

Freiraum für Führungskräfte - für mehr Klarheit im Leben
Nicole Zätzsch
Freiraum für Führungskräfte - für mehr Selbstbestimmung und Klarheit im Leben.
Nicole Zätzsch teilt ihre Erlebnisse aus ihren Coachings, persönliche Erfahrungen als Führungskraft und Personalleiterin sowie ihr Wissen aus der Positiven Psychologie.
Hier finden Sie Experteninterviews, konkrete, leicht umsetzbare Coachingstipps und wissenschaftlich fundierte Methoden für Ihren Berufsalltag.
Kurz, konkret und auf dem Punkt. Alle 14 Tage
Nicole Zätzsch teilt ihre Erlebnisse aus ihren Coachings, persönliche Erfahrungen als Führungskraft und Personalleiterin sowie ihr Wissen aus der Positiven Psychologie.
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Kurz, konkret und auf dem Punkt. Alle 14 Tage
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Jun 21, 2025 • 41min
#72 Die Jubelfolge – 5 Jahre Freiraum für Führungskräfte – ein Gespräch mit Brigitte Hagedorn, Podcast-Mentorin
In dieser besonderen Jubiläumsfolge von „Freiraum für Führungskräfte“ feiert Nicole Zätzsch gemeinsam mit ihrem Gast Brigitte Hagedorn das fünfjährige Bestehen des Podcasts. Ein ganz besonderer Anlass – denn Brigitte war es, die Nicole damals bei den ersten Schritten in die Welt des Podcastens begleitet, unterstützt und professionell angeleitet hat.
Brigitte Hagedorn ist Audio-Expertin, Autorin und Coach. Seit vielen Jahren begleitet sie Menschen dabei, ihren eigenen Podcast zu starten oder bestehende Formate weiterzuentwickeln. Ob im 1:1-Setting, in Workshops, in ihrem Online-Kurs oder über ihren eigenen Podcast „Der Podcast übers Podcasten“ – sie teilt ihr Wissen auf vielfältige Weise. Auch in ihrem Buch „Podcasting: Konzept, Produktion, Vermarktung“ steckt geballtes Know-how für alle, die sich fundiert mit dem Medium beschäftigen wollen.
In diesem offenen und inspirierenden Gespräch werfen Nicole und Brigitte einen Blick zurück auf die Anfänge von „Freiraum für Führungskräfte“. Sie sprechen über Erfolgsfaktoren für nachhaltige Podcasts und teilen konkrete Tipps – sowohl für Einsteigerinnen als auch für erfahrene Podcasterinnen.
Themen der Folge:
• Wie der Podcast „Freiraum für Führungskräfte“ entstanden ist
• Was einen guten und nachhaltigen Podcast ausmacht
• Warum ein klarer Rahmen und echte Leidenschaft entscheidend sind
• Tipps und Impulse für erfahrene Podcaster*innen, die ihr Format weiterentwickeln wollen
• Persönliche Rückblicke und Learnings zum Jubiläum
Wenn du selbst mit dem Gedanken spielst, einen Podcast zu starten – oder dein bestehendes Format schärfen willst – findest du in dieser Folge Inspiration und praktische Hinweise.
Mehr über Brigitte Hagedorn:
Podcast-Retreat: https://www.audiobeitraege.de/podcast-retreat-3/
LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/brigitte-hagedorn-1814448b
Podcast: Der Podcast übers Podcasten
Buch: Podcasting: Konzept – Produktion – Vermarktung

Jun 7, 2025 • 44min
#71 Starke, resiliente Kinder & Jugendliche – ein Gespräch mit Alina Buchholz
In dieser Folge spricht Nicole Zätzsch mit Alina Buchholz – hauptberuflich Führungskraft, die sich nebenberuflich mit großer Leidenschaft dem Thema Stärkenorientierung bei Kindern und Jugendlichen widmet.
Unter dem Titel Superpower Crew setzt sie sich dafür ein, dass junge Menschen ihre inneren Superkräfte entdecken. Gemeinsam tauchen Nicole und Alina tief in dieses wichtige Herzensthema ein – eines, das weit über die Kindheit hinausstrahlt und auch die Arbeitswelt und Führungskultur von morgen beeinflusst.
Warum Stärkenarbeit bei Kindern so wichtig ist
Alina ist überzeugt: Stärkenorientierung ist ein zentraler Baustein für gesunde Persönlichkeitsentwicklung, innere Stabilität und Selbstbewusstsein – im Sinne von Selbst-Bewusstheit. Gerade in einer Welt, die immer komplexer wird, ist es entscheidend, jungen Menschen ein Fundament mitzugeben, das sie stärkt und trägt.
Viele Erwachsene tun sich schwer damit, ihre eigenen Stärken zu erkennen – oft, weil sie in ihrer Kindheit nie bewusst damit in Kontakt kamen. Genau dort setzt Alinas Arbeit an: in der prägenden Phase, in der sich unbewusste Muster formen. Ihr Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen früh die Erfahrung zu ermöglichen: Ich bin gut, so wie ich bin. Ich kann etwas. Ich bin wirksam.
Zugleich versteht sie ihre Arbeit als konstruktiven Gegenpol zu einem oft defizitorientierten Schulsystem. Sie plädiert dafür, die psychische Gesundheit junger Menschen stärker in den Fokus zu rücken und ihnen ein positives Selbstbild mit auf den Weg zu geben.
