ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Mar 31, 2021 • 16min

„Klimawandel und Gesundheit müssen zusammengedacht werden!“

Sylvia Hartmann von KLUG – Deutsche Allianz Klimawandel und Gesundheit e.V. „Wenn es um den Klimaschutz geht haben wir nicht mehr viel Zeit – es sind nur noch wenige Jahre, über die wir hier sprechen“, betont Sylvia Hartmann. Die Ärztin erklärt im Podcast, inwiefern die Folgen des Klimawandels schon jetzt in Praxen und Kliniken spürbar sind und welche Rolle Ärztinnen und Ärzten dabei zukommen könnte. „In meinem Selbstverständnis ist es die Aufgabe von Ärztinnen und Ärzten die Gesundheit zu schützen und zu verbessern. Gesundheitsschutz ist dabei auch gleichzeitig Prävention“, erklärt Hartmann in dieser ersten Folge. Viele Klimaschutzmaßnahmen seien zudem letztendlich Präventionsmaßnahmen. Im Podcast-Gespräch geht sie auch darauf ein, wie die Stadtplanung Auswirkungen auf die Gesundheit haben könnte und welche Zusammenhänge es zwischen Erderwärmung und Migration gibt. Und doch: Die Klimakrise bietet für Patientinnen und Patienten auch Chancen. „Das Potenzial bei dem Thema Klima- und Gesundheitsschutz ist enorm“, betont Hartmann. Sie lädt daher Menschen ein, sich mehr mit dem globalen Thema auseinanderzusetzten: „Gerade die Komplexität und die systemischen Zusammenhänge von „Klima und Gesundheit“ und „Planetary Health“ können besonders spannend sein, da kann ich Jedem empfehlen sich etwas mehr mit dem Thema zu beschäftigen“, so Hartmann. Dazu gibt sie den Hörerinnen und Hörern auch Internetadressen und den Namen von Organisationen an die Hand. Foto: Martin Funk
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Mar 29, 2021 • 21min

Nur ein Bierchen nebenbei?

Wie Ärzte Alkoholprobleme früh erkennen Auf den Erfolg müssen wir anstoßen, Stößchen, auf den Schreck einen Schnaps, ein Gläschen in Ehren? – Kommt Ihnen bekannt vor? Vermutlich. Denn der Konsum von Alkohol gehört für die meisten erwachsenen Deutschen ganz selbstverständlich zum Leben dazu, ist überall und (fast) jederzeit verfügbar und zudem relativ billig. Gerade das begünstigt allerdings auch den fließenden Übergang von (noch) normalem zu risikoreichem Trinken und zur Abhängigkeit. Zum Verdeutlichen: In Deutschland trinkt jeder Einwohner über 15 Jahre im Durchschnitt über 130 Liter alkoholhaltige Getränke in einem Jahr. Das entspricht knapp elf Litern reinem Alkohol. Wir sind damit weltweit auf den vorderen Rängen. Die Kehrseite: Insgesamt 3 Millionen Erwachsene zwischen 18 und 64 Jahren hatten nach Zahlen der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen im Jahr 2018 eine alkoholbezogene Störung. Bei 1,4 Millionen von ihnen lag Alkoholmissbrauch vor und bei 1,6 Millionen eine Alkoholabhängigkeit. Die Dunkelziffer hoch, viele Zahlen zum Alkoholkonsum beruhen auf Selbstangaben - wer ist da ganz ehrlich? Und genau das macht es mitunter schwierig, Betroffene anzusprechen, weiß Professor Ulrich Preuss, der sich seit vielen Jahren mit Suchtproblematiken beschäftigt. Im Podcast erläutert er wichtige Aspekte, wie in der Hausarztpraxis ein mögliches Alkoholproblem erkannt und angesprochen werden kann.
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Mar 23, 2021 • 16min

