

Das Klima
Florian Freistetter, Claudia Frick
Die Klimakrise ist umfassend und global. Sie hat Auswirkungen auf alle und alles und wird ohne Zweifel unser Handeln und unseren Alltag in den nächsten Jahrzehnten in sämtlichen Bereichen bestimmen. Darum ist es nötig, dass möglichst viele Menschen über das Klima und die Wissenschaft hinter der Klimakrise Bescheid wissen. Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht regelmäßig sogenannte “Sachstandsberichte” die das jeweils aktuelle Wissen zur Klimakrise zusammenfassen. Diese tausenden Seiten sind schwere Lektüre, die wir euch mit diesem Podcast ersparen wollen. Das gleiche gilt für die vielen anderen neuen Erkenntnisse der Klimaforschung. In jeder Folge wird aktuelle Forschung rund um die Klimakrise so vermittelt, dass sie auch ohne Studium der Klimawissenschaft verständlich sind.
Ein Podcast von Florian Freistetter (Astronom und Autor) und Claudia Frick (Meteorologin und Professorin für Wissenschaftskommunikation).
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Ein Podcast von Florian Freistetter (Astronom und Autor) und Claudia Frick (Meteorologin und Professorin für Wissenschaftskommunikation).
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Mar 4, 2024 • 1h 11min
DK107 - Klimakommunikation: Was hilft und was hilft nicht?
Und: Schreibt Briefe an eure Kinder!
DK107 - Klimakommunikation: Was hilft und was hilft nicht?
Und: Schreibt Briefe an eure Kinder!
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 107 überlegen wir, wie Klimakommunikation am besten funktioniert. Eine neue Studie dazu sagt: Am besten ist es, wenn wir Briefe an unsere Kinder schreiben. Denn dann müssen wir uns damit auseinandersetzen, was wir heute (nicht) tun. Außerdem reden wir über die Frage, was Flugscham nützt - und wie man alte, rechte Deutsche vom Klimaschutz überzeugen kann (nur sehr schwer…)
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Braucht es Flugscham?
Es gab Kritik, weil wir in einer der letzten Folgen Verständnis für Menschen gezeigt haben, die mit dem Flugzeug fliegen anstatt die Bahn zu nutzen. Aber so lange die Welt so eingerichtet ist, dass das eine billig und einfach ist und das andere teuer und kompliziert, kann man es den Menschen ja wirklich nicht vorwerfen. Wenn, dann muss man das der Gesellschaft und Politik vorwerfen!
Klimajobs ohne Studium?
Zu einer anderen Folge wurde gefragt, wie man einen Beruf im Klimabereich findet, für den man kein Studium braucht. Claudia hat dazu ein paar Infos, vom BMUV und hier gibts auch noch was.
Und wer doch studieren will, kann es mal am SICSS in Hamburg probieren.
Klimakommunikation, aber wie?
In der Studie “Addressing climate change with behavioral science: A global intervention tournament in 63 countries” hat man sich global angesehen, welche Arten der Kommunikation hilfreich sind. Was natürlich auch darauf ankommt, was man erreichen will. Was aber immer hilft: Sich hinsetzen und einen Brief an seine Kinder schreiben, die den dann in der Zukunft lesen sollen. Damit kann man sogar Klimaleugner umstimmen (manchmal). Oder deutlich machen, dass die Klimakrise weder zeitlich noch örtlich fern ist. Alle erforschten Interventionen und ihren Erfolg in den verschiedenen Ländern kann man sich in diesem Online-Tool ansehen.
Und wenn in Zukunft global geforscht wird, wie in der "International Collaboration to Understand Climate Action", kann das nur gut sein.
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.
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Feb 19, 2024 • 59min
DK106 - Wie studiert man was mit Klima?
Und: Was ist eigentlich Erdsystemforschung?
DK106 - Wie studiert man was mit Klima?