Die Superpower Crew – Stärken erlebbar machen
Mit der Superpower Crew bringt Alina ihre Vision direkt in die Schulen – in Klassenverbände von der Vorschule bis zum Schulabschluss. Dabei ist ihr Ansatz klar: Stärken sollen nicht nur theoretisch vermittelt, sondern fühlbar und erlebbar gemacht werden.
Bei jüngeren Kindern setzt sie auf spielerische, bewegungsreiche Übungen. Bei älteren Jugendlichen liegt der Schwerpunkt stärker auf Reflexion, gegenseitigem Stärken-Spotting und Gruppenerfahrungen, die Vertrauen schaffen.
Ein besonderer Fokus liegt auf der Einbeziehung der gesamten Umgebung: Lehrer:innen, pädagogische Fachkräfte und Eltern. Denn nachhaltige Entwicklung geschieht nur, wenn der Stärkenblick im gesamten System verankert wird.
Alina arbeitet zudem gezielt mit den sogenannten Schattenseiten von Stärken: Denn jede Stärke kann – übertrieben oder ungesehen – auch zur Herausforderung werden. Wer lernt, dass etwa Humor beim "Klassenclown" gleichzeitig Stärke und Stolperstein sein kann, bekommt ein differenzierteres Bild von sich selbst – und mehr Handlungsspielraum im Miteinander.
Was das mit Führung zu tun hat
Alinas Arbeit hat nicht nur Kinder und Jugendliche verändert – sondern auch sie selbst als Führungskraft. Der bewusste Umgang mit Stärken hat ihre Selbstführung wie auch ihr Führungsverhalten geprägt.
Sie berichtet von einer Schlüsselsituation, in der eine frühere Führungskraft sie augenzwinkernd als „Zirkuspony“ und „Menschenfängerin“ bezeichnete – und damit ihre Stärken klar benannte. Dieses Feedback hat ihre Selbstwahrnehmung nachhaltig verändert und sie dazu ermutigt, den Stärkenblick auch bei anderen zu schärfen.
Für Alina ist klar: Der bewusste Umgang mit Stärken ist eine Schlüsselkompetenz für Führungskräfte. Das gezielte Erkennen, Spiegeln und sprachliche Benennen von Talenten ist Ausdruck von Wertschätzung – und stärkt die Verbindung im Team. Gerade in einer Arbeitswelt, in der KI zunehmend Routineaufgaben übernimmt, wird der menschliche Aspekt in Führung umso wichtiger.
Eine Vision mit Wirkung
Alinas Vision ist groß – und voller Herz: Sie wünscht sich eine Welt, in der Kinder und Jugendliche früh lernen, was sie einzigartig macht. In der mentale Gesundheit, Selbstwirksamkeit und Stärkenbewusstsein selbstverständlich sind – in Bildung, Familie und Gesellschaft.
Alinas Vision ist, Resilienz, Identität und Stärken in Bildung und Arbeit zu bringen – für eine gesunde, stabile Zukunft.
Ihr Traum: Dass Stärkenarbeit kein "Extra" ist, sondern fester Bestandteil von Schule, Berufsorientierung und Persönlichkeitsbildung. Dass junge Menschen mit einem klaren inneren Kompass aufwachsen. Und dass dadurch auch unsere Gesellschaft widerstandsfähiger, zugewandter und menschlicher wird.
Zum Schluss teilen Nicole und Alina, dass sie aktuell gemeinsam mit anderen an einer Initiative arbeiten, die den Stärkenansatz deutschlandweit in die Schulen und Bildungseinrichtungen bringen möchte. Unter dem Titel „unfold“ wird in den nächsten Monaten noch Großes entstehen.
Website Superpower Crew
https://www.superpowercrew.de/

May 20, 2025 • 37min
#70 Vom Azubi zur Führungskraft
Ein Gespräch mit Nico Lindstädt über Führung & Selbstreflexion
In dieser Folge von Freiraum für Führungskräfte spricht Nicole Zätzsch mit Nico Lindstädt – langjähriger Hörer des Podcasts, der sich mehr Stimmen aus der Führungspraxis gewünscht hat. Heute ist er selbst zu Gast, denn sein Weg vom Azubi bis in die Geschäftsleitung zeigt eindrucksvoll, wie kontinuierliche Entwicklung, Verantwortungsübernahme und Selbstreflexion zusammenwirken können. Im Gespräch geht es um Karriereentscheidungen, prägende Erfahrungen und eine Führungshaltung, die auf Empathie, Klarheit und Zusammenarbeit basiert.
Vom Azubi zur Führungskraft – ein ungewöhnlicher Karriereweg
Nico startete mit 16 Jahren als Fluggerätmechaniker-Azubi bei einem großen Flugzeugbauer in Hamburg. Durch ein berufsbegleitendes Maschinenbau-Studium und seine Neugier auf Gestaltung übernahm er früh Verantwortung. Mit 25 Jahren führte ihn eine erste Führungsrolle nach Toulouse, später folgten weitere Stationen im Konzern. Nach 20 Jahren entschied er sich bewusst für den Wechsel in den Mittelstand und ist heute Standortleiter in der Bahnbranche.
