Das Klima

Florian Freistetter, Claudia Frick
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May 2, 2022 • 1h 31min

DK039 - Das Klima und die globale Bürde der Krankheit

…und was haben wir von Corona über die Klimakrise gelernt? DK039 - Das Klima und die globale Bürde der Krankheit …und was haben wir von Corona über die Klimakrise gelernt? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 39 wird die Klimakrise persönlich. Wir reden über Kapitel 7 und darüber, wie sich die Klimakrise auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden auswirkt. Wenig überraschend nicht sonderlich positiv. Krankheiten und Krankheitserreger können sich stärker ausbreiten. Hitzestress macht uns krank und schränkt unser Wohlbefinden ein. Und wenn wir nicht krank werden, dann müssen wir uns über Migration und Konflikte Gedanken machen. Kapitel 7 ist definitiv nicht lustig, aber auf jeden Fall relevant. Vor allem wenn man bedenkt, dass wir gerade in Europa nicht sehr gut vorbereitet sind auf das, was da kommen kann. Rückblick auf Kapitel 6 Wir schauen noch mal kurz auf das letzte Kapitel und die Klimakrise in den Städten. Was will Kapitel 7 In Kapitel 7 geht es um Gesundheit und Wohlbefinden. Das ist ein relevantes Thema, aber Medizin sagt Florian nicht sonderlich zu. Nicht aus Desinteresse, sondern weil es ihn ein wenig davor gruselt zu erfahren, auf wie viele Arten man krank werden kann. Neben den Auswirkungen der Krise auf die Gesundheit geht es in Kapitel 7 aber auch um Migration und Konflikte. Was heißt eigentlich gesund? Zuerst muss mal geklärt werden, was “gesund” eigentlich heißt. Nämlich “a state of complete physical, mental and social wellbeing and not merely the absence of disease or infirmity”, laut Definition der WHO. “Wohlbefinden” ist nicht ganz so leicht zu definieren. Ganz allgemein geht es dabei darum, dass die positiven Emotionen vor den negativen Emotionen vorherrschen. Darum, dass man mit dem Leben zufrieden ist; das man darin Bedeutung findet; das man Ziele hat und sie auch verfolgen kann und sinnvolle Beiträge zur Gesellschaft leisten kann. Das alles exakt zu definieren ist schwierig, aber zumindest weiß man, dass das Wohlbefinden vom Einkommen und vom Zugang zu Nahrungsmitteln abhängt. Und vom Zugang zur Natur. Vulnerable Gruppen So wie immer gibt es auch hier Gruppen, die stärker betroffen sind als andere. Und es sind leider die selben Gruppen, die sonst auch stärker betroffen sind. Frauen und Mädchen zum Beispiel, die von der Klimakrise gesundheitlich stärker betroffen sind, physisch wie psychisch. Genau so wie Kinder und alte Menschen. Und generall alle gesellschaftlichen Randgruppen. Die globale Bürde der Krankheit Wenn man sich mit Krankheiten beschäftigt, braucht es Maßzahlen und eine davon ist DALY, die Zahl der “disability-adjusted life years”, der “verlorenenen gesunden Lebensjahre”. Also die Jahre, die man durch vorzeitigen Tod und Leben mit Krankheit verliert. Je weniger das sind, desto besser und desto geringer die “globale Krankheitsbürde” um die man sich kümmern muss. 2019 gab es 39,5 Millionen Todesfälle an klimasensitive Krankheiten (70% aller Todesfälle) was 1,5 Milliarden DALYs entspricht aber nicht heißt, dass alle diese Todesfälle der Klimakrise zuzuschreiben sind. Aber all diese Krankheiten können prinzipiell vom Klima beeinflusst werden. Wie das Klima uns jetzt schon krank macht Wenn Temperatur, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit sich verändern, dann ändert sich auch die Art und Weise wo und wie sich Krankheitserreger sich verbreiten können. Malaria zum Beispiel oder das West-Nil-Fieber, das 2018 zum ersten Mal in Deutschland aufgetreten ist und 2019 auch das erste Mal dort einen Menschen betroffen hat. Auch die Zecken breiten sich aus, weiter nach Norden und weiter nach oben. Es ist allerdings schwer zu sagen, wie sich das Klima exakt auf Krankheiten auswirkt, weil auch so viele andere (wirtschaftliche, gesellschaftliche, etc) Faktoren einen Einfluss darauf haben. Corona und das Klima Die COVID-19 Pandemie hat uns einerseits vor Augen geführt, dass Zoonosen wie die durch das Coronavirus übertragene Krankheit in Zukunft vermehrt auftreten können, weil das Klima und die menschliche Aktivität die Lebensräume von Tieren verändern. Und wir haben gemerkt, wie wichtig wissenschaftliche Information ist. Was wir auch gelernt haben: Die Politik neigt dazu, Warnungen zu ignorieren. Klima, Kreislauf und Allergien Die Hitze sorgt dafür, dass Herz- und Kreislauferkrankungen heftigere Folgen haben. Genau so übrigens wie Waldbrände. Und mangelnder Sport, der wegen der Hitze nicht gemacht werden kann. Veränderte Staubströmungen in der Luft, Ozon und andere Faktoren beeinflussen die Lungenkrankheiten. Und Allergien werden sich auch verändern und öfter auftreten. Krebs wird ebenfalls von der Klimakrise beeinflusst. Alles nicht so toll… Wenn das Wetter uns krank macht Zwischen 1980 und 2017 hat man in den 150 bevölkerungsreichsten Städten der Welt einen Anstieg von 500% bei den extremen Hitzeereignissen gesehen. Der Hitzestress schränkt den Sport frei, aber auch die Arbeit (im Freien). China hat 2019 durch die Hitze 0,5% seiner kompletten Arbeitskraft eingebüßt. Das Risiko durch hitzebedingte Krankheiten zu sterben stieg während der Hitzewelle von 2003 in London um 70% und in Paris um 20%. Mehr als ein Drittel aller hitzebedingten Todesfälle können dem Klimawandel zugerechnet werden, was einer Sterblichkeit von 2.2 pro 100.000 Menschen entspricht. Mehr Vergiftung dank Klima Wenn der Permafrost-Boden auftaut, können Giftstoffe frei werden, die sich dort angesammelt haben. Und über die Nahrungskette auch zu uns gelangen. Hurra. Klima und psychische Krankheiten Wenn die Durchschnittstemperatur 30 Grad übersteigt dann gibt es auch um 0,5% mehr psychische Krankheitsfälle (im Vergleich zu Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad). Wenn die Temperatur um 1 Grad steigt (über 5 Jahre), dann steigen die psychischen Krankheiten um 2 Prozent. Und die Suizidfälle um 0,7 bis 2 Prozent. A US study found mental health problems increased by 0.5% when average temperatures exceeded 30°C, compared to averages between 25–30°C; a 1°C warming over 5 years was associated with a 2% increase in mental health problems. Migration und Konflikt Die Klimakrise verändert die Migration, das ist klar. Unklar ist, in welchem Ausmaß das stattfinden wird. Aber je mehr Menschen freiwillig migrieren (können) und je freier die Migration stattfinden kann, desto besser sind die Benefits für alle. Dazu braucht es aber politische Unterstützung. Ursachen für Migration gibt es leider jede Menge: Was die Konflikte angeht können die auch durch die Klimakrise verstärkt werden. Aber: Mit ausreichend viel politischer Vernunft und Diplomatie kann man das alles in den Griff kriegen. Muss man halt auch machen. Was bringt die Klimazukunft für die Krankheiten? Selbst wenn es gut läuft mit dem Klimaschutz werden wir bis 2050 circa 250.000 zusätzliche Todesfälle pro Jahr haben und bis zu 9 Millionen pro Jahr, wenn wir den Klimaschutz schleifen lassen. Je niedriger die globale Erwärmung, desto geringer das Risiko: Was tun wir jetzt? Im Pariser Klimaabkommen haben die Länder der Welt auch Maßnahmen für die Gesundheitssysteme vorgestellt. Dabei fällt auf: Reiche Ländern sind tendenziell schlecht vorbereitet: Ein paar sinnvolle Maßnahmen kann man in Tabelle 7.4 sehen: Klimaanlagen helfen zwar, sind aber langfristig eine schlechte Entscheidung. Vor allem, weil es nachhaltigere Wege kriegt. Am wichtigsten aber ist: Effektive politische Entscheidungen können die Risiken auch effektiv senken. Dafür fehlt es aber an Geld. Dabei wäre es so einfach: Alles was gut für den Klimaschutz ist, ist auch gut für unsere Gesundheit. Vorschau auf Kapitel 8: Klimagerechtigkeit In Kapitel 8 wird es um Armut und die Lebensgrundlage der Menschen gehen. Oder einfacher gesagt: Um Klimagerechtigkeit. Abstimmen und Zusehen Wer für “Das Klima” beim Deutschen Podcastpreis stimmen will, kann das hier tun. Und Claudias Vortrag bei der “One Planet Left”-Konferenz am 5. Mai kann man sich hier ansehen. Weiterführende Informationen Kapitel 7 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Apr 25, 2022 • 1h 29min

