Weiterdenken

Svenja Hofert
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Sep 20, 2024 • 1h 13min

Dienend führen

Hart in der Sache, weich zu den Menschen “Ich würde mich als den härtesten Knochen bezeichnen”, sagt Vera Schneevoigt über sich selbst. Denn wenn es um die Zukunft der Menschen geht, muss man dafür kämpfen. "Dienend Führen" ist ein Ausdruck davon. Dabei hat die Managerin ihren Job aufgegeben, um Care-Arbeit zu leisten. Weird? Keineswegs! Mit Vera plauderte ich über unsere Generation, Karriere im Konzern, Führung in der Transformation und die Zukunft. “Wir können Zukunft” heißt dann auch der Titel ihres Buchs. Doch dafür müssen wir erstmal verstehen, dass wir nicht mehr in den 1980ern leben. Und Empathie einer der Schlüssel in der Welt der Daten ist. Hintergründe zum Thema “dienende Führung” bekommt ihr im Beitrag No. 100, den ich hier noch mal verlinke. Das Buch von Vera erscheint heute unter dem Titel “Wir können Zukunft” im Haufe-Verlag.
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Sep 15, 2024 • 30min

Wenn Systeme auseinanderbrechen

Der Fall eines Verlags Die alten Strukturen brechen. In Politik, Gesellschaft - und der Wirtschaft. Das Traditionskaufhaus Breuninger steht zum Kauf, bei Thyssen tobt ein Machtkampf, die Rezession ist praktisch da. Die Wahlen! Krisen sind überall! Persönliche, organisationale, gesellschaftliche? Wie kann ich, wie können wir Menschen bei all diesen Umbrücken und Entwicklungen denk- und handlungsfähig bleiben? Ich meine: Systemisches Denken fördert systembewusstes Handeln und wirkt gegen Polarisierung und Interessenfragmentierung. Deshalb brauchen wir mehr davon. In der Solo-Podcastfolge beschreibe ich den fiktiven Fall eines Verlags, dessen bestes Blatt einen Sinkflug der Auflage erlebt… Zusatzinformationen, Übersicht und Transkript: https://svenjahofert.substack.com/p/krise Den Podcast immer in der ausführlichen Erstveröffentlichung erhalten: https://svenjahofert.substack.com Mehr zu Svenja Hofert: https://www.svenja-hofert.de
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Sep 3, 2024 • 60min

Wir brauchen eine Transformation des Lernens

Svenja Hofert spricht mit Nele Graf über Lernen in der Omnikrise "Ganz im Ernst, ich sehe kaum Organisaton die diese Transformation des Lernens angehen. Das muss weggehen von den braven Schülerinnen hin zu den Mitdenkenden und Mitverantwortlichen. Aber wer redet darüber? Es ist eine Transformation! Das braucht Prozesse, Rahmenbedingungen, Führung, Unterstützung." Das sagt Prof. Nele Graf in meinem aktuellen Podcast. Sie meint damit eben nicht bunte Bilder, bessere Trainings und noch mehr Flipchartkunst. Sie meint auch nicht, dass es keine Berechtigung mehr für traditionelle Lernformate gäbe. Vielmehr ist wichtig, dass erkannt wird, wo Unterschiede gemacht werden müssen, radikal Neues nicht nur schick, sondern notwendig ist! Das sind Kontexte, in denen wir nur hypothetisch agieren können. In denen wir wirklich zusammenarbeiten müssen, weil alles neu für uns ist. Das Ziel in einem solchen Kontext kann nur ein vorläufiges sein. Lernen ist agil! Im Gespräch mit Nele Graf erkundet Svenja Hofert das Lernen in der Transformation Zukunft: Wie es kreativer, aber auch anlassbezogener wird. Und warum wir individuelles und gruppenbezogenes Lernen nicht mehr trennen können. 👉 Bleibt auf dem Laufenden (alle Podcasts 14 Tage früher und Zusatzmaterial): https://svenjahofert.substack.com 👉 Shop Online-Kurse: https://linktr.ee/svenjahofert 👉 Vernetzen wir uns: / svenjahofert 👉 Zu meinen Büchern: https://www.amazon.de/-/en/Svenja-Hof… 👉 Mein Angebot für euch: https://www.svenja-hofert.de/angebote/
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Aug 20, 2024 • 1h 3min

