der Eigentümlichkeit der arabischen Literatursprache. „Eine Nebensache“ ist im Berenberg Verlag erschienen, wurde von Günther Orth übertragen, hat 120 Seiten und kostet 22 Euro.
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Jun 26, 2022 • 41min

"Ich wollte Rathenau erlösen": Stephan Abarbanell über "10 Uhr 50, Grunewald"

Maria Wiesner und Fridtjof Küchemann im Gespräch mit dem Autor Die Fahrt am Vormittag des 24. Juni 1922 von Walther Rathenaus Wohnhaus in der Berliner Koenigsallee Richtung Ministerium dauerte nur wenige Minuten. An der Ecke zur Erdener Straße überholte ein Cabriolet den offenen Wagen des Außenministers, in ihm hebt ein Mann eine Maschinenpistole und schießt. Zu den Biographien, den historischen Einordnungen und dem literarischen Denkmal, das Robert Musil Walther Rathenau mit der Figur des "Großschriftstellers" Paul Arnheim in seinem "Mann ohne Eigenschaften" gesetzt hat, gesellt sich jetzt ein Roman: In "10 Uhr 50, Grunewald" begleitet Stephan Abarbanell Walther Rathenau in seinen letzten Minuten und lässt dabei Stationen seines Lebens, Begegnungen politischer und privatester Natur revue passieren. Welchen Weg findet Rathenau zwischen den Aufgaben in der väterlichen "Allgemeinen Elektricitäts-Gesellschaft", den eigenen beruflichen Neigungen und seinem politischen Pflichtgefühl? Welchen Anfeindungen ist er als, wie er selbst formuliert, "Deutscher jüdischen Stammes" ausgesetzt? Wofür lebt er, wen liebt er? Vor allem aber: "Kommt er bei sich selbst an, bevor seine Mörder bei ihm ankommen?" So formuliert Stephan Abarbanell in unserem Gespräch in dieser Folge des Bücher-Podcasts selbst die Frage, die seine Leser durch den Roman führen soll. Ein neues Literaturrätsel, die Lösung des Rätsels aus dem Mai und die Bekanntgabe, wer diesmal das Buch gewonnen hat, das wir unter den richtigen Einsendungen verlost haben, runden diese Episode ab. "10 Uhr 50, Grunewald" von Stephan Abarbanell auf der Website des Blessing Verlags "Ein Mord als Menetekel": Heinrich August Winkler über das Attentat auf Walther Rathenau vor hundert Jahren "Das seltsam tolerierte Mordprinzip": Helmuth Kiesel über den Terror in der Literatur der Weimarer Republik faz.net/literaturraetsel: Die neue Seite für Ihre Teilnahme am Literaturrätsel Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik
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Jun 19, 2022 • 33min

Die Verkehrswende hat noch nicht mal begonnen: Katja Diehl über ihr Buch „Autokorrektur“

Kai Spanke spricht mit der Autorin über ihr neues Buch In Deutschland gab es 2021 rund 49 Millionen Autos. Diese Zahl ist besonders eindrücklich, wenn man bedenkt, dass wir 83 Millionen Einwohner, 41 Millionen Haushalte und 13 Millionen Erwachsene ohne Führerschein haben. Hinzu kommt, dass unsere Pkw im Schnitt keine 45 Minuten am Tag bewegt werden. Dafür sterben jedes Jahr Tausende Menschen auf deutschen Straßen. Nicht zu vergessen die Ausgaben: Eine Fahrt von etwa 20.000 Kilometer Länge schlägt laut „Handbuch über die externen Kosten des Verkehrs“ der Europäischen Union (2019) unter anderem mit 900 Euro für Unfälle, 236 Euro für die Auswirkungen der Lärmbelästigung und 142 Euro für die Luftverschmutzung zu Buche. Ist es da noch sinnvoll, bei der täglichen Fortbewegung aufs Auto zu setzen? Die Autorin Katja Diehl findet: nein. Weil allerdings viele auf den Wagen angewiesen sind, hat sie sich mit zahlreichen Menschen darüber unterhalten, warum sich der Alltag nur mit dem öffentlichen Nahverkehr und dem Rad kaum meistern lässt. Ein Problem ist die Infrastruktur. Man beachte etwa, dass Deutschland über ungefähr 830.000 Kilometer an Straßen, aber nur 38.600 Kilometer an Bahnstrecken verfügt. Diehl, Jahrgang 1973, arbeitete lange in der Mobilitäts- und Logistikbranche und ist Gastgeberin des Podcasts „SheDrivesMobility“. In unserem Gespräch erläutert sie, warum eine Verkehrswende nötig ist, welche Voraussetzungen dafür unverzichtbar sind, was andere Länder besser machen – und was das Ganze mit Feminismus zu tun hat. Die Adresse für Anregungen, Lob und Kritik „Autos aus dem Verkehr ziehen“: Philipp Krohns Besprechung von Katja Diehls „Autokorrektur“
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Jun 5, 2022 • 48min

