ÄrzteTag

Ärzte Zeitung
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Apr 5, 2022 • 16min

„Die Ärzteschaft muss mehr Fortbildungskontingente einfordern“

Die Ärzte von "Nerdfallmedizin" über das aktuelle Fortbildungssystem Ist das aktuelle CME-Punkte-System noch zeitgemäß? Dazu äußern sich in diesem „ÄrzteTag“-Podcast die Gründer des YouTube-Fortbildungsformats „Nerdfallmedizin“, Dr. Martin Fandler, Oberarzt in der Notaufnahme des Klinikums Bamberg, und Dr. Philipp Gotthardt, Funktionsoberarzt in der Notaufnahme des Klinikums Fürth. Beide erklären auch, warum es für ihre Videos keine CME-Punkte gibt. Außerdem fordern Fandler und Gotthardt, endlich mehr Geld für medizinische Fortbildungen in die Hand zu nehmen. Sie sind Verfechter des Konzepts „lebenslanges Lernen“, das im angloamerikanischen Raum Standard ist und endlich in Deutschland ankommen müsse. Und: Die Notfallmediziner setzen sich im „ÄrzteTag“ für qualitativ hochwertige Vorträge ein – und geben Tipps für die nächste Präsentation. (Dauer: 16:27 Minuten)
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Apr 4, 2022 • 19min

„Nerdfallmedizin“ – Warum Ärzte YouTuber werden

Notfallmediziner Dr. Martin Fandler und Dr. Philipp Gotthardt über ihre Online-Fortbildungen Das Team von „Nerdfallmedizin“ veröffentlicht seit 2017 im Internet Infografiken, Newsletter, Fallvorstellungen aber vor allem YouTube-Videos – rund um das Thema Notfallmedizin. Ihre Mission: komplexe Themen unterhaltsam aufbereiten und die Informationen Ärztinnen, Ärzten und Notfallkräften niedrigschwellig zur Verfügung stellen. Im „ÄrzteTag“-Podcast erzählen die Gründer Dr. Martin Fandler, Oberarzt in der Notaufnahme des Klinikums Bamberg, und Dr. Philipp Gotthardt, Funktionsoberarzt in der Notaufnahme des Klinikums Fürth, warum ihre Videos auch für Kollegen anderer Fächer interessant sein könnten. Außerdem sprechen sie darüber, wie sich das Projekt zeitlich mit dem Arzt-Beruf vereinbaren lässt und wie sie „Nerdfallmedizin“ auch im Klinikalltag weiterbringt.
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Apr 1, 2022 • 16min

Wer will schon Hausärztin werden? Ein Festival gegen Vorurteile

Dr. Jana Husemann zum 1. virtuellen Festival der Allgemeinmedizin Über den hausärztlichen Beruf halten sich im Medizinstudium nach wie vor offenbar hartnäckige Vorurteile, sagen Hausärzte. Sechs von ihnen haben deswegen jetzt das 1. virtuelle Festival der Allgemeinmedizin ins Leben gerufen. Eine von ihnen ist Dr. Jana Husemann, Hausärztin auf St. Pauli und Vorsitzende des Hausärzteverbands Hamburg. Mit ihr reden wir über das Digitalevent am 27. April. Sie erzählt, welche Vorurteile sie und ihre Kollegen bei der Veranstaltung ausräumen wollen. Und wir reden mit ihr darüber, wie sich im Studium bereits vermeiden ließe, dass sich falsche Vorurteile über Fächer in den Köpfen des ärztlichen Nachwuchses festsetzen. Weitere Infos auf www.festival-allgemeinmedizin.de Foto: Porträt: Hausärzteverband Hamburg | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com
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Mar 30, 2022 • 21min

Wie helfen die „Soulbuddies“ Kindern in psychischer Not?

Solveigh Disselkamp-Niewiarra und Silke Hanheide von den Soulbuddies Drei bis neun Monate – so lange warten Patientinnen und Patienten in Deutschland auf einen Psychotherapie-Platz. Die Corona-Pandemie hat die Situation zugespitzt. Eine niedrigschwellige Übergangslösung für betroffene Kinder und Jugendliche, die keinen Therapieplatz bekommen, bieten die „Soulbuddies“ aus Rheda-Wiedenbrück im Kreis Gütersloh an. Der Verein hilft bei der Suche nach einem Psychotherapie-Platz, beim Antragsverfahren bei der Krankenkasse oder berät bei akuten Problemen. Im vergangenen Jahr unterstützten die „Soulbuddies“ insgesamt über 500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. „Wir würden das Konzept der Soulbuddies gerne auf ganz Deutschland skalieren“, sagen die Gründerinnen Solveigh Disselkamp-Niewiarra und Silke Hanheide im „ÄrzteTag“-Podcast. Schließlich entlaste das Projekt bereits heute die Gesundheitsversorgung im Kreis Gütersloh. Für die Umsetzung fehle jedoch eine passende Förderung.
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Mar 28, 2022 • 26min

Mehr als 100.000 neue Konnektoren – ist das kein Skandal, Herr Dr. Hartge?