Herausforderungen, Rückschläge und der Wechsel in den Mittelstand
Ein beruflicher Einschnitt – der Verlust einer Führungsposition – wurde für Nico zur persönlichen Lernchance. Statt die Schuld bei anderen zu suchen, richtete er den Blick auf sich selbst und entwickelte sich weiter. Der Wechsel aus dem Konzernumfeld in den Mittelstand war eine bewusste Entscheidung für mehr Gestaltungsfreiheit. Auch wenn Strukturen dort oft weniger stabil sind, sieht er darin große Chancen für wirksame Führung.
Führungsphilosophie: Warum, Empathie und Teamarbeit
Nico orientiert sich am „Golden Circle“ von Simon Sinek: Er beginnt mit dem Warum, gestaltet das Wie im Team und sorgt für Klarheit im Was. Seine Führung basiert auf Empathie, echter Beteiligung und dem Vertrauen in unterschiedliche Lösungswege. Konsensorientierung ist für ihn kein Widerspruch zu Klarheit, sondern fördert Geschwindigkeit und Verbindlichkeit. Besonders in Veränderungsprozessen achtet er darauf, Menschen mitzunehmen.
Selbstreflexion und Arbeit mit den eigenen Stärken
Selbstreflexion ist für Nico ein zentrales Führungsinstrument. Regelmäßige Feedbackschleifen und Coachings helfen ihm, blinde Flecken zu erkennen und gezielt an sich zu arbeiten. Besonders wirkungsvoll erlebt er die Arbeit mit den CliftonStrengths, die er alle zwei Jahre aktualisiert. Zu seinen Stärken zählen unter anderem Zukunftsorientierung, Einfühlungsvermögen und Harmoniestreben – letzteres hat er gelernt, bewusst zu steuern, um Konflikte nicht zu vermeiden.
Fazit
Nico Lindstädts Weg zeigt, dass Führung nicht mit Hierarchie beginnt, sondern mit Haltung. Wer bereit ist, sich zu reflektieren, aus Rückschlägen zu lernen und Verantwortung zu übernehmen, kann viel bewegen. Seine Geschichte inspiriert – als Einladung, Führung mutig und menschenorientiert zu gestalten.

May 10, 2025 • 51min
#69 Von Always On zu Always OMM – Digitale Achtsamkeit, was ist das?
Ein Gespräch mit Lilian Güntsche-Hilgendag
In dieser Episode von "Freiraum für Führungskräfte" spricht Nicole Zätzsch mit Lilian Güntsche-Hilgendag, einer Expertin für Agile Transformation, Digital & Mindful Work.
Lilian unterstützt seit fast zwei Jahrzehnten führende Unternehmen strategisch und organisatorisch bei digitalen Transformationsprojekten und auf ihrem Weg zu einer agileren Arbeitskultur. Sie ist zudem Buchautorin und Speakerin.
Unser Thema heute ist Digitale Achtsamkeit oder auch „Mindful Agility“ - die Verbindung von digitaler Transformation, Agilität und Achtsamkeit.
Lilians Motto "Von Always On zu Always Ommm" beschreibt ihren persönlichen und beruflichen Weg. Nach vielen Jahren des "Always On" mit 80-Stunden-Wochen führte eine gesundheitliche Warnung zur drastischen Änderung ihres Lebensstils. Sie machte sich selbstständig und begann, Achtsamkeit, Meditation und Selbstregulation zu lernen.
Lilian Güntsche-Hilgendag zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie die scheinbar unterschiedlichen Welten der digitalen Transformation, der Agilität und der Achtsamkeit zusammengehören und sich gegenseitig bedingen.
Ihr Weg von "Always On" zu "Always Ommm" und ihr Konzept der "Mindful Agility" verdeutlichen, dass nachhaltiger Erfolg und Wohlbefinden in der modernen Arbeitswelt nur durch die bewusste Integration von Menschlichkeit und Achtsamkeit möglich sind. Die Fähigkeit, innezuhalten, digitale Grenzen zu setzen und die kleinen "Marienkäfermomente" im Alltag wertzuschätzen, ist entscheidend, um inmitten ständiger Veränderungen gelassen und handlungsfähig zu bleiben.
Achtsamkeit wird dabei zu einem wertvollen Werkzeug ("Tool"), das uns hilft, mit Stress umzugehen, fokussierter zu sein und ein erfüllteres Leben zu führen.
Schwerpunkte und Erkenntnisse aus dem Gespräch:
• Digitale Transformation und ihre Auswirkungen auf Menschen
• Agilität als Werkzeug im Wandel
• Mindful Agility
• Digitale Etikette und Achtsame Kommunikation
• Digitale Ethik in Zeiten von KI
• Konkrete Tipps für Digitale Achtsamkeit im Alltag:
o Digitale Grenzen setzen: Räumlich (Handy in anderen Raum legen), zeitlich (bewusste Zeiten für E-Mails oder Social Media), situativ (z.B. beim Spielen mit Kindern).
o Benachrichtigungen deaktivieren: Jegliche Notifications deaktivieren oder stumm schalten, um Ablenkungen zu minimieren.
o Timer nutzen: Sich selbst einen Timer für die Nutzung digitaler Kanäle setzen, um nicht auszuarten.
o Pausen einräumen: Sich bewusst Pausen gönnen, wie ein Gerät, das aufgeladen oder neu gestartet wird. Meditation oder geplante kurze Pausen helfen.
o Achtsamkeitsübungen integrieren: Einfache Übungen wie die Quadratatmung (Einatmen-Halten-Ausatmen-Halten im Rhythmus von vier Sekunden) können schnell Ruhe bringen. Taktile Übungen, wie das Nachfahren der Fingerkonturen, helfen ebenfalls, in den Moment zu kommen.
