

Das Klima
Florian Freistetter, Claudia Frick
Die Klimakrise ist umfassend und global. Sie hat Auswirkungen auf alle und alles und wird ohne Zweifel unser Handeln und unseren Alltag in den nächsten Jahrzehnten in sämtlichen Bereichen bestimmen. Darum ist es nötig, dass möglichst viele Menschen über das Klima und die Wissenschaft hinter der Klimakrise Bescheid wissen. Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht regelmäßig sogenannte “Sachstandsberichte” die das jeweils aktuelle Wissen zur Klimakrise zusammenfassen. Diese tausenden Seiten sind schwere Lektüre, die wir euch mit diesem Podcast ersparen wollen. Das gleiche gilt für die vielen anderen neuen Erkenntnisse der Klimaforschung. In jeder Folge wird aktuelle Forschung rund um die Klimakrise so vermittelt, dass sie auch ohne Studium der Klimawissenschaft verständlich sind.
Ein Podcast von Florian Freistetter (Astronom und Autor) und Claudia Frick (Meteorologin und Professorin für Wissenschaftskommunikation).
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Ein Podcast von Florian Freistetter (Astronom und Autor) und Claudia Frick (Meteorologin und Professorin für Wissenschaftskommunikation).
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Episodes
Mentioned books

Apr 14, 2025 • 28min
DK137 - Ist Digitalisierung gut für das Klima?
Die Rolle von Wölfen im Ökosystem wird thematisiert und deren Einfluss auf CO2-Emissionen diskutiert. Ein Vergleich zwischen E-Rechnungen und Papier zeigt die komplexen Auswirkungen der Digitalisierung auf das Klima. Das 'Kaufhaus Österreich' sorgt für Fragen zur Effizienz digitaler Plattformen. Zudem wird betont, dass erneuerbare Energien entscheidend sind, um die negativen Effekte der Digitalisierung zu reduzieren. Humorvolle Ausblicke und Einblicke in zukünftige Gesprächsthemen runden die Diskussion ab.

Mar 31, 2025 • 35min
DK136 - Mehr Wölfe für den Klimaschutz
Und: Wie viel CO2 holt ein Wolf aus der Atmosphäre?
DK136 - Mehr Wölfe für den Klimaschutz
Und: Wie viel CO2 holt ein Wolf aus der Atmosphäre?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 136 reden wir über Wölfe. Denn so ein Wolf kann dafür sorgen, dass CO2 aus der Atmosphäre entfernt wird. Wie das genau geht und ob das dem Klima wirklich hilft, besprechen wir anhand aktueller wissenschaftlicher Studien. Das Fazit: Mehr Wölfe sind gut für das Klima, aber nur, wenn man sie richtig einsetzt.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Wölfe und das Klima
Die Klimakrise schadet weltweit Ökosystemen – Tiere und Pflanzen sterben aus, Biodiversität geht verloren. Doch manche Arten könnten helfen, Ökosysteme widerstandsfähiger zu machen und sogar den Klimawandel abzuschwächen. Ein Tier, an das man dabei nicht sofort denkt, ist der Wolf.
Über Jahrhunderte hinweg wurden Wölfe verfolgt und fast ausgerottet: Bereits seit dem 15. Jahrhundert gejagt, waren sie im 19. Jahrhundert in West- und Mitteleuropa nahezu verschwunden. Erst ab den 1980er Jahren wurden sie in vielen Ländern Europas unter Schutz gestellt, in der EU seit 1992. Mittlerweile hat sich der Wolf teilweise wieder angesiedelt: In Deutschland lebten im Jahr 2023 mindestens 184 Wolfsrudel, 47 Paare und 22 Einzeltiere. Österreich verzeichnete sechs Wolfsrudel, in der Schweiz gab es 2022 sogar schon 26 Rudel, allerdings wurde dort Ende 2023 der Schutzstatus gelockert, wodurch nun auch präventive Abschüsse erlaubt sind. Die EU plant ebenfalls, den Schutzstatus des Wolfs von „streng geschützt“ auf „geschützt“ zu reduzieren, wodurch eine begrenzte Bejagung möglich würde.
Doch statt über Jagd oder die Gefahr für Weidetiere zu sprechen, lohnt es sich, die Rolle der Wölfe für das Klima näher zu betrachten. Zwei aktuelle Studien aus dem Jahr 2025 zeigen erstaunliche Zusammenhänge zwischen Wölfen und CO₂-Speicherung.
Die erste Studie (“Wolf reintroduction to Scotland could support substantial native woodland expansion and associated carbon sequestration”) betrachtet die mögliche Wiederansiedlung von Wölfen in den schottischen Highlands. Dort wurden Wölfe bereits im 17. Jahrhundert ausgerottet und parallel Wälder abgeholzt oder verbrannt, um die Tiere zu vertreiben. Das Fehlen großer Raubtiere führte dazu, dass die Rotwildpopulation stark anwuchs und junge Baumsetzlinge fraß. Wälder konnten sich deshalb kaum natürlich regenerieren. In einer Modellstudie untersuchten Forschende nun, was passieren würde, wenn man Wölfe in vier großen Wildgebieten Schottlands wieder ansiedeln würde. Dabei simulierten sie 100 Jahre lang die Dynamik zwischen Wölfen und Rotwild. Ergebnis: Die Wolfpopulation würde sich auf etwa 167 Tiere stabilisieren, und bereits nach 20 bis 23 Jahren würde die Rotwildpopulation so weit reduziert sein, dass Wälder wieder wachsen könnten. Dadurch würden in 100 Jahren etwa 100 Megatonnen CO₂ gebunden – das entspricht 5 Prozent der Kohlenstoffmenge, die Großbritannien bis 2050 einsparen muss, um klimaneutral zu werden. Ein Wolf holt also 6080 Tonnen CO2 aus der Atmosphäre, in finanzieller Hinsicht entspricht das 185.000 Euro (anhand der aktuellen CO2-Bepreisung).