Und: Was ist eigentlich Erdsystemforschung?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 106 wird studiert! Claudia hat sich angesehen, wie man eigentlich Klimaforschung studieren kann. Und stellt fest: Man kann eigentlich kaum nichts mit Klima studieren. Aber genau das macht die Sache so kompliziert. Eben weil das Klima überall drin steckt, ist es gar nicht so einfach, da ein sinnvolles Studium draus zu machen. Wie man “was mit Klima” studieren kann, erfahrt ihr trotzdem in dieser Folge.
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Wie studiert man was mit Klima?
Klimaforschung im eigentlichen Sinn gibt es seit den 1950er Jahren. Zuerst wurde das Thema ein wenig belächelt, und selbst Claudia musste sich noch für ihr Meteorologie-Studium rechtfertigen. Aber bald hat sich die Disziplin gewandelt, zur “Erdsystemwissenschaft”, weil eigentlich alles mit dem Klima zusammenhängt. Claudia hat jede Menge Literatur zur Entwicklung der Klimaforschung gefunden, zum Beispiel “Die Erde im Vitaltest” von Roland Wengenmayr für die Max-Planck-Gesellschaft und “Erst belächelt, jetzt ganz vorn: Die Klimaforschung setzt Maßstäbe” von Angela Lindner.
Perspektiven für die Klimaforschung
Wie es mit der Klimaforschung weiter geht kann man im Positionspapier “Perspektiven für die Klimaforschung 2015 bis 2025” vom Deutschen Klima-Konsortium nachlesen oder in “Erdsystemwissenschaft – Forschung für eine Erde im Wandel” von der Leopoldina. Dazu gibt es auch eine gemeinsame Stellungnahme von FKPE und DVGeo.
Mehr über die Gaia-Hypothese gibt es in diesem Podcast von Florian.
Was studiert man da eigentlich
Wer wissen will, wie so ein Studium aussehen kann, kann sich das Erdsystemwissenschaftsstudium in Zürich ansehen, oder das Video hier
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Feb 5, 2024 • 56min
DK105 - Nach West-Wales mit dem Solarluftschiff: Urlaub in der Klimakrise
Und: Was hilft Flugscham?
DK105 - Nach West-Wales mit dem Solarluftschiff: Urlaub in der Klimakrise
Und: Was hilft Flugscham?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 105 machen wir Urlaub! Wir schauen uns an, wie sich die Klimakrise auf den Tourismus der Zukunft auswirkt, ob man etwas lernt, wenn man Klimakatastrophen besichtigt und dann widmen wir uns den Fernreisen. Was soll man tun, wenn man die ganze Fliegerei abschaffen will? Vielleicht mit dem Luftschiff reisen, aber solar! Wie das aussehen kann, hat sich eine Forschungsarbeit angesehen. Und überraschenderweise könnte das nicht nur recht gut sondern vor allem sehr klimafreundlich klappen.
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Last Chance Tourism?
In Folge 46 haben wir schon mal über den “Last Chance Tourism” geredet, also Reisen zu den Folgen der Klimakrise. Ob das was in Sachen Klimabewusstsein ändert, hat sich eine neue Arbeit angesehen. Überraschung: Das bringt gar nix.
Die Zukunft des Tourismus in Europa
Bei der EU hat man sich angesehen, wie sich der europäische Tourismus in Zukunft entwickeln wird. Der Süden leidet, da geht es deutlich zurück, und im Norden wird es mehr Tourismus geben. Besonders leiden werden die griechischen Inseln, und am meisten profitiert überraschenderweise West-Wales!
Das Solarluftschiff ist die Zukunft
Fliegen boomt wieder. Und es ist immer noch deutlich billiger als die Bahn, die dafür zumindest in Deutschland gerade so richtig abbaut. Man kann es den Leuten nicht vorwerfen, dass sie lieber in ein Flugzeug steigen. Aber vielleicht geht es auch anders? Und zwar mit einem Solarluftschiff! Genau das haben sich Forscher:innen aus Bayern angesehen. Sie haben im Detail simuliert wie man mit so einem Ding von London nach New York reisen kann. Das Ergebnis: In 2-3 Tagen kann von A nach B gelangen und das kostet nicht nur massiv weniger als eine Flugreise sondern ist auch dramatisch besser für das Klima.
