

Das Klima
Florian Freistetter, Claudia Frick
Die Klimakrise ist umfassend und global. Sie hat Auswirkungen auf alle und alles und wird ohne Zweifel unser Handeln und unseren Alltag in den nächsten Jahrzehnten in sämtlichen Bereichen bestimmen. Darum ist es nötig, dass möglichst viele Menschen über das Klima und die Wissenschaft hinter der Klimakrise Bescheid wissen. Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht regelmäßig sogenannte “Sachstandsberichte” die das jeweils aktuelle Wissen zur Klimakrise zusammenfassen. Diese tausenden Seiten sind schwere Lektüre, die wir euch mit diesem Podcast ersparen wollen. Das gleiche gilt für die vielen anderen neuen Erkenntnisse der Klimaforschung. In jeder Folge wird aktuelle Forschung rund um die Klimakrise so vermittelt, dass sie auch ohne Studium der Klimawissenschaft verständlich sind.
Ein Podcast von Florian Freistetter (Astronom und Autor) und Claudia Frick (Meteorologin und Professorin für Wissenschaftskommunikation).
Wer den Podcast unterstützen will, kann das gerne tun: https://steadyhq.com/de/dasklima/ und https://www.paypal.me/florianfreistetter.
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Jul 11, 2022 • 1h 31min
DK049 - Entscheidungsfindung und das korrekte Maß an Dringlichkeit
…und warum hört niemand auf Fridays for Future?
DK049 - Entscheidungsfindung und das korrekte Maß an Dringlichkeit
…und warum hört niemand auf Fridays for Future?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 49 geht es um die richtigen Entscheidungen. Wir besprechen Kapitel 17 und das handelt davon, wie man die Klimarisiken, die wir in der letzten Folge besprochen haben, am besten in den Griff kriegt. Wie findet man die korrekten Anpassungsmaßnahmen? Wie trifft man die richtigen Entscheidungen und wie findet man überhaupt raus, ob eine Entscheidung richtig war? Wir reden über Indikatoren und Unsicherheiten und über das, was die Entscheidungsfindung leichter macht. Extremes Wetter zum Beispiel aber auch Fridays for Future. Und am Ende stellen wir wieder einmal fest: Es ist zu wenig Geld da. Aber zumindest wüssten wir, wie wir rausfinden, ob das Geld, das da ist, vernünftig eingesetzt wird.
Kapitel 17: Das Risiko managen
In den letzten Kapiteln des IPCC-Berichts haben wir jede Menge Maßnahmen kennengelernt mit denen wir uns an die Klimakrise anpassen können. Die werden jetzt nochmal neu sortiert. Wobei wir unter anderem auf die “Amphibienhäuser” treffen. Claudia hat das ganze nochmal farblich markiert um zu zeigen, welche Maßnahmen eine Transformation ermöglichen und welche nicht:
Geht es zum Beispiel ums Essen, dann können wir schauen, dass wir weniger davon wegwerfen. Was super ist, aber nicht geeignet, das System zu transfomieren. Wenn wir alle unsere Ernährung umstellen und weniger tierische Lebensmittel essen aber schon. Also machen wir das doch!
Die Verfolgung der Anpassung
Viele Länder haben Anpassungspläne. Aber kaum jemand kümmert sich auch um eine vernünftige Evaluierung und schaut, ob das auch was bringt. Das Problem liegt aber auch darin, dass es nicht immer einfach ist, zu evaluieren. Mit Indikatoren kann man nicht alles messen; das sagt auch Goodharts Gesetz: ”"When a measure becomes a target, it ceases to be a good measure”.
Man muss das Problem lösen, nicht einfach nur am Indikator rumbasteln. Das sieht man auch in der Forschung zur künstlichen Intelligenz, wie Florian einwirft und das Buch, das er erwähnt ist dieses hier (hier auf deutsch).
Wir diskutieren auch noch mal darüber, wie das Verhältnis zwischen Anpassung und Fehlanpassung ist. Das kann man gut an den Abbildungen 17.9 und FAQ 17.5.1 sehen:
Die zeigen uns auch nochmal, dass es eine sehr gute Anpassung ist, die Ernährung umzustellen. Es kommt aber auch immer drauf an: Wer bewertet Anpassung und wann wird sie bewertet?
Entscheidungen und Unsicherheiten
Bei Entscheidungen gibt es Unsicherheiten, das lässt sich nicht vermeiden. Es kommt darauf an, wie gut die Modelle sind die man verwendet, was man bewerten will und vor allem auf den Kontext, der bestimmt, welche Methode man auswählt. Drei verschiedene Unsicherheiten werden unterschieden: Erstens die wissenschaftliche Ungenauigkeite, zweitens die analystische Ungenauigkeit, also die Unstimmigkeiten zwischen Modell und Realität und drittens die stochastische Ungenauigkeit die im System selbst steckt, also zum Beispiel im Chaos des Wetters.
Was es auch noch nicht gibt in der Forschung: Vernünftige Untersuchungen wie gut Visualisierungen funktionieren.
Man darf sich von der Unsicherheit aber auch nicht lähmen lassen. Wenn man wartet, bis sie komplett verschwunden ist, wartet man unter Umständen ewig. Und wenn nicht, dann ist wenig oder keine Zeit mehr zu handeln übrigen. Wir müssen mit den Unsicherheiten leben lernen.
Was fördert die Entscheidungsfindung?
Gesetzgebung, Regulierungen, Normen & Co können die Entscheidungsfindung fördern. Man muss aber nicht nur Gesetze machen. Sondern dann auch dazu sagen, wie sie konkret umgesetzt werden sollen. Was auch fördern ist: Umwelt und Sozialmanagement.
Eher sinnlos ist es auf “freiwillige Selbstverpflichtung” zu setzen. Das bringt nix, da braucht es verpflichtende Maßnahmen. Freiwilligkeit kann nur dann helfen, wenn es aus welchen Gründen auch immer überhaupt keine rechtlichen Regeln gibt.
Fridays for Future katalysiert
Man muss nicht nur förderliche Bedingungen für Entscheidungen schaffen. Sondern dann auch dafür sorgen, dass tatsächlich auch was passiert. Dringlichkeit kann so eine katalysierende Bedingung sein. Aber nicht immer. Wenn etwas nicht dringlich ist, dann passiert nix. Wenn etwas enorm dringlich ist, dann auch nicht, weil man dann mit anderen Sachen beschäftigt ist. Am besten ist ein bisschen Dringlichkeit, so dass man noch vernünftig planen kann.
Man muss außerdem “Gelegenheitsfenster” nutzen, zum Beispiel extreme Wetterereignisse, die allen zeigen, dass man handeln muss. Auch politische Veränderungen (eine neue Regierung etc kann katalytisch wirken).
Ebenfalls super: Jugendbewegungen wie Fridays for Future! Die bringen Veränderungen voran, also mehr davon bitte!
Wir reden über Geld
Die Klimakrise kostet Geld, so viel ist klar. Nicht klar ist die Definition für "Verlust" und Schäden, zumindest nicht einheitlich. Im IPCC-Bericht schauen wir jetzt nur mal auf das, was sich durch Geld beziffern lässt und das ist schon bedrückend genug. Nicht alle Länder können sich die Kosten leisten die die Krise nötig macht. Wir müssen Geld dafür bereit stellen und zwar viel:
Das Geld wird aber nicht bereitgestellt und das was man versprochen hat zu geben (aber noch nicht überwiesen hat), reicht längst nicht.
Die Rio-Marker
Man kann beurteilen, ob eine Finanzierungsmaßnahme sinnvoll für den Klimaschutz ist oder nicht und zwar mit den “Rio Markern”. Darüber kann man hier mehr lesen und aus diesem Dokument stammt auch diese Abbildung, die das nochmal zusammen fasst:
Die nachhaltig verwirrende Abbildung
Claudia war nachhaltig von dieser Abbildung im IPCC-Bericht verwirrt. Über Hinweise zu ihrer Deutung würden wir uns freuen:
Vorschau auf das nächste Kapitel: Transformation
In Kapitel 18 werden wir dann darüber reden, wie wir die Welt zu einer widerstandsfähigeren Version ihrer selbst transformiert kriegen. Oder nicht.
Weiterführende Informationen
Kapitel 17 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
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Ein kleiner Hinweis: In “Das Klima” gibt es keine Werbung. Wenn ihr Werbung hört, dann liegt das nicht an uns; dann hat jemand unerlaubt und ohne unser Wissen den Podcast-Feed kopiert und Werbung eingefügt. Wir machen keine Werbung - aber man kann uns gerne was spenden.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.
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Jul 4, 2022 • 1h 28min
DK048 - Counter-Geoengineering und die globalen Schlüsselrisiken
…und warum reagieren wir nicht auf die Klimakrise?
DK048 - Counter-Geoengineering und die globalen Schlüsselrisiken
…und warum reagieren wir nicht auf die Klimakrise?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 48 besprechen wir das erste von drei Synthese-Kapiteln. Soll heißen: Wir werfen einen globalen Blick auf die Schlüsselrisiken der Klimakrise. Wir schauen nach, wer auf der Welt auf die Klimakrise reagiert und wie das passiert. Und stellen fest: Die Reaktionen sind bei weitem nicht ausreichend. Wir beschäftigen uns mit dem Bürgerkrieg in Syrien, den Grenzen die unserer Anpassungsfähigkeit gesetzt sind und einem etwas absurden Plan gegen die Erderwärmung der vorsieht, dass man Sandsäcke in der Wüste rumliegen lässt.
Kapitel 16: Das erste Synthesekapitel
Nachdem wir uns mit den Risiken der Klimakrise für alle Sektoren und alle Regionen der Welt beschäftigt haben, kommt jetzt die große Synthese. Wir schauen uns die Schlüsselrisiken nochmal genau an, diesmal aber aus einer globalen Sicht.