Eine zweite Studie aus dem Yellowstone-Nationalpark (“The strength of the Yellowstone trophic cascade after wolf reintroduction” in den USA beschäftigt sich mit sogenannten trophischen Kaskaden – Effekten, bei denen Raubtiere indirekt das gesamte Ökosystem beeinflussen. Wölfe waren in Yellowstone bis in die 1920er Jahre ausgerottet, was zu einer starken Vermehrung von Rocky-Mountain-Wapitis und damit zu übermäßigem Verbiss der Vegetation führte. Seit der Wiedereinführung der Wölfe 1995/96 hat sich die Vegetation deutlich erholt. Das Kronenvolumen der Weiden wuchs innerhalb von knapp 20 Jahren um 1500 Prozent. Dadurch entstanden neue Lebensräume für Vögel, bessere Wasserqualität durch mehr Schatten auf Flüsse und insgesamt mehr Biodiversität.
Eine frühere Studie von 2016 (“Effects of gray wolf-induced trophic cascades on ecosystem carbon cycling”) hat herausgefunden, dass Wölfe in borealen Wäldern Nordamerikas ähnliche positive Effekte haben könnten: Indem sie die Populationen großer Pflanzenfresser regulieren, ermöglichen sie Waldwachstum und damit erhöhte CO₂-Speicherung. Die Effekte könnten so groß sein, dass sie den jährlichen CO₂-Emissionen von bis zu 20 Millionen Pkw entsprechen würden.
Dennoch bleibt das Thema komplex: Während Wölfe Wälder stärken und CO₂ binden helfen, fördern Pflanzenfresser wie Rotwild und Elche durch Düngung ebenfalls das Pflanzenwachstum und beeinflussen sogar die Häufigkeit von Waldbränden. Die Rolle des Wolfs im Klimaschutz ist daher zwar potenziell groß, aber nicht frei von komplizierten Wechselwirkungen.
Live Shows
Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram Florian| Facebook Florian|
Instagram Claudia
TikTok Claudia
Bluesky Florian|
Bluesky Claudia
Mastodon Florian|
Mastodon Claudia
Blog Florian|
Homepage Florian|
Veranstaltungen Florian

Mar 24, 2025 • 17min
DK135: Spezialfolge mit Gastpodcast “Klimagefühle"
Und: Was ist Klimaangst?
DK135: Spezialfolge mit Gastpodcast “Klimagefühle”
Und: Was ist Klimaangst?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 135 gibt es etwas spezielles: Ihr hört eine Folge des Podcasts “Klimagefühle”, der im Rahmen einer Lehrveranstaltung an der LMU München entstanden ist. Franzi, Greta und Lea erzählen über ein ganz besonderes Klimagefühl, nämlich die Klimaangst.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Klimagefühle
Der Podcast “Klimagefühle” ist Anfang 2025 im Rahmen einer Lehrveranstaltung von Mitho Müller und Florian Freistetter an der LMU München entstanden. Die Teilnehmer:innen sollten Themen aus der Klimapsychologie in Form einer Podcastfolge ausarbeiten. Das Resultat einer Gruppe könnt ihr in dieser Spezialfolge hören.
Das Intro/Outro von “Klimagefühle” ist Good Vibe Background Music by SethMakesSounds, Creative Commons 0
Live Shows
Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram Florian| Facebook Florian|
Instagram Claudia
TikTok Claudia
Bluesky Florian|
Bluesky Claudia
Mastodon Florian|
Mastodon Claudia
Blog Florian|
Homepage Florian|
Veranstaltungen Florian

Mar 17, 2025 • 1h 2min
DK134: Klimapsychologie - Wir müssen alle Hippies werden!*
Und: Warum handeln wir nicht endlich?
DK134: Klimapsychologie - Wir müssen alle Hippies werden!
Und: Warum handeln wir nicht endlich?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 134 haben wir einen Gast: Mitho Müller von der Ludwig-Maximilians-Universität München. Mitho arbeitet in der klinischen Entwicklungspsychologie und beschäftigt sich mit Klimapsychologie – also der Frage, warum wir trotz wissenschaftlicher Erkenntnisse nicht genug gegen den Klimawandel unternehmen. Genau das erklärt er uns ausführlich und auch, warum wir alle Hippies werden sollen.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Was ist Klimapsychologie?
Mitho Müller ist forscht an der LMU München und erklärt zunächst, was Klimapsychologie überhaupt ist. Der berühmte Wissenschaftsvermittler Carl Sagan und sein Konzept des Pale Blue Dot (ihr könnt in dieser Podcastfolge mehr dazu hören dienen als Ausgangspunkt für die Diskussion darüber, warum es für uns so schwierig ist, Verantwortung zu übernehmen.
Warum handeln wir nicht?