Die kranke Wirtschaft heilen

Strukturelle Pathologien und Krankheiten des Managements Wie schaffen wir es starre Organisationen für eine neue Zeit aufzustellen, die Wirtschaft zum Laufen zu bringen? Indem wir die Pathologien gezielt behandeln! Denn diese zeigen sich an dem, was nicht funktioniert. Denn: Nicht nur die Mitarbeitenden und Führungskräfte sind zunehmend und buchstäblich „krank“; auch die Organisationen leiden an multiplen Krankheiten und Störungsbildern. Die “Medizin” der letzten Jahre jedoch war oft ein Doktern an Symptomen. Ignoriert wurde, was wir über Organisationen wissen (könnten). Svenja Hofert ergründet mit dem Mathematiker und Kybernetiker Conny Dethloff typische "Unternehmenskrankheiten" wie "schwaches Management", "autopoietisches Biest" oder "Zukunftsblindheit. Seien Sie gespannt! Wir müssen zum Verständnis dem Grundgedanken folgen, dass Organisationen nicht die Summe der Menschen sind, die in ihnen arbeiten, sondern ein eigenes komplexes System bilden. Indem wir dieses System heilen, schaffen wir Umgebungen, in denen Menschen wachsen können. Warum das viel menschlicher ist als am Mindset zu arbeiten? Hören Sie rein! Weitere Informationen Die Idee der "Pathologie" auf Organisationen zu beziehen, geht auf die Kybernetik zurück. Es passt zum Verständnis von Organsationen und sozialen Systemen, die wie lebendige Organismen funktionieren. Ein Transcript, eine Übersicht der Pathologien mit Beispielen sowie weitere Literaturhinweise finden Sie auf meinem Kanal unter: https://svenjahofert.substack.com/p/die-kranke-wirtschaft-heilen Mehr Informationen zu Svenja Hofert: www.svenja-hofert.de
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Jul 30, 2024 • 1h 10min

Gruppendynamik verstehen

Vertrauen, Rolle, Macht in Gruppen Was ist in einem Team anders als in einer Gruppe? Wie führt man es? Und geht es wirklich um Vertrauen oder doch mehr um Macht? Svenja Hofert interviewt Prof. Dr. Olaf Geramanis in seiner Funktion als Wissenschaftler und Praktiker. Im Mittelpunkt stehen Themen wie die sinnvolle Differenzierung von Begriffen wie Team und Gruppe sowie die Frage, was erfolgreiche Teamarbeit wirklich braucht. Vertrauen oder eher Misstrauen? Und was ist überhaupt mit Autorität und Führung? Das alles wird mit vielen praktischen Beispielen durchaus stellenweise kontrovers diskutiert. Hören Sie ein vielseitiges Gespräch rund um Themen, die alle betreffen, die Teamwork in ihrer Organisation verstärken und die Mechanismen verstehen möchten. Weitere Informationen über das Thema Gruppendynamik und die Psychologoe der Veränderung: Diese erhalten Sie auf dem Substack-Kanal von Svenja Hofert. Dort gibt es auch ein Transcript und Vertiefung.´ Weitere Informationen über Svenja Hofert Diese erhalten Sie auf www.svenja-hofert.de und auf https://svenjahofert.substack.com
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Jun 24, 2024 • 1h 12min

Hoch- und Höchstbegabung verstehen

Warum Talent oft unerkannt bleibt Das Thema Hoch- und Höchstbegabung ist aktueller denn je. Wir brauchen mehr Kreativität, kritisches Denken und Klugheit. Doch vielfach werden Kluge gar nicht erkannt. Sie werden unter ihren Möglichkeiten eingesetzt und kleingehalten - gerade auch von den eigenen Führungskräften. Im Gespräch mit der Psychotherapeutin Frauke Niehues ergründet Svenja Hofert, was Hochbegabung eigentlich ist. Was steckt dahinter? Und warum gelingt es oft nicht die Talente von Hochbegabten zu nutzen? Generell gilt: Kluge Hirne filtern besser. Der IQ misst eine allgemeine Intelligenz - den g-Faktor, auch Generalfaktor der Intelligenz. Es ist also keine spezielle Fähigkeit, die dadurch begründet wird. Der IQ wirkt auf vieles. Weiter informieren: Frauke Niehues Website über Hoch- und Höchstbegabung finden Sie hier: https://frauke-niehues.net/methodenschatz-hoch-und-hoechstbegabung.html Die Seiten des Vereins Mensa e.V.: https://www.mensa.de https://www.mensa.de/about/membership/online-iq-test/ Auf svenjahofert.substack.com erhalten Sie meine Podcast Interviews und Podcast Solos in Erstveröffentlichung. Weiterhin profitieren Sie von Zusatzmaterial und zahlreichen Extras.
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Jun 10, 2024 • 1h 11min