Die 8 repräsentativen Schlüsselrisiken
Die insgesamt 130 Schlüsselrisiken die das IPCC identifiziert hat, lassen sich in acht repräsentative Kategorien einteilen. Nämlich Risiken für
die Küsten- und damit verbundenen sozio-ökologischen Systeme
die terrestrischen und ozeanischen Ökosysteme
die kritische Infrastruktur
die Lebensstandards
die menschliche Gesundheit
die Nahrungsmittelsicherheit
die Wassersicherheit
den Frieden
Der Bürgerkrieg in Syrien und das Klima
In der Region um Syrien gab es von 2006 bis 2010 die schlimmste bis dahin registrierte Dürre. 30 bis 80 Prozent der landwirtschaftlichen Erträge fielen weg; die Menschen zogen in die Städte und verstärkten dort den sozialen und wirtschaftlichen Druck. Die Dürre war eine Folge der Klimakrise; ob der folgende Bürgerkrieg das auch war, ist umstritten. Denn da spielen auch jede Menge schlechte politische Entscheidungen eine wichtige Rolle.
Die komplizierteste Abbildung ever
Kapitel 16 ist spannend, aber leider auch mit zu komplexen Grafiken durchsetzt. Die sind zum Teil so überladen, dass man nicht viel davon hat. So wie diese hier:
Wer reagiert denn auf die Krise?
Bei den Reaktionen auf die Klimakrise spielen vor allem Einzelpersonen und Haushalte eine zentrale Rolle; vor allem in Afrika und Asien, wie diese Abbildung zeigt:
Die Datengrundlage der Grafik könnte aber durch den Publication Bias verzerrt sein.
Die häufigste Art der Reaktion ist eine Verhaltensänderung; bis auf Europa, wo man sich auf technische Lösungen verlässt. Und die eigentlich sinnvollsten nature-based adaptions werden so gut wie überall vernachlässigt, wie man hier sehen kann:
Insgesamt gilt aber: So gut wie alle bisher gesetzten Maßnahmen bestehen nur aus kleinen Veränderungen bestehender Praktiken; neues probiert man kaum aus. Und es gibt keinen Beleg dafür, dass das, was wir tun ausreicht, um die Klimakrise in den Griff zu kriegen.
Fehlanpassungen und Überraschungsbenefits
Wenn wir was tun, dann tun wir auch oft das Falsche. Zum Beispiel in dem wir irgendwelche künstlichen Inseln oder Ressorts bauen, um Menschen vor dem Meeresspiegelanstieg zu schützen. Was eh funktioniert; aber halt nur für diese paar Menschen. Für alle anderen machen solche Fehlanpassungen die Lage nur schlimmer.
Der Schaden der Finanzmärkte
Auch schlimmer wird die Klimakrise durch die Finanzmärkte. Der Schaden der durch Überflutungen entsteht wird durch die globalen finanziellen Verstricken in Zukunft verdoppelt bis verzehnfacht.
Die Grenzen der Anpassung
Am Beispiel von [Boigu Island[(https://en.wikipedia.org/wiki/Boigu_Island_(Queensland) vor der Küste Australiens erklärt Kapitel 16 die Grenzen unserer Anpassungsfähigkeit. Wenn das Wasser immer höher steigt, kann man darauf schon reagieren; zum Beispiel in dem man die Häuser auf Stelzen stellt. Aber solche Maßnahmen reichen irgendwann nicht mehr. So ein “soft limit” kann man überwinden, wenn man mehr Geld und Ressourcen investiert. Irgendwann wird man aber auf ein “hard limit” treffen, zum Beispiel weil man zu langsam auf softe Limits reagiert und dadurch die Möglichkeit verpasst hat, noch etwas zu unternehmen. Dann wird die Insel unbewohnbar und man kann nur noch wegziehen.
Die Schlüsselrisiken, komplett
Ein Schlüsselrisiko ist ein potenziell schweres Risiko durch die Klimakrise und das IPCC hat 130 davon für verschiedene Regionen und Sektoren identifiziert. Eine Übersicht finden man in Tabelle SM 16.7.4 auf Seite 320 des Anhangs zu Kapitel 16
Schlüsselrisiko Gesundheit
Eines der repräsentativen Schlüsselrisiken ist das Risiko für die menschliche Gesundheit. Um das zu verstehen müssen wir uns mit der Rohsterblichkeit, also den Toten in einem Jahr pro 10.000 Menschen. Bei Verkehrsunfällen liegt diese Rate bei etwa 1,6/10.000/Jahr; bei Corona war sie 4/10.000/Jahr (Stand April 2021). Die durch die Klimakrise zunehmende Hitze wird bis 2100 für eine Rohsterblichkeitsrate von 2 bis pro 10.000 Menschen pro Jahr sorgen. Also quasi zweimal Corona…
Wie sich die Schlüsselrisiken in verschiedenen Szenarien entwickeln, zeigt Abbildung 16.10:
Sandsäcke in der Wüste
Kapitel 16 beschäftigt sich auch mit Solar Radiation Management. Das hatten wir schon in Folge 10 des Podcasts und festgestellt, dass es keine gute Idee ist, wenn man probiert, durch Manipulation von Atmosphäre, Ozeanen oder Landflächen die Menge an einfallender Sonnenstrahlung zu reduzieren. Das würde zwar die Erde kühler machen. Hat aber jede Menge Nebenwirkungen. Das gilt auch für “Ground-Based Albedo Modifications (GBAM)”, wie den Vorschlag reflektierende Sandsäcke in der Wüste auszulegen. Das hätte dramatische Folgen für die regionalen Wetter- und Temperaturbedingungen und die Ökosysteme in der Wüste. Mal abgesehen davon, dass es weder das Geld noch die Technik dafür gibt; im Gegensatz zu all den anderen Dingen, die wir längst tun könnten, aber nicht tun.
Alle Solar Radiation Management Techniken bergen außerdem große Risiken für internationale Zusammenarbeit und Frieden. Und könnten sogar zu “counter-geoengineering” führen.
Viele Gründe für Sorgen
Neben Risiken kennt das IPCC auch “Reasons for Concern”, also “Gründe für Sorgen”. Fünf Stück, und zwar 1) das Aussterben von Tieren und Pflanzen, 2) extremes Wetter, 3) steigende Ungleichheit, 4) Phänomene mit globalen Auswirkungen und 5) dramatische Einzelereignisse. Was das genau ist und wie ernst man diese Sorgen in Zukunft nehmen wird müssen, zeigt Abbildung 16.15:
Vorschau auf das nächste Kapitel: Entscheidungen
In Kapitel 17 wird es um die Strategien zur Entscheidungsfindung gehen. Und da sind wir wirklich sehr gespannt.
Weiterführende Informationen
Kapitel 16 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
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Jun 27, 2022 • 1h 11min
DK047 - Abschied von den Malediven
…und warum ist Sylt keine kleine Insel?
DK047 - Abschied von den Malediven
…und warum ist Sylt keine kleine Insel?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 47 sind wir reif für die Insel. Zumindest aber reif, Kapitel 15 zu lesen, das sich mit den Klimarisiken für die “kleinen Inseln” beschäftigt. Das ist natürlich der Meeresspiegelanstieg, der aber sehr viel komplexer ist, als man denken würde. Wir sprechen über die Wasserversorgung der Inseln, was ihnen sonst noch zustoßen kann und wie (oder ob) sich darauf reagieren lässt. Wir reisen einmal durch die Weltmeere und machen dabei längere Stops auf den Malediven und auf Sylt. Im indischen Ozean schauen wir uns an, wie die Klimakrise sich daran macht, die kleinen Inseln zu zerstören und auf Sylt schauen wir, wie man diesen Gefahren zu begegnen sucht.
Reif für die Insel
Nachdem wir in den vergangenen Folgen alle Regionen der Welt besprochen haben, bleiben jetzt noch die überall im Meer verteilten Inseln. Die sind ganz besonders betroffen, wie wir ja auch schon in Folge 27 des Podcasts kurz besprochen haben. Die Inseln sind jeder Menge Schlüsselrisiken ausgesetzt:
Was ist eigentlich eine kleine Insel?
Welche Inseln von Überflutungen so stark betroffen sein werden, dass die Menschen sie vielleicht verlassen werden müssen, zeigt Abbildung 15.3:
(Details dazu findet man auch im Small Islands Fact Sheet).
Zwischen 8 und 50 % dieser Inseln werden in Zukunft vollständig überflutet; der Meeresspiegelanstieg spielt also immer eine Rolle. Hat aber auch jede Menge andere Auswirkungen.
Die Wasserversorgung der Inseln ist in Gefahr
Zum Beispiel wenn es um die Wasserversorgung der Inseln geht. Da gibt es schon jetzt Probleme. Barbados hat keine Reserven mehr; St. Lucia nicht mal keine Reserven; die entnehmen mehr Wasser, als da ist und auch viele andere Inseln müssen Wasser importieren. Die Wasserversorgung schwankt auch mit dem Auftreten von Regenzeiten; es hilft aber auch nicht immer, das Regenwasser einfach aufzubewahren, weil da Krankheitserreger entstehen können.
Grund für die Wasserprobleme ist der Meeresspiegelanstieg, der dafür sorgt dass die Süßwasserreservoirs unter der Insel kleiner werden und immer weiter versalzen. Was auch Auswirkungen auf die Landwirtschaft und die Ökosysteme hat.
Die verschiedenen Inselarten
Insel ist nicht gleich Insel und welche Arten es gibt, zeigt Abbildung 15.2:
Die Zukunft der Inseln
Die Zukunft der Inseln schauen wir uns am Beispiel der Malediven an. Es geht vor allem um die Frage: Wenn dank Klimakrise die extremen Ereignisse immer extremer werden und immer häufiger auftreten - kann sich das System dann noch erholen?
Das wird schwer. Und das heißt, dass so eine Insel nicht einfach “nur” untergeht. Die Extremereignisse werden, wie im Fall der Malediven, immer heftiger und haben immer heftigere Folgen, so lange bis die Insel schon längst nicht mehr bewohnbar ist, bevor sie vom Meer verschluckt wird.