DK038 - Europas Städte kriegen Probleme

…und wo wachsen die unsichtbaren Pflanzen? Wir würden uns freuen, wenn ihr für unseren Podcast beim "Deutschen Podcastpreis" abstimmt. DK038 - Europas Städte kriegen Probleme …und wo wachsen die unsichtbaren Pflanzen? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 38 geht es um die Städte. Und um alles, was im Einflussbereich der Städte liegt. Städte sind Klimatreiber. Und die Infrastruktur der Städte ist relevant für so ziemlich alles. Es kommt darauf an, wie wir sie organisieren, wenn die Städte den Risiken des Klimas gewachsen sein sollen. Was sie nicht sind, vor allem nicht die Städte in Europa. Dabei gäbe es genug was man tun könnte und was vergleichsweise einfach wäre. Mehr Grün- und Naturraum. Mehr Radwege und weniger Straßen für Autos. Und vor allem: Es braucht politischen Durchsetzungswillen. Ein Missverständnis aus Teil III Am Anfang schauen wir kurz voraus, auf Teil III des Berichts und klären ein Missverständnis auf, das in den Medien aufgetaucht ist: Wir haben nicht mehr so viel Zeit wie wir vielleicht gedacht haben. Rückblick auf Kapitel 5 Wir schauen noch mal kurz auf das letzte Kapitel und das Essen, das uns dort beschäftigt hat. Was will Kapitel 6 Kapitel 6 handelt von Städten und Siedlungen und darum, wie man nachhaltige Städte baut. . Städte sind Klimatreiber und es geht nicht nur um die Stadt an sich sondern auch um das ganze Umland und die vielen Verknüpfungen die aus den Städten entwachsen. Was ist eigentlich ne Stadt? Was eine “Stadt” ist kann man nicht immer so einfach definieren. Der Unterschied zwischen “urban” und “rural” ist eher ein Kontinuum. Aber in Kapitel 6 geht es um “halbdicht besiedelte Gebiete”, also mindestens ein paar miteinander vernetzte Dörfer. Vor allem aber geht es um die Infrastruktur. Die Farbenlehre der Infrastruktur Infrastruktur ist bunt, zumindest in der Theorie. Es gibt drei Arten, nämlich erstens die soziale Infrastruktur. Die hat noch keine Farbe, umfasst aber alles was das öffentliche Leben bestimmt, die Theater, die Schulen, die Krankenhäuser, Unis, aber auch soziale Sicherheitsnetze, Versicherungen, und so weiter. Dann gibt es auch noch graue Infrastruktur, womit die physischen Strukturen gemeint sind. Straßen, Schienen, Kanäle, Technik, Strom, Transport, und so weiter. Und schließlich sind da noch blaue und grüne Infrastruktur, also alles was mit Wasser und Pflanzen zu tun hat. Es ist ein komplexes System und wenn da irgendwo ne Störung ist, dann ist potenziell alles gestört. Auch die Menschen spielen eine Rolle: Wenn Menschen sich anderswo ansiedeln, dann ändern sich die Finanzen einer Stadt und das hat Auswirkungen auf die Infrastruktur. Risiken für Städte Die vom Klima ausgelösten Risiken für die Städte betreffen die Infrastruktur, aber auch die Menschen. Wenn zum Beispiel die Hitze dank schlechter Infrastruktur zu “Hitzeinseln” führt, dann beeinträchtigt das die Kinder in der Schule. Und in ihrer Freizeit. Und andere Menschen auch. Das kostet: aus medizinischer Sicht, für Klimaanlagen, usw und das können sich nicht alle leisten. Womit die Hitze auch die soziale Infrastruktur betrifft. Und wenn man was dagegen unternimmt kann es sein, dass man eine “grüne Gentrifizierung” kriegt; sich die Menschen es also nicht mehr leisten können, in der klimafreundlichen Gegend zu wohnen. Klimaanpassung muss immer sozial gerecht und nachhaltig sein. Risiken für das Gesundheitssystem Das Gesundheitssystem kann natürlich auch betroffen sein. Wenn die Infrastruktur gestört ist, können nicht nur Krankenhäuser physisch betroffen sein. Auch das Personal kann dann vielleicht nicht mehr in die Einrichtungen. Die Auswirkungen sind immer mehr als die Summe der Teile. Unsere Städte sind nicht vorbereitet Eine Studie hat 517 Städte in Europa untersucht um rauszufinden wie viele anfällig für Klimarisiken sind. Knapp 100 davon sind gleich von mindestens 2 Risiken betroffen, was doof ist, weil man sich dann von einem Ereignis langsamer erholen kann. Und so gut wie keine Stadt hat die Pläne (sofern vorhanden) zum Klimaschutz schon umgesetzt. : Wie viele Diese Lücke zwischen Risiko und Anpassung heißt wenig überraschend die “Anpassungslücke”. Und wie das global aussieht, kann man sich in Abbildung 6.4. anschauen: Es schaut also nicht so gut aus für die europäischen Städte. Und selbst das was wir planen, wird nur für Verbesserungen für die wohlhabenden Menschen führen. Was können wir tun? Man kann jede Menge Sachen tun um die Städte klimasicherer zu machen. Frühwarnsysteme helfen und damit sind nicht (nur) Sirenen gemeint, sondern auch soziale Maßnahmen. Man soll die Erfahrung von Menschen ausnutzen die schon wissen, was man tun könnte. Sowas hilft immer und kostet kaum was. Die Infrastruktur muss redundanter werden, damit Ausfälle nicht kritisch werden. Es braucht Daten, damit man besser reagieren kann. Und bei der Bildung kann man jede Menge tun. Schulen müssen da sein, sie müssen klimasicher sein und in den Schulen kann man den Kindern was über das Klima beibringen. Dabei darf man aber auch die Erwachsenenbildung nicht vergessen. Und das kulturelle Erbe auch nicht. Bei den Anpassungen muss man sich oft entscheiden ob man altes behält oder neues schafft und wir werden viel verlieren… Ein Funken Hoffnung Was man sehr leicht umsetzen kann sind naturbasierte Lösungen. Die sind “low regret”, das heißt es ist nicht riskant, lohnt sich eigentlich immer und hat so gut wie keine negativen Auswirkungen. Man kann mehr Naturraum schaffen, das ist für so gut wie alles förderlich. Man kann Gebäude anders bauen um Hitzeinseln vermeiden. Mehr Gründächer, die Straßen verschmälern, mehr Grünstreifen. Man kann Kühlzentren errichten, Bauvorschriften ändern und sehr vielversprechend gegen Hitzestress ist es, Sonnenschutz und Isolierung zu verbessern und natürliche Belüftung von Gebäuden zu fördern. Carsharing hilft und vor allem eine bessere Infrastruktur für Rad- und Fußverkehr. Das ist extrem gut für Klimaschutz, gegen Klimarisiken und für die Gesundheit. Was man nicht tun sollte ist das, was die Stadt Wien gemacht hat. Nämlich Naturraum verringern und neue Straßen bauen. Was verhindert die Anpassung? Was behindert die Anpassung: Politische Handlungslücken! Es gibt Richtlinien. Aber die werden nicht umgesetzt! Fünf Prinzipien für klimasichere Kommunen und Städte Was man tun kann hat das Helmholtz Zentrum für Umweltforschung aufgelistet: Frühwarnsysteme verbessern und den Bevölkerungsschutz stärken Schwammfähigkeit und Speicherfähigkeit steigern Klimaprüfung von kritischen Infrastrukturen durchsetzen Klimasicherheit von Gebäuden fördern Gestaltungs- und Durchsetzungswille ist ebenso notwendig wie Kooperation und Solidarität Vorschau auf Kapitel 7: Gesundheit In der nächsten Folge wird es noch ein wenig persönlicher. Denn dann reden wir darüber, wie die Klimakrise unsere Gesundheit beeinflusst. Weiterführende Informationen https://www.deutscher-podcastpreis.de/podcasts/das-klima/ Kapitel 6 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Apr 18, 2022 • 1h 28min

DK037 - Warum essen wir immer noch Tiere?