Aber leider gibt es diese Luftschiffe noch nicht, nur das PR-Projekt Solar Airship One…
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Jan 22, 2024 • 55min
DK104 - Rettet uns die Künstliche Intelligenz?
Und: Wie gut kann die KI das Wetter vorhersagen?
DK104 - Rettet uns die Künstliche Intelligenz?
Und: Wie gut kann die KI das Wetter vorhersagen?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 104 reden wir über Künstliche Intelligenz. Wir schauen, was die KI überhaupt über die Klimakrise weiß und wie man sie sinnvoll für den Klimaschutz einsetzen kann. Außerdem sprechen wir über eine Arbeit, in der untersucht wurde, wie gut eine KI das Wetter vorhersagen kann. Überraschenderweise ziemlich gut! Und Podcast-Intros kann der Bot auch nicht schlecht…
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Was weiß die KI über den Klimawandel
Forscher:innen haben sich angesehen, was die KI über den Klimawandel weiß (hier das paper dazu). Das Wissen ist ein wenig mangelhaft, aber ChatGPT ist ja auch keine Suchmaschine, also sollte man davon nicht überrascht sein.
KI für den Klimaschutz
Bei der UNO denkt man auch schon einige Zeit darüber nach, wie man KI einsetzen kann, um den Klimaschutz besser zu organisieren. Was es da für Ideen gibt, ist hier zusammengefasst.
KI oder Mensch? Wer macht die Wettervorhersage der Zukunft
Das Wetter vorherzusagen ist wichtig, aber nicht so einfach. Wir machen das derzeit mit sehr viel Rechnerei. Es gibt Computermodelle, die die physikalischen Formeln des Wettersystems kennen und aus Beobachtungsdaten berechnen, wie die Zukunft aussehen wird. Man kann aber auch probieren, eine KI mit Daten aus der Vergangenheit zu trainieren und dann schauen, ob sie damit das Wetter der Zukunft prognostizieren kann. Genau das haben Forscher:innen getan und festgestellt: Das ist nicht nur sehr viel schneller, sondern die KI kriegt das auch besser hin! Sogar wenn es um Extremwetterereignisse geht, ist die KI besser als das numerische Modell. Was das für die Zukunft und vor allem für die Klimamodelle heißt, wird sich aber noch zeigen müssen.
Die Kolumne von Florian zu Lewis Richardson gibt es hier und über das “Chinesische Zimmer” kann man sich hier informieren.
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Jan 8, 2024 • 56min
DK103 - Kipppunktkaskade außer Kontrolle oder ein Dominoeffekt des positiven Wandels?
Wie steht es um die Kipppunkte des Klimas?
DK103 - Kipppunktkaskade außer Kontrolle oder ein Dominoeffekt des positiven Wandels?
Wie steht es um die Kipppunkte des Klimas?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 103 geht es um Kipppunkte. Ein aktueller Report hat untersucht, wo auf der Erde im Klimasystem Kipppunkte existieren und welche davon schon erreicht sein könnten. Es gibt aber auch positive Kipppunkte, die aber nicht von selbst passieren. Sondern nur, wenn wir auch was tun. Und wir sollten was tun, denn es dauert nicht mehr lange, bis sehr viel sehr stark kippen könnte.
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COP 28 Update
Ende 2023 ist die COP28 zu Ende gegangen. Manche nennen das Ergebnis “historisch”. Aber genaugenommen ist es historisch spät, wenn jetzt das erste Mal fossile Energie überhaupt erwähnt werden und noch dazu kein “Ausstieg” gefordert wird, sondern nur ein Umstieg. Trotzdem: Sollte es mal eine COP in Deutschland geben, würden wir uns das mal ansehen wollen.
Global Tipping Points Report
Am 6. Dezember 2023 wurde der Global Tipping Points Report veröffentlicht. Den kompletten Report gibt es hier. Eine Zusammenfassung ist hier zu finden. Außerdem gibt es noch Key Messages und Key Recommendations. Und ein kurzes Intro-Video.