Obwohl die Wissenschaft schon lange vor den Folgen des Klimawandels warnt, gibt es viele psychologische Gründe für unsere Untätigkeit:
Verdrängung: Menschen neigen dazu, bedrohliche Themen auszublenden, um sich nicht unwohl zu fühlen.
Psychologische Distanz: Die Folgen des Klimawandels scheinen oft weit weg – zeitlich und geografisch.
Gewohnheiten und Bequemlichkeit: Veränderung erfordert Energie, und unser Gehirn bevorzugt den einfacheren Weg.
Ideologische Filter: Politische Zugehörigkeit beeinflusst, wie Menschen wissenschaftliche Fakten bewerten.
Psychische Auswirkungen des Klimawandels
Die Klimakrise hat nachweisbare psychologische Folgen:
Klimadepression: Menschen erleben Angst, Hoffnungslosigkeit und Trauer über die Zerstörung ihrer Umwelt.
Solastalgie: Verlustgefühle, weil sich vertraute Orte durch den Klimawandel verändern oder verschwinden.
Aggressivität und Stress: Hitzewellen und Umweltveränderungen steigern nachweislich Stress und Gewaltbereitschaft.
Kann man etwas gegen Klimadepression tun?
Ja! Mitho erklärt, dass individuelle Handlungen psychologisch sinnvoll sind – auch wenn sie allein den Klimawandel nicht aufhalten. Wer nachhaltiger lebt, fühlt sich oft handlungsfähiger und weniger hilflos. Auch Engagement in der Gemeinschaft, z. B. durch Proteste oder politische Beteiligung, kann helfen, negative Gefühle zu regulieren.
Ein Problem in der medialen Berichterstattung ist die fehlende Perspektive auf Lösungen. Schockierende Bilder und Nachrichten über Katastrophen können lähmend wirken, wenn keine Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Besser wäre eine Kommunikation, die Hoffnung macht und Wege aufzeigt, wie man aktiv werden kann.
Die Rolle von Werten und Achtsamkeit
Werte bestimmen unser Verhalten stark. Menschen mit einer „globalen Identität“, die sich als Teil eines größeren Ganzen sehen, handeln umweltbewusster. Eine Studie (“Pro-environmental Engagement Through Self-compassion and Global Identity Rather Than to Self-enhancement”) zeigt, dass Achtsamkeitspraktiken wie Meditation oder Yoga diese Haltung fördern können.
In der Diskussion wird klar, dass es nicht nur um individuelle Entscheidungen geht – die Gesellschaft als Ganzes muss sich verändern.
Es gibt drei Hauptgruppen:
Die Sorgenden, die aktiv handeln und fordern, dass sich etwas ändert.
Die Priorisierenden, die das Problem anerkennen, aber andere Themen wichtiger finden.
Die Leugnenden, die Klimawandel als Täuschung oder Übertreibung sehen.
Der Schlüssel liegt darin, die Debatte zu entschärfen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen. Statt sich in ideologische Kämpfe zu verstricken, sollten wir versuchen, sachlich zu bleiben und auf gemeinsame Werte hinzuarbeiten.
Live Shows
Florian ist mit “Das Universum LIVE” unterwegs. Und zwar am 17. März 2025 in Düsseldorf, am 18. März 2025 in Siegen und am 19. März 2025 in Bonn. Kommt vorbei!
Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram Florian| Facebook Florian|
Instagram Claudia
TikTok Claudia
Bluesky Florian|
Bluesky Claudia
Mastodon Florian|
Mastodon Claudia
Blog Florian|
Homepage Florian|
Veranstaltungen Florian

Mar 3, 2025 • 44min
DK133 - Kinderwunsch und Klimakrise
Und: Sind Menschen ohne Kinderwunsch alle egoistisch?
DK133 - Kinderwunsch und Klimakrise
Und: Wie beeinflussen die Gedanken an die Zukunft den Wunsch nach Kindern?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 133 geht es um Kinder. Beziehungsweise um die Frage nach dem Kinderwunsch: Es gibt Menschen, die sich gegen Kinder entschieden haben und das auch mit der Klimakrise begründen. Aber wie sieht die Motivation da genau aus? Dazu gibt es Forschung und darüber reden wir in dieser Podcastfolge
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Kinderwunsch und Klimakrise
Wir starten mit einem Überblick über die gesellschaftliche Erwartungen rund um den Kinderwunsch. Frauen werden oft schon früh gefragt, ob sie Kinder haben oder planen, welche zu bekommen. Während Männer seltener mit dieser Frage konfrontiert werden, müssen sich Frauen häufig rechtfertigen, wenn sie keine Kinder möchten. Mehr über all diese Vorurteile kann man in der Arbeit “The mother of violations: Motherhood as the primary expectation of women” nachlesen.
Ein Beispiel für diesen gesellschaftlichen Druck liefert die Autorin und Stand-up-Comedienne Julia Brandner, die in ihrem kommenden Buch “I'm not kidding – Warum ich keine Kinder möchte und dafür keine Entschuldigung brauche” (erscheint am 6. März) über ihre Erfahrungen spricht (das Video über das wir sprechen kann man hier anschauen).