…und gibt es in Zukunft noch genug Pflanzen zu essen? DK037 - Warum essen wir immer noch Tiere? …und gibt es in Zukunft noch genug Pflanzen zu essen? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 37 geht es ums Essen. Genauer gesagt: Um die Nahrungsmittel die wir in der Landwirtschaft anbauen, um die Tierhaltung, um die Nahrungsmittelsicherheit, Transportketten, die Holzindustrie, um Wein, Kaffee und Kakao. Wir reden über die Auswirkungen der Klimakrise auf all die Systeme, die dafür sorgen, das wir was zu essen haben und auf all die anderen Produkte die wir aus Feld, Wald und Wiese beziehen. Die Lage sieht nicht gut aus. Aber es gibt Dinge die man tun kann. Gentechnik zum Beispiel. Oder Kamele. Oder auch einfach: Weniger Tiere essen. Das Problem ist: Für alle diese Maßnahmen steht zu wenig Geld zur Verfügung und zu wenig politischer Wille. Rückblick auf Kapitel 4 Wir schauen noch mal kurz auf das letzte Kapitel und das Wasser, das uns dort beschäftigt hat. Was will Kapitel 5 Kapitel 5 ist heftig. Nicht nur was den Inhalt angeht, sondern auch formal. Es ist das längste Kapitel von Teil II des Berichts mit jeder Menge unterschiedlicher Themen. Wir konzentrieren uns auf Landwirtschaft, Tierhaltung, Waldwirtschaft und andere Produkte die Pflanzen zu verdanken haben. Und schauen nach, wie sicher eigentlich die Versorgungskette ist. Jenseits des sicheren Klimazustandes Die Zukunft sieht aktuell eher schlecht aus. 10 Prozent der aktuell verwendeten Fläche auf der Pflanzen angebaut und Tiere gehalten werden, werden zur Mitte des Jahrhunderts nicht mehr dafür verwendet werden können. Und gegen Ende des Jahrhunderts sind es bis zu 34 Prozent. Der Hitzestress wird die Arbeitskapazität in Asien und Afrika um bis zu 50 Prozent verringern. Und bis 2050 werden auf jeden Fall 8 Millionen mehr Menschen und bis zu 80 Millionen mehr unter dem Risiko von Hunger leiden. Landwirtschaft 80 Prozent der Energie die wir aus Nahrung aufnehmen kommt - global - aus der Landwirtschaft. Vor allem von Mais, Reis, Weizen und Soja. Wie es in Zukunft mit diesen Pflanzen aussehen wird, kann man in Abbildung 5.3. ansehen: In letzten 50 Jahren haben sich die hitzebedingten Ernteausfälle in Europa verdreifacht. Ein wärmeres Klima wird auch mehr Pestizide notwendig machen. Pro Jahrzehnt wird der Ertrag von Mais weltweit um 2,3 Prozent zurück gehen, der von Soja um 3,3 Prozent, beim Weizen sind es 1,3 Prozent und Reis wird auch 0,7 Prozent pro Jahrzehnt zurückgehen. Oder anders gesagt: pro Grad globaler Erwärmung verlieren wir 10 bis 25 Prozent der Erträge. Und auch bei den anderen Pflanzen sieht es schlecht aus: Der Waldspaziergang wird schwierig Neben der Nahrung dienen Wälder, Felder und Wiesen aber auch “kulturellen Dienstleistungen”. Also Erholung, kulturellen Aktivitäten, Tourismus, und so weiter. Wie sich das durch die Klimakrise verändern wird, kann man im Detail an ausgewählten Fällen sehen und zwar in Tabelle 5.4 des Berichts. Gentechnik rettet die Welt? Was kann man tun? Man kann die Arbeitsweise in den landwirtschaftlichen Betrieben ändern. Aber das wird nicht reichen. Stattdessen könnte man Sorten durch Gentechnik widerstandsfähig machen. Das kann helfen, aber: Können sich das alle leisten? Das IPCC ist da skeptisch, was die gerechte Verbreitung solcher Techniken angeht. Was man auch tun kann: Particapatory Plant Breeding. Das heißt: Man kooperiert mit Leuten vor Ort die viel Erfahrung mit den lokalen Bedingungen haben und nutzt deren Wissen, um Landwirtschaft widerstandsfähiger zu gestalten. Das Steak ist problematisch Aus tierischer Nahrung kriegen wir aktuell 39 Prozent unseres Proteins und 18 Prozent der Kalorien. Und auch hier hat die Krise Auswirkungen. Tiere leiden unter Hitzestress, die Veränderungen in der Landschaft sorgen für veränderte Haltungsbedingungen. Und die Tiere werden krank: In den letzten 75 Jahren hat man über 220 neue zoonotische Krankheiten entdeckt. Der Hitzestress schädigt das Immunsystem zusätzlich, die Massentierhaltung macht alles nur schlimmer. Strategien dagegen kann man in Tabelle 5.7. nachlesen. Aber auch hier kann man probieren, widerstandsfähige Arten zu nutzen, zum Beispiel auch dort Kamele halten, wo man das bisher nicht gemacht hat. Wir gehen in den Wald Der Wald ist weniger als Nahrungsmittelquelle wichtig. Aber dafür natürlich für die Holzindustrie. Nur ist hier die Lage unklar; manche Bäume wachsen schneller, manche weniger. In manchen Regionen wird neuer Wald wachsen können (dort wo es jetzt kalt ist), in anderen wird der bestehende Wald sterben. Und wie es jetzt schon aussieht, zeigen zum Beispiel dramatische Bilder, die Alexander Gerst vom All aus gemacht hat Pilze und Pflanzenmedizin Pflanzen nutzen wir auch als Medizin. Oder für so spezielle Zwecke wie den Weihrauch. Was es noch alles an “diversen” Zwecken gibt, kann man in Tabelle 5.10 nachlesen. Und wer gerne Pilze sammeln will, wird in Zukunft vielleicht auch Probleme geben. Besonders für Trüffel wird ein Rückgang von bis zu 100 Prozent bis zum Ende des Jahrhunderts prognostiziert. Die Versorgungskette Es kommt aber nicht nur auf die Pflanzen und Tiere an. Wenn sie uns als Nahrung dienen, dann müssen sie auch irgendwie zu uns kommen. Die Klimakrise wird aber auch die Versorgungskette beeinflussen. Kühlung wird teurer, Transport wird teuer. Parasiten und Giftstoffe (zum Beispiel von Pilzbefall) werden häufiger und das wird die Verfügbarkeit verringern und die Kosten erhöhen. Auch da kann man was dagegen tun, wie Abbildung 5.17 zusammenfasst: Wie sicher ist die Nahrungsversorgung? Neben all den Problemen wird es auch schwieriger, die entsprechende Arbeit zur Nahrungsmittelversorgung zu leisten. Der Hitzestress hat zwischen 2000 und 2015 schon zu einem 5,3prozentigen Rückgang der Arbeitsleistung gesorgt. Das IPCC schätzt dass bis 2050 zwischen 11 und 22 Prozent mehr Menschen Gefahr laufen unter Hunger zu leiden. Die UNO hat SDGs definiert, Sustainable Development Goals bzw. Ziele zur nachhaltigen Entwicklung der Welt. SDG2 heißt “Zero Hunger” und dank der Klimakrise wird es bis 2030 nicht erreicht werden können. Was tun für Nahrungsmittelsicherheit? Man könnte zum Beispiel anderes Zeug essen? Also vor allem keine Tiere mehr; das würde sehr viel helfen. Aber wenn wir es nicht mal schauen, uns aus höchst persönlichen gesundheitlichen Gründen anders zu ernähren, dann ist es fraglich, ob wir das für den Klimaschutz tun. Man könnte durch politische Steuerungsmechanismen eingreifen. Oder auch einfach nur vernünftige vegetarische und vegane Optionen auf die Speisekarten schreiben. Die Zukunft von Kaffe und Wein Die Zukunft des Weinanbaus wird komplex. Aber wir können damit rechnen, bald eher Rotwein aus Skandinavien zu trinken anstatt aus Italien oder Frankreich. Dazu könnten wir Laborfleisch oder Insekten schnabulieren. Und der Kaffee danach kommt hoffentlich aus Plantagen, die von Bäumen durchsetzt sind, um die Hitze zu reduzieren. Das Fazit Die aktuellen Anpassungsmaßnahmen reichen nicht aus. Der Hauptgrund dafür ist das fehlende Geld. Wir könnten alles so umbauen, dass wir mit den Risiken des Klimas klarkommen. Aber das wird behindert durch Politik und Finanzen. Tja. Vorschau auf Kapitel 6: Städte Im nächsten Kapitel geht es in die Stadt. Denn auch da wird sich durch die Klimakrise einiges ändern. Weiterführende Informationen Kapitel 5 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Apr 11, 2022 • 1h 16min

DK036 - Was sollen wir trinken?