Chief Production Officer der gematik über unumgänglichen Konnektoren-Austausch Noch in diesem Jahr müssen die ersten Konnektoren in den Praxen ausgetauscht werden. Die Nachricht hat bei vielen Ärzten heftige Reaktionen hervorgerufen, denn zuvor hatte es geheißen, der Übergang zur nächsten Generation der Telematikinfrastruktur werde gelingen, bevor der Austausch der Geräte ansteht. Im Podcast-Gespräch äußert sich jetzt Dr. Florian Hartge zu den Vorwürfen und zum Vertrauen von Ärzten in die gematik, das in den vergangenen Monaten schwer auf die Probe gestellt worden ist. Der Chief Production Officer der gematik erläutert auch, warum ein Austausch unumgänglich geworden ist. Hartge erlaubt zugleich einen Blick in die Zeit, wenn keine Konnektoren mehr nötig sein werden und wie der Zugang zur Telematikinfrastruktur in Zukunft mithilfe digitaler Identitäten abgesichert werden soll.
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Mar 23, 2022 • 30min

Dauerbrenner Hygienekosten – wie bringen Sie die Kassen zum Einlenken, Dr. Weinhart?

SpiFa-Vize über ein neues Hygienekonzept und was es Ärzten bringen könnte Seit zwölf Jahren diskutieren Vertragsärzte und Krankenkassen darüber, wie zunehmende Auflagen für Hygiene in den Praxen im EBM abgebildet werden können. Dabei geht es vor allem um ambulante Operationen und invasive Diagnostik, bei denen Medizinprodukte wie Endoskope regelgerecht in Spezialgeräten aufbereitet werden müssen, aber auch um zusätzlichen Personalbedarf, um die benötigten Räume in Stand zu halten. Der Spitzenverband Fachärzte Deutschlands (SpiFa) hat jetzt ein Hygienekonzept erarbeitet, um den zusätzlich entstandenen Aufwand zu beziffern und sauber zu kalkulieren. Wie die Verbände vorgegangen sind, was das Konzept für Ärzte bringen könnte und wie Krankenkassen davon überzeugt werden könnten, bei dieser Thematik einzulenken, erläutert SpiFa-Vize Dr. Helmut Weinhart im „ÄrzteTag“-Podcast. Die Unterdeckung für manche Leistungen, so Weinhart im Gespräch, liege teilweise im dreistelligen Bereich – je Leistung – und müsse letztlich mit einem Teil des ärztlichen Honorar ausgeglichen werden. Die zum Jahresanfang beschlossenen Hygienezuschläge für die meisten Fachgruppen helfen leider überhaupt nicht.
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Mar 22, 2022 • 1h 5min

Was kann die Politik von der EbM lernen, Frau Krones?

Tanja Krones vom EbM-Netzwerk im Gespräch Tanja Krones ist seit Juli vergangenen Jahres Vorsitzende des Deutschen Netzwerks Evidenzbasierte Medizin, dem EbM-Netzwerk. Die EbM hat es nicht leicht in der Pandemie. Auch in der jetzigen Diskussion um die Einführung einer allgemeinen Corona-Impfpflicht stehen vor allem technische und Detailfragen im Mittelpunkt. Im „ÄrzteTag“-Podcast sprechen wir mit der Professorin und Leitenden Ärztin für Klinische Ethik und Geschäftsführerin des Klinischen Ethikkomitees am Universitätsspital Zürich über „primäre Endpunkte“ in Gesetzen. Wir reden über die klassischen Vorstellungen der EbM-Methoden, wie evidenzbasierte Medizin und Forschung auch agil und pragmatisch sein können – und was Politiker davon lernen könnten. Und wir versuchen eine Grenzziehung zwischen gesunder Skepsis und Leugnung. Foto: Porträt: USZ / Nicolas Zonvi | Hirn: grandeduc / stock.adobe.com
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Mar 18, 2022 • 22min

Impfaufklärung im Klassenzimmer – wieso lohnt sich das, Simon Hennes?

