ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Mar 9, 2022 • 16min

Warum täten mehr Frauen der Selbstverwaltung gut, Dr. Schliffke?

Schleswig-Holsteins KV-Chefin erklärt, warum das Alter so wichtig wie das Geschlecht ist Frauen sehen vieles eher pragmatisch als theoretisch, das käme der Selbstverwaltung sehr zu Gute, sagt Dr. Monika Schliffke. Sie weiß wovon sie spricht: Seit über 20 Jahren macht sie Berufspolitik, seit zehn Jahren steht sie an der Spitze der KV Schleswig-Holstein und sehnt sich an manchen Tagen immer noch in ihre Praxis zurück. Was ihr am KV-Job aber gut gefällt: Sie hat Gestaltungsmöglichkeiten und kann diese auch nutzen, um mehr Frauen für die ärztliche Selbstverwaltung zu gewinnen. Ein weiteres Thema, das ihr am Herzen liegt: das Generationenproblem zu lösen. Es brauche nicht nur mehr Frauen in der Berufspolitik, sondern vor allem mehr Ärzte und Ärztinnen um die 40, die sich für die Selbstverwaltung stark machen.
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Mar 8, 2022 • 16min

Was wünschen sich junge Ärztinnen für ihre berufliche Zukunft?

Jana Pannenbäcker über Engagement in männerdominierten Gremien Jana Pannenbäcker ist 32 Jahre alt, absolviert im fünften Jahr die Weiterbildung zur Allgemeinmedizinerin, seit zwei Jahren in einer Hausarztpraxis. Darüber hinaus engagiert sie sich in der Ärztekammer Westfalen-Lippe und ist Mitglied im Vorstand des Deutschen Ärztinnenbundes. 2019 war sie zum ersten Mal auf dem Deutschen Ärztetag und hat dort zwiespältige Erfahrungen gemacht. Einerseits wurden dort richtungsweisende Entscheidungen getroffen, was sie sehr spannend fand. Erstaunt war sie aber, wer die Entscheidungen trifft, mit denen junge Ärzte und Ärztinnen in Klinik und Praxis dann arbeiten müssen.
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Mar 7, 2022 • 14min

Marburger Bund-Chefin Johna: „Wir brauchen gestaffelte Quotierungen“

Die Vorsitzende des Marburger Bunds zum Weltfrauentag Dr. Susanne Johna ist eine der wenigen Frauen, die es in ein berufspolitisches Spitzenamt geschafft hat. Seit 2019 ist sie Erste Vorsitzende des Marburger Bundes. Mit über 120.000 Mitgliedern ist der MB der größte Ärzteverband Europas. Doch auch wenn sie es selbst an die Spitze geschafft hat, hält sie Quoten für unbedingt notwendig, damit mehr Frauen in ärztliche und berufspolitische Führungspositionen kommen. Ohnehin zeigten Studien, dass gemischte Teams von Männern und Frauen sowie Jungen und Erfahrenen die besten Ergebnisse erreichen. Logisch wäre es zu einer neuen Normalität zu kommen, sagt sie.
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Feb 28, 2022 • 29min

Was ist das Besondere am Gesundheitskiosk in Hamburg, Dr. Heinrich?

Ein Mitinitiator über das Innovationsprojekt INVEST Billstedt/Horn Die neue Koalition will es, und nun will es auch der Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA): das Modell des Gesundheitskiosks in Hamburg Billstedt/Horn in die Regelversorgung überführen – zumindest in Ansätzen. Ausgangspunkt für das Projekt war eine um zehn Jahre niedrigere Lebenserwartung für Menschen, die in diesen beiden Stadtteilen im Hamburger Osten wohnen, im Vergleich zu Stadtteilen wie Blankenese, berichtet Dr. Dirk Heinrich, Bundesvorsitzender des Virchowbundes und Vorstand des Ärztenetzes Billstedt/Horn, im „ÄrzteTag“-Podcast. Das Netz gehörte zu den Initiatoren des Gesundheitskiosks. Im Gespräch erläutert er, welche Maßnahmen die Ärzte in Zusammenarbeit mit den Krankenkassen und den Organisationen und Vereinen vor Ort ergriffen haben, um eine niedrigschwellige Versorgung im Gesundheitskiosk zu ermöglichen. Thema im Gespräch ist auch, wie dieses Vorzeigeprojekt integrierter Versorgung auf andere Städte übertragen werden könnte – und welche Rolle die Ärztinnen und Ärzte vor Ort dabei spielen sollten – und warum Angebote in der Muttersprache für Menschen mit Migrationshintergrund hilfreich sein können.
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Feb 23, 2022 • 20min

Antibiotika-Resistenzen verhindern: An welchen Schrauben haben Sie gedreht, Dr. Wambach?

