ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Apr 19, 2021 • 20min

COVID-19 überstanden, aber immer noch Nebel im Hirn?

Wie Betroffenen mit Long-Covid geholfen werden kann Müde, schlapp und atemlos. So geht es vielen Patienten nach einer überstandenen COVID-19-Erkrankung. Nach Zahlen des Robert-Koch Instituts gelten mehr als 2,4 Millionen Menschen in Deutschland nach einer COVID-19-Infektion als genesen. Doch etwa jeder achte bis zehnte von ihnen soll noch mit Langzeitfolgen zu kämpfen haben, die unter den Bezeichnungen Post-COVID-Syndrom oder Long-COVID bekannt sind. Teilweise monatelang. Was ist bisher zu diesen anhaltenden Beschwerden bekannt? Warum sind Frauen eher betroffen? Und wie kann den Patienten dann geholfen werden? Das sind Themen im Podcast-Gespräch mit der Pneumologin Dr. Jördis Frommhold. Sie ist Chefärztin in der Median Klinik Heiligendamm, wo man sich auf die Reha von Patienten mit COVID-19-Langzeitfolgen spezialisiert hat. Über 500 Patienten mit einer solchen Problematik wurden in der Klinik seit April vergangenen Jahres bereits behandelt.
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Apr 16, 2021 • 19min

900 Dosen AstraZeneca an einem Tag? Ein Hausarzt sagt, wie‘s geht

Dr. Thomas Maibaum über seinen Impftag im „Erlebnisdorf“ Wer kennt sie nicht, die Kampagne „Deutschland sucht den Impfpass“? Im Moment müsste sie eher lauten: „Deutschland sucht den Impfstoff.“ Oder mit Blick auf die Skrupel mancher Menschen Vektorvakzinen gegenüber: „Deutschland sucht die Impfwilligen.“ Im Nordosten der Republik haben sich Hausärzte deswegen jetzt etwas Besonderes ausgedacht: Sie impfen auf einem „Erdbeerhof“. Einer der Initiatoren, der Rostocker Facharzt für Allgemeinmedizin Dr. Thomas Maibaum, spricht im Interview über die Hintergründe. Foto: Vanessa Schiemann
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Apr 15, 2021 • 14min

Kinder und Corona – Was tun, damit sie nicht durchs soziale Netz fallen?

Wie in Hamburg Hilfe in sozialen Brennpunkten organisiert wird Die Folgen der Corona-Pandemie spüren alle – aber wenige so stark wie Kinder aus Familien in sozialen Brennpunkten. Ihnen fehlte über Monate hinweg eine außerhäusliche Infrastruktur. Kinderärzte aus den Hamburger Stadtteilen Billstedt und Horn und der dort angesiedelte Gesundheitskiosk schlagen daher Alarm: Kinder in diesen Stadtteilen leiden massiv unter den Folgen der Pandemie. Die Pädiater fürchten lang anhaltende gesundheitliche Schädigungen der Kinder. Unter welchen teils bedrückenden Situationen die Kinder leiden, wie Ihnen bereits geholfen wird und wo noch mehr Unterstützung nötig ist, erläutert im Podcast-Gespräch die Kinderärztin Dr. Susanne Epplée. Sie ist ärztliche Leiterin des Sozialpädiatrischen Zentrums Hamburg-Ost, wohin Kinderpsychiater und Kinder- und Jugendfachärzte ihre Patienten zur weiteren Behandlung überweisen.
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Apr 14, 2021 • 18min

IPPNW und Klima: „Die Atomenergie ist für uns absolut keine Zwischenlösung!“

Die Allgemeinmedizinerin Dr. Katja Goebbels im Gespräch „Wenn wir Medizin im Großen verstehen wollen, müssen wir auch den politischen Kontext verstehen“, betont Allgemeinmedizinerin und IPPNW-Vorstandsmitglied Dr. Katja Goebbels im Podcast. Die Ärztin berichtet in dieser Folge vom Engagement ihrer Kolleginnen und Kollegen für eine friedliche Welt frei von atomarer Bedrohung und der Rolle der IPPNW für „Global Health“. Goebbels verdeutlicht, dass die Atomkraft aus Sicht der IPPNW nicht klimafreundlich ist und diverse Gefahren davon ausgehen. „Die Atomenergie ist für uns absolut keine Zwischenlösung“, appelliert Goebbels. Für die IPPNW sei Atomenergie immer eng gekoppelt an die Bombe. Neben den Gefahren der Atomwaffen geht die Allgemeinmedizinerin aber auch generell auf die Verbindung zwischen Friedens- und Klimabewegung ein: „Das Militär trägt mit seinen Emissionen massiv zur Klimakrise bei und sieht außerdem einen riesigen neuen Absatz- und Beschäftigungsmarkt in der Klimakatastrophe, weil jetzt schon davon ausgegangen wird, dass Konflikte zunehmen“. Hören Sie rein, wie eine Welt ohne Atomwaffen und Atomenergie aussehen könnte! Foto: privat
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Apr 13, 2021 • 16min