Küstenerosion, Sand und Beton
Sand ist wertvoll. Man kann aber nicht jeden Sand für die Produktion von Beton nehmen. Wir brauchen aber viel Beton und daher auch viel Sand. Wüstensand geht nicht, der ist zu fein. Meeressand aber schon und der wird jetzt zwar nicht auf den Inseln direkt vom Strand weggebaggert. Sondern vom Meeresboden weggesaugt - was die Korallenriffe und die Ökosysteme kaputt macht. Und dann rutscht neuer Sand nach und rundrum sinkt alles ab; die Insel inklusive Strand. Das ruiniert das Grundwasser, die Landwirtschaft und den Tourismus. Mit dem Klima hat das alles noch nichts zu tun - aber solche Praktiken zerstören die natürlichen Schutzwälle von Inseln und machen die Auswirkungen der Klimakrise viel schwerer als sie es sein müssten.
Sylt: Ein Potpourri der Anpassungsmaßnahmen
Sylt kommt zwar im IPCC-Bericht nicht vor, ist aber trotzdem spannend. Dort kann man jede Menge Anpassungsmaßnahmen beobachten. Zum Beispiel Seewälle und künstliche Dünen, die zwar gut schützen, aber enorm teuer sind. Oder Wellenbrecher und Tetrapoden aus Beton auf den Stränden, die funktionieren, aber nicht optimal. Dort wird sogar Sand von einem Ende der Insel auf das andere umverteilt, was nicht nur absurd teuer ist sondern auch keine optimale Lösung. Man versucht auch den Strand zu entwässern, weil trockener Sand nicht so schnell abgetragen wird. Aber alles was probiert wird, funktioniert nicht optimal. Man muss nachhaltiger werden!
Was man ganz allgemein tun kann, zeigt Abbildung 15.7:
Die beliebteste Methode des Küstenschutzes sind Deiche; die aber eben gerade nicht nachhaltig und transformativ sind. Da braucht es natürliche Maßnahmen, die die gesamte Insel widerstandsfähig machen.
Tourismus und Wirtschaft
Das Problem ist sehr oft das Geld. Viele Inseln leben fast komplett vom Tourismus. Durch Corona fiel der weg, weswegen auch das Geld fehlt, das in Küstenschutz investiert werden hätte können. Was es braucht ist eine “blaue Wirtschaft”, die eine Balance zwischen Küstenschutz und Wirtschaft findet.
Deutsche Insel sind keine IPCC-Inseln
Am Ende klären wir dann noch, dass die deutschen Inseln für das IPCC tatsächlich nicht zu den “kleinen Inseln” zählen; das sind nur die, die weitab vom Land in den Meeren liegen.
Vorschau auf die nächste Folge: Risiken
Mit dieser Folge schließen wir die regionalen Kapitel und führen alles aus Teil 2 in den nächsten drei folgen in drei Synthese-Kapiteln zusammen. Los geht es mit einem globalen Blick auf die Risiken.
Weiterführende Informationen
Kapitel 15 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
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Jun 20, 2022 • 1h 33min
DK046 - Einstiegsglaube Wissenschaft: Die Klimakrise in Nordamerika
…und warum dürfen wir nicht fatalistisch werden?
DK046 - Einstiegsglaube Wissenschaft: Die Klimakrise in Nordamerika
…und warum dürfen wir nicht fatalistisch werden?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 46 reisen wir nach Nordamerika. In den USA, in Kanada und Mexiko werden 25 Prozent der globalen Treibhausgase produziert. Dort brennt die Welt auf immer extremere Weise, dort leidet der Tourismus und dort werden die Städte an den Küsten in enorme Schwierigkeiten geraten. Wir sprechen über mentale Gesundheit, über Last Chance Tourism und vor allem über die Klimawandelleugnung in Nordamerika, die dort tatsächlich vom IPCC als Schlüsselrisiko geführt wird. Und am Ende fragen wir uns, ob unser Podcast vielleicht seinen Zweck gar nicht erfüllt und gefährlichen Fatalismus fördert.
Wir gehen nach Amerika
Nordamerika umfasst beim IPCC die Länder USA, Kanada und Mexiko:
Der aktuelle Stand des Klimas
In Nordamerika leben 494 Millionen Menschen, was nur 6,4 Prozent der Weltbevölkerung sind. Trotzdem werden dort 25 Prozent der globalen Treibhausgase ausgestoßen. Wozu das führt? Zu mehr und längeren Hitzewellen, zu einer wärmeren Arktis, zu mehr Regen im Norden und weniger Wasser im Südwesten und mehr Schäden durch Stürme. So!
Der Wert des verantwortungsbewussten Denkens
Die indigenen Menschen in Nordamerika hatten eine schwierige Vergangenheit - der Kolonialismus hatte für sie die gleichen Auswirkungen wie jetzt die Folgen der Klimakrise. Das ist tragisch, aber dafür haben sie Ahnung wie man mit sowas umgeht. Die Techniken der indigenen Menschen sind durchaus sinnvoll für den Klimaschutz. Zum Beispiel das “cultural burning”. Was das ist kann man sich hier oder hier anschauen und dann stellt man fest, dass es nicht schlecht für den Wald ist, wenn er nur ein bisschen brennt, aber sehr schlecht, wenn er massiv brennt. Also lohnt es sich, ab und zu auf die richtige Weise für kontrollierte Waldbrände zu sorgen, so wie es die indigenen Menschen schon immer getan haben. Auch von ihrem Rechtssystem könnte man lernen, das sehr viel mit Verantwortung zu tun hat und zwar auch Verantwortung gegenüber der Welt und der Zukunft.
Feuer sind teuer!
Feuer sind teuer! In den USA haben sich die Kosten für die Feuerbekämpfung seit 1985 vervierfacht und liegen bei mehreren Milliarden Dollar pro Jahr. In Kanada ist es genau so. Das Fort McMurray-Feuer im Jahr 2016 war die teuerste Naturkatastrophe Kanadas ever; damals ist eine Fläche von 2,3 Saarländern verbrannt. Die Kosten werden sogar noch größer werden: Bis zu 23 Milliarden Dollar pro Jahr in den USA und 1,4 Milliarden Dollar in Kanada.
Wasserdiplomatie
Jetzt schon gibt es Wasserknappheit im Südwesten von Nordamerika und es wird stärker. Man muss daher darauf achten, dass es keine Fehlanpassung gibt. Gerade bei Verhandlungen um Wasserrechte muss man die Zielsetzungen aufweiten und nicht mehr auf Nullsummenspiele setzen sondern diversere und flexiblere Wasserrechte konstruieren. Und wenn die Verhandlungen gut laufen und die einzelnen Parteien lernen, einander zu vertrauen gibt das Potenzial für die Lösung zukünftiger Probleme.
Wenn das Meer zu Besuch kommt
Wird im Jahr 2100 der Meeresspiegel um einen Meter ansteigen, dann bringt das 4,2 Millionen Menschen in Nordamerika in Gefahr. Bei einem ebenfalls möglichen Anstieg von 1,8 Metern sind es 13 Millionen Menschen. Das wird vor allem für Mexiko zu einem enormen wirtschaftlichen Schaden führen.
Die Reaktion amerikanischer Städte auf die Klimakrise
Wie die Städte in Nordamerika mit der Klimakrise umgehen, kann man in Abbildung Box 14.4.1 sehen:
Manche Städte - wie New Orleans oder Miami - haben gecheckt, dass die Lage ernst ist und machen was. Viele andere Städte aber sagen nur, dass sie was machen wollen und tun nix. Und natürlich gibts auch welche, die nix machen wollen und nix tun.
Risikopropeller für mentale Gesundheit
Dass die Klimakrise auch ein Risiko für die mentale Gesundheit ist, haben wir schon oft festgestellt. In Abbildung 14.8 ist der ganze Themenkomplex aber noch einmal sehr schön zusammengefasst:
Boom, Doom and Gloom of Tourism
Die USA sind die weltweit größte Tourismusindustrie; der Tourismus trägt 2,5 Billionen Dollar zum US-Budget bei. Auch in Kanada und Mexiko ist Tourismus wichtig. Aber Eislaufen kann man da bald nicht mehr so gut (also in Kanada, nicht in Mexiko). Am berühmten Rideau-Kanal von Ottawa wird man in Zukunft pro Jahrzehnt um 4 Tage weniger lang eislaufen können und die Saison wird pro Jahrzehnt um 3 Tage später beginnen.
Im Wintertourismus spürt man die Auswirkungen schon lange vor einer globalen Erwärmung von +2 Grad. Im Sommertourimus wird es erst ab +3 Grad so wirklich hart. Vor allem in Mexiko, wo zwei Drittel der Hotels an Küsten stehen, die Gefahr laufen zu erodieren und ein Drittel der Gefahr von Überschwemmungen ausgesetzt sind.
Eisbären beobachten in Kanada geht auch nicht mehr so gut wie früher und das kurbelt den “Last Chance Tourism” an, über den man sich in der Arbeit “Last-chance tourism: The boom, doom, and gloom of visiting vanishing destinations” informieren kann.
Insgesamt sind Tourismusindustrie und Tourist:innen aber sehr anpassungsfähig. Aber man muss halt vielleicht woanders hinfahren.
Das Schlüsselrisiko Tourismus zeigt Abbildung 14.9:
Wir sind uns aber nicht sicher, ob die erste Darstellung nicht vielleicht fehlerhaft ist.
Fehlanpassungen bei den Lebensgrundlagen
Anpassung ist gut, Fehlanpassung nicht. Wenn man den indigenen Menschen in Mexiko zum Beispiel genmodifziertes Saatgut gibt, ist das prinzipiell ok, denn das hält die Folgen der Klimakrise besser aus. Sie werden dadurch aber auch abhängiger, brauchen teurere Arbeitsmittel und riskieren ihre Gesundheit durch Herbizide und Pestizide.