Ein Mit-Initiator über Innovationsfonds-Projekt ARena 14 Arztnetze in Bayern und NRW und fast 300 Arztpraxen haben in den vergangenen Jahren im Innovationsfonds-Projekt ARena (Antibiotika-Resistenzen nachhaltig abwenden) mitgewirkt, um einen leitliniengerechten Gebrauch von Antibiotika zu erreichen. Die Arbeit hat sich gelohnt: Das Projekt ist vom Innovationsausschuss des Gemeinsamen Bundesausschusses für die Übernahme in die Regelversorgung vorgeschlagen worden. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutert Mit-Initiator Dr. Veit Wambach, stellvertretender Bundesvorsitzender des Virchowbundes und 2015, als das Projekt gestartet wurde, Vorsitzender des Praxisnetzes QuE in Nürnberg, was Angela Merkel mit dem Projektstart zu tun hatte und an welchen Schrauben die Ärzte drehen mussten, um nachhaltig erfolgreich zu sein: Unter anderem haben die Ärzte in Qualitätszirkeln den Gebrauch von Antibiotika diskutiert, sie haben ihre Verordnungszahlen an denen von Kollegen gemessen – und sie haben Informationen für Patienten aufbereitet, auch auf Social Media. Das komplexe Konzept überzeugte letztlich den G-BA. Allgemeinmediziner Wambach erläutert im Gespräch auch, auf welchem Weg und in welchem Zeitraum die Vorgehensweise der Netzärzte im Projekt jetzt in die Regelversorgung übertragen werden könnte.
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Feb 22, 2022 • 29min

„Der Datenverkehr in Kliniken ist noch relativ ungeregelt“

Anne Wiesmann und Professor Alexander Geissler über die Ergebnisse des DigitalRadars Wer Fördergelder für Projekte der Digitalisierung aus dem Krankenhauszukunftsfonds will, musste sich am Digital-Radar beteiligen, einer Selbsterhebung des Stands der Digitalisierung in Krankenhäusern in Deutschland. Die ersten Ergebnisse dieser Erhebung liegen jetzt vor und sie zeigen, wo es bei der Digitalisierung in Krankenhäusern hakt. Im „ÄrzteTag“-Podcast erläutern Anne Wiesmann, operative Projektleiterin des Digital-Radars, und Co-Projektleiter Professor Alexander Geissler von der School of Medicine der Universität St. Gallen die Ergebnisse. Laut DigitalRadar liegen die Kliniken zwischen 3,27 und 63,87 von 100 maximal erreichbaren Punkten. Die Infrastruktur, so Wiesmann und Geissler, sei durchaus vorhanden in den Krankenhäusern, aber „der Datenverkehr ist noch relativ ungeregelt“. Thema im Podcast ist auch, woran es liegt, dass die externe Kommunikation mit Patientinnen und Patienten sowie niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten noch nicht so weit fortgeschritten ist, und wie Patienten in Zukunft besser am Behandlungsprozess partizipieren können.
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Feb 21, 2022 • 10min

Müssen ehemalige COVID-Patienten Angst vor Herzkrankheiten haben?

Professor Thomas Nordt über Herzerkrankungen als COVID-Langzeitfolgen Ein Jahr nach COVID-19 fanden sich in einer US-Studie vier Prozent mehr Herzkreislauf-Erkrankungen als bei Menschen ohne COVID in der Vorgeschichte. Im „ÄrzteTag“-Podcast mahnt Professor Thomas Nordt aus Stuttgart zu Aufmerksamkeit. Eine deutliche Zunahme von Herzkreislauf-Erkrankungen als COVID-Langzeitfolgen hält der Ärztliche Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßkrankheiten am Klinikum Stuttgart, auch in Deutschland für durchaus realistisch. Erhöht sei dabei das Risiko etwa für Infarkte, Rhythmusstörungen, Schlaganfälle, Herzinsuffizienz, Lungenembolie und Tiefe Venenthrombosen, erläutert Nordt im Podcast. Niedergelassenen Ärzten empfiehlt der Kardiologe, bei einem ehemaligen COVID-Patienten „ein bisschen mehr aufzupassen“, wenn sich Hinweise auf eine mögliche kardiovaskuläre Erkrankung ergeben.
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Feb 15, 2022 • 29min