Ein Kipppunkt ist etwas, was in einem Teil des Klimasystems stattfinden kann, wenn eine Veränderung sich selbst verstärkt und zu einem qualitativ anderen Klimazustand führt. Zum Beispiel wenn das Eis der Arktis oder der Antarktis schmilzt. Dann ist es weg, die Welt ist fundamental anders als zuvor und es dauert sehr, sehr lange, bis sich das wieder ändert. Der Report hat 25 Kipppunkte identifiziert. Bei der aktuellen globalen Erwärmung von 1,2 Grad sind die Warmwasserkorallen vermutlich schon gekippt (soll heißen: Sie sterben und kommen nicht wieder) und es ist nicht unwahrscheinlich, dass auch das Eis von Grönland, der Westantarktis und der Permafrost unaufhaltsam aufgetaut sind. Und auch der Nordpolarpazifikwirbel könnte unwiderruflich verändert worden sein. Wenn es um 1,5 Grad wärmer wird, dann werden auch die nördlichen Wälder, die Mangroven und die Seegraswälder kippen. Und bei 2 Grad globaler Erwärmung geht es dann wirklich rund.
Die Auswirkungen des Kippens sind sämtlich negativ. Aber man kann was dagegen tun. Ein Zitat aus dem Bericht: ”Now is the time for governance actors, including UN bodies, international organisations, national governments and non-state actors, to engage in setting the agenda for the governance of Earth system tipping points. (C.1.7.)”
Es gibt aber auch positive Kipppunkte. Zum Beispiel der Wechsel zu erneuerbaren Energien, den wir schon fast erreicht haben dürften. Aber auch auch bei elektrischer Mobilität oder Wärmepumpen stehen wir schon fast davor und Klimaaktivismus hilft auch beim positiven Kippen. Aber: “Positive tipping points don’t just happen, they need to be actively enabled. (D.1.2.)”
Methan und die Eiszeit
Methan ist ein viel mächtigeres Treibhausgas als CO2. Wir haben die Menge an Methan in der Atmosphäre seit der industriellen Revolution massiv erhöht. Aber dachten, dass sich die Sache zur Jahrtausendwende stabilisiert hat. Hat es aber nicht, wie eine neue Arbeit zeigt. Seit einiger Zeit steigt die Menge wieder rasant an und das ist ein wenig so wie damals als die Eiszeiten zu Ende gingen. Es könnte durchaus sein, dass wir auch hier schon einen Kipppunkt überschritten haben.
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Dec 25, 2023 • 53min
DK102 - (K)Ein Silberstreif am Horizont: Zurückgezogene Klimawissenschaft
Und: Warum irrt sich die Wissenschaft manchmal?
DK102 - (K)Ein Silberstreif am Horizont: Zurückgezogene Klimawissenschaft
Und: Warum irrt sich die Wissenschaft manchmal?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 102 ziehen wir zurück. Bzw.: Wir schauen uns Forschungsarbeiten an, die nach der Veröffentlichung wieder zurückgezogen wurden. Solche “Retractions” sind Teil des wissenschaftlichen Prozesses, finden aber viel zu wenig Beachtung. In dieser Folge schauen wir, warum das so, was dazu führt das Forschung zurückgezogen werden muss und ob das gut oder schlecht ist.
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Zurückgezogene Forschung
Fehlerhafte Wissenschaft kann dramatische Folgen haben. Ein gutes (schlechtes) Beispiel dafür ist Andrew Wakefield und seine Arbeit, die angeblich einen Zusammenhang zwischen Impfungen und Autismus belegt. Das war zwar alles kompletter Quatsch (siehe dazu zum Beispiel hier), ist aber trotzdem immer noch in der Welt und hat jede Menge negative Folgen.
Retraction Watch
Auf der Seite Retraction Watch werden zurückgezogene Forschungsarbeiten gesammelt und kommentiert. Es gibt auch eine (hässliche) Datenbank und eine eigene Kategorie für den Bereich “Klimaforschung.