o Den Tag in "Kuchenstücke" aufteilen: Aufgaben kontextuell aufteilen (Kommunikation, Deep Work, Meetings etc.), um bewusster zu arbeiten und den Mix, der zu Stress führt, zu vermeiden.
o Single-Tasking praktizieren: Das Gehirn ist nicht für Multitasking gemacht; es führt zu Stress, Fehlern und Langsamkeit. Bewusst eine Sache nach der anderen zu tun, steigert die Produktivität und reduziert Stress.
o Mindful Journaling: Tägliches Aufschreiben von Dingen, für die man dankbar ist, oder Reflexionen hilft, den Kopf frei zu bekommen und positive Erlebnisse zu verankern.
o Achtsamkeit hat viele Ebenen: Neben der Stille-Ebene (Meditation) gibt es andere Ebenen wie Rituale, auf denen Achtsamkeit praktiziert werden kann.
• Marienkäfermomente: Diese Momente erinnern daran, die bewussten kleinen Momente des Alltags wieder zu sehen, zu erkennen und nicht zu verpassen. Kinder sind hierbei wunderbare Trainer, da sie uns einladen, stehen zu bleiben und die kleinen Dinge zu sehen. Das Erleben von "Marienkäfermomenten" schafft Gelassenheit.
• Mindful Parenting: Achtsamkeitspraxis, angewandt auf die Elternschaft. Kinder bedeuten ständige Veränderung, und eine innere, agile Haltung sowie gesunde Stressresistenz sind im Elternalltag sehr dienlich. Das Elterndasein ist eine der größten Transformationen im Leben.
Wichtige Links:
• Webseite von Lilian Güntsche-Hilgendag: https://lilianguentsche.com/
• Buch "Achtsamkeit in digitalen Zeiten" (2016)
• Buch "Gelassen und agil dank Kindern" (erschienen März 2024)
Weitere Informationen zu Lilians Arbeit und den Büchern finden Sie auch unter https://lilianguentsche.de und https://marienkaefermomente.jetzt. Lilians Podcast "Achtsamkeit für Eltern von MARIENKÄFERMOMENTE®" ist ebenfalls eine wertvolle Ressource.

Apr 26, 2025 • 44min
#68 Wie Begeisterung dich im Leben und in der Führung aufblühen lässt
Ein Gespräch mit Paul Johannes Baumgartner
Zu Gast in dieser Folge ist Paul Johannes Baumgartner. Er ist eine Radio-Legende, seit 30 Jahren bei Antenne Bayern und erreicht mit seiner Sendung über eine Million Hörer pro Stunde. Paul Johannes Baumgartner ist Experte und Vortragender für das Thema Begeisterung und hat dazu mehrere Bücher geschrieben.
Begeisterung beginnt bei einem selbst: Paul Johannes Baumgartner begann 2002, sich intensiv mit Begeisterung zu beschäftigen – von Hörern über Kunden und Mitarbeiter bis zur Erkenntnis, dass sie immer bei einem selbst startet. Begeisterung setzt in Bewegung. Offen darüber zu sprechen, schafft Verbindlichkeit.
Begeisterung ist ansteckend: Jede Emotion erzeugt ein Echo, und Begeisterung kann sich übertragen.
Wie Begeisterung entsteht: Es beginnt oft mit einem Perspektivwechsel, dem Blick für das Besondere im Alltäglichen und dem Lernen, wieder zu staunen. Dazu gehört, bewusst das Gute zu erkennen, auch in herausfordernden Zeiten, während negative Emotionen zugelassen werden dürfen.
Begeisterung teilen – aber wie? Statt missionarischem Eifer, der krank machen kann, ist die Haltung entscheidend: Impulse erlaubend und gewährend anbieten. Wie an einem Buffet dürfen andere nehmen, was ihnen gefällt. Es geht darum, das Gegenüber mit seinen Bedürfnissen zu sehen, in Beziehung zu treten und Wertschätzung zu zeigen, nicht von einer Kanzel herab zu belehren.
Begeisterung in der Führung (Positive Leadership): Begeisterung sollte im Mittelpunkt von Unternehmen stehen. Sie ist die Triebfeder für Höchstleistungen und historisch Motor für Großes. Führungskräfte, die Begeisterung für Unternehmen, Produkte und ihre Rolle in sich tragen und leben, erhöhen die Wahrscheinlichkeit, dass Mitarbeiter begeistert sind, gerne bleiben und aufblühen.
Positive Leadership ist die Antwort darauf, wie Mitarbeiter aufblühen, bleiben und wachsen.
Das PERMA-Modell als „Nährstoffe“: PERMA steht für fünf Nährstoffe, die Mitarbeitern und vor allem Führungskräften helfen aufzublühen:
P - Positive Emotions: Bewusst positive Emotionen erleben.
E - Engagement: In den eigenen Stärken sein und diese leben (z.B. Humor bei Paul). Stärken sind, was aus einem herausdrängt und dessen Zurückhalten Energie kostet. Der Flow-Zustand ist ein Indikator.
R - Relationships: Tragfähige Bindungen pflegen.
M - Meaning: Sinn in der eigenen Tätigkeit oder im Leben finden – nicht den Sinn des Lebens suchen, sondern Sinn im Leben.