„PCR-Test, ja oder nein? Entscheiden Sie medizinisch!“

Dr. Andreas Bobrowski über die neue Corona-Testverordnung In der neuen SARS-CoV-2-Testverordnung gibt es, anders als geplant, keine Priorisierung für PCR-Tests. Für den Vorsitzenden des Berufsverbands Deutscher Laborärzte (BDL), Dr. Andreas Bobrowski, ist das eine gute Entscheidung. So könnten zuweisende Ärztinnen und Ärzte und ihre Kollegen im Labor weiter nach klinischen Gesichtspunkten entscheiden, sagt er im „ÄrzteTag“-Podcast. Die zuweisenden Praxen oder Kliniken sollten nach seiner Überzeugung weiter vor allem nach medizinischen Erwägungen für oder gegen einen PCR-Auftrag entscheiden. Auch die nationale Teststrategie ermöglicht das. Beim Umgang mit Genesenenzertifikaten sieht der Labormediziner große Problem. Das sei das Thema, das ihn und die Zuweiser derzeit am Meisten beschäftige. Er verlangt eine Vereinfachung der bisherigen zeitlichen Begrenzung hin zu der Möglichkeit, den Status mittels Antikörper-Bestimmung zu ermitteln. Daten gäbe es dafür genug, man müsse sich nur auf Grenzwerte einigen. Ein Problem sieht er auch darin, dass nach einem positiven PCR-Befund keine variantenspezifische PCR mehr ohne Weiteres möglich ist. Gerade angesichts der in der Regel milderen Verläufe unter Omikron sei für Infizierte klinisch relevant, ob sie mit dieser Variante infiziert sind. Diesen Anspruch müsse der Verordnungsgeber wieder einräumen, fordert Bobrowski. Keine größere Relevanz erwartet Bobrowski von den Point-of-Care-NAT-Tests. Sie seien unverändert nur für größere Einrichtungen interessant. Für Arztpraxen lohnten sie sich kaum und würden, da sie in der Regel nur eine Probe je Lauf untersuchen, kaum einen Zeitgewinn bringen.
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Feb 9, 2022 • 34min

Ist die Einzelpraxis bald verschwunden, Professor Scholz?

BÄK-Justiziar Professor Karsten Scholz über das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz „Gleichlange Spieße“ im Wettbewerb mit MVZ: Nachdem Medizinische Versorgungszentren 2003 als neue Versorgungsform zugelassen waren, suchten niedergelassene Ärztinnen und Ärzte in den Folgejahren nach Antworten, wie sie mit den neuen Anbietern mithalten könnten. Die Antwort waren flexiblere Möglichkeiten der Kooperation, die 2004 vom Deutschen Ärztetag in die Berufsordnung aufgenommen wurden – und das Vertragsarztrechtsänderungsgesetz (VÄndG), das Anfang 2007 in Kraft trat. Im „ÄrzteTag“-Podcast zieht Professor Karsten Scholz, Justiziar der Bundesärztekammer, Zwischenbilanz des Strukturwandels in der ambulanten Medizin, der damals eingeläutet worden ist – und nach wie vor anhält. Vertragsärzte hätten in Folge des Gesetzes mit neuen Kooperationsformen viele Grenzen ausgetestet, manche auch überschritten, sagt Scholz. Im Gespräch erläutert er, wo aktuell Fallen für Vertragsärzte liegen könnten, etwa durch neue telemedizinische Modelle, die eine versteckte Zuweisung gegen Entgelt enthalten könnten. Aber auch neue Ansätze für Praxisvertretungen auf dem Land kann sich der Justiziar vorstellen, wenn die Gesetzeslage noch angepasst wird. Nicht zuletzt hat er auch eine klare Meinung dazu, ob die Einzelpraxis in Zukunft noch Bestand haben wird.
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Feb 8, 2022 • 36min

Wollen Sie aus Ihrem MVZ eine bundesweite Kette machen, Herr Dr. Kielstein?

Dr. Volker Kielstein über seine MVZ-Erfolgsgeschichte und Expansionspläne Die Erfolgsgeschichte des MVZ Dr. med. Kielstein GmbH ist beeindruckend: In 15 Jahren hat der Gründer Allgemeinarzt Dr. Volker Kielstein aus einer überörtlichen Berufsausübungsgemeinschaft mit zwei Standorten ein Unternehmen mit rund 30 Standorten in Thüringen und Sachsen-Anhalt und bald 100 angestellten Ärzten gemacht. Im Podcast verrät der Unternehmensgründer das Rezept für die erfolgreiche Expansion – und die Beweggründe dafür, dass er jetzt einen Trägerwechsel für sein MVZ vorgenommen hat. Künftig fungiert eine Belegklinik in Berlin als Träger. Zudem holte sich der Gründer mit der Triton-Gruppe zusätzlich einen Investor als Anteilseigner ins Unternehmen. Kielstein berichtet im Podcast weiter, warum eine Genossenschaft als alternative Unternehmensform vertragsarztrechtlich nicht möglich gewesen wäre und wieso sein MVZ trotz vieler Standorte in unterversorgten Gebieten kein Nachwuchsproblem hat. Nicht zuletzt verfolgt der Arzt und Unternehmer weiterhin Expansionspläne …

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