Wie Arzneimittel mithilfe von Moosen hergestellt werden können

Der Pflanzenbiotechnologen Professor Ralf Reski im Gespräch Was in tierischen Zellen nicht gelungen ist, klappt in Mooszellen: die biotechnologische Herstellung von Faktor H. Jetzt wird das Verfahren optimiert und präklinisch getestet. Eine Phase-1-Studie erfolgreich abgeschlossen hat bereits das Enzym moss-aGal, eine α-Galaktosidase, die mittels Mooszellen produziert wird. Damit die Mooszellen – also pflanzliche Zellen – humane Proteine synthetisieren, müssen sie verändert werden: Bestimmte Gene werden ausgeschaltet, andere hinzugefügt. Damit werden die Zuckerstrukturen der Glykoproteine des Mooses dem des Menschen angepasst. In Mooszellen hergestellte Proteine können sogar besser wirken als ihr Pendant aus tierischen Zellen. „Es handelt sich dann nicht um sogenannte Biosimilars, sondern um Biobetters“, sagt Moos-Experte Reski. Über die Vorteile, Arzneimittel biotechnologisch mittels Mooszellen herzustellen, was die besonderen Herausforderungen sind und wo die Forschung aktuell steht, geht es in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast. Foto: Biocom AG
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Mar 22, 2021 • 34min

„Langzeitpatienten? An einer Uniklinik können Sie das nicht lernen!“

Die Studiendekane Annette Becker und Attila Altiner im Gespräch Für die ambulante Medizin wäre die Reform der Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) ein großer Schritt nach vorne. Denn bekanntlich soll sie sich künftig durchs gesamte Studium ziehen. Einen erheblichen Anteil soll die Allgemeinmedizin ausmachen. „Damit können wir es tatsächlich schaffen, dass Studierende eines Tages wirklich Langzeitpatienten schon während des Studiums betreuen“, sagt Professor Annette Becker, Studiendekanin an der Uni Marburg im „ÄrzteTag“-Podcast. Ihr Kollege Professor Attila Altiner von der Uni Rostock erwartet sogar, dass künftig noch andere Themen wichtig werden: „Die Entscheidungsfindung im Niedrigprävalenzbereich, Fehlversorgung zu vermindern – das sind Dinge, von denen Kollegen an den Hochschulen zum Teil noch nie etwas gehört haben. Wie auch, sie haben ja nie entsprechenden allgemeinmedizinischen Unterricht in ihrem eigenen Studium genossen.“ In dieser „ÄrzteTag“-Episode sprechen Becker und Altiner über die Herausforderungen für die Medizinfakultäten nach der Reform. Foto: privat
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Mar 19, 2021 • 20min

Corona-Impfen in Praxen: Wie Software Ärzte unterstützt

Wie Praxen sich bei im April organisieren können Alle reden vom Impfen gegen Corona, Ärzte müssen es am Ende tun, damit wir die Pandemie schnellstmöglich in den Griff bekommen. Unterstützt werden Mediziner dabei von elektronischen Tools, die die Termine mit Impflingen managt, den Überblick über die vorhandenen Impfdosen zeigt und die rechtliche Dokumentation sicherstellt. Wir schauen heute auf die Seite der Anbieter. Der Marktführer beim Thema Praxis-EDV, die CompuGroup Medical (CGM), will die Ärzte mittels Software beim Impfen gegen SARS-CoV-2 unterstützen. Dr. Dirk Wössner, CEO der CGM, und Arne Westphal, Senior Vice President, geben einen Einblick, was Software dem Arzt beim Corona-Impfen abnehmen kann. Und wir schauen uns an, was Impfdoc-NE als integrierbares Modul in die Praxissoftware leisten kann. Am Schluss geht es dann noch um die Ausgestaltung des elektronischen Impfausweises.
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Mar 18, 2021 • 21min