…und werden die Banken die Welt retten? DK036 - Was sollen wir trinken? …und werden die Banken die Welt retten? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 36 geht es um Wasser. Und vor allem um Wasser in einer Form, die wir Menschen nutzen. Das tun wir natürlich wenn wir was trinken wollen und das ist schon mal eine ziemlich wichtige Art der Nutzung. Aber wir brauchen Wasser auch, wenn wir Energie produzieren wollen (öfter als man denkt), für die Landwirtschaft, die Wirtschaft, und so weiter. Die Klimakrise beeinflusst all das und sorgt in fast allen Fällen dafür, dass es immer schwieriger wird, alle Bedürfnisse zu stillen. Das führt zu Wasserknappheit, aber auch zu Problemen in der Energieproduktion. Und zu Konflikten, Kriegen und Migration. Wie sich all das entwickeln wird, ist Thema dieser Folge. Ein kurzer Vorschaublick auf Teil III Vor einer Woche ist Teil III des 6. Sachstandsberichts erschienen; ein “Dokument der Schande”, wie es UN-Generalsekretär António Guterres nennt, der auch sonst nicht so viel für Klimafeinde übrig hat. Wir reden kurz darüber, was in Teil III passieren wird, machen aber natürlich vorerst noch mit Teil II weiter. Rückblick auf Kapitel 3 In der letzten Folge des Podcasts ging es um die Ökosysteme der Küsten und Meere, also auch ums Wasser, aber vor allem als Lebensraum. Und als identitätsstiftende Geografie Schon wieder Wasser: Was will Kapitel 4? Über Wasser und Klima haben wir aus physikalischer Sicht schon in Folge 17 und Folge 18 des Podcasts gesprochen. Jetzt reden wir aber darüber, wo Wasser sonst noch wichtig ist. Nämlich quasi überall. Wasserknappheit Wasser ist im Wahrsten Sinne des Wortes ein Lebensmittel; ohne geht es nicht. Man kann länger Hunger haben als Durst und im Gegensatz zum Essen können wir nichts anderes trinken als Wasser. Wenn es weg ist, dann sterben wir. Es ist daher nicht nur wichtig, sondern auch ein politisches Thema und in seiner potenziellen Knappheit konkurriert Wasser als Lebensmittel mit Wasser als wirtschaftliche Ressource und als Grundlage der Energieproduktion. Heute krieje mer de Dampfmaschin Überraschende 95% unserer Energie stellen wir unter Verwendung von Wasser her. Da geht es nicht nur um reine Wasserkraftwerke, sondern um Wasser als Kühlmittel und vor allem Wasser um damit Dampf zu erzeugen. Denn am Ende sind Kohlekraftwerke, Atomkraftwerke, etc ja doch nur Dampfmaschinen. Wird das Wasser knapp, dann wird auch die Energie knapp. Die Wasserkraft selbst profitiert im Norden von Europa von der Klimakrise, da wird mehr möglich sein. Im Süden aber weniger. Und das schlimme ist: All die anderen Probleme die die Klimakrise mit sich bringt führt dazu, dass wir uns diese eigentlich eher klimafreundliche Technologie kaputt machen. Bei der Wasserkraft können wir das durch eine Steigerung des Wirkungsgrades vielleicht noch ausgleichen; bei anderen Energieformen aber eher nicht. Da braucht es zum Beispiel andere Kühltechniken und die müssen wir jetzt schon entwickeln und einsetzen, sonst wird das nix mehr. Am besten ist es, wir setzen auf Sonne und Wind, da spielt das Wasser die geringste Rolle. Wasserkonflikte Zu wenig Wasser bringt Konflikte. Aber Konflikte können auch weniger Wasser bringen! Dabei geht es nicht nur Kriege zwischen Ländern ums Wasser; so dramatisch muss es gar nicht sein (kann es aber). Sondern auch um Konflikte zwischen den Sektoren. Wenn das Wasser knapp ist: Kriegen wir es dann eher zum Trinken oder doch lieber für die Industrie? Wenn wir entsprechende Regeln machen, dann schafft das vielleicht neue Konflikte. Und so weiter: Es ist alles sehr komplex und es gibt noch viel zu wenig Forschung über die Auswirkungen der Wasserverfügbarkeit auf Konflikte. Steigt die Durchschnittstemperatur um 2 bis 4 Grad, dann gibt es vermutlich mehr Konflikte; das weiß man. Das gilt aber allgemein für alle Folgen der Klimakrise, die spezielle Rolle des Wassers wurde da noch nicht analysiert. Was es auch gibt sind innerstaatliche Konflikte; kein Bürgerkrieg, aber Ärger bei der Nutzung zwischen verschiedenen Sektoren oder Kommunen. Das Risiko dafür steigt um 13 Prozent, wenn es um 2 Grad wärmer wird und bis zu 26 Prozent bei einer Erwärmung von 4 Grad. Wie stark die Konflikte werden hängt auch vom Bevölkerungswachstum ab; davon ob und welche Regeln getroffen werden und wie wir uns um die Infrastruktur kümmern. Wenn wir Wasserkonflikte verhindern wollen, können wir Wasser sparen. Oder Leute umsiedeln, dorthin wo es mehr Wasser gibt. Was aber wieder zu neuen Konflikten führen kann. Aber auch eine Chance für den Frieden sein könnte, weil es zu neuen Kooperationen führt. Man kann ja auch mal optimistisch sein… Migration Migration ist ein kniffliges Thema. Normalerweise verlässt man seine Heimat nicht so einfach. Man bleibt so lange es geht. Und was “so lange es noch geht aus Klimasicht heißt” wird im IPCC-Bericht untersucht. Am Ende hängt es von den Finanzen ab: Wer kann es sich leisten zu bleiben? Wer kann es sich leisten wegzuziehen? Und natürlich auch von der Art der Änderung: Wird die Küste dauerhaft überschwemmt oder steigt zB “nur” die Anzahl an Hochwassern bei einem Fluss? Wird Landwirtschaft schwerer? Oder unmöglich. Und so weiter - und die sozioökonomische Situation spielt natürlich auch eine Rolle. Eine Studie schätzt, dass es in der EU pro Jahr wegen erhöhter Temperatur und weniger Niederschlag 98.000 zusätzlichen Asylanträgen aus Länder mit niedrigem Einkommen geben wird. Im besten Fall, wenn wir uns beim Klimaschutz nicht anstrengen können es über eine halbe Million sein. Migration, vor allem freiwillige, kann eine Anpassung an die Klimakrise sein. Ob es eine gute oder schlechte ist, dass lässt sich weder pauschal sagen, noch gibt es ausreichend Daten. Anpassungen Was kann man tun um sich auf Wasserknappheit vorzubereiten? Das sagt uns Abbildung 4.27: Was kostet es wenn wir uns nicht anpassen? Würden wir jetzt 1,8 Billionen Dollar für Frühwarnsysteme, neue Infrastruktur, den Schutz von Ökosystemen und andere sinnvolle Anpassungen ausgeben und zwar bis 2030, dann würde daraus ein Nutzen von 7,1 Billionen Dollar entstehen. Tun wir nix, wird es teuer. Man könnte auch den Preis von Wasser “anpassen” so dass weniger davon verschwendet wird. Das muss man sich aber auch erst mal leisten können. Und allein Berechnungen dieser Art können schon wieder zu neuen Konflikten führen. Katastrophen-PR Katastrophen sind laut IPCC-Bericht das “public face of climate change”. Oder anders gesagt: Wenn sie schon zu sonst nichts gut sind, dann kann man sie zumindest aus kommunikatorischer Sicht nutzen, um die Menschen auf die Gefahren der Klimakrise und die Notwendigkeit zu Handeln hinzuweisen. Weiterführende Informationen Kapitel 3 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Apr 4, 2022 • 1h 17min

DK035 - Was hat das Meer je für uns getan?