Vitamine, Kräuter & Co: Was Krebspatienten aktiv für sich tun können

und was für sie gefährlich werden kann Die Diagnose Krebs stellt das Leben von Patienten meist von einer Sekunde auf die andere auf den Kopf. Ängste und viele Fragen tauchen auf. Die Erklärungen und Informationen, die die behandelnden Ärzte dann geben, reichen den Betroffenen und ihren Angehörigen allerdings häufig nicht. Und so wird dann in den Weiten des Internets nach komplementären oder alternativen Therapien gesucht. Hier die Spreu vom Weizen zu trennen, zu schauen, was womöglich tatsächlich Patienten gut tut und was schadet mit verlässlichen Daten, dieser Aufgabe hat sich Prof. Jutta Hübner vom Universitätsklinikum Jena verschrieben. Im Podcast erläutert die Ärztin für Innere Medizin mit dem Schwerpunkt Hämatologie und Internistische Onkologie sowie Palliativmedizin, wie Ärzte im Gespräch mit ihren Patienten den "richtigen Ton" treffen, damit hilfreiche Informationen und Tipps im Umgang mit der Krebserkrankung das nötige Gehör finden. Und sie erläutert auch, warum zum Beispiel Krebsdiäten eher gefährlich sind.
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Apr 12, 2021 • 26min

Ein „Kochrezept“ für die Digitalisierung einer Uniklinik

Thorsten Kaatze vom Uniklinikum Essen „Man kann nicht beim Dach anfangen, sondern muss beim Fundament beginnen“, sagt Thorsten Kaatze, der kaufmännische Direktor des Universitätsklinikums Essen, mit Blick auf die Digitalisierung. Das heißt: Bevor man in Roboter, Künstliche Intelligenz (KI) und Co investieren kann, braucht es Netzwerke, Server und WLAN-Access-Point. Zwischen 60 und 70 Millionen Euro kostet das allein fürs Essener Uniklinikum. Und dann die Abwehr von Cybercrime: Weil große Krankenhäuser zur kritischen Infrastruktur (KRITIS) gehören, fallen allein für die Cybersicherheit bis zu zwei Millionen Euro zusätzlich im Jahr an Kosten an. Richtig nützlich wird Digitalisierung aber erst, wenn sie Mitarbeiter entlastet und Patienten hilft. In Essen wollen sie jetzt ein flächendeckendes Tracking einsetzen. Damit sollen Ärzte und Pflegekräfte auf Knopfdruck sehen können, wo etwa gerade der Sonographiewagen steht. Dafür werden alle Gebäude dreidimensional kartografiert. Nur ein Teil des Essener „Kochrezepts“ für die Digitalisierung. Foto: UK Essen
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Apr 9, 2021 • 25min

„Tremor ist die häufigste Fehldiagnose für Morbus Parkinson“

Der Neurologe Andrés Ceballos-Baumann zum Welt-Parkinson-Tag Am 11. April 1755 wurde James Parkinson geboren. Gut 60 Jahre später hatte der britische Arzt erstmals die Symptome der „Schüttellähmung“ beschrieben, die später nach ihm als Morbus Parkinson bezeichnet wurde. Doch die neurodegenerative Erkrankung ist unverändert unheilbar. Allerdings: „Wir wissen immer mehr über die zellulären Prozesse und genetischen Ursachen“, sagt Professor Andrés Ceballos-Baumann, Chefarzt an der Parkinson-Fachklinik in München Schwabing, in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast. Derzeit stehe man an der „Wasserscheide in der Entwicklung einer Therapie“. Die Neurologen hoffen etwa auf α-Synuclein als therapeutisches Angriffsziel. Auch die LRRK2-Kinasen sind ein Hoffnungsschimmer, wie er sagt. Im Gespräch erklärt er auch, wann und bei wem überhaupt eine Tiefe Hirnstimulation (THS) infrage kommt. Und er verrät, warum aktivierende Therapien einen Boom erleben. Auch bei der Diagnostik gibt es hie und da noch Defizite. Das Problem: Die Diagnose M. Parkinson ist bekanntlich ein klinischer Befund – weder Labor noch Bildgebung genügen. Wichtig: „Gut zuhören!“ Und den Tremor nicht differenzialdiagnostisch nicht unterschätzen, denn Tremor ist nicht gleich M. Parkinson. Foto: privat
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Apr 8, 2021 • 33min