Prähistorische Gewalt
Dass Hitze die Gewalt fördert haben wir schon im Kapitel zu Afrika festgestellt. Auch hier wird das Thema noch einmal vertieft. Unter anderem durch einen Blick auf die Vergangenheit. Denn man kann tatsächlich aus archäologischen Knochenfunden feststellen, dass auch früher die Gewalt stieg, wenn die Temperaturen hoch waren (“The Better Angels of Their Nature: Declining Violence Through Time among Prehispanic Farmers of the Pueblo Southwest”). Das ist ebenso überraschend wie bedenklich.
Klimakrise als Gefahr für den Frieden
In Nordamerika wird die Klimakrise auch explizit als Gefahr für den Frieden genannt. Weil die Krise das Unterhalten von Armeen schwieriger macht; weil es Konflikte in der eisfreien Arktis geben wird und die Klimakrise halt ganz allgemein kein Spaß ist.
Schlüsselrisiko: Klimawandel-Leugner
So definiert der IPCC das erste Schlüsselrisiko für Nordamerika: _”KR1: In the public and policy domains, divergent perceptions of anthropogenic climate change pose a risk of inaction on adaptation efforts to reduce exposure and socioeconomic vulnerability”
Das Problem sind also all die Menschen, die Politik, die Wirtschaft, die uns einreden wollen, es wäre nicht so schlimm mit dem Klima. Und zum Beispiel behaupten, es gäbe keinen Konsens was die Klimawissenschaft angeht. Was falsch ist und der Bericht erklärt auch explizit, dass das Wissen um diesen Konsens ein “gateway belief” sein kann, der nötig ist um wichtige Maßnahmen zu setzen.
Die Medien spielen leider immer noch viel zu oft das Lied der false balance, was dazu führt das in den USA die Menschen die Klimakrise immer noch nicht so ernst nehmen wie sie es sollten. Und selbst in den liberalen Städten der USA ist die Akzeptanz der Klimakrise geringer als in Kanada, wie Abbildung 14.3 zeigt:
Leider ist die Lösung schwierig. Mehr Information führt nicht immer zwingend zu besser informierten Menschen. Wir neigen außerdem dazu, uns psychologisch zu distanzieren. Also uns zu sagen: Das passiert alles eh woanders oder erst in Zukunft und betrifft uns nicht.
Wir dürfen nicht fatalistisch werden!
Und wenn man den Menschen erzählt, wie schlimm die Klimakrise wird, dann werden sie vielleicht fatalistisch und wollen gar nix mehr unternehmen. Darüber hat Claudia auch in einem Vortrag gesprochen, den sie vor kurzem gehalten hat (die Folien mit Quellen dazu sind hier).
Weiterführende Informationen
Kapitel 14 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
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Jun 13, 2022 • 1h 24min
DK045 - Mit der Klima U-Bahn durch Europa
…und wer hat den besten Klimarat?
DK045 - Mit der Klima U-Bahn durch Europa
…und wer hat den besten Klimarat?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 45 geht es um Europa. Da sind wir zuhause und die Hörerschaft zum größten Teil auch. Was Europa von der Klimakrise zu erwarten hat, erklärt uns diesmal Birgit Bednar-Friedl von der Uni Graz, eine der Lead-Autorinnen von Kapitel 13 des 2. Teils des IPCC-Berichts. Wir reden darüber wie Überschwemmungen in Europa die Finanzmärkte der ganzen Welt beeinflussen können, wie man den richtigen Weg bei den vielen Anpassungsstrategien findet und über den Klimarat in Österreich, den Bednar-Friedl als wissenschaftlicher Beirat begleitet. Außerdem schauen wir, was mit der Rentierzucht in Nordschweden passieren wird und werfen einen Blick auf Venedig, das sich in Zukunft deutlich verändern wird.
Wir begrüßen Birgit Bednar Friedl
Birgit Bednar-Friedl ist Umweltökonomin am Institut Volkswirtschaftslehre Uni Graz und beschäftigt sich mit der Ökonomik des Klimawandels, insbesondere der Mitigation und Anpassung und der Umwelt- und Ressourcenökonomik. Außerdem ist sie ist Vizegruppenleiterin der Forschungsgruppe „Ökonomik des Klima- und Umweltwandels” am Wegener Zentrum für Klima und Globalen Wandel. Und war als Hauptautorin für Kapitel 13 des 2. Teils des IPCC-Berichts verantwortlich, in dem es um Europa geht.
Was ist das besondere am Klima in Europa?
Für Europa hat das IPCC vier Hauptrisiken identifiziert. Die Hitze, die Abnahme landwirtschaftlicher Erträge, Probleme mit dem Wasser und die Gefährdung des kulturellen Erbes:
Und wenn wir schon mal eine Expertin zu Gast haben, dann lassen wir uns gleich mal erklären, wie man eigentlich die “key risks” für eine Region identifiziert.
Wie Europas Fluten die globalen Finanzmärkte beeinflussen
Sehr interessant fanden wir alle die Abbildung 13.26:
Sie zeigt, wie sich die finanziellen Kosten von Überschwemmungsereignissen in Europa auf die Finanzmärkte der restlichen Welt übertragen. Wenn es bei uns schlecht läuft, dann reißen wir die anderen Ländern mit. Und umgekehrt ist es natürlich genau so. Wenn irgendwo anders etwas passiert, hat es Auswirkungen auf uns. Wenn zum Beispiel ein extremes Wetterereignis die Halbleiterproduktion in Thailand zum Erliegen bringt, dann hat das auch Auswirkungen auf Europa.
Die Klima-U-Bahn
Was man gegen die Risiken der Klimakrise tun kann, zeigt die sehr schöne Abbildung 13.32:
Sie sieht vielleicht auf den ersten Blick ein wenig verwirrend aus. Aber man kann sich das Ganze wie einen U-Bahn-Plan vorstellen, der uns zeigt, wie weit wir mit einer bestimmten Anpassungsmaßnahme kommen und wann wir umsteigen müssen. Das deprimierende Resultat: Wenn es zu heiß wird, bleibt als einzige Maßnahme gegen Überschwemmungen nur noch die Migration; alles andere funktioniert nicht mehr.
Es fehlt das Dringlichkeitsbewusstsein
Die Hindernisse für erfolgreiche Anpassung in Europa sind vor allem die fehlenden Ressourcen. Es wird zu wenig gemacht und man ändert nur das, was eh schon da ist; baut also zum Beispiel die Schutzmauern gegen Hochwasser ein wenig höher - aber setzt keine neuen, nachhaltigen Maßnahmen. Es fehlt an Dringlichkeitsbewusstsein und es mangelt an politischer Führung. Und an Geld, so wie immer.
Wie so ein Anpassungszyklus aussieht, zeigt Abbildung 13.34:
Die Rolle der Städte
Welche Risiken die Städte durch die Klimakrise haben, zeigt Abbildung 13.17:
Ein wenig optimistisch stimmt Abbildung 13.36:
Sie zeigt den Zusammenhang zwischen Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel und dem “Zusatznutzen” der daraus entsteht. Oder anders gesagt: Wenn wir uns um die Klimakrise kümmern, dann hat das auch positive Auswirkungen für so gut wie alle anderen Probleme auf der fehlt. Wir müssen uns halt kümmern…
Wer soll sich kümmern ums Klima?
Wer trägt denn jetzt eigentlich die Verantwortung für den Klimaschutz? Die Individuen? Die Firmen? Die Regierungen? Natürlich alle, aber manche mehr und manche weniger. Wie die Bevölkerung Europas das sieht, zeigt Abbildung 13.35:
Da wechselt die gefühlte Verantwortung im Laufe der Zeit ein bisschen hin und her. Aber dass die Politik etwas tun sollte, bleibt immer klar.
Was macht ein Klimarat?
Nur was soll die Politik tun? Die Wissenschaft gibt schon jede Menge Hinweise, aber auf die wird leider nicht immer gehört. Vielleicht aber hört sie auf “die Menschen”. Und dafür gibt es auch in Österreich mittlerweile einen Klimarat. Da wurden 100 Bürger:innen repräsentativ ausgewählt und sollen Maßnahmen zum Klimaschutz vorschlagen. Beraten werden sie dabei von Wissenschaftler:innen wie Birgit Bednar-Friedl. Das ist prinzipiell sehr gut; weniger gut ist, dass die Politik nicht verpflichtet ist, darauf zu reagieren…
Rentierzucht in Schweden
Als konkretes Beispiel für die Probleme der Menschen in Europa hat Kapitel 13 die Lage der nomadischen Rentierzüchter:innen in Schweden untersucht. Diese traditionelle Lebensweise ist durch die Klimakrise bedroht und zwar aus vielen Gründen, wie Abbildung Box 13.2.1 zeigt:
Der Untergang von Venedig
Am anderen von Europa liegt Venedig und auch dort wird sich in Zukunft einiges ändern. Der Meeresspiegel steigt dort überdurchschnittlich schnell an. Für eine Stadt, die quasi mitten im Meer liegt, ist das ein großes Problem. Venedig hat reagiert und gigantische Hochwasserbarrieren gebaut. Aber wenn der Meeresspiegel um 50cm ansteigt, wird man diese Barriere für mindestens 2 Monate pro Jahr schließen müssen; wenn das Wasser um 120 cm ansteigt, sind die Barrieren quasi das ganze Jahr über geschlossen. Das bedeutet, dass sich die Stadt zu einem komplett anderen Ökosystem wandeln wird. Von einer Lagune zu einem Küstensee.
Weiterführende Informationen
Wer einen schnellen Überblick über die Klimakrise in Europa haben möchte, kann sich das entsprechende Fact-Sheet ansehen. Oder ab und zu auf die Homepage des PESETA-Projekts schauen. Oder einfach eine Mail mit Fragen an Birgit Bednar-Friedl schicken!
Was es über den Klimarat Neues gibt, kann man in einer Pressekonferenz am 4. Juli 2022 sehen, die auf der Homepage des Klimarats zu sehen sein wird.