…und warum macht CO2 die Fische dumm? DK035 - Was hat das Meer je für uns getan? …und warum macht CO2 die Fische dumm? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 35 geht es um Ozeane und Küsten. Die dortigen Ökosysteme sind durch die Klimakrise natürlich auch massiv bedroht. Vor allem die Korallen, was durchaus auch denen Sorgen machen sollten, die nicht regelmäßig auf Tauchurlaub fahren. Korallenriffe oder Seegraswiesen sind nicht nur für sich genommen wertvolle Ökosysteme und voller Biodiversität, sondern schützen auch die Küsten für uns Menschen. Man neigt sowieso dazu, das Meer zu unterschätzen. Es hat nicht nur biologischen, sondern auch kulturellen Wert und ist für viele Menschen identitätsstiftend. Es ist voller Möglichkeiten und Optionen für die Zukunft, die wir nicht leichtfertig verlieren sollten. Deswegen handelt diese Folge nicht nur von den Folgen der Klimakrise für die Meere sondern auch von den Optionen die war haben, um sie zu schützen. Überraschung: Irgendwelche großen Mauern oä bauen ist nicht die optimale Lösung. Außerdem brauchen wir mehr Geld. Und Tipps, wo man die besten Fischbrötchen kriegt. Rückblick auf Kapitel 2 Wir schauen nochmal kurz auf Kapitel 2 und die Pinguine. Die uns in Kapitel 3 leider nicht mehr begegnen werden. Was will Kapitel 3 Kapitel 3 überrascht uns zuerst mit einer praktischen Liste von Abkürzungen. Dann geht es aber gleich weiter mit einem Worst of Klimafolgen. Es wird noch einmal alles aus Kapitel 9 des ersten Teils des Berichts wiederholt. Nur falls jemand vergessen haben sollte, dass es nicht gut aussieht für die Meere. Die Geschwindigkeit des Klimas Wir lernen das spannende Konzept der ”climate velocity” kennen. Damit beschreibt man, mit welcher Geschwindigkeit Populationen von Lebewesen ihren Lebensraum verändern müssen, um die Erwärmung der Meere auszugleichen. Grafisch sieht man das in Abbildung 3:3 Im Schnitt beträgt die Klimageschwindigkeit seit 1950 60 km/Jahrzehnt. Und die jahreszeitlichen Ereignisse passieren 4 bis 7 Tage pro Jahrzehnt früher (für Plankton; bei Fischen sind es 3 Tage pro Jahrzehnt). Diese Verschiebungen können große Probleme verursachen und noch dazu macht das CO2 in den Meeren die Fische auch direkt dümmer. Wir müssen gefälligst die Korallen retten! Warmwasserkorallen-Ökosysteme beherbergen ein Viertel der Biodiversität in den Ozeanen. Sie liefern Nahrung und schützen die Küsten. Sie sind jetzt schon gefährdet und werden in Zukunft nur noch mehr gefährdet werden. Vorhersagen früherer Berichte über eine Steigerung der Korallenbleiche am Great Barrier Reef sind genau so eingetreten. Und die aktuellen Vorhersagen gehen davon aus, dass sich die Riffe global bei einer CO2-Konzentration von 560 ppm beginnen aufzulösen. Wenn wir nichts tun, sind sie bis 2100 verschwunden. Was man auch in Abbildung 3.13. sehen kann: Wer im Detail wissen möchte, wie man Korallenriffe schützen kann, kann das in “Under a White Sky: The Nature of the Future” (auf deutsch “Wir Klimawandler: Wie der Mensch die Natur der Zukunft erschafft”) von Elizabeth Kolbert nachlesen. Seegrass vs Seeigel Noch unterschätzter als Korallen sind Seegras und Seetang. Das sind quasi die Wälder und Wiesen der Meere und sie bieten den Lebewesen dort den gleichen Schutz. Auch sie sind massiv bedroht und wenn sie einmal verschwunden sind, kommen - anscheinend - Seeigel. Seeigel-Ökosysteme sind sehr viel weniger artenreich und es ist schwierig, Seegras und Seetang wieder “aufzuforsten” wenn sie einmal weg sind. Vögel, Säugetiere und Massensterben Wie es den Vögel und Säugetieren gehen wird, die in und an den Meeren leben, kann man in Abbildung Box 3.2. 1 sehen. Nicht gut! Und wer noch nicht genug hat: Sollten wir es tatsächlich schaffen, die Erde um mehr als 5,2 Grad zu erwärmen, dann ist mit einem Massensterben der marinen Spezies zu rechnen. Nicht übertreten bitte Das wir die Erderwärmung nicht nur so niedrig wie möglich halten sollten, sondern auch aufpassen müssen, dass sie nicht zu lange zu hoch bleibt, zeigt Unterkapitel 3.4.4. Schon wenn wir kurz über 1,5 oder 2 Grad kommen, kann das massive und irreversible Folgen haben, selbst wenn die Temperatur bis 2100 dann wieder sinkt. Das, was wir in diesem Jahrhundert mit den Meeren anstellen wird Folgen haben, die bis weit ins 22. und 23. Jahrhundert reichen. Was hat das Meer je für uns getan? Am Meer macht man Urlaub, aus dem Meer holt man Fisch und übers Meer fährt man mit dem Fisch. Diese “Dienstleistungen” der Ozeane sind allen bekannt. Da ist aber noch viel mehr! Das Meer regelt Klima und Luftqualität. Es liefert Energie, Mineralien, Medizin, Ressourcen. Und es bringt Inspiration und Identität! All die indigenen Völker, die am Meer leben ziehen einen Teil ihrer kulturellen Identität daraus und auch das geht verloren, wenn wir die Meere nicht schützen. Das Meer inspiriert neue wissenschaftliche Entdeckungen und bildet Schüler_innen und Jugendliche. Und vor allem: Das Meer bietet die Möglichkeit zur _”Maintenance of options: Existence of opportunities to develop new medicines, materials, foods, and resources, or to adapt to a warmer climate and emergent diseases.”_ Von den Menschen, die durch die Fischerei aus den Meeren leben, sind sehr viele Frauen, die durch die Klimakrise auch hier überdurchschnittlich stark betroffen sind. Und - wen überrascht es - wenn wir so weitermachen wie bisher, sind 60 Prozent der Fischereibetriebe der Welt bedroht. Reef Grief und die Kultur des Meeres Wenn das Meer und die Küsten krank werden, macht das auch uns Menschen krank. “Reef Grief” ist ein reales Phänomen. Das nennt sich Solastalgie und beschreibt die psychischen Folgen die die Zerstörung der eigenen Heimat mit sich bringen. Einen Anstieg entsprechende psychische Erkrankungen kann man jetzt schon beobachten, in Tuvalu, in Alaska oder Honduras. Ausgelöst durch die schon stattgefundenen Klimaschäden und die Angst vor dem was noch kommt. Wie schützt man die Küsten? Was kann man tun, um die Risiken der Klimakrise an den Küsten zu verringern? Jede Menge, wie Abbildung 3.23 zeigt. Dabei bringt es weniger, irgendwelche Schutzmauern zu bauen oder Sandstrände aufzufüllen. Das kostet mehr und nutzt weniger als wenn man “nature based solution” anwendet. Also zum Beispiel Riffe oder Mangrovenwälder zu schützen. Die schützen dann nämlich auch unsere Küsten für uns. Und das deutlich nachhaltiger. Im Detail kann man sich die Lösungsstrategien in den Tabellen 3.28, 3.29 und 3.30 des Berichts anschauen. Tourismus und Wirtschaft Tourismus kann - in Form von Ökotourismus - Bewusstsein für die Probleme schaffen. Aber wenn die Klimakrise voranschreitet und zum Beispiel das Eis der Polarregionen schmilzt, eröffnet das neue Schifffahrtsrouten. Über die mehr noch mehr Touristen in die Regionen kommen. Was noch mehr Eis schmelzen lässt. Tja. Das Haupthindernis beim Schutz der marinen Ökosystem ist Geld. Beziehunsgweise sein Fehlen. Es ist einfach zu wenig da; mit dem was aktuell ausgegeben wird, lässt sich die Sache nicht erledigen. Welche Jobs sind bedroht? FAQ 3.4 des Berichts stellt sich die Frage, welche Jobs durch die Klimakrise in Bezug auf die Meere am meisten bedroht sind. Wenig überraschend alles was mit Fischerei und Tourismus zu tun hat. Aber auch: Alle Jobs die von Leuten ausgeübt werden die am Meer wohnen! Vorschau auf die nächste Folge In der nächsten Folge des Podcasts werden wir uns mit Kapitel 4 von WGII beschäftigen. Da geht es wieder mal ums Wasser; diesmal aber um die großen Kreisläufe. Weiterführende Informationen Kapitel 3 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Mar 28, 2022 • 1h 24min