Waffen und Feder: Paul Ingendaay trifft den Dichter Tomas Venclova

Neuer Gedichtband: "Variation über das Thema Erwachen" Kürzlich ist der große litauische Dichter Tomas Venclova durch Deutschland, Österreich und die Tschechische Republik gereist und hat zusammen mit seinem Übersetzer Cornelius Hell seinen neuen Gedichtband "Variation über das Thema Erwachen" vorgestellt. Ich traf ihn zum Gespräch in München, erlebte seine Lesung im Lyrik Kabinett in München-Schwabing und hatte Gelegenheit, mich mit einem der besten Experten für das alte Sowjetimperium über die osteuropäische Situation, den Krieg in der Ukraine sowie die Verbindungslinien zwischen russischer, polnischer und litauischer Poesie zu unterhalten. Das Mindeste, was sich danach erkennen lässt: Die Literatur des Baltikums bewahrt eine historisch-kulturelle Erinnerung, auf die wir nicht verzichten sollten. Es gab auch ein Jubiläum zu feiern: Das neue Buch von Tomas Venclova ist der 50. Band in der Reihe Lyrik Kabinett im Hanser Verlag, und seine Lesung war eine Hommage an einen ganz besonderen Ort: Spezialbibliothek, Bücheroase, Ort der Begegnung und Tempel der Poesie in einem. "Variation über das Thema Erwachen". Aus dem Litauischen übertragen von Cornelius Hell. Mit einem Nachwort von Michael Krüger. Edition Lyrik Kabinett im Hanser Verlag. 112 Seiten, 20 Euro. Drei frühere Bücher von Tomas Venclova sind im Suhrkamp Verlag erschienen: "Vilnius: Eine Stadt in Europa". "Gespräch im Winter". Gedichte in der Übersetzung von Claudia Sinnig und Durs Grünbein. "Der magnetische Norden: Gespräche mit Ellen Hinsey".
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May 29, 2022 • 39min

Stärke beziehen aus einer anderen Welt: Serien und Romane für junge Leser

Über Helden, die nicht altern, über altbekannte Maschen und geniale Einfälle Einmal beschwert sich Ella, die Erzählerin aus Timo Parvelas Kinderbuchserie, sogar selbst darüber: Band für Band ihrer beliebten Abenteuer geht sie in die zweite Klasse, "und das nervt". In manchen Serien werden die Figuren einfach nicht älter, in anderen bleiben sie sich gleich, auch wenn mit den Jahren ihrer Fortschreibung ihre Umwelt immer mal wieder aktualisiert wird. Oder – Stichwort "Harry Potter" – die Figuren wachsen doch, und mit ihnen steigert sich die Spannung in den Büchern, das, was den jungen Lesern zugemutet wird. So unterschiedlich die Strickmuster von Serien auch sind, gestrickt werden sie alle. Und erfolgreich sind einige auf dem Kinder- und Jugendbuchmarkt, auch wenn die Branche immer mal wieder einhellig die Überzeugung vertritt, die Zeit der Serien sei vorbei. Tilman Spreckelsen, vielen Hörern als Erfinder des Literaturrätsels hier im Bücher-Podcast bekannt, ist Kinder- und Jugendbuchexperte im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen. In dieser Folge gibt er Einblick in die unterschiedlichen Produktions- und Funktionsweisen von Serien wie Cornelia Funkes "Reckless"-Bücher oder "Alea Aquarius" von Tanya Stewner. Worin liegen ihre Stärken, wo ihre Schwächen? Was ist zu tun, wenn junge Leser nach Abschluss – oder Abbruch – einer Serie in ein Leseloch zu fallen drohen? Und welche Werke wären ihnen ans Herz zu legen, auch wenn sie sich bei ihnen Buch für Buch neu auf Figuren, eine Erzählweise, ein Setting einlassen müssen? Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik "Cornelia Funke folgt der silbernen Fährte": Tilman Spreckelsen über den vierten "Reckless"-Band "Sein Herz tat einen Sprung": Fridtjof Küchemann über Andreas Steinhöfels fünften „Rico und Oskar“-Band "Und dann war Mutter plötzlich verschwunden": Tilman Spreckelsen über Tamara Bachs Jugendroman "Marienbilder" "Wildfremde Menschen": Fridtjof Küchemann über Stefanie Höflers Kinderroman "Mein Sommer mit Mucks" "Unser Fußballgott heißt Kubitschek": *Elena Geus über Martina Wildners Kinderroman "Der Himmel über dem Platz"* "Der Raum ist in alle Richtungen offen": **Lena Bopp über David Almonds Jugendroman "Bone Music" **
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May 22, 2022 • 43min

Revoltieren gegen mich selbst: Lucy Fricke über ihren Roman "Die Diplomatin"

Andrea Diener und Fridtjof Küchemann im Gespräch mit der Autorin Abraten ist noch keine Diplomatie: In ihrem neuen Roman erzählt Lucy Fricke von einer Generalkonsularin in Istanbul, die sich über die Vorgaben ihres Amts hinwegsetzt, um drei Menschen zu retten. Und über den Rat ihres Kollegen aus der Rechtsabteilung, den Wagen unter keinen Umständen selbst zu fahren. Schon im letzten, vielgelobten Roman der Schriftstellerin, "Töchter", saß eine Frau mittleren Alters mit mulmigem Gefühl hinter dem Steuer. Damals ging es um die Familie, jetzt geht es um das Land. Wir haben mit Lucy Fricke über "Die Diplomatin" gesprochen, über Recherchen in Istanbul und Urugay, über den Humor der Diplomaten, die Freiheit, die in der Türkei nicht etwa zuletzt stirbt, sondern dort das Brot der Armen ist, über politische Verfolgung und einen beispiellosen Zusammenhalt der Menschen. Ein neues Literaturrätsel, ein Abschied und eine Begrüßung runden diese Episode des Bücher-Podcasts ab. "Die Diplomatin" von Lucy Fricke auf der Website des Claassen Verlags "Da ist noch mehr als Repräsentieren": Jeanette Schäfer über "Die Diplomatin" von Lucy Fricke "Sturz ins Glück": Fridtjof Küchemann über "Töchter" von Lucy Fricke faz.net/literaturraetsel: Die neue Seite für Ihre Teilnahme am Literaturrätsel Die Adresse für Anregungen, Lob, Kritik

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