Wie der Verein „Impf Dich" für mehr Impfbereitschaft sorgen will „Impf Dich“ ist ein Netzwerk aus jungen Ärzten, Medizinstudenten, Professoren und Apothekern, die sich für mehr Impfbereitschaft in Deutschland einsetzen. Der Verein hat sich 2017 gegründet und im Jahr 2020 den Springer Medizin Charity Award gewonnen. Eines der Hauptziele von „Impf Dich“ ist, Kinder und Jugendliche über den richtigen Impfschutz aufzuklären und so die Impfquote langfristig zu erhöhen. Dafür besucht der Verein Mittel- und Oberschulen im ganzen Land. Die Ehrenamtler sprechen mit Menschen, deren Meinung zum Thema Impfen sich noch nicht gefestigt hat, erzählt Simon Hennes, seit 2021 Vorstandsvorsitzender von „Impf Dich“, im „ÄrzteTag“-Podcast. Der Medizinstudent ist sich sicher, dass viele Impfskeptiker noch nicht erreicht wurden. Außerdem schult der Verein Medizinstudenten im Umgang mit Impfkritikern und bietet Informationsmaterial zur Auslage im Praxiswartezimmer an – bald wohl auch auf Ukrainisch.
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Mar 14, 2022 • 22min

„Zu wenige Ärzte trauen sich, ME/CFS zu diagnostizieren“

Patient Dr. Tobias Christmann über den Umgang mit seiner Erkrankung Rund eine Viertel Million Menschen in Deutschland könnten von der Myalgischen Enzephalomyelitis beziehungsweise dem Chronischen Fatigue-Syndrom (ME/CFS) betroffen sein, schätzt die Deutsche Gesellschaft für ME/CFS. Bei zahlreichen Betroffenen soll die Erkrankung so stark ausgeprägt sein, dass sie nicht mehr das Haus verlassen können. Jahrelang wurde ME/CFS als „einfache Müdigkeit“ stigmatisiert, kritisieren Betroffenenverbände. Aufgrund steigender Fallzahlen von Long- und Post-COVID rückt das Fatigue-Syndrom in den Fokus der Politik: Im vergangenen Jahr wurde ME/CFS erstmals im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung aufgegriffen. Auch die entsprechende DEGAM-Leitlinie Müdigkeit wird aktuell überarbeitet. Im „ÄrzteTag“-Podcast spricht Dr. Tobias Christmann über seinen persönlichen Erkrankungsweg und darüber, was er sich von Ärztinnen und Ärzten im Umgang mit ME/CFS wünscht – zum Beispiel den Mut zur Diagnose. Der promovierte Psychologe zeigt aber auch Verständnis für die Situation der Ärzte, zu denen Patienten mit diesem diffusen Krankheitsbild kommen. Christmann erkrankte 2017 an ME/CFS und engagiert sich heute im Fatigatio Bundesverband ME/CFS. (Dauer: 21:46 Minuten) Link zur Leitlinie Müdigkeit: www.degam.de/files/Inhalte/Leitlinien-Inhalte/Dokumente/DEGAM-S3-Leitlinien/053-002_Leitlinie%20Muedigkeit/Aktuelle%20Fassung%202018/053-002l_LL_Muedigkeit_180423_online22-05-18.pdf
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Mar 11, 2022 • 24min

Werden Menschen mit Behinderung im Gesundheitssystem benachteiligt, Professorin Graumann?

Ein Ethikratsmitglied erklärt die Versorgungssituation von behinderten Patienten abseits von Corona Im vergangenen Dezember sorgte das Bundesverfassungsgericht mit einem Urteil zur Corona-Triage für Unruhe: Der Bundesgesetzgeber habe das Grundgesetz verletzt, „weil er es unterlassen hat, Vorkehrungen zu treffen, damit niemand wegen seiner Behinderung bei der Zuteilung überlebenswichtiger, nicht für alle zur Verfügung stehender intensivmedizinischer Behandlungsressourcen benachteiligt wird.“ Wie steht es um die medizinische Versorgung von behinderten Patientinnen und Patienten diesseits der Extremsituation einer Triage? Dazu spricht im „ÄrzteTag“-Podcast Prof. Sigrid Graumann aus Bochum. Sie ist Professorin für Ethik im Fachbereich Heilpädagogik und Pflege an der Evangelischen Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe und seit 2017 Rektorin der Hochschule und Mitglied in Deutschen Ethikrat. Graumann hat ein Buch zum Thema verfasst: „Assistierte Freiheit“. Die assistierte Freiheit soll das alte Modell der ärztlichen Zuwendung von oben herab durch ein Modell der Begegnung auf Augenhöhe ersetzen. Im „ÄrzteTag“ erklärt Graumann, was sich in Praxen und Krankenhäusern konkret ändern müsste, damit die UN-Menschenrechtskonvention auch in der medizinischen Versorgung umgesetzt wird. Auch spricht sie darüber, wie man mit dem Fremdeln und der Furcht zwischen behinderten und nicht behinderten Menschen umgehen kann.

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