„Ärztliche Vergütung sollte Qualität und Kooperation belohnen!“

Dr. Thomas Schang von der Agentur deutscher Arztnetze im Gespräch „Integrierte Versorgung“ ist schon lange kein Modewort mehr, auch Ärztenetze sind kein Novum. Nach wie vor aber hängt Kooperation sehr von den Ärzten und Akteuren vor Ort ab. Sind sie agil und mutig, gelingt die Vernetzung. Um dem Netzgedanken aber zu bundesweiter Blüte zu verhelfen, braucht es Anreize, sagt der Chirurg Dr. Thomas Schang, der Vorstandsvorsitzender der Agentur deutscher Arztnetze ist, in dieser Episode vom „ÄrzteTag“-Podcast. „Wir brauchen ein System, das gute Kooperationen belohnt, die zu besserer Behandlungsqualität führen“, sagt er. Bislang drehe es sich im Gesundheitswesen „im Wesentlichen ums Verteilen der Claims und Sektoren“. Doch gerade Gerade jüngere Ärzte hätten nicht nur Interesse an kooperativen Strukturen, sondern könnten auch von ihnen profitieren. Gerade auch die Pandemie habe gezeigt, wie „Netze als lokale Macher“ auftreten könnten. In den Ärztenetzen habe man sich rasch zusammengefunden und überlegt: „Wer macht was, wer übernimmt welche Aufgabe? Wer richtet eine Infektsprechstunde ein?“ Und hilft die Digitalisierung bei der Vernetzung? „Die alleine ist nicht der Schlüssel“, sagt Schang. Vielmehr müsse es um eine „digitale Transformation und Verbesserung der bestehenden Prozesse und Strukturen“ gehen. „Das ist keineswegs banal!“ Fernbehandlung etwa müsse „ärztlich verantwortungsvoll“ betrieben werden. Dazu gehöre in manchen Fällen auch, zu sagen: „Das kann ich nicht am Telefon.“ Foto: Dirk Schnack
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Apr 7, 2021 • 27min

Klimawandel und Gesundheit: „Hausärzt*innen sind Frontliner!“

Allgemeinmediziner Dr. Ralph Krolewski über die „Klimasprechstunde“ „Das Europäische Parlament hat den Klimanotstand ausgerufen. In diesem Kontext wird die Frage interessant: Wie lebe ich und wie leben meine Patienten?“, hebt Hausarzt Dr. Ralph Krolewski im Podcast-Gespräch hervor. Der Allgemeinmediziner aus Gummersbach arbeitet in diversen Arbeitsgruppen mit, die das Thema Klima- und Gesundheitsschutz forcieren und hat ein eigenes Konzept für die Praxis entwickelt: die „Klimasprechstunde“. In dieser Episode beschreibt der Facharzt für Allgemeinmedizin, welche klimabedingten Folgen für ihn in der Hausarztpraxis jetzt schon zum Alltag gehören und wie er Patientinnen und Patienten das Thema mithilfe der „Klimasprechstunde“ näher bringt. So erweitert er beispielsweise die Präventionsuntersuchungen um gezielte Beratungen zu Ernährung und Bewegung auf dem Arbeitsweg. Außerdem erläutert Krolewski wie er mit seiner Praxis in puncto Nachhaltigkeit aktiv wird. So nutzen er und seine Mitarbeiterinnen unter anderem hauptsächlich Pedelecs für Arbeitswege und Hausbesuche. Foto: KONTAKT@fotografie-danirieck.de
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Apr 6, 2021 • 19min

Wie organisieren Sie das Corona-Impfen in Ihrer Praxis, Herr Maibaum?

Der Rostocker Allgemeinmediziner Dr. Thomas Maibaum im Gespräch 6000 Scheine im Quartal – die hausärztliche Gemeinschaftspraxis von Dr. Thomas Maibaum und Kollegen in Rostock-Schmarl ist so etwas wie ein ambulanter Maximalversorger. Große Patientenströme sind für die Ärzte und Schwestern, wie MFA im Osten der Republik oft genannt werden, nichts Ungewöhnliches. Aber auch in ihrer Praxis wollen die anlaufenden Impfungen gegen COVID-19 gut organisiert sein. Gibt es separate Impftage? Wie laufen Aufklärung und Dokumentation ab? Und die Abrechnung? In dieser „ÄrzteTag“-Episode schildert Maibaum, wie die Impfungen in seiner Praxis organisiert sind. Und er erklärt, wie es dazu kam, selbst einen Schulungsfilm zu drehen. Foto: Sass / Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommern

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