Vorschau auf die nächste Folge: Nordamerika
In der nächsten Folge geht es um Nordamerika. Mit einem Thema, das wir bis jetzt so noch nicht hatten.
Weiterführende Informationen
Kapitel 13 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
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Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.
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Jun 6, 2022 • 1h 5min
DK044 - Der Amazonas als Steppe: Das Klima in Mittel- und Südamerika
…und müssen echte Männer die Umwelt verschmutzen?
DK044 - Der Amazonas als Steppe: Das Klima in Mittel- und Südamerika
…und müssen echte Männer die Umwelt verschmutzen?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 44 schauen wir uns das Klima in Mittel- und Südamerika an. Dort gibt es alles: Regenwald, Gletscher, hohe Berge, Wüste, Lagunen, Städte, und so weiter. Und natürlich schafft das Klima überall Probleme. Krankheiten breiten sich aus, das Wasser wird knapp und den Alpakas geht es schlecht. Wir reden über Projekte zur Sicherung der Wasserversorgung in Ecuador, über austrocknende Flüsse in Guatemala und leider auch über den Amazonas, der mittlerweile schon dabei ist, sich von einer CO2-Senke zu einer Quelle zu wandeln. Und am Ende reden wir auch noch über die absurde Tatsache, dass Umweltschutz als unmännlich angesehen wird.
Rückblick auf die letzte Folge: Wahl in Australien
Wir schauen noch mal kurz zurück nach Australien. Da lief das mit dem Klimaschutz ja auch nicht so toll und mit ein Grund dafür war die politische Führung. Die hat sich jetzt geändert und was das für das Klima bedeutet muss sich erst noch zeigen. Aber wir sind eher pessimistisch.
Kapitel 12: Wir gehen nach Mittel- und Südamerika
Jetzt gehts auf nach Süd- und Mittelamerika. Und Claudia hat Zweifel an unserem Konzept, alle Kapitel des IPCC-Berichts zu lesen. Denn vieles wiederholt sich zwangsläufig. Deswegen konzentriert sie sich vorerst mal auf konkrete Fallstudien. Aber keine Sorge: Wir werden trotzdem einen guten Überblick über die Region kriegen.
Zu der jede Menge Länder gehören, aber nicht Mexiko, wie man in Abbildung 12.1 sehen kann:
Es gibt auch jede Menge unterschiedliche Landschaften in der Gegend (aber keine Fliesen):
Was passiert aktuell mit dem Klima?
Dass sich die Klimakrise jetzt schon auswirkt, kann man deutlich an der Entwicklung des R-Werts für das Dengue-Fieber sehen. Von den 1950ern bis heute ist der von 3 auf 3,5 gestiegen - und da wir mittlerweile alle Ahnung haben wie ein R-Wert funktioniert, wissen wir auch, was das bedeutet…
In Nord-Südamerika gibt es jede Menge Dürren, mehr als die Hälfte der Gegend ist mindestens ein Monat pro Jahr von Dürre betroffen. Und das schadet auch den Alpakas!
In der Monsunregion, also da wo die Regenwälder stehen wird immer mehr abgeholzt um Soja, Mais und Zuckerrohr anzubauen. Vor allem für Biokraftstoffe. Das hat globale Auswirkungen - aber auch lokale Folgen: Die Region erwärmt sich überdurchschnittlich schnell.
Ein Blick nach Südwest-Südafrika zeigt Alternativen: Die Landwirtschaft der indigen Völker ist sehr viel widerstandsfähiger gegen dieKlimakrise. Sie ist diverser, man verwendet wassertolerantere Pflanzen, die Techniken sind reaktionsfähiger und das traditionelle Wissen hilft mit den Krisen umzugehen.
Die Gefahren der Zukunft
Wie es in Zukunft aussehen wird, zeigt Abbildung 12.6:
Extreme Hitze wird es überall geben; in der Monsunregion wird es sehr viel mehr Niederschlag geben und nur in Süd-Südamerika wird die Windgeschwindigkeit geringer, was aber auch nicht so toll ist.
Die Hauptrisiken für Mittel- und Südamerika
Das Hauptrisiko für die Region ist natürlich die Hitze; insgesamt gibt es aber acht Schlüsselrisiken:
Überall ist mit Nahrungsmittelunsicherheit zu rechnen und die kombinierten systematischen Risiken wird es auch überall geben. Epidemien sind zumindest im Süden kein Schlüsselrisiko und der Meeresspiegelanstieg wird überall für Küstenerosion sorgen.
Der Amazonas wird zum Klimaproblem
Schlecht steht es um den Amazonas. Rückkopplungen im Klimasystem und die Landnutzung sorgen dafür, dass Teile des Amazons jetzt schon eine CO2-Quelle sind (siehe auch hier oder hier). Es ist damit zu rechnen, dass der Amazons sehr bald einen Kipppunkt erreicht oder vielleicht sogar schon erreicht hat und zu einer Savanne wird.
Wie umgehen mit dem Wasser?
Wasserknappheit ist jetzt schon ein Problem und wird es in Zukunft noch mehr. Aber auch die Wasserqualität. Selbst Gletscherwasser kann problematisch werden, wenn es zum Beispiel über frisch durch Schneeschmelze freigelegtes Gestein fließt und zu sauer ist.
Das Wassermanagement wird hauptsächlich durch Infrastruktur gelöst, also durch große Bauten, was umstritten ist und selten optimal. Besser wären integrierte, kleinteiligere und flexiblere Lösungen.
In Quito, der Hauptstadt von Ecuador gibt es jede Menge wildgewachsene Stadtteile, auch dort wo Naturschutzgebiete oder Quellen sind. Deswegen hat man dort 2000 FONAG gegründet, einen Fond zum Schutz des Wassers. Dort ist man nicht explizit gegen die Kommerzialisierung des Wassers sondern investiert selbst Geld, um die Wasserssicherheit langfristig zu schützen; für mindestens 80 Jahre.
Trockenheit in Guatamala
In Guatemala hat die Klimakrise von 2014 bis 2016 für extreme Trockenheit gesorgt, manche Flüsse sind komplett ausgetrocknet. Es gab keine Koordinierung der Wassernutzung; keine Informationen und wenn das anders gewesen wäre, hätte man die schlimmsten Folgen verhindern können. Aber man hat gelernt: Jetzt gibt es tägliche Überwachungen, Informationen per Whatsapp und gemeinsames Vorgehen. Das Resultat: Keine ausgetrockneten Flüsse mehr.
Echte Männer verschmutzen die Umwelt
Frauen sind anfälliger für die Folgen der Klimakrise. Aber sie passen sich auch besser an; sie tun eher was für die Bewässerung oder modernisieren die Infrastruktur. Aber, wie auch der IPCC-Bericht feststellt - Klimaschutz wird immer noch als “unmännlich” angesehen (“Eco-Friendly Unmanly? The Green-Feminine Stereotype and Its Effect on Sustainable Consumption”)
Vorschau auf die nächste Folge: Europa
In der nächsten Folge geht es um Europa. Und wir haben wieder mal eine Expertin zu Gast!
Weiterführende Informationen
Kapitel 12 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
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May 30, 2022 • 1h 36min
DK043 - Australien, Neuseeland und die unfähige Politik
…und wie ist Tasmanien CO2-negativ geworden?
DK043 - Australien, Neuseeland und die unfähige Politik
…und wie ist Tasmanien CO2-negativ geworden?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 43 reisen wir auf die andere Seite der Erde. Zumindest wenn man es von Europa aus betrachtet. Wir schauen uns an, was das Klima in Australien und Neuseeland anstellen wird. Eh das, was anderswo auch passiert. Aber ein paar Besonderheiten gibt es doch. Die schrecklichen Feuer zum Beispiel die dort immer wieder auftreten zum Beispiel und in Zukunft noch häufiger auftreten werden. Die Hitzetage ebenso, was Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen haben wird. Und den Tourismus. Natürlich könnte man da was unternehmen. Dazu braucht es aber die passende Politik und was das angeht steht Australien nicht so gut da. Aber vor kurzem wurde dort gewählt, weswegen wir auch ein bisschen über Politik reden und nicht sehr optimistisch sind. Aber immerhin: Tasmanien ist CO2-negativ!
Rückblick auf Kapitel 10: Asien
Letztes Mal war Asien dran, sehr kompliziert mit vielen Ländern. Aber auch mit viel Potenzial
Down Under
In dieser Folge geht es um Australien und Neuseeland und tatsächlich stammen alle Autor:innen des Kapitels aus der Region. Ansonsten ist das Kapitel vor allem voller Tabellen.
Was geht aktuell mit dem Klima in Australasien?
Australien und Neuseeland werden heißer, sie werden trockener, aber auch nasser, es wird mehr Feuer geben und weniger Gletscher. In Australien ist es jetzt schon um 1,4 Grad wärmer geworden; in Neuseeland um 1,1 Grad. Australien hatte in den letzten Jahrzehnten quasi ständig Dürren; die Waldbrände sind schon um 30 Prozent häufiger geworden.
Zukunft des Klimas
In Zukunft wird der Meeresspiegel ansteigen: Bis zu 27cm bis 2050 und bis zu 66cm bis 2090. Kann aber noch mehr werden, wenn es in der Antarktis mit dem Gletscherschwund doof läuft. Die Tage an denen Brände ausbrechen können werden bis Ende des Jahrhunderts um 30 bis 110 Prozent ansteigen. Und zu dem Zeitpunkt werden die Gletscher in Neuseeland auch so gut wie weg sein.
Feuer
Dass die enormen Feuer in Australien jede Menge Schäden anrichten ist klar. Nicht nur direkt, sondern auch indirekt, zum Beispiel wenn Stromleitungen oder andere Infrastruktur beschädigt werden. Oder Menschen den Rauch einatmen. Oder der Dreck der Feuer bis nach Neuseeland auf die Gletscher gelangt und dort für noch mehr Eisschmelze sorgt. Und kosten tut das alles auch etwas. Zwischen 1987 und 2016 musste Australien 1 Milliarde Dollar pro Jahr ausgeben; in der Saison 2019/2020 waren es mehr als 5 Milliarden Doller. Und mehr als doppelt so viele Tote wie in den Jahrzehnten zuvor.