(K)Ein Silberstreif am Horizont
Claudia hat sich die Arbeit mit dem Titel “ew land-use-change emissions indicate a declining CO2 airborne fraction” rausgesucht. Darin wurde eine neue Methode vorgestellt, wie man herausfinden kann, wie viel CO2 aus der Luft vom Boden aufgenommen wird. Das Ergebnis der Auswertung: Es scheint so, als würde der vom Boden aufgenommene Anteil steigen. Was großartige Neuigkeiten wären - aber leider musste die Studie zurückgezogen werden. Andere Forscher:innen hatten festgestellt, dass die verwendete statistische Methode nicht anwendbar ist für diesen Fall. Das haben auch die ursprünglichen Autor:innen akzeptiert und deswegen die Arbeit zurückgezogen. Auch so funktioniert Wissenschaft.
Wer mehr über den wissenschaftlichen Peer-Review-Prozess erfahren will, kann im Laborjournal nachlesen und wer Retraction Watch unterstützen möchte, muss hier lang.
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Dec 11, 2023 • 49min
DK101 - Klimafreundliche Weihnachten machen glücklich
Und: Welche Kekse schmecken am besten?
DK101 - Klimafreundliche Weihnachten machen glücklich
Und: Welche Kekse schmecken am besten?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 101 wird es weihnachtlich. Wir schauen uns an, was die Klimakrise mit der Chance auf weiße Weihnachten anstellt und ob wir da mit Kunstschnee etwas machen können (oder sollen), welchen Weihnachtsbaum wir uns besorgen sollen, welche Kekse die besten sind und vor allem: Warum man - wissenschaftlich belegt - mehr Spaß hat, wenn man Weihnachten auch ans Klima denkt. Außerdem: Argumentationshilfen für die Verwandtschaft, die das mit der Klimakrise für Blödsinn hält.
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Schlechte Nachrichten und der Emission Gap Report
2023 war kein so tolles Jahr bis jetzt. Es war das wärmste Jahr seit es Aufzeichnungen gibt und am 17. November 2023 haben wir erstmal eine globale Durchschnittstemperatur von mehr als +2 Grad gegenüber der vorindustriellen Zeit gemessen. Wir haben einen neuen Emissionsrekord und steuern auf +3 Grad zu und der Emission Gap Report der UN sagt auch ganz explizit, dass viel zu wenig passiert - da wird auch die COP 28 wenig geändert haben.
Weiße Weihnachten
Weiße Weihnachten gibt es bei uns in Mitteleuropa sowieso selten, was am Wetterphänomen des Weihnachtstauwetters liegt. Dank Klimakrise haben sich in Österreich aber die Chancen auf weiße Weihnachten mittlerweile halbiert und auch in Deutschland sieht es nicht besser aus. Am schlechtesten hat man es in München. Sorry, Bayern.
Wie das mit dem Schnee allgemein aussieht, untersucht das Forschungsprojekt FUSE und die aktuellen Ergebnisse zeigen dass der Schnee aus unserem Alltag verschwinden wird, wenn wir so weiter machen wie bisher. Wie nachhaltig Kunstschnee als Alternative sein könnte, hat sich eine andere Studie angesehen. Das Ergebnis: Nicht sehr - Je nach Szenario steigen Energie- und Wasserverbrauch dafür um bis zu 100 Prozent.
Weihnachtsbaum vs. Plastikbaum
Fast 30 Millionen Weihnachtsbäume produziert Deutschland pro Jahr und man gibt 616 Millionen Euro dafür aus. Ein Naturbaum produziert 3 kg CO2, ein Plastikbaum dagegen 48kg. Man muss ihn also mindestens 16 Jahre nutzen, um besser dran zu sein als mit der Natur - aber wer macht das schon? Bäume im Topf sind aber auch nicht so super…
Klimafreundliche Weihnachten machen glücklich
Kein Baum, keine Lichter, keine Geschenke, kein Konsum, kein Festessen: Wer wirklich klimafreundlich feiern will, verliert vielleicht bald die Feierlaune. Aber: Die Studie “What Makes for a Merry Christmas?” aus dem Journal of Happiness Studies hat festgestellt, dass 1) Konsum und Geschenke nicht unbedingt dazu beitragen, dass die Weihnachtsfeiern besser werden und man sich 2) durchaus glücklicher fühlt, wenn man klimafreundlich feiert.