Hauptthema ist aber die Arbeit “Exploring climate-reproductive concern: Factors influencing hesitancy towards parenthood in the context of the climate crisis”. Diese aktuelle Studie aus den USA hat untersucht, ob und wie stark sogenannte Climate Reproductive Concerns (CRC) – also klimabedingte Sorgen in Bezug auf Fortpflanzung – die Entscheidung gegen Kinder beeinflussen. In der Studie wurden ausschließlich Personen befragt, die keine Kinder haben, aber in irgendeiner Form die Klimakrise in ihre Entscheidung einbeziehen. Die Ergebnisse zeigen, dass 48 % der Befragten hohe Bedenken haben, 38 % mittlere und 14 % niedrige. Auffällig ist, dass die Bedenken nicht mit Alter, Geschlecht, Einkommen oder Beziehungsstatus zusammenhängen – jedoch mit der politischen Einstellung. Menschen mit liberalen (linken) Ansichten haben signifikant häufiger klimabezogene Sorgen im Zusammenhang mit Fortpflanzung.
Warum Menschen aufgrund der Klimakrise keine Kinder wollen
Die Studie untersuchte verschiedene Hypothesen darüber, warum Menschen aufgrund der Klimakrise auf Kinder verzichten. Eine der wichtigsten Erkenntnisse: Die Angst vor der Zukunft ist nicht nur ein diffuses Gefühl, sondern basiert auf sehr konkreten Faktoren.
Gesellschaftliche Entwicklung: Viele Menschen sorgen sich, dass die Welt für ihre Kinder in 30, 40 oder 50 Jahren nicht mehr lebenswert sein wird. Besonders instabile Gesellschaften, zunehmende Umweltkatastrophen und politische Unsicherheiten spielen dabei eine Rolle.
Überbevölkerung und Ressourcenknappheit: Die Angst, dass es in der Zukunft nicht mehr genug Ressourcen für alle gibt, ist weit verbreitet.
Carbon-Legacy-Argument: Eine besonders interessante These ist, dass Menschen mit hohen Klimasorgen sich bewusst gegen Kinder entscheiden, weil sie sich verantwortlich für die zukünftigen Emissionen ihres Nachwuchses fühlen. Jede neue Generation produziert CO₂ – also kann man den eigenen ökologischen Fußabdruck reduzieren, indem man auf Kinder verzichtet.
Altruismus und Umweltbewusstsein: Entgegen des häufigen Vorurteils, dass kinderlose Menschen egoistisch seien, zeigt die Studie, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Menschen mit hohen klimabezogenen Sorgen haben häufig stark ausgeprägte altruistische Werte und handeln besonders umweltbewusst. Sie sehen ihren Verzicht auf Kinder als bewussten Beitrag zum Klimaschutz.
Die Studie zeigt, dass die Entscheidung gegen Kinder aufgrund der Klimakrise nicht nur ein Trend oder eine Modeerscheinung ist, sondern auf realen Sorgen basiert. Diese Bedenken sind nicht das Ergebnis allgemeiner Zukunftsängste oder Depressionen, sondern eine direkte Reaktion auf wissenschaftliche Erkenntnisse über den Zustand unseres Planeten.
Die Frage bleibt: Wie können wir eine Zukunft gestalten, die Menschen wieder Hoffnung gibt? Ein positives Zukunftsbild könnte dazu beitragen, dass weniger Menschen aus Angst auf Kinder verzichten. Doch solange die Klimakrise ungebremst voranschreitet, wird der Trend vermutlich weiter zunehmen.
Und dann lohnt es sich auch, sich nochmal den Film “Idiocracy” anzusehen.
Live Shows
Florian ist mit “Das Universum LIVE” unterwegs. Und zwar am 17. März 2025 in Düsseldorf, am 18. März 2025 in Siegen und am 19. März 2025 in Bonn. Kommt vorbei!
Tickets für die Sternengeschichten Live Tour 2025 von Florian gibt es unter sternengeschichten.live.
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram Florian| Facebook Florian|
Instagram Claudia
TikTok Claudia
Bluesky Florian|
Bluesky Claudia
Mastodon Florian|
Mastodon Claudia
Blog Florian|
Homepage Florian|
Veranstaltungen Florian

Feb 17, 2025 • 38min
DK132 - Der Grund für die Erwärmung der Meere
Und: Warum unterschätzen wir diese Erwärmung?
DK132 - Der Grund für die Erwärmung der Meere
Und: Warum unterschätzen wir diese Erwärmung?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 132 geht es um den Ozean. Das Wasser wird immer wärmer und diese Erwärmung beschleunigt sich. Ein neues mathematisches Modell zeigt einerseits, dass man dafür nicht alleine das El-Niño-Phänomen verantwortlich machen kann. Hauptursache ist die globale Erwärmung durch den Treibhauseffekt. Das Modell zeigt außerdem, dass wir die Erwärmung deutlich unterschätzen, wenn wir nur die vergangene Entwicklung als Maßstab nehmen. Oder anders gesagt: Es kommt heftiger, als wir bisher gedacht haben.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Warum steigt die Meerestemperatur?
Die Temperatur der Ozeane steigt und das ist wichtig. Und warum ist die Temperatur der Ozeane so wichtig?
Die Temperatur des Meeres beeinflusst zahlreiche klimatische Prozesse. Zwei wesentliche Gründe für ihr wissenschaftliches Interesse sind:
Die Wärmespeicherfähigkeit der Ozeane: Der Ozean ist der größte Wärmespeicher unseres Planeten.
Der thermosterische Anstieg des Meeresspiegels: Die Erwärmung des Wassers führt zur Ausdehnung und trägt somit zum Anstieg des Meeresspiegels bei – im Gegensatz zum eustatischen Anstieg, der durch das Schmelzen von Eis verursacht wird.