Wie sich Feuer auswirken kann man in dieser Abbildung sehen.
Das Great Barrier Reef in der Krise
Das Great Barrier Reef ist erstens wirklich great: 3863 Riffe nehmen eine Fläche ein, die so groß ist wie Deutschland. Das GBR hat eine kulturelle Bedeutung für die Menschen die dort leben. Und auch eine enorme touristische und wirtschaftliche Bedeutung. Und das Riff ist quasi schon weg. Die Korallenbleichen haben jetzt schon viel zerstört; und sie werden in Zukunft fast jährlich auftreten. Das schafft das Riff nicht mehr. Auch wenn wir das Ziel des Pariser Klimaabkommens noch erreichen, wird das dem Riff nichts mehr nutzen. Das haben wir verhaut; das Great Barrier Reef ist nicht mehr zu retten. Tja.
Der Wasser-Nexus in Neuseeland
Die Wirtschaft in Neuseeland basiert auf dem Wasser. Einerseits für die Primärproduktion. Andererseits aber auch für den Tourismus. Und für die Maori ist Wasser auch von kultureller und religiöser Bedeutung. All diese Interessen führen natürlich zu Konflikten…
Die Hitze macht Probleme. Schafskacke auch
Bisher gibt es schon 106 Tote pro Jahr durch die Hitze; und die Gefahren betreffen Frauen stärker als Männer. Im Jahr 2100 werden in australischen Städten bis zu 3,2 Prozent aller Todesfälle durch Hitze verursacht.
In Neuseeland sorgt dagegen der Regen für Probleme. 2016 wurden circa 8000 Menschen krank, weil Starkregen Fäkalien von Schafen in die Wasserversorgung gewaschen hat.
Außerdem: Armut macht Anfällig für Hitze, was diese Abbildung zeigt:
Tourismus Down Under
Australien hat eine Skiindustrie, tatsächlich. Aber nicht mehr lange. Da nutzt es auch nix, wenn dort jetzt in Schneekanonen investiert wird. Denn die werden auch bald nicht mehr funktionieren. Und die Touri-Magneten in Neuseeland, die Gletscher, sind auch bald weg. Die Anpassung findet leider auch politisch nicht statt. Da muss man langfristig denken, was aber nicht passiert.
Bergbau
Bergbau gibt es in Australien jede Menge. Aber wenn die Klimakrise weiter geht, wird die Hitze die Arbeit schwierig und die Menschen krank machen. Regen lässt die Minen volllaufen und Zeug aus den Minen läuft raus und schädigt die Umwelt.
Energie
Obwohl Australien und Neuseeland Nachbarn sind, ist ihr Energiemix enorm unterschiedlich. In Australien wird derzeit 79% der Energie fossil produziert. In Neuseeland kommt 82% Prozent der Energie aus Erneuerbaren und bis 2050 werden es 95 Prozent sein.
Cultural Flow der Aborigines
Menschen in Australien leben dort schon sehr lange. Die Region gehört zu denen, die auf der Erde am längsten durchgehend besiedelt ist. Die Menschen haben Ahnung, wie man dort lebt, auf dem trockensten Kontinent der Welt. Und deswegen lohnt es sich, ihnen zuzuhören und von ihnen zu lernen. Zum Beispiel bei den Water Entitlements, also der Ein- und Zuteilung von Wasser. Das machen die indigenen Völker dort auch, und zwar nennt sich das “cultural flows”. Da wird aber nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die spirituelle, religiöse und kulturelle Nutzung des Wassers berücksichtigt. Und wie die Forschung feststellt, kann eine Orientierung an cultural flows zu einer nachhaltigen Wassernutzung führen kann.
Dabei hat man sich zum Beispiel die Brewarrina Aboriginal fish traps untersucht, circa 40.000 Jahre alt. Kann man unter “Operationalising the ecosystem services approach in water planning: a case study of indigenous cultural values from the Murray–Darling Basin, Australia” nachlesen. Und auch in “Australian Indigenous Water Policy and the impacts of the ever-changing political cycle”.
Die Schlüsselrisiken von Australasien
Die Schlüsselrisiken für Australasien sieht man in dieser Abbildung:
Dazu gehört auch das Risiko dass durch die Unfähigkeit der Politik die Klimakrise zu managen entsteht.
Tasmanien ist CO2-negativ
Es gibt aber auch gute Nachrichten. Tasmanien ist CO2-negativ. Die Wissenschaft dazu kann man hier nachlesen.
Die Regierung kriegts nicht auf die Reihe
Am 21. Mai 2022 waren Wahlen in Australien. [Gewonnen hat der Herausforderer des bisherigen Ministerpräsidenten[(https://www.derstandard.at/story/2000135933437/parlamentswahl-in-australien-stimmenauszaehlung-hat-begonnen). Aber es besteht zu befürchten, dass das auch nicht viel für das Klima bringen wird.
Vorschau auf die nächste Folge: Zentral- und Südamerika
In der nächsten Folge geht es um Zentral- und Südamerika. Und Claudia freut sich schon sehr auf etwaige Alpakas.
Weiterführende Informationen
Kapitel 11 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
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May 23, 2022 • 1h 13min
DK042 - Reis oder Kartoffel? Klimakrise in Asien
…und retten vielleicht Versicherungen die Welt?
DK042 - Reis oder Kartoffel? Klimakrise in Asien
…und retten Versicherungen die Welt?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 42 geht es um Asien. Und es gibt viel Asien! Vom Polarmeer bis in die Tropen, von der Steppe bis in den Regenwald. Jede Menge unterschiedliche Länder die unterschiedlich von der Klimakrise getroffen werden und unterschiedlich darauf reagieren. Claudia bringt ein wenig System in Kapitel 10 und erzählt von der Nahrungsmittelversorgung, von Mangrovenwäldern und der Möglichkeit, dass vielleicht Versicherungen die Welt retten könnten.
Rückblick auf Kapitel 9: Afrika
Wir schauen noch einmal kurz zurück nach Afrika, wo die Menschen am stärksten von der Klimakrise getroffen sind, aber am wenigsten Schuld daran haben.
Wir gehen nach Asien
51 verschiedene Länder machen die IPCC-Region “Asien” aus; dieses Kapitel ist also auf jeden Fall nicht frei von Politik, was man auch schon daran merkt, dass Taiwan als “Provinz von China” bezeichnet wird. Ein bisschen Überblick über die Regionen liefern diese beiden Abbildungen:
Mangroven
Für das Klima und vor allem die Anpassung an die Klimakrise enorm wichtig sind die Mangrovenwälder. Deswegen lohnt es sich, auch noch mal einen Blick auf den Wikipedia-Artikel zum Thema zu werfen.
Das Klima in Asien
Das Klima in Asien ist - wie sollte es auch anders sein - komplex. Man findet dort ALLE Klimazonen; in Asien gibt es die trockensten und feuchtesten Gebiete; es gibt die höchsten Gebirge, und so weiter. In der Zukunft wird es dort überall sehr viel mehr Hitzewellen geben; der Monsun wird zu Überschwemmungen führen, die Gletscher im Himalaya schmelzen, der Permafrost in Sibirien wird tauen. Mit 5-20% mehr Wahrscheinlichkeit als jetzt wird es Dürren geben.
Asien wird in Zukunft sehr viel mehr Energie für Kühlung im Sommer brauchen. Aktuell nutzt Asien 36% der weltweiten Energie, bis 2050 werden es 48% sein. Bis 2040 wird 80% der weltweiten Kohle in Asien verbraucht werden. Wasser zu kriegen wird auch mehr Energie brauchen; zum Beispiel wenn man es entsalzen muss, es braucht aber auch Wasser, wenn man Energie produzieren will. China wird in 10 Jahren mehr Öl verbrauchen als die USA, Indien wird Amerika 2040 überholen.
Ein Gesamtbild für Asien
Claudia zeichnet ein Gesamtbild für die Klimazukunft Asiens: Die Baumgrenze verschiebt sich nach oben, die Land- und Süßwassergemeinschaften verändern sich. Der Wasserstress beeinflusst Tiere und Pflanzen, die Gletscher schmelzen ab und dadurch wird die Wasserversorgung instabil.
Das sorgt dafür, dass vor allem die Nahrungsmittelproduktion stark betroffen durch die Klimakrise ist. Immerhin 67% der weltweiten Agrarproduktion finden in Asien statt. Ganz besonders der Reisanbau ist wasserintensiv - und Reis hat auch eine ziemlich miese CO2-Bilanz - was nicht heißt, dass man den Leuten dort jetzt einfach allen Kartoffeln zum Essen geben kann.
Die Städte haben auch ein hohes Risiko durch die Klimakrise, auch, weil es dort viele informelle Siedlungen gibt, die nicht geplant oder geschützt werden können. Die Lieferketten können gestört werden und zusammenbrechen, was Auswirkungen auf die ganze Welt hat. Die großen Städte Asiens liegen an den Küsten, was die Lage nur noch verschärft.
Bei der Diskussion der Nahrungsmittelproduktion schweifen wir kurz ab zum Silmarillion von Tolkien und widmen uns dann einer informativen, aber sehr schlecht gemachten Abbildung:
Die Studienlage ist jedenfalls stückelig und die Abbildung zeigt das gut (schlecht).
Die Goldene Apfelschnecke
Schädlinge werden sich in Zukunft ausbreiten, ganz besonders die goldene Apfelschnecke, die niedlich klingt, aber ein enorm arger Schädling für die Nahrungsmittelproduktion ist. Das wird zu Ernteausfällen führen.
Was kann man denn so tun?
Es passiert schon viel in Asien, zum Beispiel durch Hochwasserschutz, durch klimaresistente Stromleitungen und Straßen, durch nachhaltige Flächennutzung oder die Renaturierung von Mangroven.