Kekse
Florian backt gerne aufgemotzte Mürbteigkekse, Claudia dagegen steht auf Schneeflockenkekse. Und wenn ihr super Keksrezepte habt: Dann schickt sie uns doch einfach!
Die omninöse norwegische Studie
Angeblich hat eine Studie der norwegischen Statistikbehörde den menschengemachten Klimawandel widerlegt. Ist aber natürlich nicht nur Quatsch, sondern waschechte Klimadesinformation, wie man bei der österreichischen Nachrichtenagentur APA nachlesen kann. Noch detaillierte Kritik gibt es hier. Aber diese Studie ist weder eine Studie, noch ist sie wissenschaftlich und korrekt am allerwenigsten.
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Nov 27, 2023 • 57min
DK100 - Das Klima und das Bier der Zukunft
Hopfen, Hitze, Hallertau!
DK100 - Das Klima und das Bier der Zukunft
Hopfen, Hitze, Hallertau!
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
Wir feiern Folge 100 von “Das Klima”! Und zwar mit Bier! Dem drittbeliebtesten Getränk der Welt steht keine gute Zukunft bevor. Die Klimakrise macht das Bier teurer, es wird nicht mehr so schmecken wie wir es gewöhnt sind und wir werden es vielleicht nicht mehr in den traditionellen Biergärten trinken können. Was genau passiert und was wir stattdessen trinken müssen, diskutieren wir in unserer Jubiläumsfolge.
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Das Bier wird teurer
Die Zukunft wird warm und Extremwetterereignisse werden häufiger. Das hat Auswirkungen auf den Anbau von Gerste. Und weil Gerste nicht nur für Bier gebraucht wird, kann es zu Engpässen kommen. In manchen Ländern wird es teurer werden, wenn man Bier herstellen will. Wie das aussehen könnte, hat sich eine Studie angesehen. Je nach Klimaszenario kann das Angebot an Gerste um bis zu 38 Prozent sinken. Der Bierkonsum wird um bis zu 41 Prozent sinken und die Bierpreise um 100 bis 656 Prozent steigen. In Österreich wird man in Zukunft pro Person und Jahr um 18 bis 61 Flaschen Bier weniger trinken (als die 213 die man aktuell trinkt); in Deutschland werden es um 63 bis 18 Flaschen weniger sein. Der Bierpreis wird um 50 Cent bis ein paar Euro steigen; am meisten steigen werden die Preise in Irland. Prost!
Hitze, Hopfen, Hallertau
Die Hallertau in Bayern ist das größte zusammenhängende Hopfenanbaugebiet der Welt und produziert 31 Prozent des weltweiten Hopfens. Und die Klimakrise macht auch hier Probleme. 2022 wurden in der Hallertau um 30 Prozent weniger Hopfen produziert als 2021. In einer wissenschaftlichen Arbeit mit dem schönen Titel “Heat, Hops, Hallertau” hat man sich das genauer angesehen und festgestellt, dass es schwierig werden wird, wenn die Hallertau ihre Spitzenposition in Zukunft halten will.
Der Biergarten ist gefährdet
Biergärten erzeugen ein Mikroklima und kühlen. Ursprünglich die Bierkeller darunter; heute die Körper der Biertrinker:innen. Traditionell stehen dort Rosskastanien und die kriegen Probleme. Sie sind jetzt schon durch Miniermotte und Pseudomonas bedroht. Die Klimakrsie macht die Kastanie anfällig gegen erstere; Trockenheit hilft allerdings gegen zweiteres. Was der Kastanie gar nicht gefällt ist Bodenversiegelung und später Frost im Jahr nach früher Wärme und von beidem wird es in vermutlich sobald nicht weniger geben. Und mit Trockenheit kommen Kastanien auch nicht so gut klar. Vielleicht müssen wir uns auf Biergärten mit Bambus oder Kakteen einstellen…
Der Hopfen verliert die Hopfigkeit
Das was den Hopfen im Bier ausmacht, ist sein bitterer Geschmack. Die Hopfigkeit des Hopfens kommt von den Alphasäuren die er enthält und die werden sich in einer wärmeren Zukunft nicht mehr so gut bilden. Das hat natürlich Einfluss auf den Geschmack, ganz besonders für die eher bitteren Craftbiere.