Würde der gesamte Ozean nur um 0,1°C erwärmt, könnte dieselbe Wärmemenge die Atmosphäre um unglaubliche 100°C aufheizen. Das liegt daran, dass die Masse der Ozeane 250-mal größer ist als die der Atmosphäre und ihre Wärmekapazität viermal so hoch. Seit 1998 haben die Ozeane 84 % der globalen Erwärmung aufgenommen. Die Erwärmung zeigt einen klaren Trend nach oben, der sich auch in der Beschleunigung des thermosterischen Meeresspiegelanstiegs widerspiegelt. Zwischen 1971 und 2010 betrug dieser Anstieg 0,6 mm pro Jahr, heute liegt er bei etwa 46 % des gesamten Meeresspiegelanstiegs.
Die Global Mean Sea Surface Temperature (GMSST) ist ein fundamentales diagnostisches Instrument für den Klimawandel. Die kürzlich veröffentlichte Studie “Quantifying the acceleration of multidecadal global sea surface warming driven by Earth's energy imbalance” untersucht die jüngsten Veränderungen der GMSST und deren Ursachen.
Die drei Hauptfaktoren, die Änderungen der GMSST beeinflussen, sind:
Luftverschmutzung und Aerosole (durch Menschen oder Vulkane)
El Niño (eine natürliche Klimaschwankung)
Das Energieungleichgewicht der Erde (EEI) (der wichtigste langfristige Treiber)
Wie funktioniert El-Niño
Die El-Niño-Southern Oscillation (ENSO) beschreibt die komplexe Wechselwirkung zwischen Ozean und Atmosphäre. In der Normalphase treiben die Passatwinde warmes Oberflächenwasser von Südamerika nach Südostasien. Kaltes Tiefenwasser steigt nach und sorgt für trockene Bedingungen in Südamerika und feuchtes Monsunklima in Südostasien. In Südostasien steigt die Luft wegen der hohen Temperaturen schnell auf und es herrscht ein Tiefdruckgebiet, in Südamerika dagegen ein Hochdruckgebiet.
Während eines El-Niño-Ereignisses kehren sich die Luftdruckverhältnisse um: In Südostasien steigt der Luftdruck, in Südamerika sinkt er. Die Passatwinde schwächen sich oder kehren sich um, sodass warmes Wasser in Richtung Südamerika strömt. Das führt global zu höheren Temperaturen führt, es verdunstet mehr Wasser und der Treibhauseffekt wird verstärkt.
Wer mehr wissen will, kann hier eine ausführliche Darstellung lesen/hören.
Die Studie analysiert die drei stärksten El-Niño-Ereignisse der letzten Jahrzehnte: 1997/1998, 2015/2016 und 2023/2024. Die jüngste Episode (2023/2024) zeigte die längste und stärkste Erwärmung, obwohl der El Niño selbst schwächer war als 1997/98. Dies deutet darauf hin, dass zusätzliche Faktoren, insbesondere das Energieungleichgewicht der Erde (Earth Energy Imbalance EEI), eine Rolle spielen.
Das Energieungleichgewicht der Erde
Das EEI beschreibt die Differenz zwischen der Energie, die die Erde aufnimmt, und der Energie, die sie wieder ins All abstrahlt. Ist das EEI positiv, erwärmt sich die Erde. Die Hauptursache für das positive EEI sind Treibhausgase, die die Wärme in der Atmosphäre zurückhalten. Diese Wärme landet größtenteils in den Ozeanen.
Die Studie verknüpft EEI-Daten aus dem NASA-Experiment Clouds and the Earth's Radiant Energy System (CERES) mit GMSST-Daten der ESA. Sie zeigt einen klaren Anstieg: Seit 2000 wächst das EEI um 0,45 W/m² pro Dekade, mit einer beschleunigten Zunahme gegen Ende der untersuchten Periode.
Die GMSST-Entwicklung wird durch EEI, ENSO, Vulkane und Sonnenaktivität beeinflusst. In der Studie wurde ein Modelle entwickelt, das deutlich zeigt. dass EEI der dominierende Faktor für den langfristigen Erwärmungstrend ist
Szenarien für die Zukunft
Die Studie betrachtet drei Szenarien für die zukünftige GMSST-Entwicklung:
„On Trend“ (keine wirksame Reduktion von Emissionen, Worst Case)
„Moderate Mitigation“ (teilweise Reduktion von Treibhausgasemissionen)
„Mitigation“ (starke Reduktion der Emissionen)
Alle Szenarien zeigen eine deutliche Erwärmung der Ozeane. Selbst im besten Fall ist der Temperaturanstieg aber doppelt so hoch wie die lineare Extrapolation vergangener Trends suggerieren würde.
Die wichtigste Erkenntnis dieser Studie ist, dass die Vergangenheit kein verlässlicher Maßstab für die Zukunft ist. Die Erwärmung der Meere beschleunigt sich, weil sich das EEI erhöht. Die obersten Meeresschichten speichern mehr Wärme, wodurch sich das gesamte Klimasystem weiter aufheizt.