Das ist alles aber sehr uneinheitlich über ganz Asien hinweg. Und vor allem meistens immer nur reaktiv. Man reagiert, wenn irgendwo was passiert, kümmert sich aber kaum proaktiv um Klimaschutz. Ganz wichtig ist auch die Migration als Anpassungsmaßnahme: Menschen verlassen ihre Heimat, um sich vor den Folgen der Klimakrise zu schützen.
Was fehlt ist zum Beispiel die Ausweitung von Naturschutzgebieten und vor allem die Wiederherstellung der Mangrovenwälder. Die schützen nicht nur vor den Folgen der Klimakrise, sondern speichern auch jede Menge CO2.
Was auch versucht wird: Aquifer Storage and Recovery. Das heißt, Wasser wird aus Flüssen entnommen, wenn da gerade sehr viel ist und später genutzt, wenn wenig da ist. Das soll die Wasserversorgung sichern, ist aber nicht unkompliziert.
Versicherungen retten die Welt?
In Asien bilden sich auch Bauerngemeinschaften: Alle bauen unterschiedliche Sachen an, damit genug da ist, wenn irgendwo mal was ausfällt. Das wird durchaus groß gedacht; Versicherungen helfen den Bauern um Ausfälle auszugleichen. Bisher hat man das zumindest so gemacht; jetzt geht man dazu über, schon proaktiv die Risiken zu finanzieren.
Versicherungen haben ja durchaus sehr viel Macht und Mittel und auch Motivation sich um das Klima zu kümmern. Vielleicht retten sie uns ja alle?
Technologie und Information
Sehr viel Potenzial steckt auch in neuen Technologien, zum Beispiel um Frühwarnsysteme zu bauen. Der Kernpunkt hier ist aber der Informationsaustausch und das ist schwer bei so vielen Ländern die sich nicht alle mögen.
Auch die sozialen Medien können eine Rolle spielen und die Menschen in Echtzeit warnen oder informieren. Was fehlt ist aber Forschung zu den Risiken und Wirkungen des Einsatzes von sozialen Medien in der Krise. Zum Beispiel: Wirkt eine Textnachricht besser als ein Bild?
Auch das Vertrauen in den Staat kann Menschen motivieren - oder auch nicht. Es ist komplex.
Was ist "Glaube" an die Klimakrise?
Claudia ist ein wenig irritiert, weil im Bericht von “Glauben” an die Klimakrise gesprochen wird. Und wir diskutieren ein wenig darüber, wie das gemeint sein könnte.
Vorschau auf die nächste Folge: Australasien
Nach den 51 Ländern in diesem Kapitel haben wir es im nächsten Kapitel mit nur 2 zu tun: Australien und Neuseeland. Wird aber nicht weniger komplex.
"Das Klima"-Podcast international?
Hörerin Susanne fragt uns, ob anderswo auf der Welt auch Leute den IPCC-Bericht lesen und aufbereiten, so wie wir - nur halt auf englisch oder in anderen Sprachen. Uns ist da nichts bekannt - aber wenn jemand was weiß, bitte Bescheid sagen!
Weiterführende Informationen
Kapitel 10 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
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May 16, 2022 • 1h 25min
DK041 - Fisch-Festivals und die Klimazukunft in Afrika
…und warum wissen wir so wenig über diesen Kontinent?
DK041 - Fisch-Festivals und die Klimazukunft in Afrika
…und warum wissen wir so wenig über diesen Kontinent?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 41 geht es um Afrika. Kapitel 9 des zweiten Teils im IPCC-Bericht beschäftigt sich mit der Klimazukunft des großen Kontinents. Afrika ist am stärksten betroffen und hat am wenigsten Schuld. Wir sprechen über die Ungleichheit in Klimaforschung und Forschungsförderung. Und über den Tourismus in Afrika, der erstens wichtig ist und zweitens in Zukunft große Probleme kriegen wird. Ebenso wie die vielen Weltkulturerbestätten und vor allem das immaterielle Weltkulturerbe. Wenn Afrika verliert, verlieren wir alle.
Ein neuer Abschnitt des Berichts
Mit Kapitel 9 starten wir in einen neuen Abschnitt des zweiten Teils vom IPCC-Bericht. Wir gehen jetzt der Reihe durch die Regionen der Welt und schauen, was dort passieren wird. Den Anfang macht Afrika.
Wir schauen auf Afrika
Afrika ist schwierig, zumindest für uns Durchschnittsmenschen aus Europa. Wir haben keine Ahnung, was dort abgeht. Jede Menge!
Und Afrika ist vor allem auch deswegen wichtig, weil die Leute dort nicht nur am stärksten betroffen sind vom Klimawandel sondern auch am wenigsten Schuld haben.
Afrika im Detail
Wie sich die global gesehen wenigen Treibhausgasemissionen Afrikas auf die einzelnen Nationen aufteilen, zeigt Abbildung 9.2:
Alle Länder haben - so wie fast überall auch sonst - mehr emittiert. Nur Libyen hat seine Emissionen reduziert. Wir haben allerdings keine Ahnung, warum das so ist.
Wer erforscht Afrika?
Ein Blick in die Forschungsstatistik ist erschreckend.
Der Klimawandel in Afrika wird vor allem außerhalb Afrikas erforscht. Und das meiste was wir über Afrika wissen basiert auf Studien die von außerhalb Afrikas stammen. Diese ungleiche Förderbedingungen beeinflusst den ganzen Rest der Erkenntnis über Afrika
Afrikas Burning Embers: Die Schlüsselrisiken
Das IPCC hat drei Schlüsselrisiken für Afrika identifiziert: Biodiversität, Nahrungsmittelproduktion und Gesundheit/Sterblichkeit. Wie da die Lage aussieht, zeigt Abbildung 9.6:
Die Risiken sind jetzt schon überall moderat und werden definitiv noch hoch werden. Und wenn wir nicht radikal umdenken und bei einer globalen Erwärmung von mehr als 2 Grad landen, dann wird zumindest bei Biodiversität und Gesundheit ein sehr hohes Risiko erreicht. Das heißt: Mehr als 50 Prozent der Spezies können lokal aussterben, bis zu 18 Prozent droht ein totales Aussterben. In großen Teilen Afrikas wird es mehr als 100 Tage pro Jahr geben, wo die Hitze tödlich ist und Millionen Menschen werden unter der Hitze leiden.
Anpassungen für Afrika: Geld ist wichtig!
Es gibt diverse Möglichkeiten sich an die Klimakrise anzupassen. Dafür braucht es aber vor allem Geld. Das sollte Afrika eigentlich bekommen, so hat es der Rest der Welt beschlossen. Das vereinbarte Geld (100 Milliarden US-Dollar pro Jahr ab 2020) kommt aber nicht an.
Und die Kosten steigen schnell! Um bis zu 50 Milliarden Jahr pro Jahr, wenn alles super läuft mit dem Klimaschutzt, bis zu 437 Milliarden pro Jahr, wenn nicht. Aber anpassen ist immer noch billiger als nichts tun! Ein Anfang wäre: Den afrikanischen Ländern ihre Schulden erlassen damit sie das Geld in Klimaschutz investieren können.
Klimawissen in Afrika
Um etwas gegen die Klimakrise zu unternehmen müssen die Menschen Bescheid wissen. Das Klimawissen in Afrika liegt bei 39 Prozent (d.h. so viele Menschen wissen um die Krise und ihre Ursachen). Die Schwankungsbreite ist aber enorm.
Wo sind die Messstationen in Afrika?
Afrika hat viel zu wenige Messstationen als dass wir vernünftige Daten sammeln könnten:
Aber wir wissen: Die meisten Länder dort werden in Zukunft Temperaturen erleben, die es dort noch nie gegeben hat!
Gletscher in Afrika (sind sehr bald weg)
Afrika hat auch Gletscher, aber nicht mehr lange. Am Mount Kenya ist schon die Hälfte weg, in den Rwenzori-Bergen ebenfalls. 2030 werden die Gletscher dort weg sein und auf den anderen hohen Bergen wird es 2040 so weit sein.
Tourismus in Afrika
Tourismus macht 8,5% des BIPs in Afrika aus. Das ist nicht wenig. Aber in Zukunft wird es schwierig. Die afrikanischen Strände werden durch den Meeresspiegelanstieg beeinträchtigt; die Wasserknappheit macht das Leben nicht nur für die Menschen vor Ort schwer sondern auch für Tourist:innen. Wenn Flora und Fauna verschwinden wird es auch keinen Wildlife-Tourismus mehr geben und wenn die Wasserknappheit ikonische Sehenswürdigkeiten wie die Victoria-Fälle zerstört, fällt das auch weg.
Klimawandel und Gewalt
Mit der Hitze steigt die Gewalt; einerseits direkt durch die psychologischen Auswirkungen, andererseits durch indirekte Effekte, wenn zum Beispiel Wetterereignisse die Lebensgrundlage der Menschen zerstören. Das gilt nicht nur für Afrika, dort ist man nur besonders betroffen.
Kulturelles Erbe in Afrika
Afrika besitzt jede Menge kulturelles Erbe. Allein 96 Welterbestätten der UNESCO befinden sich in Afrika. Zum Beispiel viele uralte Felsmalereien - es gibt aber kaum Forschung zu den Auswirkungen der Klimakrise auf diese Kunstwerke. Viele der Welterbestätten sind gefährdet, wie die Liste der UNESCO zeigt. Es gibt aber auch immaterielles Kulturerbe (als Beispiel hier die Liste für Österreich und für Deutschland). Auch das ist gefährdet, zum Beispiel das Yobe-Fischfestival. Und wer das nicht für relevant hält, sollte noch mal nachdenken…
Ausblick auf Kapitel 10: Asien
Was die Klimakrise in Asien verursachen wird, werden wir uns in der nächsten Folge anschauen.