A - Accomplishment: Zielerreichung und Erfolge sichtbar machen, feiern und innehalten. Das schützt vor Ausbrennen ("Hunting the good stuff").
Begeisterung als Wirtschaftsfaktor: Sie geht über Kundenzufriedenheit hinaus (Kundenbegeisterung) und führt zu Mitarbeiterbegeisterung, höherer Produktivität, Rentabilität, Kundenbindung und Innovationskraft. Begeisterte Menschen denken oft unkonventionell. Edisons 2000 Versuche zur Glühbirne sind ein Beispiel für Beharrlichkeit aus Begeisterung.
Umgang mit Negativität: Zum Schutz der eigenen Begeisterung ist es hilfreich, sich mit positiven Menschen zu umgeben und einen Bogen um "Mumien" (apathisch, frustriert) oder "Brandstifter"/"Black Holes" (zerstörend, energiesaugend) zu machen.
Freiraum schaffen: Wichtig für Balance und Energie. Nein sagen heißt Ja zu sich selbst sagen. Kreativität und lebenslanges Lernen (Nicole's "Spielplätze") wecken Neugier und Dankbarkeit.
Fazit:
Begeisterung ist eine starke Kraft für persönliches Wachstum und wirksame Führung. Sie beginnt in uns, genährt vom Staunen, dem Blick für das Positive und dem Leben der eigenen Stärken. Weitergegeben wird sie am besten erlaubend und wertschätzend. Für Führungskräfte ist die eigene Begeisterung und Selbstfürsorge (PERMA) die Basis, um andere zu inspirieren. Begeisterung ist zudem ein wichtiger Motor für Innovation und wirtschaftlichen Erfolg. Der bewusste Umgang mit negativen Einflüssen und das Schaffen von Freiräumen helfen, die eigene Energie zu bewahren.
Wichtige Links:
Website von Paul Johannes Baumgartner: https://www.pauljohannesbaumgartner.de/
Buch: Das Geheimnis der Begeisterung:
Buch: Oma wäre ein verdammt guter CEO gewesen (mit Holger Mandel
https://www.amazon.de/dp/3967392007?&linkCode=sl1&tag=wwwpjbkommuni-21&linkId=8a08c6ec5a27056683653bb299f3e80a&language=deDE&ref=asliss_tl

Apr 12, 2025 • 51min
#67 Denken in Möglichkeiten - ein Gespräch mit Jule Jankowski
In dieser Episode begrüße ich Jule Jankowski – Organisationsberaterin, Autorin und Host des Podcasts GOOD WORK im brand eins Netzwerk. Mit ihrer Agentur Humiq GmbH begleitet sie Teams und Führungskräfte in Veränderungsprozessen und setzt sich für eine nachhaltige, menschenzentrierte Arbeitskultur ein.
Jule ist eine wahre Podcast-Legende, die mit ihrem Format seit fünf Jahren und über 250 Folgen einen wertvollen Beitrag zur Arbeitswelt leistet. Im heutigen Gespräch dreht sich alles um ein zentrales Thema: Das Denken in Möglichkeiten.
Gerade in unsicheren Zeiten ist es essenziell, den Fokus nicht auf Probleme, sondern auf die Potenziale und Chancen zu richten, die sich uns bieten.
In dieser inspirierenden Episode sprechen Nicole und Jule über folgende Kernaspekte:
GoodWork – Mehr als nur New Work:
Jule erläutert die Bedeutung ihres Podcast-Namens "GoodWork". Für sie geht es darum, den Fokus auf gute, zweckdienliche Arbeit und Ergebnisse zu legen, anstatt sich blind auf das "Neue" zu stürzen.
. Sie betont ihre Rolle als kritische Pragmatikerin, die Dinge neugierig, aber auch hinterfragend betrachtet.
Die Entstehung von GoodW in der Krise:
Jule teilt die faszinierende Geschichte, wie ihr täglicher Podcast während der Corona-Pandemie entstanden ist.
Was als ein "Mitschreiben" der turbulenten Zeit begann, entwickelte sich schnell zu einer wichtigen Stimme für viele Menschen im Homeoffice. Diese Zeit verdeutlichte auf eindrückliche Weise, wie Menschen in Krisen aktiv werden und nach Lösungen suchen.
Denken in Möglichkeiten als Schlüssel zur Gestaltung:
Im Zentrum des Gesprächs steht Jule Jankowskis fünftes GoodWork-Prinzip: das Denken in Möglichkeiten.
Sie erklärt, dass es darum geht, sich zu fragen "wie könnte es gehen, wenn es doch möglich wär?"
Dieser Ansatz unterscheidet sich von reiner Szenarioplanung und fokussiert auf das Potenzial und den Wunsch nach positiven Entwicklungen. Jule betont, dass dies oft mit Handlung und dem aktiven Suchen nach Wegen verbunden ist.
Growth Mindset versus Fixed Mindset:
Nicole und Jule beleuchten den Unterschied zwischen einem Growth Mindset, das den Fokus auf den Prozess und das Wachstum legt, und einem Fixed Mindset, das eher auf Ergebnisse fixiert ist.
Das Growth Mindset öffnet die Perspektive für neue Möglichkeiten und fördert das Ausprobieren und Lernen aus "Irrtümern".