Mehr Bordeaux trinken?
Wenn es dem Bier an den Kragen geht, muss man auf Wein ausweichen. Zumindest der Bordeaux könnte in den kommenden Jahren immer besser, wie eine aktuelle Studie festgestellt hat. Ewig geht das aber auch nicht weiter.
Das Bier der Zukunft
Vielleicht müssen wir doch schauen, wie wir ein klimafreundliches Bier brauen können. Zum Beispiel in dem wir das Wasser weglassen. Oder in dem wir Hefe so verändern, dass sie auch gleich den Geschmack des Hopfens produzieren kann. Oder wir trinken einfach schlechtes Bier, so wie das “Torched Earth Ale”.
Was sollen wir denn jetzt trinken?
Aber was trinken wir denn jetzt? Die Uni Kopenhagen hat sich den CO2-Fußabdruck diverser alkoholischer Getränke angesehen und kommt zu dem Ergebnis. Das Resultat: 1 Liter Bier erzeugt 1,5 kg CO2-Äquivalent, bei einem Liter Wein sind es 6 kg, genau so wie bei einem Liter Schnaps. Wenn man es aber auf den Alkoholgehalt bezieht, ist Schnaps 2,5 mal besser fürs Klima als Wein oder Bier. Solange man nicht nen ganzen Liter davon trinkt…
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Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.
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Nov 13, 2023 • 47min
DK099 - Satelliten, Internetzugang, Raketen und die Folgen für das Klima
...und warum ist es schlecht, wenn die Erde grün wird?
DK099 - Satelliten, Internetzugang, Raketen und die Folgen für das Klima
…und warum ist es schlecht, wenn die Erde grün wird?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 99 geht es in den Weltraum. Aber nicht so weit! Wir schauen uns an, welche Auswirkungen es auf das Klima hat, wenn wir immer mehr Satelliten ins All schicken. Denn das tun wir, vor allem mit “Megakonstellationen” aus zehntausenden Satelliten, die für globalen Internetempfang sorgen sollen. Aber so richtig gut für das Klima ist es nicht. Auch der Weltraummüll hat überraschenderweise Auswirkungen und am Ende diskutieren wir noch kurz darüber, warum es gar nicht so gut ist, wenn die Erde grün wird.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Raketen und Internet
Früher sind nur eine Handvoll Satelliten staatlicher Organisationen durchs All geflogen. Mittlerweile ist die Raumfahrt ein großer Markt geworden und seit einigen Jahren werden “Mega-Konstellationen” im All aufgebaut, die aus einigen zehntausend Satelliten besehen sollen. Das ist ein Problem für die Astronomie - aber ist es auch ein Problem für das Klima?
Ziel dieser Mega-Konstellationen ist die Bereitstellung von Internet, was prinzipiell eine gute Idee ist. Unabhängiger Internetzugang ist auch eines der nachhaltigen Entwicklungsziele der UN. Und aktuell sind es drei Firmen, die sich vor allem mit dem Aufbau so eines Satellitennetzwerkes beschäftigen: Starlink, One Web und Projekt Kuiper.