"Das wichtigste ist Demut"

Organisationen für Zukunft gestalten “Und dann mutieren diese Unternehmen zu Sekten!” Conny Dethloff. In meinem Gespräch mit dem Organisationsdesigner Conny Dethloff fielen noch mehr solcher prägnanter Äußerungen. Eine Challenge für jene, die an Methoden kleben. Und ein Schmankerl für alle, die Mut und Demut verbinden. Denn die brauchen wir um, kreative und individuelle Lösungen für unsere Organisationen zu entwickeln. Im Zweifel nutzen die meisten Entscheider, was andere schon genutzt haben. Und so kommt es, dass sich Frameworks wie SAFe immer weiter verbreiten, auch wenn sie keine, wenig oder sogar negative Wirkungen entfalten. Bringt es, was es bringen soll? Diese Frage stellen sich Entscheider oft nicht. Die Methoden- und Frameworkgläubigkeit führt dazu, dass auch Ergebnisse nicht mehr infrage gestellt werden. Dethloff sagt: Wenn du Entscheider bist, hast du zwei Möglichkeiten. Entweder du machst, was alle in deiner Bramche machen. Das ist konventionelles, defensives Entscheidungsverhalten. Läuft es schief, kann man die Methode beklagen. Oder du machst es unkonventionell. Das fordert Aktivität, denn ich muss immer wieder überprüfen, ob ich die Wahrscheinlichkeit überprüft habe, dass ich erfolgreich bin. Es ist - mühsam. Und erfordert Demut. Für die unkonventionelle Herangehensweise sieht Conny Dethollf das Viable Systems Modell von Stafford Beer als gutes Metamodell. Es ist wie eine Checkliste, frage “welche Fähigkeiten brauche ich in meiner Organisation?”Wie du sie dann entwickelst, so Dethloff, das liegt an dir. Es geht also darum, passende Methoden und Vorgehensweisen zu suchen. Und eben nicht umgekehrt, was häufig passiert. Sei gespannt auf ein facettenreiches Gespräch über Veränderung und den Umgang damit in Organisationen. Conny Dethloff folge ich schon seit vielen Jahren. Weil mich seine Beiträge so begeistert haben, habe ich ihn 2014 um ein Interview für die erste Auflage meines Buches “Agiler Führen” gebeten. Damals war er noch bei Otto. Inzwischen arbeitet er für die Beratungsboutique “Emergize”. Weiter informieren: Die exklusive Erstveröffentlichung meiner Podcasts findet über www.svenjahofert.substack.com statt. Dort finden Sie zusätzliche Texte, Audios und Hintergrundinformationen. Du suchst eine inspirierende Impulsgeberin und Keynote-Sprecherin, jemand mit Humor und Tiefgang? Weitere Angebote und Coaching? Meine Website
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May 8, 2024 • 1h 3min

Kann man sich kaputtverändern?

Über die Psychologie der Veränderung - und die Macht der kleinen Schritte Jeder will Veränderung - aber sie ist alles andere als ein Selbstläufer. Oft fehlt uns an Entschlossenheit, die Dinge auch umzusetzen. Der Anschub kostet Überwindung, Kraft. Und Anstrengung ist aversiv, was bedeutet, wir müssen einen kleinen negativen Affekt überwinden. Motivation reicht da nicht. Prof. Axel Koch bringt das so zum Ausdruck: “Wenn du dir vorstellst, du wohnst im 10. Stock und duz willst den Müll runterbringen. Aber der Fahrstuhl ist ausgefallen… Dann musst du extrem entschlossen sein, nicht nur runter- sondern auch 10 Stufen wieder raufzugehen.” Aber wie kann man das angehen? Und wie realistisch ist es, dass Menschen ihre Gewohnheiten ändern? Seien Sie gespannt auf hilfreiche Weiter-Gedanken und wissenschaftlich fundierte Praxisimpulse. Weiterführendes zum Transtheoretischen Modell: https://leitbegriffe.bzga.de/alphabetisches-verzeichnis/erklaerungs-und-veraenderungsmodelle-1-einstellungs-und-verhaltensaenderung/ Weiterführendes zur Transferstärken-Modell: https://transferstaerke.com Bitte folgen Sie mir auch auf 👉 https://svenjahofert.substack.com. Dort erhalten Sie jeden Sonntag einen Newsletter sowie alle Podcasts als Premiere.
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May 2, 2024 • 40min

Wir brauchen einen Mindshift!