DK034 - Die Dienstleistung der Pinguine

…und soll man Bäume für das Klima pflanzen? DK034 - Die Dienstleistung der Pinguine …und soll man Bäume für das Klima pflanzen? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 34 lesen wir Kapitel 2 des zweiten Teils und es geht um die “Dienstleistung” die uns die Ökosysteme auf Land, in Flüssen und in Seen bieten. Das klingt sehr ökonomisch, ist aber eigentlich eine sehr biologische Frage. Denn alles was da so rumlebt, beeinflusst uns natürlich. Entweder direkt, weil wir die Tiere und Pflanzen essen oder sonstwie verwerten. Und indirekt noch viel mehr, weil in dieser komplizierten Welt eben alles mit allem zusammenhängt und es durchaus auch schlecht für uns Menschen ist, wenn die Artenvielfalt sinkt. Außerdem reden wir über Pinguine! Und darüber, ob es sich wirklich lohnt, wenn man Bäume pflanzt. Rückblick und Neuigkeiten Nach der eher ökonomisch-soziologisch orientierten Themen aus Kapitel 1 geht es in Kapitel 2 wieder voll in die Naturwissenschaft. Weil aber der zweite Teil des Sachstandsberichts insgesamt 25 Kapitel hat und wir irgendwann ja auch noch den dritten Teil besprechen müssen, änderen wir ab jetzt das Prozedere. Ab jetzt gibt es nur noch ein Kapitel pro Folge, das jeweils von Claudia oder Florian vorbereitet wird. Was will Kapitel 2? Kapitel 2 sagt uns, was mit den Ökosystemen auf Land und im Süsswasser passieren wird. Wie wirkt sich das Klima und die Klimaänderung auf Pflanzen und Tiere aus? Wenig überraschend: Eher nicht so gut. Das ist ein Problem, denn Biodiversität ist nicht nur ein Schlagwort, sondern tatsächlich wichtig. Burning Embers Wie groß die Risiken der Zukunft sein werden, zeigt uns die brennende Glut in Abbildung 2.11: So ein “Burning Ember”-Diagramm ist ein ziemlich schlaues Instrument zur Visualisierung. Je violetter die Balken sind, desto riskanter ist es für uns, die globale Erwärmung zu sehr ansteigen zu lassen. Wie riskant es konkret ist, zeigen die Farben in den unterschiedlichen Balken für die 5 Risiken, die hier aufgeführt sind. Biodiversitätsverlust Je weiter die Klimakrise fortschreitet, desto mehr Habitate werden schrumpfen; manche werden vielleicht sogar komplett verschwinden. Parasiten breiten sich aus, Tiere und Pflanzen müssen neue Gegenden besiedeln - und das erzeugt jede Menge Stress und führt zum Aussterben. Unkontrollierte Brände & Co Die Temperaturen steigen, es gibt weniger Niederschlag, die relative Luftfeuchtigkeit ändert sich, wir holzen immer mehr Wälder ab und all das führt dazu, dass unkontrollierte Brände immer stärker und häufiger werden. Auf das Timing kommt es an Und dann kommt es natürlich auch auf das Timing an. Es nützt zum Beispiel nix, wenn es regnet, die Tiere und Pflanzen aber gerade nicht so viel Wasser brauchen. Und wenn sie dann in der Brutphase sind, bleibt es trocken. Die Klimakrise bringt die bisherigen Zyklen durcheinander und das ist doof für alle Beteiligten; auch für uns Menschen. Wir gehen ins Wasser (wenns denn noch da ist) Jetzt tauchen wir tief ein in die Flüsse und Seen! Da kommt es zum Beispiel darauf an, wie viel Wasser da so fließt oder nicht mehr fließt. Flüsse bilden Grenzen; ausgetrocknete Flüsse aber auch. Und wenn Seen durch die Klimakrise vermehrt austrocknen wie zum Beispiel der Neusiedlersee ist das natürlich auch nicht gut. So ein See ist ja nicht nur ein Haufen Wasser sondern besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Habitate und Pflanzen und Tiere können nicht einfach irgendwo im Wasser leben sonder nur dort, wo es für sie passt. Wenn das Wetter immer extremer wird, ist das an sich schon nicht schön. Wenn die Extremereignisse aber auch noch häufiger werden, führt das dazu, dass sich Ökosysteme nicht mehr erholen können, wie diese Abbildung zeigt: Die Dimensionen des Aussterbens Aussterben ist nicht gleich Aussterben. Aber immer doof. Es werden mehr Tiere als Pflanzen aussterben und mehr in den Tropen als anderswo. Es kann sich um lokales Aussterben oder ein globales. Einzelne Arten können wir schützen; vor allem in dem wir sie an neue Orte bringen, wo sie noch leben können. Das bringt aber nicht immer was: Eisbären sollte man zum Beispiel eher nicht von der Arktis in die Antarktis verfrachten; zumindest dann nicht, wenn einem was an Pinguinen liegt. Durch die Klimakrise müssen die Arten neue Gegenden besiedeln; wenn es zum Beispiel in tiefen Lagen zu heiß sind, können sie versuchen weiter nach oben die Berge hinauf zu wandern. Deswegen ist mit einem Anstieg des Artenreichtums auf Berggipfel zu rechnen. Tiere werden auch kleiner werden, wenn die Temperaturen steigen. Wie sich die Bedrohungslage der Lebewesen verändern wird, zeigt Abbildung 2.6: Auch in Europa, in Spanien, Polen und Deutschland müssen wir also mit Artensterben rechnen. Die Evolution kann da nur bedingt Schritt halten. Nicht bei Säugetieren, die lange brauchen um Nachkommen hervor zu bringen. Aber bei manchen Insekten könnte es vielleicht klappen. Die wichtigste Maßnahme für Anpassungen ist Zeit. Und die haben wir leider nicht. Wir retten den Brillenpinguin Ein Beispiel für das ganze Drama des Artensterbens ist der Brillenpinguin. Der lebt in Westafrika und dessen Population ist um 66 Prozent gesunken. Früher haben wir ihn direkt umgebracht, durch Jagd zum Beispiel. Heute ist er geschützt, aber wird von uns indirekt durch die Klimakrise bedroht. Seine Beutetiere müssen der Hitze weichen; extreme Hitzewellen schädigen die Tiere direkt und Sturmfluten spülen ihre Nester weg. Ob der Brillenpinguin auch in Zukunft existieren wird, hängt davon ab ob wir erfolgreiche Maßnahmen zu seinem Schutz finden können. Kolonien umzusiedeln hat eher nicht geklappt. Was funktioniert ist: Eier einsammeln und die Vögel anderswo ausbrüten. Aber das ist etwas, das wir nicht mit allen bedrohten Arten machen können. Wir müssen uns in Zukunft also die absurde Frage stellen: Welche Arten wollen wir erhalten? Was nützen Bäume? Wer das Klima retten will, muss Bäume pflanzen! Das hört man oft und das stimmt auch. Aber es kommt darauf an welche Bäume man pflanzt. Und wo man sie pflanzt. Und warum man sie pflanzt. Einfach nur wild irgendwo Bäume hinstellen bringt nicht viel und schädigt im schlimmsten Fall sogar die Ökosysteme und das Klima. Vorschau auf die nächste Folge In der nächsten Folge des Podcasts werden wir uns mit Kapitel 3 von WGII beschäftigen. Und schauen, wie es um die Ökosysteme in den Ozeanen und an den Küsten steht. Weiterführende Informationen Kapitel 2 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Mar 21, 2022 • 53min