Die Rekordtemperaturen von 2023/2024 waren nicht allein durch El Niño erklärbar. Der beschleunigte Erwärmungstrend durch das EEI ist die Hauptursache. Die Studie warnt davor, die bisherigen Erwärmungsraten als Maßstab für die Zukunft zu verwenden. Sollte das EEI auf seinem aktuellen Niveau bleiben oder weiter steigen, wird sich die Erwärmung der Meeresoberfläche in den kommenden 20 Jahren stärker beschleunigen als in den letzten 40 Jahren.
Diese Erkenntnisse legen nahe, dass die Erde schneller Wärme aufnimmt, als viele Klimamodelle bisher prognostiziert haben. Es ist daher entscheidend, das EEI kontinuierlich zu überwachen und bestehende Klimamodelle zu überarbeiten.
Politische Entscheidungsträger und die Öffentlichkeit müssen verstehen, dass die bisherige Erwärmung kein verlässlicher Indikator für die Zukunft ist. Andernfalls besteht die Gefahr, die Notwendigkeit drastischer Maßnahmen zur Reduktion fossiler Brennstoffe zu unterschätzen. Die Daten zeigen: Ohne schnelle und effektive Maßnahmen wird die globale Erwärmung schneller voranschreiten, als bisher angenommen.
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram Florian| Facebook Florian|
Instagram Claudia
TikTok Claudia
Twitter Florian|
Twitter Claudia
Mastodon Florian|
Mastodon Claudia
Blog Florian|
Homepage Florian|
Veranstaltungen Florian

Feb 3, 2025 • 48min
DK131 - Kontrafaktische Klimawissenschaft
Und: Wozu braucht man Storylines und Narrative in der Klimaforschung?
DK131 - Kontrafaktische Klimawissenschaft
Und: Wozu braucht man Storylines und Narrative in der Klimaforschung?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 131 geht es um Klima-Storylines. Das sind aber nicht einfach nur Geschichten. Sondern plausible kausale Ketten von Ursache und Wirkung die Klimaphänomene beschreiben. Man braucht sie, um Klimawandel und Extremereignisse für Wissenschaft, Politik und Gesellschaft greifbarer zu machen. Wie das funktioniert und was kontrafaktische Klimaforschung damit zu tun hat, diskutieren wir anhand aktueller Forschung in dieser Folge.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Klima-Storylines und warum das nicht einfach nur Geschichten sind
Klima-Storylines (Physical Climate Storylines, PCS) sind eine besondere Methode in der Klimaforschung, die genutzt wird, um plausible Entwicklungspfade von Wetter- und Klimaereignissen nachzuvollziehen und ihre möglichen Auswirkungen verständlich darzustellen. Sie hilft Wissenschaftler*innen, plausible Entwicklungspfade von Wetter- und Klimaereignissen nachzuvollziehen und deren mögliche Auswirkungen verständlicher darzustellen. Dabei unterscheiden sich Storylines grundlegend von den klassischen Klimaszenarien, wie sie etwa im IPCC-Bericht verwendet werden. Während Szenarien auf Wahrscheinlichkeiten basieren und verschiedene mögliche Zukunftsentwicklungen modellieren, geht es bei Storylines nicht darum, vorherzusagen, wie wahrscheinlich ein bestimmtes Ereignis eintreten wird. Stattdessen stellen sie eine plausible Kette von Ursachen und Wirkungen dar, die hilft, klimatische Veränderungen und Extremereignisse besser zu verstehen. Wie das genau abläuft, hat man sich in der Arbeit “Varieties of approaches to constructing physical climate storylines: A review” angesehen, die wir in der Folge ausführlich besprechen.
Ein zentrales Ziel physikalischer Klima-Storylines ist es, Klimawandel für verschiedene Zielgruppen greifbar zu machen – von Entscheidungsträgerinnen in der Politik bis hin zur breiten Öffentlichkeit. Sie werden insbesondere in der Analyse von Extremereignissen genutzt, zum Beispiel um zu untersuchen, wie sich ein bereits eingetretener Hurrikan unter anderen klimatischen Bedingungen entwickelt hätte. Forscher:innen können etwa berechnen, welche Auswirkungen eine höhere Meerestemperatur oder eine veränderte Luftfeuchtigkeit auf die Stärke und Zugbahn eines solchen Sturms gehabt hätten. Dieses Prinzip hilft dabei, nicht nur Risiken besser einzuschätzen, sondern auch gezielt Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu planen. So können beispielsweise Stadtverwaltungen oder Katastrophenschutzbehörden frühzeitig Vorkehrungen treffen, um sich besser auf zukünftige extreme Wetterereignisse vorzubereiten.
Damit eine physikalische Storyline wissenschaftlich fundiert ist, muss sie bestimmten Kriterien entsprechen. Erstens muss sie physikalisch konsistent sein, das heißt, sie darf keine widersprüchlichen oder unplausiblen Annahmen enthalten. Zweitens muss sie einen klaren Klima- oder Wetterbezug haben und sich auf messbare physikalische Prozesse stützen. Drittens spielt die zeitliche Entwicklung eine zentrale Rolle, da eine Storyline immer beschreibt, wie sich ein Ereignis über eine bestimmte Dauer hinweg verändert. In der Forschung werden solche Storylines oft mit sogenannten Counterfactuals verglichen, also kontrafaktischen Annahmen. Dabei wird analysiert, wie sich ein vergangenes Wetter- oder Klimaereignis verändert hätte, wenn bestimmte Parameter anders gewesen wären. Ein Beispiel wäre die Frage, wie sich ein historisches Hochwasser entwickelt hätte, wenn der Meeresspiegel bereits um 30 Zentimeter höher gewesen wäre.