Dorit Bosch im Gespräch mit Svenja Hofert Heute habe ich eine Extrafolge für euch! Ich veröffentliche eine bereits gesendete Podcastfolge von "Let´s Staat” von Dr. Dorit Bosch auch auf meinem Kanal. Damit möchte ich ihr Projekt “Mindshift Festival” sowie allgemein ihr Engagement unterstützen und für mehr Reichweite sorgen. Daran könnt ihr euch beteiligen, indem ihr diesen Podcast teilt und auch Dorit abonniert. Und indem ihr dabei seid: Das Festival am 15.5.24 richtet sich an Pionier:innen aus dem Staatsdienst, die sich vernetzen wollen. Ich werde auch da sein :-) Warum ich das unterstütze? Der erste Impuls war, dass ich vor 5 Jahren ein Buch mit dem Titel “Mindshift” bei Campus veröffentlicht habe, Untertitel “Mach dich fit für die Arbeitswelt von Morgen.” Dorits Mindshift ist dennoch völlig unabhängig davon entstanden. Zum anderen hat es aber auch damit zu tun, dass ich das, was dahinter liegt voll und mit ganzem Herzen unterstütze: Dem Staatsapparat Inspiration zu bieten. Ich habe nie selbst in der Verwaltung gearbeitet, aber gerade in den letzten Jahren immer wieder mehr sehr tollen, sehr engagierten, sehr klugen Verwaltungsführungskräften zu tun gehabt. So habe ich viel Sympathie für Menschen entwickelt, die sich für eine moderne und digitale Verwaltung engagieren. Weil es hier so dringend nötig ist. Und weil es dafür besondere Menschen braucht, die sich auch mal Gegenwind stellen und Frust aushalten! Die oft nur im kleinen Strukturen brechen können und dafür umso mehr Kreativität brauchtn. Menschen, die sich selbst zurückstellen und wie ich an die Macht der kleinen, gemeinsamen Schritte glauben. Die in einer besonderen Weise andere Menschen verbinden. Die eine wahnsinnige Kompetenz brauchen, um mit Gruppen zu arbeiten, in denen die Kraft des Bewahrens besonders stark ist. Und die Co-Kreation nicht als etwas Unmittelbares verstehen, das an einem Ort passiert. Sondern als übergreifende Bewegung - auch von Menschen, die sich jetzt noch nicht kennen. Das soll sich ändern - also seit am 15.5.24 in Berlin dabei! Wenn ihr Dorit auch unterstützen wollt, meldet euch hier an. eure Svenja Hofert
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Apr 22, 2024 • 60min

Von Agilismus zurück zu echter Agilität

Warum systemisches Denken hilft Agilität oder Agilismus? Die Bedeutung dieser Begriffe wird oft erst deutlich, wenn das Kind bereits in den Brunnen gefallen ist. Dabei ließe sich leicht zwischen ihnen unterscheiden: Agilität unterstützt die Ausrichtung am Wertstrom, während Agilismus reine Ideologie ist. Jürgen Dittmar und Svenja Hofert erörtern diese Unterschiede. Die Autorin von "Agile Führen" und der ehemalige Manager und Berater werfen einen kritischen Blick auf die mittlerweile stark kommerzialisierte agile Szene. Sie diskutieren ungesunde Auswüchse der Agilität in Organisationen, aber auch Ansätze, die oft mit einem besseren Verständnis des Problems beginnen. Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Rolle der Führungskräfte: Ihnen mangelt es häufig an einem grundlegenden systemischen Verständnis. Zusätzlich stehen sie unter hohem Lösungsdruck, was sie anfällig macht für die verlockenden, jedoch oft oberflächlichen Lösungsversprechen diverser Frameworks, wie zum Beispiel SAFe. Viele dieser Frameworks sind überdimensioniert. Letztlich geht es um die unternehmerische Passung, eine strategische Neuausrichtung und das konsequente Fokussieren auf den Wertstrom.

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