Führung in Zeiten der Unsicherheit:
Für Führungskräfte gibt Jule wertvolle Impulse, wie sie mit unterschiedlichen Haltungen im Team umgehen können, insbesondere mit Widerstand und "Jammern".
Sie rät zu Anerkennung und zum Schaffen von Räumen, in denen Mitarbeiter ihren Blick weiten und nach neuen Perspektiven suchen können. Jule unterstreicht die Bedeutung der Selbstreflexion für Führungskräfte in diesem Prozess.
.
Am Ende der Episode nimmt Nicole Jule noch mit auf eine spannende Reise durch ihre Stärken.
Jules Stärkenprofil zeigt: Neugier, Kreativität, strategisches Denken, Kontaktfreude – alles Ressourcen, die Möglichkeitsräume eröffnen. Stärkenorientierung ist kein Selbstzweck, sondern eine Haltung, die in komplexen Zeiten Orientierung und Wirksamkeit ermöglicht.
Website von Jule Jankowski – https://humiq.de
Buch: Zwischen Alt und Neu liegt Gut – erschienen im Vahlen Verlag
Podcast: GOOD WORK – Der Podcast zur zukunftsfähigen Arbeitskultur – https://www.youtube.com/channel/UCuKfSG1wC07naqOPxzvuCUg

Mar 29, 2025 • 56min
#66 Berufliche Neuorientierung, so klappt es - ein Gespräch mit Sophie Schlömann
Heute begrüßt Nicole Zätzsch die Expertin für berufliche Neuorientierung, Sophie Schlömann. Sophie, die in Berlin als Coach tätig ist und über einen Hintergrund in Human Resources und Trauerbegleitung verfügt, teilt wertvolle Einblicke und praktische Tipps zum Thema berufliche Neuorientierung.
Nicole und Sophie sprechen darüber, warum sich so viele Menschen aktuell mit dieser Frage beschäftigen und wie man diesen Prozess erfolgreich gestalten kann.
Die wichtigsten Erkenntnisse:
Auslösende Faktoren: Oft sind es persönliche Schicksalsschläge oder veränderte Lebensumstände, die den Wunsch nach beruflicher Veränderung wecken und eine kritische Überprüfung des aktuellen Karrierewegs notwendig machen.
Zieldefinition im Coaching: Ein strukturierter Coachingprozess beginnt mit einer klaren Zielabklärung, um die gewünschte Veränderung zu definieren und einen Fokus für die weitere Arbeit zu setzen.
Selbsterkenntnis durch Reflexion: Die bewusste Auseinandersetzung mit den eigenen Stärken, Interessen, Werten und Ressourcen bildet das Fundament für eine gelungene Neuorientierung. Die Coaching-Karten von Sophie Schlömann bieten hierfür eine wertvolle Unterstützung.
Authentische Selbstpräsentation: Im Bewerbungsprozess ist es entscheidend, eine authentische Kernbotschaft zu entwickeln, die die eigene Persönlichkeit und das Wertangebot klar vermittelt, anstatt sich zu verkaufen.
Klarheit über Bedürfnisse & Wünsche: Die Definition der persönlichen Rahmenbedingungen an eine berufliche Tätigkeit (z.B. Gehaltsvorstellungen, Arbeitszeitmodelle) und die Entwicklung eines attraktiven Zukunftsbildes helfen dabei, die Jobsuche gezielt auszurichten und Prioritäten zu setzen.
Konkrete Tipps für deine berufliche Neuorientierung:
Reflektieren deine Stärken: Frag dein Umfeld nach deinen Stärken
und erinnere dich an Situationen, in denen du erfolgreich warst.
Erforschen deine Werte: Überlege dir, welche Prinzipien dein Handeln leiten
und nutze gegebenenfalls kostenlose Online-Wertetests. Was ist dir wirklich wichtig?
Entdecken deine Interessen: Was begeistert dich wirklich und welche Themen wecken dein Feuer?
Definieren Sie die Rahmenbedingungen: Welche Anforderungen sollte deine zukünftige berufliche Tätigkeit erfüllen, damit du langfristig zufrieden bist?
Entwickel ein Zukunftsbild: Stelle dir deinen idealen Arbeitstag vor oder erstelle ein Vision Board
Formuliere authentische Kernbotschaften: Was möchtest du über dich in Bewerbungen und Gesprächen vermitteln?
Erwäge ein Coaching: Nutze professionelle Unterstützung, um den Neuorientierungsprozess zu strukturieren und neue Perspektiven zu gewinnen.
Nutze Coaching-Tools: Die Coaching-Karten von Sophie Schlömann können dich im Selbstcoaching oder im Gespräch mit anderen wertvolle Impulse geben.
Link zur Website von Sophie Schlömann https://www.schloemann-coaching.com/ und zu ihren Cochingkarten (Coachingzeugs):
https://www.schloemann-coaching.com/

Mar 15, 2025 • 48min
#65 Auf dem Weg zu den eigenen Stärken - ein Gespräch mit Michael Trautmann
Heute begrüßt Nicole Zätzsch eine Ikone der Podcastszene, Michael Trautmann, bekannt u.a. durch seinen großartigen Podcast mit Christoph Magnussen On The Way To New Work - #OTWTNW.
Michael teilt seine bewegende Reise, die ihn zu dem Menschen gemacht hat, der er heute ist und erzählt dies alles betrachtet durch seine Stärkenbrille.
Wer ist Michael Trautmann?