DK033 - Wir werfen den Risiko-Propeller an

…und was ist eigentlich eine Lösung? DK033 - Wir werfen den Risiko-Propeller an …und was ist eigentlich eine Lösung? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 33 widmen wir uns dem Rest von Kapitel 1. Darin geht es wieder um Risiken und wie man die Dinger vernünftig verstehen kann. Überraschenderweise mit einem “Risiko-Propeller”, den wir natürlich auch erläutern. Danach sprechen wir über Gerechtigkeit. “Climate Justice” ist nicht nur ein Schlagwort für Plakate auf Klimademos, sondern auch ein wichtiges Konzept beim Umgang mit den Folgen des Klimawandels. Rückblick Wir blicken noch einmal kurz auf die letzte Folge und fragen uns, um welche Wissenschaft es eigentlich geht, wenn die Folgen und Risiken der Klimakrise untersucht werden. Jede Menge Wissenschaften auf jeden Fall, was die Angelegenheit nicht einfacher macht. Die Natur des Risikos Im zweiten Teil des Sachstandsberichts werden die Risiken sehr viel genauer angeschaut als vorher. Es geht um kulturelle Normen, soziale Praktiken, sozioökonomische Entwicklungen, usw. Wie reagieren wir auf Klimaflüchtlinge? Wohin gehen die Finanzströme, wie arbeiten die Regierungen? All das muss berücksichtigt werden und insbesondere die Interaktion zwischen den Risiken und deren Entwicklung angesichts anderer Prozesse. Das sieht dann zum Beispiel so aus: Ein Risiko muss unter drei Gesichtspunkten betrachtet werden, nämlich: Anfälligkeit, Exposition, Gefahr. Nur dann kann man herausfinden, ob, wann und wie man darauf reagieren muss. Und damit das alles ein bisschen bunter wird, gibt es im IPCC-Report den “Risiko-Propeller”: Das Klima braucht Gerechtigkeit Bevor es um Gerechtigkeit geht, wird es ein wenig philosophisch und zwar mit der Frage: ”Was ist eine Lösung?” Im Alltag etwas, das ein Problem beendet. Die Klimakrise ist aber kein solches Problem; hier wird es keine Lösung geben, mit der auf einen Schlag alles erledigt ist. Eine Lösung im Kontext der Klimakrise ist gerecht, machbar und effektiv und vor allem keine technische Lösung. Wie man nach Lösungen sucht, kann man sich auch noch mal als Flow-Diagramm ansehen: Auch das Wort “gerecht” ist komplex. Das IPCC unterscheidet drei Arten der Gerechtigkeit: Verteilungsgerechtigkeit, prozedurale Gerechtigkeit und Anerkennungsgerechtigkeit, die wir natürlich entsprechend erklären. Gerechtigkeit kann übrigens auch bedeuten, dass manche Länder ihr Recht auf Industrialisierung einfordern… Gerecht ist jede Klimaaktion auf jeden Fall nur dann, wenn Rechte und Pflichten gleich verteilt sind, wenn alle gleichermaßen an den Prozeduren beteiligt sind und wenn die unterschiedlichen Ausgangspositionen entsprechend anerkannt und respektiert werden. Und am Ende gibt es Gerechtigkeit nur wenn alle ausreichend Wissen um das Klima und die Risiken haben. Wohlbefinden vs. Wirtschaft Wenn die Klimakrise schäden verursacht, gibt es unterschiedliche Arten sie zu messen. Man kann den reinen wirtschaftlichen Verlust berechnen. Oder auch das Wohlbefinden der Menschen berücksichtigen. Tut man das, dann zeigt sich, dass arme Haushalte doppelt so viel Verlust verzeichnen als wenn man nur die wirtschaftlichen Schäden berücksichtigen würde. diverse FAQs Am Ende werfen wir noch einen Blick auf die FAQs. Nämlich diese: Was sind die Ziele von Klimaanpassung? → Risiko verringern und Widerstandsfähigkeit verbessern Ist die Anpassung an die Klimakrise dringen? → Ja Was stellt eine erfolgreiche Anpassung dar? → Sie muss auch gerecht sein, effektiv sein und man muss die Risiken der Anpassung berücksichtigen Was ist transformative Anpassung? → Das System muss sich ändern. Und entweder transformieren wir es vorsätzlich und gewollt. Oder die Transformation kommt erzwungen und ungewollt… Vorschau auf die nächste Folge In der nächsten Folge des Podcasts werden wir uns mit Kapitel 2 von WGII beschäftigen und da geht es um Wasser. Und Bäume! Weiterführende Informationen Kapitel 1 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Mar 14, 2022 • 54min

DK032 - Willkommen bei Teil 2 der Klimazukunft

…und warum laufen wir nicht alle schreiend durch die Gegend? DK032 - Willkommen bei Teil 2 der Klimazukunft …und warum laufen wir nicht alle schreiend durch die Gegend? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 32 geht es endlich mit Teil 2 des sechsten Sachstandsberichtes los. Wir geben einen kurzen Überblick über das kommt: Nämlich wieder mal sehr viel! 25 Kapitel auf 3675 Seiten. Aber es sind wichtige Seiten, denn es geht um die Risiken der Klimakrise und den Arten, wie wir und daran anpassen können. Wir werfen einen ersten Blick auf Kapitel 1 in dem es vor allem um Definition geht. Bevor wir über Risiken, Vulnerabilitäten und Anpassungen reden können, müssen wir ja erst mal wissen, was genau damit gemeint ist. Und uns mit komischen Grafiken beschäftigen. Willkommen bei Teil 2 des Berichts Der zweite Teil des sechsten Sachstandsberichts ist am 28. Februar 2022 erschienen und trägt den Titel “Climate Change 2022: Impacts, Adaptation and Vulnerability”. Es gibt nicht nur die üblichen Zusammenfassungen, sondern auch 25 Kapitel, inklusive sieben sogenannter “Cross-Chapter-Papers” bei denen wir uns erst überlegen müssen, wie wir damit umgehen. Aber immerhin gibt es auch einen Haufen sogenannter “Fact Sheets”, die einen kurzen Überblick über die Themenbereiche bieten. Kapitel 1: Der dringliche Moment Kapitel 1 des Berichts heißt ”Point of Departure and Key Concepts” hat 102 Seiten und einer der Lead Authors ist Wolfgang Cramer. Von ihm gibt es ein sehr lesenswertes Interview mit dem beeindruckenden Satz “Da kann man nur noch laut schreiend aus dem Saal laufen” - wo wir definitiv zustimmen. Mehr Risiko! Claudia berichtet von Unterkapitel 1.1.4. und dem, was im zweiten Teil des Berichts neu und anders ist. Zum Beispiel mehr Orientierung an Risiken. Diesmal werden auch unwahrscheinliche Szenarien berücksichtigt, die aber mit einem hohem Risiko behaftet sind. Der zweite Schwerpunkt liegt auf der sozialen Gerechtigkeit und einem Blick auf die Ungleichheit bei Klimaanfälligkeit. Und der Frage: Was passiert eigentlich wenn irgendwelche Länder nichts machen? Wir definieren Wörter Florian beschäftigt sich mit diversen Definitionen. Was bedeuten Wörter wie “Risiko”, “Vulnerabilität” oder “Anpassung” im Kontext der Klimakrise. Zu diesem Thema gibt es auch eine Abbildung, die Florian nicht versteht, Claudia aber schon: Auf jeden Fall ist klar, dass das System sich ändern muss, wenn wir der Zukunft begegnen wollen. Der Bericht unterscheidet zwei Arten von Risiko: Die die durch den Klimawandel verursacht werden und die, die aus unserer Anpassung daran entstehen. Wenn wir die Risiken verstehen wollen, müssen wir die Gegenwart benutzen und daraus Schlüsse für die Zukunft ziehen. Außerdem müssen wir berücksichtigen, dass Risiken iterativ sind, sich also ändern, je nachdem was wir machen. Wenn es um Anpassung geht, dann dürfen wir nicht nur das darunter verstehen, was wir Menschen aktiv machen, sondern auch das, was Ökosysteme von selbst tun. Und müssen darauf achten, die Ökosysteme auch aktiv zu nutzen, um unsere Risiken zu verringern. Wir mögen Chapter Scientistst und Geisteswissenschaft Reik hat uns eine Email geschrieben und darauf hingewiesen, dass wir in einer früheren Folge über die “Chapter Scientists” gesprochen haben und zwar so, dass man es falsch verstehen konnte. Für diesen Hinweis sind wir dankbar und haben probiert klarzustellen, was wir gemeint haben. Vorschau auf die nächste Folge In der nächsten Folge des Podcasts werden wir den Rest von Kapitel besprechen und uns vor allem mit Themen wie “Gerechtigkeit” und “Fairness” beschäftigen. Weiterführende Informationen Kapitel 1 des zweiten Teils vom Klimabericht ist hier als pdf downloadbar. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Mar 7, 2022 • 1h 9min