MFT zur Reform des Medizinstudiums: „Erst die Finanzierung klären!“

MFT-Präsident Professor Matthias Frosch und Generalsekretär Dr. Frank Wissing im Gespräch Noch ist die Reform der Approbationsordnung für Ärzte (ÄApprO) vor allem ein Referentenentwurf. Doch wenn sie beschlossen wird, kommt auf die Medizinfakultäten eine ordentliche Portion Arbeit zu. So viel, dass das Studium für die Länder deutlich teurer werden wird, wie der Präsident des Medizinischen Fakultätentags (MFT), Professor Matthias Frosch, und MFT-Generalsekretär Dr. Frank Wissing im „ÄrzteTag“ sagen. „Wir wollen die Reform des Medizinstudiums“, sagen sie. Aber vorher müssten die offenen Fragen zur Finanzierung geklärt sein. Und sie fordern Flexibilität etwa bei den Blockpraktika oder dem Praktischen Jahr: Für die geplante Menge an Pflichtunterricht in der ambulanten Versorgung reichten die Lehrpraxen nicht aus. Foto: [M] Frosch: Katrin Heyer / MFT | Wissing: Regina Sablotny / MFT
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Mar 16, 2021 • 17min

Wieso retten Scheidungen das Leben von Männern, Lydia Benecke?

Ein Gespräch über Morde, die Ärzte schwer erkennen Im zweiten Teil des Podcast-Gesprächs mit der Kriminalpsychologin Lydia Benecke dreht es sich wieder um die Faszination für das Morbide. Abermals ergründen wir, was Menschen an der Beschäftigung mit Gewaltverbrechen reizt und gehen diesmal auf kulturelle Unterschiede mit dem Tod ein. Morde von Gesundheitspersonal spielen ebenfalls eine Rolle und die Frage, wie es Menschen schaffen Ärzte durch geschickte Manipulation zu falschen Diagnosen zu bringen. Wir erklären, warum ein Arzt früher wahrscheinlicher Tötungsabsichten mit Blei und Quecksilber identifiziert haben und wieso eine ePA Verbrechen verhindern könnte. Die Psychologin sagt außerdem noch, warum Scheidungen Männerleben schützt. Im vorherigen Teil haben wir erfahren, woher die menschliche Begeisterung für das Morbide herkommt und ob Podcasts die moderne Version der Horrorgeschichte ist. – und wir haben veranschaulicht, warum deutlich mehr Frauen als Männer sich mit wahren Kriminalfällen beschäftigen: Lydia Benecke widerspricht dabei einer bekannten These, die zur Erklärung immer wieder herangezogen wird.
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Mar 15, 2021 • 19min

Warum sind Morde so faszinierend, Lydia Benecke?

Ein Gespräch mit einer Kriminalpsychologin über den True Crime-Hype TRIGGERWARNUNG: In dieser Episode geht es um Verbrechen wie Mord, Kannibalismus und sexuelle Gewalt. Personen, die sensibel auf solche Inhalte reagieren, sollten die Episode überspringen. Heute wollen wir tief in die Abgründe der menschlichen Seele abtauchen und uns fragen, woher in jüngster Zeit der Hype um True Crime kommt, also der medialen Aufarbeitung von wahren Kriminalfällen. Ob klassische Fernsehformate wie „Medical Detectives“, Zeitschriften wie „Zeit Verbrechen“ oder „In Cold Blood“ von Truman Capote: Echte Verbrechen haben Menschen schon immer gefesselt. Ein jüngeres Publikum kommt zunehmend über Podcasts wie „Serial“, „My favorite Murder“ oder „Mordlust“ mit diesem Genre in Kontakt – und findet anscheinend Gefallen am Morbiden und Ominösen. Woher die Faszination für Verbrechen, Tod und Mord kommt möchten wir in dieser Episode des „ÄrzteTags“ mit einem Gast klären: Lydia Benecke ist Kriminalpsychologin und arbeitet in ihrem Beruf mit Gewalt- und Sexualsträftätern zusammen. Daneben beschäftigt sie sich seit langem mit dem Phänomen True Crime und weiß, was Menschen an der Erzählung über brutalste Verbrechen anzieht. Gemeinsam gehen wir den Fragen auf den Grund, was im Gehirn – neurologisch wie psychologisch – bei der Beschäftigung mit Kriminalfällen vor sich geht, ob die True Crime-Faszination heute größer als früher ist oder uns innewohnt und warum Frauen sich lieber mit True Crime beschäftigen als Männer. Und Lydia Benecke erklärt, warum Kannibalismus als sexuelle Störung klassifiziert wird. Im zweiten Teil dieses Gesprächs geht es morgen um kulturelle Unterschiede bei der Beschäftigung mit Tod und Mord, warum Scheidungen Männerleben retten und wir schauen uns zwei Fälle an, in denen Verbrecher es zeitweise geschafft haben, Ärzte hinters Licht zu führen, so dass diese die falschen Diagnosen gestellt haben. Hören Sie unbedingt wieder rein! Zur Studie der University of South Carolina: https://www.tandfonline.com/doi/abs/10.1080/19376529.2017.1370714 Fotocredit: © Olivier Favre
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Mar 12, 2021 • 29min