Zentral dabei ist die Rolle von Narrativen in der Klimakommunikation. Wissenschaftliche Erkenntnisse lassen sich oft schwer vermitteln, insbesondere wenn sie auf komplexen Modellen und statistischen Wahrscheinlichkeiten basieren. Deshalb spielen verschiedene Erzählweisen – also Narrative – eine entscheidende Rolle dabei, wissenschaftliche Inhalte verständlich zu machen. Dabei gibt es unterschiedliche Ansätze: Ein wissenschaftliches Narrativ legt den Fokus auf Messdaten und Modellierungen, ein Impact-Narrativ hebt die direkten Folgen des Klimawandels für Menschen hervor, während ein Lösungs-Narrativ betont, wie durch politische Maßnahmen oder technologische Innovationen Veränderungen herbeigeführt werden können. Darüber hinaus gibt es auch Gerechtigkeits-Narrative, die aufzeigen, wie ungleich die Folgen des Klimawandels weltweit verteilt sind – zwischen den Hauptverursachern in reichen Industrieländern und den Regionen, die am stärksten unter den Auswirkungen leiden.
Storylines und Narrative spielen auch deshalb eine wichtige Rolle, weil sie für politische und gesellschaftliche Entscheidungsprozesse genutzt werden können. Forschende arbeiten zunehmend mit Stakeholdern aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung zusammen, um gemeinsam zu bestimmen, welche Klimarisiken besonders relevant sind und welche Ereignisse genauer untersucht werden sollten. So kann eine Stadtverwaltung beispielsweise gezielt nach Storylines fragen, die sich mit der Hitzebelastung in einem bestimmten Stadtviertel befassen, um Anpassungsmaßnahmen wie die Begrünung von Gebäuden oder die Schaffung neuer Schattenflächen besser zu planen. Diese Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis wird als Co-Production bezeichnet und sorgt dafür, dass klimawissenschaftliche Erkenntnisse nicht nur akademischen Zwecken dienen, sondern auch konkrete Auswirkungen auf Politik und Gesellschaft haben.
Trotz ihrer vielen Vorteile sind physikalische Storylines nicht unumstritten. Ein zentraler Kritikpunkt ist die Frage, inwiefern die Annahmen, die Wissenschaftler*innen für ihre Modelle treffen, von persönlichen Überzeugungen oder gesellschaftlichen Werten beeinflusst werden. Wie jede wissenschaftliche Methode beruhen auch Storylines auf bestimmten Annahmen – sei es bei der Auswahl relevanter Extremereignisse, der Interpretation von Modellen oder der Definition von plausiblen Klimaszenarien. In der Wissenschaft ist es daher essenziell, diese Annahmen transparent zu machen und mögliche Verzerrungen offen zu diskutieren. Ein häufig genanntes Beispiel ist die Frage, ob Forschende tendenziell lieber ein falsches negatives Ergebnis vermeiden – also ein Extremereignis eher einmal zu viel vorhersagen, als eines zu übersehen. Solche Überlegungen spielen eine Rolle in der Modellierung, beeinflussen aber auch, wie Klimaforschung in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird.
Storylines helfen nicht nur dabei, vergangene und zukünftige Extremereignisse besser zu verstehen, sondern spielen auch eine entscheidende Rolle in der Kommunikation wissenschaftlicher Erkenntnisse. Sie bieten eine Brücke zwischen abstrakten Klimamodellen und den realen Entscheidungen, die für den Schutz von Menschen und Infrastrukturen getroffen werden müssen. Die Herausforderung besteht darin, diese Methode weiterzuentwickeln, transparent zu bleiben und sie so einzusetzen, dass sowohl die Wissenschaft als auch Politik und Gesellschaft gleichermaßen von ihr profitieren.
Brainrot
Wer eigene “Brainrot”-Videos erstellen will, kann das hier machen
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram Florian| Facebook Florian|
Instagram Claudia
TikTok Claudia
Twitter Florian|
Twitter Claudia
Mastodon Florian|
Mastodon Claudia
Blog Florian|
Homepage Florian|
Veranstaltungen Florian

Jan 20, 2025 • 39min
DK130 - Radikaler Klimaaktivismus hilft Umweltschutzorganisationen
Und: Warum die Letzte Generation & Co hilfreich für den Klimaschutz sind
DK130 - Radikaler Klimaaktivismus hilft Umweltschutzorganisationen
Und: Warum die Letzte Generation & Co hilfreich für den Klimaschutz sind
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 130 geht es um Klimaaktivismus. Wenn sich die “Letzte Generation” auf die Strasse klebt, dann regt das viele Menschen auf. Aber aktuelle Forschung zeigt, dass das trotz aller Aufregung auch positive Effekte hat. Wie radikaler Klimaaktivismus Einfluss auf Klimaschutz und Klimapolitik hat, besprechen wir in der aktuellen Folge.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Hör mal, wer da forscht
Claudia war zu Gast im Podcast der TH Köln und hat dort über ihre Arbeit und unseren Podcast gesprochen
Radikaler Klimaaktivismus ist nicht kontraproduktiv
Am 13. Januar 2025 sorgte die Gruppe „Just Stop Oil“ (JSO) mit einer provokanten Aktion für Schlagzeilen: Aktivist*innen besprühten das Grab von Charles Darwin in London und hinterließen die Botschaft „1.5 is dead“. Doch was bringt eine derart schockierende Aktion tatsächlich, und wie reagiert die Öffentlichkeit darauf?