Podcast- und Buch-Tipps
Wer Nachrichten hören will, die ein bisschen über den Tellerrand hinaus und durchaus auch mal nach Afrika schauen, sollte dringend den Podcast “Die Wochendämmerung” von Holger Klein und Katrin Rönnicke hören. Und wer mehr über nachhaltige und klimafreundliche Landwirtschaft erfahren will, kann das Buch “Alles bio-logisch?” von David Spencer lesen, das Florian [hier besprochen hat](https://scienceblogs.de/astrodicticum-simplex/2022/04/30/wunderbare-pflanzen-und-die-faszination-der-ue-ei-warnhinweise-die-buchempfehlungen-vom-april-2022/=.
Weiterführende Informationen
Kapitel 9 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.
Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien:
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May 9, 2022 • 1h 19min
DK040 - Wer Armut bekämpft schützt auch das Klima
…und warum gibt es immer noch kein Tempolimit in Deutschland?
DK040 - Wer Armut bekämpft schützt auch das Klima
…und warum gibt es immer noch kein Tempolimit in Deutschland?
"Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.
In Folge 40 geht es um Kapitel 8 im zweiten Teil und das handelt von Armut und den Lebensgrundlagen der Menschheit. Die armen und benachteiligten Menschen sind ungerechterweise auch am stärksten vom Klimawandel betroffen. Aber wie sich zeigt: Wenn wir dafür sorgen, dass weniger Menschen arm und benachteiligt sind, dann ist das auch sehr gut für das Klima. Und für den Rest der Welt sowieso. Außerdem reden wir in der Folge auch noch über Klimaspiele und entdeckten ein paar wahrhaft seltsame Bilder im IPCC-Bericht.
Rückblick auf Kapitel 7
Im letzten Kapitel und der letzten Folge ging es um die Klimakrise und die Krankheiten. Und die Zusammenhänge sind leider zahlreich und nicht sonderlich super für die Zukunft.
Was macht anfällig für Armut und warum?
In Kapitel 8 geht es um Armut und die Lebensgrundlagen. Bei der Beurteilung des Risikos durch die Klimakrise haben wir ja immer drei Aspekte berücksichtigt: Die Gefahr, das Ausgesetztsein und die Vulnerabilität. Jetzt geht es um aber vorerst nur um den letzten Punkt und die Frage: Wie anfällig für die Klimakrise macht Armut?
Wer jetzt schon arm ist wird in Zukunft noch ärmer werden, sofern keine Maßnahmen getroffen werden. Schon jetzt haben die ärmsten 40% der Bevölkerung 70% höhere Verluste gehabt als die reicheren Bevölkerungsschichten.
Armut macht auch durch Migration anfällig: Wenn man flüchten muss, dann kann man aus dem System fallen und wenn man nicht weiß wo die Menschen sind, kann man ihnen auch nicht helfen.
Aber nicht nur Armut, auch andere Eigenschaften machen anfällig. Alter zum Beispiel oder das Geschlecht: Frauen haben weniger Möglichkeiten sich an den Klimawandel anzupassen wenn sie von Diskriminierung betroffen sind. Auch zwischen Klimakrise und Rassismus gibt es Zusammenhänge (kann man zum Beispiel in diesem Video von John Oliver sehen).
Die marginalisierten Gruppen haben auch am wenigsten Einfluss auf die politischen Entscheidungen. Man muss alle Maßnahmen daher immer intersektional denken und nicht isoliert.
Denn auch das ist Klimagerechtigkeit: Die unterschiedlichen Anfälligkeiten berücksichtigen und die Anfälligkeiten reduzieren.
Die Lebensgrundlagen
Die Lebensgrundlagen sind das, was man zum überleben braucht. Und das ist einiges. Aber zwei der Grundlagen sind durch die Klimakrise besonders gefährdet. Nämlich die Gesundheit und die Ernährung (wenn das Klima zB die Landwirtschaft schädigt).
Die Lebensgrundlage armer Haushalte basiert aber ganz massiv auf Landwirtschaft und der Gesundheit, die nötig ist um diese Arbeit zu machen. Deswegen sind in der Hinsicht zwei Klimagefahren besonders relevant: Erwärmung und Dürren. Denn Stürme, Überschwemmungen, etc betreffen eher privates Vermögen; Dürre und Hitze schädigen aber Wälder, Wiesen usw, also gemeinsame Lebensgrundlagen und deswegen sind die Auswirkungen auf alle auch heftiger und bleiben uU auch dauerhaft.
Wie generell mit den Risiken aussieht, zeigt Abbildung 8.7:
Wie behindert der Klimawandel die Armutsbekämpfung?
Generell sorgt die Klimakrise für eine Verschlechterung der allgemeinen Lebensbedingungen; er behindert die Ernährungssicherheit, den Zugang zu Wasser, zerstört Lebensraum, sorgt für die Ausbreitung von Krankheiten und verschärft Ungleichheiten. Und es gibt Überschneidungen zwischen Gefahren durch das Klima und der Entwicklung der Gesellschaft. Will man armen Menschen bei der Anpassung an den Klimawandel helfen, dann muss man nicht nur das Klima berücksichtigen, sondern auch die Entwicklungen in der Gesellschaft. Viele Klimamaßnahmen probieren das Ausgesetztsein durch Gefahren zu reduzieren. Aber kümmern sich nicht um die strukturelle Anfälligkeit die durch Armut entsteht. Oder anders gesagt: Wir behandeln Symptome, nicht die Ursachen.
Dazu kommen noch nichtklimatische Faktoren: Verstädterung, Kapitalismus, etc und das verschärft alles weiter. Die Auswirkungen können sich über Generationen erstrecken.
Anpassungsmaßnahmen müssen besonders zeitnah passieren, sie müssen gezielt sein, nachhaltig und vor allem integrativ gedacht werden.
Was wenn nix getan wird?
Wenn niemand was tut, dann reagieren die Menschen trotzdem, was sollen sie auch sonst tun? Aber sie reagieren halt autonom und das kann zu Fehlanpassungen führen. Ein Beispiel aus dem Bericht stammt aus Ghana, wo Landwirtschaft durch Dürre und eingeschränkte Wassernutzung nicht mehr möglich war. Also haben die Bauern Bäume gefällt und Holz und Holzkohle verkauft. Das ist zwar aus individueller Sicht verständlich, aber für den Klimaschutz nicht hilfreich.
Was sonst noch passiert, wenn die Menschen sich selbst helfen (müssen): Es kommt zu nicht genehmigter Migration, zu illegalem Bergbau, zu Wilderei, Piraterie, Erpressung, Entführung oder Schmuggel. Also sollte man den Leuten doch lieber helfen!
Die Vermessung der Anfälligkeit
Wie misst man Anfälligkeit? Üblicherweise über finanzielle Verluste, also in Dollar oder Euro. Daraus folgt eine Priorisierung für den Schutz wirtschaftlicher Werte und das berücksichtigt arme Menschen nicht denn die haben nicht viele wirtschaftliche Werte. Nichtwirtschaftliche Verluste sind aber sehr schwer erfassbar.
Wenn zum Beispiel Kultur verloren geht, Bibliotheken, usw, dann fehlt es an Bildung und die ist ein enorm wichtiger Antrieb für den Ausstieg aus der Armut. Der Wert” hängt außerdem auch von kulturellen Normen der jeweiligen Gesellschaft ab.
Soziale Kipppunkte
Es gibt keine lineare Beziehung zwischen einem Klimaevent und einer gesellschaftlichen Veränderung. Sondern durchaus auch spontane Übergänge. Zum Beispiel von einer Demokratie zu einem diktatorischen Regime. Oder von einer stabilen Lebensmittelversorgung zu einer Hungersnot. Und solche sozialen Kipppunkte verändern eine gesellschaft grundlegend. Sie können auch noch vor erreichen der Klimakipppunkte ausgelöst werden.
Anpassungsmaßnahmen und Klimaspiele
Schon die Erwartung von Klimaänderung kann schon soziale/politische Veränderung auslösen. Ein Beispiel: Erwartet man sich weniger Schnee, werden Skigebiete geschlossen, obwohl eigentlich noch Schnee da wäre. In Österreich macht man es aber anders, wie Florian berichtet. Wie schwierig es ist, Anpassungsmaßnahmen mit gesellschaftlichen Strukturen abzustimmen zeigt das “Climate game” und wer es gern ein wenig retro hat, kann sich das Spiel “Ökolopolis” anschauen (oder hier probieren es zu spielen).
Der Kapitalismus ist auch ein Problem und beschränkt unsere Anpassungsmöglichkeiten. Zitat aus dem Bericht: “Anpassungsmaßnahmen sollten das vorherrschende Marktversagen ausgleichen, tun das aber nicht immer”
Wir brauchen eine klimaresiliente Entwicklung, wir brauchen eine Synergie zwischen Anpassung und Abschwächung und Entwicklungsstrategien. Wie so etwas aussieht, zeigt Abbildung 8.13:
Der Zugang zu Elektrizität ist Voraussetzung für fast alle Anpassungen und Armutsbekämpfung bedeutet Anpassung an den Klimawandel!
Komische Bilder aus Kapitel 8
Ohne Worte:
Vorschau auf Kapitel 9: Afrika
Mit dem nächsten Kapitel widmen wir uns den Regionen der Welt und schauen genau hin, wie sich die Krise dort auswirkt. Den Anfang wird Afrika machen.
Sonne und Stahl
Wer noch mehr über Lösungen und Anpassungmaßnahmen erfahren will, kann in den Podcast “Sonne und Stahl” von Andreas Sator reinhören.
Die beiden erwähnten Bücher von Tom Standage heißen “A Brief History of Motion: From the Wheel, to the Car, to What Comes Next” und “The Neptune File: A Story of Astronomical Rivalry and the Pioneers of Planet Hunting” (auf deutsch: “Die Akte Neptun”).
Weiterführende Informationen
Kapitel 8 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar.
Kontakt und weitere Projekte
Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm.
Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”.
Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft.
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