Arzt und Apotheker – ein Dreamteam bei der Diabetikerversorgung?

Wie beide Berufsgruppen an einem Strang ziehen könnten Arzt und Apotheker sind beide Heilberufler, die sich um das Wohl von Patienten kümmern – jeder im Rahmen seiner Profession. Und ohne Frage profitiert der Patient, wenn beide Berufsgruppen eng zusammenarbeiten. Und doch bewegt sich mitunter die Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Apothekern in einem Spannungsfeld – nicht nur rechtlich, wenn es um illegale Zuweisungsgeschäfte geht, sondern auch wenn es darum geht, zu trennen, was originär ärztliche und was pharmazeutische Leistungen sind. Ein neuer Stein des Anstoßes könnte das Vorort-Apotheken-Stärkungsgesetz (VOASG) sein. Denn damit sollen nun neue pharmazeutische Dienstleistungen eingeführt werden, die von den gesetzlichen Krankenkassen auch honoriert werden, etwa im Bereich Diabetesversorgung und Grippeschutz. Im Podcast tauschen sich die Ärztin Ingrid Dänschel, Fortbildungsbeauftragte im sächsischen Hausärzteverband und im Bundesvorstand der Hausärzte, und die Apothekerin Gabriele Overwiening, Vorsitzende der Apothekerkammer Westfalen-Lippe, und seit kurzem auch Präsidentin der ABDA - Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände, aus. Bein Thema Diabetesversorgung, aber auch beim Grippeschutz, finden sie dabei mehr Übereinstimmungen als verhärtete Fronten. Der Beginn einer wunderbaren Freundschaft beider Berufsgruppen?
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Mar 10, 2021 • 13min

Klima, Menschenrechte, Digitalisierung – drei wichtige Themen für Ärzte

Im Gespräch mit Berlins Ärztekammerpräsidenten Die Ärztekammer Berlin hat einen Nachfolger für den früheren Kammerpräsidenten Dr. Günther Jonitz gewählt, der sein Amt vorzeitig aufgegeben hat, um den Weg für eine neue Generation frei zu machen. Der im Februar neu gewählte Präsident Dr. Peter Bobbert ist bereits seit 2013 Mitglied im Vorstand, seit 2019 Vorstandsmitglied der Bundesärztekammer und seit 2014 als Oberarzt am Evangelischen Hubertus Krankenhaus in der Abteilung für Innere Medizin tätig. Im Podcast-Gespräch erläutert er, welche drei Themenbereiche er vorrangig in seiner Amtszeit vorantreiben möchte und warum die Corona-Pandemie nochmals deutlich gezeigt hat, dass Sparen im Gesundheitswesen der falsche Ansatz ist.

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