Genau dazu gibt es eine aktuelle Forschungsarbeit (“Radical climate protests linked to increases in public support for moderate organizations” bzw hier als Volltext)
Es geht um eine Aktion von JSO aus dem Jahr 2022: Im November kletterten Aktivist:innen auf Gerüste über der Fahrbahn, was zu Sperrungen und massiven Staus führte. Im Juli 2024 wurden fünf Beteiligte (darunter Mitbegründer Roger Hallam) wegen „conspiracy to cause public nuisance“ zu teilweise mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Die Urteile gelten als bislang härteste Strafen für gewaltfreien Protest in Großbritannien und wurden von UN-Vertreterinnen wie Volker Türk (Hoher Kommissar für Menschenrechte) und Michael Forst (Sonderberichterstatter zur Lage von Umweltschützern) scharf kritisiert.
Die neue Forschungsarbeit hat jetzt erstmals empirisch untersucht, wie sich radikaler Protest in Echtzeit auf die Unterstützung für moderatere Klimagruppen auswirkt. Dazu wurden im Rahmen einer Längsschnittstudie jeweils vor (4. November 2022) und nach (14.–21. November 2022) den M25-Protesten rund 1.400 repräsentativ ausgewählte Personen in Großbritannien befragt. Der Fokus lag unter anderem auf der Unterstützung und Identifikation mit der bekannten Umweltschutzorganisation Friends of the Earth (FoE).
Die Ergebnisse sind interessant:
Steigende Unterstützung für moderate Gruppen: Wer von den radikalen JSO-Aktionen gehört hatte, zeigte anschließend eine höhere Identifikation mit und Unterstützung für Friends of the Earth. Das Phänomen wird als „Radical Flank Effect“ bezeichnet: Radikale Proteste rücken die Anliegen von moderateren Akteuren in ein positives Licht.
Kein signifikanter Einfluss auf Klimamaßnahmen:Ein Einfluss auf die Unterstützung oder Ablehnung konkreter Klimapolitik wie ein Ende neuer Öl- und Gaslizenzen, war nicht statistisch signifikant nachweisbar
Polarisierung: Menschen, die ohnehin klimaskeptisch waren, fühlten sich eher abgeschreckt; jene, die bereits klimasensibel waren, wurden bestärkt. Der Gesamteffekt zeigte: Radikale Aktionen wirken polarisierend, holen aber mehr Aufmerksamkeit für das Thema.
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram Florian| Facebook Florian|
Instagram Claudia
TikTok Claudia
Twitter Florian|
Twitter Claudia
Mastodon Florian|
Mastodon Claudia
Blog Florian|
Homepage Florian|
Veranstaltungen Florian

Jan 6, 2025 • 38min
DK129 - Mehr Erdbeben durch die Klimakrise
Und: Was ist eigentlich "wissenschaftliches Bohren"?
DK129 - Mehr Erdbeben durch die Klimakrise
Und: Warum kann man Erdbeben so schlecht vorhersagen?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lasen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 129 wird es wackelig. Die Klimakrise ist katastrophal, so viel ist klar. Aber nicht so klar ist, WIE katastrophal sie sein kann. Denn wenn der Meeresspiegel ansteigt, dann wird es auch mehr Erdbeben geben. Warum das so ist und welche Auswirkungen das haben wird, besprechen wir in der aktuellen Podcastfolge.
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
Mehr Erdbeben durch die Klimakrise
Claudia hat sich den Artikel “Global Warming Will Increase Earthquake Hazards through Rising Sea Levels and Cascading Effects” angesehen. Darin geht es - wenig überraschend bei diesem Titel - um die Frage, wie die Klimakrise für mehr Erdbeben sorgen wird. Simpel gesagt hat das mit den veränderten Druckverhältnissen an den Küstenlinien und Bruchzonen der Erdkruste zu tun, wenn der Meeresspiegel ansteigt. Die Details des Vorgangs sind allerdings noch nicht ausreichend erforscht und das sollte möglichst bald passieren.
Mehr Informationen zu diesem Thema gibt es auch in dieser Sendung des DLF Nova.
Hinweis zur Werbung und Unterstützung
Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden, geht auch bei PayPal.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” ab und an über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
Instagram Florian| Facebook Florian|
Instagram Claudia
TikTok Claudia
Twitter Florian|
Twitter Claudia
Mastodon Florian|
Mastodon Claudia
Blog Florian|
Homepage Florian|
Veranstaltungen Florian

13 snips
Dec 23, 2024 • 30min
DK128 - Corona, Klima und ein ungelüfteter Planet
In dieser Folge wird der alarmierende Zusammenhang zwischen CO2 und der Verbreitung von Covid-19 untersucht. Es wird erklärt, warum die Klimakrise die Luftqualität verschlechtert und damit das Infektionsrisiko erhöht. Die Sprecher diskutieren persönliche Erfahrungen mit Covid-Tests und den Herausforderungen unzureichender Belüftung in überhitzten Räumen. Zudem wird humorvoll das Konzept des 'Klima-Lüftens' eingeführt, um die dringend benötigten Klimaschutzmaßnahmen zu beleuchten. Ein interessanter Einblick in die Wissenschaft der Krisen!