Welche Auswirkungen das auf das Klima hat, hat sich die Arbeit “Sustainability assessment of Low Earth Orbit (LEO) satellite broadband mega-constellations” angesehen. Das hängt natürlich von der Menge an Satelliten ab, die ins All geschossen werden; von der Art der Raketen die dafür verwendet werden; der Anzahl der Nutzer, und so weiter. Die Resultate der Studie: Je nach Szenario ist das Satelliteninternet 14 bis 91 mal schlechter was die Emissionen angeht als das terrestrische Breitbandinternet. Nach der ersten Ausbaustufe werden die Satellitennetzwerke circa 12 Megatonnen CO2 verursacht haben; circa so viel wie alle Dieselautos in Österreich pro Jahr emittieren. Und das wird nicht besser werden, denn es kommen immer mehr Satelliten dazu und die, die da sind, müssen regelmäßig ersetzt werden.
Denn Satelliten in einer nahen Erdumlaufbahn können abstürzen und wenn sie das tun, gelangt Müll in die hohe Atmosphäre. Der wurde dort jetzt auch tatsächlich nachgewiesen (“Metals from spacecraft reentry in stratospheric aerosol particles”) - was das für Auswirkungen hat, wissen wir allerdings noch nicht genau. Nur, dass es vermutlich keine positiven Auswirkungen sein werden.
Ohne Satelliten kommen wir aber nicht aus, auf jeden Fall in der Forschung. Das zeigt die Arbeit “Global climate-change trends detected in indicators of ocean ecology”. Satellitenbeobachtungen haben gezeigt, dass die Erde vom All aus gesehen immer grüner wird. Was an den Mikroorganismen im Meer liegt, die sich verändern, weil das Meer immer wärmer wird. Gut ist das vermutlich nicht, aber um zu verstehen, was genau passiert, wenn die blaue Erde grün wird, brauchen wir mehr Beobachtungen. Mit Satelliten…
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Oct 30, 2023 • 49min
DK098 - Die planetaren Grenzen der Belastbarkeit
... und warum werden die eigentlich nicht kontrolliert?
DK098 -- Die planetaren Grenzen der Belastbarkeit
… und warum werden die eigentlich nicht kontrolliert?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 98 schauen wir uns die planetaren Grenzen an. Nicht die des Planeten selbst, sondern die, die wir nicht überschreiten sollten, wenn wir weiter auf der Erde leben wollen. Davon gibt es neun Stück und sechs davon haben wir schon überschritten. Dass das nicht gut ist, muss man nicht extra erklären. Aber wir erklären trotzdem, um welche Grenzen es sich handelt und auf welche Art wir sie überschritten haben.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Die planetaren Grenzen der Belastbarkeit
Der Planet hat Grenzen, aber um die geht es nicht. Wir wollen nicht wissen, wo die Erde zu Ende ist, sondern verstehen, wie weit unser Einfluss auf die Erde gehen kann, bevor sie unbewohnbar wird. Von diesen Grenzen gibt es neun Stück und aktuell sind sechs davon schon überschritten (kann man auch hier nachlesen.
Was bedeutet, dass wir drei Grenzen noch nicht überschritten haben. Wir sind noch gut dabei, wenn es um das Ozonloch geht und die Luftverschmutzung haben wir auch halbwegs im Griff. Bei der Ozeanversauerung sind wir noch hinter der Grenze aber schon nah dran. Die restlichen sechs Grenzen haben wir allerdings überschritten: Wir haben die Stoffkreisläufe der Erde durcheinander gebracht, wir nutzen viel zu viel Land, wir haben ein massives Problem was die Biodiversität angeht, wir haben zu wenig Süßwasser, bringen zu viele neue Substanzen wie Plastik in die Welt und dass wir ein Problem mit dem Klima haben, muss man nicht mehr extra erklären.
Noch düsterer sieht es aus, wenn man die Grenzen auch noch gerecht machen will. Denn eigentlich sollten wir ja nicht nur dafür sorgen, dass wir diese Grenzen nicht überschreiten, sondern dass sie auch für die nachfolgenden Generationen nicht überschritten werden. Was es genau bedeutet, wenn eine Grenze "gerecht" ist, diskutieren wir ausführlich und stellen fest, dass wir leider weit davon entfernt sind, sie einzuhalten. Mehr dazu kann man hier nachlesen und bei Helmholtz gibt es auch sehr schöne Zusammenfassungen des Themas, nämlich hier und hier.
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