DK031 - Scientist Rebellion und die erste Klimaforscherin

…und wie kann man eigentlich beim IPCC mitarbeiten? DK031 - Scientist Rebellion und die erste Klimaforscherin …und wie kann man eigentlich beim IPCC mitarbeiten? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung.a In Folge 31 vertreiben wir uns noch ein letztes Mal die Wartezeit bevor es mit Teil II des 6. Sachstandsberichts losgeht. Claudia erklärt, wie man sich an der Arbeit des IPCC beteiligen kann und wir rätseln, was ein “IPCC Outreach Event” ist. Florian stellt die Arbeit von Eunice Newton Foote vor, die im 19. Jahrhundert als erste wissenschaftlich beschrieb, wie CO2 die Erdatmosphäre erwärmt. Und am Ende diskutieren wir darüber, was wir davon halten, dass “Scientist Rebellion” einen Teil des Sachstandsberichts geleakt hat. Mitmachen beim IPCC Das IPCC hat ein eigenes Dokument veröffentlicht um zu erklären, wie man sich beteiligen kann. Es gibt sechs Möglichkeiten und für die meisten davon muss man aktiv Klimaforschung betreiben. Aber man kann sich auch durch Wissenschaftskommunikation beteiligen, was uns besonders interessant. Das Handbuch zur Kommunikation und der Visual Style Guide haben wir nur kurz betrachtet, uns aber ein wenig darüber amüsiert. Wo sind die IPCC-Outreach-Events? Das IPCC erwähnt in seiner Kommunikation extra spezielle Outreach-Events - die aber irgendwie nicht stattzufinden scheinen. Was wir schade finden, denn wir hätten ein paar gute Ideen, was man da machen könnte. Wo, wie was, publizieren Wie muss man publizieren, damit das IPCC die Arbeit auch in den Bericht inkludiert? Die Frage stellt sich vor allem bei der sogenannten “grauen Literatur”, also Fachartikeln, die zwar veröffentlicht, aber noch nicht begutachtet worden sind. Auch die wird vom IPCC berücksichtigt, muss aber ein paar Mindeststandards erfüllen. Und sollte in entsprechenden Datenbanken verfügbar sein, zum Beispiel Zenodo vom CERN. Worauf man achten sollte: Nicht auf predatory publishing hereinzufallen. In solchen “Raubverlagen” interessiert man sich nur für das Geld der Forscher:innen und nicht für die Wissenschaft. Wenn man aber etwas wirklich interessantes erforscht hat und möchte, dass das IPCC auf jeden Fall davon erfährt, kann man sich auch direkt dort melden. Die Klimaforschung von Eunice Foote Dass CO2 die Atmosphäre der Erde wärmer macht wissen wir erstaunlich lange. Und seit 2010 wissen wir, dass wir es länger wissen als wir dachten. Da hat man nämlich entdeckt, dass nicht der irische Forscher John Tyndall der erste war der das herausgefunden hat (was nicht tragisch ist weil er so viele andere coole Sachen gemacht hat), sondern die Amerikanerin Eunice Newton Foote. Sie war nicht nur eine der ersten Frauenrechtlerinnen der USA sondern betrieb auch chemische Forschung und fand dabei heraus, dass Luft mit CO2 schneller wärmer wird und länger wärmer bleibt als Luft mit weniger CO2. Und schloss daraus korrekt, dass die CO2-Konzentration direkt die Temperatur der Atmosphäre beeinflusst. Ihre Arbeit dazu hat sie 1856 veröffentlicht - "Circumstances affecting the Heat of the Sun's Rays" - wurde aber weitestgehend ignoriert. Sie wurde so sehr vergessen, dass wir bis heute kein Bild von ihr haben. Aber immerhin wurde ihre Arbeit 2010 wieder “entdeckt” und mittlerweile gibt es zumindest ein bisschen Forschung zu ihren Experimenten. Zum Beispiel “Understanding Eunice Foote's 1856 experiments: heat absorption by atmospheric gases”. Es gibt auch einen Kurzfilm über ihr Leben. Und auch wenn man es annehmen könnte, ist es unwahrscheinlich, dass John Tyndall von ihr abgeschrieben hat (“Eunice Foote, John Tyndall and a question of priority”). Scientist Rebellion leaked den IPCC-Report Die Klimaktivismusgruppe Scientist Rebellion hat einen Teil des bis jetzt noch nicht offiziell veröffentlichten Berichts der Arbeitsgruppe III des IPCC vorab geleakt. Dafür gaben sie gute Gründe an; unter anderem und vor allem die Dringlichkeit der Information und des Klimaschutzes. Das finden wir prinzipiell auch, sind uns aber nicht sicher, ob man dem Leak in allen Aspekten zustimmen kann. Am Ende empfehlen wir noch einen Besuch beim Netzwerk Klimajournalismus, dort gibt es immer interessante und aktuelle Informationen. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian
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Feb 28, 2022 • 50min

DK030 - Wie macht man “Das Klima”?

…und muss man sich dazu sehen können? DK030 - Wie macht man “Das Klima”? …und muss man sich dazu sehen können? "Das Klima”, der Podcast zur Wissenschaft hinter der Krise. Wir lesen den sechsten Bericht des Weltklimarats und erklären den aktuellen Stand der Klimaforschung. In Folge 30 warten wir immer noch darauf, den zweiten Teil des sechsten Sachstandsberichts lesen zu können. Und vertreiben uns daher die Zeit mit einem kurzen “Making of”. Wir reden darüber, wie es eigentlich dazu gekommen ist, dass Florian und Claudia gemeinsam den Podcast “Das Klima” machen obwohl sie sich noch nie persönlich getroffen haben. Wir reden darüber, wie wir uns vorbereiten und wie wir aus den Unmengen an Informationen des Berichts das extrahieren, was dann letztlich im Podcast landet. Wo ist der zweite Teil? Der zweite Teil braucht noch ein wenig Zeit; und wir brauchen Zeit, um ihn zu lesen. Deswegen werden wir erst am 14. März im Podcast darüber reden können, was zufälligerweise auch der Internationale Pi-Tag ist, was Florian besonders freut, da er ja Mitglied im Verein der Freunde der Zahl Pi und Pi-Botschafter ist. Der Ursprung von "Das Klima" “Das Klima” wurde quasi am 26. Juli 2021 geboren; da hat Florian auf Twitter gefragt ob da denn wer wäre, mit dem man einen Podcast machen könnte. Geantwortet hat Claudia, zuerst ablehnend - aber dann hat es doch geklappt. Wer verteilt die Arbeit? Claudia verschafft sich einen Überblick über das jeweilige Kapitel. Und teilt danach die Themen auf. Wie wir danach arbeiten, ist aber unterschiedlich. Die Vorbereitung Florian neigt eher zum Text und zu ausführlichenExzerpten. Claudia dagegen beginnt bei ihrer Vorbereitung mit den Bildern und macht sich grafisch aufwendige Notizen. Die darüber hinaus noch sehr schön aussehen. Beide hätten gerne die Möglichkeit eines digitalen Notizzettels, dafür aber noch keine brauchbare Software gefunden… Von Angesicht zu Angesicht: Nicht Wenn der Podcast dann aufgenommen wird, sitzt Florian im Süden von Wien und Claudia in Köln. Tatsächlich haben wir uns noch nie in echt getroffen, was die Aufnahme ein wenig außergewöhnlich macht. Sie funktioniert aber dennoch recht gut, auch wenn man sich nicht gegenüber sitzt und nur per Audio verbunden ist. Schnitte und Shownotes Deluxe Wenn alles aufgenommen ist, braucht es noch den Schnitt der Episode, den Florian übernimmt und dann sehr ausführliche Shownotes. Da geben wir uns tatsächlich Mühe, denn “Das Klima” braucht mehr Shownotes als andere Podcasts. Das Klima braucht mehr social media Was wir auch bräuchten aber nicht schaffen, ist eine vernünftige Präsenz in den sozialen Medien. Aber vielleicht kriegen wir das in Zukunft ja noch hin. Kontakt und weitere Projekte Wenn ihr Fragen oder Feedback habt, dann schickt uns einfach eine Email an podcast@dasklima.fm. Alle Folgen und alle Shownotes findet ihr unter https://dasklima.fm. Florian könnt ihr in seinem Podcast “Sternengeschichten” zuhören, zum Beispiel hier: https://sternengeschichten.podigee.io/ oder bei Spotify - und überall sonst wo es Podcasts gibt. Außerdem ist er auch noch regelmäßig im Science Busters Podcast und bei WRINT Wissenschaft”-Podcast zu hören (den es ebenfalls bei Spotify gibt). Mit der Astronomin Ruth Grützbauch veröffentlicht er den Podcast “Das Universum”. Claudia forscht und lehrt an der TH Köln rund um Wissenschaftskommunikation und Bibliotheken und plaudert im Twitch-Stream “Forschungstrom” regelmäßig über Wissenschaft. Ansonsten findet ihr uns in den üblichen sozialen Medien: Instagram Florian| Facebook Florian Twitch Claudia | TikTok Claudia Twitter Florian| Twitter Claudia Blog Florian| Homepage Florian| Veranstaltungen Florian

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