Michael Trautmann blickt auf eine beeindruckende Karriere zurück, die von der Werbung über eine leitende Position im globalen Marketing bei Audi bis zur Selbstständigkeit mit einer großen Werbeagentur reicht
Nachdem er prägende Erfahrungen in seinen Unternehmenspartnerschaften gemacht hatte, begann er eine intensive Selbstreflexionsreise, die ihn dann auch zu seinen eigenen Stärken führte.
Gemeinsam mit Christoph Magnussen von Blackboat startete er vor 7 Jahren ihren erfolgreichen Podcast On The Way To New Work. In mehr als 400 Folgen haben sie mit über 500 Gästen darüber gesprochen, wie sich Arbeit für sie verändert hat und weiter verändern wird.
Heute ist Michael Mitgründer der New Work Master Skills (NBMS GmbH), zusammen mit seiner Geschäftspartnerin Swantje Allmers.
.
Das New Work Master Skills Programm
Ein 10-monatiges Executive Programm, das Coaching-, Trainings- und Beratungselemente vereint. Basiert auf dem Prinzip "Better Me, Better We, Better Society"
Es umfasst vier 3-tägige Präsenzveranstaltungen in Hamburg, ergänzt durch 15-20 Zoom-Calls, Einzel- und Peer-to-Peer-Coachings.
Behandelt vielfältige Inhalte zur Selbstreflexion über Selbstmanagement und Gesundheit bis hin zu Führung, Kommunikation, Diversität, Nachhaltigkeit und dem Einsatz von Technologien wie KI.
Das Programm schafft eine starke Community unter den Teilnehmenden und Alumni und fördert soziale Initiativen der Teilnehmenden.
Die nächste Kohorte startet vom 10. bis 12. April 2025.
Interessenten können sich über die Webseite newworkmasterskills.com oder per E-Mail an hello@neworkmasterskills.com melden.
Nicole und Michael sind dann tief in das Thema Stärken eingestiegen. Beide sind begeisterte Stärkencoachs.
Highlights des Gesprächs über Stärken:
Der Weg zur Stärkenorientierung: Michael teilt, wie seine Top-10-Stärken (CliftonStrengths von Gallup) seinen Lebensweg und seine Entscheidungen maßgeblich beeinflusst haben, inklusive der damit verbundenen Schattenseiten der Stärken.
Die Filter der Talente: Unsere Talente geben uns spezifische Filter, durch die wir die Welt wahrnehmen und interpretieren
Die Bedeutung des Arbeitens mit Stärken: Das bewusste Einsetzen der eigenen Stärken führt zu mehr Energie und Erfolg. Auch Studien belegen die positiven Auswirkungen des Arbeitens in den eigenen Stärken auf Produktivität, Lebensqualität und emotionale Bindung zur Arbeit.
Die Schattenseiten der Stärken: Jede Stärke hat auch eine Schattenseite, und es ist wichtig, diese zu erkennen und zu managen.
Regulation von Stärken: Die Fähigkeit, die eigenen Stärken bewusst zu regulieren.
Michael nutzt seine Stärken heute bewusster und dosierter ("Mischpult-Analogie")
"Name it, claim it, aim it": Talente erkennen, annehmen und bewusst zu Stärken weiterentwickeln
Stärken in Partnerschaften: Das Verständnis der eigenen und der Stärken des Partners kann zu einer erfolgreichen und harmonischen Zusammenarbeit führen, selbst wenn die Persönlichkeiten sehr unterschiedlich sind.
Tipps von Michael und Nicole:
Macht einen Stärkentest, z.B. den CliftonStrengths 34 Assessment für tiefere Einblicke in die eigenen Talente und Stärken.
Die "Stärken Retro": Die Idee, regelmäßig zu reflektieren, wie die eigenen Stärken eingesetzt wurden, wo sie hilfreich waren und wo sie im Weg standen.
Verankerung von Stärken im Alltags-Bewusstsein: Stärken-Tagebuch führen und die Nutzung von Stärken-Bildern können helfen, die eigene Stärkenorientierung zu vertiefen.
Zum Schluss teilt Michael noch seine Lieblingsstärke mit uns: Er sieht seine Stärken als ein vielfältiges Zusammenspiel und verbindet sie mit seinem Purpose anderen Menschen beim Wachsen zu helfen.
Links:
https://www.onthewaytonewwork.com/
https://www.newworkmasterskills.com/

Mar 1, 2025 • 42min
#64 Mehr wagen im Leben – Ein Gespräch mit „Mutmacherin“ Anja Varrelmann
In der heutigen Episode dreht sich alles um das Thema Mut.
Mein Gast, Anja Varrelmann, teilt ihre Einsichten und Erfahrungen zum Thema Mut.
Über Anja Varrelmann:
Anja lebt seit über 20 Jahren in Hamburg und hat einen breiten beruflichen Hintergrund. Sie war lange im Produktbereich tätig und hat über 15 Jahre im Corporate Business gearbeitet, bevor sie in eine internationale Beratung wechselte. Seit gut anderthalb Jahren ist sie selbstständig und vereint Beratung in den Bereichen Transformation, Change und Projektmanagement mit ihrem zweiten Standbein, dem Leadership Coaching.
Warum Mut?
Mut als etwas, das Anja in sich trägt und lange als Selbstverständlichkeit ansah.
Die Erkenntnis, dass Mut nicht für jeden selbstverständlich ist und wie man andere ermutigen kann.
Anjas "Mut-Formel":
Intrinsische Motivation: Ein tiefes Vertrauen in das eigene Bauchgefühl und die Intuition.
"Scheitern ist keine Option": Ein Denkmotto, das aus Anjas Inneren kommt und sie nicht verkrampft verfolgt.
Unkonventionelle Wege: Anja kommt aus einem Elternhaus, in dem sie stets ermutigt wurde, mutig zu sein und das ihr Freiräume ermöglichte.
Gemeinsam haben wir euch Tipps für mehr Mut im Alltag zusammengestellt.
Reflexion: Was hat in der Vergangenheit funktioniert? Worin warst du stark?
Verbindung zum Körper: Ins Spüren kommen. Wie fühlen sich Stärken an? Den Körper in Bewegung bringen, um Entscheidungen zu erleichtern. Oder wie Nicole sagt „Check In bei mir selbst.“
Pause vor Entscheidungen: Raum einnehmen und sich Zeit für eine Entscheidung zugestehen.
Perspektivenwechsel: Was wäre, wenn es nicht klappt?
Visualisierung: Wer möchte ich in 5 Jahren sein? Ein Gespräch mit dem zukünftigen Ich führen.
Umgang mit inneren Kritikern
Glaubenssätze erkennen und einordnen. Wer sind die inneren Kritiker, wer die Alliierten?
Anjas neuestes Mutprojekt:
Gemeinsam mit einer Freundin, einer Hundetrainerin, entwickelt Anja eine Lösung für Hunde, die ihr Gehör verlieren, um die Verbindung zu ihren Besitzern aufrechtzuerhalten.
Anjas Motto und Streben "Mutmacherin"
Links:
https://www.anjavarrelmann.com/
https://open.spotify.com/show/0XTObaiUul2HqaQCQHklfj

Feb 15, 2025 • 53min
#63 Wie können wir Commitment steigern? Ein Gespräch mit Michael Siller
In dieser Episode von "Freiraum für Führungskräfte" begrüßt Nicole Zätzsch Michael Siller, einen vielseitigen Experten, der als Berater, Trainer, und Keynote Speaker auf internationaler Ebene tätig ist.
Siller, der auch als Dozent und Autor arbeitet, ursprünglich aus Südtirol stammt und jetzt in Wien lebt, war vor seiner Karriere im Coachingbereich 15 Jahre lang im Musiktheater aktiv.
Das Gespräch dreht sich hauptsächlich um das Thema Commitment und Engagement.
Wir schauen dabei auf die zwei zentrale Fragen:
• Wie Führungskräfte Rahmenbedingungen schaffen können, damit Mitarbeiter engagiert sind.
• Was Mitarbeiter selbst tun können, um mehr Engagement für ihre Arbeit zu entwickeln.
Im Mittelpunkt steht auch Michael Sillers Buch "Das Commitment Prinzip".
Siller betont, wie entscheidend es ist, Arbeit mit Freude zu verbinden, da wir einen Großteil unserer Zeit damit verbringen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die emotionale Bindung, die über finanzielle Anreize hinausgeht.
Laut dem Gallup Engagement Index haben nur wenige Arbeitnehmer eine starke emotionale Bindung zu ihrem Unternehmen, während ein beträchtlicher Teil lediglich Dienst nach Vorschrift leistet. Führungskräfte können Mitarbeiter nicht direkt motivieren, aber sie können Rahmenbedingungen schaffen, die Engagement fördern, indem sie Hindernisse beseitigen.
Drei Hauptaspekte zur Steigerung des Commitments aus Sicht von Michael Siller sind Kontakt, Energie und Sinn.
o Kontakt: Sowohl Quantität als auch Qualität des Kontakts sind wichtig. Regelmäßige und hochwertige Beziehungen zu Mitarbeitern aufbauen.
o Energie: Balance finden, damit Mitarbeiter nicht nur in Meetings sitzen.
o Sinn: Einen sinnstiftenden Rahmen bieten, in dem Mitarbeiter einen Wert in ihrer Arbeit sehen.
Ein weiterer zentraler Punkt für Motivation sind Autonomie, Beziehungsfähigkeit und Selbstwirksamkeit umfasst. Führungskräfte sollten ein Umfeld schaffen, in dem diese drei Aspekte gelebt werden können.
Hierzu stellen Michael Siller und Nicole Zätzsch eine praktische Coachingübung vor.
Das Gehalt spielt dagegen eine nachgeordnete Rolle für das Commitment, es sei denn, es wird im Vergleich zu Branchenstandards oder der erbrachten Leistung als ungerecht empfunden. Hierbei ist die Fairness im Prozess der Gehaltsfindung von großer Bedeutung.
Werte und Sinn sind ebenfalls wichtige Aspekte; Führungskräfte sollten sich ihrer eigenen Werte bewusst sein und einen sinnstiftenden Rahmen bieten, ohne den Mitarbeitern ihren Sinn aufzuzwingen. Abschließend wird die Bedeutung von Verantwortung hervorgehoben: Es gilt, Verantwortungslust zu fördern und Mitarbeitern die Möglichkeit zu geben, etwas zu bewirken.
Sillers Appell an Führungskräfte ist, die Hoffnung nicht zu verlieren, dass es Mitarbeiter mit Begeisterung gibt. Es gilt, selbst den passenden Rahmen zu finden und bei sich selbst anzufangen.
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